Vorberichte zur Heimpremiere: Stuttgarter Kickers – SV Wehen-Wiesbaden II

Kickers heute mit der Heimpremiere

Am zweiten Spieltag der Fußball-Regionalliga steht heute das Derby zwischen dem SSV Reutlingen und SSV Ulm im Mittelpunkt, zu dem an der Kreuzeiche gut 4000 Zuschauer erwartet werden. Mit etwa der Hälfte rechnet der Drittligaabsteiger Stuttgarter Kickers bei seiner Heimpremiere in der vierten Liga, ebenfalls heute um 19 Uhr. Gegen den SVW Wiesbaden II erwartet der Trainer Dirk Schuster, der den Gegner vergangene Woche persönlich beobachtet hat, ein kampfbetontes Spiel mit weiten Bällen der Gäste. „Das werden wir zwar nicht ignorieren, wollen grundsätzlich aber selbst das Spiel bestimmen“, sagt Schuster. „Das Stadion muss wieder eine Festung werden.“

Allerdings mit friedlichen Mitteln. Nachdem beim Spiel in Freiburg aus dem Kickers-Block eine Bratwurst in der Nähe des Linienrichters landete, hat der Verein eine „Ermahnung“ vom DFB bekommen, sagt der Geschäftsführer Jens Zimmermann, im Wiederholungsfall droht zumindest eine Geldstrafe, und das können die Kickers in ihrer finanziellen Situation am wenigsten brauchen. Inzwischen hat sich der Verein offiziell mit Joachim Cast darauf verständigt, das Arbeitsverhältnis zum 30. September zu beenden, so lange ist der Exmanager von seinen Aufgaben freigestellt.

Sportlich dürfte es keine gravierenden Änderungen geben, nachdem einige Spieler aufgrund von Verletzungen in der Vorbereitung noch etwas Nachholbedarf haben. So kamen Franco Petruso und Gökhan Gümüssu am Mittwoch beim Pokalspiel der zweiten Mannschaft beim VfR Aalen II zum Einsatz, wo die Kickers mit 5:3 nach Elfmeterschießen ins Achtelfinale (bei Normannia Gmünd) einzogen. ump

Stuttgarter Zeitung

Kickers wollen den ersten Saisonsieg
STUTTGART (kli). Mit viel Zuversicht blickt Trainer Dirk Schuster dem ersten Heimspiel der Stuttgarter Kickers heute Abend (19 Uhr) gegen den SV Wehen-Wiesbaden II entgegen – und wird dann wohl wieder die Elf aus der vergangenen Woche aufs Feld schicken. „Fast alle Spieler haben sich durch ihre Leistung in Freiburg aufgedrängt“, sagt Schuster, „wenn wir an die Leistungen der Vorbereitung und des Auftaktspiels anknüpfen, behalten wir die Punkte hier.“ Der Coach des Fußball-Regionalligisten, der die Gäste als robuste, körperbetont spielende Truppe charakterisiert, ist sicher, dass bei einem ähnlich guten Defensivverhalten und einer besseren Chancenverwertung der erste Saisonsieg gelingt.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers-Heimstart mit neuer Hymne

Stuttgart (sip) – Der neue Geschäftsführer Jens Zimmermann und die Marketing-Abteilung der Stuttgarter Kickers tun alles, um nach dem Abstieg in die Fußball-Regionalliga eine Aufbruchstimmung zu erzeugen. So wird etwa heute vor dem Anpfiff zum ersten Saison-Heimspiel (19 Uhr) gegen den SV Wehen-Wiesbaden II eine neue Vereins-Hymne vorgestellt. „Total hitverdächtig, ein echter Ohrwurm“, verspricht Zimmermann.

Jetzt fehlt nur noch, dass auch die Mannschaft auf dem Platz für Begeisterung sorgt. Immerhin, beim 0:0 zum Auftakt beim SC Freiburg II überzeugte das Team kämpferich. Und Mittelfeldspieler Enzo Marchese schwärmte danach: „Ich habe noch nie in einer Mannschaft mit so einem guten Teamgeist gespielt, das hat Spaß gemacht.“ Auch Trainer Dirk Schuster war zufrieden und sieht deshalb vor dem Auftritt gegen die Hessen „wenig Anlass, an der Startformation etwas zu verändern“. Muss er auch nicht, denn mit Ausnahme der Langzeitverletzten sind alle Akteure fit. Zimmermann geht heute von Vorschusslorbeeren der Fans aus: „Ich rechne mit mindestens 2000 Zuschauern.“ Und die dürfen dann vor dem Anpfiff hören, wie SWR3-Moderator, Sänger und Komponist Michael Spleth schmettert: „Stuttgart Deine Seele – ist für immer blau und weiß.“

Eßlinger Zeitung

Zampach fordert Leidenschaft

(nn). Im ersten Regionalliga-Auswärtsspiel bei Absteiger Stuttgarter Kickers (morgen, 19 Uhr) muss Thomas Zampach, Coach des SV Wehen Wiesbaden II, nach dem Auftakt-1:2 gegen Nürnberg II umbauen. Grund ist das parallele Match der SVWW-Ersten gegen Wuppertal. Lukas Billick und Tuncay Acar, die im B-Team aushalfen, werden somit wieder zum Drittliga-Kader stoßen. Das eröffnet Nachrückern die Chance, sich zu profilieren. Mittelfeldspieler Christopher Hübner (traf gegen Nürnberg nach seiner Einwechslung), Stürmer Sebastian Gurok und Bastian Pilger (Abwehr rechts) sind Startelf-Kandidaten. „Generell erwarte ich mehr Leidenschaft beim Tore- verhindern und Toreschießen. Jeder muss bereit sein, an seine Grenzen zu gehen“, stachelt Zampach an und hofft auf ein Remis beim vom ehemaligen Nationalspieler Dirk Schuster trainierten Ex-Erstligisten.

Wiesbadener Kurier

Stuttgarter Kickers vs. SV Wehen-Wiesbaden II an diesem Freitag im GAZi-Stadion (19 Uhr)

Dirk Schuster: „Gemeinsam mit unseren tollen Fans eine Heimmacht werden“

Die Regionalliga-Fußballer der Stuttgarter Kickers fiebern ihrem ersten Saison-Heimauftritt entgegen: Der SV Wehen-Wiesbaden II ist an diesem Freitag zu Gast im GAZi-Stadion auf der Waldau, Spielbeginn ist um 19 Uhr. Der Kickers-Cheftrainer Dirk Schuster hat indes personell die Qual der Wahl. Bis auf die Langzeitverletzten Marcel Charrier, Luis Rodriguez und André Olveira sind alle Mann der Blauen an Bord. „Wir wollen unbedingt zeigen, dass wir in dieser Spielzeit gemeinsam mit unseren tollen Fans eine Heimmacht werden können“, sagt Schuster.

Zwar haben einige der Akteure im Mannschaftskader von Trainer Dirk Schuster noch etwas Trainingsrückstand. Unabhängig davon wird in der Partie gegen die zweite Mannschaft des SV Wehen-Wiesbaden wohl exakt dieselbe Startelf im GAZi-Stadion einlaufen wie schon beim Saisonauftakt am vergangenen Wochenende in Freiburg. „Das Team hat sich am vergangenen Samstag gut verkauft. Ich sehe momentan keinen Grund, diese Formation zu ändern“, sagt Schuster.

Die Anhänger der Stuttgarter Kickers dürfen sich zudem auf eine offensive Einstellung seiner Mannschaft freuen: „Wir wollen unbedingt mit einem Sieg vor unserem Publikum den Heimspielauftakt beginnen und damit ein Zeichen setzen, dass wir in dieser Spielzeit gemeinsam mit unseren tollen Fans eine Heimmacht unterm Fernsehturm werden können“, betont Schuster. Die Blauen rechnen am Freitag mit mindestens 2000 Zuschauern im GAZi-Stadion.

Ein solches Zeichen in Form von drei weiteren Punkten auf dem Kickers-Konto erhofft sich auch der Mittelfeldmann Vinzenzo Marchese. Dem Offenen Brief, den die Kickers-Mannschaft in dieser Woche als Dankeschön für die tolle Unterstützung ihren Fans geschrieben hat, soll jetzt auf dem Rasen des GAZi-Stadions die sportliche Tat folgen: „Wir wollen als Mannschaft unseren Anhängern diesen Dank auch auf dem Feld zurückzugeben“, sagt Marchese, der einen „ganz besonderen Geist“ im aktuellen Mannschaftskader der Blauen ausgemacht hat. „Es macht einfach mächtig viel Spaß, in dieser Truppe zu spielen.“

Für alle Kickers-Fans lohnt es sich derweil am Freitag doppelt, möglichst frühzeitig ins GAZi-Stadion zu pilgern (Stadionöffnung ist um 17.45 Uhr). Vor dem Anpfiff der Begegnung gibt es schließlich die Premiere der neuen Fan-Hymne. Der „Vater“ von „Stuttgart Deine Seele“, der Songschreiber und -Texter Michael Spleth, ist zu Gast auf dem Kickers-Platz und präsentiert die Welturaufführung seines Stückes.

Käuflich zu erwerben gibt es die frisch gepresste CD inklusive drei verschiedenen Versionen am Freitag an den Kickers-Fanshops im GAZi-Stadion, der Stückpreis beträgt faire fünf Euro. „Es wäre super, wenn möglichst viele Kickers-Fans textsicher sind und gemeinsam mit mir das Lied singen können“, sagt Spleth. Kein Problem: In der aktuellen Ausgabe der Stadion-Zeitung „Kickers-Magazin“ sind die Lyrics von „Stuttgart Deine Seele“ selbstverständlich abgedruckt. Ausreden gelten in diesem Fall also nicht.

Offizielle Homepage

Regionalliga Süd 2009/2010, 2. Spieltag: Stuttgarter Kickers – SV Wehen Wiesbaden II
Freitag, 14. August 2009, 19.00 Uhr, GAZI-Stadion

Parallel zur morgigen Drittliga-Partie des SV Wehen Wiesbaden gegen den Wuppertaler SV (19.00 Uhr, BRITA-Arena), spielt auch die zweite Mannschaft des SVWW. Im Auswärtsspiel trifft das Team von Trainer Thomas Zampach auf die Stuttgarter Kickers. Schiedsrichter der Partie ist Christian Gittelmann, Assistenten sind Ehsan Amirian und Raphael Haliszczak.

SV Wehen Wiesbaden:
Die Elf von Trainer Thomas Zampach hat ihr erstes Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg II knapp mit 1:2 verloren. Alexander Kleefeldt fehlt dem Team gegen die Stuttgarter Kickers immer noch aufgrund eines Bänderrisses, Stürmer Nazir Saridogan muss am Freitag auch noch pausieren (Oberschenkelzerrung). Florian Hübner sitzt seine Sperre ab, nachdem er im Spiel gegen Nürnberg II die gelb-rote Karte gesehen hat.

Der Gegner:
Der Absteiger aus der 3. Liga hat zum Saisonauftakt 0:0 bei der zweiten Mannschaft des SC Freiburg gespielt. Trainiert wird das Team vom ehemaligen deutschen Nationalspieler Dirk Schuster.

So sieht es der Trainer:
Thomas Zampach: „Wir werden in Stuttgart angreifen und alles dafür tun, die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen!“

Homepage SV Wehen-Wiesbaden

Der Feinschliff am Schliffkopf setzt den Kickers-Spielern zu

Vor allem für die jungen Fußballer sind die Anforderungen des Trainingslagers ungewohnt – Simon Köpf verlängert seinen Vertrag

Von Stefan Klinger

BAIERSBRONN. Den beiden Offensivspielern Mijo Tunjic und Franco Petruso schmerzt das Knie. Eine Überbelastung, wie sie sagen. Stürmer Dirk Prediger spricht vom „härtesten Trainingslager, das ich je mitgemacht habe“. Und Trainer Dirk Schuster muss während des viertägigen Aufenthalts im Hotel Schliffkopf den Zeitpunkt der Nachtruhe nicht festsetzen – die meisten Spieler sind abends ohnehin so müde, dass sie schon um 22 Uhr einschlafen. Im Trainingslager von Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers ist auf den ersten Blick von einem schwungvollen Neuanfang zwar nichts zu sehen. Bei genauerer Betrachtung wird aber deutlich: Nur so kann der Neuaufbau des Drittliga-Absteigers aussehen.

Wie sehr das zurzeit intensive Programm vielen Spielern zusetzt, überrascht keineswegs. Die Mannschaft ist nun mal jung – richtig jung. Bashiru Gambo, sofern er bleibt, wäre mit 30 Jahren der älteste Spieler. Marcel Rapp, neuer Kapitän, ist ebenfalls 30. Alle anderen im Team sind deutlich jünger, zwei Drittel der Mannschaft ist gar unter 23. Die Anforderungen eines Trainingslagers auf diesem Niveau kennen einige von ihnen gar nicht. „Die meisten haben bislang an vier Abenden in der Woche trainiert“, verdeutlicht Schuster, „nun stehen zwei Einheiten pro Tag auf dem Programm und während des Trainingslagers sogar drei. Aber sie müssen ja auch nicht jetzt topfit sein, sondern beim Saisonauftakt.“ Am 8. August (14 Uhr) starten die Kickers mit dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg II.

Wohin die Reise in der neuen Runde führt ist offen. Sicher ist nur: Die Mannschaft hat zwar kaum Erfahrung, dafür aber eine Menge Potenzial. Im Team der Blauen, das zeigen die Testspiele gegen unterklassige Gegner, befinden sich zahlreiche starke Talente. Gelingt es dem Trainerteam um Dirk Schuster im geschickten Doppelpass mit Routinier Marcel Rapp, der die Mannschaft auf dem Platz führen soll, trotz des Drucks eines möglichen Abstiegs und der starken Konkurrenz in der Regionalliga die Mannschaft und jeden einzelnen Spieler Stück für Stück weiterzuentwickeln, bietet sich den Blauen eine gute Perspektive.

Die sieht auch Abwehrspieler Simon Köpf und bleibt nun doch für mindestens ein weiteres Jahr. Der Kader ist damit komplett – zumindest was die Feldspieler angeht. Nach der schweren Verletzung von Luis Rodrigues (Schienbeinbruch) fehlt allerdings noch ein zweiter Torhüter neben Daniel Wagner. Am Freitag soll aber auch bei dieser Personalie eine Entscheidung fallen. Einer der Kandidaten: Frank Becker vom 1. FC Köln – 19 Jahre alt.

Stuttgarter Zeitung

Presse zum morgigen Trainingsauftakt – auch Tucci geht

Kickers-Trainingsbeginn
Auch Tucci geht

Morgen beginnt beim künftigen Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers das erste Training unter Dirk Schuster. Der Kader ist noch recht überschaubar, weshalb etliche Kandidaten ein Probetraining absolvieren. „Das ist mit ein Grund, dass es so früh losgeht“, sagt der Präsident Dirk Eichelbaum. Klar ist inzwischen, dass auch der Stürmer Marco Tucci künftig nicht mehr zum Kader zählen wird, dagegen steht Franco Petruso vor einer Vertragsverlängerung. „Wir sind uns so gut wie einig“, sagt der Mittelfeldspieler.

Der noch amtierende Manager Joachim Cast geht indes davon aus, dass man sich auf eine Vertragsauflösung einigt. „Es ist das Beste, wenn das jetzt zügig über die Bühne geht.“ Die A-Junioren haben zum Saisonabschluss den WFV-Pokal geholt (4:0 gegen TSG Backnang) und sich somit für den DFB-Pokal qualifiziert. ump

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Marchese im Gespräch
Trainingsauftakt am Dienstag mit 15 Mann – Deigendesch geht auch

STUTTGART (jüf). Offen wird es Dirk Schuster nicht zugeben. Aber dass es so schwer wird, ein schlagkräftiges Team für die kommende Regionalligasaison zusammenzustellen, damit dürfte der neue Chefcoach der Stuttgarter Kickers nicht gerechnet haben. Der finanzielle Spielraum ist extrem eng. Deshalb geht nun auch Mittelfeldspieler Benedikt Deigendesch (Ziel unbekannt). Bashiru Gambo hat zwar einen Vertrag, doch sein Rechtsanwalt Michael Hofstetter geht fest vom Weggang des Routiniers aus. Zumindest was seine Position im zentralen Mittelfeld betrifft, könnte ihn Enzo Marchese (SSV Ulm 1846) ersetzen, mit dem die Blauen im Gespräch sind. Zunächst aber gehen die Blauen mit folgenden 15 Mann den Trainingsauftakt am morgigen Dienstag (15 Uhr/ADM-Sportpark) an:

Tor: Daniel Wagner, Luis Rodriguez.

Abwehr: Marcel Rapp, Moritz Steinle, Andre Oliveira.

Mittelfeld: Marcel Ivanusa, Demis Jung, Christian Grujicic, Franco Petruso, Alessandro Abruscia.

Sturm: Mijo Tunjic, Slaven Jokic, Dirk Prediger, Gökhan Gümüsu.

Marcel Charrier (Abwehr), einer von bisher vier externen Neuen, hat noch zwei Tage Sonderurlaub, Gambo kommt erst am 26. Juni aus Ghana zurück. Das erste Testspiel bestreiten die Blauen am 1. Juli (18.30 Uhr) in Hemmendorf bei Rottweil gegen eine Eichenberg-Auswahl.

Stuttgarter Nachrichten

Wochenblatt: „Wir haben hart trainiert“

Stuttgarter Kickers starten mit Zuversicht in die Rückrunde

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, „wir haben gut und hart trainiert“. Fast im Gleichklang befinden sich Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum und Trainer Edgar Schmitt. Doch während der eine von der Finanzlage des Vereins spricht, meint der andere die sportliche Fitness seiner Schützlinge.

Rund 200.000 Euro hat der Verein mehr eingenommen als in der gesamten vergangenen Saison. Das sind Zahlen, die beeindrucken, denn die Saison läuft ja noch gut vier Monate. „Wir haben die Auflagen des DFB erfüllt trotz des engen Etats“, freut sich der Rechtsanwalt, dass die Kickers nun grünes Licht für die laufende Saison bekommen haben. Andere Drittliga-Vereine wie etwa Unterhaching, hätten noch Probleme mit dem Nachlizenzierungsverfahren. „Ein paar Konkurrenten“, so Eichelbaum, „sind schon sehr lässig an diese Sache herangegangen.“ Sprich, sie hätten Spieler verpflichtet, die schlichtweg zu teuer sind.

Aus diesem Grund habe man – wenn auch schweren Herzens – auf die Verpflichtung von Mirnes Mesic verpflichtet. Das dringlichste Problem, so Eichelbaum weiter, sei daher das rein sportliche: „Wir haben zu wenig Punkte. Sascha Traut und Mustafa Parmak werden uns da weiter helfen.“ Parmak ist ein alter Bekannter bei den „Blauen“ der Routinier mit Spielmacherqualität hatte für die Stuttgarter Kickers von Juli 2004 bis Juli 2008 in 101 Regionalliga-Einsätzen insgesamt 19 Tore erzielt. Optimismus versprüht auch Edgar Schmitt: „Wir haben an Stabilität zugelegt, jetzt gilt es noch, die restlichen Schwächen abzulegen.“

Dass dabei die Vorbereitungsspiele keine berauschenden Ergebnisse brachten, regt ihn nicht weiter auf: „Wir sind gerade voll im harten Training, da darf man das nicht überbewerten.“ Dass die Spieler nach Aussagen Schmitts „fit sind“, lässt sich mit Blick auf die Verletztenliste nicht bestätigen. Franco Petruso ist erst seit Montag wieder im Training, Marcel Rapp laboriert noch an einer Kreuzbandverletzung und wird noch ein paar Wochen fehlen, Spielmacher Alexander Rosen hat eine Fußprellung ist aber wieder im Training, Sasa Janic ist nach seiner Schambeinverletzung erst seit kurzem wieder dabei…

Und beim heutigen Spiel bei der Fortuna in Düsseldorf fehlt auch noch Bashiru Gambo wegen einer Sperre. Vaccaro schnürt aller Voraussicht nach seine Kickstiefel künftig für Wuppertal, bereits nach dem Spiel gegen Aalen im Dezember hatte er keine Lust mehr, für die Kickers zu spielen. Darum ist man noch eifrig auf der Suche nach einem Stürmerersatz. Manager Joachim Cast: Wir sind bestrebt einen Ersatz zu bekommen, aber er muss auch zu uns passen.“ Um noch mehr Fans ins Gazi-Stadion zu locken, versucht man im Vorstand auch Sponsoren für Zuschaueraktionen zu gewinnen.

Beim nächsten Heimspiel am Valentinstag (14. Februar, 14 Uhr) kommen die Frauen dank der Unterstützung eines großen Lesezirkels umsonst ins Stadion rein. 2009 ist für die Kickers ein besonderes Jahr. Im Gedenken an Axel Dünnwald-Metzler wird auf dem Kickers-Gelände eine Eiche gepflanzt und ein Gedenkstein enthüllt. Die Laudatio soll Ex-Ministerpräsident Lothar Späth halten.

Helmut Winkler

Stuttgarter Wochenblatt

Kickers II erfreuen mit klarem Auswärtssieg

Das U23-Team der Stuttgarter Kickers hat das heutige Auswärtsspiel beim VfL Kirchheim/Teck deutlich mit 4:0 gewonnen. Vor 280 Zuschauer erzielten in der zweiten Hälfte zweimal Mijo Tunjic (51., 80. ), Franco Petruso (72. ) sowie Gökhan Gümüssu (75. ).

In der Tabelle haben sich die Kickers damit auf Rang zehn vorgeschoben. In der Liga geht es für das U23-Team am 13.09. beim Bahlinger SC weiter.

Die Kickers spielten mit:
Huber; Steinle, Ivanusa, Kovac, Gentner, Rizzi, Fenell (82. Jung), Kärcher, Abruscia (62. Petruso), Mijo Tunjic, Gümüssu (86. Boric)

Vorberichte Jahn Regensburg – Stuttgarter Kickers

Ein gutes Pflaster
Schon einmal haben die Stuttgarter Kickers in Regensburg die Wende zum Guten eingeleitet

STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers stehen vor einem Schlüsselspiel – wie schon so oft. Morgen (14 Uhr) tritt der Fußball-Drittligist beim SSV Jahn Regensburg an. Der Tabellenletzte braucht dringend Punkte, um Ruhe in die Trainerdiskussion zu bekommen.

Von Carlos Ubina

Stefan Minkwitz ist kein Mann ausschweifender Reden. Der Trainer der Stuttgarter Kickers mag es kurz, knapp und auch humorvoll. „Mir geht“s gut“, sagt der 40-Jährige, ahnend, dass sich vor dem Spiel morgen beim SSV Jahn Regensburg wieder viel um ihn und seinen Posten drehen wird. Die Kickers haben mit null Punkten und null Toren aus vier Partien einen Fehlstart in der dritten Fußballliga hingelegt und Minkwitz ist schon zu lange im Verein, als dass er nicht wüsste, welche Folgen das hat.

In Degerloch wird eine Trainerdiskussion geführt – und eine der Fragen lautet, ob sich das Präsidium nach einer Sitzung uneingeschränkt hinter den Coach gestellt, oder sich doch eine Hintertür für seine Absetzung offengelassen hat. Dirk Eichelbaum betont jedenfalls, nicht alles von Ergebnissen abhängig zu machen. „Die Leistung geht vor. Es muss eine Entwicklung in der Mannschaft sichtbar sein“, sagt der Clubpräsident. Die Woche über hat Minkwitz beobachtet, dass die Spieler im Übungsbetrieb „einen Schritt nach vorne gemacht haben“. Der Ball sei flüssig über mehrere Stationen gelaufen, oft auch im Netz gelandet. „Wenn wir das nur halbwegs umsetzen, werden wir das erste Erfolgserlebnis haben“, sagt der Trainer.

Personell vertraut Minkwitz dabei weiter auf Alexander Rosen. Der Kapitän gehört zu den Stuttgartern, die zuletzt hinter den Erwartungen, aber wohl auch hinter ihren Möglichkeiten geblieben sind. „Lasst mir aber den Alexander Rosen in Ruhe. Er weiß selbst, dass er nicht gut spielt“, sagt der Trainer. Änderungen gegenüber der Anfangself vom 0:1 gegen Sandhausen kündigt er dennoch an. Das ergibt sich schon daraus, dass der Verteidiger Jens Härter verletzt ausfällt. Auf den gesperrten Stürmer Angelo Vaccaro kann Minkwitz ebenso wenig zurückgreifen wie auf die verletzten Franco Petruso und Gino Russo. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Marco Tucci.

Ob die Kickers bis zum Ende der Transferperiode am 1. September noch einen Spieler verpflichten, hängt laut dem Manager Joachim Cast von zwei Faktoren ab: „Erstens müssen wir überzeugt sein, und zweitens muss es finanziell passen.“ Zwar hat Saban Genisyürek gestern einen Auflösungsvertrag unterschrieben, doch die Rückkehr des Stürmers zum Oberligisten FV Illertissen schafft nicht den erforderlichen finanziellen Freiraum. Der Trainingsgast Samiy Yachir von Racing Straßburg bleibt deshalb vorerst nicht mehr als ein Kandidat.

Neuen Mut im Kampf gegen die Krise schöpfen die Kickers auch aus ihren positiven Erinnerungen an Regensburg. In der vergangenen Saison gingen die Stuttgarter mit einer guten Leistung und einem 1:1 in die Winterpause – und erhielten Minkwitz den Job. „Ich bin zwar wenig abergläubisch, aber für mich war Regensburg immer ein gutes Pflaster“, sagt der Trainer. Als Spieler erzielte er dort im Dezember 2002 beim 2:1 sein letztes Tor. Damals ging es um den Arbeitsplatz des Trainers Marcus Sorg.

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Franzose im Probetraining
Genisyürek zum FV Illertissen

Stuttgart (jüf) – Es geht voran beim Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers – aber bisher nur im Training. „Wir haben sehr gut gearbeitet und qualitativ einen Schritt nach vorne gemacht“, beschreibt Trainer Stefan Minkwitz die Übungseinheiten in dieser Woche. Es sind keine einfachen Tage für den Coach. Doch nach außen hin lässt er sich die Anspannung nicht anmerken. Trotz null Toren und null Punkten blickt er optimistisch nach vorne: „Wenn wir die Trainingsleistungen nur halbwegs im Spiel umsetzen, wird es das erste Erfolgserlebnis geben.“ Nichts dazu beitragen kann in der Partie am morgigen Samstag (14 Uhr) bei Jahn Regensburg Jens Härter. Nach seinem Trümmerbruch in der Nase steigt er erst nächste Woche ins Training ein.

Nicht mehr im Kader der Blauen steht Saban Genisyürek. Der Stürmer kehrt mit sofortiger Wirkung zum Oberligisten FV Illertissen zurück. Da der 22-Jährige nicht zu den Großverdienern zählte, bleibt der Spielraum für Neuzugänge gering. Dennoch stellte sich ein offensivstarker Franzose im Probetraining vor: Samy Yachir von Racing Straßburg. „Ein interessanter Mann“, sagt Minkwitz. Doch zumindest in Regensburg muss er noch ohne ihn auskommen.

Stuttgarter Nachrichten

Die Stuttgarter Kickers wollen morgen in Regensburg die Wende einleiten und bedienen sich dabei einiger Mutmacher

Stuttgart – Trotz ihrer bisher vierteiligen Pleitenserie in der dritten Fußball-Liga verlieren die Stuttgarter Kickers ihren Optimismus nicht. „Das sind Phasen, durch die man einfach durch muss“, sagt Trainer Stefan Minkwitz. Nächster Versuch, das Tor endlich zu treffen: morgen (14 Uhr) bei Jahn Regensburg.

Von Beate Wockenfuß

Wenn es mit Gras fressen nicht funktioniert und sogar Dreck fressen nicht in die Erfolgsspur führt, muss eine neue Taktik her. Vor dem fünften Saisonspiel klammern sich die Kickers jetzt an diesen und jenen Strohhalm, um sich Mut zu machen.

So werden bei dem Wort Regensburg gleich mehrere Erinnerungen wach. „Das ist immer ein gutes Pflaster für mich gewesen“, betont Minkwitz und meint damit nicht nur, dass die Kickers dort unter seiner Regie im Dezember 2007 nach einer miserablen Hinrunde mit einem 1:1 die Trendwende einläuteten. Auch sein letztes Tor als Profi habe er in Regensburg erzielt, benennt der Coach das zweite gute Omen. Hoffnung auf ein neuerliches Erfolgserlebnis in der ostbayerischen Stadt gäben zudem die Trainingseindrücke: „Die Mannschaft hat qualitativ einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht.“

Darauf hofft auch die Vereinsführung. Das Präsidium hatte sich Anfang der Woche noch einmal deutlich zu Minkwitz bekannt und unterstrichen, dass es kein Ultimatum für den Trainer gebe. Vertrauen erhält auch Kapitän Alexander Rosen, der bisher weit hinter den Erwartungen zurückblieb. „Er ist als Leitfigur für die Mannschaft wichtig und deswegen spielt er“, setzt Minkwitz weiter auf den 29-Jährigen. Trotzdem wird es morgen personelle Änderungen geben – nicht zuletzt durch den Ausfall von Angelo Vaccaro (Rot-gesperrt) und Jens Härter (Nasenbeinbruch).

Minkwitz kann sich darüber hinaus doch noch Hoffnungen auf einen Neuzugang machen. „Es ist nichts ausgeschlossen“, betont Manager Joachim Cast. Zumal in Saban Genisyürek zumindest ein Spieler von der Gehaltsliste verschwunden ist. Der Stürmer hat gestern seinen Vertrag aufgelöst und ist zum Oberligisten FV Illertissen zurückgekehrt. Und im Probetraining bei den Kickers befindet sich in Samy Yachir (Racing Strasbourg) eine vielversprechende Offensivkraft.

So wollen sie spielen: Salz – Reiß, Mann, Rapp, Janic – Traut, Rosen, Gambo, Landeka – Kacani, Prediger.

Eßlinger Zeitung

Vorschau

Spielinfos:

Anstoß: 30.08.2008 14:00
Stadion: Jahnstadion

Schiedsrichter:

Jahn Regensburg: Für den rotgesperrten Becker steht Sattelmaier von Beginn im Tor. Trainer Kristl kündigt zudem noch andere Änderungen an.

Stuttgarter Kickers: Stürmer Vaccaro ist gesperrt (Rot). Innenverteidiger Härter fällt nach Nasen-OP aus. Möglich, dass Stürmer Tucci (Muskelfaserriss) noch fit wird.

Aufstellung

Jahn Regensburg
Sattelmaier – Jarosch, Escherich, Brysch, Binder – Zellner – Bambara, Blessin, Hiemer – Stoilov, Würll; Trainer: Kristl

Stuttgarter Kickers
Salz – Reiß, Mann, Rapp, Janic – Traut, Rosen, Gambo, Landeka – Kacani, Prediger; Trainer: Minkwitz

Kicker

StZ: Minkwitz muss den Einsatz bremsen

Die Kickers fahren heute ins Trainingslager – Ortlieb und Genisyürek suchen einen neuen Verein

STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers wollen beim Heimspiel gegen Sandhausen am Sonntag den ersten Sieg in der dritten Fußballliga einfahren. Ein Fragezeichen steht allerdings noch hinter dem Einsatz des Torwarts Manuel Salz.

Von Joachim Klumpp

Das Motto der Stuttgarter Kickers für das Heimspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen den SV Sandhausen lautet: „105 Prozent für 105 Punkte.“ 105 Punkte? Genau, so viele gibt es in dieser Saison in der dritten Liga bei 35 Spielen noch zu vergeben. Zunächst einmal wäre der Trainer Stefan Minkwitz aber zufrieden, wenn sein Team ein 35stel davon holen würde, also die drei Punkte für einen Sieg. Denn auch der Trainer weiß, „dass wir langsam anfangen müssen zu punkten“.

Damit genug der Rechnerei. Entscheidend ist auf dem Platz, und da soll die Elf topfit sein. Zumindest, was die Aggressivität angeht, macht sich Minkwitz keine Sorgen. „Ich habe gestern im Training einige bremsen müssen, weil der Einsatz schon Richtung Körperverletzung ging.“ Aber in der Situation des Vereins ist das allemal besser, als wenn es in Richtung Ballettschule ginge. Die Aufstellung wird sich Minkwitz bis zuletzt offenhalten, um auch noch die Eindrücke im Trainingslager in Bad Teinach, zu dem die Mannschaft heute aufbricht, mit einfließen zu lassen.

Nicht in der engeren Verlosung sind die Verletzten Gino Russo, Franco Petruso und Marco Tucci, der nach wie vor mit Muskelbeschwerden kämpft. Ein Fragezeichen steht zudem noch hinter dem Torwart Manuel Salz, dessen Einsatz sich wegen einer Knöchelverletzung erst kurzfristig entscheiden wird. Sollte der bisherige Rückhalt ausfallen, käme der Neuzugang Benjamin Huber (Ingolstadt) zu seinem Debüt.

Orlando Smeekes, der zwei Tage lang im Probetraining war, hängt derweil in der Warteschleife. Der 27-jährige Holländer, der vier Länderspiele für die niederländischen Antillen bestritten hat und sich nun beim englischen Drittligisten Brighton and Hove Albion vorstellen will, hat einen guten Eindruck hinterlassen. „Er ist pfeilschnell“, sagt Minkwitz. Und damit eine Option, falls es noch Signale für einen Neuzugang gibt. Die könnten von Sponsorenseite kommen, aber auch durch eine Entlastung der Gehaltsliste.

Da gibt es aktuell zwei Lichtblicke: Markus Ortlieb trainiert momentan bei seinem Exclub und Ligarivalen Wuppertaler SV mit, Saban Genisyürek bei einem Amateurverein im Raum Berlin. „Ich hoffe, dass es bis zum Ende der Transferperiode am 31. August noch eine einvernehmliche Lösung gibt“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast, der am Mittwoch den nächsten WFV-Pokalgegner (3. September) angeschaut hat und dabei von der SG Großaspach beim 3:0-Sieg in Rutesheim beeindruckt war. „Das wird kein Spaziergang.“ Aber das wird die Partie am Sonntag gegen Sandhausen ja auch nicht.

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Stuttgarter Zeitung