Kickers: Kommt Parmak im Tausch für Vaccaro?

Jetzt kommt Bewegung in die Sache…

Zweitligist TuS Koblenz hat den bis 30. Juni 2010 laufenden Vertrag mit Mustafa Parmak (26) aufgelöst.

Für den Mittelfeldspieler ein Hindernis weniger, um zu den Stuttgarter Kickers zurückzukehren.

Gut möglich, dass der Drittligist sogar gleich zwei Fliegen auf einen Streich erlegen kann.

Denn: Koblenz wiederum hat die Fühler nach Kickers-Stürmer Angelo Vaccaro ausgestreckt, der sich auf der Waldau nicht mehr wohlfühlt.

TuS-Trainer Uwe Rapolder hatte den Torjäger (5 Treffer) beim letzten Auswärtsspiel der Blauen vor der Winterpause in Paderborn (0:2) beobachtet.

Also bietet sich ein Tausch zwischen Vaccaro und Parmak an – plus ein finanzieller Aufschlag für Vaccaro, dessen Vertrag erst am Saisonende ausläuft.

BILD

Interview mit U23-Abteilungsleiter Martin Kurzka

Interview mit U23-Abteilungsleiter Martin Kurzka über den bisherigen Saisonverlauf in der Oberliga Baden-Württemberg

Zufrieden mit der bisherigen Saison?
Kurzka: Nein und Ja. Nein, weil bisher mehr Punkte drin gewesen wären. Die Spiele in Gmünd und Balingen zum Beispiel hätten wir gewinnen müssen, aber auch in anderen Begegnungen wäre mehr drin gewesen.
Ja, weil wir in diesem Jahr mit einer der besten Mannschaften, die die Kickers in die Oberliga geschickt haben, auflaufen. Sowohl von den Einzelspielern, aber auch vom Team her gesehen.

Und mit dem gleichen Trainer?
Kurzka: Das gilt auch für Björn Hinck. Ich glaube er ist der derzeit dienstälteste Oberligatrainer – und auch der jüngste. Damit steht er genau für das, was wir mit der zweiten Mannschaft umsetzen wollen. Kontinuität und Förderung unserer jungen Talente. Wir kennen uns seit 2002, damals war er noch Co-Trainer der zweiten Mannschaft und uns verbindet die gleiche Auffassung über die Nachwuchsarbeit bei den Blauen.

Und welche sind das ?
Kurzka: Wie schon erwähnt, ist das Heranführen der Talente aus der Kickers-Jugend, vornehmlich der A-Junioren, an die erste Mannschaft unser Hauptaugenmerk. Wir verstehen uns als Bindeglied zwischen Jugend- und Profifussball.

Dazu gehört auch, dass immer wieder Profis im Oberligateam zum Einsatz kommen.

Kurzka: Ja genau, das gehört genauso zu unseren Aufgaben. Das ist manchmal für den ein oder anderen jungen Oberligaspieler schwierig, wenn er seinen Platz freimachen muss, aber für den Verein immens wichtig, wie das Beispiel Manuel Salz zeigt. Als Ersatztorhüter bei den Profis bestritt er in den vergangenen Jahren fast 30 Spiele pro Saison in der Oberliga. Das hat ihm auf seinem Sprung zur Nummer eins gutgetan und somit auch dem Verein geholfen.

Und in diesem Jahr übernimmt Benjamin Huber?
Kurzka: Ja, so wie der Übergang Yelldell-Salz nahezu nahtlos war, ist nun auch Benny Huber ein würdiger Nachfolger von Manu Salz und ich wünsche Benny, dass er den gleichen Weg geht. Aber hinter ihm warten schon die beiden etatmäßigen Torhüter der U23 und sowohl Dominique Rodrigues als auch Julian Hauser haben diese Saison schon bewiesen, was in ihnen steckt.

Wer ist für Sie die Entdeckung der Saison?
Kurzka: Es wäre sicherlich nicht richtig, nur einen oder zwei Spieler herauszuheben. Unsere Stärke ist es, dass es keinen zu großen Leistungsabfall bei den Spielern, die auf der Ersatzbank sitzen, gibt. Das macht es für Björn Hinck und Co-Trainer Joachim Schlosser bei der wöchentlichen Aufstellung nicht unbedingt einfacher. Über Startelf und Ersatzbank entscheiden oft kleine Dinge, aber das darf man wohl als Luxusproblem ansehen.

Werden neue Spieler während der Winterpause verpflichtet?
Kurzka: Ein ganz klares Nein. Ganz im Gegenteil, wir werden eher dem einen oder anderen Spieler bei einem Vereinswechsel keine Steine in den Weg legen. Antonio Tunjic, der in der Winterpause zurück nach Kirchheim geht, ist einer davon.

Und mit einem kleineren Kader in die Rückrunde gehen?
Kurzka: Nicht unbedingt, wir werden sicherlich den ein oder anderen Spieler aus der U19 schon langsam in die Oberligaelf integrieren, so wie in den vergangenen Jahren auch. Ohne dabei natürlich den möglichen Aufstieg der U19 in die Bundesliga außer Acht zu lassen.

Was wünschen Sie sich für diese Saison?
Kurzka: Keine Verletzungen, zumindest keine schwerwiegenden, viele Oberligaspieler, die in den Profikader aufrücken und viele Punkte – 50 davon haben fast immer zu einem Platz unter den ersten Sieben gereicht…

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BILD: Vaccaro weg – Parmak zurück?

Die Stuttgarter Kickers gehen mit zwei wichtigen Fragen ins neue Jahr.

• Kehrt Mustafa Parmak zurück?
• Geht Angelo Vaccaro?

Es ist kein Geheimnis, dass sich der Torjäger (5 Treffer) bei den Blauen nicht mehr wohlfühlt. Verlässt er den Drittligisten, obwohl sein Vertrag bis zum Saisonende läuft? „Das ist im Moment völlig offen“, sagt Manager Joachim Cast. „Wir werden uns am 5. Januar zusammensetzen“, meint Vaccaros Berater Jürgen Schwab.

Gut möglich, dass stattdessen mit Parmak ein verlorener Sohn auf die Waldau zurückkehrt.

Der Mittelfeldspieler wechselte im vergangenen Sommer zu Zweitligist Koblenz, hat dort aber nicht den Durchbruch geschafft. Deshalb scheint nicht ausgeschlossen, dass sein bis 2010 laufender Vertrag aufgelöst wird.

Für diesen Fall haben die Kickers Interesse signalisiert.

Wie BILD erfuhr, hat ein erstes Gespräch bereits stattgefunden

BILD

Kickers: Rechtsstreit mit Kelsch?

Keine Einigung über Darlehen
STUTTGART (ump). Das alte Jahr geht zu Ende, ohne dass der Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers sämtliche Altlasten abarbeiten konnte. Am härtesten trifft den Verein, dass das ehemalige Präsidiumsmitglied Walter Kelsch sein Darlehen in Höhe von 50 000 Euro zum 31. Januar gekündigt hat. Der Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum hält dagegen: „Die Frage ist, ob das überhaupt zulässig ist. Wir haben da eine andere Auffassung als er.“ Möglicherweise droht in dieser Frage also ein Rechtsstreit, auch wenn die Kickers den nach Möglichkeit vermeiden wollen.

Ebenfalls ungeklärt ist die Frage nach dem Nutzungsrecht für das Vereinslogo, das in den Händen der Handballer (HV) liegt. Nachdem auf der Hauptversammlung Ende November noch eine rasche Lösung in Aussicht gestellt worden ist, hört sich das jetzt anders an. Der HV-Präsident Jürgen Hollenbach sieht sich nicht unter Zugzwang, während Eichelbaum dem Kollegen vorwirft: „Die Verhandlungen verlaufen unseriös. Es gab eine klare Absprache, von der Herr Hollenbach jetzt nichts mehr wissen möchte.“

Gespräche laufen derzeit auch noch mit dem ehemaligen Co-Trainer Alexander Malchow, der ebenso wie der beurlaubte Chefcoach Stefan Minkwitz einen Vertrag bis zum Saisonende besitzt. „Hier stehen wir aber kurz vor einer Einigung“, sagt Eichelbaum. Denkbar wäre, dass der Kontrakt aufgelöst wird, nachdem man sich bisher nicht auf ein Aufgabengebiet für Malchow einigen konnte.

Zu möglichen Neuzugängen sagt Eichelbaum: „Ich gehe davon aus, dass es noch ein, zwei Verstärkungen gibt.“ Und zwar unabhängig davon, ob Spieler abgegeben werden. Wobei das den Handlungsspielraum erhöhen würde. Zwar beginnt das Training bereits am 9. Januar, die Wechselperiode aber läuft bis zum Ende des Monats – und in der Vergangenheit hat es sich ausbezahlt, in Transferangelegenheiten die Ruhe zu bewahren.

Stuttgarter Zeitung

StZ: Neue Zäune um das Gazi-Stadion

Das Gazi-Stadion auf der Waldau muss sicherer werden. Das fordert der Deutsche Fußball-Bund (DFB) als Konsequenz aus den Vorkommnissen im November beim Heimspiel des Drittligisten Stuttgarter Kickers gegen Dynamo Dresden. Mehr als ein Dutzend der 2500 Gästefans waren damals in Degerloch auf den Fangzaun hinter dem Tor gestiegen und hätten die Konstruktion durch Rütteln beinahe zum Einsturz gebracht. Damit wäre ein Spielabbruch unvermeidlich gewesen. Einen weiteren Grund für die Forderung nach höherer Sicherheit lieferten die Anhänger der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart: Sie hatten beim Derby Plastikbecher über den sechs Meter hohen Zaun geworfen. Beide Klubs mussten deshalb Strafe zahlen.

Oliver Willikonsky, der persönliche Referent von Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann, sagte, die Stadt müsse jetzt rund 50 000 Euro aufwenden, um die Auflagen des DFB rasch zu erfüllen. So werde der Zaun vor dem Gästeblock D erneuert, um zu verhindern, dass Gegenstände aufs Spielfeld geworfen werden können. Dabei war dieser Zaun erst 2006 aufgestellt worden, nachdem beim Pokalspiel gegen Hertha BSC der Linienrichter von einem Bierbecher getroffen worden war, den ein VfB-Fan geworfen hatte.

Dann wird auch noch der Fangzaun hinter dem Tor (Gästeblock F) erneuert. Er wird so engmaschig sein, dass ihn die Fans nicht mehr besteigen können. Am oberen Ende ist der Zaun mit Stacheldraht versehen. Außerdem erhält er eine solides Fundament, um ein Aufschaukeln zu verhindern. Verstärkt wird auch der Zaun, der das Grundstück zum Guts-Muths-Weg hin absichert. jon

Stuttgarter Zeitung

StZ: Edgar Schmitts Zwischenbilanz

„Manchmal geht es eben nicht besser“

Seit 100 Tagen ist Edgar Schmitt als Trainer bei den Stuttgarter Kickers im Amt. Zeit für ein erstes Fazit, das eher durchwachsen ausfällt. „Mittelfristig braucht der Verein ein Konzept mit der Fragestellung: Wofür stehen wir?“ sagt der 45-Jährige im Gespräch mit Joachim Klumpp.

Herr Schmitt, wie fällt Ihre sportliche Bilanz aus, nachdem Sie bis zur Winterpause eigentlich 17, 18 Punkte auf dem Konto haben wollten – und nur 14 haben?

Natürlich hätten wir gerne drei, vier Punkte mehr, aber damit müssen wir jetzt leben. Wir haben in den 13 Spielen unter meiner Regie im Schnitt genau einen Punkt geholt, diese Quote müssen wir auf 1,33 steigern. Wir brauchen noch 24 Punkte, dann haben wir 38 – und das reicht zum Klassenverbleib.

Nach dem eher enttäuschenden 0:0 gegen Burghausen entstand der Eindruck, Sie seien zufrieden, nachdem Sie sagten: „Wir werden immer besser.“

Das habe ich auf unsere Grundordnung im Spiel bezogen, nicht darauf, dass es ein gutes Spiel war. Intern sprechen wir die Defizite schon deutlich an, da können Sie sicher sein.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Umfeld und dem Verein gemacht in der Zeit, seit Sie hier sind?

Die Stuttgarter Kickers sind ein gut geführter Verein mit einer großen Tradition, in dem mehr steckt. Mehr jedenfalls, als es der momentane Tabellenplatz ausdrückt – und zwar sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Aber beide Komponenten müssen zusammenwachsen und dann auch sukzessive gesteigert werden. Doch dafür braucht man Geduld und auch etwas Glück.

Und das reicht, um auf Dauer in der dritten Liga zu überleben?

Der Verein braucht auf Dauer auch ein Konzept: Wofür stehen wir? Die Verantwortlichen haben ja eine KG gegründet. Wenn man aus der Gewinne schöpfen will, muss man die jungen Spieler fördern und sie auch mit längerfristigen Verträge ausstatten, sonst rechnet sich das langfristig nicht.

Genügt denn der aktuelle Kader, um den Klassenverbleib zu schaffen?

Die Mannschaft ist absolut willig, und es gibt auch keine Intriganten. Aber manchmal geht es eben nicht besser. Man darf nicht vergessen, dass viele Spieler wie Schürg, Landeka oder Kettemann aus der Oberliga kommen. Da liegen Welten dazwischen, wenn sie plötzlich über 90 Minuten konstruktiv spielen sollen. Deshalb braucht eine junge Mannschaft Führungsspieler, an denen sie sich aufrichten kann. Die fehlen zum Teil, wenn man bedenkt, dass wir in der Innenverteidigung mit zwei gelernten Sechsern spielen.

Sie meinen Marcus Mann und Markus Ortlieb, die aber durchaus erfahren sind.

Aber im modernen Fußball geht die Tendenz mehr und mehr zu Spezialisten auf den einzelnen Positionen. Die Zahl der Allrounder wird immer kleiner.

Bei den Kickers hat man aber gerade deshalb auf vielseitig verwendbare Spieler geachtet, weil die finanziellen Möglichkeiten begrenzt sind.

Das ist aber ein Fehler. Wenn meine Ressourcen begrenzt sind, muss ich vier, fünf absolute Leistungsträger suchen und mir darum eine junge, hungrige Mannschaft mit eigenen Spielern aufbauen. Sonst wird es von Jahr zu Jahr schwieriger, und irgendwann wird man nach unten durchgereicht.

Die Kickers stehen nicht nur in der sportlichen Tabelle ganz unten, sondern auch was die Zahl der Platzverweise und Verwarnungen angeht. Ist das nicht besorgniserregend?

Ich denke, es liegt in der Natur der Sache, dass Mannschaften, die unten stehen, auch bei der Anzahl der Sperren vorne liegen. Dann muss man noch unterscheiden, ob sich ein Marcus Mann bei seiner Roten Karte in Braunschweig in den Dienst der Mannschaft gestellt hat oder ob sie aus Frust heraus passiert ist, wie zuletzt bei Orlando Smeekes. Aber deswegen werde ich keine zusätzlichen Maßnahmen ergreifen. Der Spieler ist ja genug gestraft, er verliert seinen Platz in der Mannschaft und damit auch Prämien.

Wird es in der Winterpause noch Verstärkungen geben?

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir einen Abwehrchef brauchen, das habe ich auch so gefordert. Letztlich muss der Verein aber entscheiden, was er will.

Über Weihnachten waren Sie ein paar Tage bei den Eltern ihrer Lebensgefährtin. Hatten nicht nur die Spieler, sondern auch Sie die Pause nötig?

Auf jeden Fall, die Pause tut allen gut. Die hundert Tage bei den Kickers waren schon Stress pur. Besonders schmerzlich sind das Unentschieden in Wuppertal und die Niederlage in Aalen. Danach habe ich zwei Tage gedacht, wir schaffen es nicht mehr. Aber dann haben wir uns aufgerafft, und es ist mit dem Sieg gegen Bremen weitergegangen. Die Zeit des Hurra-Fußballs ist vorbei, wir bekommen jetzt weniger Gegentore, und ich sage immer: abgerechnet wird am 38. Spieltag. Wenn wir es dann geschafft haben, können wir alle laut Hurra schreien.

Stuttgarter Zeitung

StN: Kickers: Welm in der Warteschleife

Stuttgart (jüf) – Edgar Schmitt, der Trainer des Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers, hatte über Weihnachten Zeit, sich Gedanken zu machen. Seine Haltung, was mögliche Neuzugänge betrifft, hat sich dabei nicht geändert. Priorität genießt ein Spezialist für die Innenverteidigung. Seinem Ex-Spieler Mischa Welm, der den VfR Aalen verlassen wird, traut er die Rolle als Abwehrchef zu: „Welm bringt enorme körperliche Präsenz mit.“ In den nächsten Tagen geht es darum, zu klären, ob Verstärkungen zu realisieren sind. „Wir machen kein Harakiri, aber ich will nicht ausschließen, dass wir ein oder zwei Spieler holen“, sagt Präsident Dirk Eichelbaum.

Vieles hängt davon ab, ob Angelo Vaccaro die Blauen verlassen wird. Sollte es dazu kommen, könnte auch Marijo Maric (32), den Schmitt ebenfalls aus gemeinsamen Aalener Zeiten kennt, ein Thema werden. Wobei Eichelbaum einschränkt: „Eigentlich ist es die Philosophie unseres Trainers, mit jungen Perspektivspielern zu arbeiten.“ Zu dieser Kategorie gehört auch Mustafa Parmak nicht mehr. Dennoch kursiert der Name des Ex-Kickers-Spielers immer wieder in Degerloch. Grund: Der Mittelfeldspieler steht bei Zweitligist TuS Koblenz vor der Vertragsauflösung. „Ich habe ihn seit acht Wochen nicht gesehen, er verhält sich unprofessionell“, sagt TuS-Trainer Uwe Rapolder.

Stuttgarter Nachrichten

StZ: Schönreden hilft nicht weiter

Zum Jahresabschluss der Kickers

Von Joachim Klumpp

Den Jahresausklang und das anschließende Weihnachtsessen hätten sich die Stuttgarter Kickers sicher anders gewünscht als mit einem 0:0 gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf, durch das die rote Laterne in der Winterpause bei den Blauen bleibt. Oder etwa nicht? Wenn man den Trainer Edgar Schmitt nach dem Spiel so reden hörte („es ist nichts passiert“), hätte man den Eindruck gewinnen können, die Mannschaft stünde irgendwo im gesicherten Mittelfeld. Die Aussage „Wir spielen immer besser“ – auch wenn sie nicht explizit auf die Partie gegen Burghausen gemünzt gewesen sein mag – musste den Beteiligten wie Hohn in den Ohren klingen. Nun braucht man in diesen besinnlichen Tagen nicht gleich die Rute auspacken, aber ein paar mahnende Worte könnten sicher nicht schaden.

Natürlich ist bei vier (im schlechtesten Fall auch sechs) Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz noch nichts verloren, und der Hinweis auf eine ähnliche, wenn auch nicht ganz vergleichbare Situation im vergangenen Jahr mag durchaus als Motivationshilfe gedacht sein, aber nach Leistungen wie gegen Burghausen mutieren sie schnell zu Durchhalteparolen. Auch der ständige Ruf nach Verstärkungen ist nicht immer nachvollziehbar. Wenn man sieht, dass am Samstag Spieler wie Gambo, Vaccaro, aber auch Landeka und Tucci, der in der vergangenen Rückrunde mit seinen Toren maßgeblichen Anteil an der Drittligaqualifikation hatte, auf der Bank saßen, kann man nicht permanent von fehlender Qualität sprechen.

Lieber sollte man intern Klartext reden. Der Trainer Edgar Schmitt versuchte nach dem Spiel einen Anfang zu machen: „Ich bin überzeugt, dass wir drei Mannschaften hinter uns lassen.“ Allein mit Optimismus wird das jedoch nicht gelingen.

Stuttgarter Zeitung