StN: Vaccaro nicht nach Wuppertal?

Fußball: Kickers warten weiter

STUTTGART (ump). Der Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers ist beim Wechsel von Angelo Vaccaro bisher nicht weitergekommen. Der potenzielle Interessent und Ligarivale Wuppertaler SV hat dem Stürmer zwar ein Angebot unterbreitet, das aber nicht dessen Vorstellungen entspricht. „Wir liegen noch ein Stück weit auseinander“, sagt der Spieler. Sollte sich der Transfer zerschlagen, hätte Vaccaro noch einen Vertrag bis zum Saisonende bei den Kickers, wobei der Kickers-Manager Joachim Cast sagt: „Ich gehe davon aus, dass er uns verlässt.“

Im Notfall wäre wohl nur ein Plan B, in die Regionalliga, denkbar. Erst wenn Vaccaro abgegeben ist, wobei den Kickers eine Ablöse vorschwebt, wäre der Weg für Ersatz frei. Ebenfalls noch ein Thema ist der Verteidiger Dirk Dittrich, der zuletzt in den USA war: „Wir schauen, ob es eine Möglichkeit gibt, ihn dazuzunehmen“, sagt Cast zu dieser Personalie. Man kann also davon ausgehen, dass der Manager übers Wochenende noch beschäftigt sein wird, nicht nur wegen des Testspiels in Darmstadt (morgen, 14 Uhr).

Stuttgarter Nachrichten

EßZ: Kickers mit neuem Selbstbewusstsein

Stuttgart (bw) – Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers blickt dem Punktspielauftakt im neuen Jahr am kommenden Donnerstag (19 Uhr) bei Fortuna Düsseldorf selbstbewusst entgegen. Vier Punkte trennen das Schlusslicht derzeit von der Nichtabstiegszone – und 20 von Düsseldorf. „Ich bin guter Dinge, dass wir dort etwas holen“, sagt Trainer Edgar Schmitt kämpferisch. „Wir haben gut und hart trainiert. Wenn wir weiter an unserer Stabilität arbeiten, brauchen wir uns nicht zu verstecken“, betont der Coach, dem in der Vorbereitung aber hin und wieder angeschlagene Spieler fehlten. Neue Hoffnungsträger sind die Zugänge Mustafa Parmak und Torsten Traub. „Parmak hat sportlich eine sehr gute Vergangenheit und ist eine wesentliche Verstärkung“, baut Präsident Dirk Eichelbaum auf den zurückgekehrten Mittelfeldspieler, der nach vier Jahren bei den „Blauen“ im Sommer 2008 zum Zweitligisten TuS Koblenz gewechselt war. Und auch Schmitt schwärmt von Parmak: „Er ist ein wundervoller Fußballspieler.“

Ob es bis zum Ablauf der Wechselfrist am Montag um 24 Uhr noch einen weiteren Neuzugang geben wird, ließen die Verantwortlichen offen. Im gestrigen Testspiel beim Verbandsligisten Kickers Obertshausen kam in Danny Galm ein möglicher Kandidat für den Sturm zum Einsatz. Die Partie gewannen die „Blauen“ mit 5:1 durch Tore von Ralf Kettemann, Michael Schürg, Sokol Kacani, Josip Landeka und ein Eigentor.

Auch die Vereinsführung habe in der Winterpause ihre Hausaufgaben gemacht, erklärt Eichelbaum. Der DFB hatte von allen Drittligisten erneut Unterlagen eingefordert, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit für die aktuelle Spielzeit zu überprüfen. Mit positivem Ergebnis: „Wir haben ohne Auflagen Grünes Licht bekommen“, so Eichelbaum.

Eßlinger Zeitung

StN: Danny Galm spielt bei den Kickers vor

Ex-VfB-Stürmer darf Cottbus ablösefrei verlassen und soll Vaccaro ersetzen – Positive Nachricht vom DFB

Stuttgart – Einiges spricht dafür, doch eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen: Danny Galm (Energie Cottbus II) soll beim Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers im Sturm Angelo Vaccaro ersetzen.

VON JÜRGEN FREY

Die Rahmendaten für eine Verpflichtung stimmen. Danny Galm ist jung, er ist schnell, technisch stark, ihm wird eine gewisse Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor nachgesagt – und er darf ablösefrei wechseln. „Wenn die Kickers Ja sagen, wird der Transfer klappen“, sagt sein Berater Jürgen Schwab. Gestern Abend spielte der 22-jährige ehemalige Jugend-Nationalspieler des VfB Stuttgart im Testspiel beim hessischen Sechstligisten Kickers Obertshausen 75 Minuten lang vor. Die Kickers gewannen mit 5:1 (Tore: Kettemann/Foulelfmeter, Schürg, Kacani, Landeka, Reiß) – und Galm hinterließ einen passablen Eindruck. Nicht mehr und nicht weniger. „Er zeigte gute Ansätze und hat sich viel bewegt“, sagte Trainer Edgar Schmitt, „mit der Entscheidung, ob wir ihn verpflichten, lassen wir uns noch zwei Tage Zeit.“ So lange trainiert der 1,79 m große Angreifer noch bei den Kickers mit.

Noch immer nicht perfekt ist der Wechsel von Angelo Vaccaro zum Wuppertaler SV. Gestern kam der 27-Jährige gegen Borussia Mönchengladbach II (2:2) zum dritten Mal bei einem Testspiel des Drittligisten zum Einsatz. Die Verhandlungen um die finanziellen Details gestalten sich zäh. Doch Schwab, der auch Vaccaro berät, ist sicher: „Wir bekommen eine Lösung hin.“ Allzu viel Zeit bleibt nicht mehr: Die Wechselfrist läuft am kommenden Montag ab.

Unterdessen haben die Blauen positive Nachrichten vom DFB bekommen. Im Rahmen der Nach-Lizenzierung (Stichtag war der 15. Januar) wurde den Kickers bestätigt, dass sie ihre Hausaufgaben gemacht haben. „Wir haben den Nachweis der Wirtschaftsfähigkeit erbracht“, erklärte Präsident Dirk Eichelbaum. Bei manchem Konkurrenten ist er sich da nicht so sicher. „Die Liga wird zu einem finanziellen Shootout“, prognostiziert der Kickers-Chef und mutmaßt, dass die Abstiegsfrage am grünen Tisch entschieden werden könnte: „Selbst wenn wir nicht Viertletzter werden sollten, sind wir noch lange nicht abgestiegen.“

Noch keine Lösung ist in der Auseinandersetzung mit Walter Kelsch in Sicht. Das Ex-Präsidiumsmitglied fordert zum 31. Januar die Rückzahlung seines Darlehens in Höhe von 50 000 Euro. „Das Geld einschließlich Zinsen können wir ihm nicht bieten“, sagt Schatzmeister Friedrich Kummer und rechnet mit einem Kompromiss: „Unter Sportsmännern lässt es sich reden.“

Stuttgarter Nachrichten

StZ: Eichelbaum schließt Insolvenzen nicht aus

Der Präsident des Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers sagt: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“ – Angst vor der Pleiteliga

STUTTGART. In einer Woche starten die Stuttgarter Kickers nach der Winterpause wieder in die dritte Fußballliga – mit dem Gastspiel am Donnerstag bei Fortuna Düsseldorf. Eine Standortbestimmung des Tabellenletzten.

Von Joachim Klumpp

Die Situation der Liga: Vor kurzem hat die SpVgg Unterhaching einen Brief an den DFB-Präsidenten Theo Zwanziger geschrieben, in dem die Wirtschaftsprobleme der neuen Liga („Sie droht eine Pleiteliga zu werden“, so Hachings Präsident Engelbert Kupka) publik gemacht wurden. „Inhaltlich unterstützen wir das Schreiben“, sagt der Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum, der aber bewusst hinzufügt: „Wir haben von Beginn an betont, dass wir einen Sparkurs fahren müssen.“

Der wurde übrigens in der Winterpause noch mal überprüft, nachdem der DFB erstmals kurzfristig ein Nachlizenzierungsverfahren angewandt hat. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und die Bedingungen erfüllt“, sagt Eichelbaum. Und die andern Clubs? Abwarten. „Unser Ziel ist, Viertletzter oder besser zu werden“, betont der Chef der Stuttgarter Kickers, „aber selbst wenn das nicht gelingt, sind wir immer noch nicht abgestiegen.“ Sprich: Eichelbaum rechnet mit der einen oder anderen Insolvenz.

Sportliche Situation: Mit nur 14 Punkten starten die Kickers als Tabellenletzter in das neue Jahr, und der Trainer Edgar Schmitt rechnet hoch: „Wir brauchen noch 24 Punkte. Aber wir brauchen uns vor keinem Gegner zu verstecken.“ Auch nicht vor Fortuna Düsseldorf, wo in einer Woche das erste Spiel nach der Winterpause ansteht.

Personelle Situation: Nachdem in Torsten Traub der gewünschte Abwehrchef verpflichtet wurde und auch Mustafa Parmak auf die Waldau zurückgekehrt ist (Schmitt: „Ein wundervoller Fußballer“), ist noch die endgültige Besetzung im Sturm offen. Angelo Vaccaro hat gestern erneut ein Testspiel für den Wuppertaler SV bestritten, danach sollte eine Entscheidung über den möglichen Wechsel fallen. „Ich gehe davon aus, dass er uns verlassen wird“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast, der für diesen Fall bis zum Ende der Transferperiode (nächsten Montag, 24 Uhr) einen Ersatz in Aussicht stellt.

Gestern spielte Danny Galm im Freundschaftsspiel beim Landesligisten Obertshausen, das die Kickers mit 5:1 gewannen, vor. Aber es gibt auch noch andere Kandidaten. Cast betont: „Wir holen nur einen Spieler, der im Abstiegskampf mithelfen will.“ Nachdem Orlando Smeekes zunächst für zwei Spiele gesperrt ist, scheint derzeit überraschend Sokol Kacani erste Wahl im Angriff. „Er hat sich einen Vorsprung erarbeitet“, sagt Schmitt. Dagegen hat sich Josip Landeka mit seinem offensichtlich etwas überheblichen Auftritt gegen Heidenheim vorerst aus der Stammelf gespielt.

Wirtschaftliche Situation: Die Lage der Kickers ist, wie oft in den vergangenen Jahren, angespannt. Schließlich droht bis zum Saisonende ein Loch von gut 300 000 Euro. Dennoch betont der Schatzmeister Friedrich Kummer: „Neben dem Klassenverbleib lautet das Ziel, das Geschäftsjahr positiv abzuschließen.“ Er verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass auf der Einnahmenseite bisher bereits 200 000 Euro mehr erwirtschaftet worden seien als im gesamten Vorjahr; allerdings sind im Gegenzug auch die Ausgaben deutlich gestiegen.

Werbemaßnahmen: 2009 steht bei den Kickers unter dem Titel „ADM-Gedächtnisjahr“ (zum fünften Todestag des früheren Präsidenten Axel Dünnwald-Metzler), das am 25. März mit dem Freundschaftsspiel gegen den VfB Stuttgart offiziell eröffnet werden soll. Ob das angekündigte Gastspiel des FC Bayern wie geplant in diesem Jahr stattfindet, soll sich im März entscheiden. „Dann legen die Bayern ihr Vorbereitungsprogramm für die neue Saison fest“, sagt das Präsidiumsmitglied Dieter Wahl, der mit dem Bayern-Manager Uli Hoeneß in Kontakt steht.

Problemfelder: Nach wie vor nicht in trockenen Tüchern ist die Nutzungsvereinbarung wegen der Rechte am Kickers-Logo, die aktuell die Handballer besitzen. „Es gibt leider keinen neuen Stand“, sagt Wahl in dieser endlosen Geschichte. Ähnlich sieht es im Fall Walter Kelsch aus, der sein Darlehen über 50 000 Euro plus Zinsen zum Ende dieses Monats gekündigt hat. Ein Vorgang, den die Kickers so nicht akzeptieren wollen. „Herr Kelsch steht bei uns im Wort“, sagt Eichelbaum, nachdem der ehemalige Vorstandskollege vor etwa einen Jahr Mitinitiator der neu gegründeten Beteiligungs-GmbH war.

Wie das Ganze ausgeht? „Wir sind an einer einvernehmlichen Lösung interessiert“, sagt Eichelbaum, der einen Rechtsstreit vermeiden will. Die 50 000 Euro wiederum müssten an anderer Stelle eingespart werden, „deshalb ist ein Kompromiss nötig“, sagt Kummer, während Dieter Wahl betont: „Alle diese Störfeuer sind kontraproduktiv.“ Zumindest was das oberste Gebot angeht: den Klassenverbleib. Und zwar als Tabellen-17. oder besser – sicher ist sicher.

Stuttgarter Zeitung

„Da musst du viel Geld schleppen“

Der „Meet & Greet“-Day des Stuttgarter Wochenblatts und der Stuttgarter Kickers mauserte sich zu einem Erlebnis, das wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird. Vor allem Bashiru Gambo, der zu seinen besten Zeiten drei Champions-League-Spiele bei Borussia Dortmund bestritten hatte, stand im Brennpunkt der Fragerunde. Was hast du heute schon gemacht? Wo hast du früher gespielt? Warum stehen die Kickers so weit unten?

Bashiru freute sich über das große Interesse und beantwortete alle Fragen, auch die unangenehmen: „Nein, ich hab‘ leider kein Tor im Champions-League-Spiel gegen Barcelona geschossen.“ 21 Spiele hat der Mittelfeld-Regisseur in der Bundesliga bestritten, zweimal hat er gegen Bayern München gespielt, nun spielt er wieder gegen die Bajuwaren, allerdings gegen die „Zweite“ in der dritten Fußball-Bundesliga. Doch auch die beiden neuen Gesichter in den Reihen der Kickers, Landeka und Parmak, hatten Interessantes zu erzählen.

„Als ich bei Mainz spielte, da hatte ich einen super Trainer“, meint der 21-jährige Josip. Die Rede ist von Jürgen Klopp, der übrigens in Stuttgart zur Welt kam. „Er konnte einen gut motivieren.“ Doch als er nach Dortmund ging, hatte er beim FSV „keine so guten Karten“ mehr. Und Mustafa Parmak? Der ist nach einem Jahr beim TuS Koblenz wieder ganz frisch in den Reihen der „Blauen“, hat noch nicht einmal seinen Vertrag unterschrieben. „Ich habe die ganze Jugend hier gespielt“, erklärt der 26-Jährige, der lange Zeit verletzt war und am liebsten im Mittelfield spielt.

Zwei von den „Meet & Greet“-Kindern, Noah und Tim Pföhler kamen sogar in Kickers-Kluft zu dem rund zweistündigen Plausch. Der siebenjährige Noah mit blauem Kickers-Schal und der zehnjährige Tim im Dress mit der Nummer 18. Die gehört eigentlich dem Stürmer Angelo Vaccaro, der nicht mehr im Kickers-Kader ist. „Warum ist Vaccaro nicht mehr dabei?“ war denn prompt seine Frage. Etwas ausweichend die Antwort von Marketingleiter Martin Kurzka: „Er macht gerade Probetraining bei einem anderen Verein.“ Es waren aber die schwachen Leistungen von Vaccaro, die letztlich zu einer Trennung führten.

Dennoch wertete Tim – der wie sein jüngerer Bruder Noah bei der Stuttgarter Sportschule die Kickstiefel schnürt – sein Dress auf, indem er sich von den drei Kickers-Spielern Autogramme auf seinem Rücken verpassen ließ. Doch auch die Profis hatten eine brennende Frage: „Spielt ihr auch Fußball?“ Fast alle Hände gingen in die Höhe. Vereine wie der KSG Gerlingen, TV Harthausen und TSV Scharnhausen wurden da genannt. Bei letzterem kickt der siebenjährige Florian Schock, der stolz verkündet: „Auch wir haben einen guten Trainer!“ Das einzige Mädchen, die elfjährige Franca Scherf, kickt zwar nicht, meint aber: „Ich spiele viel in der Freizeit und treff‘ mich viel mit Freunden.“

Richtig ans Eingemachte ging es, als Josip Landeka aus dem Nähkästchen der vielen internen Bußgelder plauderte: „Wenn das Handy während dem Spiel oder in der Pause klingelt, muss man 50 Euro zahlen. Und wer nur eine Minute zu spät kommt, der zahlt zehn Euro.“ Darauf der siebenjährige Noah recht schlagfertig: „Da musst du aber immer viel Geld mit dir rumschleppen.“ Ein Spruch, der ihm viele Lacher einbrachte. Josip stöhnte aber nicht nur wegen der Bußgelder, sondern auch wegen dem harten Training, das Edgar Schmitt gerade anschlägt: „So wie wir zur Zeit trainieren, müssen wir eigentlich jede Mannschaft schlagen.“

Neulich wollte er nach dem Training noch ins Kino, aber er war so schlapp, dass er sich zu Hause aufs Sofa fläzte. Der eigentliche Höhepunkt folgte aber nach der Fragerunde: Ein Blick hinter die Kulissen des Fußballerlebens. Vom Physiotherapie-Zentrum war der siebenjährige Pascal Eggert ganz hin und weg. „Für was braucht ihr denn die Kisten“, fragt er Bashiru Gambo, der sich fürs Foto-Shooting der Eltern bereitwillig in die große Wanne legte. „Die füllen wir mit kaltem Wasser und Eis für die geprellten Füße“, erklärt der Ghanaer.

Danach inspizierte man den Raum des Zeugwarts, den Umkleideraum der Kickers und das Büro von Trainer Edgar Schmitt. Die Magnettafel an der Wand mit den Spielpositionen fand dabei die größte Beachtung. Die Mama von Tim und Noah meinte abschließend: „Wir können es noch gar nicht fassen , dass wir hier dabei sind.“ Eine Kickers-treue Familie: Ihr Bruder Markus nimmt die Jungs zu den Heimspielen der „Blauen“ mit. Mit dabei beim „Meet & Greet“-Day waren: Franca Scherf, Björn Burger, Pascal Eggert, Marc Hermann, Paul Käser, Frieder und Johannes Pfeiffer, Noah und Tim Pföhler, Florian Schock, Johann Smidoda und Marco Trautwein.

Stuttgarter Wochenblatt

Kicker: Steinle zeigt neue Lockerheit

Stuttgarter Kickers: Ungewöhnliches Comeback

Die Überraschung war groß, als Moritz Steinle Anfang Dezember gegen Werder Bremen II (3:2) in der Startelf der Kickers stand. Denn der rechte Verteidiger spielte seit Sommer nur noch in der Oberliga-Elf der „Blauen“. Ihm war der große Durchbruch nicht gelungen, weshalb sich der 25-Jährige aus dem Drittliga-Team zurückzog und ein Fachhochschulstudium der Verpackungstechnik aufnahm. Zukunftsvorsorge also.

Doch als sich die Fehler beim Tabellenletzten nicht abstellen ließen, half er auf Bitte von Trainer Edgar Schmitt oben aus – und wurde in den drei Spielen vor der Winterpause zum Volltreffer. Nun bleibt er für die Restrückrunde dabei. „Ich war nervöser als vor meinem allerersten Regionalliga-Spiel“, sagt Steinle. „Aber ich hatte ja nichts zu verlieren. Hätte es nicht geklappt, wäre ich sanft gefallen.“ Auch Manager Joachim Cast spricht von einer Kopfsache: „Er wollte früher in die 2. Liga und setzte sich immer sehr unter Druck.

Jetzt kann er Fußball unbelasteter spielen.“ Deshalb trainiert er mit der ersten Mannschaft, wenn es das Studium zulässt. Ansonsten übt er abends mit der zweiten. Am Mittwoch fehlte er im Test bei Oberligenspitzenreiter Großaspach (1:1), denn: Februar ist Prüfungszeit. „Ich möchte nicht durchfallen wegen des Fußballs“, erklärt Steinle. „Mein Studium hat Vorrang. Das habe ich auch dem Trainer gesagt.“ Am Samstag beim Test gegen Regionalligist Heidenheim (1:2) war Steinle wieder dabei.

Matthias Jung

StN: Amtlich: Parmak wieder ein Blauer

Stuttgart (StN) – Jetzt ist es amtlich: Mustafa Parmak steht wieder in Diensten des Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers. Dabei hatte der Stürmer seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2009 schon am vergangenen Samstag unterzeichnet – es fehlte aber noch eine zweite Unterschrift aus der Chefetage der Blauen. Am gestrigen Dienstag wurde der Kontrakt nun gegengezeichnet. „Wir haben Mustafa Parmak mit einem stark leistungsbezogenen Vertrag bis zum Ende der Spielzeit an uns gebunden“, bestätigte Kickers-Manager Joachim Cast und fügte hinzu: „Wir sehen die Chance, dass Mustafa uns sportlich im Kampf um den Klassenverbleib weiterhilft.“

Die Zukunft des von den Blauen suspendierten Stürmers Angelo Vaccaro ist dagegen weiter ungewiss, auch wenn man bei den Kickers sicher ist, den 27-Jährigen bis zum Ende der Wechselfrist am 31. Januar von der Gehaltsliste zu bekommen. Vaccaro absolvierte zuletzt ein Probetraining beim Ligarivalen Wuppertaler SV. „Es wird wohl am Mittwoch eine Entscheidung fallen“, sagte sein Berater Jürgen Schwab.

Stuttgarter Nachrichten

Mustafa Parmak kehrt zu den Kickers zurück

Der Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers hat sich die Dienste von Mustafa Parmak bis zum 30. Juni 2009 gesichert. Der 26jährige Offensivakteur war im Sommer 2008 von den Blauen zum Zweitligisten TuS Koblenz gewechselt und hatte dort am 2. Januar 2009 seinen bis Mitte 2010 gültigen Kontrakt mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

„Wir haben Mustafa Parmak mit einem stark leistungsbezogenen Vertrag bis zum Ende dieser Spielzeit an uns gebunden“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast. Denn: „Wir sehen die große Chance, dass Mustafa uns sportlich im Kampf um den Klassenerhalt weiterhilft. Wir freuen uns über seine Rückkehr und wünschen ihm einen guten sportlichen Wiedereinstieg“, sagte Cast.
Mustafa Parmak hatte für die Stuttgarter Kickers zwischen dem 01.07.2004 und dem 30.06.2008 in 101 Regionalliga-Einsätzen insgesamt 19 Tore erzielt.

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