4:4 – was für ein verrücktes Derby

Stuttgart – Der Kickers-Trainer Edgar Schmitt hat nicht zu viel versprochen. Die Zuschauer sind Freitag Abend zufrieden nach Hause gegangen, kein Wunder nach so einem 4:4 (0:3) gegen den VfB Stuttgart II. „Ein Punkt für die Moral“, sagte Kapitän Alexander Rosen.

Die Stuttgarter Kickers hatten am Freitag ihre neuen Heim-Trikots mit den langen Ärmeln angezogen. Doch im Gazi-Stadion auf der Waldau wurde es niemand kalt, den Spielern nicht, und den 5875 Zuschauern erst recht nicht; das Derby gegen den VfB II hielt beim 4:4 (0:3) von der ersten bis zur letzten Minute alles, was Fußball so spannend macht. Wobei der Kickers-Manager Joachim Cast nach dem Schlusspfiff zugab: „Das Spiel war eigentlich schon dreimal verloren.“

Zumindest zweimal. Beim 0:3 zur Pause und beim Stande von 1:4 rund 20 Minuten vor dem Abpfiff. Doch die Kickers hatten das, was sie zuletzt in München (nur 3:3 nach 3:0) nicht hatten: das Glück des Tüchtigen. Nachdem Bashiru Gambo nach schöner Vorarbeit von Traut bereits auf 2:4 verkürzt hatte (74.), gelangen dem Tabellenletzten der dritten Liga in einer dramatischen Schlussphase innerhalb von zwei Minuten zwei weitere Treffer. Erst traf Angelo Vaccaro nach einem Eckball per Kopf zum Anschluss – und dann Alexander Rosen aus dem Gewühl heraus zum Ausgleich: „So ein Spiel habe ich in meiner nun zehnjährigen Laufbahn noch nicht erlebt“, gab der Kapitän hinterher zu – und sagte: „Das war ein Punkt für die Moral.“ Und zwar insofern, als die Kickers am Ende nun auch mal eine Partie zu ihren Gunsten umgebogen haben.

Danach sah es zur Pause ganz und gar nicht aus, als die Fans die Mannschaft mit Pfiffen in die Kabine begleiteten, in der der Trainer Edgar Schmitt gar nicht viel sagen musste, außer: „Ihr habt nichts mehr zu verlieren.“ Denn bereits nach acht Minuten waren die Kickers in Rückstand geraten, durch einen strammen Schuss des großen VfB-Talents Julian Schieber. Mein lieber Schieber, dachte da selbst Schmitt. Sein Kommentar: „Ein klasse Junge.“ Und klasse spielte der VfB weiter, auf ein Tor, das von Manuel Salz, der bis zur Pause einen höheren Rückstand als das 0:3 durch Treffer von Daniel Didavi und dem starken Clemens Walch bei dessen Debüt verhinderte. „Da haben wir naiv gespielt“, sagte der Kickers-Trainer und fügte hinzu: „Unsere Abwehr war auf Urlaub.“ Anders ausgedrückt: ein Defensivverhalten fand ebenso wenig statt wie ein Zweikampfverhalten – es brannte nicht nur im Block der Gästefans (bengalisches Feuer), sondern vor allem im Strafraum der Kickers lichterloh.

Der Kopfballtreffer von Marcus Mann nach dem ersten Eckball in der 52. Minute (!) brachte zwar Hoffnung, aber noch keinen Sturmlauf, und nach dem 1:4 durch Klauß gab selbst der sonst so optimistische Schmitt zu: „Da habe ich nicht mehr so recht an die Wende geglaubt.“ Seine Spieler offensichtlich schon, was dafür spricht, dass die Mannschaft intakt ist. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr witterten die Kickers – mit dem Publikum im Rücken – ihre Chance, und der VfB-Trainer Rainer Adrion sagte später: „Was in der letzten Viertelstunde passiert ist, hat mich erschreckt.“ Im Gefühl des sicheren Sieges jedenfalls versuchte der VfB das Ergebnis über die Zeit zu bringen, was prompt schief ging. Adrion: „Wenn das Spiel noch zwei, drei Minuten länger gegangen wäre, hätten wir es wahrscheinlich verloren.“

Vielleicht ärgerte sich der Kollege Edgar Schmitt deshalb so über den pünktlichen Abpfiff des Schiedsrichters, dass er zunächst aufgebracht in die Kabine marschierte. Doch kurz darauf wechselte die Wut in Mut: „Wenn wir so weitermachen, bin ich überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen.“

Joachim Klumpp, Stuttgarter Zeitung

Emotionsreiches Derby

In einem sehr emotionsreichem Derby schafften die Kickers in einem verloren geglaubten Spiel noch die Wende. Nach einem deutlichen 0:3 Rückstand zu Pause holten die Kickers nach einer grandiosen Aufholjagd noch einen Punkt und wurden von den knapp 6000 Zuschauern gefeiert.

Nach dem frühen Gegentroffer nach acht Minuten konterten die Gäste die Blauen sehr gut aus. Doch schafften die Kickers den Anschlußtreffer zum 1:3 durch Markus Mann. Daraufhin musste das Spiel mehrmals wegen der Gästefans unterbrochen werden. Als in der 70. Minute das 1:4 folgte, glaubten wohl selbst die kühnsten Optimisten nicht mehr an die Mannschaft.

Doch die Jungs um Trainer Edgar Schmitt geben nicht auf. Bashi Gambo (75. ), Angelo Vaccaro (89. ) und Alexander Rosen (90. +1) retten den Blauen den nicht mehr für möglich gehalten Punkt.

Der Spielverlauf sollte der Mannschaft weiter Auftrieb geben. Nächsten Samstag geht es auf den Bieberer Berg zu den Offenbacher Kickers.

Vorberichte Stuttgarter Kickers – VfB Stuttgart II

Heute Drittligaderby in Degerloch

Gambo bestreitet sein 100. Spiel
STUTTGART (ump). Die Karten für das Derby in der dritten Fußballliga sind noch nicht knapp, dafür aber die Parkplätze. Weil heute Abend unterm Fernsehturm nahezu zeitgleich zum Fußballspiel der Stuttgarter Kickers gegen den VfB II (19 Uhr) auch noch die Feier zum 100-Jahr-Jubiläum von Degerloch stattfindet, bitten die Kickers die Zuschauer zwar zahlreich zu kommen – aber möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Zu dem Festakt ist übrigens auch die Kickers-Führungsspitze eingeladen, so dass zumindest der Präsident Dirk Eichelbaum das Spiel nicht live verfolgen kann. Um die Chancengleichheit zu wahren, sagte auch sein VfB-Kollege Erwin Staudt aus Termingründen ab. Dennoch hoffen die Kickers auf 5000 Zuschauer – und drei Punkte.

Der erste Sieg soll also her, wobei der Trainer Edgar Schmitt trotz des Respekts für den Gegner optimistisch ist. „Die Mannschaft zieht in der Richtung mit, in die wir wollen“, sagt Schmitt nach bisher zwei Unentschieden. Er setzt voll und ganz auf seine Spielweise: „Wir können zu Hause doch gar nicht anders als nach vorne zu agieren.“ Und wenn es dann trotzdem nicht klappt, sollen die Zuschauer wenigstens ein gutes Spiel sehen.

Zu dem will auch der VfB seinen Teil beitragen, obwohl die Vorbereitung nicht so ideal war, weil viele Spieler unter der Woche bei diversen Junioren-Nationalteams unterwegs waren und erst gestern Mittag wieder in Cannstatt eintrafen. Die Kickers dagegen haben das Training nach der vergangenen harten Woche mit neun bis zehn Einheiten etwas gedrosselt, werden aber auch heute Morgen nochmals eine Übungseinheit absolvieren. „Danach kann ich auch genau sagen, wie die Mannschaft aussieht“, sagt Schmitt.

Große Änderungen dürfte es nicht geben, sieht man einmal davon ab, dass Marcus Mann nach seiner Sperre wieder in die Innenverteidigung rückt, wahrscheinlich neben Jens Härter, der den Vorzug vor Marcel Rapp bekommen könnte. Der Neuzugang Orlando Smeekes sitzt nach Trainingsrückstand nur auf der Bank, als Joker. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter Angelo Vaccaro, der heute sein 50. Spiel für die Kickers bestreiten würde – Bashiru Gambo sein 100. Wenn das nicht zum Jubiläum in Degerloch passt.

Stuttgarter Zeitung

Kickers werden sich nicht vor VfB verstecken
Trainer Schmitt setzt im Drittliga-Derby voll auf Angriff – Adrion mit wenig Spielern in der Vorbereitung

Stuttgart – Derby-Zeit auf der Waldau: Am heutigen Freitag (19 Uhr) ist der VfB Stuttgart II zu Gast bei den Stuttgarter Kickers. Die Blauen stehen dabei ganz besonders unter Druck – es muss so langsam der erste Saisonsieg in der dritten Liga her.

VON JÜRGEN KEMMNER

Wegen Überfüllung schließen muss Edgar Schmitt seine Übungseinheiten noch nicht. Die Verletztenliste der Kickers passte zeitweise auf kein DIN-A5-Blatt, allmählich füllt sich die Kabine vor dem Training wieder. „Ich habe jetzt 20 Mann im Kader“, freute sich Schmitt, „das ist erfreulich, besonders da das Derby gegen den VfB auf dem Programm steht.“ Derzeit sind Sasa Janic, Jörn Schmiedel, Franco Petruso, Gino Russo und Ralf Kettemann noch nicht gesund, Angelo Vaccaros Einsatz entscheidet sich am Spieltag. Marco Tucci und Markus Ortlieb stehen Schmitt zur Verfügung, Orlando Smeekes sitzt als Joker auf der Bank.

Der Coach verbreitet Optimismus, auch wenn sein Team noch ohne Sieg dasteht und am Tabellenende darbt. Bald ist der erste Erfolg fällig, und den sollen die Blauen im Hurrastil erobern. Warum nicht gegen die Roten aus Cannstatt? „Wir spielen in unserem Stadion“, betont Schmitt, „wir werden die Partie offensiv und dynamisch angehen – und wir werden uns nicht vor dem VfB verstecken.“ Insgeheim hofft der Ex-Stürmer, dass sich seine Schützlinge so präsentieren wie in den ersten 30 Minuten beim 3:3 gegen den FC Bayern II („Das war überragend“), und dass sie nicht schon nach 80, sondern erst nach 90 Minuten mit der Gegenwehr aufhören. „Wir werden die Schlussschwäche immer weiter nach hinten schieben“, verspricht Schmitt, der sein Team deshalb in der vergangenen Woche sehr hart rangenommen hat.

Beim VfB fühlte sich Trainer Rainer Adrion zuletzt auch beinahe ein wenig einsam. Patrick Funk und Sebastian Rudy waren mit dem U-19-Aufgebot des DFB unterwegs, sieben weitere Akteure waren für die württembergische Auswahl beim Länderpokal im Einsatz. „Die Spieler müssen den Schalter umlegen“, fordert Adrion, „das ist wie für die Profis von der Champions League oder dem Uefa-Cup auf die Bundesliga.“ Die einzige gemeinsame Trainingseinheit vor dem Stadtderby war am gestrigen Donnerstag. Höchstwahrscheinlich wird der Coach Rudy, der drei Spiele über 90 Minuten im DFB-Trikot bestritten hat, eine kleine Verschnaufpause gönnen. Auch Christian Träsch, zuletzt bei den Profis gegen Bremen am Ball, kehrt gegen die Blauen nicht ins Drittliga-Team zurück.

Die Kickers wollen offensiv ausgerichtet auftreten, der VfB hat ebenfalls eine muntere Abteilung Attacke – keine Drittliga-Mannschaft hat mehr Treffer erzielt als die Roten: In neun Spielen gab es 20 Toren für den VfB. Es könnte ein ziemlich abwechslungsreiches Spiel für die Zuschauer werden. „Wir hoffen auf 5000 Leute im Stadion“, sagt Kickers-Manager Joachim Cast. Den Zuschauern wird jedoch geraten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen – die Parkplatzsituation unterm Fernsehturm ist an diesem Abend extrem angespannt. Bereits um 18 Uhr beginnt im SSB-Zentrum auf der Waldau der Festakt 100 Jahre Eingemeindung Degerlochs nach Stuttgart mit 500 geladenen Gästen.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers gehen mit Gute-Laune-Strategie ins Derby

Trainer Edgar Schmitt rechnet voller Zuversicht mit dem ersten Saisonsieg – VfB-II-Coach Rainer Adrion lehnt die Favoritenrolle ab

Stuttgart – Nach zwei Wochen Pause rollt in der dritten Fußball-Liga wieder der Ball. Eröffnet wird der zehnte Spieltag heute (19 Uhr) mit dem Stuttgarter Stadt-Derby zwischen den Kickers und dem VfB II. „Es wird ein gutes Spiel mit einer unglücklichen Niederlage für den VfB II“, übt sich Kickers-Coach Edgar Schmitt in Zuversicht.

Von Beate Wockenfuß

Glaubt man dem Trainer, könnten die Voraussetzungen für das Prestige-Duell bei seiner Mannschaft nicht besser sein. Statt wie zuletzt ständig über den mangelhaften Fitnesszustand der Spieler zu klagen, fuhr Schmitt gestern eine betont optimistische Gute-Laune-Strategie. „Alles ist gut“, erklärte er mehrfach gelassen und wies strahlend auf „tägliche Fortschritte“ hin. Das lange Warten des Tabellenschlusslichts auf den ersten Sieg in dieser Saison soll heute endlich beendet werden. „Wir spielen zu Hause, das ist unser Stadion“, machte der Coach deutlich, dass er gegen den VfB II, der seine Heimspiele seit dieser Saison ebenfalls auf der Waldau austrägt, erneut voll auf Offensive setzt. Damit den Spielern nicht wie zuletzt des Öfteren bereits nach 80 Minuten die Luft aus- und der mögliche Sieg flöten geht, wurde in den vergangenen beiden Wochen hart an der Kondition gearbeitet. „Vielleicht hält das Team diesmal fünf Minuten länger durch“, witzelte der Trainer und baute mit einer Durchhalteparole einem eventuellen erneuten Dämpfer gleich vor: „Wenn wir nicht gewinnen, aber alles gegeben haben, ist das okay. Dann klappt es eben im nächsten Spiel.“Dass die Kickers noch eine Woche auf ihren ersten Dreier warten müssen, dafür will der VfB II sorgen. Von der Papierform her ist die Favoritenrolle eindeutig an den Tabellenneunten vergeben. Von einem Pflichtsieg mag Rainer Adrion dennoch nicht reden. „So an die Partie heran zu gehen, wäre schon der erste Fehler“, sagte der VfB-Coach, der damit rechnet, dass die Kickers im Derby die Reißlinie ziehen wollen. „Sie haben sich unter ihrem neuen Trainer gesteigert und jetzt noch mal zwei Wochen Zeit gehabt, die Mängel abzustellen“, begründete er. Zwar kam der VfB II in der neuen Liga bisher besser zurecht. Aber mit Blick auf die jüngste 1:2-Heimpleite gegen den SC Paderborn warnte Adrion: „Wir haben uns noch nicht ganz stabilisiert und müssen aufpassen, dass wir nicht in negatives Fahrwasser kommen.“Die personelle Ausgangslage ist bei beiden Teams ähnlich. Während bei den „Blauen“ die Verletzten Sasa Janic, Jörn Schmiedel, Franco Petruso und Ralf Kettemann ausfallen, müssen bei den „Roten“ Joachim Schwabe, Martin Dausch, Robin Schuster und Sebastian Hofmann verletzt passen. Auf einen Einsatz von Sebastian Rudy, der für die U-19-Nationalmannschaft dieser Tage drei Mal 90 Minuten gespielt hat, macht sich Adrion keine großen Hoffnungen. Und Christian Träsch wird wohl erneut im Kader der ersten Mannschaft stehen. Das letzte Aufeinandertreffen am 24. Mai ist noch gut in Erinnerung. Schließlich half das 1:1 am vorletzten Regionalliga-Spieltag den Kickers, noch den Sprung in die dritte Liga zu schaffen. Träsch hatte in der 86. Minute einen Elfmeter verschossen und damit den Siegtreffer vergeben. „Das war keine Absicht“, beteuerte Adrion, während Kickers-Manager Joachim Cast meinte: „Das Remis hatte uns sicher am Leben gehalten.“ Wie damals (7190 Zuschauer) wird auch heute wieder mit einer großen Kulisse gerechnet. Daher bitten die Vereine ihre Fans, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

So wollen sie spielen
Stuttgarter Kickers: Salz – Deigendesch, Mann, Rapp, Landeka – Traut, Rosen, Gambo, Reiß – Schürg, Vaccaro.

VfB Stuttgart II: Ulreich – Feisthammel, Pisot, Kovacevic, Enderle – Ikeng, Funk, Didavi – Rahn, Schipplock, Schieber.

Eßlinger Zeitung

StZ: Nachgefragt bei Eduardo Garcia

„Beide Clubs sparen Geld“

Am Freitag steigt in der dritten Fußballliga das Derby Kickers gegen VfB Stuttgart II. Der Hauptsponsor der Kickers, Eduardo Garcia, ist seit diesem Jahr auch beim VfB finanziell engagiert. „Aber mein Herz schlägt für die Blauen“, sagt der Unternehmer im Gespräch mit Joachim Klumpp.

Herr Garcia, Sie sind seit dieser Saison nicht nur Hauptsponsor bei den Kickers, sondern vermarkten auch die gesamten Banden bei den VfB-Heimspielen. Für wen drücken Sie denn nun die Daumen?

Selbstverständlich meinen Blauen! Dafür schlägt mein Herz.

Was war denn der Grund, dass Sie sich zusätzlich noch beim VfB engagiert haben?

Das Sponsoringpaket bei den VfB-Amateuren ist in Verbindung mit der besseren Vermarktung des Gazi-Stadions auf nationaler Ebene zu sehen, speziell im Fernsehen. Des Weiteren habe ich sehr gute persönliche und geschäftliche Kontakte zum VfB. Nicht zuletzt ist ein Grund in der Vereinfachung des wöchentlichen Bandenwechsels zu sehen. Mit unserem Engagement ersparen wir beiden Clubs viel Geld für das ständige Auf- und Abhängen der Werbebanden.

Nachdem Ihre Vertragsverlängerung bis 2010 und der Trainerwechsel bei den Kickers fast zeitgleich waren, entstand der Eindruck, das eine hinge mit dem anderen zusammen. War dem so?

Überhaupt nicht. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Ich sitze nicht in den Gremien des Clubs, habe dort also keine Position und somit auch keinen Einfluss. Die Trainerfrage ist die alleinige Entscheidung der Vereinsgremien. Vielmehr wollte ich mit der frühzeitigen Vertragsverlängerung meine Treue zu den Kickers auch in schwierigen Zeiten unterstreichen und anderen Sponsoren des Vereins ein Signal geben.

Die Werbeagentur der Kickers hatte öffentlich geäußert, sie habe bereits einen anderen Hauptsponsor an der Angel, was das Verhältnis Verein und Sponsor etwas eingetrübt hat. Wünschten Sie sich manchmal nicht eine etwas bessere Kommunikation?

Diese Agentur hat eigenmächtig und zu voreilig Dinge an die Medien gegeben, die ich nicht gutheißen kann. Außerdem beeinträchtigen ,irgendwelche Aussagen irgendwelcher Agenturen“ nicht mein Verhältnis zum Verein und den Gremien. Nach einem persönlichen Gespräch mit dem Präsidiumsmitglied Herrn Dieter Wahl ist das Thema vom Tisch.

Sie sind ein erfolgreicher Geschäftsmann, der erst am Wochenende beim Bundespräsidenten eingeladen war und dort einen Vortrag gehalten hat. Drohen angesichts der Finanzkrise einem Verein wie den Kickers, der sowieso nicht auf Rosen gebettet ist, künftig bei den Zuschauer- oder Werbeeinnahmen noch größere Einbußen.

Ich glaube nicht, dass die Kickers von der Finanzkrise betroffen sein werden. Ehrlicher Fußball wird auch in Zukunft seine Sponsoren finden und Besucher in die Stadien locken. Tradition ist frei von Krisen.

Stuttgarter Zeitung

Die restlichen Vorrundenspiele der 3.Liga sind terminiert

Der DFB hat soeben die restlichen Spiele der 3. Liga bis zur Winterpause bekannt gegeben. Die Kickers-Heimspiele finden überwiegend Samstags statt, ausgenommen gegen Union Berlin in der englischen Woche Ende Oktober (Dienstag, 28.10.08) und gegen Werder Bremen II einen Tag nach dem Nikolaustag (Sonntag, 07.12.08).

Die Spiele in der Übersicht:

Kickers Offenbach – Stuttgarter Kickers, 25.10.2008, 14:00 Uhr
Stuttgarter Kickers – 1. FC Union Berlin, 28.10.2008, 19:00 Uhr
Wuppertaler SV – Stuttgarter Kickers, 31.10.2008, 19:00 Uhr
Stuttgarter Kickers – Dynamo Dresden, 08.11.2008, 14:00 Uhr
Eintracht Braunschweig – Stuttgarter Kickers, 15.11.2008, 14:00 Uhr
Stuttgarter Kickers – FC Carl-Zeiss Jena, 22.11.2008, 14:00 Uhr
VfR Aalen – Stuttgarter Kickers, 29.11.2008, 14:00 Uhr
Stuttgarter Kickers – Werder Bremen II, 07.12.2008, 14:00 Uhr
SC Paderborn – Stuttgarter Kickers, 13.12.2008, 14:00 Uhr
Stuttgarter Kickers – Wacker Burghausen, 20.12.2008, 14:00 Uhr

Presse zum internen Trainingsspiel

Zweite Kickers-Mannschaft siegt

Das Ergebnis ist nur zweitrangig

STUTTGART (ump). Der neue Kickers-Trainer Edgar Schmitt wartet immer noch auf den ersten Sieg unter seiner Regie – dabei war am Samstag gegen das eigene Oberligateam eigentlich alles für ein Erfolgserlebnis angerichtet. Doch daraus wurde nichts. „Wir haben verloren“, sagte Schmitt – und meinte damit in diesem Fall die erste Mannschaft. „Doch das ist nicht weiter tragisch“, so kommentierte Schmitt das 0:2 vor den rund 100 Zuschauern im ADM-Sportpark (Tore: Tunjic und Ivanusa), „das Ergebnis war in diesem Fall sekundär.“ Zumal die zweite Mannschaft, die Schmitt bei dieser Gelegenheit auch mal intensiver kennenlernen wollte, einen guten Eindruck hinterlassen hat: „Wir bei den Kickers müssen ja die eigenen Ressourcen fördern, da wir uns keine teuren Spieler leisten können und auch nicht wollen.“

Wichtiger war dagegen, dass inzwischen immerhin wieder 17 bis 18 Spieler im Training zur Verfügung stehen, nachdem es zeitweise nur elf, zwölf Mann waren; wichtig war auch, dass die Mannschaft bei der Erhöhung der Trainingsintensität voll mitzieht, nachdem der Laktattest bei den meisten Spielern die von Schmitt erwarteten Defizite aufwies. In sechs bis acht Wochen werden die Werte nochmals kontrolliert, bis dahin sollen die Spieler dann auch in der Lage sein, 90 Minuten das geforderte Tempo gehen zu können. Nach den harten neun Trainingseinheiten der vergangenen Woche hatte die Mannschaft gestern und heute erst einmal frei. „Die Mannschaft ist schon recht müde, aber von Dienstag an bereiten wir uns konzentriert auf die nächste Aufgabe gegen den VfB Stuttgart II vor.“

Dann soll der Knoten platzen, und das wäre wichtiger als ein Sieg in dem internen Trainingsspielchen ohne Schiedsrichter.

Stuttgarter Zeitung

Kickers II gewinnen internes Testspiel

2:0 gegen müdes Drittligateam

Stuttgart (jüf) – Die wichtigste Erkenntnis? „Wir haben sehr gute Spieler in der zweiten Mannschaft“, sagte Edgar Schmitt nach dem 0:2 (0:2) am Samstag im internen Trainingsspiel gegen die eigene Oberligamannschaft. Der Trainer des Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers nahm die Niederlage durch die Tore von Antonio Tunjic und Marcel Ivanusa gelassen hin: „Mein Team war nach einer anstrengenden Trainingswoche sehr, sehr müde. Die Konzentration im Torabschluss fehlte, aber das Ergebnis war ohnehin sekundär“, sagte Schmitt. Nach den freien Tagen am Sonntag und Montag beginnt am morgigen Dienstag mit zwei Trainingseinheiten die Vorbereitung auf das Derby am kommenden Freitag (19 Uhr/Gazistadion) gegen den VfB II. „Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im spielerischen Bereich“, erklärte Schmitt. Weiter ausfallen werden die verletzten Sasa Janic, Ralf Kettemann, Jörn Schmiedel und Gino Russo.

Stuttgarter Nachrichten

Internes Testspiel gewinnt die U23

Mit einem überraschenden 2:0-„Auswärts“-Sieg für das U23-Team der Stuttgarter Kickers endete am Samstag vor gut 100 Zuschauern ein internes Trainingsspiel zwischen den beiden Kickers-Mannschaften im ADM-Sportpark. Antonio Tunjic und Marcel Ivanusa glänzten als Torschützen – die beiden Akteure aus dem Oberligakader von Trainer Björn Hinck trafen schon im ersten Spielabschnitt. Demgegenüber vergaben die Spieler aus der Mannschaft von Cheftrainer Edgar Schmitt im Rahmen der 90 Minuten mitunter auch allerbeste Tormöglichkeiten. Abgesehen von den verletzten oder angeschlagenen Kräfte hatten die Trainer Schmitt und Hinck alle ihre einsatzfähigen Kräfte eingesetzt.

Das Drittliga-Team der Kickers hatte am Samstag in seinen blauen Heimtrikots gespielt, während das Oberligateam des Degerlocher Traditionsvereins in seinen blau-gelben Auswärtsfarben auflief. „Es war für alle Beteiligten am Ende einer harten und intensiven Trainingswoche ein sehr guter Belastungstest“, zog Schmitt ein positives Fazit dieses Trainingsspiels. Letzeres war zustande gekommen, weil von der Bundesliga bis hinab zur Oberliga alle Mannschaften an diesem Wochenende pausieren. Der Grund: die WM-Qualifikation sowie der Amateur-Länderpokal in Duisburg.

Die nächsten Punktspiele der beiden Kickers-Mannschaften:
Stuttgarter Kickers – VfB Stuttgart II am Freitag, 17. Oktober (GAZI-Stadion, 19 Uhr).
FC 08 Villingen – Stuttgarter Kickers II am Samstag, 18. Oktober (Stadion Im Friedengrund, 15.30 Uhr).

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Kickers auf dem Volksfest

Er ist schon zu einer liebgewordenen Tradition geworden und mittlerweile ein fester Bestandteil im Kalender der Kickers: der jährliche Wasen-Besuch. Auf Einladung der Brauerei Dinkelacker-Schwaben Bräu traf sich die gesamte Profimannschaft am vergangenen Dienstag in der „Scheune“ des Schwaben Bräu Festzeltes.

Eingeladen waren auch die Mitglieder des Präsidiums und des Aufsichtsrates. „Für uns ist der Wasen-Besuch eine gute Abwechslung und vor dem spielfreien Wochenende passte der Termin ideal“, so Kickers-Manager Achim Cast.

Das Voksfest läuft noch bis einschließlich kommenden Sonntag, 12. Oktober, täglich ab 12.00 Uhr, samstags und sonntags bereits ab 11.00 Uhr.

Quelle: Stuttgarter Kickers