Presse zum Fehlen von Rosen und Mann

Jeweils zwei Wochen Pause

Rosen und Mann fehlen den Kickers
STUTTGART (ump). Zum Wochenende hin ist der erste Wintereinbruch vorhergesagt, kein gutes Zeichen für die geplante Fußball-Drittligapartie der Stuttgarter Kickers in Degerloch gegen Jena, die zudem wieder erhöhte Sicherheitsvorkehrungen erfordert. Inzwischen haben die Kickers zunächst einmal die Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro für die Becherwürfe aus dem Gästeblock im Derby gegen den VfB Stuttgart II akzeptiert.

Verzichten müssen die Kickers vorläufig auf ihren Kapitän Alexander Rosen, der sich in Braunschweig einen Muskelfaserriss in der Kniekehle sowie eine Sehnenentzündung zugezogen hat – und nun voraussichtlich zwei Wochen ausfallen wird. So lange fehlt definitiv Marcus Mann, der Verteidiger allerdings wegen einer Sperre nach seiner Roten Karte.

Eine feste Größe im Kickers-Spiel ist inzwischen der Torhüter Manuel Salz, dessen Kontrakt zum Saisonende ausläuft und den (nicht nur) der neue Trainer Edgar Schmitt gerne behalten würde. „Wir werden in der Winterpause in Ruhe darüber sprechen“, sagt der Manager Joachim Cast. Zeit dazu bleibt, nachdem der Verein kein Trainingslager im Süden eingeplant hat, falls sich nicht noch ein externer Sponsor findet. „Wir hatten in den vergangenen beiden Jahren hier in Degerloch genauso gute Voraussetzungen“, sagt der Manager. Hoffentlich ist das auch am Samstag gegen Carl Zeiss Jena der Fall.

Stuttgarter Zeitung

Muskelfaserriss: Rosen fällt aus

Mann zwei Spiele gesperrt

Stuttgart (dip) – Es sah schon nicht gut aus, als Alexander Rosen am Samstag in Braunschweig nach 26 Minuten vom Platz musste – am Montag gab es dann die Diagnose. Der Spielführer von Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers fällt wegen eines Muskelfaserrisses in der Kniekehle zwei bis drei Wochen aus und fehlt damit in den wichtigen nächsten Spielen gegen Jena und in Aalen. „Das ist natürlich bitter, da wir einen kleinen Kader haben“, sagte Kickers-Trainer Edgar Schmitt, „aber es nützt ja nichts: Wir müssen diesen Ausfall kompensieren.“

Und nicht nur den. Seit Montag steht auch fest: Marcus Mann muss ebenfalls zwei Spiele zuschauen. Der Abwehrspieler wurde nach seiner Roten Karte wegen einer Notbremse vom Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gesperrt.

Das Gremium des DFB ist auch in anderer Sache konkret geworden: Wegen der Vorfälle im Derby der Kickers gegen den VfB Stuttgart II müssen beide Clubs eine Strafe in Höhe von 2000 Euro zahlen, die sowohl die Blauen als auch die Roten akzeptiert haben. Während der Partie am 17. Oktober (4:4) war im VfB-Fanblock Rauchpulver gezündet worden. Darüber hinaus wurden mehrere leere Plastikbecher auf das Spielfeld geworfen, was zu zwei Spielunterbrechungen geführt hatte.

Stuttgarter Nachrichten

Marcus Mann für zwei Spiele gesperrt

Kickers-Abwehrspieler Marcus Mann wurde vom Kontrollausschuss des DFB wegen seines unsportlichen Verhaltens mit einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen belegt.
Der 24-jährige brachte in der Partie bei Eintracht Braunschweig am vergangenen Wochenende in der 81. Minute seinen Gegenspieler durch Trikothalten zu Fall und verhinderte damit eine offensichtliche Torchance. Die Sperre von zwei Meisterschaftsspielen entspricht der ständigen Rechtsprechung des DFB-Sportgerichtes in derartigen Fällen (Notbremse ohne anschließenden Torerfolg).

Offizielle Homepage

Presse zu Eintracht Braunschweig – Stuttgarter Kickers (1:1)

Die Blauen geben rote Laterne ab

Leistungssteigerung beim 1:1 in Braunschweig nach der Pause – Marcus Mann fliegt vom Platz

STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers warten nach dem 1:1 (1:1) bei Eintracht Braunschweig in der dritten Liga weiter auf den ersten Auswärtssieg. „Ich betrachte das Ergebnis aufgrund der ersten Hälfte aber als Punktgewinn“, sagte der Manager Joachim Cast.

Von Joachim Klumpp

Am Ende herrschte fast so etwas wie verkehrte Welt im Stadion an der Hamburger Straße. In der letzten Minute der Nachspielzeit setzte Braunschweigs Kingsley Onuegbu den Ball freistehend neben das Kickers-Gehäuse, vergab somit das Siegtor – und sein Trainer atmete dennoch auf: „Gott sei Dank“, sagte Torsten Lieberknecht, „das hätte einen faden Beigeschmack gehabt.“

Denn zuvor profitierten die Gastgeber davon, dass die Stuttgarter Kickers das Spielgerät wegen einer Verletzung ins Seitenaus geschossen hatten und danach mit dem Ballbesitz rechneten. Von wegen. Somit gewann Braunschweig weder einen Fairnesspreis noch das Spiel, wobei das nicht unverdient gewesen wäre – zumindest aufgrund der klaren Chancen vor der Pause, als Unvermögen, die Latte oder Torwart Manuel Salz die Kickers vor einem höheren Rückstand bewahrten, ehe Jens Härter kurz vor der Halbzeit überraschend den Ausgleich markierte.

„Da haben wir sicher in einigen Situationen das Glück des Tüchtigen gehabt“, sagte der Manager Joachim Cast, „aber aufgrund der zweiten Hälfte hat sich die Mannschaft den Punkt verdient, die letzten 20 Minuten war Braunschweig stehend k. o.“

So blieben am Ende zwei Hiobsbotschaften: zum einen die Verletzung des Kapitäns Alexander Rosen, der bereits Mitte der ersten Hälfte mit einer Sehnenreizung in der Kniekehle ausgewechselt werden musste sowie die Rote Karte gegen den Abwehrchef Marcus Mann, der mit seiner Notbremse (80.) möglicherweise ein 1:2 verhindert hat. Und dafür Rückendeckung vom Trainer erhielt: „Kein Vorwurf.“ Im Gegenteil. „Er hat sich damit in den Dienst der Mannschaft gestellt“, sagte Edgar Schmitt, auch wenn die Sperre (zwei bis drei Spiele) sportlich schmerzt. Zumal Rosen möglicherweise am nächsten Samstag ebenfalls ausfällt, „was ich befürchte“, so Schmitt. „Aber Benedikt Deigendesch hat im zentralen Mittelfeld eine starke Partie gemacht“, lobte der Trainer den Ersatzmann.

Schmitt will nun „in die Mannschaft reinhören“, um das Training exakt zu dosieren, „da wir doch einige junge Spieler haben.“ Bis zur Winterpause sollen dennoch 17, 18 Punkte her – mindestens. „Wir wollen in Tuchfühlung zum Fünftletzten bleiben“, betont der Trainer, und der Manager fügt hinzu: „Je mehr Mannschaften in den Abstiegskampf verwickelt sind, desto besser.“

In dieser Hinsicht zumindest brauchen sich die Kickers derzeit nicht allzu viele Sorgen machen. Es geht hinten eng zu. Nachdem von den bis Rang zwölf vor den Kickers platzierten Mannschaften (außer Burghausen) keine gewonnen hat, haben die Blauen zumindest die rote Laterne an Werder Bremen II abgegeben. „Wir steigern uns sukzessive“, sagt Schmitt, auch wenn sich das bisher meist in Unentschieden (bei einem Sieg und einer Niederlage) niederschlägt.

Deshalb werden gegen Jena, Bremen und Burghausen bis Weihnachten zumindest noch Heimsiege angestrebt, um im Gegenzug die Partie beim Spitzenreiter Paderborn und auch das nächste Auswärtsspiel in Aalen ruhiger angehen zu können. Das wirft jetzt schon seine Schatten voraus, nicht nur weil Jürgen Kohler sein Traineramt aufgegeben hat. Sein Vorgänger Edgar Schmitt weiß: „Das ist kein ganz normales Spiel, aber es ist jetzt auch nicht so, dass ich nur diesem Spiel entgegenfiebere.“ Schließlich steht erst einmal Jena auf dem Programm.

Braunschweig: Fejzic – Fuchs (78. Aydemir), Nastase, Dogan, Reichel – Danneberg (19. Banser), Washausen, Lenze, Kruppke – Onuegbu, Schied (66. Yildirim).

Stuttgarter Kickers: Salz – Reiß, Mann, Ortlieb, Härter – Rosen (26. Deigendesch), Kettemann (46. Landeka), Gambo – Traut, Vaccaro, Smeekes (57. Schürg).

Stuttgarter Zeitung

Freud und Leid bei den Kickers

Blaue geben nach 1:1 in Braunschweig Rote Laterne ab – Platzverweis für Mann, Rosen gibt verletzt auf

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers haben die Rote Laterne in der dritten Fußball-Liga an Werder Bremen II abgegeben: Nach dem 1:1 bei Eintracht Braunschweig sind die Blauen Vorletzter, doch Trainer Edgar Schmitt kann sich darüber nicht so richtig freuen.

VON JÜRGEN KEMMNER

Die kleine Tochter schaut am Sonntagmorgen die „Sendung mit der Maus“, Edgar Schmitt sieht sich die Sendung mit den Kickers an. Spielanalyse des 1:1 bei Eintracht Braunschweig – statt erfrischender Duschen noch einmal ein Wechselbad der Gefühle. Der 45-Jährige freut sich über den verdienten Punkt und die Tatsache, nicht mehr Schlusslicht zu sein. Doch auch der Verdruss über die Rote Karte für Innenverteidiger Marcus Mann und die höchst mäßige Abwehrleistung in der ersten Hälfte kocht wieder im Kickers-Coach hoch. „Das 1:1 ist ein gerechtes Ergebnis“, betont Schmitt, „jetzt müssen wir gegen Jena am nächsten Samstag nachlegen.“

Zunächst einmal das Positive. Der ausgezeichnete Torhüter Manuel Salz verhinderte ein zweites Eintracht-Tor, Jens Härter zeichnete sich als Torschütze aus und bot auf seiner Seite eine solide Leistung. Nach der Pause, als Braunschweigs Druck nachließ, erarbeiteten sich die Blauen einige Chancen, wenngleich die Durchschlagskraft fehlte. Mehr als ein Treffer war nicht drin. „Nach der Umstellung auf 4-4-2 standen wir insgesamt besser“, sagt Schmitt.

Aber es gab auch erhebliche Mängel. Besonders in der Defensive, und vor allem in den ersten 45 Minuten. Eine Ursache: Orlando Smeekes ist nicht gerade der Mann, der als gutes Vorbild für das Defensivverhalten eines Offensivspielers dient. Härter war auf der linken Seite zu oft allein, die Eintracht über diese Seite stets gefährlich. Das wirkte sich auf die Sicherheit der gesamten Abwehr aus – Braunschweig hätte locker mit drei Toren Unterschied führen können, wenn nicht Salz wieder einen glänzenden Arbeitstag erwischt hätte.

Die Stabilität der Abwehr ist ein Dauerthema unter Schmitt – sie wird es bleiben. In Braunschweig sah Mann wegen einer Notbremse Rot. „Kein Vorwurf, er hat sich mit diesem Foul für die Mannschaft geopfert“, sagt Schmitt, der mit zwei Spielen Sperre rechnet. Womöglich fehlt auch Alexander Rosen – er war mit Knieproblemen ins Spiel gegangen, nach 26 Minuten ging“s nicht mehr. Der Kapitän musste von Bord. Am heutigen Montag wird er untersucht. Innenverteidiger Mann und Rosen als Abräumer vor der Abwehr – zwei wichtige Akteure in der Zwangspause. Schmitt spielt die Brisanz herunter: „Wir definieren uns als Team, es geht nicht um Einzelspieler.“ Marcel Rapp und Benedikt Deigendesch hätten bewiesen, dass sie die Positionen ebenso ausfüllen können. Schmitt macht Mut. „Wir müssen vor Jena deshalb keine Angst haben“, sagt er. Schaden kann eine Extraportion Selbstvertrauen jedenfalls nicht.

Stuttgarter Nachrichten

Die „Blauen“ sind die Rote Laterne los

Stuttgarter Kickers holen in Braunschweig ein 1:1 – Mann sieht Rot

Braunschweig (hk) – Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers hat wieder einen kleinen Schritt nach oben gemacht. Mit dem 1:1 (1:1) bei Eintracht Braunschweig haben sich die „Blauen“ vom letzten auf den vorletzten Tabellenplatz verbessert.

Kickers-Trainer Edgar Schmitt sieht die Mannschaft auf einem guten Weg. „Wenn wir so weitermachen, sind wir irgendwann Viertletzter, steigen nicht ab, und alle sind glücklich“, meinte er nach dem Punktgewinn. Manager Joachim Cast äußerte sich etwas vorsichtiger. „Der Tabellenstand ist nur eine Momentaufnahme und spielt keine Rolle. Abgerechnet wird zum Schluss.“ Allerdings sieht auch der Manager Forschritte gerade im Offensivspiel. „Und wir punkten wieder“, nennt er den wohl wichtigsten Aspekt. „Wir sind auf Tuchfühlung zu den Nichtabstiegsplätzen.“In der Anfangsphase sahen sich die Kickers einer Braunschweiger Mannschaft gegenüber, die gehörig Druck machte. Und schon nach acht Minuten ging die Eintracht durch Marcel Schied in Führung. Die Kickers-Abwehr war alles andere als sicher, „die Abstimmung hat nicht gepasst“, kritisierte Cast. Die Kickers durften sich bei Torwart Manuel Salz bedanken, dass die Eintracht kein zweites Mal traf. Fünf Minuten vor der Pause fiel der Ausgleich: Nach einem Eckball traf Jens Härter zum 1:1. Nach dem Wechsel bekamen die „Blauen“ das Spiel gegen die konditionell nachlassenden Braunschweiger besser in den Griff. In der 81. Minute sah Kickers-Abwehrspieler Marcus Mann nach einer Notbremse Rot. „Er hat sich für die Mannschaft geopfert“, sagte Cast. Stuttgarter Kickers: Salz – Reiß, Mann, Ortlieb, Härter – Traut, Rosen (26. Deigendesch), Gambo, Kettemann (46. Landeka) – Vaccaro, Smeekes (57. Schürg)

Eßlinger Zeitung

„Löwen“ erneut sieglos
3. Fußball-Liga: Eintracht spielt nur 1:1 gegen die Stuttgarter Kickers

Braunschweig. Auch im fünften Spiel hintereinander gelang es den Drittliga-Fußballern von Eintracht nicht drei Punkte einzufahren. Gegen die Stuttgarter Kickers spielten die „Löwen“ gestern lediglich 1:1, nachdem sie allein in der ersten Hälfte mehr als ein Dutzend gute Torchancen ungenutzt ließen.

Mit Jan Washausen, Benjamin Fuchs, Dennis Kruppke, Valentin Nastase und Kingsley Onuegbu bot Trainer Torsten Lieberknecht gleich fünf neue Spieler in der Startformation auf.
Eintracht agierte von Beginn an druckvoll und kam nach drei Minuten durch Kruppke zur ersten Torchance. Nur kurze Zeit später dann bereits die Braunschweiger Führung. Erneut setzte sich Kruppke gut durch, passte in die Mitte zu Marcel Schied, der aus kurzer Distanz seinen vierten Saisontreffer erzielen konnte. Auch danach blieben die Hausherren gefährlich, zweimal scheiterte Christian Lenze (15./16.), bevor die Kickers durch Rosens Heber (19.) zu ihrer ersten Torchance kamen.
Anschließend war wieder Schied (21.) an der Reihe, doch sein Heber landete in den Armen von Kickers-Keeper Salz. Im Gegenzug setzte sich Smeekes eindrucksvoll gegen die Eintracht-Abwehr durch, verzog im Abschluss jedoch. Auch danach sorgte der Niederländer weiter für Gefahr, doch Jasmin Fejzic zeigte sich beim Schuss von Smeekes auf dem Posten(27.).
Kurz darauf die beste Gelegenheit zum zweiten Tor. Erst köpfte Onuegbu eine Kruppke-Flanke gegen die Latte, während Washausen den Abpraller weit übers Tor jagte (33.). Nur kurz danach lief Schied frei auf das Kickers-Tor zu, zeigte sich jedoch im Abschluss zu eigensinnig und verzog, anstatt den freistehenden Onuegbu zu bedienen(37.). Eintrachts fahrlässige Chancenverwertung rächte sich schließlich kurz vor der Pause, als Härter nach einer Ecke zum 1:1 traf (40.).
Zu Beginn der zweiten Hälfte kam Eintracht schlechter als zuvor ins Spiel. Onuegbu (55.), Banser (58.) und Washausen (59./Kopfball) vergaben die mehr oder weniger gut herausgespielten Möglichkeiten, während Fejzic gegen Traut auf dem Posten war (72.).
Hektisch dann nochmal die Schlussphase. Zunächst sah Mann nach einer Notbremse gegen Onuegbu Rot (81.), Lenze konnte die gute Freistoßposition jedoch nicht nutzen. In der Nachspielzeit passte Aydemir den Ball nach einer verletzungsbedingten Unterbrechung nicht zu den Stuttgartern zurück, sondern bediente Onuegbu, der völlig freistehend am Tor vorbeizielte.
Enttäuscht verließen die Eintracht-Spieler nach dem Abpfiff den Rasen.

Neue Braunschweiger

Eintracht verschleudert Chancen im Minutentakt

Fußball-Drittligist kann Negativserie nicht stoppen – 1:1 gegen Stuttgarter Kickers
Von Thomas Fröhlich

BRAUNSCHWEIG. Eintracht Braunschweig hat die große Chance vergeben, die Negativserie in der 3. Fußballliga zu beenden. Gegen die Stuttgarter Kickers kam die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht jedoch über ein 1:1 (1:1) nicht hinaus.

Es war die fünfte Partie in Folge – davon drei Heimspiele – ohne Sieg für Eintracht. „Wir sind sehr enttäuscht, dass es nichts mit drei Punkten geworden ist. Dabei haben wir in der ersten Hälfte Chancen im Minutentakt gehabt“, stellte Lieberknecht nach der Begegnung fest.

Allerdings überboten sich die Eintracht-Spieler bei einem Dutzend klarer Möglichkeiten an Harmlosigkeit vor dem Kickers-Tor. Lediglich Marcel Schied (9.) traf vor 11 450 Zuschauern gegen die defensiv ungeordnet auftretenden Gäste.

Dennis Kruppke (3./36.), Kingsley Onuegbu (9./31. Kopfball an die Torlatte), Christian Lenze (16.) Jan Washausen (32.) und Schied (20./38.) scheiterten jeweils. „Wir müssen das zweite, dritte und vierte Tor machen. Wir hatten Chancen für zwei Spiele“, sagte Schied, der seinen vierten Punktspieltreffer für Eintracht markierte.

„Wir haben in der ersten Hälfte sehr unorganisiert gespielt. Braunschweig hat mit viel Kraft agiert, aber insgesamt zu unruhig, deshalb wurden die Chancen auch nicht genutzt“, analysierte Gästetrainer Edgar Schmitt. Seine Mannschaft hatte vor dem Wechsel lediglich bei zwei Tempoläufen von Orlando Smeekes (23./28.) Gefahr ausgestrahlt. Umso überraschender kamen die Gäste noch vor der Pause zum Ausgleich. Jens Härter erzielte im Anschluss an die erste Kickers-Ecke das 1:1 im Nachschuss.

„Wir haben uns schließlich in Not gebracht mit dem Ballgeschiebe, das vor dem Ausgleich zur Ecke für die Kickers führt. Wir haben uns damit selbst um den Lohn gebracht“, ärgerte sich Lieberknecht über die Nachlässigkeiten seiner Verteidiger. Fuchs, Dogan, Nastase und Reichel hatten verpasst, energisch zu klären. Anstatt deutlich zu führen, ging Eintracht mit dem 1:1 in die Kabine.

Nach der Pause verflachte die Partie zusehends. Das lag vor allem daran, dass Eintracht nicht mehr in der Lage war, das hohe Tempo der ersten Hälfte aufrecht zu erhalten. Zudem spielten die Stuttgarter nun in der Defensive weitaus energischer und konzentrierter, so dass Eintracht nur noch zu Chancen durch Onuegbu (53.) und Washausen (59.) kam.

„Wir konnten den Druck nicht mehr so ausüben wie in der ersten Hälfte“, stellte Schied fest, der mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt wurde.

In der Schlussphase – Stuttgart spielte nach dem Platzverweis (81.) von Marcus Mann in Unterzahl – fehlte Eintracht die Kraft, um die Entscheidung noch zu erzwingen. „Einige bei uns waren stehen K.o.“, beschrieb Lieberknecht. Die Gründe dafür sah der Eintracht-Trainer darin, dass mehrere seiner Spieler erst kürzlich ihre Verletzungen auskuriert hatten. Und doch wäre fast noch der Siegtreffer gelungen. Onuegbu schoss nach einem Missverständnis – Stuttgart erwartet nach einer Unterbrechung den Ball nach einem Einwurf zurück – knapp am Tor vorbei.

Braunschweiger Zeitung

StN: Gazistadion: Sanierung verschoben

Die Sanierung des Gazistadions in Degerloch wird teurer als geplant. Um die Auflagen des Deutschen Fußballbundes (DFB) zu erfüllen, ging man bisher von 5,4 Millionen Euro aus. Doch die Investitionen könnten sieben Millionen Euro erreichen. Deshalb will die Stadt den Umbau verschieben.

VON FRANK ROTHFUSS

Im Doppelhaushalt 2008/2009 war die Sanierung ohnehin nicht vorgesehen, und als die Stadträte im Juli von der Verwaltung über die vorgesehene Modernisierung informiert wurden, ahnte noch niemand, dass eine Finanzkrise heraufdämmerte. Die 5,4 Millionen Euro schienen damals vorhanden, um die Auflagen des DFB zu erfüllen: 12 000 Zuschauerplätze, neue Technik und Sicherheitsbereiche wurden gefordert, damit die Stuttgarter Kickers und der VfB II in der dritten Liga weiter im Gazistadion spielen dürfen. Doch man baute beim Beschluss bereits eine Bremse ein. Sollten die Kosten steigen, wollte man nochmals debattieren.

Dies scheint nun nötig zu werden. Die Architekten und Vertreter des Hochbauamts haben inzwischen die Tribüne genauer untersucht. „Dabei ergab sich ein Mehrbedarf von einer Million bis 1,5 Millionen Euro“, sagt Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann. Man werde dies nun detailliert ausarbeiten und dem Gemeinderat empfehlen, „den Ausbau zu vertagen“. Die Sanierung stehe nicht im Haushalt, angesichts der unklaren Finanzlage sei es unmöglich, Projekte zu verwirklichen, die dort nicht verankert seien. Sie plädiere dafür, die Entscheidung bis zum Sommer 2009 zu verschieben. „Dann können wir die Folgen der Krise besser abschätzen.“ Allerdings droht den Kickers und dem VfB II dadurch der Verlust ihrer Spielstätte. Denn bis zur neuen Saison müssten eigentlich die Auflagen des DFB erfüllt sein. „Wir werden das Gespräch suchen“, sagt Susanne Eisenmann, „und uns für eine Übergangsregel starkmachen.“ Und so das Provisorium auf Dauer festschreiben?

„Wir sind in höchstem Maße an der Sanierung interessiert“, sagt sie. Ein Neubau der Haupttribüne sei allerdings weiter keine Option, obwohl mit der Teuerung nun fast sieben Millionen Euro für eine Sanierung anfallen. Just jene Summe, die noch im Juli für einen Neubau reichen sollte. „Wir haben momentan durch die Verteuerung der Rohstoffe eine immense Steigerung der Baupreise“, sagt Eisenmann.

Bei der Polizei beugt man schon vor. Polizeisprecher Stefan Keilbach sagt: „Wir haben Verständnis für die Entscheidung. Aber ein Provisorium kann keine Lösung sein.“ Die Beamten gehen ihrer Arbeit derzeit in Containern nach „und sind entsprechender Belastung durch Lärm und Hitze ausgesetzt“. Hier müsse etwas getan werden. Dies hat auch die Stadt vernommen. „Die Polizei ist für uns ein wichtiger Partner“, so Eisenmann, „wir werden alles tun, was den Ablauf der Arbeit für die Beamten erleichtert.“

Stuttgarter Nachrichten

Kickers weiter auf gutem Weg – 1:1 in Braunschweig

Mit einem 1:1 (1:1) Unentschieden bei Eintracht Braunschweig haben die Stuttgarter Kickers die Rote Laterne in der 3. Liga abgegeben. Die Kickers bleiben damit im fünften Spiel in Folge ohne Niederlage.

Vor 11.450 Zuschauern vergab der Gastgeber in der ersten Hälfte nach der frühen Führung durch Marcel Schied in der achten Minute zahlreiche weitere Tormöglichkeiten. Diese Fahrlässigkeit rächte sich, als Jens Härter in der 40. Spielminute nach einem Eckball zum Ausgleich einschoß.

In der zweiten Hälfte bekamen die Gäste das Spiel in den Griff und konten die Überlegenheit der Braunschweiger egalisieren. Den Punkt dürften sich die Blauen dank einer erneut starken kämpferischen Vorstellung verdient haben. In den nächsten Spielen wird Marcus Mann fehlen, er sah in der 81. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte.

Durch die zeitgleiche Niederlage von Werder Bremen II in Aalen haben sich die Kickers damit auf den vorletzten Tabellenplatz geschoben. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz wurde auf einen Punkt dezimiert. Am nächsten Wochenende erwarten die Blauen den Tabellensechsten Carl-Zeiss Jena. Mit einem Sieg der blauen können die Kickers den Sprung auf die Nichtabstiegsplätze schaffen.

„Euro-Eddy“ trainiert die Kickers

Er ist in der Bundesliga schon an der Seite von Andy Möller bei Eintracht Frankfurt und „Icke“ Hässler beim KSC auf Torejagd gegangen. Und in dem legendären Uefa-Cup-Spiel des KSC gegen Valencia anno 1993 hat er gleich vier Treffer zum 7:0-Kantersieg beigesteuert. Ein Sieg, der ihm den Spitznamen „Euro-Eddy“ eingebracht hat. Edgar Schmitt kam erst mit 28 Jahren zu seinem ersten Bundesligaeinsatz, 1991 für die Eintracht Frankfurt. Nach Stationen beim FC Bitburg, dem FSV Salmrohr, dem 1. FC Saarbrücken und Eintracht Trier schaffte der Stürmer den Sprung in den Profifußball. Zwei Jahre später ging er zum KSC an, wo er seine größten Erfolge hatte. Danach kickte er noch zwei Jahre bei Fortuna Köln.

Nun ist Euro-Eddy alias Edgar Schmitt Trainer der Stuttgarter Kickers und versucht den Stürmern etwas von seinem Torriecher-Instinkt zu vermitteln. Den haben die Spieler auch dringend nötig, denn die „Blauen“ dümpeln derzeit im Tabellenkeller der Dritten Liga. Gut sieben Wochen ist der 45-jährige Fußballlehrer auf Degerlochs Höhen im Amt. Mit Co-Trainer Rainer Kraft versucht er den 20-köpfigen Spielerkader wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. „Wir müssen aus der Ordnung schnell nach vorne spielen, dann werden wir erfolgreich sein“, macht er sich und seinen Jungs Mut, die Krise zu bewältigen. In den ersten sechs Spielen unter seiner Regie schafften die „Blauen“ fünf Unentschieden (!), das kuriose Derby gegen den „kleinen“ VfB wird dabei noch lange in Erinnerung bleiben. Nach 0:3- und 1:4-Rückstand schafften die Kickers noch das Unmögliche, schossen drei Tore, zwei davon in den letzten beiden Minuten! Und das Remis war perfekt.

Trotz herben Rückschlägen wie etwa dem 0:4 in Offenbach, als die Kickers lange gut mitspielten und erst in den letzten 20 Minuten einbrachen, stimmt die Moral in der Truppe. „Die Jungs sind gut drauf und ziehen beim Training voll mit“, bekräftigt Schmitt. Und das ist gar nicht selbstverständlich, denn Euro-Eddy hat das Training mächtig angezogen. Wenn keine englische Woche ansteht, wird acht bis zehn Mal 90 bis 120 Minuten pro Woche trainiert. Sein Motto lautet: „Hartes Training ist die beste Prophylaxe gegen Verletzungen.“Wahrlich kein Zuckerschlecken!

Schmitt ist ein eifriger Verfechter des offensiven Fußballs. Die englische Schule hat es ihm angetan, Vorbilder sind für ihn Teams wie Liverpool oder Arsenal London. „Ich bin nicht für ein taktisches Rumgeschiebe“, erklärt der 45-Jährige, „Fußball muss in eine Richtung gehen.“ Und die heißt „nach vorne“. Schließlich will der Zuschauer „ein gutes Spiel sehen“ das sei er „den Fans schuldig“. Der viertletzte Platz am Ende der Saison, so Schmitt, wäre eine ganz tolle Sache. Der erste Nichtabstiegsplatz wäre für den Verein eine Basis, um weiter zu machen. „Überlebensnotwendig“, meint er, „für einen Club mit dieser großen Tradition.“

Wichtig ist für ihn dabei der Fokus auf die eigene Jugend und die zweite Mannschaft: „Da sind sehr gute Jungs und Talente dabei.“ Um den Nachwuchs an die Erste heranzuführen, führt er jetzt auch ein gemeinsames Training ein: „Da kann ich am besten sichten, wer sich für die Profi-Mannschaft empfiehlt.“ Trotz aller Talente, um ein oder zwei Verstärkungen, da ist sich Schmitt sicher, wird man bei den Kickers nicht herum kommen. Vor allem eine ordnende Hand in der Abwehr ist dringend notwendig. „Einer der kopfballstark ist“, meint der Trainer. Am Wochenende hat Edgar Schmitt endlich sein Image als „Remis-König“ ad acta gelegt: Gegen Dynamo Dresden gab es den ersten „Dreier“ – ein 2:1-Sieg – für die Kickers, die damit wieder auf Tuchfühlung mit den anderen abstiegsbedrohten Teams sind.

Wenn man Euro-Eddy wild gestikulierend am Spielfeldrand sieht, nimmt man ihm es kaum ab, dass er sich selbst als recht häuslicher Typ bezeichnet. „Ich bin kein großer Weggeher“, meint er bescheiden. Die knappe Freizeit verbringt er mit seiner Freundin Corinna, den beiden Töchtern Jil und Amelie sowie seinem großen Dobermann. Die Familie wohnt in Aalen, wo er zwei Jahre Trainer war. Da die große Tochter dort zur Schule geht, nimmt Edgar Schmitt den weiten Weg von der Ostalb nach Stuttgart in Kauf. In der Winterpause will er auf jeden Fall verreisen, am besten in den sonnigen Süden. Letztes Jahr hat es einfach nicht für einen Urlaub gereicht.

Stuttgarter Wochenblatt

Vorberichte Eintracht Braunschweig – Stuttgarter Kickers

Kickers-Trainer sieht Siegchance

Schmitt vertraut dem guten Näschen

Stuttgart – Den ersten Sieg haben die Stuttgarter Kickers in der dritten Fußball-Liga nach 14 Spieltagen eingefahren, doch noch immer kleben die Blauen am Tabellenende. Das muss sich bis zur Winterpause ändern, findet Trainer Edgar Schmitt.

Am Freitag, 14. November, gegen 13 Uhr sind die Blauen nach Braunschweig aufgebrochen, wo sie an am Samstag (14 Uhr) auf den deutschen Meister von 1967 treffen. Der Busfahrer kannte den Weg, Edgar Schmitt war als Lotse nicht gefragt. Doch der Kickers-Trainer hat auch einen ganz anderen Fahrplan im Kopf. Den Fahrplan seines Teams bis zur Winterpause.

Mit insgesamt 18 Punkten wollen die Blauen Weihnachten feiern, bisher haben sie neun gesammelt. „Wenn wir aus den sechs ausstehenden Spielen neun Zähler holen“, rechnet Schmitt vor, „dann bleiben wir auf jeden Fall dran, dann wird die Lücke zum Fünftletzten nicht zu groß.“

In Braunschweig soll mindestens der erste von diesen neun Punkten her – der Coach hat gar das gute Gefühl, dass „dort mehr drin ist als nur ein Unentschieden“. Der 45-Jährige hatte als Stürmer einst oft das richtige Näschen, als Übungsleiter der Kickers wittert er nun die Chance auf den ersten Dreier in der Fremde.

Schließlich hat seine Mannschaft nach dem ersten Saisonsieg beim 2:1 über Dresden viel verschüttetes Selbstvertrauen wiederentdeckt, die Profis sind wieder etwas lockerer und unverkrampfter geworden, und Braunschweig hat zuletzt auch nicht gerade Angst und Schrecken bei den Gegnern verbreitet. Die Eintracht ist seit vier Partien ohne Sieg.

Hoffnung macht Schmitt außerdem die Rückkehr von Bashiru Gambo, der wieder in der Startelf steht. „Ein unverzichtbarer Spieler für uns, wenn er fit ist“, betont Schmitt, „und wenn er in der Anfangsformation steht, heißt das: Er ist fit.“ Gegen die Eintracht wird es eine weitere Umstellung geben. Angelo Vaccaro wird wieder Sturmspitze spielen, Michael Schürg sitzt vorerst auf der Bank. „Er braucht eine Pause“, erklärt der Coach.

Manchmal hat Schmitts Nase allerdings falsche Signale gesendet. Gegen Wuppertal roch es auch nach Sieg, doch in der Nachspielzeit fiel das 3:3. Aber meist kann sich der Ex-Stürmer aufs Näschen verlassen.

Stuttgarter Nachrichten

Vorschau
Spielinfos:

Anstoß: 15.11.2008 14:00
Stadion: Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße

Schiedsrichter: Valentin (Taufkirchen)
Assistenten: Beitinger (Regensburg), Friedrich (München)

Eintracht Braunschweig: Brinkmann und Schanda sind gesperrt. Im Mittelfeld ist auch Kruppkes Einsatz denkbar, Rodrigues oder Pfitzner müssten weichen.

Stuttgarter Kickers: Mittelfeldspieler Gambo kehrt in die Startelf zurück. Innenverteidiger Rapp ist nach überstandenem grippalen Infekt wieder fit.

Aufstellung
Eintracht Braunschweig
Fejzic – B. Fuchs, Nastase, D. Dogan, Reichel – Danneberg, C. Lenze, Pfitzner, Rodrigues – Onuegbu, Schied; Trainer: Lieberknecht

Stuttgarter Kickers
Salz – Reiß, Mann, Rapp, Härter – Rosen, Gambo, Kettemann – Traut, Vaccaro, Smeekes; Trainer: Schmitt

Kicker

Stuttgarter Kickers an diesem Samstag (14 Uhr) zu Gast bei Eintracht Braunschweig

„Mutig nach vorne spielen“
„Wir wollen jetzt den Schwung aus der Dresden-Partie mitnehmen und mutig nach vorne spielen“, sagte Edgar Schmitt vor der Auswärtspartie des Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers an diesem Samstag bei Eintracht Braunschweig. Anstoß im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße ist um 14 Uhr. Als Minimalziel wollen die Blauen am 15. Spieltag bei den Niedersachsen einen Zähler holen, „natürlich nehmen wir dort gerne aber auch mehr mit“, sagte der Kickers-Cheftrainer Schmitt.

„Meine Mannschaft hat wie zuletzt schon auch in dieser Woche wieder sehr gut mitgezogen“, äußerte sich der Trainer Edgar Schmitt an diesem Freitag mit lobenden Worten, ehe sich der Kickers-Tross nach der Pressekonferenz im ADM-Sportpark auf die Fahrt in Richtung Braunschweig gemacht hatte. Für eventuelle Überheblichkeit unter seinen Akteuren sei nach dem 2:1-Heimsieg gegen Dynamo Dresden sowieso kein Platz: „Wir stehen noch immer auf dem 20. und damit letzten Tabellenplatz“, sagte Schmitt. Als Minimalziel hat sich der 45-Jährige einen Punkt aus dem Gastspiel am morgigen Samstag gesetzt. Wichtig sei hierfür vor allem, dass „wir unsere mannschaftliche Ordnung und Geschlossenheit über die 90 Spielminuten bewahren“. Und: „Wir wollen mutig nach vorne spielen.“

Nach dem ersten Saisonsieg für die Blauen hatte Schmitt ja unlängst zu Protokoll gegeben, dass „es den anderen Mannschaften erst einmal gelingen muss, uns zu schlagen.“ Dieses wollte er „ohne Überheblichkeit“ verstanden haben wissen, und verwies damit auf die nackten Zahlen in der Bilanz seiner Arbeit bei den Degerlochern: In sieben Partien verloren die Kickers unter Schmitt nur einmal (0:4 in Offenbach), auf der Habenseite stehen demgegenüber sage und schreibe fünf Unentschieden sowie seit vergangenen Samstag das erste Erfolgserlebnis, das 2:1 gegen Dynamo Dresden. Letztere siegten in dieser Woche im Wiederholungsspiel beim Vorletzten SV Werder Bremen II knapp mit 1:0. „Mir wäre es angesichts der Tabellenkonstellation lieber gewesen, die Partie hätte mit einem Remis geendet“, sagte Schmitt dazu. Am zwölften Spieltag war die Begegnung aufgrund von starkem Nebel nach 45 Minuten abgebrochen worden.

Ähnliche Verhältnisse herrschten am Freitagmorgen auch im Degerlocher ADM-Sportpark beim Abschlusstraining des Fußball-Drittligisten. Jedoch: „Keine Sorge, alle Akteure unseres Kaders haben den Überblick behalten“, sagte Schmitt mit einem Schmunzeln. Das wird auch in den morgigen 90 Minuten wichtig sein, wenn die Blauen, die erstmals seit 1993 wieder ein Pflichtspiel im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße bestreiten, dort etwas Zählbares holen wollen. Beim Kontrahenten, dem Tabellenzwölften Eintracht Braunschweig, muss der Trainer Torsten Lieberknecht unterdessen gegen die Kickers auf seinen Kapitän Dennis Brinkmann und Jan Schanda verzichten. Die beiden Innenverteidiger fehlen gelbgesperrt. „Die Stuttgarter Kickers haben eine Truppe, die viele Tore schießen kann, jedoch hinten auch viele rein bekommt. Wir müssen geduldig spielen und auf unsere Chance warten können“, sagte Lieberknecht.

Ein Wiedersehen gibt es bei den Niedersachsen für die Gäste mit Jasmin Fejzic. Der heutige Stamm-Keeper der Braunschweiger „Löwen“ verließ die Kickers im Jahr 2005 und wechselte zur SpVgg Greuther Fürth, ehe es ihn zu Beginn der vorigen Spielzeit nach Braunschweig zog.

Bei den Stuttgarter Kickers wird hingegen fast das gleiche Personal wie zuletzt gegen Dresden zur Verfügung stehen, zudem rückt Marcel Rapp, der seinen grippalen Infekt auskuriert hat, in den Schmitt’schen Kader. Ausfallen werden also, wie gehabt, das Quartett der leidgeprüften Langzeitverletzten: Sasa Janic, Jörn Schmiedel, Franco Petruso sowie Gino Russo. Nach den Worten von Trainer Schmitt dürfte Bashiru Gambo in Braunschweig nach überstandener Schulterverletzung voraussichtlich wieder in der Startformation der Kickers-Elf stehen. „Wie letztlich die genaue Aufstellung meiner Mannschaft aussehen wird, darüber mache ich mir auf der Fahrt nach Braunschweig meine Gedanken“, sagte Schmitt. Immerhin: angesichts von einer rund sechsstündigen Anreise bleibt ihm dafür viel Zeit.

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Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers

Lieberknecht: „Es ist klar, was wir wollen: Einen Sieg!“

Am heutigen Donnerstag, den 13. November, fand im EINTRACHT-STADION die Pressekonferenz zum Heimspiel der Blau-Gelben gegen die Stuttgarter Kickers statt. „Wir haben aus den letzten vier Spielen nur einen Punkt geholt. Das ist zu wenig. Daher ist auch klar, was wir wollen: Einen Sieg!“, machte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht gleich zu Beginn seine Erwartungen für das bevorstehende Ligaspiel deutlich.

Verzichten muss Torsten Lieberknecht bei diesem Vorhaben jedoch auf die beiden Innenverteidiger Dennis Brinkmann und Jan Schanda. Beide holten sich am letzten Wochenende in Paderborn ihre fünfte gelbe Karte ab und müssen daher gegen die Stuttgarter eine Zwangspause einlegen. Darüber hinaus müssen weitere verletzungsbedingte Ausfälle kompensiert werden. Definitiv werden auch weiterhin Matthias Henn und Smail Morabit nicht spielen können. Letzterer muss sich laut Lieberknecht sogar nun doch einer Operation unterziehen. Bei weiteren Spielern ist die Möglichkeit des Einsatzes noch nicht geklärt. So ist beispielsweise noch nicht sicher, ob Marc Pfitzner am Samstag im Kader steht. Der Mittelfeldspieler zog sich in Paderborn eine Zerrung zu. „Es stellt sich die Frage, ob es Sinn macht, ihn schon gegen Stuttgart einzusetzen. Es folgen noch viele Spiele“, so der Trainer. Die verbleibenden Trainingseinheiten am heutigen Nachmittag und morgigen Freitag möchte Torsten Lieberknecht nutzen, um eine Mannschaft zusammenzustellen, die in der Lage ist, die Kickers zu schlagen. „Eine Umstellung ist aufgrund der personellen Situation nötig. Es gibt jedoch einige Alternativen, die sich anbieten. Wir werden sehen, wer fit ist und sich empfiehlt, wer die Chance riecht, in die Startelf zu kommen“, erklärte er.

Nach der Leistung seiner Mannschaft in Paderborn gefragt (9. November, 1:2-Niederlage) erklärte der Trainer: „Die Leistung war ok, die Mannschaft hat Engagement gezeigt. Wir hatten jedoch Probleme im Spiel nach vorne und haben letztendlich verloren. Fußballerisch müssen wir uns noch weiterentwickeln, was die Einstellung betrifft, darf diese kein Thema mehr sein. Ich erwarte von den Spielern einfach eine gewisse Grundeinstellung, was das Läuferische und Kämpferische angeht.“ Und auch auf den bevorstehenden Gegner kam man zu sprechen. „Die Stuttgarter Kickers haben eine Truppe, die viele Tore schießen kann, jedoch hinten auch viele reinbekommt. Wir müssen geduldig spielen und auf unsere Chance warten können“, erklärte Torsten Lieberknecht.

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StZ: Kickers sind auf alles gefasst

Umbau des Gazi-Stadions

STUTTGART (ump). In Frankfurt hat gestern eine Spielausschusssitzung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit Vertretern der dritten Liga und Regionalliga auf dem Programm gestanden. Dabei könnten auch die Anforderungen in Sachen Stadien ein Thema gewesen sein, nachdem sich in der dritten Liga durchaus einige Sorgenkinder, wie etwa Jahn Regensburg, Kickers Emden oder auch Werder Bremen II herauskristallisiert haben.

Ob dazu auch noch die Stuttgarter Kickers stoßen? Wie die StZ berichtete, gibt es bei der Stadt Überlegungen, die bereits für die Winterpause geplanten ersten Umbaumaßnahmen des Gazi-Stadions für die geforderten 2000 überdachten Sitzplätze wegen der Finanzlage aufzuschieben. „Wir haben noch keine offizielle Information“, sagt der Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum, „aber natürlich liegt es nicht ganz fern, dass so etwas kommen könnte.“ Man werde sich schnellstmöglich mit der Stadt beraten, was die Details angehe. Letztlich betroffen sind die Clubs (also auch der VfB II), als direkte Bezugspartner des DFB. Im schlimmsten Falle droht der Verlust der Ligenzugehörigkeit, einmal unabhängig vom aktuellen Kampf um den Klassenverbleib. Inwieweit der DFB weitere Ausnahmeregelungen zulässt, bleibt abzuwarten. Der Kickers-Manager Joachim Cast sagt jedoch: „Wenn der DFB die Auflagen vor der Saison durchgezogen hätte, hätten einige Vereine keine Lizenz bekommen.“

Stuttgarter Zeitung