Spiel in Au abgesagt

Das für den Samstag Nachmittag angesetzte Spiel der „kleinen“ Blauen in AU/Iller wurde augrund der Witterungsverhältnisse abgesagt. Ein Ersatztermin ist noch nicht bekannt.

Für die Oberligatruppe ist es bereits die dritte Spielverlegung in der laufenden Saison, neben dem Spiel in Au wurde schon das Auswärtsspiel in Bahlingen verlegt. Dazu noch die wfv-Pokalbegegnung gegen den VfL Kirchheim.

Offizielle Homepage

Vorberichte Stuttgarter Kickers – Carl Zeiss Jena

Kickers-Manager Cast fordert Sieg

Aussicht auf mehr TV-Gelder

Stuttgart (dip) – Es klingt fast schon unbedeutend, wenn Edgar Schmitt vor der Partie der Stuttgarter Kickers gegen Carl Zeiss Jena sagt: „Es wäre schön, wenn wir gewinnen.“ Tatsächlich ist ein Erfolg der Blauen an diesem Samstag (14 Uhr, Gazistadion) mal wieder verdammt wichtig. Schließlich geht es gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg aus der Dritten Liga. Deshalb sagt Kickers-Manager Joachim Cast: „Wir wollen gewinnen, damit wir Jena mit unten reinziehen.“ Das Fehlen von Marcus Mann (gesperrt) und Alexander Rosen (verletzt) soll die Kickers dabei nicht stoppen. Zu Marcel Rapp in der Innenverteidigung und Benedikt Deigendesch im Mittelfeld hat Schmitt „großes Vertrauen“. Für den zuletzt angeschlagenen Orlando Smeekes wird Michael Schürg beginnen.

Derweil dürfen sich die Drittliga-Clubs Hoffnung auf eine Steigerung der TV-Gelder machen. Wie die Tageszeitung „Märkische Allgemeine“ berichtet, sieht dies der neue Fernsehvertrag vor, den der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und Vertreter von ARD und ZDF ausgehandelt haben. In einem Sitzungsprotokoll des DFB-Spielausschusses vom 13. November, das seit einigen Tagen kursiert, ist von einer Aufstockung von 600 000 auf 800 000 Euro die Rede. Kickers-Manager Joachim Cast, selbst Mitglied im Spielausschuss, wollte die Zahlen zwar nicht kommentieren, sagte aber: „Eine Steigerung ist unabdingbar – das weiß der DFB auch.“ Die Regionalligisten würden dann aber statt bisher 162 000 Euro nur 88 000 Euro pro Saison bekommen.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers wollen weiter nach oben

„Weitermachen wie zuletzt und die drei Punkte hier behalten“, lautet die klare Ansage von Edgar Schmitt, Der Kickers-Trainer hat zwar Respekt vor der Kampfstärke des Tabellen-16., gibt sich aber auch selbst kämpferisch: „Wir müssen zeigen, dass das Stadion uns gehört.“ Nachdem die „Blauen“ am vergangenen Spieltag nach 15 Wochen das Tabellenende verlassen haben und auf den vorletzten Platz gerückt sind, soll es bis Weihnachten sukzessive höher gehen. Fünf Partien stehen bis dahin noch auf dem Programm, davon drei Heimspiele gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib. „Zu Hause müssen wir punkten“, fordert Manager Joachim Cast. Da kommt der schwächelnde Zweitliga-Absteiger gerade recht. „Mit einem Sieg wollen wir Jena vollends in den Abstiegskampf mit reinreißen“, kündigt Cast an. Verzichten müssen die Kickers dabei auf Kapitän Alexander Rosen (Muskelfaserriss in der Kniekehle) und Abwehrchef Marcus Mann (Rot-gesperrt). Für Rosen wird Benedikt Deigendesch im defensiven Mittelfeld spielen. Der von seinem grippalen Infekt wieder genesene Marcel Rapp kehrt für Mann in die Innenverteidigung zurück. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Orlando Smeekes. Der Stürmer ist nach Problemen in der Oberschenkelmuskulatur erst gestern ins Training eingestiegen.

So wollen sie spielen: Salz – Reiß, Rapp, Ortlieb, Härter – Deigendesch, Kettemann, Gambo – Traut, Vaccaro, Smeekes.

Eßlinger Zeitung

Vorschau
Spielinfos:

Anstoß: 22.11.2008 14:00
Stadion: Gazi-Stadion auf der Waldau

Schiedsrichter: Rafati (Hannover)
Assistenten: Wijnen (Hannover), Förster (Helpsen)

Stuttgarter Kickers: Für den verletzten Rosen spielt Deigendesch auf der Sechser-Position. Der genesene Rapp kehrt für Mann (Rot) in die Verteidigung zurück.

Carl Zeiss Jena: Tim Petersen kann nach seiner Zehverletzung wieder spielen und kehrt für Wuttke in die Startelf zurück.

Aufstellung
Stuttgarter Kickers
Salz – Reiß, Rapp, M. Ortlieb, Härter – Deigendesch, Kettemann, Gambo – Traut, Vaccaro, Smeekes; Trainer: Schmitt

Carl Zeiss Jena
Nulle – Wallschläger, R. Müller, T. Petersen, R. Schmidt – M. Riemer – Sträßer, N. Hansen, Eckardt, Schembri – Hähnge; Trainer: van Eck

Kicker

Kickers empfangen an diesem Samstag im GAZI-Stadion (14 Uhr) den FC Carl Zeiss Jena

„Heiß auf den nächsten Dreier“
Ohne ihren verletzten Mannschaftskapitän Alexander Rosen (Muskelfaserriss in der Kniekehle) und den für zwei Partien rotgesperrten Marcus Mann blicken die Fußballer des Drittligisten Stuttgarter Kickers ihrem wegweisenden Heimspiel an diesem Samstag (GAZI-Stadion, 14 Uhr) gegen den Tabellensechzehnten FC Carl Zeiss Jena entgegen. Dass zudem Orlando Smeekes aufgrund von muskulären Problemen momentan noch als Wackelkandidat für einen möglichen Einsatz gilt, das behagt dem Kickers-Cheftrainer Edgar Schmitt natürlich nicht. Einerlei: „Wir werden am Samstag gegen Jena trotzdem eine gute Mannschaftschaft ins Rennen schicken können“, sagte der Kickers-Coach, dessen Formation eine Serie von zuletzt vier Spielen ohne Niederlage vorzuweisen hat. Schmitt: „Wir sind jetzt heiß auf den nächsten ,Dreier‘.“

Seit Edgar Schmitt als Chefcoach der Stuttgarter Kickers das Kommando übernommen hat, ist seine Mannschaft vor heimischer Kulisse unterm Fernsehturm noch ungeschlagen. Dank der bislang drei Unentschieden sowie dem wichtigen Heimsieg durch das jüngste 2:1 gegen Dynamo Dresden haben die Kickers inzwischen wieder zu alter Heimstärke zurückgefunden, daran besteht kein Zweifel. Außerdem haben die Blauen nach zuletzt sechs Punkten aus vier Spielen den letzten Tabellenplatz verlassen. „Das Stadion muss wieder uns sein“, lautet dazu ein schöner Satz des in der Eifel geborenen Edgar Schmitt. Soll heißen: „Wir wollen unseren Zuschauern im GAZI-Stadion attraktiven Angriffsfußball bieten.“

Schmitt äußerte sich dazu auf der Pressekonferenz, die am Donnerstag anlässlich der exklusiven Präsentation des Hauptgewinns von „Believe in Blue 2.0!“ in den Verkaufsräumlichkeiten des Kickers-Partners Auto Palazzo veranstaltet worden ist. Ein Kamerateam von Regio-TV war ebenfalls mit dabei und zeichnete einen Bericht auf, der mittlerweile im Fernsehprogramm des Senders ausgestrahlt wird und auch in dessen Internetangebot auf regio-tv.de zu sehen ist.

Dieser schmucke und sportlich ausgestatte Fiat-Panda „Believe in Blue 2.0!“ mit einem Gesamtwert von rund 13 000 Euro wurde von Trainer Edgar Schmitt im Beisein von Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum, dem Kickers-Präsidiumsmitglied Dieter Wahl sowie Florian Gruber, dem Verkaufsleiter der Auto Palazzo GmbH, der Öffentlichkeit vorgestellt. Am Samstag, 20. Dezember, wechselt das gute Stück dann endgültig den Besitzer – im Rahmen des Heimspiels gegen Wacker Burghausen, bei der Verlosung von Believe in „Blue 2.0!“, live und in Farbe im GAZI-Stadion. Bis dahin sollten sich alle Kickers-Fans verstärkt an den Internet-Pixeln gütlich tun und so ihre Gewinnmöglichkeiten optimieren.

Ob sich jedoch schon an diesem Samstag von Anfang an auch der niederländische Offensivmann Orlando am geplanten Angriffswirbel der Blauen gegen den Zweitliga-Absteiger Jena beteiligen wird beziehungsweise kann, wollte sich dessen Trainer Schmitt noch offen halten. Aufgrund von muskulären Oberschenkelproblemen musste der 26-Jährige zuletzt einige Tage lang pausieren und stieg erst am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining ein. Obendrein fällt der verletzte Spielführer Alexander Rosen und ebenso der gesperrte Marcus Mann gegen den Tabellen-16. aus.

Jedoch: Edgar Schmitt ist deshalb nicht bange. „Unser Kader ist stark genug gesetzt, dann müssen eben andere in die Bresche springen“, sagte er. Aller Voraussicht nach wird Marcel Rapp den durch Manns Sperre vakant gewordenen Posten in der Innenverteidigung übernehmen, den Platz des Mittelfeldabräumers von Kickers-Mannschaftskapitän Rosen soll Benedikt Deigendesch einnehmen. „Benedikt hatte als Einwechselspieler auf dieser Position schon nach Alexander Rosens Verletzung in Braunschweig ein sehr gutes Spiel gemacht“, sagte Schmitt.

INFO:
• Das GAZI-Stadion auf der Waldau wird am Samstag von 12.45 Uhr geöffnet sein.
• Bislang ist bekannt, dass etwa 500 Fans aus Jena ihre Mannschaft in Degerloch unterstützen werden. Es gibt allerdings noch genügend Restkarten für den Gäste-Stehplatzbereich im GAZI-Stadion. Diese können am Samstag an der Gästekasse 17 und 18 an Tor 5 von 12.45 Uhr an erworben

Offizielle Homepage

Gazi-Stadion wird nicht ausgebaut

Kickers droht ein Lizenzproblem
STUTTGART (ump). Der Fußballdrittligist Stuttgarter Kickers hat gestern mächtig die Werbetrommel gerührt: für seine Spendenaktion „Believe in Blue“, die in der zweiten Auflage gestartet ist. Bereits nach einer Woche sind mehr als 10 000 Euro eingegangen, was auch am Hauptpreis (ein Kleinwagen) liegen mag, der zum letzten Heimspiel des Jahres gegen Burghausen verlost wird.

Zunächst einmal steht morgen (14 Uhr) die Partie gegen Jena an, in der der Trainer Edgar Schmitt auf Marcus Mann (gesperrt) und Alexander Rosen (verletzt) verzichten muss. „Das bereitet mir kein Kopfzerbrechen“, sagt Schmitt selbstbewusst, in Marcel Rapp und Benedikt Deigendesch stehen die Alternativen parat. Fraglich ist Orlando Smeekes, der wegen Oberschenkelproblemen erst gestern ins Training einsteigen konnte und wohl nicht in die Startelf rücken wird.

Auf dem Platz wären also alle Fragen geklärt, dafür tun sich abseits Probleme auf. Nach einem Gespräch mit der Stadt steht inzwischen offiziell fest, dass der etwa sieben Millionen Euro teure Umbau des Gazi-Stadions ausgesetzt wird. „Das soll erst in zwei Jahren geschehen“, sagt der Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum. „Das heißt, dass wir beim Lizenzierungsverfahren – Stand heute – keine geeignete Spielstätte angeben können.“ Im Extremfall würde das bedeuten, dass die Kickers (unabhängig von der sportlichen Situation) keine Lizenz für die Saison 2009/10 bekämen. In einem Gespräch mit den DFB-Verantwortlichen wollen die Kickers nächste Woche abklopfen, inwieweit eine weitere Ausnahmeregelung realistisch ist, wenn alle Sicherheitsstandards garantiert werden.

Wobei die Kickers nicht alleine stehen: auch Emden und Regensburg sollen Probleme mit den Stadionauflagen haben, das Gleiche gilt für den VfB II, der sich mit den Kickers das Stadion teilt. Das Team des Trainers Rainer Adrion spielt bereits heute Abend (19 Uhr) bei Rot-Weiß Erfurt und muss dabei auf die verletzten Schwabe, Rahn, Enderle, Dausch und Hofmann verzichten.

Stuttgarter Zeitung

Gewalt in der dritten Liga: ein Restrisiko bleibt

In der neuen Fußballklasse häufen sich die Zwischenfälle auf den Rängen – Clubs aus dem Osten und dem Westen betroffen

STUTTGART. Morgen erwarten die Stuttgarter Kickers Carl Zeiss Jena. Jenen Club also, der zuletzt wegen Zuschauerausschreitungen vor halbleeren Rängen spielen musste. „Dennoch besteht kein Grund, die Dinge zu dramatisieren“, sagt der Kickers-Manager Cast.

Von Joachim Klumpp

Mitte der zweiten Spielhälfte hatte Ralf Minge vor knapp zwei Wochen seinen großen Auftritt beim Gastspiel im Gazi-Stadion. Der Dresdner Manager verließ die Tribüne, um in Richtung Kurve zu laufen, wo der harte Kern der 2500 Fans am Fangzaun rüttelte. So vehement, dass die Verantwortlichen Angst vor dem Zusammenbruch des Gerüsts hatten – und dass der Schiedsrichter das Spiel abbricht. So weit ist es zum Glück nicht gekommen, auch wenn Minges drastische Worte („Das kotzt mich an“) kaum gewirkt haben.

Morgen (14 Uhr) gastiert in Carl Zeiss Jena nun der nächste Problemclub in Degerloch. Von der Anzahl der Fans wird es zwar keine solche Dimension geben, an der Qualität der Sicherheitsvorkehrungen ändert das jedoch wenig. Dennoch warnt der Kickers-Manager Joachim Cast vor Hysterie: „Man darf das Ganze nicht dramatisieren.“

Cast meint die Zustände in der neuen Liga. Die steht bis jetzt nicht immer nur sportlich in den Schlagzeilen, sondern auch durch Zwischenfälle auf den Rängen (siehe Winkel). Das ist den Verantwortlichen des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) nicht verborgen geblieben. Dennoch gibt sich der DFB ebenfalls betont moderat. „Die dritte Liga hat kein höheres Sicherheitsrisiko als die anderen Ligen auch“, sagte der Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn nach den jüngsten Ausschreitungen. „Gefühlt hat die Zahl der durch Pyrotechnik hervorgerufenen Probleme zwar wohl zugenommen, doch wenn man die Zahlen der Vergangenheit betrachtet, gibt es keine signifikanten Steigerungen.“

Dabei war schon von Anfang an relativ klar, dass die neue bundesweite dritte Liga ein gewisses Gefahrenpotenzial birgt, allein schon durch die Zuschauerbewegungen. Es ist eben ein Unterschied, ob der SV Elversberg nur zwanzig Fans mitbringt – oder Düsseldorf beziehungsweise Dresden 2000. Bayern Münchens Sicherheitschef Alfred Ziegler hatte seine Bedenken im Sommer sogar öffentlich geäußert: „Plötzlich kommen Tausende. Viele werden gewaltbereit sein.“ Weil er damit gezielt die Ostclubs ansprach, gab es von dort zwar große Empörung, im Nachhinein sind Zieglers Aussagen allerdings nicht ganz von der Hand zu weisen.

Gerade der aktuelle Kickers-Gegner aus Jena ist dabei unangenehm auf- und seine Fans sind aus der Rolle gefallen: sowohl im Heimspiel gegen Dresden als auch auswärts in Braunschweig, so dass der Verein nicht nur 12 000 Euro Geldstrafe bezahlen musste, sondern als Wiederholungstäter sein letztes Spiel gegen Paderborn mit abgesperrten Stehrängen austragen musste, so dass nur 2570 Besucher auf der Tribüne saßen.

Allerdings warnt man nicht nur beim DFB davor, die Zwischenfälle einzig und allein mit den Traditionsclubs aus dem Osten in Verbindung zu bringen, davon können auch die Kickers ein Lied singen. Wegen der Becherwürfe von Gästefans im Drittligaderby mussten sie (und auch der Gegner VfB Stuttgart II) gerade 2000 Euro Strafe zahlen. „Wer hätte schon damit gerechnet, dass Fans es schaffen, Becher über einen sechs Meter hohen Zaun zu werfen?“ fragt Cast, der als Clubvertreter auch im DFB-Spielausschuss sitzt.

Doch dem kriminellen Drang einiger Hooligans sind offensichtlich keine Grenzen gesetzt. Auch das Westderby Fortuna Düsseldorf gegen Wuppertaler SV musste eine Viertelstunde lang unterbrochen werden, weil Gästefans Leuchtraketen zündeten – was auch Spahn zu denken gab: „Es ist beunruhigend, wenn es solch herausragende Vorfälle wie in Jena und in Düsseldorf gibt.“ Wobei sich die Beteiligten kooperativ zeigen. „Wir sind mit den Clubs in Kontakt, die Vereine tun in dieser Hinsicht sehr viel – auch wenn ein Restrisiko bleibt“, sagt Spahn. Die Stuttgarter Kickers zum Beispiel hatten nach den letzten Erfahrungen gestern nochmals einen Ortstermin, um eventuelle Mängel zu beheben. Der Andrang aus Jena wird allerdings überschaubar sein. „Wir rechnen mit 500 bis 600 Fans“, sagt Cast, „je nach Wetterlage.“

Der angesagte Wintereinbruch könnte die Partie übrigens eher gefährden als die Fans. Spielausfälle jedenfalls hat es im Fußball immer mehr gegeben als Spielabbrüche.

Stuttgarter Zeitung

Die Ausschreitungen
17. Oktober: Stuttgarter Kickers – VfB Stuttgart II

(Becherwürfe aus dem Gästeblock)

18. Oktober: Carl Zeiss Jena – Dynamo Dresden

(zehn Minuten Unterbrechung nach

Rauchbomben aus dem Gästeblock)

25. Oktober: Eintracht Braunschweig – CZ Jena

(Feuerwerkskörper aus dem Gästeblock)

8. November: SV Sandhausen – Offenbach

(Becherwurf aus dem Gästefanblock,

der SV-Spieler Roberto Pinto wird getroffen)

8. November: Fort. Düsseldorf – Wuppertaler SV

(15 Minuten Unterbrechung nach

Leuchtraketen aus dem Gästeblock)

Stuttgarter Zeitung

Ausbau des GAZI-Stadions wird verschoben – Drittliga-Lizenz für Kickers in Gefahr

Eichelbaum: „Absolutes Horrorszenario“

Das sportliche Geschehen beim Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers vor dem anstehenden Heimspiel an diesem Samstag (GAZI-Stadion, 14 Uhr) gegen den FC Carl Zeiss Jena ist aufgrund einer Hiobsbotschaft seitens der Stadt Stuttgart in den Hintergrund gerückt. Diese hat an diesem Mittwoch gegenüber den Stuttgarter Kickers durch die Sportbürgermeisterin Dr. Susanne Eisenmann schriftlich Stellung zur aktuellen Entwicklung des Umbaus des GAZI-Stadions auf der Waldau genommen. Demnach wird der dortige Umbau „aufgrund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise, die auch erhebliche Auswirkungen auf die Finanzsituation der Landeshauptstadt Stuttgart befürchten lässt“, so Eisenmann, wohl nicht wie bislang geplant – und wie vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) gefordert – noch in dieser Saison vollzogen, sondern aller Voraussicht nach um zwei Jahre verschoben. Durch diese Entscheidung schwebt damit über einer künftigen Drittliga-Lizenz für die Stuttgarter Kickers ein Damoklesschwert. „Für uns bedeutet diese Entscheidung ein absolutes Horrorszenario“, sagt der Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum. Denn: „Den Kickers fehlt dadurch zukünftig eine drittligataugliche Spielstätte.“

„Nach Abstimmung mit dem Gemeinderat sollen in Stuttgart im laufenden Doppelhaushalt 2008/2009 nur die Bauprojekte weiter verfolgt werden, die bereits beschlossen und für die Mittel im städtischen Etat bereits veranschlagt sind. Von dieser Restriktion ist leider auch der Umbau des GAZI-Stadions auf der Waldau für die 3. Liga betroffen“, informierte die Sportbürgermeisterin Dr. Eisenmann in ihrem Schreiben weiter. Jedoch: gerade der Ausbau der Haupttribüne im GAZI-Stadion inklusive der vom DFB geforderten Erweiterung auf bis zu 2000 überdachte Einzelsitzplätze ist eine existenzielle Säule zur Sicherung der Lizenzierung und damit, kurz gesagt, des Spielbetriebs für die Stuttgarter Kickers in der dritten Fußball-Liga.

Diese Lizenzierungsbedingungen sind in der Drittliga-Spielzeit 2009/2010 angesichts der jetzt getroffenen Entscheidung durch die Stadt Stuttgart aber nicht mehr gegeben. „Diese Entscheidung bedeutet für uns ein absolutes Horrorszenario und hat außerdem die unangenehme Folge, dass wir, Stand heute, keine geeignete Spielstätte für die nächste Drittliga-Saison haben“, zeigte sich der Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum von der Hiobsbotschaft geschockt. „Jetzt müssen wir unverzüglich das Gespräch mit dem Deutschen Fußball-Bund suchen, um eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen“, sagte Eichelbaum.

Der DFB hatte zuletzt aber schon mehrfach angekündigt gehabt, in der kommenden Saison keine Ausnahmegenehmigungen mehr erteilen zu wollen. Ein weiterer Schwerpunkt ist außerdem die Erfüllung der Sicherheitsauflagen für die Polizei sowie die Sicherheits- und Rettungsdienste. Immerhin: Nach Absprache mit der Stadt Stuttgart stimmte die Polizei der Durchführung des Spielbetriebs auch in der kommenden Spielsaison unter Sicherheitsgesichtspunkten zu. Das Hauptproblem, der Umbau des GAZI-Stadions, ist für die Stuttgarter Kickers aber dadurch nicht gelöst.

Offizielle Homepage

Kicker: Cast sieht Aufwärtstrend

Stuttg. Kickers: Drei wichtige Heimspiele

Bei den Kickers hat sich die Lage etwas entspannt. Nach 15 Wochen am Tabellenende ist das Team endlich die rote Laterne los und zumindest einen Platz nach oben gerutscht. „Auch wenn es nur eine Momentaufnahme ist, aber vom psychologischen Aspekt her ist es wichtig, vom letzten Platz weggekommen zu sein“, sagt Manager Joachim Cast: „Damit ist nun auch in der Tabelle erkennbar, dass es bei uns aufwärtsgeht.“

Jetzt hoffen die Kickers, bis zur Winterpause über den Strich zu kommen. Bis dahin sind es noch fünf Spiele, davon drei Heimpartien gegen Mannschaften aus dem Tabellenumfeld. „Gegen diese direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib müssen wir punkten“, betont Cast. Als nächstes geht es gegen den Tabellen-16. Jena. „Mit einem Sieg wollen wir Jena vollends in den Abstiegskampf mit reinreißen“, kündigt der Manager an.

Allerdings müssen die Kickers gerade jetzt auf zwei Schlüsselspieler verzichten. Kapitän Alexander Rosen fällt mindestens zwei Wochen verletzt aus, und Abwehrchef Marcus Mann ist für zwei Spiele gesperrt. „Das ist natürlich bitter, zumal wir keinen üppig ausgestatteten Kader haben“, sagt Cast, ist aber zuversichtlich: „Jetzt sind eben die anderen gefordert, und da muss uns überhaupt nicht bange sein.“

Beate Wockenfuss

Kicker

Presse zum Fehlen von Rosen und Mann

Jeweils zwei Wochen Pause

Rosen und Mann fehlen den Kickers
STUTTGART (ump). Zum Wochenende hin ist der erste Wintereinbruch vorhergesagt, kein gutes Zeichen für die geplante Fußball-Drittligapartie der Stuttgarter Kickers in Degerloch gegen Jena, die zudem wieder erhöhte Sicherheitsvorkehrungen erfordert. Inzwischen haben die Kickers zunächst einmal die Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro für die Becherwürfe aus dem Gästeblock im Derby gegen den VfB Stuttgart II akzeptiert.

Verzichten müssen die Kickers vorläufig auf ihren Kapitän Alexander Rosen, der sich in Braunschweig einen Muskelfaserriss in der Kniekehle sowie eine Sehnenentzündung zugezogen hat – und nun voraussichtlich zwei Wochen ausfallen wird. So lange fehlt definitiv Marcus Mann, der Verteidiger allerdings wegen einer Sperre nach seiner Roten Karte.

Eine feste Größe im Kickers-Spiel ist inzwischen der Torhüter Manuel Salz, dessen Kontrakt zum Saisonende ausläuft und den (nicht nur) der neue Trainer Edgar Schmitt gerne behalten würde. „Wir werden in der Winterpause in Ruhe darüber sprechen“, sagt der Manager Joachim Cast. Zeit dazu bleibt, nachdem der Verein kein Trainingslager im Süden eingeplant hat, falls sich nicht noch ein externer Sponsor findet. „Wir hatten in den vergangenen beiden Jahren hier in Degerloch genauso gute Voraussetzungen“, sagt der Manager. Hoffentlich ist das auch am Samstag gegen Carl Zeiss Jena der Fall.

Stuttgarter Zeitung

Muskelfaserriss: Rosen fällt aus

Mann zwei Spiele gesperrt

Stuttgart (dip) – Es sah schon nicht gut aus, als Alexander Rosen am Samstag in Braunschweig nach 26 Minuten vom Platz musste – am Montag gab es dann die Diagnose. Der Spielführer von Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers fällt wegen eines Muskelfaserrisses in der Kniekehle zwei bis drei Wochen aus und fehlt damit in den wichtigen nächsten Spielen gegen Jena und in Aalen. „Das ist natürlich bitter, da wir einen kleinen Kader haben“, sagte Kickers-Trainer Edgar Schmitt, „aber es nützt ja nichts: Wir müssen diesen Ausfall kompensieren.“

Und nicht nur den. Seit Montag steht auch fest: Marcus Mann muss ebenfalls zwei Spiele zuschauen. Der Abwehrspieler wurde nach seiner Roten Karte wegen einer Notbremse vom Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gesperrt.

Das Gremium des DFB ist auch in anderer Sache konkret geworden: Wegen der Vorfälle im Derby der Kickers gegen den VfB Stuttgart II müssen beide Clubs eine Strafe in Höhe von 2000 Euro zahlen, die sowohl die Blauen als auch die Roten akzeptiert haben. Während der Partie am 17. Oktober (4:4) war im VfB-Fanblock Rauchpulver gezündet worden. Darüber hinaus wurden mehrere leere Plastikbecher auf das Spielfeld geworfen, was zu zwei Spielunterbrechungen geführt hatte.

Stuttgarter Nachrichten

Marcus Mann für zwei Spiele gesperrt

Kickers-Abwehrspieler Marcus Mann wurde vom Kontrollausschuss des DFB wegen seines unsportlichen Verhaltens mit einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen belegt.
Der 24-jährige brachte in der Partie bei Eintracht Braunschweig am vergangenen Wochenende in der 81. Minute seinen Gegenspieler durch Trikothalten zu Fall und verhinderte damit eine offensichtliche Torchance. Die Sperre von zwei Meisterschaftsspielen entspricht der ständigen Rechtsprechung des DFB-Sportgerichtes in derartigen Fällen (Notbremse ohne anschließenden Torerfolg).

Offizielle Homepage

Presse zu Eintracht Braunschweig – Stuttgarter Kickers (1:1)

Die Blauen geben rote Laterne ab

Leistungssteigerung beim 1:1 in Braunschweig nach der Pause – Marcus Mann fliegt vom Platz

STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers warten nach dem 1:1 (1:1) bei Eintracht Braunschweig in der dritten Liga weiter auf den ersten Auswärtssieg. „Ich betrachte das Ergebnis aufgrund der ersten Hälfte aber als Punktgewinn“, sagte der Manager Joachim Cast.

Von Joachim Klumpp

Am Ende herrschte fast so etwas wie verkehrte Welt im Stadion an der Hamburger Straße. In der letzten Minute der Nachspielzeit setzte Braunschweigs Kingsley Onuegbu den Ball freistehend neben das Kickers-Gehäuse, vergab somit das Siegtor – und sein Trainer atmete dennoch auf: „Gott sei Dank“, sagte Torsten Lieberknecht, „das hätte einen faden Beigeschmack gehabt.“

Denn zuvor profitierten die Gastgeber davon, dass die Stuttgarter Kickers das Spielgerät wegen einer Verletzung ins Seitenaus geschossen hatten und danach mit dem Ballbesitz rechneten. Von wegen. Somit gewann Braunschweig weder einen Fairnesspreis noch das Spiel, wobei das nicht unverdient gewesen wäre – zumindest aufgrund der klaren Chancen vor der Pause, als Unvermögen, die Latte oder Torwart Manuel Salz die Kickers vor einem höheren Rückstand bewahrten, ehe Jens Härter kurz vor der Halbzeit überraschend den Ausgleich markierte.

„Da haben wir sicher in einigen Situationen das Glück des Tüchtigen gehabt“, sagte der Manager Joachim Cast, „aber aufgrund der zweiten Hälfte hat sich die Mannschaft den Punkt verdient, die letzten 20 Minuten war Braunschweig stehend k. o.“

So blieben am Ende zwei Hiobsbotschaften: zum einen die Verletzung des Kapitäns Alexander Rosen, der bereits Mitte der ersten Hälfte mit einer Sehnenreizung in der Kniekehle ausgewechselt werden musste sowie die Rote Karte gegen den Abwehrchef Marcus Mann, der mit seiner Notbremse (80.) möglicherweise ein 1:2 verhindert hat. Und dafür Rückendeckung vom Trainer erhielt: „Kein Vorwurf.“ Im Gegenteil. „Er hat sich damit in den Dienst der Mannschaft gestellt“, sagte Edgar Schmitt, auch wenn die Sperre (zwei bis drei Spiele) sportlich schmerzt. Zumal Rosen möglicherweise am nächsten Samstag ebenfalls ausfällt, „was ich befürchte“, so Schmitt. „Aber Benedikt Deigendesch hat im zentralen Mittelfeld eine starke Partie gemacht“, lobte der Trainer den Ersatzmann.

Schmitt will nun „in die Mannschaft reinhören“, um das Training exakt zu dosieren, „da wir doch einige junge Spieler haben.“ Bis zur Winterpause sollen dennoch 17, 18 Punkte her – mindestens. „Wir wollen in Tuchfühlung zum Fünftletzten bleiben“, betont der Trainer, und der Manager fügt hinzu: „Je mehr Mannschaften in den Abstiegskampf verwickelt sind, desto besser.“

In dieser Hinsicht zumindest brauchen sich die Kickers derzeit nicht allzu viele Sorgen machen. Es geht hinten eng zu. Nachdem von den bis Rang zwölf vor den Kickers platzierten Mannschaften (außer Burghausen) keine gewonnen hat, haben die Blauen zumindest die rote Laterne an Werder Bremen II abgegeben. „Wir steigern uns sukzessive“, sagt Schmitt, auch wenn sich das bisher meist in Unentschieden (bei einem Sieg und einer Niederlage) niederschlägt.

Deshalb werden gegen Jena, Bremen und Burghausen bis Weihnachten zumindest noch Heimsiege angestrebt, um im Gegenzug die Partie beim Spitzenreiter Paderborn und auch das nächste Auswärtsspiel in Aalen ruhiger angehen zu können. Das wirft jetzt schon seine Schatten voraus, nicht nur weil Jürgen Kohler sein Traineramt aufgegeben hat. Sein Vorgänger Edgar Schmitt weiß: „Das ist kein ganz normales Spiel, aber es ist jetzt auch nicht so, dass ich nur diesem Spiel entgegenfiebere.“ Schließlich steht erst einmal Jena auf dem Programm.

Braunschweig: Fejzic – Fuchs (78. Aydemir), Nastase, Dogan, Reichel – Danneberg (19. Banser), Washausen, Lenze, Kruppke – Onuegbu, Schied (66. Yildirim).

Stuttgarter Kickers: Salz – Reiß, Mann, Ortlieb, Härter – Rosen (26. Deigendesch), Kettemann (46. Landeka), Gambo – Traut, Vaccaro, Smeekes (57. Schürg).

Stuttgarter Zeitung

Freud und Leid bei den Kickers

Blaue geben nach 1:1 in Braunschweig Rote Laterne ab – Platzverweis für Mann, Rosen gibt verletzt auf

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers haben die Rote Laterne in der dritten Fußball-Liga an Werder Bremen II abgegeben: Nach dem 1:1 bei Eintracht Braunschweig sind die Blauen Vorletzter, doch Trainer Edgar Schmitt kann sich darüber nicht so richtig freuen.

VON JÜRGEN KEMMNER

Die kleine Tochter schaut am Sonntagmorgen die „Sendung mit der Maus“, Edgar Schmitt sieht sich die Sendung mit den Kickers an. Spielanalyse des 1:1 bei Eintracht Braunschweig – statt erfrischender Duschen noch einmal ein Wechselbad der Gefühle. Der 45-Jährige freut sich über den verdienten Punkt und die Tatsache, nicht mehr Schlusslicht zu sein. Doch auch der Verdruss über die Rote Karte für Innenverteidiger Marcus Mann und die höchst mäßige Abwehrleistung in der ersten Hälfte kocht wieder im Kickers-Coach hoch. „Das 1:1 ist ein gerechtes Ergebnis“, betont Schmitt, „jetzt müssen wir gegen Jena am nächsten Samstag nachlegen.“

Zunächst einmal das Positive. Der ausgezeichnete Torhüter Manuel Salz verhinderte ein zweites Eintracht-Tor, Jens Härter zeichnete sich als Torschütze aus und bot auf seiner Seite eine solide Leistung. Nach der Pause, als Braunschweigs Druck nachließ, erarbeiteten sich die Blauen einige Chancen, wenngleich die Durchschlagskraft fehlte. Mehr als ein Treffer war nicht drin. „Nach der Umstellung auf 4-4-2 standen wir insgesamt besser“, sagt Schmitt.

Aber es gab auch erhebliche Mängel. Besonders in der Defensive, und vor allem in den ersten 45 Minuten. Eine Ursache: Orlando Smeekes ist nicht gerade der Mann, der als gutes Vorbild für das Defensivverhalten eines Offensivspielers dient. Härter war auf der linken Seite zu oft allein, die Eintracht über diese Seite stets gefährlich. Das wirkte sich auf die Sicherheit der gesamten Abwehr aus – Braunschweig hätte locker mit drei Toren Unterschied führen können, wenn nicht Salz wieder einen glänzenden Arbeitstag erwischt hätte.

Die Stabilität der Abwehr ist ein Dauerthema unter Schmitt – sie wird es bleiben. In Braunschweig sah Mann wegen einer Notbremse Rot. „Kein Vorwurf, er hat sich mit diesem Foul für die Mannschaft geopfert“, sagt Schmitt, der mit zwei Spielen Sperre rechnet. Womöglich fehlt auch Alexander Rosen – er war mit Knieproblemen ins Spiel gegangen, nach 26 Minuten ging“s nicht mehr. Der Kapitän musste von Bord. Am heutigen Montag wird er untersucht. Innenverteidiger Mann und Rosen als Abräumer vor der Abwehr – zwei wichtige Akteure in der Zwangspause. Schmitt spielt die Brisanz herunter: „Wir definieren uns als Team, es geht nicht um Einzelspieler.“ Marcel Rapp und Benedikt Deigendesch hätten bewiesen, dass sie die Positionen ebenso ausfüllen können. Schmitt macht Mut. „Wir müssen vor Jena deshalb keine Angst haben“, sagt er. Schaden kann eine Extraportion Selbstvertrauen jedenfalls nicht.

Stuttgarter Nachrichten

Die „Blauen“ sind die Rote Laterne los

Stuttgarter Kickers holen in Braunschweig ein 1:1 – Mann sieht Rot

Braunschweig (hk) – Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers hat wieder einen kleinen Schritt nach oben gemacht. Mit dem 1:1 (1:1) bei Eintracht Braunschweig haben sich die „Blauen“ vom letzten auf den vorletzten Tabellenplatz verbessert.

Kickers-Trainer Edgar Schmitt sieht die Mannschaft auf einem guten Weg. „Wenn wir so weitermachen, sind wir irgendwann Viertletzter, steigen nicht ab, und alle sind glücklich“, meinte er nach dem Punktgewinn. Manager Joachim Cast äußerte sich etwas vorsichtiger. „Der Tabellenstand ist nur eine Momentaufnahme und spielt keine Rolle. Abgerechnet wird zum Schluss.“ Allerdings sieht auch der Manager Forschritte gerade im Offensivspiel. „Und wir punkten wieder“, nennt er den wohl wichtigsten Aspekt. „Wir sind auf Tuchfühlung zu den Nichtabstiegsplätzen.“In der Anfangsphase sahen sich die Kickers einer Braunschweiger Mannschaft gegenüber, die gehörig Druck machte. Und schon nach acht Minuten ging die Eintracht durch Marcel Schied in Führung. Die Kickers-Abwehr war alles andere als sicher, „die Abstimmung hat nicht gepasst“, kritisierte Cast. Die Kickers durften sich bei Torwart Manuel Salz bedanken, dass die Eintracht kein zweites Mal traf. Fünf Minuten vor der Pause fiel der Ausgleich: Nach einem Eckball traf Jens Härter zum 1:1. Nach dem Wechsel bekamen die „Blauen“ das Spiel gegen die konditionell nachlassenden Braunschweiger besser in den Griff. In der 81. Minute sah Kickers-Abwehrspieler Marcus Mann nach einer Notbremse Rot. „Er hat sich für die Mannschaft geopfert“, sagte Cast. Stuttgarter Kickers: Salz – Reiß, Mann, Ortlieb, Härter – Traut, Rosen (26. Deigendesch), Gambo, Kettemann (46. Landeka) – Vaccaro, Smeekes (57. Schürg)

Eßlinger Zeitung

„Löwen“ erneut sieglos
3. Fußball-Liga: Eintracht spielt nur 1:1 gegen die Stuttgarter Kickers

Braunschweig. Auch im fünften Spiel hintereinander gelang es den Drittliga-Fußballern von Eintracht nicht drei Punkte einzufahren. Gegen die Stuttgarter Kickers spielten die „Löwen“ gestern lediglich 1:1, nachdem sie allein in der ersten Hälfte mehr als ein Dutzend gute Torchancen ungenutzt ließen.

Mit Jan Washausen, Benjamin Fuchs, Dennis Kruppke, Valentin Nastase und Kingsley Onuegbu bot Trainer Torsten Lieberknecht gleich fünf neue Spieler in der Startformation auf.
Eintracht agierte von Beginn an druckvoll und kam nach drei Minuten durch Kruppke zur ersten Torchance. Nur kurze Zeit später dann bereits die Braunschweiger Führung. Erneut setzte sich Kruppke gut durch, passte in die Mitte zu Marcel Schied, der aus kurzer Distanz seinen vierten Saisontreffer erzielen konnte. Auch danach blieben die Hausherren gefährlich, zweimal scheiterte Christian Lenze (15./16.), bevor die Kickers durch Rosens Heber (19.) zu ihrer ersten Torchance kamen.
Anschließend war wieder Schied (21.) an der Reihe, doch sein Heber landete in den Armen von Kickers-Keeper Salz. Im Gegenzug setzte sich Smeekes eindrucksvoll gegen die Eintracht-Abwehr durch, verzog im Abschluss jedoch. Auch danach sorgte der Niederländer weiter für Gefahr, doch Jasmin Fejzic zeigte sich beim Schuss von Smeekes auf dem Posten(27.).
Kurz darauf die beste Gelegenheit zum zweiten Tor. Erst köpfte Onuegbu eine Kruppke-Flanke gegen die Latte, während Washausen den Abpraller weit übers Tor jagte (33.). Nur kurz danach lief Schied frei auf das Kickers-Tor zu, zeigte sich jedoch im Abschluss zu eigensinnig und verzog, anstatt den freistehenden Onuegbu zu bedienen(37.). Eintrachts fahrlässige Chancenverwertung rächte sich schließlich kurz vor der Pause, als Härter nach einer Ecke zum 1:1 traf (40.).
Zu Beginn der zweiten Hälfte kam Eintracht schlechter als zuvor ins Spiel. Onuegbu (55.), Banser (58.) und Washausen (59./Kopfball) vergaben die mehr oder weniger gut herausgespielten Möglichkeiten, während Fejzic gegen Traut auf dem Posten war (72.).
Hektisch dann nochmal die Schlussphase. Zunächst sah Mann nach einer Notbremse gegen Onuegbu Rot (81.), Lenze konnte die gute Freistoßposition jedoch nicht nutzen. In der Nachspielzeit passte Aydemir den Ball nach einer verletzungsbedingten Unterbrechung nicht zu den Stuttgartern zurück, sondern bediente Onuegbu, der völlig freistehend am Tor vorbeizielte.
Enttäuscht verließen die Eintracht-Spieler nach dem Abpfiff den Rasen.

Neue Braunschweiger

Eintracht verschleudert Chancen im Minutentakt

Fußball-Drittligist kann Negativserie nicht stoppen – 1:1 gegen Stuttgarter Kickers
Von Thomas Fröhlich

BRAUNSCHWEIG. Eintracht Braunschweig hat die große Chance vergeben, die Negativserie in der 3. Fußballliga zu beenden. Gegen die Stuttgarter Kickers kam die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht jedoch über ein 1:1 (1:1) nicht hinaus.

Es war die fünfte Partie in Folge – davon drei Heimspiele – ohne Sieg für Eintracht. „Wir sind sehr enttäuscht, dass es nichts mit drei Punkten geworden ist. Dabei haben wir in der ersten Hälfte Chancen im Minutentakt gehabt“, stellte Lieberknecht nach der Begegnung fest.

Allerdings überboten sich die Eintracht-Spieler bei einem Dutzend klarer Möglichkeiten an Harmlosigkeit vor dem Kickers-Tor. Lediglich Marcel Schied (9.) traf vor 11 450 Zuschauern gegen die defensiv ungeordnet auftretenden Gäste.

Dennis Kruppke (3./36.), Kingsley Onuegbu (9./31. Kopfball an die Torlatte), Christian Lenze (16.) Jan Washausen (32.) und Schied (20./38.) scheiterten jeweils. „Wir müssen das zweite, dritte und vierte Tor machen. Wir hatten Chancen für zwei Spiele“, sagte Schied, der seinen vierten Punktspieltreffer für Eintracht markierte.

„Wir haben in der ersten Hälfte sehr unorganisiert gespielt. Braunschweig hat mit viel Kraft agiert, aber insgesamt zu unruhig, deshalb wurden die Chancen auch nicht genutzt“, analysierte Gästetrainer Edgar Schmitt. Seine Mannschaft hatte vor dem Wechsel lediglich bei zwei Tempoläufen von Orlando Smeekes (23./28.) Gefahr ausgestrahlt. Umso überraschender kamen die Gäste noch vor der Pause zum Ausgleich. Jens Härter erzielte im Anschluss an die erste Kickers-Ecke das 1:1 im Nachschuss.

„Wir haben uns schließlich in Not gebracht mit dem Ballgeschiebe, das vor dem Ausgleich zur Ecke für die Kickers führt. Wir haben uns damit selbst um den Lohn gebracht“, ärgerte sich Lieberknecht über die Nachlässigkeiten seiner Verteidiger. Fuchs, Dogan, Nastase und Reichel hatten verpasst, energisch zu klären. Anstatt deutlich zu führen, ging Eintracht mit dem 1:1 in die Kabine.

Nach der Pause verflachte die Partie zusehends. Das lag vor allem daran, dass Eintracht nicht mehr in der Lage war, das hohe Tempo der ersten Hälfte aufrecht zu erhalten. Zudem spielten die Stuttgarter nun in der Defensive weitaus energischer und konzentrierter, so dass Eintracht nur noch zu Chancen durch Onuegbu (53.) und Washausen (59.) kam.

„Wir konnten den Druck nicht mehr so ausüben wie in der ersten Hälfte“, stellte Schied fest, der mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt wurde.

In der Schlussphase – Stuttgart spielte nach dem Platzverweis (81.) von Marcus Mann in Unterzahl – fehlte Eintracht die Kraft, um die Entscheidung noch zu erzwingen. „Einige bei uns waren stehen K.o.“, beschrieb Lieberknecht. Die Gründe dafür sah der Eintracht-Trainer darin, dass mehrere seiner Spieler erst kürzlich ihre Verletzungen auskuriert hatten. Und doch wäre fast noch der Siegtreffer gelungen. Onuegbu schoss nach einem Missverständnis – Stuttgart erwartet nach einer Unterbrechung den Ball nach einem Einwurf zurück – knapp am Tor vorbei.

Braunschweiger Zeitung