Presse zu FC Bayern München II – Stuttgarter Kickers (0:1)

Kickers Dritter – dank Vaccaro

Der Regionalligist bleibt nach dem 1:0-Sieg bei Bayern München auswärts ungeschlagen

MÜNCHEN (StZ). Durch einen glücklichen 1:0-Sieg bei Bayern München II sind die Stuttgarter Kickers in der Fußball-Regionalliga auf Platz drei geklettert. „Wir haben hier den Sieg geklaut“ sagte der Trainer Peter Zeidler.

Ein wenig dürfte der Kickers-Trainer Peter Zeidler am Samstag auch auf die Bundesligapartie des FC Bayern München gegen Hannover 96 geschielt haben. Schließlich ging es darum, wer bei den Profis zum Einsatz kommt – und wer möglicherweise einen Tag später in der Regionalligaformation gegen die Stuttgarter Kickers. Kurz vor 15 Uhr gestern war dann klar, dass die Münchner wie schon in der Vorwoche auf den rekonvaleszenten Nationalspieler Lukas Podolski zurückgreifen, dafür aber auf Valerien Ismael in der Abwehr verzichten. Unabhängig von der Aufstellung des Gegners betonte Zeidler: „Wir müssen unser Spiel durchziehen.“

Dieses Unterfangen gelang zunächst nicht wie gewünscht. „Wir sind hier viel zu ängstlich aufgetreten, obwohl wir defensiv spielen wollten“, sagte Zeidler, der Bashiru Gambo erwartungsgemäß wieder in der Startformation stellte. Aber es gab auch Überraschungen. In die Innenverteidigung rückte erstmals von Beginn an Marcel Rapp (für Wildersinn), dazu kam noch Mustafa Akcay als zusätzlicher Mittelfeldspieler und sogar Marco Tucci im Sturm für Sokol Kacani, während Mustafa Parmak (Zahnschmerzen) nicht einmal im Kader stand.

Auf das Spiel wirkten sich die Umstellungen zunächst nicht besonders belebend aus, allerdings ließ die Mannschaft in der Defensive nichts anbrennen, sodass die Partie arm an Höhepunkten blieb. Zumindest für die Kickers. Die Bayern besaßen klare Vorteile und durch Podolski drei Chancen, darunter einen Pfostenschuss (40.). Peter Zeidler reagierte deshalb in der Pause und brachte Sokol Kacani (für Tucci), der gleich nach Wiederanpfiff die bis dahin beste Möglichkeit besaß, aber aus kurzer Entfernung den Ball verstolperte. Die Kickers waren auf jeden Fall besser aus der Kabine gekommen, während bei den Bayern Podolski in selbiger geblieben war.

Das Spiel wurde besser – und die Kickers erzielten ihr Tor. Angelo Vaccaro traf in der 73. Minute nach schöner Vorarbeit des erst kurz zuvor eingewechselten Deigendesch. Danach mussten die Kickers-Anhänger unter den 654 Zuschauern an der Grünwalder Straße allerdings nochmals mächtig zittern. Wie schon beim Saisonauftakt in Ingolstadt geriet die Mannschaft in der Schlussphase stark unter Druck. Die Bayern hatten durch Nagorny sowie Saba vier gute Chancen, wobei der Torwart David Yelldell dreimal in höchster Not klären konnte.

„Wir haben hier den Sieg geklaut“, gab Zeidler zu, dessen Team auswärts weiter ungeschlagen ist. „Wir wissen, dass wir besser spielen müssen; und wir wissen, dass wir besser spielen können“, sagte Zeidler, während sich sein Kollege Hermann Gerland später noch über die vergebenen Möglichkeiten ärgerte: „Wer zehn Großchancen vergibt, hat es auch nicht verdient zu gewinnen.“

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Benda, Härter, Rapp, Stierle – Mann (76. Rodriguez), Akcay (70. Deigendesch), Ortlieb, Gambo – Tucci (46. Kacani), Vaccaro.

Tor: 0:1 Vaccaro (73.).

Stuttgarter Zeitung

1:0 – Kickers mit Glück und Geschick

FC Bayern II vergibt Riesenchancen – Yelldell hält überragend, Vaccaro trifft

München – Die Stuttgarter Kickers sind in dieser Fußball-Regionalligasaison auswärts eine Macht. Das glückliche 1:0 beim FC Bayern München II bedeutete den dritten Sieg im dritten Spiel auf fremdem Platz.

VON KLAUS KIRSCHNER

Peter Zeidler saß nach dem Spiel in den Katakomben des Grünwalder Stadions und konnte seinen Dusel noch nicht richtig fassen: „Diese drei Punkte gehören zur Kategorie geklauter Sieg“, sagte der Kickers-Trainer, schüttelte ungläubig den Kopf und ergänzte: „Wahrscheinlich werden wir erst irgendwann auf der Heimfahrt merken, wie schön es war, hier zu gewinnen.“ Zehn hundertprozentige Chancen habe der FC Bayern in der Schlussphase vergeben, räumte Zeidler unumwunden ein. Woraufhin sein Trainerkollege Hermann „Tiger“ Gerland ihn korrigierte: „Es waren mehr als zehn Chancen – und zwar tausendprozentige.“

Mit Glück, Geschick und einem überragenden Torwart David Yelldell retteten die Kickers den Sieg über die Zeit. Vor der Pause war die Partie noch ausgeglichen. Ohne Mustafa Parmak (Zahnwurzelbehandlung) und mit einer gegenüber dem 1:1 gegen Siegen auf vier Positionen veränderten Elf taten die Blauen allerdings viel zu wenig für die Offensive. Die beste Chance hatte Lukas Podolski. Nach seinem Freistoß klatschte der Ball an den Pfosten (42.). Wie vereinbart wurde der Bayern-Nationalspieler in der Halbzeit ausgewechselt.

Zwei Minuten nach dem Wechsel vergab Sokol Kacani frei stehend die mögliche Kickers-Führung. Besser machte es Angelo Vaccaro. Einen Konter schloss er zum 1:0 (73.) für die Blauen ab. Danach warfen die Bayern alles nach vorne. Zeidler drückte es so aus: „Wir mussten eine Fußball-Demonstration über uns ergehen lassen.“ Nur eben ohne Tore, was Gerland zu der Bemerkung veranlasste: „So haben wir es nicht verdient, nächstes Jahr in Liga drei zu spielen.“

Und die Kickers? Die wollen am Samstag gegen Hessen Kassel den ersten Heimsieg einfahren. „Wir müssen uns steigern“, sagte Zeidler. Widersprochen hat ihm keiner.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers zittern sich zum Sieg München

(bw) – Die Stuttgarter Kickers haben in dieser Saison noch keinen Punkt auf fremdem Platz gelassen: Mit dem 1:0 (0:0) beim FC Bayern München II feierte die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler gestern zum Abschluss des fünften Spieltags der Fußball-Regionalliga ihren dritten Auswärtssieg und kletterte damit auf den dritten Tabellenplatz. Stürmer Angelo Vaccaro hatte in der 72. Minute für das Tor des Tages gesorgt – nach einer sehenswerten Kombination von Bashiru Gambo über Benedikt Deigendesch und Sokol Kacani zum Torschützen. „Angelo hat ganz im Stile eines Torjägers vollendet“, lobte Zeidler, dessen Team bis zum Schlusspfiff noch kräftig zittern musste. Denn die Hausherren hatten nach dem Rückstand alles nach vorne geworfen, ihre Innenverteidiger zu Stürmern umfunktioniert und sich Chancen am Fließband erarbeitet. „Unser Sieg war nicht bloß glücklich, sondern sehr glücklich“, räumte der Trainer daher ein, war aber trotzdem richtig stolz: „Schließlich schafft es nicht jeder, in München zu gewinnen.“ Nach einem Auswärtserfolg der „Blauen“ sah es in der ersten Hälfte auch keineswegs aus. Die Gastgeber waren überlegen und hatten durch Nationalspieler Lukas Podolski zwei gute Tormöglichkeiten. „Wir haben viel zu ängstlich gespielt und uns nur auf die Defensivarbeit konzentriert“, sagte Zeidler. Das änderte sich mit Wiederanpfiff. Die Gäste übernahmen die Kontrolle, hatten deutliches Übergewicht – und Kacani eine Großchance, die er aber freistehend vergab. Vaccaro machte es anschließend besser. Die restliche Arbeit erledigten aufopferungsvoll die Abwehr um Kapitän Jens Härter und vor allem Torhüter David Yelldell. „Er musste 20 Mal retten, war wieder überragend“, lobte der Coach.

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Benda, Härter, Rapp, Stierle – Mann (76. Rodrigues), Akcay (70. Deigendesch), Ortlieb, Gambo – Tucci (46. Kacani), Vaccaro.

Eßlinger Zeitung

Lukas Podolski trifft lediglich den Pfosten
Die flotte Partie war in den ersten 45 Minuten vor allem von der Taktik geprägt. Die größte Chance hatte Podolski, dessen abgefälschter Weitschuss aber nur an den Pfosten ging (42.).

Kurz nach der Pause vergab der eingewechselte Kacani auf Gästeseite eine dicke Chance (47.). Die Bayern vergaben nun reihenweise Chancen, was sich rächen sollte. Nach einem Konter stand Vaccaro goldrichtig und markierte das Siegtor.

Kicker

Kickers siegen in München!

Die Stuttgarter Kickers haben ihren dritten Auswärtssieg in Folge gefeiert. Beim FC Bayern München II gewannen die Blauen durch ein Tor von Angelo Vaccaro mit 1:0.

Dank der Auswärtsstärke belegen die Kickers nun Rang Drei der Tabelle. Am nächsten Wochenende kommt Hessen Kassel. Mit dem ersten Heimsieg würden die Kickers sich erst einmal im oberen Drittel der Tabelle festsetzen.

Die Kickers spielten mit:
Yelldell; Stierle, Härter, Rapp, Benda; Akcay (72. Deigendesch), Mann (77. Rodrigues), Ortlieb, Gambo; Tucci (46. Kacani), Vaccaro

Vorberichte II: FC Bayern München II – Stuttgarter Kickers

Ismael kommt gegen Kickers zum Einsatz

Stuttgart (nim) – Keine leichte Aufgabe hat Regionalligist Stuttgarter Kickers an diesem Sonntag (15 Uhr) beim FC Bayern München II zu bewältigen. Das weiß auch Trainer Peter Zeidler: „Die Bayern sind von den Einzelspielern her top besetzt.“ Und gegen die Kickers soll zudem Profi-Abwehrspieler Valerien Ismael Spielpraxis sammeln. Davon lässt sich Zeidler wenig beeindrucken. „Wir richten uns nach uns“, sagt er, „zwar greift noch nicht jedes Rädchen ins andere, aber mit einem Erfolgserlebnis könnten wir immerhin wieder einen Schritt nach vorne tun.“ Pausieren muss indes Nico Beigang (Bänderanriss im Sprunggelenk). Angelo Vaccaro und Sokol Kacani sind somit auch weiterhin im Angriff gesetzt. Die einzige Änderung bei den Blauen gibt es im Mittelfeld: Bashiru Gambo spielt für Sven Sökler. Zeidler ist nicht nur deshalb zuversichtlich: „Wir holen mindestens einen Punkt.“

Stuttgarter Nachrichten

Stars interessieren nur am Rande

Stuttgart (sip) – Die Gegenspieler heißen Lukas Podolski oder Valerien Ismael. Die Stuttgarter Kickers spielen zwar immer noch in der Fußball-Regionalliga, dennoch haben sie es morgen (15 Uhr) mit diesen Stars zu tun, wenn sie beim FC Bayern München II antreten. (…)

Peter Zeidler kümmert sich nicht um die großen Namen der Akteure, die Bayern-Chefcoach Ottmar Hitzfeld bei der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln lässt. Der Kickers-Trainer hat genug mit seinen eigenen Spielern zu tun. Zeitweise „richtig schlecht“, hat er seine Mannschaft beim 1:1 gegen die SF Siegen gesehen – und dabei auch ein Problem des Selbstvertrauens ausgemacht. Der Coach sieht es aber positiv: „Sieben Punkte sind bisher nicht schlecht – und wir werden besser.“ Auch, weil Bashiru Gambos Form ansteigt, der Ghanaer wird wohl Sven Sökler oder Dominique Rodrigues aus der Startelf verdrängen. Nach ausgestandener Krankheit steht Mittelfeldspieler Mustafa Parmak wieder zur Verfügung. Bitter dagegen der Ausfall von Nico Beigang (Knöchelverletzung). Zeidler: „Er war auf dem aufsteigenden Ast.“

So wollen sie spielen: Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – Sökler, Ortlieb, Mann, Gambo – Kacani, Vaccaro. (…)

Eßlinger Zeitung

Vorberichte I: FC Bayern München II – Stuttgarter Kickers

Fußball-Regionalliga, 5. Spieltag
Keine Angst vor Podolski

Bei den Stuttgarter Kickers fällt vor dem Gastspiel bei Bayern München II (ebenfalls Sonntag, 15 Uhr) auf jeden Fall Nico Beigang aus, der sich im WFV-Pokalspiel eine Bänderverletzung zugezogen hat und wohl zwei bis drei Wochen fehlt. Dafür haben sich Akcay und Parmak in den Kader gespielt, zudem dürfte Gambo wohl von Beginn an spielen. „Die Mannschaft hat im Pokal in Ulm eine gute Reaktion gezeigt“, sagt Zeidler, gibt aber zu: „Der Findungsprozess ist noch nicht ganz abgeschlossen. Es ist jetzt unsere Aufgabe herauszufinden, wie es am besten passt.“ Der Gegner kommt da nicht ungelegen, schließlich dürften in Ismael und Podolski zwei Profis noch einmal Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sammeln. „Es ist sicher ein Ehre, gegen solche Spieler anzutreten, aber wir haben keine Angst vor ihnen“, sagt Zeidler. „Wir versuchen, unser Spiel durchzuziehen.“
Stuttgarter Zeitung

Vorschau
Spielinfos:

Anstoß: 26.08.2007 15:00
Stadion: Stadion an der Grünwalder Straße

Schiedsrichter: Seiwert (Merzig-Merchingen)
Assistenten: Kollcaku (Dudweiler-Jägersfreude), Fochs (Daun)

FC Bayern II: Höchstwahrscheinlich werden die Profis Ismael und Podolski noch einmal Spielpraxis in der Zweiten Mannschaft sammeln.

Stuttgarter Kickers: Gambo wird anstelle von Sökler oder Rodrigues beginnen, Parmak nach ausgestandener Krankheit im Kader sein. Beigang fällt aus.
Aufstellung

FC Bayern II
T. Kraft – Celozzi, Ismael, T. Linke, Kokocinski – Saba – M. Görlitz, Fürstner, M. Schwarz – Podolski, Sikorski; Trainer: Gerland

Stuttgarter Kickers
Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – Sökler, M. Ortlieb, Mann, Gambo – Kacani, Vaccaro; Trainer: Zeidler

Kicker

Statistik

Die Bayern sind so etwas wie der Lieblingsgegner unserer Kickers in der Regionalliga. Von insgesamt 16 Spielen konnten die Blauen gegen die Bazis zehn Spiele gewinnen. In München gab es bisher drei Siege und ein Unentschieden, viermal gewann der Bayern-Nachwuchs. Aber Achtung: Die letzten zwei Spiele verloren die Kickers jeweils mit 0:1 bei den Bayern. Beide Male erzielte Christian Saba den Siegtreffer, beim letzten Male auch noch kurz vor Schluß. Insofern heißt es auch gegen Podolski und Co: Vollgaß geben und die nötigen Punkte zur eingleisigen 3. Bundesliga einfahren!

Kickersarchiv

Kickers am Sonntag bei Bayern II – Verstärkungen durch Podolski und Ismael? 
  
Wenn die Stuttgarter Kickers am kommenden Sonntag um 15 Uhr im altehrwürdigen Stadion an der Grünwalder Stadion gegen Bayern München II antreten, dann haben sie sich eventuell auf illustre Verstärkungen bei den Münchnern einzustellen. Dort wirkten in der letzten Begegnung mit Unterhaching neben Thomas Linke so bekannte Spieler wie Lukas Podolski und Valerie Ismael mit und diese könnten das Team von Trainer Hermann Gerland auch am Sonntag verstärken. Beide sollen nach einer längeren Verletzungspause wieder für die erste Mannschaft aufgebaut werden und da kommt eben auch ein Einsatz in der Regionalliga in Frage.

Trainer Peter Zeidler kann in München nahezu aus dem Vollen schöpfen, denn bis auf den am Sprunggelenk verletzten Nico Beigang meldeten sich alle Spieler fit für die Partie. Die zuletzt angeschlagenen Spieler Mustafa Parmak und Mustafa Akcay kamen am vergangenen Dienstag beim wfv-Pokalerfolg wieder zu Einsatz. Auch Abwehrspieler Recep Yildiz sammelte nach seiner Knieverletzung erstmals wieder Spielpraxis, ein Einsatz am Sonntag dürfte wohl aber noch zu früh kommen.

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5:1 Sieg im WFV-Pokal

Letztlich mit einem souveränen 5:1 Sieg nahmen die Kickers die Hürde SSV Ulm II. Dabei ging der Landesligist sogar mit 1:0 in Führung (14. ). Doch Tucci, Beigang und Parmak brachten die Kickers noch vor der Pause mit 1:3 in Front. Tucci mit seinem zweiten Treffer und Kacani stellten den Endstand her.

In der nächsten Runde spielen die Kickers beim Sieger des Oberliga-Duells Normannia Gmünd/VfL Kirchheim.

Vorberichte WFV-Pokal: SSV Ulm II – Stuttgarter Kickers

Kickers heute im WFV-Pokal
Spielpraxis sammeln

STUTTGART (ump). Die dritte Runde heute (18.30 Uhr) im Fußball-WFV-Pokal kommt dem Kickers-Trainer Peter Zeidler zwar nicht gelegen, aber immerhin kann er beim SSV Ulm II die Rekonvaleszenten Parmak und Akcay testen sowie Yildiz zumindest auf die Bank setzen. Mit allen drei Profis absolvierte er am Samstag noch einen Waldlauf, heute Vormittag stehen Laktatmessungen auf dem Programm, so dass das Training künftig noch individueller gestaltet werden kann. Wobei Zeidler mit den Übungseinheiten zufrieden ist, mit den Auftritten im Spiel indes nicht. „Da müssen wir konstanter werden“, sagt er.

Beim Landesligisten Ulm, der übrigens von Janusz Gora trainiert wird, steht heute nicht nur das Weiterkommen im Mittelpunkt, daneben sollen auch die Akteure mit weniger Spielpraxis, wie Rapp, Deigendesch oder Beigang im Rhythmus bleiben. Trotz allem will der Regionalligist versuchen, im Falle eines Sieges die für den 5. September terminierte nächste Runde (gegen den Sieger aus der Partie Normannia Gmünd gegen VfL Kirchheim) zu verlegen. „Die Planung mit den vielen englischen Wochen ist insgesamt sicher nicht glücklich“, sagt Zeidler. Wobei die Stuttgarter Kickers ein spezielles Handicap haben: Die zweite Mannschaft ist parallel dazu ebenfalls noch im Pokal vertreten – morgen (17.45 Uhr) beim VfL Nagold.

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Parmak und Akcay im Pokal am Ball

Stuttgart (jüf) – Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers spielt am heutigen Dienstag (18 Uhr) beim SSV Ulm 1846 II um den Einzug ins WFV-Pokal-Achtelfinale. Trainer Peter Zeidler wird die zuletzt angeschlagenen Mustafa Akcay und Mustafa Parmak von Beginn an bringen. Auch die Reservisten Manuel Salz, Marcel Rapp, Benedikt Deigendesch und Nico Beigang werden in der Anfangself stehen. Die Blauen feiern in Ulm ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Spieler Janusz Gora. Der 44-jährige Pole trainiert seit diesem Sommer den Landesliga-Aufsteiger. „Er hat eine gute Truppe“, sagt Zeidler, „doch wir sind stark genug, um eine Runde weiterzukommen.“

Stuttgarter Nachrichten

Kickers: 3.Runde im wfv-Pokal beim SSV Ulm II 
  
In der dritten Runde muss die Regionalligamannschaft der Stuttgarter Kickers am morgigen Dienstag um 18.30 Uhr bei der zweiten Mannschaft des SSV Ulm 1846 antreten. Das Spiel findet auf einem Nebenplatz des Donaustadions statt. Die von Janusz Gora trainierten Ulmer spielen in der Landesliga und bezwangen in den ersten beiden Runden die Ligarivalen SV Göppingen und TSV Köngen mit 1:0 bzw. 2:1.

Trotz dem erheblichen Klassenunterschied werden die Blauen diesen Gegner nicht unterschätzen und wollen genauso konzentriert an die Aufgabe herangehen wie zuletzt in Jungingen oder Dürnau. Trainer Peter Zeidler dürfte erneut jenen Spielern eine Chance geben, die noch nicht zur Stammformation gehören, aber sich einen Stammplatz erkämpfen wollen. Spieler wie Marcel Rapp oder Benedikt Deigendesch hoffen also das Vertrauen von Trainer Peter Zeidler zu erfüllen und versuchen sich mit einer guten Leistung zu empfehlen.

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Presse am Montag nach dem Siegen-Spiel

Die Suche nach Gambos Position

Der Ghanaer unterstreicht in 45 Minuten gegen Siegen seine Bedeutung für die Stuttgarter Kickers

STUTTGART. Es läuft noch nicht alles rund bei den Stuttgarter Kickers. Das haben vor allem die ersten 45 Minuten am Freitag gegen Siegen gezeigt. Und das wissen auch die Verantwortlichen. „Das Mittelfeld ist der Knackpunkt“, sagt der Manager Joachim Cast.

Von Joachim Klumpp

Bereits Mitte der ersten Hälfte war Bashiru Gambo am Freitagabend kurz in die Kabine gelaufen, um sich um den angeschlagenen Ellenbogen zu kümmern und auf einen möglichen Einsatz gegen die Sportfreunde Siegen (1:1) bereitzumachen. Der kam dann – unmittelbar nach der Pause. Was der Trainer Peter Zeidler so begründete: „Ich war einfach der Meinung, es ist besser, wenn er heute nur 45 Minuten spielt.“ Und wo? Auf der rechten Außenbahn, was nun nicht unbedingt seine Stärke ist. Doch der Manager Joachim Cast sagt: „Gambo kann überall im Mittelfeld und Angriff spielen. Das ist sein Vorteil.“ Oder auch nicht. Durch die Vielseitigkeit fehlt ihm gewissermaßen eine Stammposition, auf der er sich unersetzlich macht. Was ihn wiederum anfällig für Wechsel macht. Wie zum Beispiel am Freitag, als er auf die Bank musste. „Aber wir haben das ja noch korrigiert“, sagte Zeidler. Nach dem Motto: hinterher ist man schlauer.

Wobei Bashiru Gambo nach dem starkem Saisonauftakt in Ingolstadt in den Partien gegen Regensburg sowie Pfullendorf keineswegs so überzeugend gespielt hätte, dass sein Einsatz Pflicht gewesen wäre. Umso mehr überzeugte der Ghanaer in den zweiten 45 Minuten gegen Siegen, da demonstrierte er eindrucksvoll, dass er in der Fußball-Regionalliga ein überdurchschnittlicher Spieler ist. Mit diversen Vorzügen: er kann den Ball halten, die Mitspieler einsetzen – und auch was auf eigene Faust riskieren. Ganz zu schweigen von seinem kämpferischen Einsatz, über den der Extrainer Robin Dutt mal gesagt hat: „Ich habe noch keinen Afrikaner gesehen, der so in die Zweikämpfe geht.“ In dieser Form gehört der 28-Jährige in die Mannschaft. Fragt sich noch auf welcher Position.

Ein möglicher Ansatz wäre, Gambo hinter den beiden Spitzen im zentralen Mittelfeld einzusetzen. „Das ist schon meine Wunschposition“, sagt der Spieler, „aber der Trainer entscheidet.“ Zeidler weiß um die Befindlichkeiten des sensiblen Afrikaners, und er hat sehr wohl bemerkt, dass im Mittelfeld noch nicht alles nach Wunsch läuft. Vor allem Markus Ortlieb, der Neuzugang aus Wuppertal, hat das Spiel gegen Siegen nicht wie erhofft in den Griff bekommen. Deshalb könnte Marcus Mann ins defensive Mittelfeld rücken, wo er in Darmstadt meistens gespielt hat, und Gambo offensiver agieren.

Gedankenspiele zwar, doch auch der Manager Cast gibt zu: „Das Mittelfeld ist der Knackpunkt.“ In diesem Bereich haben die Kickers im Sommer schließlich die meisten Umstellungen gehabt. Vor allem der Abgang von Manuel Hartmann (TuS Koblenz) schmerzt an allen Ecken und Ende, dazu sind spielstarke Akteure wie Laszlo Kanyuk oder Thomas Weller nicht mehr dabei, auch wenn die beiden vergangene Saison keineswegs immer erste Wahl waren.

Dennoch hat die aktuelle Mannschaft noch Luft – oder besser Potenzial – nach oben. Neben Gambo fehlte zuletzt auch Mustafa Parmak, der auf den Flügeln wie zentral spielen kann. „Er ist gesund, aber nicht fit“, hat Zeidler nach dem Spiel gesagt und damit verdeutlicht, in Sachen körperlicher Fitness erst gar keine Kompromisse zu machen: „Das müssen die Spieler akzeptieren.“

Deshalb muss sich Parmak erst einmal morgen im WFV-Pokal bei der zweiten Mannschaft des SSV Ulm empfehlen, genau wie Mustafa Akcay. Ein Schaulaufen, das Bashiru Gambo erspart bleiben dürfte, dank seines starken Auftritts gegen Siegen. Wenn auch nur über 45 Minuten.

Stuttgarter Zeitung

„Es gibt keine Freifahrscheine“

Kickers-Präsidiumsmitglied über Konkurrenz und Schwankungen im Team

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers zeigen in der bisherigen Regionalligasaison schwankende Leistungen: „Wir brauchen eine bessere Ordnung und mehr Ruhe im Spiel“, sagt Walter Kelsch, das für den sportlichen Bereich zuständige Präsidiumsmitglied.

Herr Kelsch, würden Sie uns hartnäckig widersprechen, wenn wir behaupten, die erste Hälfte am Freitag gegen die SF Siegen war so ziemlich das Schlechteste, was eine Kickers-Elf je in Degerloch abgeliefert hat?

Ich kann nur diese und die vergangene Runde bewerten. Aber klar ist, diese 45 Minuten waren alles andere als gut. Wir haben richtig schlecht gespielt, und Siegen war uns spielerisch klar überlegen. Doch zum Glück kämpfte sich unser Team ins Spiel zurück, überzeugte und holte hochverdient ein 1:1.

Wie erklären Sie sich diese zwei Gesichter der Kickers in dieser Saison?

Zum einen darf man nicht vergessen, dass drei der vier bisherigen Gegner richtig dicke Brocken waren. Ich bin sicher, der FC Ingolstadt, Jahn Regensburg und Siegen werden um den Zweitliga-Aufstieg mitspielen. Zum anderen liegen die Schwankungen an uns selbst: Sieben Gegentore zeigen, dass wir in der Defensive ein Problem haben. Außerdem fehlt es der jungen Truppe in schlechten Phasen an Konzentration, Ruhe, Ordnung und Bewegung. Daran arbeiten wir.

Mittelfeldstratege Markus Ortlieb gehört zu den Erfahrenen – und steht besonders in der Kritik.

Die letzten zwei Spiele liefen für ihn nicht gut. Aber er bekommt es in den Griff.

Bashiru Gambo saß vor der Pause nur auf der Bank, Mustafa Parmak war nicht einmal im Kader. Können es sich die Kickers leisten, gerade zu Hause auf solch spielerisch starke Leute zu verzichten?

Unser Trainer ist ein absoluter Fachmann. Parmak war zwar gesund, aber noch nicht fit. Gambo spielte in Pfullendorf sehr schlecht. Er muss seine Leistung in jeder Partie abrufen und nicht nur alle drei Wochen. Bei uns gibt es keine Freifahrscheine. Es herrscht ein Konkurrenzkampf wie noch nie. Zumal sich die Jungen mit Herz und Leidenschaft voll reinhängen.

Wie etwa Senkrechtstarter Sokol Kacani.

Der Junge ist vom Einsatz her ein absolutes Vorbild.

Zum Schluss eine Frage weg vom Sportlichen: Sind die Kickers darauf vorbereitet, wenn Ex-Präsident Hans Kullen am Saisonende die Rückzahlung seines Darlehens in Höhe von etwa 460 000 Euro fordert?

Ja, wir sind vorbereitet. Wir haben Konzepte, die greifen würden. Zu gegebener Zeit werde ich sagen, welche das sind.

Fragen von Jürgen Frey

Stuttgarter Nachrichten

Spielverderber statt Spielgestalter

Das Mittelfeld entpuppt sich bei den Stuttgarter Kickers als Problemzone

Von Carlos Ubina

Stuttgart – In den vier bisherigen Spielen der Fußball-Regionalliga hat es den Stuttgarter Kickers an Konstanz gefehlt. „Wir sind noch in der Entwicklung“, erklärt Trainer Peter Zeidler den Umstand, dass selbst die Leistungen innerhalb von 90 Minuten schwankend sind. Beim 1:1 gegen die SF Siegen zeigte sich dabei eine Problemzone: das Mittelfeld .

Peter Zeidler ließ es sich nicht nehmen, auf die Unterschiede zu verweisen. Also nahm der Kickers-Trainer die Mannschaftsaufstellungen und ratterte bei den Siegenern die Spielernamen und einige ihrer Stationen herunter. Mit Enrico Gaede (Hansa Rostock), Daniel Bogusz (Arminia Bielefeld) und Leandro Escudero (Tiro Federal Rosario/erste argentinische Liga) seien nur drei genannt. Nun ist es nicht so, dass die Gäste im Gazistadion auf eine übermäßige Zahl an Erst- und Zweitliga-Einsätze kommen. Zusammengenommen ergibt diese Ansammlung in der Regionalliga aber eine ansehnliche Qualität. „Und bei uns kommen die Spieler aus Illertissen und Ergenzingen“, sagt Zeidler.

45 Minuten lang waren die Unterschiede zwischen den Stuttgartern und den Siegenern nicht nur auf Papierform beachtlich, sondern ebenso auf dem Rasen. Besonders im Mittelfeld kombinierte sich der Tabellenvierte durch die Kickers-Reihen, größeren Widerstand gab es nicht „Da waren wird zu romantisch“, sagt Zeidler und reagierte. Personell mit zwei neuen Kräften auf den Außenbahnen (Bashiru Gambo und Saban Genisyürek), taktisch mit einer Umstellung. Markus Ortlieb und Marcus Mann formierten sich nebeneinander statt wie zuvor hintereinander.

Die Zentrale im Kickers-Spiel blieb dennoch der neuralgische Punkt. Der Ausgleich durch Sokol Kacanis Kopfball vertrieb aber die Unsicherheit (47.). Mit Engagement stemmten sich die Gastgeber gegen die Ballkunst der Siegener, die durch Bogusz in Führung gegangen waren (17.). Es zeigte sich, welche Rolle die „Blauen“ einzunehmen in der Lage sind: die des Spielverderbers statt des Spielgestalters.

Für die Position hinter den Spitzen empfahl sich zwar Gambo – mit dem Ghanaer kamen mehr Schwung und Struktur in die Aktionen – und in Mustafa Parmak verfügen die Kickers über einen weiteren spielstarken Mann. Aber der Coach denkt an das Gefüge. Das Duo ist noch nicht fit und Zeidler verzichtete deshalb ganz auf Parmak. „Wir müssen weiter fleißig arbeiten und lernen“, nennt der Trainer sein Credo. Dann wird auch der Abstand zwischen Illertissen und Rostock schrumpfen.

Eßlinger Zeitung

Sportfreunde und die Elfmeter: Das Warten auf den ersten Pfiff

Siegen. „Ich weiß von nichts, mein Name ist Hase. Was meinst du?“ Mit diesen Worten reagierte Robert Wulnikowski am Freitagabend nach dem 1:1 bei den Stuttgarter Kickers auf die Frage, was sich der Sportfreunde-Keeper bei seiner „Kahn-Aktion“ gegen den kleinen Gerrit Müller denn wohl gedacht hatte.

Nach einem Eckball von der linken Seite war der kleine Ex-Karlsruher am kurzen Pfosten einfach nicht groß genug, um den Ball mit dem Kopf klären zu können. Die Kugel segelte ungehindert in den Fünfmeterraum, was Wulnikowski auf die Palme brachte.

Auch mal laut werden Auch Trainer Ralf Loose spielte auf dem Rasen des Gazi-Stadions eher den Unwissenden. „Ich weiß nicht, was ihr meint…“ Ein Torhüter, so erinnerte sich der Coach wenig später dann doch an die Szene, dürfe auch mal laut werden.

Eine Äußerung, die wenig später auch Enrico Gaede von sich gab. Was denn wohl gewesen wäre, wenn er selbst so angeraunzt und angegangen worden wäre? Ob es dann auch diese moderaten Töne gegeben hätte?

Das hatte jedenfalls schon handgreifliche Züge, was der an diesem Freitag selbst nicht fehlerfreie Torwart-Hüne da produzierte. Denn beim 1:1-Ausgleich war er vergeblich an die Fünfmeter-Linie geeilt. Den Eckball, den Sascha Benda Sekunden nach dem Seitenwechsel auf den Kopf von Torschütze Sokol Kacani drehte, hatte Wulnikowski falsch berechnet.

Fehlgriff Ein Fehlgriff, den wir dem Keeper indes nicht ankreiden wollen. Denn seine Leistungen waren bislang überdurchschnittlich. Ob das allerdings zu solchen Entgleisungen berechtigt? Kaum. Zumal Müller als kleinster Sportfreunde-Akteur weder vorne noch hinten ein Kopfball-Ungeheuer sein kann.

Allzu viel sollte dennoch nicht in diese Aktion hinein interpretiert werden.

Heilsame Wirkung Und vielleicht diente sie ja auch insgesamt dazu, die wacklig gewordenen Reihen in Stuttgart wieder auf Linie zu trimmen. Manchmal haben drastische Maßnahmen ja auch durchaus heilsame Wirkung.

Wenig Glück haben die Sportfreunde in diesen ersten Spielen mit Elfmetern. Schon beim Auftaktspiel gegen die Münchener Löwen warteten Akteure und Zuschauer vergblich auf zwei Pfiffe. In Frankfurt beschwerte sich Enrico Gaede vergeblich und musste sich am Ende vom Unparteiischen die Frage gefallen lassen: „Mal ehrlich, der hat sie doch gar nicht berührt…?“

Stürmer-Schwalbe?

Am Freitag war Gerrit Müller derjenige, der in den Augen des Schiedsrichters zu leicht in Richtung Grasnarbe sank. Beim dritten Mal sah er dafür sogar die Gelbe Karte. Augen- und Ohrenzeugen am Spielfeldrand wollte spätestens bei dieser dritten Aktion gegen Müller ein „verräterisches Klatschen“ gehört haben, was den elfmeterreifen Fall herbeigeführt haben soll.

Ralf Loose, der die Richtigkeit der „Schwalben-Entscheidung“ anzweifelte, hielt sich mit Schelten gegenüber dem Unparteiischen Roland Greth aus dem bayerischen Menning aber tunlichst zurück. Mal gespannt, wann es die erste Elfmeter-Entscheidung für die Sportfreunde gibt.

Assoumani-Gelb Dafür hatten die Stuttgarter Zuschauer nach einem Auftritt von Mansour Assoumani im Kickers-Strafraum die Rote Karte gegen den Franzosen gefordert. Torhüter David Yelldell war gegen das Knie des Siegener Neuzugangs geprallt und benommen liegen geblieben. Da war selbst die Gelbe Karte wegen eines angeblich langen Beins eine zu harte Bestrafung.

Am Freitag steigt das nächste Spiel. Zu Gast ist die SV Elversberg aus dem Saarland. Deren Manager Eugen Hach saß am Freitag auf der Tribüne des Gazi-Stadions und machte sich eifrig Notizen. Mal sehen, was er mit ihnen am kommenden Freitag ausrichten kann, wenn sein Team im Leimbachstadion antritt.

Personell – das kann wohl schon angedeutet werden – wird sich kaum was ändern.

Westfalenpost