Presse zu Stuttgarter Kickers – SSV Ulm 1846 (0:0)

Nur das Ergebnis stimmt nicht
Regionalliga Gegen den SSV Ulm spielen die Stuttgarter Kickers 0:0. Von Joachim Klumpp

Die Stuttgarter Kickers arbeiten in manchen Punkten sehr professionell. Selbst in der Regionalliga. Seit dem vergangenen Wochenende bietet der Club ein eigenes TV-Programm an, in dem von jetzt an auch bewegte Bilder im Internet (bis zu fünf Minuten, laut DFB-Auflagen) von den Spielen gezeigt werden können. Tore gab es zur Premiere im Derby gegen den SSV Ulm zwar nicht zu sehen, „aber es war ein hochinteressantes 0:0“, wie der Kickers-Trainer Dirk Schuster sagte. Eines der besseren Sorte also. Und eines, in dem seine Mannschaft mehr Spielanteile, auch mehr und vor allem bessere Chancen besaß, die größte durch Simon Köpf (82.), der nur den Pfosten traf. Schuster: „Wer seine Chancen nicht nutzt, muss mit einem Unentschieden zufrieden sein.“

Das vierte schon in dieser Saison. Und wenn es derzeit überhaupt etwas zu bemängeln gibt, dann sicher die fehlende Effizienz vor dem gegnerischen Gehäuse. Sieben Tore in sechs Spielen zeugen noch nicht von Durchschlagskraft. Woher soll sie auch kommen? Dominik Salz spielte vergangene Saison, wenn überhaupt, noch in der Kreisliga, und Dirk Prediger ist zwar ein Energiebündel und Laufwunder, was wiederum dazu führt, dass ihm ab und zu die Konzentration im Abschluss fehlt. Erste Alternative im Angriff ist Mijo Tunjic, der jedoch nach der Einwechselung nicht nachhaltig seine Ambitionen auf einen Stammplatz unterstreichen konnte.

Dennoch: die Kickers sind aggressiv, zeigen Leidenschaft, und versuchen Fußball zu spielen. „Wir wollen einfach glaubhaft rüberkommen“, betont der Kapitän Marcel Rapp, für den der Blick auf die Tabelle zweitrangig ist. „Mit jedem Spiel, das wir nicht verlieren, bleiben wir oben dran.“ Auch wenn der Mitabsteiger VfR Aalen mit sechs Punkten mehr auf dem Konto schon etwas davongeeilt ist. „Aber wir haben keinen Druck, was den Aufstieg angeht, den hat Ulm“, sagte Enzo Marchese. „Trotzdem schade, wir haben viel investiert“, fügte der Spielmacher hinzu, der gegen seinen Exverein besonders motiviert war – und sogar von dessen Fans gefeiert wurde. 3520 Zuschauer, das konnte sich sehen lassen – wenn man bedenkt, dass die Kickers nur mit 1500 kalkuliert haben. „Das Allerwichtigste ist die positive Außendarstellung, die wir derzeit haben“ sagte der Präsident Edgar Kurz, „das ist wichtiger als zwei, drei Punkte mehr.“ Und die beste Werbung. So kamen Bilder vom Derby nicht nur im Kickers-TV, sondern auch im SWR. „Beides ist nicht selbstverständlich“, sagt der Kickers-Geschäftsführer Jens Zimmermann.

Beim Lokalrivalen SSV Reutlingen dürften die Fans indes wenig Lust verspürt haben, sich die 0:1-Niederlage gegen den Karlsruher SC II nochmal freiwillig anzutun. „Dabei wollten wir die Scharte vom 1:5 in Pfullendorf auswetzen“, sagte der Kapitän Sascha Boller. Doch Müllers frühes Gegentor (6.) schockte den SSV. „Da war die ganze Taktik über den Haufen geworfen“, sagte Boller, obwohl der Gästecoach Markus Kauczinksi (der kurzzeitig bei den Profis auf der Bank saß) zugeben musste: „Das war eine Abwehrschlacht.“ Vor 2200 Zuschauern bestritt Giuseppe di Leone sein erstes Punktspiel für Reutlingen, dennoch will man „nachrüsten“, sagt der SSV-Sportchef Stefan Hack, nachdem Alexander Schreckinger mit einer Muskelzerrung ausschied. Drei Mann sind in der engeren Wahl, einer davon spielte zuletzt in Österreich beim Erstligaabsteiger SC Altach.

Ohne Treffer in der Regionalliga blieb auch die SG Sonnenhof Großaspach. Die Mannschaft des Trainers Jürgen Hartmann kam bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Nürnberg nicht über ein 0:0 hinaus. Es war das dritte Spiel nacheinander, in dem dem Aufsteiger kein Tor gelang. „Wir waren vor dem gegnerischen Gehäuse zu zögerlich“, bekannte Hartmann. Dem Fußballtrainer gefiel aber die „aggressive Spielweise in der Defensive“, wie er sagte. Am Sonntag trifft die Mannschaft nun auf die Stuttgarter Kickers. „Wenn wir in der Defensive weiter so sicher stehen, dann werden wir auch bald wieder vorne treffen.“

Stuttgarter Zeitung

Im hitzigen Derby fehlt der kühle Kopf
0:0 – Kickers werden für ihren hohen Aufwand nicht belohnt

Blau ist derzeit in: Selbst das 0:0 der Stuttgarter Kickers gegen den SSV Ulm 1846 hatte hohen Unterhaltungswert. Einziges Problem: Der enorme läuferische und kämpferische Aufwand schlägt sich noch zu wenig in Tore nieder.

Von Jürgen Frey

STUTTGART. Dirk Prediger (22) trabte ausgepumpt vom Feld. „Wir haben wieder unheimlich viel investiert. Schade, dass nicht mehr dabei herausgekommen ist“, sagte der Kickers-Stürmer nach dem hitzigen Regionalliga-Derby. Prediger ist so etwas wie der Prototyp der neuen Kickers. Der Wayne-Rooney-Verschnitt ist extrem laufstark, giftig, aggressiv. Er gibt keinen Ball verloren. Wie viele seiner Mitspieler hatte sich auch der Ex-VfB-Jugendspieler nach seinem Wechsel vom FC St. Pauli zu den Kickers im Januar 2008 zunächst über die zweite Mannschaft für höhere Aufgaben empfohlen. Was dem 1,70 m kleinen Prediger und dem Großteil des tapferen Kickers-Teams noch fehlt, ist die Abgeklärtheit, die Effizienz in den entscheidenden Situationen. Wenn zum heißen Herzen noch der kühle Kopf hinzukommt, dann ist den Blauen vieles zuzutrauen. Doch dieser Reifeprozess braucht Zeit. Kurzfristige Aufstiegsträume wären kontraproduktiv. Und zu den neuen Kickers gehört auch, dass alle Beteiligten die Lage wohltuend sachlich einordnen. „Natürlich wollen wir so lange wie möglich ungeschlagen bleiben“, sagt Trainer Dirk Schuster, „aber klar ist, dass Rückschläge kommen werden.“ Dann wird sich zeigen, wie die Elf reagiert.

Nicht nur Präsident Edgar Kurz spricht davon, dass es wieder Spaß mache, zu den Kickers zu kommen. Gegen Ulm hatte er erstmals seinen Sohn Marco mit dabei. Auch der Trainer des 1. FC Kaiserslautern fühlte sich von der spannenden Partie gut unterhalten. „Marco war von den flüssigen Kombinationen und von der Atmosphäre im Stadion begeistert“, sagte Papa Kurz, für den feststeht: „Wenn wir zwischen Platz drei und acht landen würden, wäre das nach dem Umbruch eine sensationelle Leistung.“

Die nächste Aufgabe führt die Kickers kommenden Sonntag (14 Uhr) zur SG Sonnenhof Großaspach nach Heilbronn. Dort ist Dirk Prediger geboren. Ein passender Ort, um seine enorm intensive Spielweise mit seinem ersten Saisontor zu belohnen.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers gegen SSV 0:0
Spatzen holen Punkt in Stuttgart
Viertes Unentschieden in Folge für die Regionalliga-Fußballer des SSV Ulm 1846. Bei den Stuttgarter Kickers kam das Team von Trainer Manfred Paula zu einem 0:0.

Gerold Knehr

Es war ein Resultat, das auf zweierlei Arten gelesen werden kann. Der eine Punkt hilft den Spatzen in der Tabelle nicht weiter. Der zwölfte Tabellenrang, neun Zähler hinter Spitzenreiter VfL Aalen, genügt den Ulmer Ansprüchen keineswegs. Die zweite Lesart: Gegenüber dem 1:1-Heimauftritt am vergangenen Dienstag war immerhin ein leichter Aufwärtstrend festzustellen. „Wichtig war, dass die Mannschaft 90 Minuten lang geschlossen aufgetreten ist. Das Spiel war nicht hochklassig, aber jederzeit spannend“, meinte SSV-Trainer Manfred Paula über das erwartet heiße, bisweilen sogar bissige Derby, das Bundesliga-Schiedsrichter Michael Kempter erst nach vier gelben Karten in der ersten halben Stunde in den Griff bekam.

Paula hatte sein Glück mit Rückkehrer Marijo Marinovic versucht, der neben Christian Sauter im defensiven Mittelfeld spielte, und mit Michael Schürg als einziger echter Sturmspitze. Dinko Radojevic wurde als hängende Spitze aufgeboten.

Das Spiel lebte, wie es von einem Derby zu erwarten ist, vom Kampf. Beide Teams boten sich einen mehr oder weniger offenen Schlagabtausch. Die junge Kickers-Elf, bei der der Ex-Ulmer Vincenzo Marchese im zentralen Mittelfeld eine gute Rolle spielte, trat recht kampfstark, mitunter aber zu hektisch auf. „Die Ulmer scheinen mir einen Tick reifer zu sein“, urteilte Tribünengast Rainer Widmayer, Ex-Spatz und beim VfB Stuttgart hinter Teamchef Markus Babbel der verantwortliche Trainer.

Die beste Chance des Ulmer Spiels hatte Michael Schürg in der 59. Minute nach einem Konter, doch in letzter Sekunde klärte Michele Rizzi zur Ecke. Als einzige echte Sturmspitze war Schürg jedoch überfordert, zumal sein geplanter Zulieferer Dinko Radojevic nicht seinen besten Tag hatte. Größte Kickers-Möglichkeit war ein Schuss aus 8 Metern von Simon Köpf, der am Außenpfosten landete (82.). „Es war ein hoch interessantes 0:0, beide Mannschaften hätten gewinnen können“, lautete das Fazit von Kickers-Trainer Dirk Schuster.

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Spatzen holen mageres 0:0
(STUTTGART/ULM/sz) Schürg hat kein Tor für Ulm gegen Stuttgart geschossen und Enzo Marchese kein Tor für Stuttgart gegen Ulm. Genau genommen fielen im Derby zwischen dem SSV Ulm 1846 und den Stuttgarter Kickers gar keine Tore und am Ende stand für die Spatzen im vierten Regionalligaspiel hintereinander das vierte Unentschieden.

Wobei sich mit einem Auswärtspunkt gegen den Drittligaabsteiger eigentlich gut leben lässt. Eigentlich. Denn fraglich ist, ob die grummelnde Fanseele sich mit diesem Ergebnis besänftigen lässt. „Es wäre für alle Beteiligten angenehmer gewesen, wenn mehr raus gekommen wäre“, sagt deswegen auch Manfred Paula.

Am Freitag hatten sich die Spieler noch ohne ihren Trainer und ohne Geschäftsführer Markus Lösch getroffen, um den bisher unbefriedigenden Saisonverlauf und die zuletzt arg mageren Leistungen zu diskutieren. Paula wusste von diesem Termin und er ist ein großer Befürworter von solchen Aussprachen: „Das dient ganz sicher dem Mannschaftsgeist.“

Tatsächlich war bei den Spatzen eine leichte Steigerung gegenüber dem faden 1:1 gegen Nürnberg vom vergangenen Mittwoch durchaus zu erkennen. Die Abwehr um die beiden Innenverteidiger Davor Kraljevic und Daniel Reith ließ wenig zu, vorne allerdings waren die Gäste ebenfalls kaum gefährlich. Zwei Chancen für Schürg in der 59. und 62. Minute und eine für den eingewechselten Marco Grüttner nach einer Radojevic-Ecke in der Schlussphase des Spiels, sehr viel mehr war nicht. Als zweite echte und nicht etwa hängende Spitze hatte Paula Dinko Radojevic aufgeboten, von dem an vorderster Front allerdings kaum Wirkung ausging. Der Trainer wehrt sich trotzdem gegen den Vorwurf einer falschen taktischen Ausrichtung: „Dinko ist wie fast alle Spieler noch ein paar Prozentpunkte vom Maximum entfernt. Das hat nichts mit dem System zu tun.“

Abzuwarten bleiben die Reaktionen des Anhangs auf dieses Ergebnis beim nächsten Heimspiel gegen Wehen-Wiesbaden II am kommenden Freitag. Ein fünftes Unentschieden in Folge jedenfalls würden die Zuschauer der Mannschaft und dem Trainer wohl kaum verzeihen.

Schwäbische Zeitung

Vorberichte zum Derby Stuttgarter Kickers – SSV Ulm 1846

„Das Team steht im Vordergrund – nicht Marchese“

Regionalliga Für den Mittelfeldspieler der Kickers ist das Derby gegen seinen Exclub Ulm morgen ein besonderes Spiel. Von Joachim Klumpp

Als der Freiburger Trainer Marcus Sorg vor einer Woche als Gast der Regionalligapartie gegen 1860 München II seine Videokamera eingepackt hatte, sagte er: „Man sieht schon, was Enzo Marchese für die Stuttgarter Kickers wert ist.“ Er kann das beurteilen, schließlich hatte Sorg den Mittelfeldspieler einst von Degerloch zum SSV Ulm gelotst, wo er drei Jahre gespielt hat. Bis zum Sommer, dann war Schluss. Nicht ganz freiwillig. Der neue Trainer Manfred Paula legte keinen Wert mehr auf seine Dienste, so dass der Verein sein ursprüngliches Angebot der Vertragsverlängerung zurückzog.

„Es gab ein paar Differenzen mit der Geschäftsführung“, sagt Paula dazu, räumt aber auch ein: „Ich habe mich nicht um ihn verkämpft.“ Dem Trainer schwebte ein anderes taktisches Konzept vor, ohne reinen Spielmacher. Das ist bisher allerdings nicht so aufgegangen wie gewünscht. Nach sechs Punkten aus den ersten fünf Spielen steigt die Unruhe in Ulm, um Ulm und um Ulm herum bereits. „Die Erwartungshaltung ist enorm groß“, sagt Paula. Das liegt auch an einigen Neuzugängen, namentlich Heiko Gerber (früher VfB), Andreas Mayer (zwischenzeitlich Hoffenheim) und nicht zuletzt Michael Schürg, der von den Kickers ins Donaustadion zurückgekehrt ist. „Wir haben individuelle Qualität“, gibt Paula zu, „aber Namen allein schießen keine Tore.“

Die Kickers dagegen setzen auf mannschaftliche Geschlossenheit, sechs verschiedene Schützen bei sieben Treffern unterstreichen das. „Der Teamgeist ist im Moment sicher unser Trumpf“, sagt der Trainer Dirk Schuster, der 2007 zusammen mit Paula in Köln den Fußballlehrer gemacht hat und der große Stücke auf Marchese hält. Neben dem Kapitän Marcel Rapp ist er der einzige Routinier im Kader, eine „Führungspersönlichkeit“, wie der Trainer betont. Die jungen Spieler haben ihn sofort akzeptiert, schauen zu ihm auf. Auch wegen seiner fußballerischen Klasse. Der 26-Jährige verfügt über ein gutes Auge und Spielverständnis, kann hervorragende Standards schlagen, auch wenn er sicher kein Lauf- oder Konditionswunder ist.

Das Angebot aus Stuttgart hat der Böblinger gerne angenommen, schließlich habe er hier bereits eine „wunderschöne Zeit“ gehabt, auch wenn er unter dem Trainer Robin Dutt den Sprung in die Stammelf verpasst hat. „Natürlich ist das ein besonders Spiel für mich“, gibt Marchese vor dem Heimspiel morgen (14 Uhr) gegen Ulm zu, nachdem selbst die Ulmer Fans verärgert auf den Wechsel reagiert haben.

„Den Abschied habe ich so nicht verdient“, sagt Marchese selbst, um sich jetzt bei den Kickers ganz in den Dienst der Mannschaft zu stellen. „Die steht im Vordergrund – nicht Marchese“, sagt der gebürtige Italiener. Und obwohl die Kickers ungeschlagen sind, ist er nicht ganz zufrieden. „Wir haben vier Punkte zu wenig“, sagte er nach dem Sieg in Darmstadt, wo die Stuttgarter auch auswärts für ihren Aufwand belohnt worden sind. Dennoch warnt der Trainer Schuster vor Euphorie oder gar Aufstiegsambitionen. „Es wird mit so einer jungen Mannschaft Rückschläge geben.“

Es muss ja nicht gerade gegen Ulm sein. Dessen Trainer Paula weiß: „Wir sind in einer kritischen Situation.“ Dennoch weint er Marchese keine Träne nach: „Ich glaube nicht, dass er bei uns die Wende bringen würde.“ Was aber, wenn ihm im Derby, zu dem mindestens 3000 Zuschauer erwartet werden, das Siegtor gelänge? „Das wäre bitter“, sagt Paula, der sich dann den einen oder anderen Spott anhören müsste.

Stuttgarter Zeitung

Kickers im Hoch – Ulm schwer unter Druck

STUTTGART (jüf). Unterschiedlicher könnte die Stimmungslage vor dem Regionalliga-Derby morgen (14 Uhr/Gazistadion) nicht sein: Die ungeschlagenen Stuttgarter Kickers (Fünfter) befinden sich im Stimmungshoch, beim SSV Ulm 1846 (Zwölfter) rumort es gewaltig. Trainer Manfred Paula steht in der Kritik. Nach dem 1:1 am Mittwoch gegen den 1. FC Nürnberg II gab es bereits „Paula raus“-Rufe im Donaustadion. „Die Erwartungshaltung in Ulm ist eben unheimlich groß“, sagt Paula, der 2007 zusammen mit Kickers-Trainer Dirk Schuster die DFB-Fußball-Lehrerlizenz erwarb. Gestern traf sich das Duo auf der gemeinsamen Pressekonferenz in Degerloch. „Ulm hat die besseren Namen, wir das bessere Kollektiv“, sagte Schuster. Führt dies morgen zu einem Kickers-Sieg, wird es für Paula eng.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers-TV – der TV-Sender der Stuttgarter Kickers ist online

kickerstv

Berichte über die Fußball-Regionalliga Süd sucht man im Fernsehen oft vergebens. Doch was tun, wenn man die spielentscheidende Szene nicht gesehen hat, den strittigen Elfmeter nochmals sehen will oder gar das Heimspiel nicht besuchen konnte?

Genau dieser Frage haben sich die Stuttgarter Kickers in der Sommerpause angenommen und haben jetzt das neue Projekt Kickers-TV ins Leben gerufen! Neben einem Live-Ticker im Internetportal der Stuttgarter Kickers und dem neuen SMS-Ergebnisdienst von kaygo.de bieten die Blauen von jetzt an auch bewegte Bilder im Internet an: hier.

Offizielle Homepage

Vincenzo Marchese vor dem Schwaben-Derby gegen den SSV Ulm 1846 im Interview

„Das Kollektiv unserer Mannschaft steht im Vordergrund“

Mit seinem verwandelten Foulelfmeter hat er den Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers am Mittwochabend in der Partie beim SV Darmstadt 98 in Front geschossen, an dessen Ende mit dem 2:1-Erfolg der erste Auswärtssieg in dieser Saison stand. Nun folgt für die Blauen an diesem Samstag (GAZi-Stadion, 14 Uhr) das Heimspiel gegen den SSV Ulm 1846 – und für Vinzenzo Marchese eine ganz besondere Partie. Im Sommer ist der 26-Jährige aus Ulm zu den Degerlochern zurückgekehrt. Hier geht’s zum Interview mit dem Mittelfeldspieler mit der Rückennummer 7 im aktuellen Kickers-Kader. „Vincenzo Marchese vor dem Schwaben-Derby gegen den SSV Ulm 1846 im Interview“ weiterlesen

Presse zu SV Darmstadt 98 – Stuttgarter Kickers (1:2)

Kickers erkämpfen sich Auswärtserfolg

Der Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat gestern Abend mit 2:1 (1:1) beim SV Darmstadt 98 gewonnen und ist damit auf Platz fünf in der Tabelle geklettert. Das Spiel gegen die Darmstädter, die nach der Partie auf den letzten Rang abrutschten, wogte jedoch rund 60 Minuten lang hin und her. „Wir haben ein nervenaufreibendes Spiel von beiden Seiten gesehen“, sagte der Kickers-Trainer Dirk Schuster.

Die Gäste waren vor 2500 Zuschauern zunächst durch einen Foulelfmeter, den Vinzenzo Marchese verwandelte, in Führung gegangen (36.). Doch die Darmstädter boten den Kickers, die auf die verletzten Spieler Luis Rodrigues, Marcel Charrier und André Olveira und den Rot gesperrten Gökhan Gümüssu verzichten mussten, Paroli und erzielten noch vor der Pause durch Elia Sorano (42.) den Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel machte Darmstadt weiter Druck und hatte gute Chancen, in Führung zu gehen. Der 2:1-Siegtreffer für die Kickers durch Demis Jung (61.) fiel folglich überraschend – anschließend hatten die Gastgeber den Stuttgartern jedoch nichts mehr entgegenzusetzen. „Das 2:1 fiel zum richtigen Zeitpunkt“, sagte Schuster. StZ

Stuttgarter Kickers: Wagner – Köpf, Rapp, Gerster, Abruscia – Jung, Marchese, Rizzi (57. Steinle), Ivanusa – Salz (87. Petruso), Prediger (65. Tunjic).

Tore: 1:0 Marchese (36., FE), 1:1 Sorano (42.), 2:1 Jung (61.).

Stuttgarter Zeitung

2:1 – Kickers feiern ersten Auswärtssieg
Marchese und Jung treffen für die weiter ungeschlagenen Blauen in Darmstadt – Vorfreude auf Ulm

Von Alexander Schlögel

DARMSTADT. Die Stuttgarter Kickers bleiben auch nach dem fünften Spieltag in der Fußball-Regionalliga Süd ungeschlagen. Durch das 2:1 (1:1) beim SV Darmstadt 98 machte das Team von Trainer Dirk Schuster Werbung für das württembergische Derby am kommenden Samstag (14 Uhr/Gazistadion) gegen den SSV Ulm 1846.

Die Blauen übernahmen vom Anpfiff weg das Kommando. Es dauerte aber bis zur 36. Minute, ehe die hochverdiente Führung gelang. Spielmacher Enzo Marchese verwandelte einen Strafstoß – sein erstes Saisontor. Dirk Prediger war nach einem Doppelpass mit seinem Sturmkollegen Dominik Salz gefoult worden. Die Kickers blieben am Drücker, doch in den letzten fünf Minuten vor der Pause schlichen sich Unkonzentriertheiten ein. Eine davon nutzte Darmstadt und kam durch Elia Soriano zum 1:1 (42.).

Mit viel Schwung kamen die Hessen aus der Kabine, doch mitten in ihre Drangphase schlugen die Kickers zu: Nach einer schönen Kombination über Salz und Prediger nutzte Demis Jung einen Abwehrfehler zum 2:1 (61.) – auch für den Mittelfeldspieler war es der erste Treffer in dieser Saison. Diesmal fand Darmstadt nicht mehr so richtig zurück ins Spiel. Dennoch hatten die Kickers in der hektischen Schlussphase noch ein paar bange Momente zu überstehen, ehe der erste Auswärtssieg nach zwei Unentschieden in Freiburg (0:0) und Weiden (2:2) feststand. Entsprechend zufrieden war Trainer Schuster: „Vor allem in den ersten 40 Minuten haben wir richtig gut Fußball gespielt. Das 2:1 fiel dann zum richtigen Zeitpunkt. Der Sieg ist nicht unverdient.“ Die Kickers sind gerüstet für das Duell mit Ulm.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers gewinnen 2:1 in Darmstadt

Darmstadt (red) – Die Stuttgarter Kickers bleiben in der Fußball-Regionalliga weiterhin ungeschlagen. Am fünften Spieltag gewann die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster beim SV Darmstadt 98 mit 2:1 (1:1). Die Tore vor 2500 Zuschauern erzielten Vinzenzo Marchese (37. Minute) per Foulelfmeter und Demis Jung (60.). Elia Soriano sorgte kurz vor der Pause für den zwischenzeitlichen Ausgleich (42.). „Ich freue mich über einen verdienten Sieg meiner Mannschaft“, sagte Schuster, der vor allem mit der ersten Hälfte zufrieden war.

Dem Führungstreffer gegen den noch sieglosen Tabellenvorletzten war ein Foul an Dirk Prediger im Darmstädter Strafraum vorsausgegangen, der Siegtreffer fiel nach einem gelungenen Angriff über das Kickers-Angriffsduo Dominik Salz und Prediger. Die „Blauen“ verbesserten sich mit ihrem ersten Auswärtssieg und jetzt neun Punkten auf den fünften Tabellenplatz.

Eßlinger Zeitung

SV 98 steckt tief im Schlamassel
Nur ein Punkt aus fünf Spielen – Lilien nun Tabellenletzter

DRITTE HEIMNIEDERLAGE: Der SV Darmstadt 98 kommt in der Fußball-Regionalliga Süd einfach nicht auf die Beine. Gegen die Stuttgarter Kickers (rechts Michele-Claudio Rizzi) verloren die Darmstädter am Mittwochabend mit 1:2. Elia Soriano sorgte dabei aber für etliche Darmstädter Gefahrenmomente und erzielte auch den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1. (Foto: Herbert Krämer)

An solch einen miserablen Saisonstart konnten sich am Mittwochabend selbst die eingefleischtesten Statistiker am Darmstädter Böllenfalltor nicht erinnern. Mit dem 1:2 (1:1) gegen die Stuttgarter Kickers kassierte der SV Darmstadt 98 im dritten Heimspiel bereits die dritte Heimniederlage in dieser Saison, hat nach fünf Spieltagen in der Fußball-Regionalliga Süd erst ein mageres Pünktchen auf dem Konto und ist Tabellenletzter.

Zwar boten die Darmstädter über weite Strecken wieder einmal recht ansehnlichen Fußball – aber letztlich war es brotlose Kunst. Der ernüchternde Blick auf die Tabelle drückt die missliche Situation der Lilien aus – sie stecken mittendrin im Schlamassel, das sie vermeiden wollten: den Abstiegskampf.

Trainer Zivojin Juskic hatte den wiedergenesenen Christian Wiesner ins zentrale Mittelfeld beordert. Eine Maßnahme. die sich auszahlte. Blerton Muca ersetzte auf der linken Mittelfeldseite den erkrankten Varol Akgöz. Der SV 98 fand nicht so recht in die Partie, Stuttgart übernahm nach zehn Minuten das Kommando.

Allerdings dauerte es bis zur 24. Minute, bis es erstmals gefährlich wurde für die Lilien. Marchese, Stuttgarts auffälligster Spieler, wurde erst im letzten Moment abgeblockt – vorausgegangen war ein Fehler von Michael Bodnar.

Der SV 98 hatte in dieser Phase kaum etwas in der Offensive entgegenzusetzen und geriet in der 35. Minute in Rückstand. George Worcester holte Prediger von den Beinen. Ein zu ungestümer Einsatz des Achtzehnjährigen – da fehlt halt noch die Erfahrung. Marchese verwandelte den fälligen Foulelfmeter sicher. Doch der Rückstand machte den SV 98 munter.

Nur sieben Minuten später stand es 1:1. Nach einem Steilpass von Sven Sökler setzte sich Elia Soriano gegen zwei Abwehrspieler durch und schob überlegt zum Ausgleich ein. Und kurz vor dem Halbzeitpfiff bewahrte Stuttgarts Torhüter Wagner nach einem Schuss von Uwe Hesse seine Mannschaft gar vor einem Rückstand. Es wäre zu diesem Zeitpunkt allerdings eine schmeichelhafte Führung für den SV 98 gewesen.

Aber die Darmstädter knüpften nach dem Wechsel nahtlos an die starke Phase kurz vor dem Wechsel an und setzten die Stuttgarter mächtig unter Druck, jetzt häuften sich die Chancen. Die beste vergab der gerade erst eingewechselte Ergün Pakel, der aus zwei Metern den Ball nicht im Tor unterbrachte (56.). Nur eine Minute später strich einen 18-Meter-Schuss von Hesse haarscharf am Stuttgarter Tor vorbei.

SV 98 tief im Schlamassel (2:46)
Es schien nur eine Frage der Zeit, wann das 2:1 für den SV 98 fallen sollte. Dies dachten wohl auch die Darmstädter Spieler, die bei ihrer Offensivfreudigkeit die Abwehr sträflich vernachlässigten. Die Ernüchterung folgte in der 60. Minute. Die Schlafmützigkeit in der Darmstädter Abwehr nutzte Demis Jung zum 2:1 für die Stuttgarter. Zwar drängte der SV 98 auf den Ausgleich, aber es fehlte an zwingenden Situationen. Die einzig nennenswerte Chance bot sich in der Schlussphase den Stuttgartern – Tunjic traf mit einem Heber die Latte (80.).

SV Darmstadt 98: Adolf – Worcester (54. Pakel), Adiele, Bodnar, Brüdigam – Sökler, Wiesner (84. Kandemir), Kolb, Muca (77. Cosguner) – Soriano, Hesse.
Stuttgarter Kickers: Wagner – Abruscia, Köpf, Rapp, Gerster – Jung, Marchese, Rizzi (56. Steinle), Ivanusa, Salz (86. Petruso), Prediger (65. Tunjic).
Schiedsrichter: Wingenbach (Diez). Tore: 0:1 Marchese (35., Foulelfmeter), 1:1 Soriano (42.), 1:2 Jung (60.). Zuschauer: 2500.

Darmstädter Echo

Vorberichte SV Darmstadt 98 – Stuttgarter Kickers

Rapp operiert

Ist das für die Stuttgarter Kickers in der Fußball-Regionalliga nun die Woche der Wahrheit? „Zumindest wissen wir nach den nächsten beiden Spielen mehr“, sagt der Trainer Dirk Schuster vor den Partien am Samstag gegen Ulm – und zuvor heute (19.30 Uhr) in Darmstadt. „Das wird gefährlich, die sind wie ein angeschlagener Boxer“, sagt Schuster zu den noch sieglosen Hessen. Bei den Kickers wird der Kapitän Marcel Rapp nach erfolgreicher Operation seines Nasenbeinbruchs an Bord sein, dafür fehlt definitiv Gökhan Gümüssu, der bei der zweiten Mannschaft am Wochenende die Rote Karte gesehen hat.

Probleme gibt es mit dem TuS Koblenz, der vor einem Jahr im Zuge des Wechsels von Mustafa Parmak ein Ablösespiel vereinbarte, das auch im laufenden Kickers-Etat eingeplant ist. Doch der Zweitligist hat es nicht geschafft, einem Termin zuzustimmen. „Wir gehen davon aus, dass nun eine Abstandszahlung geleistet wird“, sagt der Präsident Edgar Kurz. Dabei soll es sich um 50 000 Euro handeln. ump

Stuttgarter Zeitung

Kickers wollen Werbung machen für das Derby
Von Jürgen Frey

STUTTGART. Können die Stuttgarter Kickers auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze bleiben – oder tauchen sie ins Niemandsland der Fußball-Regionalliga ab? Schlauer wird man nach den beiden Spielen in dieser Woche sein. Heute (19.30 Uhr) geht“s zum SV Darmstadt 98, am Samstag (14 Uhr/Gazistadion) kommt der SSV Ulm 1846 zum mit Spannung erwarteten Württemberg-Derby. Kickers-Trainer Dirk Schuster spielt die Bedeutung des brisanten Doppelpacks nicht herunter. „Diese beiden Spiele werden zu einem Riesengradmesser für uns“, sagt er.

In Darmstadt wollen die Kickers mit einem Sieg die Werbetrommel rühren. Einen Spaziergang beim noch sieglosen Vorletzten erwartet Schuster zwar nicht, doch er ist optimistisch: „Die Lilien werden nicht vor Selbstvertrauen strotzen. Diese Verunsicherung wollen wir nutzen.“ Schuster hat bis auf die Langzeitverletzten Luis Rodriguez, Marcel Charrier und Andre Olveira sowie Rotsünder Gökhan Gümüssu alle Mann an Bord. Der Trainer setzt weiter auf ein eingespieltes Team. Ein Wiedersehen gibt es mit Ex-Kickers-Spieler Sven Sökler, der seit Januar für den SV Darmstadt 98 am Ball ist.

Stuttgarter Nachrichten

Schuster warnt vor Darmstadt

Stuttgart (red) – Unterschiedlicher können die Ausgangspositionen kaum sein: Die immer noch ungeschlagenen Stuttgarter Kickers treten heute (19.30 Uhr) am fünften Spieltag der Fußball-Regionalliga mit viel Rückenwind beim SV Darmstadt 98 an, der unerwartet mit gerade mal einem Punkt auf dem vorletzten Tabellenplatz steht. „Angeschlagene Gegner sind gefährlich. Wir müssen höllisch aufpassen“, warnt Kickers-Trainer Dirk Schuster, betont aber zugleich: „Die Situation birgt für uns auch die große Chance, etwas zu reißen.“ Kapitän Marcel Rapp kann spielen. Der 30-Jährige hat seine gebrochene Nase am Montag operativ richten lassen. Verzichten müssen die „Blauen“ auf Gökhan Gümüssu, der nach einer Roten Karte beim Einsatz mit dem Oberliga-Team gesperrt ist.

Eßlinger Zeitung

Im fünften Anlauf der erste Sieg?

Fußball: SV Darmstadt 98 hofft heute gegen die Stuttgarter Kickers auf das erste Erfolgserlebnis – Das große Manko ist bislang der Abschluss – Akgöz fällt aus, Melunovic noch gesperrt

Schön gespielt, aber wieder verloren. Lob von den gegnerischen Trainern, aber nach vier Spieltagen nur ein Punkt auf dem Konto und damit auf einem Abstiegsplatz. Der Start des SV Darmstadt 98 in die Fußball-Regionalligasaison ist gründlich daneben gegangen. „Vieles funktioniert, vieles wird immer besser. Aber es muss jetzt auch was Zählbares dabei herauskommen“, ist Trainer Zivojin Juskic vor der heutigen Partie gegen die Stuttgarter Kickers (19.30 Uhr/Böllenfalltor) durchaus bewusst, dass nicht nur die Mannschaft, sondern auch er in erster Linie an den Ergebnissen gemessen wird. Und die sind bislang nunmal nicht zufriedenstellend. Der gute Eindruck aus der Vorbereitung, mit denen der SV 98 einige Erwartungen geweckt hatte, ist erst einmal verpufft.

Druck verspürt Juskic noch keinen. „Die Vereinsführung sieht, was wir täglich arbeiten und steht hinter uns. Das gilt auch für die Fans.“ Doch wenn sich nicht bald Erfolge einstellen, dürfte es mit der Ruhe und Geduld im Umfeld bald vorbei sein.

Mit den Stuttgarter Kickers, in der vergangenen Saison noch in der Dritten Liga, kommt ein schwerer Gegner ans Böllenfalltor, auch wenn die Schwaben als Tabellenneunter die Erwartungen bislang auch nicht erfüllen konnten. „Wir wollen immer gewinnen – egal gegen wen“, zeigt sich Juskic vom Namen des Gegners unbeeindruckt. Die Frage ist nur: Wie soll der erste Sieg eingefahren werden?

Das große Manko der Darmstädter ist der Abschluss. Juskic: „An Chancen mangelt es uns ja nicht. Doch die Spieler müssen sich endlich auch für ihre Arbeit selbst belohnen – mit Toren.“ Aber mit jedem Misserfolg „wird das Tor immer kleiner“, sieht der Trainer durchaus ein psychisches Problem. Die Verunsicherung wächst.

Ermin Melunovic ist nach wie vor gesperrt, mit Varol Akgöz fällt ein weiterer Offensivspieler aus (Grippe/schlechte Blutwerte). Auch Fouad Brighache steht nicht zur Verfügung.

Elia Soriano und Uwe Hesse werden wohl erneut den Angriff bilden, denn Ali Kandemir ist derzeit von seiner Bestform ein gutes Stück entfernt. Da Christian Wiesner wieder zur Verfügung steht, könnte es im Defensivbereich Umstellungen geben. Welche, das ließ Juskic offen. Denn Wiesner ist sowohl auf den Außenpositionen in der Abwehr als auch im defensiven Mittelfeld mit seinen kämpferischen Qualitäten eine Alternative.

Mögliche Aufstellung: Adolf – Worcester, Adiele, Bodnar, Brüdigam – Sökler, Kolb, Wiesner, Pakel – Hesse, Soriano.

Darmstädter Echo

Nachbetrachtungen zu Stuttgarter Kickers – TSV 1860 München II (1:1)

Gold und Geld für den Prämientopf

Regionalliga Beim SSV Reutlingen gibt es für jedes Tor fünf Gramm Gold – bei den Kickers für jeden Punkt 100 Euro. Von Joachim Klumpp

Für den Schatzmeister Friedrich Kummer war das Fußball-Regionalligaspiel der Stuttgarter Kickers gegen 1860 München II vorab so etwas wie richtungsweisend. Wohin der Weg führt? Letzte Aufschlüsse konnten die 90 Minuten dann aber nicht liefern, weil es weder Sieger noch Verlierer gab bei diesem 1:1. Zumindest was die Mannschaften anging. Intern durfte sich Marcel Rapp durchaus als Gewinner fühlen, der den Ausgleich für die Kickers erzielt hatte – was der Mannschaft pro Kopf wenigstens 100 Euro Punktprämie brachte. Der Einsatz des 30-Jährigen war nach dem Abschlusstraining (am Donnerstagabend) gefährdet, nachdem ihm der Mitspieler Slaven Jokic, der deshalb bis heute vom Training freigestellt wurde, überhart anging, was einen Nasenbeinbruch zur Folge hatte. Rapp spielte trotzdem mit, ohne Maske. „Die Ärzte haben gesagt: es ist sowieso schon gebrochen, da kann eigentlich nichts mehr passieren“, erzählte der Kickers-Kapitän später.

Und sein Trainer Dirk Schuster lobte: „Man hat ihm die Verletzung nicht angemerkt. Von seiner Einstellung profitiert die ganze Mannschaft.“ Heute nun soll Rapp operiert werden, „ein kleiner Eingriff“, sagt der Spieler, am Mittwoch in Darmstadt will er wieder dabei sein. (…)

Stuttgarter Zeitung

Neues Wir-Gefühl macht die Kickers stark
Trotz Operation – Kapitän Rapp will am Mittwoch in Darmstadt spielen

Von Jürgen Frey

STUTTGART. Permanente Unterstützung aus dem B-Block, rhythmisches Klatschen auf der Haupttribüne, keine Pfiffe, wenn mal etwas schiefgeht: Wer den Stimmungswandel bei den Heimspielen der Stuttgarter Kickers nach dem Abstieg nicht live erlebt, kann es kaum glauben. „Diese Unterstützung hat sich das Team erarbeitet. Die Zuschauer honorieren, dass die Spieler Gas geben“, sagte Trainer Dirk Schuster nach dem 1:1 in der Fußball-Regionalliga gegen 1860 München II, „und dieses Wir-Gefühl macht uns auch stark.“ Der Funke springt vom Feld auf die Ränge über. Weil die junge Kickers-Elf von der ersten bis zur letzten Minute rennt, bis die Socken qualmen, und immer zumindest versucht zu kombinieren. Dass gegen die Löwen vor immerhin 2575 Zuschauern längst nicht alles klappte und noch zu viel Hektik im Spiel war, schob Schuster auch auf den Gegner: „1860 war unser bisher aggressivster Gegner.“

Schon am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) geht es für die Blauen zum SV Darmstadt 98. „Die stehen als Vorletzter schon unter Druck“, weiß Schuster, stellt aber klar: „Wir wollen so lange wie möglich ungeschlagen bleiben.“ Dazu will Marcel Rapp am Böllenfalltor beitragen. Heute wird der Nasenbeinbruch des Kapitäns zwar unter Vollnarkose operiert, doch Schuster ist sicher: „Wenn es keine Komplikationen gibt, wird er spielen.“

Stuttgarter Nachrichten

„Das neue geniale Wir-Gefühl“

Die Stuttgarter Kickers spielen sich mit leidenschaftlichem Kampfgeist in die Herzen der Fans

Von Beate Wockenfuß

Stuttgart – Die Fans schwärmen im Internet-Forum von dem „neuen genialen Wir-Gefühl“. Trainer Dirk Schuster lobt die „kompromisslose Zusammengehörigkeit“ innerhalb seines Teams. Und Kapitän Marcel Rapp erklärt freudestrahlend: „Man sieht, dass da eine Mannschaft auf dem Platz steht, in der jeder für jeden kämpft.“ Bei den Stuttgarter Kickers herrscht nach der Tristesse der vergangenen Drittliga-Saison – die mit dem sang- und klanglosen Abstieg sowie einer wahren Spielerflucht endete – und dem kompletten personellen Neuanfang in der Regionalliga eine neue Euphorie.

„Es ist gut angelaufen. Unsere Leistung war in jedem Spiel ansprechend. Das stimmt uns alle positiv“, erklärt Rapp, der einzige Verbliebene aus dem Drittliga-Team. Die neue blutjunge Mannschaft, die anfangs skeptisch ob ihrer Liga-Tauglichkeit betrachtet wurde, ließ die Kritiker vorerst verstummen. Nach vier Spieltagen sind die „Blauen“ – wie nur drei weitere Vereine – immer noch ungeschlagen und erobern mit den klassischen Tugenden Leidenschaft, Kampfgeist und Siegeswille die Herzen der zuvor arg leidgeprüften Fans. „Es macht wieder richtig Spaß, der Mannschaft zuzuschauen“, ist im Forum auf der Homepage genauso zu lesen wie: „Die gezeigten Leistungen machen regelrecht süchtig nach Kickers-Fußball.“ Die Begeisterung spiegelt sich auch auf den Rängen wider: Am Freitag beim zweiten Heimspiel in dieser Saison gegen den TSV 1860 München II kamen mit 2575 Zuschauern gut 400 mehr als bei der Heimpremiere gegen den SV Wehen Wiesbaden II (2:0). Vor allem die treuesten Anhänger im rappelvollen B-Block waren von Anpfiff an lautstark bei der Sache. Sie peitschten ihr Team nach vorne und reagierten bei Fehlern nicht mit Pfiffen. Zwar behielten die Kickers beim 1:1 trotz ihres unermüdlichen Einsatzes nur einen Zähler daheim, doch sie sammelten bei ihrem Publikum weitere Sympathiepunkte. Längst identifizieren sich die Fans mit den neuen Männern in Blau und tragen deren Namen und Rückennummern auf den Trikots.

„Die Fans sehen, dass die Mannschaft kämpft und das honorieren sie. Sie stehen hinter uns, weil wir absolut authentisch sind“, sagt Kapitän Rapp, der am Freitag die frühe Führung der Gäste (6. Minute) durch ein Kopfballtor egalisierte (24.). Dass der 30-Jährige trotz seines am Vorabend erlittenen Nasenbeinbruchs überhaupt auf dem Platz stand und zudem keinen Zweikampf scheute, verdeutlicht den Charakter des neuen Teams. „Ich wollte unbedingt spielen. Es ist wichtig, als Älterer dabei zu sein“, erklärt Rapp mit blauer Nase und Blutergüssen unter den – dennoch leuchtenden – Augen. „Von dieser Einstellung profitiert die ganze Mannschaft. Marcel ist ein echtes Vorbild“, lobt Schuster den Spielführer.

Doch bei aller Euphorie sind sich alle bewusst, dass es auch noch Defizite gibt. Die teils ungestümen Aktionen der Youngsters ließen so manchen Zuschauer in einigen Situationen zusammenzucken. Auch bei der Chancenverwertung hapert es noch. „Klar passieren durch die Unerfahrenheit noch Fehler. Wir müssen etwas ruhiger spielen, mit weniger Risiko, und vor dem Tor zielstrebiger sein“, so Rapp. Aber dem Kapitän ist nicht bange: „Das wird besser werden.“ Und auch Schuster, dem die Anfangsphase gegen 1860 II „überhaupt nicht gefallen“ hatte, blickt zuversichtlich in die Zukunft. „Die Kickers sind in der Regionalliga angekommen und mit vielen Mannschaften auf Augenhöhe“, bilanziert der Coach und betont: „Wenn wir weiter hundertprozentige Einsatzbereitschaft und Aggressivität zeigen, können wir jedem Gegner gefährlich werden.“

Eßlinger Zeitung

1860 II in der englischen Woche
Stabile Abwehr

Weil die zweite Mannschaft eines Profiklubs immer eine Baustelle ist, kann Dieter Märkle schon zufrieden sein, nach vier Spieltagen zumindest mal ein Gerüst gesehen zu haben. Am Freitag spielte der TSV 1860 II 1:1 bei den Stuttgarter Kickers, und dabei war der Trainer vor allem – und mal wieder – mit seiner Abwehr zufrieden. „Unsere Innenverteidigung mit Julian Leist und Mathias Wittek, das ist so etwas wie das Grundgerüst“, sagt Märkle. Dazu habe auch Dominik Stahl defensiv gut gearbeitet, und der lange verletzte Profi Benjamin Schwarz, der zurzeit in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammelt, habe für zusätzliche Stabilität gesorgt.

Dass es nicht zu einem Sieg reichte, lag vor allem daran, dass die schwache Phase der jungen Löwen recht lange dauerte. Sie hatten zielstrebig begonnen, Peniel Mlapa hatte schon nach sechs Minuten die erste Chance zum 0:1 genutzt. Doch die Kickers erspielten sich für den Rest der ersten Halbzeit ein Übergewicht und kamen nach 24 Minuten zum Ausgleich. Erst nach dem Wechsel hatten die Sechziger das Spiel wieder weitgehend im Griff. „Da haben wir wieder früher attackiert und die Stuttgarter im Schnitt 15 Meter weiter von unserem Tor entfernt halten können“, sagt Märkle. Wie stabil die Mannschaft tatsächlich ist, wird die nun bevorstehende englische Woche zeigen: Am Mittwoch spielt 1860 II gegen den Drittletzten Wehen II (19 Uhr, Stadion an der Grünwalder Straße), am Samstag bei der zurzeit starken SpVgg Weiden. cal

Süddeutsche

Presse zu Stuttgarter Kickers – TSV 1860 München II (1:1)

Rapp trifft mit Nasenbeinbruch

Kickers Der Kapitän erzielt gegen 1860 München den 1:1-Ausgleich.Von Joachim Klumpp

Als der Kickers-Kapitän Marcel Rapp gestern in der 23. Minute mit einem Kopfball ins Netz getroffen hatte, strich er sich erst einmal vorsichtig über die Nase. Nicht ohne Grund. Denn am Abend zuvor im Abschlusstraining hatte er sich nach einem Zweikampf mit Slaven Jokic (der deshalb erst einmal eine Denkpause bekam) einen Nasenbeinbruch zugezogen. Doch das tat weder seiner Treffsicherheit noch seiner Einsatzbereitschaft einen Abbruch. „Er wollte unbedingt spielen und ist dafür belohnt worden“, sagte der Trainer Dirk Schuster nach dem 1:1 im Regionalligaspiel gegen 1860 München II, das vor 2575 Zuschauern bereits in der siebten Minute durch Peniel Mlapa in Führung ging. Der bullige Stürmer hatte kurz darauf sogar den zweiten Treffer auf dem Fuß, was „eine Art Vorentscheidung gewesen wäre“, wie der Gästecoach Dieter Märkle sagte.

Was schon zeigt, dass die Kickers in der Anfangsphase so ihre Probleme hatten, ins Spiel zu finden. „Da waren wir nicht aggressiv genug in den Zweikämpfen“, haderte Schuster. Das wurde im Laufe dieses Kampfspiels dann besser, auch wenn nach der Pause die klaren Chancen fehlten. „Beide Mannschaften wollten den Sieg“, sagte Schuster – mussten am Ende aber mit einem Punkt zufrieden sein. Leistungsgerecht, lautete der Tenor. „Wir müssen den Weg der kleinen Schritte gehen“, sagte der Kickers-Präsident Edgar Kurz, der zu bedenken gab, „dass die Gäste eine sehr gute Nachwuchsarbeit leisten.“ Er muss es wissen, sein Sohn Marco, jetzt Trainer in Kaiserslautern, hatte als Excoach auch schon seinen Anteil daran.

Kickers: Wagner – Abruscia, Köpf, Rapp, Gerster – Jung, Rizzi, Marchese (83. Petruso), Ivanusa – Prediger (86. Gümüssu), Salz (46. Tunjic).

Tore: 0:1 Mlapa (7.), 1:1 Rapp (23.).

Stuttgarter Zeitung

Kickers bleiben ungeschlagen

1:1 gegen 1860 München II – Rapp trifft trotz gebrochener Nase

Von Jürgen Frey

STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers bleiben in der Regionalliga Süd weiter ungeschlagen: Im zweiten Heimspiel der Saison gegen 1860 München II reichte es für die Blauen am Freitagabend allerdings nur zu einem 1:1 (1:1). Trotzdem waren die 2575 Zuschauer nicht unzufrieden mit dem Auftritt der Mannschaft von Trainer Dirk Schuster. Die junge Kickers-Elf agierte zwar in einigen Situationen zu hektisch, zeigte aber Fußball mit viel Tempo, Aggressivität und einer hohen Laufbereitschaft. Das fand auch Präsident Edgar Kurz. „Die Mannschaft hat Leidenschaft gezeigt – und die Zuschauer leben diese Leidenschaft mit. Das Ergebnis ist gerecht und eigentlich gar nicht so wichtig. Wir müssen Geduld haben“, sagte er.

Der Mann des Abends war Kapitän Marcel Rapp. Er machte in der 24. Minute den Treffer zum 1:1 – und fasste sich danach beim Jubeln demonstrativ an seine Nase. Die hatte er sich im Abschlusstraining gebrochen. Der wegen seiner Ersatzrolle derzeit frustrierte Slaven Jokic war bei einem Zweikampf gegen Rapp überhart zur Sache gegangen, weswegen ihn Schuster aus dem Kader für das Spiel gegen 1860 gestrichen hatte. Rapp schien der Nasenbeinbruch aber nicht besonders zu behindern – im Gegenteil: seinen Treffer nach einer Ecke von Enzo Marchese machte er mit dem Kopf. Schuster war begeistert. „Er ist für seine tolle Einstellung mit dem Tor belohnt worden. Sein Verhalten zeigt, dass er als Kapitän ein wahres Vorbild für das gesamte Team ist“, lobte Schuster.

In der Anfangsphase waren die Kickers allerdings kalt erwischt worden. In der sechsten Minute machte der erst 17-jährige Kokou-Peniel Mlapa das 1:0 für 1860 München II. Erst danach kämpften sich die Kickers zurück ins Spiel.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers bleiben ungeschlagen

Stuttgart (bw) – Die Stuttgarter Kickers bleiben in dieser Saison ungeschlagen. Zum Auftakt des vierten Spieltages trennte sich der Fußball-Regionalligist gestern Abend im Gazi-Stadion vom TSV 1860 München II mit einem 1:1 (1:1)-Unentschieden. „Den Punkt haben sich beide Mannschaften absolut verdient“, bilanzierte Kickers-Trainer Dirk Schuster, dessen Team sich erneut sehr kampf- und laufstark präsentierte und bereits das dritte Mal remis spielte. Dabei gab es gestern gegen die kleinen „Löwen“ erst einmal einen Fehlstart wegzustecken. Bereits in der sechsten Minute waren die Gäste durch Peniel Kokou Mlapa mit ihrer ersten Chance in Führung gegangen. Doch die „Blauen“ ließen sich von dem zeitigen Rückstand nicht entmutigen. Sie spielten aggressiv nach vorn und drängten mit der Unterstützung der 2575 Fans auf den Ausgleich. Der gelang schließlich in der 24. Minute: Kapitän Marcel Rapp, der sich im Abschlusstraining die Nase gebrochen hatte, köpfte einen Eckball von Enzo Marchese in die Maschen. Auch in der Folge bis zur Pause waren die Kickers das aktivere Team, allerdings fehlte den jungen Spielern die Courage beim Abschluss. In der zweiten Hälfte lieferten sich die Gegner einen Schlagabtausch, beide machten ihren Siegeswillen deutlich – doch ein Tor fiel nicht mehr.

Eßlinger Zeitung