StN: Gazistadion: Sanierung verschoben

Die Sanierung des Gazistadions in Degerloch wird teurer als geplant. Um die Auflagen des Deutschen Fußballbundes (DFB) zu erfüllen, ging man bisher von 5,4 Millionen Euro aus. Doch die Investitionen könnten sieben Millionen Euro erreichen. Deshalb will die Stadt den Umbau verschieben.

VON FRANK ROTHFUSS

Im Doppelhaushalt 2008/2009 war die Sanierung ohnehin nicht vorgesehen, und als die Stadträte im Juli von der Verwaltung über die vorgesehene Modernisierung informiert wurden, ahnte noch niemand, dass eine Finanzkrise heraufdämmerte. Die 5,4 Millionen Euro schienen damals vorhanden, um die Auflagen des DFB zu erfüllen: 12 000 Zuschauerplätze, neue Technik und Sicherheitsbereiche wurden gefordert, damit die Stuttgarter Kickers und der VfB II in der dritten Liga weiter im Gazistadion spielen dürfen. Doch man baute beim Beschluss bereits eine Bremse ein. Sollten die Kosten steigen, wollte man nochmals debattieren.

Dies scheint nun nötig zu werden. Die Architekten und Vertreter des Hochbauamts haben inzwischen die Tribüne genauer untersucht. „Dabei ergab sich ein Mehrbedarf von einer Million bis 1,5 Millionen Euro“, sagt Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann. Man werde dies nun detailliert ausarbeiten und dem Gemeinderat empfehlen, „den Ausbau zu vertagen“. Die Sanierung stehe nicht im Haushalt, angesichts der unklaren Finanzlage sei es unmöglich, Projekte zu verwirklichen, die dort nicht verankert seien. Sie plädiere dafür, die Entscheidung bis zum Sommer 2009 zu verschieben. „Dann können wir die Folgen der Krise besser abschätzen.“ Allerdings droht den Kickers und dem VfB II dadurch der Verlust ihrer Spielstätte. Denn bis zur neuen Saison müssten eigentlich die Auflagen des DFB erfüllt sein. „Wir werden das Gespräch suchen“, sagt Susanne Eisenmann, „und uns für eine Übergangsregel starkmachen.“ Und so das Provisorium auf Dauer festschreiben?

„Wir sind in höchstem Maße an der Sanierung interessiert“, sagt sie. Ein Neubau der Haupttribüne sei allerdings weiter keine Option, obwohl mit der Teuerung nun fast sieben Millionen Euro für eine Sanierung anfallen. Just jene Summe, die noch im Juli für einen Neubau reichen sollte. „Wir haben momentan durch die Verteuerung der Rohstoffe eine immense Steigerung der Baupreise“, sagt Eisenmann.

Bei der Polizei beugt man schon vor. Polizeisprecher Stefan Keilbach sagt: „Wir haben Verständnis für die Entscheidung. Aber ein Provisorium kann keine Lösung sein.“ Die Beamten gehen ihrer Arbeit derzeit in Containern nach „und sind entsprechender Belastung durch Lärm und Hitze ausgesetzt“. Hier müsse etwas getan werden. Dies hat auch die Stadt vernommen. „Die Polizei ist für uns ein wichtiger Partner“, so Eisenmann, „wir werden alles tun, was den Ablauf der Arbeit für die Beamten erleichtert.“

Stuttgarter Nachrichten

Presse zu Stuttgarter Kickers II – SGV Freiberg (1:1)

„Unser Ziel bleibt es aber weiter, am Saisonende unter den ersten fünf zu landen.“ Von diesem Saisonziel ist sein Trainerkollege vom SGV Freiberg, Marcus Wenninger, weit entfernt. Im Moment hat er auch ganz andere Probleme zu beklagen – die Disziplinlosigkeit seiner Mannschaft zum Beispiel. Freiberg musste gestern bei den Stuttgarter Kickers II in der 83. Minute das 1:1 durch Marcel Ivanusa hinnehmen. Doch viel schlimmer als das Gegentor war für Wenninger noch die Tatsache, dass, als der Schiedsrichter die Partie abpfiff, nur noch acht Freiberger Spieler auf dem Platz standen. Panagiotis Deligiannidis (86.) und der Torhüter Sven Burkhardt (35.) sahen wegen unsportlichen Verhaltens jeweils die Rote Karte. Gelb-Rot bekam zudem Predrag Sarajlic (70.) gezeigt. Die 1:0-Führung von Marco Grüttner geriet da fast in Vergessenheit.

Stuttgarter Zeitung

Acht Freiberger retten Remis bei den Kickers

Stuttgart – In einem verrückten Spiel der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg retteten gestern acht auf dem Feld verbliebene Freiberger ein 1:1 (0:1) bei den Stuttgarter Kickers II.

Nach der schnellen 1:0-Führung in der 7. Minute durch Marco Grüttner schien der SGV einem Sieg entgegenzusteuern, bis das unsichere Schiedrichter-Gespann mit zwei roten und einer gelb-roten Karte den Rhythmus störte.
Nach Grüttners Treffer, der von Kapitän Sarajlic sehr gut vorbereitet wurde, übernahmen die Gäste das Kommando und brachten mit schnellen Kontern das Kickers-Gehäuse immer wieder in Gefahr.
In der 35. Minute kassierte SGV-Torsteher Sven Burkhardt offenbar wegen Nachtretens einen Platzverweis, sodass Trainer Marcus Wenninger Markus Brasch ins Tor stellen musste.
Nach Wiederanpfiff ließen die jetzt etwas defensiveren Gäste den Platzherren nicht viel zu. Ja man besaß durch Marius Müller nach herrlichem Alleingang sogar eine Großchance zum 0:2, die jedoch von Torwart Huber reaktionsschnell vereitelt wurde.
In der 70. Minute folgte der nächste Schock, als auch Sarajlic nach Handspiel im Mittelfeld mit der gelb-roten Karte vom Feld musste. Nun wechselte Wenninger für Grüttner den Abwehrspieler Andreas Schwintjes ein, um die Abwehr zu verstärken.
Die Kräfte der Freiberger begannen allmählich zu schwinden, aber sie gaben keinen Meter Boden preis. Nicht zu verhindern allerdings in der 83. Minute der Ausgleich zum 1:1. Als die überforderte SGV-Abwehr den Ball nicht aus dem Gefahrenbereich brachte, zog Marcel Ivanusa sofort ab. Mit Kampfgeist rettete der SGV einen wertvollen Punkt.
SGV Freiberg: Burkhardt – Salopek, Lukic, Grimmer, Sarajlic – Schreiber, Deligiannidis, Zangl, Müller (87. Rugovaj) – Grüttner (74. Schwintjes), Schurichin (35. Brasch).
Tore: 0:1 Marco Grüttner (7. Min.), 1:1 Marcel Ivanusa (83.). – Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Müllheim). – Gelb-Rot: Sarajlic (80.). – Rote Karte: Burkhardt (35.), Deligiannidis (86.).

Ludwigsburger Kreiszeitung

Kickers weiter auf gutem Weg – 1:1 in Braunschweig

Mit einem 1:1 (1:1) Unentschieden bei Eintracht Braunschweig haben die Stuttgarter Kickers die Rote Laterne in der 3. Liga abgegeben. Die Kickers bleiben damit im fünften Spiel in Folge ohne Niederlage.

Vor 11.450 Zuschauern vergab der Gastgeber in der ersten Hälfte nach der frühen Führung durch Marcel Schied in der achten Minute zahlreiche weitere Tormöglichkeiten. Diese Fahrlässigkeit rächte sich, als Jens Härter in der 40. Spielminute nach einem Eckball zum Ausgleich einschoß.

In der zweiten Hälfte bekamen die Gäste das Spiel in den Griff und konten die Überlegenheit der Braunschweiger egalisieren. Den Punkt dürften sich die Blauen dank einer erneut starken kämpferischen Vorstellung verdient haben. In den nächsten Spielen wird Marcus Mann fehlen, er sah in der 81. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte.

Durch die zeitgleiche Niederlage von Werder Bremen II in Aalen haben sich die Kickers damit auf den vorletzten Tabellenplatz geschoben. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz wurde auf einen Punkt dezimiert. Am nächsten Wochenende erwarten die Blauen den Tabellensechsten Carl-Zeiss Jena. Mit einem Sieg der blauen können die Kickers den Sprung auf die Nichtabstiegsplätze schaffen.

Vorberichte SGV Freiberg – Stuttgarter Kickers II

SGV-Serie bei den Kickers soll fortgesetzt werden

Freiberg – Viel vorgenommen haben sich die Fußballer des SGV Freiberg morgen um 14 Uhr im Auswärtsspiel der Oberliga Baden-Württemberg bei der zweiten Mannschaft der Stuttgarter Kickers.

„Meine Mannschaft kann weitaus mehr, als sie gegen Au gezeigt hat und das wird sie auch beweisen“, teilte SGV-Coach Marcus Wenninger mit.

Auf Rang 7 stehen die Freiberger weiterhin im oberen Tabellendrittel und mit einem Dreier in Stuttgart würde man diese Position sogar noch festigen. Unterstützt wird diese Hoffnung durch die Tatsache, dass sich der SGV zuletzt bei den Kickers meist sehr gut verkauft hat und aus den vergangenen drei Spielen alle neun Punkte entführen konnte.
Allerdings wird es morgen nicht leicht, denn die Youngster-Truppe von Kickers-Coach Björn Hinck ist heuer wesentlich besser in die Runde gestartet als in der Vergangenheit. Verstärkt wurde die Offensive, in der die Tunjic-Brüder Mijo und auch Antonio, der schon ein kurzes Gastspiel beim SGV gab, zu beachten sind.
Stärkste Waffe der „kleinen Blauen“ ist jedoch das laufstarke Mittelfeld, dem die Spielfreude nur mit harter Manndeckung zu nehmen ist.
Da das SGV-Team gestern Abend noch das Abschlusstraining absolvierte und einige Spieler über leichte Blessuren klagten, wollte Wenninger seinen Spielerkader noch nicht benennen. Sicher ist aber, dass er ihn auf 20 Akteure reduzieren wird und deshalb einige Spieler in der zweiten Mannschaft spielen werden.
Zum morgigen Auswärtsspiel organisiert der SGV-Freundeskreis diesmal einen privaten Pkw-Fahrdienst. Zuschauer, die mit eigenem Auto zu diesem Spiel fahren, sollten deshalb zuvor bei den Parkplätzen der Stadiongaststätte am Wasen vorbei kommen (Treffpunkt 12.30).
Das SGV-Aufgebot: Burkhardt, Brasch; Bartholamä, Rizzo, Hecimovic, Salopek, Jaksche, Franzen, Lukic, Schreiber, Pribyl, Deligiannidis, Rugovaj, Klapsia, Schwintjes, Müller, Grimmer, Zangl, Grüttner, Rahmanovic, Sarajlic, Schurichin.

Ludwigsburger Kreiszeitung

„Euro-Eddy“ trainiert die Kickers

Er ist in der Bundesliga schon an der Seite von Andy Möller bei Eintracht Frankfurt und „Icke“ Hässler beim KSC auf Torejagd gegangen. Und in dem legendären Uefa-Cup-Spiel des KSC gegen Valencia anno 1993 hat er gleich vier Treffer zum 7:0-Kantersieg beigesteuert. Ein Sieg, der ihm den Spitznamen „Euro-Eddy“ eingebracht hat. Edgar Schmitt kam erst mit 28 Jahren zu seinem ersten Bundesligaeinsatz, 1991 für die Eintracht Frankfurt. Nach Stationen beim FC Bitburg, dem FSV Salmrohr, dem 1. FC Saarbrücken und Eintracht Trier schaffte der Stürmer den Sprung in den Profifußball. Zwei Jahre später ging er zum KSC an, wo er seine größten Erfolge hatte. Danach kickte er noch zwei Jahre bei Fortuna Köln.

Nun ist Euro-Eddy alias Edgar Schmitt Trainer der Stuttgarter Kickers und versucht den Stürmern etwas von seinem Torriecher-Instinkt zu vermitteln. Den haben die Spieler auch dringend nötig, denn die „Blauen“ dümpeln derzeit im Tabellenkeller der Dritten Liga. Gut sieben Wochen ist der 45-jährige Fußballlehrer auf Degerlochs Höhen im Amt. Mit Co-Trainer Rainer Kraft versucht er den 20-köpfigen Spielerkader wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. „Wir müssen aus der Ordnung schnell nach vorne spielen, dann werden wir erfolgreich sein“, macht er sich und seinen Jungs Mut, die Krise zu bewältigen. In den ersten sechs Spielen unter seiner Regie schafften die „Blauen“ fünf Unentschieden (!), das kuriose Derby gegen den „kleinen“ VfB wird dabei noch lange in Erinnerung bleiben. Nach 0:3- und 1:4-Rückstand schafften die Kickers noch das Unmögliche, schossen drei Tore, zwei davon in den letzten beiden Minuten! Und das Remis war perfekt.

Trotz herben Rückschlägen wie etwa dem 0:4 in Offenbach, als die Kickers lange gut mitspielten und erst in den letzten 20 Minuten einbrachen, stimmt die Moral in der Truppe. „Die Jungs sind gut drauf und ziehen beim Training voll mit“, bekräftigt Schmitt. Und das ist gar nicht selbstverständlich, denn Euro-Eddy hat das Training mächtig angezogen. Wenn keine englische Woche ansteht, wird acht bis zehn Mal 90 bis 120 Minuten pro Woche trainiert. Sein Motto lautet: „Hartes Training ist die beste Prophylaxe gegen Verletzungen.“Wahrlich kein Zuckerschlecken!

Schmitt ist ein eifriger Verfechter des offensiven Fußballs. Die englische Schule hat es ihm angetan, Vorbilder sind für ihn Teams wie Liverpool oder Arsenal London. „Ich bin nicht für ein taktisches Rumgeschiebe“, erklärt der 45-Jährige, „Fußball muss in eine Richtung gehen.“ Und die heißt „nach vorne“. Schließlich will der Zuschauer „ein gutes Spiel sehen“ das sei er „den Fans schuldig“. Der viertletzte Platz am Ende der Saison, so Schmitt, wäre eine ganz tolle Sache. Der erste Nichtabstiegsplatz wäre für den Verein eine Basis, um weiter zu machen. „Überlebensnotwendig“, meint er, „für einen Club mit dieser großen Tradition.“

Wichtig ist für ihn dabei der Fokus auf die eigene Jugend und die zweite Mannschaft: „Da sind sehr gute Jungs und Talente dabei.“ Um den Nachwuchs an die Erste heranzuführen, führt er jetzt auch ein gemeinsames Training ein: „Da kann ich am besten sichten, wer sich für die Profi-Mannschaft empfiehlt.“ Trotz aller Talente, um ein oder zwei Verstärkungen, da ist sich Schmitt sicher, wird man bei den Kickers nicht herum kommen. Vor allem eine ordnende Hand in der Abwehr ist dringend notwendig. „Einer der kopfballstark ist“, meint der Trainer. Am Wochenende hat Edgar Schmitt endlich sein Image als „Remis-König“ ad acta gelegt: Gegen Dynamo Dresden gab es den ersten „Dreier“ – ein 2:1-Sieg – für die Kickers, die damit wieder auf Tuchfühlung mit den anderen abstiegsbedrohten Teams sind.

Wenn man Euro-Eddy wild gestikulierend am Spielfeldrand sieht, nimmt man ihm es kaum ab, dass er sich selbst als recht häuslicher Typ bezeichnet. „Ich bin kein großer Weggeher“, meint er bescheiden. Die knappe Freizeit verbringt er mit seiner Freundin Corinna, den beiden Töchtern Jil und Amelie sowie seinem großen Dobermann. Die Familie wohnt in Aalen, wo er zwei Jahre Trainer war. Da die große Tochter dort zur Schule geht, nimmt Edgar Schmitt den weiten Weg von der Ostalb nach Stuttgart in Kauf. In der Winterpause will er auf jeden Fall verreisen, am besten in den sonnigen Süden. Letztes Jahr hat es einfach nicht für einen Urlaub gereicht.

Stuttgarter Wochenblatt

Vorberichte Eintracht Braunschweig – Stuttgarter Kickers

Kickers-Trainer sieht Siegchance

Schmitt vertraut dem guten Näschen

Stuttgart – Den ersten Sieg haben die Stuttgarter Kickers in der dritten Fußball-Liga nach 14 Spieltagen eingefahren, doch noch immer kleben die Blauen am Tabellenende. Das muss sich bis zur Winterpause ändern, findet Trainer Edgar Schmitt.

Am Freitag, 14. November, gegen 13 Uhr sind die Blauen nach Braunschweig aufgebrochen, wo sie an am Samstag (14 Uhr) auf den deutschen Meister von 1967 treffen. Der Busfahrer kannte den Weg, Edgar Schmitt war als Lotse nicht gefragt. Doch der Kickers-Trainer hat auch einen ganz anderen Fahrplan im Kopf. Den Fahrplan seines Teams bis zur Winterpause.

Mit insgesamt 18 Punkten wollen die Blauen Weihnachten feiern, bisher haben sie neun gesammelt. „Wenn wir aus den sechs ausstehenden Spielen neun Zähler holen“, rechnet Schmitt vor, „dann bleiben wir auf jeden Fall dran, dann wird die Lücke zum Fünftletzten nicht zu groß.“

In Braunschweig soll mindestens der erste von diesen neun Punkten her – der Coach hat gar das gute Gefühl, dass „dort mehr drin ist als nur ein Unentschieden“. Der 45-Jährige hatte als Stürmer einst oft das richtige Näschen, als Übungsleiter der Kickers wittert er nun die Chance auf den ersten Dreier in der Fremde.

Schließlich hat seine Mannschaft nach dem ersten Saisonsieg beim 2:1 über Dresden viel verschüttetes Selbstvertrauen wiederentdeckt, die Profis sind wieder etwas lockerer und unverkrampfter geworden, und Braunschweig hat zuletzt auch nicht gerade Angst und Schrecken bei den Gegnern verbreitet. Die Eintracht ist seit vier Partien ohne Sieg.

Hoffnung macht Schmitt außerdem die Rückkehr von Bashiru Gambo, der wieder in der Startelf steht. „Ein unverzichtbarer Spieler für uns, wenn er fit ist“, betont Schmitt, „und wenn er in der Anfangsformation steht, heißt das: Er ist fit.“ Gegen die Eintracht wird es eine weitere Umstellung geben. Angelo Vaccaro wird wieder Sturmspitze spielen, Michael Schürg sitzt vorerst auf der Bank. „Er braucht eine Pause“, erklärt der Coach.

Manchmal hat Schmitts Nase allerdings falsche Signale gesendet. Gegen Wuppertal roch es auch nach Sieg, doch in der Nachspielzeit fiel das 3:3. Aber meist kann sich der Ex-Stürmer aufs Näschen verlassen.

Stuttgarter Nachrichten

Vorschau
Spielinfos:

Anstoß: 15.11.2008 14:00
Stadion: Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße

Schiedsrichter: Valentin (Taufkirchen)
Assistenten: Beitinger (Regensburg), Friedrich (München)

Eintracht Braunschweig: Brinkmann und Schanda sind gesperrt. Im Mittelfeld ist auch Kruppkes Einsatz denkbar, Rodrigues oder Pfitzner müssten weichen.

Stuttgarter Kickers: Mittelfeldspieler Gambo kehrt in die Startelf zurück. Innenverteidiger Rapp ist nach überstandenem grippalen Infekt wieder fit.

Aufstellung
Eintracht Braunschweig
Fejzic – B. Fuchs, Nastase, D. Dogan, Reichel – Danneberg, C. Lenze, Pfitzner, Rodrigues – Onuegbu, Schied; Trainer: Lieberknecht

Stuttgarter Kickers
Salz – Reiß, Mann, Rapp, Härter – Rosen, Gambo, Kettemann – Traut, Vaccaro, Smeekes; Trainer: Schmitt

Kicker

Stuttgarter Kickers an diesem Samstag (14 Uhr) zu Gast bei Eintracht Braunschweig

„Mutig nach vorne spielen“
„Wir wollen jetzt den Schwung aus der Dresden-Partie mitnehmen und mutig nach vorne spielen“, sagte Edgar Schmitt vor der Auswärtspartie des Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers an diesem Samstag bei Eintracht Braunschweig. Anstoß im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße ist um 14 Uhr. Als Minimalziel wollen die Blauen am 15. Spieltag bei den Niedersachsen einen Zähler holen, „natürlich nehmen wir dort gerne aber auch mehr mit“, sagte der Kickers-Cheftrainer Schmitt.

„Meine Mannschaft hat wie zuletzt schon auch in dieser Woche wieder sehr gut mitgezogen“, äußerte sich der Trainer Edgar Schmitt an diesem Freitag mit lobenden Worten, ehe sich der Kickers-Tross nach der Pressekonferenz im ADM-Sportpark auf die Fahrt in Richtung Braunschweig gemacht hatte. Für eventuelle Überheblichkeit unter seinen Akteuren sei nach dem 2:1-Heimsieg gegen Dynamo Dresden sowieso kein Platz: „Wir stehen noch immer auf dem 20. und damit letzten Tabellenplatz“, sagte Schmitt. Als Minimalziel hat sich der 45-Jährige einen Punkt aus dem Gastspiel am morgigen Samstag gesetzt. Wichtig sei hierfür vor allem, dass „wir unsere mannschaftliche Ordnung und Geschlossenheit über die 90 Spielminuten bewahren“. Und: „Wir wollen mutig nach vorne spielen.“

Nach dem ersten Saisonsieg für die Blauen hatte Schmitt ja unlängst zu Protokoll gegeben, dass „es den anderen Mannschaften erst einmal gelingen muss, uns zu schlagen.“ Dieses wollte er „ohne Überheblichkeit“ verstanden haben wissen, und verwies damit auf die nackten Zahlen in der Bilanz seiner Arbeit bei den Degerlochern: In sieben Partien verloren die Kickers unter Schmitt nur einmal (0:4 in Offenbach), auf der Habenseite stehen demgegenüber sage und schreibe fünf Unentschieden sowie seit vergangenen Samstag das erste Erfolgserlebnis, das 2:1 gegen Dynamo Dresden. Letztere siegten in dieser Woche im Wiederholungsspiel beim Vorletzten SV Werder Bremen II knapp mit 1:0. „Mir wäre es angesichts der Tabellenkonstellation lieber gewesen, die Partie hätte mit einem Remis geendet“, sagte Schmitt dazu. Am zwölften Spieltag war die Begegnung aufgrund von starkem Nebel nach 45 Minuten abgebrochen worden.

Ähnliche Verhältnisse herrschten am Freitagmorgen auch im Degerlocher ADM-Sportpark beim Abschlusstraining des Fußball-Drittligisten. Jedoch: „Keine Sorge, alle Akteure unseres Kaders haben den Überblick behalten“, sagte Schmitt mit einem Schmunzeln. Das wird auch in den morgigen 90 Minuten wichtig sein, wenn die Blauen, die erstmals seit 1993 wieder ein Pflichtspiel im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße bestreiten, dort etwas Zählbares holen wollen. Beim Kontrahenten, dem Tabellenzwölften Eintracht Braunschweig, muss der Trainer Torsten Lieberknecht unterdessen gegen die Kickers auf seinen Kapitän Dennis Brinkmann und Jan Schanda verzichten. Die beiden Innenverteidiger fehlen gelbgesperrt. „Die Stuttgarter Kickers haben eine Truppe, die viele Tore schießen kann, jedoch hinten auch viele rein bekommt. Wir müssen geduldig spielen und auf unsere Chance warten können“, sagte Lieberknecht.

Ein Wiedersehen gibt es bei den Niedersachsen für die Gäste mit Jasmin Fejzic. Der heutige Stamm-Keeper der Braunschweiger „Löwen“ verließ die Kickers im Jahr 2005 und wechselte zur SpVgg Greuther Fürth, ehe es ihn zu Beginn der vorigen Spielzeit nach Braunschweig zog.

Bei den Stuttgarter Kickers wird hingegen fast das gleiche Personal wie zuletzt gegen Dresden zur Verfügung stehen, zudem rückt Marcel Rapp, der seinen grippalen Infekt auskuriert hat, in den Schmitt’schen Kader. Ausfallen werden also, wie gehabt, das Quartett der leidgeprüften Langzeitverletzten: Sasa Janic, Jörn Schmiedel, Franco Petruso sowie Gino Russo. Nach den Worten von Trainer Schmitt dürfte Bashiru Gambo in Braunschweig nach überstandener Schulterverletzung voraussichtlich wieder in der Startformation der Kickers-Elf stehen. „Wie letztlich die genaue Aufstellung meiner Mannschaft aussehen wird, darüber mache ich mir auf der Fahrt nach Braunschweig meine Gedanken“, sagte Schmitt. Immerhin: angesichts von einer rund sechsstündigen Anreise bleibt ihm dafür viel Zeit.

Offizielle Homepage

Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers

Lieberknecht: „Es ist klar, was wir wollen: Einen Sieg!“

Am heutigen Donnerstag, den 13. November, fand im EINTRACHT-STADION die Pressekonferenz zum Heimspiel der Blau-Gelben gegen die Stuttgarter Kickers statt. „Wir haben aus den letzten vier Spielen nur einen Punkt geholt. Das ist zu wenig. Daher ist auch klar, was wir wollen: Einen Sieg!“, machte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht gleich zu Beginn seine Erwartungen für das bevorstehende Ligaspiel deutlich.

Verzichten muss Torsten Lieberknecht bei diesem Vorhaben jedoch auf die beiden Innenverteidiger Dennis Brinkmann und Jan Schanda. Beide holten sich am letzten Wochenende in Paderborn ihre fünfte gelbe Karte ab und müssen daher gegen die Stuttgarter eine Zwangspause einlegen. Darüber hinaus müssen weitere verletzungsbedingte Ausfälle kompensiert werden. Definitiv werden auch weiterhin Matthias Henn und Smail Morabit nicht spielen können. Letzterer muss sich laut Lieberknecht sogar nun doch einer Operation unterziehen. Bei weiteren Spielern ist die Möglichkeit des Einsatzes noch nicht geklärt. So ist beispielsweise noch nicht sicher, ob Marc Pfitzner am Samstag im Kader steht. Der Mittelfeldspieler zog sich in Paderborn eine Zerrung zu. „Es stellt sich die Frage, ob es Sinn macht, ihn schon gegen Stuttgart einzusetzen. Es folgen noch viele Spiele“, so der Trainer. Die verbleibenden Trainingseinheiten am heutigen Nachmittag und morgigen Freitag möchte Torsten Lieberknecht nutzen, um eine Mannschaft zusammenzustellen, die in der Lage ist, die Kickers zu schlagen. „Eine Umstellung ist aufgrund der personellen Situation nötig. Es gibt jedoch einige Alternativen, die sich anbieten. Wir werden sehen, wer fit ist und sich empfiehlt, wer die Chance riecht, in die Startelf zu kommen“, erklärte er.

Nach der Leistung seiner Mannschaft in Paderborn gefragt (9. November, 1:2-Niederlage) erklärte der Trainer: „Die Leistung war ok, die Mannschaft hat Engagement gezeigt. Wir hatten jedoch Probleme im Spiel nach vorne und haben letztendlich verloren. Fußballerisch müssen wir uns noch weiterentwickeln, was die Einstellung betrifft, darf diese kein Thema mehr sein. Ich erwarte von den Spielern einfach eine gewisse Grundeinstellung, was das Läuferische und Kämpferische angeht.“ Und auch auf den bevorstehenden Gegner kam man zu sprechen. „Die Stuttgarter Kickers haben eine Truppe, die viele Tore schießen kann, jedoch hinten auch viele reinbekommt. Wir müssen geduldig spielen und auf unsere Chance warten können“, erklärte Torsten Lieberknecht.

Homepage Eintracht Braunschweig

StZ: Kickers sind auf alles gefasst

Umbau des Gazi-Stadions

STUTTGART (ump). In Frankfurt hat gestern eine Spielausschusssitzung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit Vertretern der dritten Liga und Regionalliga auf dem Programm gestanden. Dabei könnten auch die Anforderungen in Sachen Stadien ein Thema gewesen sein, nachdem sich in der dritten Liga durchaus einige Sorgenkinder, wie etwa Jahn Regensburg, Kickers Emden oder auch Werder Bremen II herauskristallisiert haben.

Ob dazu auch noch die Stuttgarter Kickers stoßen? Wie die StZ berichtete, gibt es bei der Stadt Überlegungen, die bereits für die Winterpause geplanten ersten Umbaumaßnahmen des Gazi-Stadions für die geforderten 2000 überdachten Sitzplätze wegen der Finanzlage aufzuschieben. „Wir haben noch keine offizielle Information“, sagt der Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum, „aber natürlich liegt es nicht ganz fern, dass so etwas kommen könnte.“ Man werde sich schnellstmöglich mit der Stadt beraten, was die Details angehe. Letztlich betroffen sind die Clubs (also auch der VfB II), als direkte Bezugspartner des DFB. Im schlimmsten Falle droht der Verlust der Ligenzugehörigkeit, einmal unabhängig vom aktuellen Kampf um den Klassenverbleib. Inwieweit der DFB weitere Ausnahmeregelungen zulässt, bleibt abzuwarten. Der Kickers-Manager Joachim Cast sagt jedoch: „Wenn der DFB die Auflagen vor der Saison durchgezogen hätte, hätten einige Vereine keine Lizenz bekommen.“

Stuttgarter Zeitung

Stadion auf der Waldau wird vorerst wohl nicht saniert

Mehrkosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro für drittligatauglichen Ausbau ermittelt – Stadt will wegen Finanzkrise abwarten

Der Gemeinderat hat im Juli den Plänen für den Umbau des Gazi-Stadions zugestimmt, um die Auflagen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu erfüllen. Doch jetzt zeichnet sich eine Vertagung der Bauarbeiten ab – denn die Modernisierung wird teurer.

Von Jörg Nauke

Die Stuttgarter Kickers hatten sich im Sommer in letzter Sekunde für die 3. Bundesliga qualifiziert. Der DFB hat die Lizenz für den Spielbetrieb allerdings mit baulichen Auflagen verknüpft, die spätestens in der nächsten Saison erfüllt werden müssen. Dies betrifft vor allem die Sicherheit. Die ersten Saisonspiele haben gezeigt, dass einige Mannschaften aus dem Osten und dem tiefen Westen teils aggressive Fans in die Stadien locken. Der Fußball-Bund setzt aber auch beim Thema Komfort Maßstäbe. So müssen mindestens 2000 Einzelschalensitze überdacht sein. Auch die Arbeitsplätze der Medien müssen modernen Ansprüchen genügen.

Die Stadtverwaltung hat ungeachtet des Umstands, dass der Klassenerhalt der Kickers wohl bis zum Saisonende nicht gesichert sein dürfte, im Sommer dem Gemeinderat die Modernisierung des Stadions auf der Waldau empfohlen. Auch deshalb, weil neben den „Blauen“ auch die Amateure der „Roten“, also des VfB Stuttgart, das Gazi-Stadion als Heimstätte nutzen; ihr früheres Domizil im Neckarpark entspricht nämlich nicht den Anforderungen des Fußball-Bundes.

Zwar ist im Rathaus kurz eine Debatte aufgeflammt, ob die Spielstätte unterm Fernsehturm nicht gleich für mögliche Höhenflüge Richtung zweite Bundesliga präpariert werden sollte; die Mehrkosten von einer Million Euro gegenüber der auf 5,4 Millionen Euro taxierten Minimal-Variante fand dann aber selbst bei den optimistischsten Fußball-Anhängern im Gemeinderat keine Mehrheit.

Nachdem die Architekten nun aber mit der Detailplanung begonnen haben, sind auch bei der Sparlösung „deutliche Mehrkosten“ aufgelaufen, wie die Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann (CDU) auf Nachfrage bestätigte. Zuvor hatte dies der Erste Bürgermeister Michael Föll (CDU) gegenüber dem SWR-Radio bestätigt. Der Technikbürgermeister Dirk Thürnau (SPD) bestätigte diesen Umstand gestern ebenfalls. 1,5 Millionen Euro sollen seit Juli dazugekommen sein. Details sind noch nicht bekannt. Die Rathausspitze erwägt deshalb, auch weil die Finanzkrise vor der Landeshauptstadt nicht haltmachen wird, den Ausbau zurückzustellen; zumal im laufenden Haushalt 2008/2009 nicht ein Cent für die mittlerweile fast sieben Millionen Euro teure Modernisierung veranschlagt ist. Bei der Verwaltung ist Zurückhaltung angesagt; schließlich geht sie in den kommenden Jahren von drastisch sinkenden Gewerbesteuerzahlungen und ausfallenden Fondsausschüttungen aus. Außerdem lassen die sogenannten Cross-Border-Leasingverträge mit US-amerikanischen Trusts Rückzahlungen in Millionenhöhe möglich erscheinen.

Es gehe nicht darum, die Modernisierung zu kippen, sagte Bürgermeisterin Eisenmann. Man wolle und könne dem Gemeinderat nur nicht empfehlen, schon im nächsten Monat mit dem Umbau zu beginnen. Sie plädiert dafür, bis zum nächsten Jahr zu warten; dann könne man die Kassenlage der Stadt besser bewerten. Sie verweist in diesem Zusammenhang allerdings auch auf weitere Sportbauvorhaben, die bisher lediglich auf dem Papier bestehen: die Sanierung des Stadions Festwiese und die Sporthalle in der Mercedes-Benz-Arena, deren Raumprogramm deutlich reduziert werden muss, um wenigstens annähernd im Kostenrahmen von 13,15 Millionen Euro zu bleiben. Spannend bis zum Schluss bleibt auch die Frage, ob die Mercedes-Benz-Arena für die zur Verfügung stehenden 60 Millionen Euro in ein reines Fußballstadion umgebaut werden kann.

Die Kickers und die VfB-Amateure II müssten auf der Waldau also mindestens ein weiteres Jahr mit einem Provisorium zurecht kommen. Die Polizei würde mitspielen, sagt Pressesprecher Olaf Petersen. Das Risikospiel gegen Dynamo Dresden mit 2000 impulsiven Anhängern der Gäste war die bisher wichtigste Bewährungsprobe für die Sicherheitsanlagen im Gazi-Stadion. Sollte mittelfristig die Containerlösung favorisiert werden, bräuchte man bessere Möbel und einen Schallschutz. Auch eine Klimaanlage müsste eingebaut werden, sagt Petersen.

Der DFB, der die höheren Anforderungen definiert hat, ist nach Aussagen eines Pressesprechers bisher nicht mit Fragen nach einer Verlängerung von Übergangsfristen wegen der drohenden Finanzkrise behelligt worden. Die Kommunen und Vereine hätten ja auch noch bis zum Beginn der nächsten Saison Zeit, derartige Wünsche an den DFB zu richten. Klar sei, dass in den Sicherheitsfragen keine Kompromisse gemacht würden. Er schloss aber nicht aus, dass für die Verbesserung des Komforts für Fans und Presse längere Fristen gewährt werden könnten.

Stuttgarter Zeitung

Kein Geld für das Gazi-Stadion

Verlängerung
Von Jörg Nauke

Fast täglich erhöht sich die Zahl der Projekte, die zwar „solide finanziert“ sind – aber trotzdem teurer werden. Stuttgart 21 ist so ein Fall, aber auch die Sporthalle in der Mercedes-Benz-Arena. Das Raumprogramm wird so eingedampft, dass die Investition wenigstens einigermaßen im Rahmen bleibt. Und jetzt also auch das Gazi-Stadion: aus 5,4 Millionen Euro sollen beim ersten Hingucken der Planer fast sieben Millionen Euro geworden sein. Man darf vermuten, dass das Projekt noch teurer wird, wenn die Tribüne erst einmal ausgebeint ist.

Im städtischen Haushalt 2008/2009 ist für den erwünschten Umbau des Stadions auf der Waldau kein Geld eingeplant, weder die anfangs genannten 5,4 Millionen Euro noch der erforderliche Nachschlag. Das ist wichtig für die positive Bewertung des städtischen Plans, das Bauvorhaben aufs nächste Jahr zu verschieben. Die Kickers-Fans sollten das nicht persönlich nehmen. Der Finanzbürgermeister will vorerst überhaupt keine Investition durchwinken, die noch nicht finanziert ist; erst mal soll klar sein, welche Probleme auf die Stadt zukommen. Die Verzögerung hat auch ihr Gutes: Der Gemeinderat muss nicht für den Klassenerhalt der Kickers beten, sondern kann das Saisonende abwarten. Ein Viertligist bräuchte ohnehin kein Drittligastadion. Und die VfB-Amateure? Für sie und ihre Handvoll Fans müsste eine preiswertere Spielmöglichkeit gefunden werden.

Der Deutsche Fußball-Bund sitzt zwar in der Bankenmetropole Frankfurt, er ist bisher aber noch nicht auf die Idee gekommen, dass die Finanzkrise es den Vereinen und Kommunen schwermachen könnte, die Lizenzauflagen zeitnah zu erfüllen. Wenn aber schon Stuttgart Probleme hat, wird es ärmeren Städten wohl kaum besser ergehen. Der DFB wird deshalb gar nicht umhinkommen, seine Fristen zu verlängern. Das gilt freilich nur für die Luxussanierung. Gerade in der dritten Liga mit vielen gewaltbereiten Fans darf an der Sicherheit nicht gespart werden. Das ist in Degerloch auch kein Thema. Die Polizeicontainer tun es aber auch noch ein zweites Jahr.

Stuttgarter Zeitung