StN: Kickers: Kommt Galm für Vaccaro?

Stuttgart (jüf) – Noch ist nicht sicher, wohin Angelo Vaccaro wechseln wird, doch dass Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers den suspendierten Stürmer bis zum Ende der Wechselfrist am 31. Januar von der Gehaltsliste bekommt, gilt als ziemlich sicher. Vom heutigen Dienstag an absolviert der 27-Jährige ein Probetraining beim Ligarivalen Wuppertaler SV. Vaccaro soll auch bei zwei Testspielen zum Einsatz kommen, bei denen er von weiteren Interessenten (u. a. Holstein Kiel, RW Essen, Carl Zeiss Jena, Kickers Offenbach ) unter die Lupe genommen wird.

Unterdessen haben die Blauen bereits die Fühler nach einem Nachfolger für Vaccaro ausgestreckt. Ganz oben auf der Wunschliste steht dabei Danny Galm. Der ehemalige Jugend- und Amateurspieler des VfB Stuttgart passt ins Anforderungsprofil von Trainer Edgar Schmitt. Galm ist erst 22 Jahre alt, schnell und spielte schon in der Region. Galm schaffte nach seinem Wechsel im vergangenen Sommer von Eintracht Frankfurt II zu Energie Cottbus nicht den Sprung in die Bundesligaelf. In der Hinrunde kam der ehemalige U-17- und U-19-Nationalspieler nur im Regionalligateam zum Einsatz.

Noch nicht unterzeichnet ist der Vertrag zwischen den Kickers und Mittelfeldspieler Mustafa Parmak. Dies soll erst nach der sportärztlichen Untersuchung erfolgen.

Stuttgarter Nachrichten

Presse zur bevorstehenden Vertragsunterschrift von Mustafa Parmak

Alles klar mit Parmak

Kickers rüsten weiter auf

STUTTGART (ump). Heute oder morgen soll Mustafa Parmak einen Vertrag bis zum Saisonende beim Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers unterschreiben. Noch kein Abnehmer hat sich für Angelo Vaccaro gefunden.

Pleiten, Pech und Pannen? Der erst zu Saisonbeginn ins Leben gerufenen dritten Fußballliga droht Ungemach – in Form von möglichen Insolvenzen. Wie der „Focus“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, kommt der Hilferuf zum Beispiel von der SpVgg Unterhaching. „Die Liga droht eine Pleiteliga zu werden“, sagt zum Beispiel deren Präsident Engelbert Kupka, der deshalb einen Brief an den DFB-Präsidenten Theo Zwanziger geschickt hat. Zudem hat sich Unterhaching in der Winterpause mit dem früheren Hoffenheimer Stürmer Francisco Copado verstärkt, um nach der Winterpause nochmals den Aufstieg anzustreben.

Der Ligakonkurrent Stuttgarter Kickers dagegen wäre schon zufrieden, wenn er den Klassenverbleib schafft – und hat sich aus diesem Grund bereits verstärkt. Mit Torsten Traub, um die vermeintliche Schwachstelle Innenverteidigung zu beheben. Und jetzt steht auch einer Rückkehr des verlorenen Sohnes Mustafa Parmak nichts mehr im Wege, nachdem die Kickers ihr erstes Angebot verbessert haben. „Ich gehe davon aus, dass er am Dienstag ins Training einsteigt“, sagt sein Berater Michael Hofstetter, der deshalb auch ein Probetraining diese Woche bei Eintracht Trier abgesagt hat.

Ein Probetraining wiederum soll Mauro Macchia vom SSV Reutlingen in diesen Tagen bei den Kickers absolvieren. Der Stürmer könnte eventuell auch bei der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen, die heute ihren Trainingsbetrieb wieder aufnimmt. Voraussichtlich mit Angelo Vaccaro, der sich wiederum zuletzt in Reutlingen fit gehalten hat. „Aber das war nur eine Übergangslösung, ich konnte ja nicht die ganze Zeit alleine im Wald laufen oder ins Rehamed“, sagt der bei den Kickers in Ungnade gefallene Torjäger. Die Regionalliga sei kein Thema, „ich will in der dritten Liga bleiben“.

Und wenn es damit nichts wird? „Zunächst einmal bleibe ich ganz ruhig“, sagt Vaccaro, „denn die meisten Transfers in der Winterpause spielen sich erst in den letzten vier, fünf Tagen der Wechselperiode ab. Außerdem habe ich ja noch einen Vertrag. Ich weiß nicht genau, wie sich die Kickers das dann im Zweifel vorstellen.“ Der Verein setzt jedenfalls darauf, dass Angelo Vaccaro bis Ende des Monats einen neuen Arbeitgeber findet, nicht zuletzt, um finanziell entlastet zu werden. Der Spieler selbst sagt dazu nur: „Für mich war es schon ein harter Schlag, als ich gehört habe, ich sei freigestellt. Denn ich habe immer gesagt, ich werde alles für die Kickers geben. Außer es kommt ein Angebot eines Clubs, das für alle Seiten akzeptabel ist.“ Aber das gibt es bis jetzt ja nicht.

Stuttgarter Zeitung

Parmak steigt ins Kickers-Training ein
Stuttgart (jüf) – Die Unterschrift fehlt zwar noch, doch die Rückkehr von Mittelfeldspieler Mustafa Parmak zu Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers ist nur noch Formsache. „Wir sind uns über einen Vertrag bis zum Saisonende einig. Mustafa wird am Dienstag ins Mannschaftstraining einsteigen“, sagte Parmaks Berater Michael Hofstetter am gestrigen Sonntag. Zuvor hatte Hofstetter Regionalligist Eintracht Trier abgesagt. Dessen Trainer Mario Basler hatte ebenfalls Interesse an Parmak, die beiden kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei TuS Koblenz. Unterdessen wird der suspendierte Angelo Vaccaro heute nicht ins Training der Oberligaelf einsteigen. Ob damit der Wechsel zu Regionalligist Holstein Kiel klar ist? Vaccaro sagt nur so viel: „Kiel ist ein Club mit super Perspektiven, und Trainer Falko Götz kenne ich seit vielen Jahren.“

Stuttgarter Nachrichten

Kickers vor Einigung mit Mustafa Parmak

Stuttgart (dip) – Nach so vielen Trainingseinheiten war Edgar Schmitt gespannt auf das erste Testspiel seiner Truppe. „Wir hätten gerne gespielt“, sagt der Trainer von Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers. Doch aufgrund der Platzverhältnisse fällt die für diesen Samstag geplante Partie der Blauen bei Landesligist SF Schwäbisch Hall aus. Stattdessen geht es wieder auf den Trainingsplatz. „Die Jungs“, sagt Schmitt, „ziehen fantastisch mit.“ Und hätten sich sogar an den Kosten eines Trainingslagers beteiligt. Doch ihr Trainer winkte ab. „Wir haben kein Geld“, sagt Schmitt und erklärt mit Blick auf An- und Abreise: „Dafür ist mir die Zeit zu knapp.“ Allerdings: Die Bedingungen auf der Waldau sind auch nicht gerade optimal. Unterdessen steht die Rückkehr von Mustafa Parmak zu den Kickers unmittelbar bevor. „Wir sind nicht mehr weit auseinander“, sagt Michael Hofstetter, der Berater des Mittelfeldspielers. Bis Montag soll alles klar sein.

Stuttgarter Nachrichten

StZ: Diskussion um das Vereinslogo

Kickers hoffen auf Einigung
STUTTGART (ump). Die Handballer der SpVgg Möhringen werden sich zum 1. Juli komplett dem Ortsrivalen HV Stuttgarter Kickers anschließen. Das hat die Mehrheit der Mitglieder auf einer außerordentlichen Versammlung beschlossen. Die Fußballer der Kickers wiederum hoffen, dass nun auch der Streit um das Vereinslogo, dessen Rechte die Handballer besitzen, geklärt wird. „Ich habe mit dem HV-Präsidenten Jürgen Hollenbach eine Vereinbarung getroffen, die eigentlich schon längst unterschrieben sein sollte. Ich hoffe und denke, dass dies nach der Einigung mit Möhringen rasch geschehen wird“, sagt das Kickers-Präsidiumsmitglied Dieter Wahl.

Nachdem der Fußball-Drittligist in Torsten Traub die erhoffte Verstärkung für die Defensive verpflichtet hat, gibt es weiterhin Interesse an einer Rückkehr von Mustafa Parmak. Sofern der einen stark leistungsbezogenen Vertrag unterschreiben würde, was bisher der Knackpunkt ist. Zudem gehen die Kickers davon aus, dass der freigestellte Stürmer Angelo Vaccaro einen neuen Verein findet, was bisher noch nicht der Fall ist, so dass sich der Spieler von Montag an bei der zweiten Mannschaft fit halten müsste – oder aber auch beim SSV Reutlingen.

Stuttgarter Zeitung

Kicker-Test: Stuttgarter Kickers

Hoffen auf gute Neuzugänge
Das Ziel lautete in Stuttgart vor der Saison schlicht: Klassenverbleib. Doch nach einer bisher unglücklichen Transferpolitik, ständig schwankenden Leistungen und nur zwei Saisonsiegen stehen die Kickers zurecht am Tabellenende.

Bisher überzeugte von den neun Neuzugängen keiner vollständig. Angreifer Orlando Smeekes bringt zwar das Zeug zum Stammspieler mit, hatte es aber zunächst durch Verletzungen schwer und ist nun zwei Spiele gesperrt. Der junge Sturmpartner Michael Schürg deutete mehrfach seine Fähigkeiten an, braucht aber noch Zeit. Gleiches gilt für Josip Landeka im Mittelfeld, wo Ralf Kettemann und Thorsten Reiß sich noch nicht durchsetzen konnten. Auf der rechten Außenbahn gelang es Sascha Traut kaum einmal, den Verlust des im Sommer zu Zweitligist Koblenz abgewanderten Mustafa Parmak zu kompensieren. Jörn Schmiedel und Linksverteidiger Sasa Janic sind wegen langwieriger Verletzungen noch nicht zu bewerten. Neben Parmak konnte auch Oliver Stierle links hinten nicht angemessen ersetzt werden.

Gewinner und Verlierer
Gewinner der Vorrunde ist Torwart Manuel Salz. Er ließ den nach Koblenz gewechselten David Yelldell vergessen, auch wenn er in den letzten Spielen nicht ganz sein zuvor sehr hohes Niveau halten konnte. Der von Trainer Edgar Schmitt begnadigte Defensivmann Markus Ortlieb erkämpfte sich einen Stammplatz. Anfang Dezember holte der Coach zudem Rechtsverteidiger Moritz Steinle aus der zweiten Mannschaft zurück – der Teilzeitprofi entpuppte sich als Glücksgriff. Größter Verlierer ist der nach einem Dauerformtief nun freigestellte Angreifer Angelo Vaccaro. Sturmtalent Marco Tucci wurde von Edgar Schmitt kaum noch berücksichtigt.

Stärken und Schwächen
Die Mannschaft ist mental intakt und hat einen starken Torwart. Sonst überzeugte sie nur punktuell. Fehler im Defensivverhalten, zu wenig Kreativität im Mittelfeld und manchmal auch mangelnde Torgefahr führten zu häufigen Rückschlägen. Gute und schlechte Halbzeiten wechselten ständig. Zuletzt gelang es zumindest, eine gewisse Ordnung auf dem Platz zu halten, auch gingen die „Blauen“ selten richtig unter. Ein in der Winterpause noch zu verpflichtender (Innen-)Verteidiger und ein weiterer Offensivmann sollen das Team aus dem Keller führen. Hinten ist Mischa Welm (VfR Aalen) ein Kandidat, für die Offensive eine Rückkehr von Parmak aus Koblenz im Gespräch. Beide haben ihre Verträge aufgelöst.

Trainer und Umfeld
Qualifikationsheld Stefan Minkwitz wurde nach sieben Spielen beurlaubt und durch Schmitt ersetzt. Doch nach einem Schnitt von nur einem Punkt pro Spiel braucht der wie ein Heilsbringer empfangene „Euro-Eddy“ schnell Siege, um nicht selbst in die Kritik zu geraten.

Fazit und Prognose
Die schwache Vorrunde lässt nur einen Schluss zu: Nur die Verpflichtung starker Neuzugänge für Abwehr und Offensive kann die Kickers vor dem Abstieg retten.

Matthias Jung

Kicker

Presse zum Interesse an Mustafa Parmak

Interesse an Parmak – Kickers machen ein Angebot

STUTTGART (ump). Die Transferperiode im Fußball läuft zwar noch bis zum Ende des Monats, doch so lange wollen die Stuttgarter Kickers nicht warten. „Ich denke, dass wir im Laufe der Woche einen Neuzugang präsentieren können“, sagt der Manager Joachim Cast.

Kaum ist der Präsident Dirk Eichelbaum am Freitag aus dem Urlaub zurückgekehrt, da holten ihn schon wieder die Pflichten beim Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers ein. Am Abend gab es ein Essen mit Trainer und Manager – bei dem auch über die sportlichen Dinge gesprochen wurde. Im Klartext: über die personellen Veränderungen im Kader. Wobei der Manager Joachim Cast betont: „Die Spieler, die wir verpflichten, müssen sitzen.“ Daneben sollen aber auch Spieler den Kader verlassen, allen voran Angelo Vaccaro. „Ich weiß nur, dass es Anfragen für ihn gibt“, sagt Cast. Angeblich ist er beim Zweitligisten TuS Koblenz ein Thema, ebenso wie bei dem Nordregionalligisten Holstein Kiel, der unbedingt den Aufstieg in die dritte Liga anstrebt. „Ich gehe deshalb davon aus, dass ein Wechsel klappt“, sagt Cast, der sich nicht näher dazu äußern will, ob dieser dann ablösefrei vollzogen würde. Feststehen dürfte: an der Ablösesumme wird der Transfer nicht scheitern.

Allerdings erhöht jeder zusätzliche Euro den Handlungsspielraum in Sachen Neuzugänge. Für einen Abwehrspieler ist das Geld – dank Sponsorenengagements – bereits gesichert. Seit gestern ist auch der Verteidiger Torsten Traub (33) auf dem Markt, dessen Vertrag beim VfR Aalen aufgelöst wurde und der schon vor knapp zwei Jahren bei den Kickers im Gespräch war. „Grundsätzlich sind alle Spieler von dort interessant, weil sie der Trainer bestens kennt“, sagt Cast – andererseits können die Kickers auch nicht jeden holen, der in Aalen nicht mehr erwünscht ist, das wären inzwischen schon sieben.

Zudem besteht Interesse, den „verlorenen Sohn“ Mustafa Parmak wieder aufzunehmen – es soll bereits ein Angebot geben. „Gespräche gibt es“, sagt Cast dazu, „mit seinen sportlichen Qualitäten würde er uns weiterhelfen.“ Zum Beispiel bei den Standardsituationen, bei denen ein gewisses Defizit herrscht. „Allerdings kann es sich nur um einen stark leistungsbezogenen Vertrag bis Saisonende handeln.“ Präsident Eichelbaum fügt hinzu: „Und er muss den Trainer in einem persönlichen Gespräch überzeugen.

Stuttgarter Zeitung

Cast: „Parmak würde uns weiterhelfen“

Von HELMUT HEIMANN

Der Countdown läuft…

Bei den Stuttgarter Kickers werden die personellen Weichen für den Klassenerhalt in der 3. Liga gestellt. Im BILD-Interview kündigt Manager Joachim Cast (40) Verstärkungen an.

BILD: Wieso wurde Torjäger Vaccaro freigestellt?

Cast: „Weil er uns in der zuletzt gezeigten Form nicht weiterhilft. Nicht nur wir, auch er ist unzufrieden. Vaccaro hat uns mitgeteilt, dass er den Verein verlassen möchte. Wir stehen ihm nicht im Wege.“

BILD: Und wenn er keinen neuen Arbeitgeber findet?

Cast: „Dann wird er am 19. Januar bei unserer zweiten Mannschaft mit dem Training beginnen.“

BILD: Kommt ein neuer Stürmer, wenn Vaccaro geht?

Cast: „Natürlich. Das liegt auf der Hand.“

BILD: Bekommt Trainer Schmitt den geforderten Abwehrchef?

Cast: „Da wird sich schon in den nächsten Tagen was tun.“

BILD: Stimmt es, dass Spielmacher Parmak zurückkehrt?

Cast: „Wir führen zurzeit Gespräche. In unserer Situation würde er uns mit seiner sportlichen Qualität weiterhelfen.“

BILD

StZ: Trainingsauftakt bei den Kickers

Ohne Vaccaro, mit Malchow
STUTTGART (ump). Frostige Zeiten auf Degerlochs Höhen. Allerdings nur was die Temperaturen angeht, die gestern beim ersten Training der Stuttgarter Kickers im neuen Jahr im zweistelligen Minusbereich lagen. Bei den Einheiten auf dem Kunstrasen präsentierte sich die Mannschaft („Die Weihnachtspause hat allen gutgetan“, so der Trainer Edgar Schmitt) dann froh gelaunt, sofern die Spieler an Bord waren. Es fehlten die erkrankten Jens Härter und Ralf Kettemann, die Verletzten Marcel Rapp und Dirk Prediger, der sich den Mittelfuß angebrochen hat sowie Josip Landeka (wegen eines Trauerfalls) – und Angelo Vaccaro, aus keinem dieser Gründe. Dem Stürmer wurde am Morgen mitgeteilt, dass er freigestellt ist und sich einen neuen Verein suchen kann. „Ich gehe davon aus, dass das auch klappt“, sagt der Manager Joachim Cast, andernfalls würde Vaccaro wohl in die zweite Mannschaft verbannt. „Wir müssen alle an einem Strang ziehen, und Angelo wollte weg“, sagte der Trainer Schmitt zu dieser Entscheidung. Ob zum Beispiel auch Sokol Kacani den Verein verlässt, ist offen. Der Spieler selbst sagt: „Es gibt immer Anfragen, aber ich würde gerne hier bleiben.“

Gestern traf er erst einmal auf einen alten Bekannten – Alexander Malchow, der nun doch als Co-Trainer, neben Rainer Kraft, arbeitet. „Es macht Spaß, wieder auf dem Platz zu stehen. Ich wurde von beiden Trainern super aufgenommen – das passt“, so Malchow, der ursprünglich im Scoutingbereich tätig sein sollte.

In Sachen Verstärkung genießt weiter ein Innenverteidiger Priorität, zum Beispiel Mischa Welm, dessen Vertrag beim Ligarivalen VfR Aalen aufgelöst worden ist. Schmitt: „Er ist ein Kandidat, es gibt aber auch andere.“ Möglicherweise sogar Dirk Dittrich (22), der bis 2006 in der zweiten Mannschaft spielte, ehe er zum Studium in den USA weilte, und nun ein Probetraining absolviert. In der Winterpause soll zudem möglichst noch der Vertrag mit dem Stammtorwart Manuel Salz verlängert werden. „Es gab erste Gespräche“, sagt der Manager Cast. Weitere werden folgen – nicht nur mit ihm.

Testspiele in der Winterpause: 17. Januar bei den SF Schwäbisch Hall, 21. Januar bei der SG Sonnenhof, 24. Januar gegen 1. FC Heidenheim (Ort offen), 28. Januar in Obertshausen/Hessen, 31. Januar bei Darmstadt 98.

Stuttgarter Zeitung

StN: Turbulenter Auftakt: Kickers wollen Vaccaro loswerden

Fußball-Drittligist stellt den Stürmer am Trainingsauftakt frei – Malchow kehrt als Co-Trainer zurück

Stuttgart – Am Freitag begann für Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers wieder der Arbeitsalltag: Bei ersten Training nach der Winterpause fehlte allerdings Angelo Vaccaro, der nicht mehr zum Team zählt. Alexander Malchow wurde dagegen wieder zum Co-Trainer berufen.

Ein guter Stürmer will immer anspielbar sein, also ist er stets in Bewegung, um die Bewacher abzuschütteln. Angelo Vaccaro war nach Ansicht der Kickers-Chefstrategen in dieser Saison viel zu statisch, dazu oft lust- und leidenschaftslos. Deshalb haben sie nun die Notbremse gezogen und entschieden: Wer sich nicht freiläuft, wird freigestellt. „Vaccaro will weg, nun hat er ausreichend Freiraum, sich damit zu beschäftigen“, sagt Joachim Cast. Der Manager hatte den 27-Jährigen direkt vor dem Trainingsstart um 10 Uhr in die Trainerkabine gebeten, wo Chefcoach Edgar Schmitt und Cast den Italiener von der Verbannung in die zweite Mannschaft unterrichteten.

Vaccaro fiel nicht aus allen Wolken – sein Berater Jürgen Schwab hatte ihm am Donnerstag dieses Szenario bereits angedeutet – der Stürmer konnte den radikalen Schnitt dennoch nicht nachvollziehen. „Ich war auch nicht immer zufrieden mit meiner Leistung, aber ich habe immer alles gegeben“, betont Vaccaro, „und ich verstehe nicht, warum man mich in die zweite Mannschaft abschiebt – ich bin doch wirklich kein Unruhestifter.“ 20 Tore hat Vaccaro im Kickers-Trikot erzielt, aber nur fünf in dieser Saison (davon zwei Elfmeter) – da wird es nicht leicht, einen neuen Arbeitgeber zu finden. Besonders dann nicht, wenn die Ansprüche nicht geringer werden. „Ich möchte mindestens in der dritten Liga unterkommen“, sagt der 27-Jährige. Sein Berater muss mächtig wirbeln, bis zum Ende der Transferperiode am 31. Januar ist’s nicht mehr lange hin.

Auch Cast und Schmitt werden Schwab die Daumen drücken – falls Vaccaro von der Gehaltsliste gestrichen werden kann, haben die Blauen ein wenig finanziellen Spielraum, um einen neuen Stürmer zu holen. Zunächst hat die Suche nach einem Innenverteidiger Vorfahrt, anscheinend haben Sponsoren dafür ein paar Euro lockergemacht. „Die Prioritäten haben sich durch Vaccaros Freistellung nicht verschoben“, sagt Cast, „wir suchen weiter einen Mann für die Abwehr.“ In der kommenden Woche will der Club alles klarmachen, als heißer Kandidat gilt der Ex-Aalener Mischa Welm.

Vaccaro geht, ein anderer kehrt zurück: Alexander Malchow. Der 39-Jährige war Co-Trainer bei Stefan Minkwitz und wurde mit ihm am 21. September 2008 beurlaubt, nun hat der Verein die lange Freizeitphase beendet. Malchow wird als Co-Trainer bei Schmitt und neben dem zweiten Co-Trainer Rainer Kraft arbeiten. „Es macht Spaß, wieder mit der Mannschaft zu arbeiten“, sagt er, der kein fest umrissenes Aufgabengebiet hat. „Wir müssen im Kampf gegen den Abstieg alle Kräfte bündeln“, begründet Cast.

Jedoch waren nicht alle Kräfte zum Auftakt im Einsatz. Es fehlten Josip Landeka (Trauerfall), Jens Härter, Ralf Kettemann (beide Grippe), Dirk Prediger (Mittelfußbruch) und Marcel Rapp (Knieverletzung). Als Trainingsgast spielte Dirk Dittrich (22) mit, der vor drei Jahren in der Kickers-A-Jugend gespielt hatte. „Nächste Woche geben wir richtig Gas“, sagt Trainer Schmitt, „dann sehen wir, wie fit die Spieler sind.“

Jürgen Kemmner

Stuttgarter Nachrichten