Kickers bezwingen den Kehler FV mit 3:0

Die U23 der Stuttgarter Kickers hat am Sonntag Nachmittag den Kehler FV mit 3:0 (1:0) geschlagen und hält damit weiterhin Anschluss ans obere Mittelfeld. Nach dem fünften Saisonsieg kommt das Team von Björn HInck nunmehr auf auf 16 Zähler und einen sehr guten Torverhältnis von 24:17 Toren. Dazu trug auch die Begegnung gegen den badischen Oberliga-Neuling bei.

Wie schon in der vergangenen Woche, beim 3:1-Sieg in Villingen, kamen die Degerlocher zu einem frühen Tor. Schon in der achten Spielminute gingen

die Degerlocher in Führung. Marco Tucci drückte den Ball aus kürzester Distanz über die Torlinie, nachdem ihm Sandro Abruscia den Ball nach einer hohen Flanke auf den Fuss legte. Die „Blauen“ spielten dnach weiter nach vorne und in der 18. Spielminute war Kickers-Stürmer Mijo Tunjic nur durch eine Notbremse zu stoppen. Björn Stiefel sah darauf hin die Rote Karte, der SVK fortan mit einem Mann mehr auf dem Platz.

Zunächst hätten die Stuttgarter Kickers das Ergebnis auch noch verbessern können, erst durch Mijo Tunic und dann durch einen Freistoss von Michele Rizzi, bis zur Halbzeit blieb es aber bei der Ein-Tore-Führung für die Stuttgarter.

Nach der Pause spielten die Badener trotz Unterzahl munter mit, das 2:0 für die U23 in der 59. Minute bedeutete aber dann schon die Vorentscheidung. Michele Rizzis Flanke von der linken Seite fand genau den völlig alleine stehenden Mijo Tunjic und der brauchte den Ball nur noch einnicken. Gleich danach nochmal eine gute Gelegenheit für den 20jährigen Stürmer, aber der Kehler Torwart konnte im letzten Moment retten.

Den Schlusspunkt setzte in der 72. Spielminute der eingewechstelte Eugen Schneider, dessen Schuss abgefälscht wurde und so unhaltbar für Keeper Kornmaier im Tor landete – 3:0. Für Schneider das erste Tor der Saison, für seine Mannschaft der zweithöchste Saisonsieg vor heimischen Punblikum.

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Vorberichte Kickers Offenbach – Stuttgarter Kickers

Dritte Liga, elfter Spieltag

Der Lokalrivale Stuttgarter Kickers muss morgen beim Namensvetter aus Offenbach antreten – und hofft mal wieder auf den ersten Saisonsieg, im mittlerweile elften Anlauf. Dazu beitragen soll indirekt auch ein gemeinsames Abendessen, das am Dienstagabend der komplette Vorstand plus Aufsichtsrat mit den Spielern in Degerloch abgehalten hat. „Das war ein Dankeschön dafür, dass die Mannschaft das Derby noch gedreht hat“, sagt das Präsidiumsmitglied Dieter Wahl, „aber auch ein Signal, dass es langsam Zeit wird für die ersten drei Punkte.“

Ausgerechnet in Offenbach? Dort wird es ein Wiedersehen mit Mirnes Mesic geben, der vor der Saison auch gerne zu den Stuttgarter Kickers gekommen wäre, was dem Extrainer Stefan Minkwitz gut ins Konzept gepasst hätte. Doch der Wechsel scheiterte aus finanziellen Gründen. Im Falle des neuen Chefcoachs ließ sich bei den Blauen aber eine finanzielle Lösung finden. „Der Verein hat in Edgar Schmitt sicher einen guten Nachfolger gefunden“, sagt selbst Minkwitz.

Nach vier Wochen Urlaub auf Mallorca blickt Minkwitz, dessen Vertrag bis zum 30. Juni 2009 läuft, jetzt nach vorne: „Ich habe nicht vor, mich auf die faule Haut zu legen.“ Solange es keine Angebote (auch aus der Regionalliga oder Oberliga) gibt, will sich der 40-Jährige bei anderen Vereinen fortbilden: mögliche Kandidaten sind der SC Freiburg und Borussia Dortmund. Ob er sich am Dienstag die Partie der Stuttgarter gegen Union Berlin anschaut? „Eher nicht“, sagt Minkwitz, „ich denke, das wäre noch zu früh.“

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Nur die Ruhe bewahren
Trainer Schmitt sieht Aufwärtstrend – Präsidium wünscht Sieg in Offenbach

Stuttgart – In Offenbach soll am Samstag der Knoten endlich platzen: Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers sehnt den ersten Saisonsieg herbei – dafür greifen Präsidium und Aufsichtsrat schon einmal in die Trickkiste.

VON JÜRGEN KEMMNER

Zehn Spiele, vier Punkte, kein Sieg. Schlusslicht, es fehlen fünf Punkte auf die Nichtabstiegsränge. Manch einen im blauen Haus kitzelt Ungeduld, auch Präsidiumsmitglied Dieter Wahl würde sich über einen Dreier in Offenbach am Samstag (14 Uhr) freuen wie ein Knirps über das letzte fehlende Bild im Pannini-Sammelalbum. „Gegen den VfB II war“s ein gefühlter Sieg“, sagt er, „jetzt kann nicht mehr viel zu einem richtigen Erfolg fehlen.“ Präsidium und Aufsichtsrat haben in die Trickkiste gegriffen: Am Dienstag waren die Mitglieder mit Team und Trainerstab beim Abendessen – Kennenlernen und Stärken der Zusammengehörigkeit. „Für uns war“s genauso interessant wie für die Spieler“, sagt Wahl, „außerdem wollten wir mit der Aktion ein Zeichen setzen: Jetzt sind bald die ersten drei Punkte fällig.“

Trainer Edgar Schmitt lässt sich von solchen Vorgaben nicht verrückt machen. „Wir steigern uns, wir halten die Ordnung länger“, sagt der Trainer, der sich am Donnerstag gedanklich offenbar so intensiv mit der Partie in Offenbach beschäftigt hatte, dass er die Pressekonferenz verschwitzte. Im Kampf gegen den Abstieg lautet seine Devise: Nur die Ruhe bewahren. Der 45-Jährige ist überzeugt, dass der erste Saisonsieg nicht mehr fern ist – die drei Spiele gegen die starken Teams Kickers Emden (1:1), FC Bayern II (3:3) und VfB II (4:4) hätten einen deutlichen Trend hin zum Besseren gezeigt. „Jetzt ein Dreier wäre auch fürs Selbstvertrauen großartig“, sagt er. Vielleicht würden Wahl und seine Kollegen die Mannschaft dann noch mal zum Essen einladen.

Stuttgarter Nachrichten

Spielinfos: Anstoß: 25.10.2008 14:00
Stadion: Bieberer Berg

Schiedsrichter:

Kickers Offenbach: Die Defensivabteilung hat sich stabilisiert, in der Offensive hat Boysen mit Morys, Baier und Becker noch drei Alternativen.

Stuttgarter Kickers: Trainer Schmitt hält am 4-4-2 fest. Smeekes soll zunächst wieder auf die Bank, in der Abwehr könnten statt Rapp auch Härter oder Ortlieb spielen.

Aufstellung

Kickers Offenbach
Wulnikowski – D. Damm, M. Heitmeier, Hysky, Kokocinski – A. Huber, St. Haas – Zinnow, Fröhlich, Tosunoglu – Mesic; Trainer: Boysen

Stuttgarter Kickers
Salz – Deigendesch, Mann, Rapp, Landeka – Traut, Rosen, Gambo, Reiß – Schürg, Vaccaro; Trainer: Schmitt

Kicker

StZ: Kickers: Gespräche mit Malchow

Mehrere Modelle sind denkbar
STUTTGART (ump). Nach der Entlassung des Trainers Stefan Minkwitz vor inzwischen einem Monat ist bei dem Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers personell zunächst einmal etwas Ruhe eingekehrt. Gestern gab es dann das schon länger erwartete Gespräch zwischen dem neuen Chefcoach Edgar Schmitt, dem Manager Joachim Cast und dem ehemaligen Co-Trainer Alexander Malchow, in dem die Vereinsvertreter ihre Vorstellungen über eine weitere Zusammenarbeit ausgeführt haben. „Es gibt verschiedene Bereiche, die durch Alexander Malchow abgedeckt werden können“, sagt der Manager, ohne konkret zu werden. Darunter dürfte der Scouting- oder auch Nachwuchsbereich fallen. Eine Entscheidung ist aber noch nicht getroffen worden, Malchow selbst wollte sich nicht näher dazu äußern. „Er wird sich jetzt in Ruhe seine Gedanken machen“, sagt Cast, der bis Anfang nächster Woche mit einer zufriedenstellenden Lösung für alle Seiten rechnet.

Bis dann, genauer gesagt am Dienstag, werden die Kickers auch eine Stellungnahme an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) wegen der Spielunterbrechung im Derby am vergangenen Freitag gegen den VfB II abgeben müssen. „Das haben wir ja erwartet, und es wird auch eine größere Sache“, sagt Cast, da alle Beteiligten – also auch Polizei und Ordnungsdienst – ihre Sicht der Dinge darlegen werden. In seinem Zusatzbericht habe der Schiedsrichter aber zumindest schon einmal darauf verwiesen, dass die Stuttgarter Kickers während des Spiels alle erforderlichen Maßnahmen beachtet hätten, so Cast. Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte waren aus dem Block der VfB-Anhänger mehrere Becher aufs Spielfeld geworfen worden.

Stuttgarter Zeitung

Kickers II siegt in Villingen

Das U23-Team der Stuttgarter Kickers gewinnt ihr heutiges Auswärtsspiel beim FC Villingen mit 3:1 (1:0). Marcel Ivanusa (3. ) brachte die Blauen beim Aufstiegsfavoriten früh in Führung. Marco Tucci (75. ) und Maikel Boric (90. ) erzielten die Tore zum dreifachen Punktgewinn und ließen die zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer durch den Ex-Blauen Jago Maric (49. Foulelfmeter) vergessen.

Durch diesen Sieg bleiben die Kickers auf dem elften Tabellenplatz. Nächstes Wochenende empfängt das Team von Trainer Björn Hinck den Kehler FV.

FC 08 Trainer Reiner Scheu muss improvisieren

Fußball-Oberliga: FC 08 Villingen – Stuttgarter Kickers II (Samstag, 15.30 Uhr) – (sum) Durch das spielfreie Wochenende hatte die Mannschaft des FC 08 Villingen 14 Tage Zeit, um die überflüssige Niederlage in Au abzuhaken sowie die Akkus aufzuladen. Vor dem Spiel gegen die jungen und ballsicheren Kickers aus Stuttgart ist das nicht allen gelungen.

17 Spieler umfasst der Kader des FC 08 in dieser Saison. Abgezogen werden können der langzeitverletzte Kai Noel sowie Mario Maus, der übernächste Woche erst wieder mit dem Lauftraining beginnen wird. Am Wochenende auf Studienreise in Neapel ist Tobias Link – bleiben noch 14. Florian Rudy lag unter der Woche mit einem Magen-Darm-Infekt flach, was allein schon schade für ihn ist, weil Trainer Reiner Scheu in der vergangenen Woche mit seiner Trainingsleistung zufrieden war. Bis zum Donnerstagstraining fehlten auch noch Mario Klotz und Viktor Ewert mit einer Grippe. Somit verbleiben nur noch 11.

Da die meisten der in Frage kommenden Verstärkungen aus der A-Jugend von Alexander Hirning bis Claudius Speer am Samstag für die südbadische Auswahl im Einsatz sind, klingt das nach einem echten Problem. „Die Lage hat sich glücklicherweise noch etwas entspannt“, atmete Reiner Scheu am Freitag auf. Klotz und Ewert stiegen am Donnerstag wieder ins Training ein und werden wohl dabei sein. Für Rudy bleibt jedoch allenfalls ein Platz auf der Bank.

Interessant: Aus der A-Jugend wird möglicherweise Trainer-Sohn Karsten Scheu erstmals bei der ersten Mannschaft auf der Bank sitzen. Mit Tino-Amando Jäger wird eventuell auch noch ein weiterer A-Jugendlicher für das Oberliga-Team benötigt.

„Die Kickers spielen in etwa so wie wir. Sie setzen vor allem auf ihre technischen Fähigkeiten“, sagt Scheu. Dies wäre für sein Team insoweit positiv, als man es mit einem Gegner zu tun hätte, der nicht nur sein Heil in der Defensive sucht. Der aus Hechingen stammende Björn Hinck trainiert die Kickers-Reserve seit 2003 und arbeitet vorwiegend mit jungen, aus der A-Jugend stammenden Akteuren. Dass diese an einem guten Tag aber „alle schlagen können“, wie Reiner Scheu betont, unterstrichen die „kleinen Blauen“ am Wochenende. Da bezwangen sie ihre eigene, in der Dritten Liga spielende erste Mannschaft mit 2:0 Toren. „An uns liegt es, dass die Kickers keinen solch guten Tag erwischen“, fügt Scheu an. Die Stimmung und Moral in seinem Team bezeichnet er als nach wie vor ausgezeichnet.

Quelle: Südkurier

Kickers II zu Gast in Villingen

Nach dem spielfreien Wochenende in der baden-württembergischen Oberliga, geht für die „kleinen“ Blauen am kommenden Samstag der Liga-Alltag weiter. Und es wartet auch ein ziemlich harter Brocken auf die Mannschaft von SVK-Coach Björn Hinck, denn der FC Villingen gehört zum Kreis der Titelanwärter in der laufenden Saison.

Daran ändert auch die überraschende Nierderlage der Villinger vor fast zwei Wochen bei der SpVgg Au/Iller nichts. Durch das 0:1 beim Aufsteiger büßte der FC zwar zunächst den Anschluss an die Tabellenspitze ein, liegt aber noch immer auf den vierten Rang. Die Niederlage in Au bedeutete für die Schwarz-Weissen bereits die zweite Auswärtsniederlage in Folge. Davor unterlag man ebenfalls einen Aufsteiger, der TSG Balingen, mit 1:2.

Zuhause aber sind die 08er aber eine Macht und als einzige Mannschaft der Liga konnten die Villinger auf heimischen Platz eine weisse Weste behalten. Alle fünf bisherigen Spiele im Stadion im Friedensgrund hat der FC gewonnen und das Torverhältnis von 10:0 Toren unterstreicht die Dominanz auf eigenem Platz noch deutlicher.

Bei den Kickers sind seit Donnerstag wieder alle Spieler an Bord, nur Abwehrspieler Joannis Tsapakidis fehlt noch verletzungsbedingt. Zurück gekehrt sind auch die vier wfv-Auswahlspieler der Kickers. Maikel Boric, Eugen Schneider, Dominique Fennell und Gökhan Gümüssu waren für eine Woche beim U21-Länderpokal in Duisburg für den Württembergischen Fussballverband im Einsatz.

Für Kickers-Coach Björn Hinck wird „das Spiel in Villingen keine leichte Aufgabe“ , der U23-Trainer fügt aber hinzu: „wir brauchen uns aber vor keinem Gegner verstecken.“

Quelle: Stuttgarter Kickers

4:4 – Ein gefühlter Sieg!

Die Stuttgarter Kickers feiern im Derby gegen den VfB II trotz eines 0:3-Rückstandes am Ende ein 4:4-Unentschieden

Stuttgart – Ein denkwürdiger Abend im Gazi-Stadion: Im Stuttgarter Derby zwischen den Kickers und dem VfB II kamen die „Blauen“ gestern trotz eines 0:3-Rückstandes zur Pause am Ende zu einem 4:4-Unentschieden. Dennoch geht das Warten auf den ersten Saisonsieg in der dritten Liga weiter.

Von Beate Wockenfuß

Lange hatte es danach ausgesehen, als ob die Kickers mit einer deutlichen Niederlage im Derby noch tiefer in die Krise schlittern würden. In der ersten Hälfte zeigten die Gastgeber eine katastrophale Leistung, der VfB II führte zur Pause mit 3:0, später mit 4:1. Selbst als Bashiru Gambo in der 74. Minute auf 2:4 verkürzte, schien ein Punkt für den Tabellenletzten kaum noch möglich.Doch dann starteten die „Blauen“ eine furiose Schlussoffensive. Binnen zwei Minuten verwandelten Angelo Vaccaro (89.) und Alexander Rosen (90.) den 2:4-Rückstand in ein 4:4-Unentschieden. Die Kickers lagen sich in den Armen und aus der Kabine tönten noch lange nach dem Schlusspfiff Freudengesänge. Ein gefühlter Sieg für den gebeutelten Club aus Degerloch.„Wir haben gezeigt, dass wir leben“, sagte Kickers-Trainer Edgar Schmitt und blickte optimistisch in die Zukunft: „Wenn wir so weiter machen, schaffen wir den Klassenverbleib zu hundert Prozent.“Mut machte dem Tabellenletzten vor allem die Energieleistung des Teams in den letzten Minuten des Derbys. Während die Mannschaft in der vergangenen fünf Spielen stets in der Schlussphase Punkte verschenkt hatte, lief es dieses Mal genau anders herum. „Wir haben das Glück erzwungen. Das muss uns Selbstvertrauen für die nächsten Spiele geben“, sagte Rosen. Selbst VfB-Trainer Rainer Adrion musste anerkennen: „Das Remis haben sich die Kickers absolut verdient. Wenn wir noch länger gespielt hätten, dann hätten wir noch verloren.“ Dabei sah zunächst alles nach einem Sieg für die Schützlinge von Adrion aus. Nach einem Abwehrfehler erzielte Julian Schieber die 1:0-Führung für den VfB II. Während die Kickers in der Defensive verunsichert waren und auch im Angriff kaum etwas zustande brachten, beherrschte der VfB II das Geschehen. Daniel Didavi schob zum 2:0 ein (32.). Und es sollte noch schlimmer kommen für die Kickers. Clemens Walch erzielte das verdiente 3:0 (41.). Die „Blauen“ waren mit diesem Pausenstand noch gut bedient.Nach dem Seitenwechsel schalteten die „Roten“ einen Gang zurück. Nach einer Ecke von Josip Landeka verkürzte Marcus Mann per Kopf auf 1:3 (52.). Hoffnung keimte auf. Doch als der eingewechselte Michael Klauß das Durcheinander in der Abwehr der Gastgeber zum 4:1 für den Bundesliga-Nachwuchs nutzte (70.), schien erneut alles entschieden. Bis die Kickers mit einer unglaublichen Energieleistung das Blatt doch noch wendeten.

Stuttgarter Kickers: Salz – Deigendesch, Mann, Härter (53. Ortlieb), Landeka (85. Kacani) – Traut, Rosen, Gambo, Reiß – Schürg (46. Smeekes), Vaccaro.

VfB Stuttgart II: Ulreich – Karikari, Pisot, Kovacevic, Enderle – Funk, Ikeng, Didavi (68. Ismaili) – Walch (62. Klauß), Rahn (79. Kolinger), Schieber.

Schiedsrichter: Pflaum (Hallstadt).

Zuschauer: 5875.

Tore: 0:1 Schieber (8.), 0:2 Didavi (33.), 0:3 Walch (41.), 1:3 Mann (52.), 1:4 Klauß (70.), 2:4 Gambo (74.), 3:4 Vaccaro (89.), 4:4 Rosen (90.).

Gelbe Karten: Landeka, Smeekes / Funk.

Beste Spieler: Gambo, Salz / Pisot, Didavi.

Quelle: Eßlinger Zeitung

Kickers retten gegen VfB einen Punkt

VfB II gibt in einem verrückten Spiel eine 4:1-Führung aus der Hand – Kickers anfangs desolat

Stuttgart – Verrückter geht es kaum: Die Stuttgarter Kickers haben im Drittliga-Derby gegen den VfB Stuttgart II noch ein 4:4 geholt – obwohl sie schon 0:3 und 1:4 zurücklagen. In der Tabelle hilft den Blauen dieser Punkt nicht wirklich weiter, doch Kapitän Alexander Rosen hofft: „Das muss uns Selbstvertrauen geben.“

Fangen wir mit den schlechten Nachrichten für die Kickers an: Die Truppe von Trainer Edgar Schmitt spielte in Halbzeit eins derart schwach, dass die Leistung mit dem Wort desolat beinahe noch unzureichend beschrieben ist. Und: Der Punkt, den sie am Ende dieses Drittliga-Derbys noch ergatterten, ist im Grunde viel zu wenig, um endlich mal einen Schritt nach vorn zu kommen.

Doch dieser denkwürdige Abend im Gazistadion auf der Waldau wäre nicht ausreichend nacherzählt, wenn nun nicht das große „Aber“ folgen würde. Die Blauen haben zwar nicht gewonnen, aber aus einem längst verlorenen Spiel irgendwie noch ein 4:4 gemacht. „Das“, sagte Kickers-Kapitän Alexander Rosen, „muss uns Selbstvertrauen geben. Wir haben es endlich geschafft, das Glück zu erzwingen.“ Glück – und am Ende viel Kampfgeist. Mehr war nicht an diesem Abend bei den Blauen. Aber das hat für einen Punkt gereicht.

Nicht, weil sich die Kickers um ein Vielfachers gesteigert hätten, sondern weil der VfB II es nicht schaffte, das Spiel locker nach Hause zu schaukeln. „Wir hatten“, klagte VfB-Mittelfeldspieler José-Alex Ikeng, „die drei Punkte schon im Kopf.“ Und das war auch kein Wunder.

Denn das, was das Team von Rainer Adrion in den ersten 45 Minuten ablieferte, beschrieb Kickers-Manager Joachim Cast ganz treffend: „Die erste Halbzeit“, sagte er, „war eine Fußball-Demonstration.“ Oder wie es Schmitt ausdrückte: „Da war unsere Abwehr auf Urlaub.“ Die Roten kombinierten, die Blauen staunten – und hätten noch viel hoffnungsloser zurückliegen können. Julian Schieber (8.), Daniel Didavi (32.) und Clemens Walch (42.) trafen, zahlreiche weitere Topchancen ließ der VfB II aber aus.

Nach der Pause waren die Kickers zwar ein wenig bemühter, das 1:3 (52.) durch Marcus Mann fiel dennoch aus heiterem Himmel. Und nach dem 4:1 für den VfB durch Michael Klauß in der 70. Minute war von einem Aufbäumen der Kickers erst recht keine Rede mehr. Doch das täuschte.

Bashiru Gambo sorgte in der 72. Minute für Hoffnung, in der turbulenten Schlussphase traf dann erst Angelo Vaccaro, dann machte Rosen den Punktgewinn perfekt. „Wir haben keinen Widerstand mehr geleistet“, klagte VfB-Trainer Adrion, der innerlich kochte. Die Blauen dagegen haben immerhin „gezeigt, dass wir die Kraft haben, so ein Spiel zu drehen“ (Mann). Das zuletzt so intensive Training hat sich anscheinend ausgezahlt, nur mit dem Gewinnen hat es eben wieder nicht geklappt. Aber das, glaubt Schmitt, ist nur eine Frage der Zeit. „Wir müssen einfach so weitermachen“, sagte der Coach, „dann schaffen wir es.“

Hoffentlich hat er da die zweite Halbzeit gemeint.

Jürgen Frey, Stuttgarter Nachrichten