Presse zum bevorstehenden erneuten Spielausfall

Eis auf der Haupttribüne

Kickers droht die nächste Absage

STUTTGART (maj). Heute fährt der Manager Joachim Cast nach Frankfurt, um beim Deutschen Fußball-Bund die Lizenzierungsunterlagen der Stuttgarter Kickers für die dritte Liga abzugeben. Der Tabellenletzte plant, den Klassenverbleib vorausgesetzt, mit einem Etat von etwa drei Millionen Euro. Das sind 300 000 Euro weniger als in der laufenden Saison. „Wir müssen trotz der höheren Fernsehgelder konservativ planen, weil wir nicht wissen, wie sich die Wirtschaftskrise auswirkt“, sagt Cast, der morgen aber wohl erneut auf eine Einnahme verzichten muss. Denn die Partie gegen Jahn Regensburg wird heute wohl abgesagt – wie zuvor die Spiele gegen Unterhaching und in Sandhausen. „Die Tendenz ist klar“, sagt Cast, vor allem wegen der Eisfläche vor der Haupttribüne.

Dabei hätte die Mannschaft nach dem Trainingslager am Gardasee gerne gespielt. Im März und April muss sie wegen der Ausfälle dagegen mindestens vier englische Wochen nacheinander bestreiten, das Freundschaftsspiel gegen den VfB Stuttgart am 25. März eingerechnet. „Aber das können wir. Wir sind fit“, sagt der Trainer Edgar Schmitt. Als Ersatz für Regensburg bestreiten die Kickers morgen (14 Uhr) wohl einen Test beim SSV Ulm, sofern dessen Ligaspiel abgesagt wird. Ein weiterer Test folgt am Dienstag (15 Uhr) bei der TSG 1899 Hoffenheim.

Stuttgarter Zeitung

Kickers am Dienstag in Hoffenheim
Stuttgart (kli) – Offiziell ist das für Samstag (14 Uhr) geplante Heimspiel von Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers gegen Jahn Regensburg noch nicht abgesagt. Die Chancen, dass die Partie wirklich stattfindet, sind aber gleich null. Auf nahezu dem kompletten Spielfeld im Gazistadion liegt Schnee. Zudem befindet sich auf der Haupttribünen-Seite eine breite, vier Zentimeter dicke Eisschicht. Am heutigen Freitag besichtigt um 9.30 Uhr eine Platzkommission das Spielfeld – und wird dann wohl dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine Spielabsage empfehlen. „Dass wir spielen, ist unrealistisch“, sagt Kickers-Manager Joachim Cast. Auf die Blauen kommt daher wohl eine englische Woche mehr zu. Das stört sie aber kaum. „Warum auch? Wir sind fit und gut vorbereitet. Außerdem geht es allen so“, sagt Kickers-Trainer Edgar Schmitt.

Sollte neben dem Spiel der Blauen auch das Punktspiel von Regionalligist SSV Ulm (14 Uhr gegen Großbardorf) abgesagt werden, treten die Kickers am Samstag um 14 Uhr in Ulm an. Unabhängig davon, gegen wen die Stuttgarter am Wochenende spielen, treffen sie am Dienstag (15 Uhr) im Hoffenheimer Dietmar-Hopp-Stadion in einem Testspiel auf Bundesligist 1899 Hoffenheim. „Wir müssen jetzt so viel Wettkampfpraxis wie möglich sammeln“, sagt Schmitt, „und falls wir gegen Ulm spielen, ist es wichtig, dass wir viele Tore schießen – damit meine Spieler merken, dass sie es können.“

Stuttgarter Nachrichten

Vorberichte VfR Mannheim – Stuttgarter Kickers

Fußball-Oberliga: Um den Klassenerhalt zu schaffen, muss der VfR als Mannschaft überzeugen / Morgen gegen Stuttgarter Kickers II

Neuanfang mitten in der Saison

Von unserem Mitarbeiter Markus Wilhelm

Mannheim. Rund die Hälfte aller Spieltage sind in der Fußball-Oberliga bereits absolviert – doch wer in diesen Tagen in Mannschaft und Umfeld des VfR Mannheim hineinhört, könnte fast den Eindruck gewinnen, die Saison fange für die Rasenspieler gerade erst an. „Wir freuen uns, dass es endlich losgeht“, gibt Trainer Gernot Jüllich vor dem Restrundenauftakt gegen die Stuttgarter Kickers II (Samstag, 15 Uhr, Rhein-Neckar-Stadion) den Tenor im VfR-Lager wieder.

Tatsächlich haben die Verantwortlichen in den zurückliegenden Wochen nichts unversucht gelassen, um das leckgeschlagene VfR-Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Acht Neuzugänge fanden in der Winterpause den Weg an die Theodor-Heuss-Anlage, ebenso viele Spieler haben den Verein verlassen. Zudem wurde ein neues Trainer-Duo (Jüllich/Müller) verpflichtet und die vakanten Positionen des sportlichen Leiters (Dobiasch) und des Spielleiters (Boschert) neu besetzt. Doch die Gretchenfrage bleibt: Reicht dies alles aus, um die Klasse zu halten?

Viel Zeit, sich einzuspielen, haben die Mannheimer nicht. Angesichts von vier Zählern Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz ist das Team zum schnellen Erfolg verdammt. „Wir haben einige richtig tolle Fußballer dazubekommen. Jetzt muss sich auf dem Platz zeigen, ob die Jungs in der Kürze der Zeit auch eine Mannschaft geworden sind, die es schafft, gemeinsam guten Fußball zu spielen“, sagt Klubchef Ralf Auer.

Der VfR-Präsident hofft, dass es nicht nur mit den sportlichen Leistungen, sondern auch mit der Zuschauerresonanz wieder aufwärts geht: „So ein Trainerwechsel weckt natürlich immer eine gewisse Erwartungshaltung. Jeder weiß, was Gernot Jüllich in der Vergangenheit für den VfR geleistet hat. Ich denke schon, dass diese Konstellation einige Neugierige anlocken wird.“

Jüllich selbst hält für das Spiel gegen Stuttgart eine simple Formel parat: „Kämpfen, rennen, siegen.“ Doch ganz so einfach wird es wohl nicht. Die Kickers waren in der Vergangenheit stets ein Angstgegner, gegen den es nur selten etwas zu holen gab. „Wir werden nicht ins offene Messer laufen und müssen zusehen, dass wir in der Defensive gut stehen“, betont Jüllich, der wegen der Platzverhältnisse mit einem Kampfspiel rechnet. „Der Kampf wird im Vordergrund stehen. Aber Fußballspielen wollen wir natürlich auch.“

Personell kann der Klub fast aus dem Vollen schöpfen. Nur Marcel Calbert (Muskelfaserriss) und Benjamin Hien (Rotsperre) fallen aus. Sogar Steffen Kohl, in der Vorrunde dauerverletzt, hat wieder Anschluss gefunden. Jüllich hat somit die Qual der Wahl bei der Aufstellung, so dass der 55-Jährige einige unbequeme Entscheidungen treffen muss. Noch offen ist die Frage, wie die Idealbesetzung im Sturm aussieht. Hier dürfen sich Louis Hörger, Sascha Ropic und der wiedergenesene Papa N’Diaga Thiam gute Chancen auf einen Platz in der Startelf ausrechnen.

Mannheimer Morgen

StN: Kickers-Spiel stark gefährdet

Stuttgart (jüf) – Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers hat das Trainingslager am Gardasee beendet. “ Es war die richtige Entscheidung, hinzufahren. Die Bedingungen waren optimal“, sagte Manager Joachim Cast. Das kann man von den Platzverhältnissen im Gazistadion nicht behaupten. Vor allem vor der Haupttribüne ist der Rasen vereist. Hinter der Austragung des Heimspiels am Samstag (14 Uhr) gegen Jahn Regensburg steht ein dickes Fragezeichen. Kommt es zum Spielausfall, planen die Blauen ein Testspiel beim SSV Ulm 1846. Auf 11. März (19 Uhr/Gazistadion) wurde das Nachholspiel gegen die SpVgg Unterhaching terminiert, auf 17. März (19 Uhr) die Nachholpartie der Blauen in Sandhausen. Unterdessen ist Cast mit der Vervollständigung der Lizenzierungsunterlagen für die neue Saison beschäftigt. Abgabeschluss beim DFB ist Montag. Cast will die Papiere morgen nach Frankfurt bringen. Die prekäre Tabellensituation verlangt eine zweigleisige Planung: Im Falle der dritten Liga beträgt der Etat 3,0 Millionen Euro, für die Regionalliga sind 1,5 Millionen Euro veranschlagt.

Stuttgarter Nachrichten

StN: Kickers und VfB II können im Gazistadion bleiben

Übergangsregelung

Die Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers und VfB II können auch kommende Saison im Gazistadion spielen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stimmte einer Übergangsregel zu. Die Auflagen wie neue Technik und mehr Sitzplätze müssen noch nicht im Sommer 2009 erfüllt werden.

Dieser Tage bekam Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann Post aus Frankfurt: Absender war der DFB. Der Verband gewährt der Stadt als Eigentümerin des Stadions und den Vereinen Aufschub. „Die Kickers und der VfB II können egal in welcher Liga auch kommende Saison im Gazistadion spielen“, sagt Eisenmann. Auch wenn man die vom DFB geforderten Auflagen noch nicht alle umgesetzt hat.

Standard in der dritten Liga sollten laut Willen des Verbands von Sommer 2009 an mindestens 10 000 Plätze, darunter 2000 Einzelsitzplätze, neue Technik und Sicherheitsbereiche sein. Für das Stadion in Degerloch würde eine solche Sanierung 6,9 Millionen Euro kosten. Geld, das nicht im Haushalt vorgesehen war. Und das angesichts der aktuellen Finanzlage auch nicht anderswo freizuschaufeln war. Deshalb bat die Stadt Stuttgart um Aufschub. Und war damit nicht allein. Auch Kommunen wie Emden oder Regensburg sehen sich nicht in der Lage, die Stadien ihrer Vereine aufzupeppen. Der Städtetag hat gar an den Fußballverband appelliert, die Auflagen zurückzufahren.

„Der der Verband erwartet, dass wir den Umbau dieses Jahr in die Haushaltsberatungen bringen“, sagt Eisenmann. Und dann sei es Sache der Stadträte, über die Sanierung zu entscheiden. Unabhängig davon werde die Stadt 130.000 Euro zusätzlich investieren. In zwei weitere Polizeicontainer sowie Verbesserungen der Videoüberwachung und der Polizeikanzel. Für die Polizei war dies die Bedingung, einem weiteren Jahr Profifußball im Gazistadion zuzustimmen.

Ob in der dritten oder vierten Liga bleibt abzuwarten. Beide Vereine sind abstiegsgefährdet, haben aber nun eine Sorge weniger. Der VfB II muss nicht vor 500 Zaungästen in der 55.000 Zuschauer fassenden Mercedes-Benz-Arena spielen. Und die Kickers „stehen nicht vor der Situation, dass wir die Klasse halten, aber keine Spielstätte mehr haben“, sagt Präsident Dirk Eichelbaum. Diese Entscheidung habe sich zwar abgezeichnet, sei aber dennoch eine Erleichterung.

Frank Rothfuß

Stuttgarter Nachrichten

Auch das Heimspiel gegen Regensburg stark gefährdet

Nach der heutigen Platzbesichtigung der Kickers-Verantwortlichen im GAZi-Stadion sieht die Prognose für das Heimspiel am Samstag, 28. Februar 2009 gegen den SSV Jahn Regensburg leider nicht gut aus. Der Platz ist weitestgehend noch mit Schnee und vor allem mit einer bis zu 5cm dicken Eisschicht bedeckt. Ob das momentane Tauwetter und der angesagte Regen bis zum Wochenende hin ein Spiel erlauben, ist mehr als fraglich. Eine endgültige Entscheidung über die Austragung der Drittligapartie wird die Platzkommission – bestehend aus Vertretern des Sportamts, des Württembergischen Fußball-Verbands und der Stuttgarter Kickers – voraussichtlich am Freitagvormittag fällen.

Offizielle Homepage

BILD: Kickers dürfen auf der Waldau bleiben

DFB geht auf Stadion-Kompromiss ein – auch der VfB II profitiert davon
Von HELMUT HEIMANN
Endlich auch mal eine gute Nachricht für die Stuttgarter Kickers.

Der Krisenverein muss sich für die nächste Saison keine neue Spielstätte suchen. Eine schriftliche Bestätigung fehlt zwar noch. Aber BILD erfuhr: Der DFB hat der Stadt Stuttgart als Besitzerin des Gazi-Stadions bereits mündlich signalisiert, dass der von ihr vorgeschlagene Kompromiss machbar ist.

Das bedeutet: Die vom Verband für die nächste Spielzeit geforderte Renovierung wird um ein Jahr verschoben.

Davon profitiert auch der VfB II, der seine Heimspiele in der 3. Bundesliga ebenfalls auf der Waldau austrägt.

Somit hat Manager Joachim Cast eine Sorge weniger bei der Zusammenstellung der Lizenzunterlagen für die neue Saison. Darin spielt die Stadion-Frage eine ganz wichtige Rolle. Bis zum 2. März müssen die Papiere beim Verband in Frankfurt abgegeben werden. „Wir sind gut im Zeitplan“, sagt Cast.

Jetzt müssen die Kickers nur noch den Klassenerhalt packen…

BILD

StN: Kickers-Chef Eichelbaum: „Team hat keine Wohltaten verdient“

Stuttgart – Ohne um Punkte gekämpft zu haben, ist der Abstand von Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers zum rettenden Ufer auf sieben Zähler angewachsen. Präsident Dirk Eichelbaum: „Wir müssen auch zwingend mal punkten, wo es keiner erwartet.“

Herr Eichelbaum, nicht gespielt und doch verloren hieß es für die Kickers.

Ich dachte, ich seh“ nicht richtig, als ich das Ergebnis vom Wuppertaler 2:1-Sieg in Offenbach mitbekam. Die Konkurrenz punktet, und wir müssen tatenlos zusehen.

Dafür wurde jetzt ein Trainingslager am Gardasee aufgeschlagen. Besuchen Sie die Mannschaft dort?

Nein, das Team bleibt ja nur bis Mittwoch. Sonst wäre ich aus meinem Urlaub im Zillertal mal rübergefahren. Aber ich werde vor dem nächsten Spiel der Mannschaft noch einmal klar sagen, um was es geht.

Spieler, Physiotherapeut und Zeugwart mussten sich mit bis zu 100 Euro am Trainingslager beteiligen. Sorgt dies nicht für schlechte Stimmung im Team?

Ich bitte Sie! Dies ist doch nur ein symbolischer Betrag. Außerdem hat die Mannschaft sich zuletzt auch nicht gerade Wohltaten des Vereins verdient.

Sind Sie immer noch sauer über das 0:2 in Düsseldorf?

Noch sauer nicht, aber die Art und Weise, wie die Spieler auftraten, hat uns ganz und gar nicht gefallen. In unserer Situation darf es keine von vornherein verlorenen Spiele geben. Wir müssen jetzt zwingend auch einmal punkten, wo es keiner von uns erwartet.

Das Heimspiel gegen Regensburg am kommenden Samstag droht auch auszufallen. Wie groß sind die Liquiditätsprobleme?

Fraglos brauchen wir die Einnahmen dringend, unterm Strich verschiebt es sich aber nur, und wir sind darauf vorbereitet.

Gibt es einen neuen Stand, was die von Walter Kelsch geforderte Rückzahlung seines 50 000-Euro-Darlehens betrifft?

Wir haben weder Geld noch Nerven, uns darum zu kümmern. Aber grundsätzlich sind wir immer gesprächsbereit, wenn sich in der Sache etwas bewegen lässt.

Fragen von Jürgen Frey

Stuttgarter Nachrichten