StN: Namenstag bei den Kickers

Lieber Leser, Sie heißen nicht David, Mustafa oder Benedikt? Auch nicht Gino oder Jens? Und Sie hören auch auf keinen der anderen Vornamen, die die Spieler der Stuttgarter Kickers tragen? Dann sollten Sie zu Ihren Eltern gehen und 8,50 Euro verlangen. Warum? Weil Sie diesen Betrag aufbringen müssten, wenn Sie ein Regionalligaspiel der Blauen im Gazistadion live erleben wollen. Und weil Sie am 11. April eben diese Summe sparen könnten, wenn Sie so heißen wie einer der Kickers-Spieler. Dann kommt der FSV Oggersheim nach Degerloch – und die Kickers feiern Namenstag. So zumindest lautet der Titel der Freikartenaktion für das kommende Heimspiel. Übrigens: Damit Frauen nicht zu kurz kommen, erhält jeder Sokol, Mustafa, Angelo und so weiter zusätzlich zu seiner Stehplatz-Freikarte ein Ticket für eine weibliche Begleitung.

Stuttgarter Nachrichten

Vorberichte SV Sandhausen – Stuttgarter Kickers

Fußball: Sandhausens Trainer Gerd Dais reagiert empfindlich, wenn er auf den Zweitliga-Aufstieg angesprochen wird

„Nicht alles über den Haufen werfen“
Von unserem Redaktionsmitglied Jürgen Berger

Sandhausen. Vom fast sicheren Zweitliga- zum Wackelkandidaten? Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen den FSV Frankfurt (0:3) und Unterhaching (2:3) steckt Regionalliga-Aufsteiger SV Sandhausen vor dem Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers (Samstag, 14 Uhr) in einem Tief. Trainer Gerd Dais erklärt im Interview, warum er keinen weiteren Ausrutscher im Duell mit dem Tabellen-15. erwartet.

Herr Dais, nach dem Höhenflug in der Hinrunde hat der SV Sandhausen momentan einen Punkt Rückstand auf einen Aufstiegsplatz . . .

Gerd Dais: Natürlich sind wir nicht mehr so euphorisch, die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt. Wir wissen aber um die Bedeutung des Kickers-Spiels und werden alles daransetzen, um den ersten Heimsieg in diesem Jahr einzufahren. Wir wollen wieder durchstarten.

Was sind die Ursachen für die Formkrise?

Dais: Jede Mannschaft hat irgendwann in einer Saison ein Tief. Das ist normal. Bei den jüngsten Niederlagen haben wir zu viele individuelle Fehler gemacht, die zu Gegentoren geführt haben. Außerdem sind einige Leistungsträger ohne Vorbereitung in die Rückrunde gegangen und haben nun Probleme.

Was muss sich ändern, damit die Kickers nicht zum nächsten Stolperstein werden?

Dais: Man darf jetzt nicht alles über den Haufen werfen, was im vergangenen Jahr gut war. Wir trainieren ganz normal weiter. Auch wenn Stuttgart zuletzt respektable Ergebnisse erzielt hat, wollen wir unserem Anspruch gerecht werden – und das kann nur bedeuten, drei Punkte zu holen.

Was passiert, wenn der SVS den Aufstieg verpasst?

Dais: Wir befassen uns nicht mit der Zweiten Liga. Unser Ziel bleibt es, 50 Punkte zu erreichen, dann hätten wir die Qualifikation für die Dritte Liga geschafft. Erst danach müsste man weitersehen und so viele Punkte wie möglich holen.

Auf einen Lizenzantrag für die neue dreigleisige Regionalliga hat der Klub verzichtet . . .

Dais: Wir sind gut genug für die Qualifikation zur Dritten Liga. Unser Blick geht nach vorne

Der SV Sandhausen soll an Denis Bindnagel von 1899 Hoffenheim interessiert sein . . .

Dais: Es stimmt, dass wir im Winter Gespräche geführt haben. Momentan gibt es für uns jedoch wichtigere Dinge zu tun.

Mannheimer Morgen

TuS Koblenz zeigt Interesse an Yelldell

Begehrter Kickers-Torwart

Stuttgart (jüf) – David Yelldell bringt optimale Voraussetzungen für einen Torwart mit: Er ist 1,94 Meter groß und dennoch geschmeidig. Zudem spielt er beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers eine glänzende Saison. Kein Wunder, dass der 26-Jährige im Fokus anderer Clubs steht. Einer davon ist die TuS Koblenz. Beim Zweitligisten spielt in Manuel Hartmann ein Ex-Kickers-Spieler. Er hat Trainer Uwe Rapolder die Verpflichtung seines früheren Teamkollegen ans Herz gelegt. Weitere Vertraute aus der Region haben sich gegenüber dem in der Nähe von Heilbronn geborenen Rapolder positiv über Yelldell geäußert.

Der Vertrag des Torwarts bei den Kickers läuft im Fall der Qualifikation für die dritte Liga bis 2009. Gegen eine festgeschriebene Ablösesumme kann er bereits im Sommer gehen. Kickers-Schatzmeister Friedrich Kummer wollte eine Anfrage nicht bestätigen – er sagte nur: „Wenn er die Chance bekommt, kann man sie ihm nicht verbauen. Ich traue Yelldell sogar die erste Liga zu.“

Stuttgarter Nachrichten

Kickers-Planungen liegen auf Eis

Ungewisse Zukunft blockiert Vertragsgespräche

Stuttgart – Selten war die Zukunft der Stuttgarter Kickers so ungewiss wie in diesen Tagen. Darunter leiden beim Fußball-Regionalligisten die Planungen für die neue Saison. Mit noch keinem Spieler wurde bisher gesprochen.

VON JÜRGEN FREY

Trainer Stefan Minkwitz, Kapitän Oliver Stierle und einige andere Kickers-Spieler haben eines gemeinsam: Sie marschierten vor dem 1. April zum Arbeitsamt und meldeten sich für die Zeit vom 1. Juli an arbeitssuchend. Eine reine Sicherheitsmaßnahme, um im Fall der Fälle vom ersten Tag an Arbeitslosengeld zu bekommen. Ein Schreiben mit der entsprechenden Empfehlung der Vereinigung der Vertragsfußballer (VDV) hängt bei den Blauen in der Kabine. Das ist kein Zufall, denn wohl noch nie drohte so vielen Kickers-Kickern das Schicksal, im Sommer ohne Club dazustehen.

Stierle weint deshalb nachts nicht heimlich ins Kissen. Der Linksfuß ist einer von 14 Spielern, deren Vertrag am 30. Juni ausläuft – er geht die Sache kämpferisch an. „Ich gebe auf dem Feld Vollgas, um mich für die Kickers zu empfehlen – oder eben, um andere Vereine aufmerksam zu machen.“ Existenzängste hat der 24-Jährige keine – genauso wenig wie Minkwitz. Dem Trainer liegt die mündliche Zusage aus der Führungsetage vor, beim Sprung in die dritte Liga weitermachen zu können. Und wenn“s nicht klappt? Der 39-Jährige bleibt gelassen. „Ich habe keinen schlechten Namen in der Region. Irgendwie geht“s immer weiter.“

Auf die Kickers bezogen, fragt sich nur wie. Die Lage ist verzwickt. „Es macht derzeit weder Sinn, mit unseren Spielern zu sprechen, noch mit möglichen Neuzugängen“, erklärt Manager Joachim Cast – und hebt entschuldigend die Arme: „Das wäre doch nicht erfolgversprechend.“

Auf Degerlochs Höhen liegt derzeit vieles in der Schwebe. Gelingt die Qualifikation für die dritte Liga, könnte der Club nach derzeitigem Stand auf elf Spieler mit gültigen Verträgen bauen. Aber eben nur theoretisch. Denn die Kontrakte der Führungsspieler David Yelldell, Mustafa Parmak und Angelo Vaccaro enthalten Ausstiegsklauseln, die zu einer festgeschriebenen Ablösesumme den Weggang schon in diesem Sommer ermöglichen.

Eine Übersicht über die Vertragslaufzeiten der Kickers-Spieler:

Verträge, die unabhängig von der Qualifikation für die dritte Liga gelten:

Bashiru Gambo (bis 2010), Gino Russo (2009).

Verträge, die nur für die dritte Liga gelten:

David Yelldell, Marcel Rapp, Marcus Mann, Benedikt Deigendesch, Angelo Vaccaro, Sokol Kacani, Saban Genisyürek, Markus Ortlieb (alle bis 2009), Mustafa Parmak (2010).

Verträge, die am Saisonende auslaufen:

Manuel Salz, Oliver Stierle, Jens Härter, Marco Wildersinn, Recep Yildiz, Julian Leist, Mike Baradel, Mustafa Akcay, Sascha Benda, Moritz Steinle, Alexander Rosen, Ferhat Cerci, Marco Tucci, Sven Sökler.

Stuttgarter Nachrichten

Presse zu Stuttgarter Kickers – Karlsruher SC II (2:0)

Kickers sammeln Pluspunkte
Der Hauptsponsor Gazi zieht seine Option für die dritte Liga, aber manche Konfusion bleibt

STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers haben in der Fußball-Regionalliga weiter Platz zehn im Visier. Vor allem dank Mustafa Parmak, der beim 2:0 gegen den Karlsruher SC II erneut der Matchwinner war. „Ich habe schließlich noch große Ziele“, sagt der 25-Jährige.

Von Joachim Klumpp

Die schwersten Minuten warteten auf Mustafa Parmak erst nach dem Schlusspfiff. Der Kickers-Spieler wurde zur Dopingprobe ausgelost. Und so etwas kann dauern. In diesem Fall rund eine Stunde lang. Dann schließlich hatte sie der 25-Jährige erfolgreich hinter sich gebracht. Genau wie das Spiel, in dem er – wie schon zuvor beim Heimsieg gegen Pfullendorf – zum Matchwinner avancierte. Zweimal zwei (Tore) macht in diesem Fall sechs (Punkte), welche die Kickers weiter in Blickrichtung zehnter Tabellenplatz schielen lassen. „Den Unterschied hat diesmal Mustafa Parmak ausgemacht“, sagte nicht nur der Kickers-Trainer Stefan Minkwitz, denn auch der Kollege Rainer Krieg meint: „So einen Knipser haben wir eben nicht.“

Dabei ist Parmak kein Stürmer, sondern offensiver und torgefährlicher Mittelfeldmann. Aber sein Potenzial hat er in dieser Saison lange nicht so abgerufen, wie es sich die Kickers gewünscht haben. Das hatte viele Gründe: physische, aber auch psychische. Ein schmaler Grat in diesem Fall. Natürlich gab es Verletzungen oder Zahnschmerzen, aber eben auch mentale Probleme. Als Talent galt Parmak bei den Kickers schon in der A-Jugend, doch Talent allein reicht nicht zum großen Durchbruch. Aber so langsam scheint es bei Parmak klick gemacht zu haben. In der Winterpause gab es viele Gespräche: mit dem Trainer, dem Manager, dem Berater, aber auch der Familie. „Meine Eltern haben großen Anteil am Aufschwung“, sagt Parmak, der inzwischen wieder zu Hause in Cannstatt wohnt. „Wenn er so weitermacht, wird er uns noch viel Freude bereiten“, sagt der Manager Joachim Cast – und fügt hinzu: „Die Frage ist dann, wie lange noch?“

Parmak hat das Potenzial für mehr, und er sagt: „Ich will sportlich noch was erreichen.“ Die zweite Liga, mindestens. Gegen eine festgeschriebene Ablöse (im unteren sechsstelligen Bereich) kann er vorzeitig aus seinem bis 2010 laufenden Vertrag. Als Vorbild dient dabei in gewisser Weise Manuel Hartmann. Der ist inzwischen beim Zweitligisten TuS Koblenz Stammspieler. „Wir telefonieren oft miteinander, und er gibt mir auch Tipps.“ Diese Unterstützung braucht Parmak, der nicht immer die richtigen Freunde hatte. Jetzt scheint er den Sprung geschafft zu haben, trainiert vor den Spielen sogar noch individuell auf dem ADM-Gelände. „Das zeigt doch seine professionelle Einstellung“, sagt der Trainer Stefan Minkwitz.

Die hat auch Bashiru Gambo an den Tag gelegt, der im defensiven Mittelfeld kämpferisch überzeugte, auch wenn die spielerische Komponente etwas zu kurz kam. Über die vollen 90 Minuten – im gesamten Team. Das ist auch dem kritischen Blick des Präsidiumsmitglieds Walter Kelsch nicht verborgen geblieben. „Natürlich freue ich mich über die drei Punkte“, sagte der Exnationalspieler, „aber wir müssen endlich mal lernen, ein Spiel gestalten zu können.“ Das klang alles andere als begeistert – und zeigt: intern liegt weiter einiges im Argen bei den Kickers.

Sportlich ist die neue dritte Liga bei drei Punkten Rückstand wieder in Reichweite. Aber sonst? Zwar hat der Hauptsponsor Garmo (Gazi) seine Option für die dritte Liga gezogen, allerdings nur zu leicht verbesserten Konditionen, die den Etat nicht entscheidend erhöhen. Und die bisher für nächste Saison veranschlagten gut drei Millionen Euro werden hinten und vorne nicht reichen, um konkurrenzfähig zu sein.

Also muss weiter gewirbelt werden. Schon zum Heimspiel gegen Oggersheim sollen die durchaus treuen Fans (3030 am Samstag) verstärkt mobilisiert werden. Wie? Die Antwort blieb das Präsidium schuldig. Dabei ist längst durchgesickert, dass die Zuschauer, die einen der Vornamen der Kickers-Spieler besitzen, freien Eintritt haben werden. Was die weiblichen Anhänger benachteiligt. Aber vielleicht kann man ja ein paar Ableitungen (Angela statt Angelo oder Alexandra statt Alexander) gelten lassen.

Kickers: Yelldell – Deigendesch, Wildersinn, Rapp, Steinle – Parmak, Rosen, Gambo (86. Yildiz), Stierle (78. Cerci) – Kacani (81. Tucci), Vaccaro.

Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach).

Tore: 1:0 Parmak (19.), 2:0 Parmak (90.).

Rote Karte: Brosinski (87./KSC).

Stuttgarter Zeitung

Parmak macht den Unterschied
Torgefährlicher Mittelfeldspieler steht für den Kickers-Aufschwung – Hauptsponsor verlängert

Stuttgart – Da waren es nur noch drei Punkte. Die Stuttgarter Kickers sind nach dem 2:0 gegen den Karlsruher SC II wieder auf Tuchfühlung zu Platz zehn. Der Aufschwung hat einen Namen: Mustafa Parmak. Von den letzten fünf Toren der Blauen erzielte der Mittelfeldspieler vier.

VON JÜRGEN FREY

Der Mann des Tages ließ sehr lange auf sich warten. Erst knapp zwei Stunden nach Spielende kam Mustafa Parmak aus den Katakomben hoch in den Vip-Raum. „Ich habe zwei Bierchen gebraucht, um pinkeln zu können“, sagte er mit einem Lächeln. Beim 25-Jährigen läuft es – nur nicht bei der Dopingkontrolle. Wie schon beim 2:0 gegen den SC Pfullendorf erzielte der Mittelfeldspieler beide Tore für die Blauen. Trainer Stefan Minkwitz sprach hinterher aus, was jeder im Gazistadion dachte: „Parmak hat heute wieder den Unterschied ausgemacht.“

Der torgefährliche Dribbler kompensierte gegen den KSC die spielerischen Schwächen der Mannschaft und die Ladehemmung der Stürmer im Alleingang. Sein Aufwärtstrend kommt nicht von ungefähr. Parmak ist nach zahlreichen Wehwehchen endlich wieder körperlich auf der Höhe. Entscheidend hinzu kommt: Minkwitz weiß wie kein anderer, wie er den Bruder Leichtfuß anzupacken hat. „Er kennt alle meine Macken“, räumt Parmak grinsend ein.

Der Mann mit den türkischen Wurzeln braucht viel Zuwendung und Pflege, die er seit einiger Zeit auch von seinem neuen Berater Michael Hofstetter bekommt, dem ehemaligen Kickers-Präsidiumsmitglied. „Ich will weiter oben spielen“, stellt Parmak klar – und gibt seinen Wandel in Sachen Einstellung offen zu: „Man wird älter und schaltet öfter den Kopf ein.“ Bis 2010 läuft sein Vertrag bei den Blauen. Wie bei allen Spielern – bis auf Bashiru Gambo und Gino Russo – gilt der Kontrakt nur für die dritte Liga. Angebote anderer Clubs habe er keine. Noch keine. Denn nicht nur Manager Joachim Cast ahnt: „Wenn er so weitermacht, werden wir viel Freude an ihm haben, fragt sich nur, wie lange noch.“ Es passt zum Aufschwung bei Parmak und den Kickers, dass Hauptsponsor Eduardo Garcia seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hat – allerdings nur für die dritte Liga. „Mit etwas anderem befasse ich mich nicht“, sagt Garcia, der mit reichlich Unverständnis darauf reagierte, dass der Club die Botschaft der Vertragsverlängerung vor dem Spiel unter Verschluss hielt und erst am gestrigen Sonntag verkündete: „Am Freitag war schon alles klar, ich wollte die Mannschaft anspornen.“

Es ging auch ohne die Motivationsspritze gut. Dank eines Mannes: Mustafa Parmak.

Stuttgarter Nachrichten

Land in Sicht
 
Parmak schießt die Stuttgarter Kickers beim 2:0 gegen den KSC II zum zweiten Heimsieg – Platz zehn rückt näher
 
Stuttgart – Die Aufholjagd der Stuttgarter Kickers geht weiter. Dank eines Doppelpacks von Mustafa Parmak besiegte der Fußball-Regionalligist den Karlsruher SC II mit 2:0 (1:0). Damit gewannen die „Blauen“ ihr zweites Heimspiel in Folge und verkürzten den Abstand zum zehnten Platz auf drei Punkte.
 
Von Beate Wockenfuß

In den Katakomben des Gazi-Stadions gab es beim Blick auf die Tabelle glänzende Augen. Die Kickers haben mit ihrer Mini-Serie von sieben Punkten in drei Spielen Boden gut gemacht. Zwar blieben sie auf dem 15. Platz, doch der Abstand zu den Qualifikationsrängen ist erheblich geschrumpft. Die dritte Liga ist also wieder in Sichtweite gerückt. „Wer hätte das gedacht? Wir waren schon totgesagt, aber die Mannschaft zeigt, dass sie lebt“, frohlockte Manager Joachim Cast. Und auch Trainer Stefan Minkwitz lobte seine Schützlinge, zu denen der zuletzt verbannte Bashiru Gambo wieder gehörte: „Sie haben von der ersten Minute bis zum Schluss gefightet. Genauso sollte es sein.“Die Karlsruher waren vor allem in der ersten Hälfte spielerisch überlegen, hatten auch einige gute Chancen, doch die Kickers hielten mit kämpferischem Einsatz dagegen. Den entscheidenden Unterschied aber machte Mustafa Parmak. Wie schon beim ersten Heimsieg in dieser Saison vor Ostern gegen Pfullen­dorf (2:0) erzielte der Mittelfeldspieler beide Treffer für die Gastgeber und entschied damit das zweite Heimspiel in Folge im Alleingang. In der 19. Minute zog er zunächst halblinks aus gut 20 Metern eiskalt ab und traf in den Winkel zur 1:0-Führung. In der Nachspielzeit vollendete er ein sehenswertes Solo von der rechten Seite in den Strafraum mit einem Schuss ins lange Eck und sorgte damit für den Endstand. Die Erleichterung, dass der 25-Jährige zu alter Stärke zurückgefunden hat, war nicht nur beim erneuten Doppeltorschützen spürbar. „Ich bin froh, dass bei ihm der Knoten endlich geplatzt ist“, freute sich Cast. Der Wille sich durchzubeißen, sei zurück. „Wenn Mustafa Parmak so weiter macht, haben wir noch viel Freude mit ihm“, prophezeite der Manager. Und der neue Liebling der Fans, der nach dem Schlusspfiff lange vermisste Streicheleinheiten bekam, verriet glücklich strahlend sein Erfolgsgeheimnis: „Ich habe eine Stunde vor dem Spiel ein paar Minuten ganz alleine trainiert. Das werde ich ab jetzt immer tun.“ Und dann spurtete er mit neuem Selbstbewusstsein in die zweite Nachspielzeit zur Doping-Kontrolle. Im Sommer hatte der flinke Supertechniker seinen Vertrag bis 2010 verlängert. Schaffen die Kickers die Qualifikation, bleibt ihnen aber nicht nur Parmak erhalten. Wie der Verein gestern bekannt gab, hat Hauptsponsor Gazi den Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Wirksam wird er aber nur, wenn die „Blauen“ die dritte Liga erreichen.

Statistik
Stuttgarter Kickers: Yelldell – Deigendesch, Wildersinn, Rapp, Steinle – Parmak, Rosen, Gambo (86. Yildiz), Stierle (78. Cerci) – Kacani (81. Tucci), Vaccaro.

Karlsruher SC II: Unger – Abele (83. Akgün), Krebs, Langkamp, Reinhard – Brosinski, Barg, Heckenberger (55. Bergheim), Fischer – Stindl, Bieber (55. Fetsch).

Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach). Zuschauer: 3030.

Tore: 1:0 Parmak (19.), 2:0 Parmak (90.+2).

Gelbe Karten: Deigendesch, Vaccaro / Stindl, Langkamp.

Rote Karte: – / Brosinski (87. / grobes Foulspiel).

Beste Spieler: Parmak, Yelldell / Langkamp, Barg.
 
Eßlinger Zeitung

Kickers – Karlsruher SC II 2:0 (1:0)

Die Stuttgarter Kickers besiegten im heutigen Heimspiel die Amateurmannschaft des Karlsruher SC mit 2:0 (1:0) Toren. Mann des Tages vor den 3030 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau war wie beim letzten Heimsieg gegen den SC Pfullendorf erneut Mustafa Parmak, der heute mit seinen beiden Treffern den Unterschied machte. Die Blauen gewannen am Ende sicherlich verdient gegen die flinken und spielstarken Karlsruher, die es verpassten selbst ihre Chancen zu verwerten. Mustafa Parmak traf in der 19. Minute mit einem tollen Distanzschuss und sorgte mit seinem fünften Saisontreffer in der Nachspielzeit für den 2:0 Endstand.

Die Aufstellung:

Bashiru Gambo stand heute nach seiner Suspendierung wieder in der Startelf, für den gesperrten Marcus Mann spielte Marco Wildersinn in der Innenverteidigung. Auf der rechten Abwehrseite verteidigte heute Benedikt Deigendesch für Sascha Benda. Ansonsten gab es im Team von Trainer Stefan Minkwitz keine Veränderungen. David Yelldell stand im Kickers-Tor, von rechts die Abwehrreihe mit Benedikt Deigendesch, Marco Wildersinn, Marcel Rapp und Moritz Steinle. Vor der Abwehr spielten Bashiru Gambo und Alexander Rosen, auf den Außenbahnen Mustafa Parmak und Oliver Stierle. Vorne stürmten Angelo Vaccaro und Sokol Kacani.

Der Spielverlauf:

Die Kickers kamen gegen die schnellen und spielstarken Gäste aus Karlsruhe nur schlecht in die Partie. Die junge Amateurmannschaft des KSC hatte demnach auch die ersten beiden Chancen im Spiel. Nach gut zehn Minuten wehrte David Yelldell den Schuss von Marcel Abele aus 20 Metern ab. In der 16. Minute musste Daniel Brosinski sein Team in Führung bringen, als er frei vor David Yelldell stand. Doch der Kickers-Schlussmann blieb lange stehen und drängte so den Karlsruher nach außen. Moritz Steinle konnte für den geschlagenen Keeper klären und grätschte den Ball im Fünfmeterraum weg.
Nur drei Minuten später nahm Mustafa Parmak sein Herz in die Hand. Den kurz ausgeführten Freistoß bekam er von Oliver Stierle zurück, ließ noch schnell zwei Gegenspieler stehen und zog aus halblinker Position ca. 22 Meter vor dem Tor einfach mal ab. Er traf das Leder voll und sein toller Schuss zappelte unhaltbar für den KSC-Torhüter im rechten Dreiangel. Ein tolles Tor zum 1:0 für die Blauen (19.).
Nach einer guten halben Stunde verlor Oliver Stierle im Mittelfeld den Ball und die schnellen Gäste zeigten einen gefährlich Konter. Sebastian Fischer flankte, nachdem er steil geschickt wurde, scharf in die Mitte, doch ging seine Hereingabe an Freund und Feind vorbei. Bis zur Halbzeit hatten die Kickers noch zwei nennenswerte Möglichkeiten, ein Kopfball von Sokol Kacani (32.) und ein Schuss von Oliver Stierle (38.) gingen beiden über das Tor.

Dass Mustafa Parmak ein gesundes Selbstvertrauen hat, zeigte er in der 43. Minute. Er schoss seinen Freistoß aus gut und gerne 40 Metern direkt auf das Tor, weil er sah, dass KSC-Schlussmann Thomas Unger mit einer Flanke rechnete. Doch sein Schuss klatschte an den Außenpfosten.

Nach der Pause passierte zunächst nichts. Die Kickers waren besser in den Zweikämpfen und ließen die Gäste nicht mehr so kombinieren. Angelo Vaccaro hatte dann nach einer Stunde seine Torchance, als er sich stark durchsetzen konnte und den Ball im Fallen unter dem Keeper hindurchspitzelte. Der Ball hoppelte Richtung leeres Tor, doch leider erwischte ein KSC-Spieler den Ball noch vor der Linie. Nur wenige Minuten später erkämpfte sich Angelo Vaccaro an der Mittellinie stark den Ball und legte ihn in den Lauf von Oliver Stierle, der in den Strafraum drängte und aus 12 Metern abzog. Thomas Unger im KSC-Tor reagierte blitzschnell und konnte den Schuss mit der linken Faust klasse parieren (63.). Erneut stand Angelo Vaccaro in der 72. Minute im Mittelpunkt, als er einen Flugkopfball nach einer Parmak-Flanke um Zentimeter am rechten Pfosten vorbeiköpfte.

In der Schlussviertelstunde wechselten beide Trainer noch regelmäßig aus, so dass der Spielfluss doch verloren ging. Die Kickers hatten ihre Möglichkeiten vergeben, das Spiel mit dem 2:0 zu entscheiden, so blieb es bis zum Schluss spannend. Aber von den Gästen kam viel zu wenig im zweiten Durchgang, vor allem vor dem Tor waren sie viel zu harmlos. Als Daniel Brosinski völlig unnötig Mustafa Parmak an der Mittellinie von hinten in die Beide sprang, zeigte ihm Schiedsrichter Deniz Aytekin konsequenter Weise die Rote Karte (86.). Danach war die Gegenwehr der Gäste gebrochen und in den Schlussminuten drängten die Kickers auf die endgültige Entscheidung: der eingewechselte Ferhat Cerci tunnelte seinen Gegenspieler, zog in die Mitte und passte auf Angelo Vaccaro, der direkt ablegte auf den ebenfalls eingewechselten Marco Tucci. Doch der Kickers-Stürmer zögerte einen Tick zu lange beim Torabschluss, so dass sein Versuch in letzter Sekunde noch abgeblockt wurde (88.). Die Kopfballablage vom eingewechselten Recep Yildiz nahm Angelo Vaccaro direkt, sein Schuss war aber zu unplatziert (90.). Den gelungenen Schlusspunkt der heutigen Partie setzte aber nochmals Mustafa Parmak: In seiner unnachahmlichen Art zog er in der Nachspielzeit von seiner rechten Außenbahn in den Strafraum, umkurvte seinen Gegenspieler, zog mit links ab und traf ins lange Eck zum 2:0-Endstand (90.+2).
Mit diesem Heimsieg sind die Blauen nun wieder bis auf drei Punkten an dem zehnten Platz dran, der zur Qualifikation zur dritten Liga berechtigt.

Die Trainerstimmen:

Rainer Krieg: „Nach unserm schwachen Heimspiel vergangene Woche wollten wir heute einen anderen Fußball zeigen. Wir haben viel besser Fußball gespielt und auch zwei drei gute Chancen gehabt in Führung zu gehen. Aber mit dem tollen Fernschuss von Mustafa Parmak sind wir ins Hintertreffen geraten. Parmak hat heute alleine die Partie entschieden und eben den Unterscheid gemacht. Im zweiten Durchgang haben wir alles versucht noch zumindest den Ausgleichstreffer zu erzielen, aber in der Offensive waren wir heute einfach zu schwach. Uns fehlt leider ein Knipser, der auch mal aus keiner Chance ein Tor macht. So stehen wir leider mit leeren Händen da und haben verdient mit 2:0 verloren.“
Stefan Minkwitz: „Karlsruhe war uns spielerisch zeitweise überlegen, aber das war uns schon vorher klar. Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir heute nicht Fußball spielen sondern Fußball kämpfen müssen. Das wurde auch größtenteils umgesetzt. Der Unterschied heute hat Mustafa Parmak gemacht, dennoch möchte ich ein Lob an die ganze Mannschaft aussprechen, denn alle haben von der ersten bis zur 90. Minute gefightet.“

Die Spielstatistik

Kickers: David Yelldell – Benedikt Deigendesch, Marco Wildersinn, Marcel Rapp, Moritz Steinle – Alexander Rosen, Bashiru Gambo (83. Recep Yildiz), Oliver Stierle (77. Ferhat Cerci), Mustafa Parmak – Sokol Kacani (80. Marco Tucci), Angelo Vaccaro – Trainer: Stefan Minkwitz
Karlsruher SC II: Thomas Unger – Christopher Reinhard, Sebastian Langkamp, Florian Krebs, Marcel Abele (81. Aykut Akgün) – Matthias Heckenberger (55. Stanislaus Bergheim), Thorsten Barg, Daniel Brosinski, Lars Stindl – Christopher Bieber (55. Mathias Fetsch), Sebastian Fischer – Trainer: Rainer Krieg

Zuschauer:
3030 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau

Torfolge:
1:0 Mustafa Parmak (19.)
2:0 Mustafa Parmak (90.)

Schiedsrichter:
Deniz Aytekin (Oberasbach)

Verwarnungen:
Gelbe Karten: Benedikt Deigendesch, Angelo Vaccaro – Sebastian Langkamp, Lars Stindl
Rote Karte: Daniel Brosinski (86. grobes Foulspiel)

Offizielle Homepage

Vorberichte II: Stuttgarter Kickers – Karlsruher SC II

„Ich marschiere gerne vorneweg“

Kickers-Neuzugang Rosen

Stuttgart – Er ist die positive Überraschung bei den Stuttgarter Kickers im Jahr 2008: Neuzugang Alexander Rosen (28) hat beim Fußball-Regionalligisten auf Anhieb eine Führungsrolle übernommen. „Ich marschiere gerne vorneweg“, sagt der Mittelfeldspieler vor dem Heimspiel an diesem Samstag (14 Uhr) gegen den Karlsruher SC II.

Herr Rosen, wie fühlt man sich als der neue Chef im Spiel der Kickers?

Moment, ich sehe mich nicht als alleiniger Chef in der Mannschaft. Spieler wie Angelo Vaccaro, Marcel Rapp oder Oliver Stierle übernehmen ebenso Verantwortung.

Vieles konzentriert sich aber derzeit auf Sie.

Wenn andere dadurch befreit aufspielen, ist das doch wunderbar. Und es ist ja auch so, dass eine Mitläuferrolle nicht meinem Naturell entspricht. Sich zu verstecken, vor allem, wenn es nicht läuft, ist nicht mein Ding. Ich marschiere gerne vorneweg und versuche durch Leistung und Einsatz meine Mitspieler mitzureißen.

Waren Sie schon immer ein Leader?

Ich war schon zu Jugendzeiten beim FC Augsburg Kapitän. Später auch bei den Amateuren von Eintracht Frankfurt sowie in der Studenten-Nationalmannschaft. Und zuletzt sogar in Norwegen – als Ausländer. Das gab mir einen großen Schub.

Wie sehr beschäftigt die Mannschaft dieungewisse Zukunft des Vereins?

Kabinengespräch ist das nicht. Was das Finanzielle betrifft, haben uns die Verantwortlichen signalisiert, dass sie die Situation im Griff haben. Sportlich hat jeder im Hinterkopf, dass es um seinen Job geht.

Warum reicht es noch für die dritte Liga?

Weil am Saisonende die Mannschaft mit dem größten Willen über dem Strich steht.

Ein Sieg gegen den KSC II ist Pflicht.

Wir werden gewinnen.

Mit Ihrem ersten Tor für die Kickers?

Warum nicht? Es wird langsam Zeit.

Fragen von Jürgen Frey

Stuttgarter Nachrichten

Kickers setzen auf Kampf

Stuttgart (red) – Während Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers heute (14 Uhr) gegen den Karlsruher SC II den zweiten Heimsieg in dieser Saison anpeilt, will der VfB Stuttgart II zeitgleich beim SC Pfullendorf die jüngste Heimniederlage wettmachen.

Stuttgarter Kickers

„Die Waldau muss eine Festung werden“, fordert Trainer Stefan Minkwitz und gibt daher eine klare Anweisung: „Das kämpferische Element hat im Vordergrund zu stehen.“ Elf Partien haben die Kickers noch Zeit, aus dem Tabellenkeller unter die ersten Zehn zu klettern. Derzeit trennen den 15. sechs Punkte vom rettenden Ufer. Heute wollen die „Blauen“ den nächsten Schritt nach oben machen. Dem ersten Heimsieg in dieser Saison vor Ostern gegen den SC Pfullendorf soll gegen den Tabellennachbarn Karlsruher SC II der zweite Dreier im Gazi-Stadion folgen. Verzichten muss Minkwitz auf Marcus Mann, der nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist. Für ihn rückt Marco Wildersinn in die Innenverteidigung. Bashiru Gambo steht nach seiner Suspendierung aus disziplinarischen Gründen wieder im Kader. „Er hat im Training richtig Gas gegeben“, begründet Minkwitz die Begnadigung des Mittelfeldmanns.

So wollen sie spielen: Yelldell – Benda, Wildersinn, Rapp, Steinle – Parmak, Rosen, Akcay, Stierle – Kacani, Vaccaro.

(…)

Eßlinger Zeitung

Vorberichte: Stuttgarter Kickers – Karlsruher SC II

Neues Spiel, neues Glück für Gambo
Kickers empfangen den KSC II

STUTTGART (hec/mad). Die Stuttgarter Kickers wollen in der Fußball-Regionalliga den zweiten Heimsieg der Saison feiern. „Die Waldau muss eine Festung werden“, sagt der Trainer Stefan Minkwitz. Derweil hat Peter Starzmann seinen Vertrag in Reutlingen verlängert.

Stefan Minkwitz greift sich eine Brezel und gleichzeitig zu martialischer Rhetorik. „Wir müssen die Waldau zu einer Festung machen“, sagt der Trainer der Stuttgarter Kickers und beißt in das Laugengebäck. Morgen um 14 Uhr (Gazi-Stadion) empfängt sein Team in der Fußball-Regionalliga die zweite Mannschaft des Karlsruher SC, und Stefan Minkwitz gibt seinen Spielern eine eindeutige Botschaft mit auf den Weg. „Wir müssen Fußball kämpfen und nicht Fußball spielen.“

Nach dem Wirbel der vergangenen Tage um die neuen Strukturen bei den Kickers mit der Bildung einer GmbH & Co. KG und der erneuten Diskussionen über die unendliche Geschichte der Finanznot des Clubs, sind die Verantwortlichen froh, dass sich der Fokus zumindest vorübergehend wieder auf den Fußballplatz richtet. Nach den vier Punkten aus den vergangenen zwei Spielen schöpfen die Kickers elf Spieltage vor dem Saisonende wieder Hoffnung, den Sprung unter die ersten zehn und damit den Einzug in die dritte Liga doch noch zu schaffen. „Dafür müssen wir mindestens alle Heimspiele gewinnen“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast.

Damit dieser Plan aufgeht, soll sich auch Bashiru Gambo morgen wieder das blau-weiße Trikot anziehen. Der Mittelfeldspieler, der zuletzt aus disziplinarischen Gründen eine Denkpause von Minkwitz bekommen hatte, steht wieder im Kader und hat gute Chancen, zum Einsatz zu kommen. „Er hat im Training richtig Gas gegeben. Wenn er klar im Kopf ist, dann können wir auf ihn nicht verzichten“, sagt Minkwitz. Weil Marcus Mann im Spiel gegen Kassel die fünfte Gelbe Karte sah und damit am Samstag ausfällt, läuft Marco Wildersinn von Beginn an gegen seinen Exclub aus Karlsruhe auf. Weitere Veränderungen schließt der Trainer nicht aus. „Auf dem Video vom letzten Spiel habe ich einige Dinge gesehen, die mir nicht gefallen haben“, sagt Minkwitz. „Wer jetzt noch nicht kapiert hat, dass es für uns um alles geht, dem kann ich auch nicht mehr helfen.“

Stuttgarter Zeitung

Vorschau

Spielinfos:

Anstoß: 29.03.2008 14:00
Stadion: GAZI-Stadion auf der Waldau

Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)
Assistenten: Müller (Ansbach), Ehwald (Geldersheim)

Stuttgarter Kickers: Mann ist gelbgesperrt, für ihn könnte Yildiz in die Innenverteidigung rücken. Ansonsten dürfte Trainer Minkwitz der Startelf der letzten Woche vertrauen.

Karlsruher SC II: Die Sperre für Langkamp und Barg ist vorbei.Einige Akteure müssen wohl zu den ersatzgeschwächten Profis aufrücken (Dick, Stindl).

Aufstellung

Stuttgarter Kickers
Yelldell – Benda, Yildiz, Rapp, Steinle – Parmak, Rosen, Akcay, Stierle – Kacani, Vaccaro; Trainer: Minkwitz
Karlsruher SC II
Unger – Abele, Krebs, S. Langkamp, Reinhard – Brosinski, O. Schröder, Bieber, S. Fischer – Bergheim, Fetsch; Trainer: Krieg

Kicker

Kickers gegen Karlsruher SC II – Neue Chance für Bashiru Gambo     

Im Spiel am morgigen Samstag um 14 Uhr im GAZi-Stadion müssen die Stuttgarter Kickers gegen den Karlsruher SC II die zuletzt begonnene Punktejagd fortsetzen, um näher an den für die Qualifikation zur 3. Liga so wichtigen zehnten Tabellenplatz heranzurücken. Cheftrainer Stefan Minkwitz dürfte in dieser Partie auch wieder Bashiru Gambo eine Chance geben, nachdem dieser unter der Woche voller Elan im Training angetreten ist und sich positiv in die Mannschaft einbringen möchte. „Ein Gambo in Bestform kann uns spielerisch nach vorne bringen und er weiß selbst, dass er jetzt hunderprozentig mitziehen muss“, betont der Kickers-Cheftrainer.

Infolge der fünften gelben Karte für Marcus Mann wird Marco Wildersinn dessen Position im Abwehrzentrum einnehmen. Ob es dann noch eine weitere Änderung in der Abwehr oder im Mittelfeld geben wird, lässt Minkwitz noch offen. Im Angriff ist wieder mit dem Sturmduo Kacani und Vaccaro zu rechnen und beide wollen in dieser Partie mit den Karlsruhern ihr Torekonto weiter aufbessern. „Wie schon zuletzt muss im Vordergrund zunächst das kämpferische Element stehen und dann wird sich auch das spielerische Element ergeben“, sieht Minkwitz die Prioritäten in dieser Begegnung.

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