Presse zu Stuttgarter Kickers – FSV Ludwigshafen-Oggersheim

1:0 – die Kickers im Glück

Der eingewechselte Marco Tucci rettet in einem schwachen Spiel gegen Oggersheim den Sieg

STUTTGART. Das beste am 1:0-Sieg der Stuttgarter Kickers in der Fußball-Regionalliga gegen Oggersheim sind die drei Punkte. „Es war ein unverdienter Sieg“, gab der Manager Cast zu – ehe der Verein den Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Mauch bekannt gab.

Von Joachim Klumpp

Vor einer Woche beim Spiel in Sandhausen hatte der Kickers-Trainer Stefan Minkwitz eingestehen müssen, mit seinen Einwechslungen kein glückliches Händchen gehabt zu haben. Gestern war das ganz anders: Da brachte er Franco Petruso von der zweiten Mannschaft, dessen Distanzschuss der Oggersheimer Torwart nur abklatschen konnte – und in der darauf folgenden Szene der ebenfalls eingewechselte Marco Tucci zum 1:0-Siegtor einschoss. Da waren bereits 80 Minuten gespielt, und das Schlusslicht war die klar bessere Mannschaft, so dass selbst der Kickers-Manager Joachim Cast zugeben musste: „Der Sieg war unverdient.“

Doch letztendlich zählen nur die drei Punkte, welche die Kickers wieder näher an den zehnten Platz heranbringen. In der Verfassung von gestern allerdings wird es schwer, dieses Ziel zu erreichen, das weiß auch Stefan Minkwitz: „So können wir auf Dauer nicht bestehen“, sagte der Trainer, der in der Halbzeit in der Kabine laut wurde, mit bescheidenem Erfolg. Besser wurde es vor den 2865 Zuschauern nicht, die Kickers verloren nicht nur die spielerische Linie, sondern auch die meisten Zweikämpfe, was keineswegs nur an dem Ausfall des Mittelfeldmotors Alex Rosen gelegen haben kann. „Das Ganze ist eine Frage der Einstellung“, sagte Minkwitz später. „Aber anscheinend geht es einigen Herren schon wieder zu gut.“

Wen er damit gemeint hat? Auf jeden Fall Angelo Vaccaro, der seine Auswechslung auch noch mit einer abfälligen Geste kommentierte. Minkwitz: „Ich habe mich heute nur bei David Yelldell bedankt.“ In der Tat bewahrte der scheidende Schlussmann seine Mannschaft – wieder einmal – vor einem Rückstand, als er vor der Pause gleich drei hochkarätige Chancen der Gäste vereitelte. Cast: „Nach diesem Spiel können wir nicht zur Tagesordnung übergehen, da müssen einige Dinge angesprochen werden.“

Das taten die Verantwortlichen schon unmittelbar nach den 90 Minuten – mit personellen Konsequenzen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Christian Mauch trat „aus persönlichen Gründen“ von seinem Amt zurück, nachdem es zuletzt offenkundig zu Differenzen zwischen ihm und dem Präsidium gekommen war. Der Orthopäde bleibt aber bis auf weiteres im Gremium, das nun von dem Anwalt Rainer Lorz geführt wird.

Ob damit im Umfeld des Vereins endlich die nötige Ruhe eintritt? Die gibt es am Wochenende zumindest auf dem Trainingsgelände der Kickers. Die Spieler bekamen trotz der schwachen Vorstellung frei. Begründung des Trainers Minkwitz: „Ich will die Gesichter jetzt zwei Tage nicht sehen – und am Montag wird Klartext geredet.“

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Deigendesch, Wildersinn, Mann, Rapp (46. Steinle) – Parmak, Akcay (65. Petruso), Gambo, Cerci – Vaccaro (75. Tucci), Kacani.

Tor: Tucci (80.).

Rote Karte: Petruso (grobes Foulspiel, 89.).

Stuttgarter Zeitung

1:0 – Joker Tucci erlöst schwache Kickers

Äußerst glücklicher Sieg gegen Oggersheim dank überragendem Torwart Yelldell – Mauch tritt zurück

Stuttgart – Der Papst war nicht da, dafür öffnete Petrus die Schleusen. Und auf dem schlammigen Platz rutschte der schwache Regionalligist Stuttgarter Kickers beinahe aus: Gegen Schlusslicht FSV Oggersheim gab es am Freitag ein glückliches 1:0 (0:0).

VON JÜRGEN FREY

Auch ein nochmaliger Anruf der Kickers im Vatikan in Rom hatte nichts gebracht – Papst Benedikt XVI. schlug die Einladung der Blauen aus und kam nicht. Doch sind wir ehrlich: Er hat auch nichts verpasst.

Die Kickers spielten, als hätten sie im Kampf um einen Platz in der dritten Liga göttlichen Beistand bitter nötig. Das Team von Trainer Stefan Minkwitz blieb zwar im fünften Spiel in Folge ungeschlagen, agierte aber auf dem tiefen Rasen viel zu zerfahren. Statt Esprit gab es nur Stückwerk zu sehen. Ohne den verletzten Denker und Lenker Alexander Rosen (Oberschenkelverhärtung) lief so gut wie nichts zusammen. Außerdem mangelte es an der Einstellung. Minkwitz ging mit seinen Feldspielern hinterher hart ins Gericht: „Ich bin sprachlos über diese Leistung. Einigen Herren geht es wohl anscheinend wieder zu gut.“

Die Blauen kamen durch einen Freistoß von Mustafa Parmak zu ihrem ersten Torschuss. Er scheiterte aus 19 Metern an FSV-Torwart Assen Alexov. Da war schon eine Stunde gespielt, und kaum noch jemand dachte an diesem trüben Abend an eine Sternstunde der Kickers – bis Marco Tucci kam. Der eingewechselte Stürmer erzielte nach Vorarbeit von Parmak und Franco Petruso, der später mit Rot vom Platz flog, das 1:0-Siegtor (80.). „Der Trainer hat gesagt, ich soll ein Tor machen, also habe ich eines gemacht“, sagte der glückliche Tucci, „es war ein wichtiger Treffer – für die Mannschaft, aber auch für den ganzen Verein.“

Die drei Punkte gegen den abgeschlagenen Letzten hatten die Blauen neben Tucci vor allem ihrem Torhüter zu verdanken. David Yelldell zeigte in der 26. Minute zwei spektakuläre Paraden. Erst rettete er mit den Armen gegen Christoph Böcher, dann hielt er den Nachschuss von Mohammed Camara mit den Beinen. Und sechs Minuten später scheiterte auch noch der völlig frei stehende Thorsten Reiß am besten Kickers-Spieler. „Ich habe mich bei David bedankt. Nur bei ihm“, lobte Minkwitz seinen Keeper, der die Kickers nach der Saison verlassen wird. „Wenn er nur in die zweite Liga wechselt, dann habe ich keine Ahnung vom Fußball“, ergänzte Minkwitz.

Trotz des Erfolgs herrschte auf der Waldau Tristesse pur. Da passte es ins Bild, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Christian Mauch am Freitag aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt erklärte. Nachfolger ist Rainer Lorz.

Stuttgarter Nachrichten

„Glück – und nichts anderes“

Schwache Stuttgarter Kickers gewinnen unverdient mit 1:0 gegen den FSV Ludwigshafen-Oggersheim

Stuttgart – Schlecht gespielt, unverdient gewonnen: Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat den FSV Ludwigshafen-Oggersheim gestern abend mit 1:0 (0:0) besiegt und bleibt damit im fünften Spiel in Folge ohne Niederlage.

Von Beate Wockenfuß

„Das war heute absolutes Glück – und nichts anderes“, war Kickers-Trainer Stefan Minkwitz angefressen. „So eine Leistung dürfen wir nicht wiederholen. Denn so können wir nicht bestehen.“Die Partie litt unter den widrigen äußeren Bedingungen. Starker Regen hatte den Platz schwer bespielbar gemacht. Minkwitz musste im Mittelfeld zwei Ausfälle kompensieren: Kapitän Oliver Stierle fehlte wegen einer Wadenverletzung, für ihn lief Ferhat Cerci auf. Zudem musste Alexander Rosen wegen einer Oberschenkelzerrung passen. Für ihn kam Mustafa Akcay zum Einsatz.Die Gastgeber brachten kaum etwas zustande. Das Tabellen-Schlusslicht aus Oggersheim erspielte sich die besseren Chancen, doch Kickers-Torwart David Yelldell, der zum Saisonende den Verein definitiv in Richtung zweite Liga verlassen wird, war gewohnt souverän. So vereitelte Yelldell in der 29. Minute eine Großchance der Gäste: Erst parierte er Grugur Rados‘ Schuss aus kurzer Distanz, dann klärte er auch vor dem nachsetzenden Mohammed Camara. Sechs Minuten später tauchte Thorsten Reiß plötzlich frei vor Yelldell auf, dieser wehrte aber den Schuss des Oggersheimers ab. In der Kickers-Offensive herrschte dagegen Windstille. Die Quittung für die enttäuschenden Stuttgarter: Buh-Rufe zur Halbzeit.Nach dem Seitenwechsel dasselbe Bild: Die Oggersheimer spielten engagierter und kombinierten, die Kickers zeigten dagegen eine schwache Leistung. Trotzdem fiel in der 80. Minute die Führung für die „Blauen“: Den Schuss von Franco Petruso faustete Alexov zwar weg, doch dann kam Parmak an den Ball und passte auf Marco Tucci. Der eben eingewechselte Stürmer musste nur noch einschieben. Die absolut unverdiente 1:0-Führung brachten die Stuttgarter über die Zeit.

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Deigendesch, Wildersinn, Mann, Rapp (46. Steinle) – Parmak, Akcay (66. Petruso), Gambo, Cerci – Kacani, Vaccaro (75. Tucci).

FSV Ludwigshafen-Oggersheim: Alexov – Stiller, Berrafato, Hildebrandt, Böcher – Schlabach, Lapidakis, Ay, Reiß – Camara (79. Christ), Grugur Rados (72. Strohmann).

Schiedsrichter: Valentin (Taufkirchen).

Zuschauer: 2865.

Tore: 1:0 Tucci (80.).

Rote Karte: Petruso (89./grobes Foulspiel).

Gelbe Karten: Wildersinn, Parmak, Steinle / Lapidakis.

Beste Spieler: Yelldell / Reiß, Camara.

Eßlinger Zeitung

Vorberichte Stuttgarter Kickers – FSV Ludwigshafen-Oggersheim

Yelldell kündigt Abschied an
Torhüter verlässt die Kickers

STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers empfangen in der Fußball-Regionalliga heute (19 Uhr) das Schlusslicht aus Oggersheim. Vor dem Spiel wurde bekannt, dass der Torwart David Yelldell und der Verteidiger Julian Leist den Verein zum Saisonende verlassen.

Von Joachim Klumpp

An dem Torwart David Yelldell liegt es sicher nicht, dass die Stuttgarter Kickers um die Qualifikation für die künftige dritte Fußballliga bangen müssen. Der 26-Jährige ist die Zuverlässigkeit in Person und der große Rückhalt der Mannschaft. Aus diesem Grund muss er sich persönlich auch gar keine Gedanken um die Zukunft machen. Yelldell wird weder in der dritten noch vierten Liga spielen – sondern in der zweiten. „Es gibt verschiedene Anfragen und Angebote“, sagt sein Berater Uli Ferber, der deshalb bis zum Ende des Monats die Option ziehen wird, nach welcher der Schlussmann zu einer festgeschriebenen Ablöse (eine höhere fünfstellige Summe) den Club wechseln kann.

Der Kickers-Manager Joachim Cast wollte sich gestern zwar noch nicht offiziell dazu äußern, gab aber zu: „Es wäre überraschend, wenn es keine Interessenten für ihn gäbe.“ Yelldell, der 2005 nicht zuletzt wegen des Trainers Robin Dutt von den Blackburn Rovers zu den Kickers zurückkehrte, hat sich in den vergangenen drei Jahren zum vielleicht besten Regionalligaschlussmann im Süden entwickelt und wurde schon im Vorjahr mehrmals (unter anderem von Hoffenheim) beobachtet. „Sein Stellenwert in Mannschaft, Verein und Umfeld hat sich enorm gesteigert“, sagt Cast, so dass der nächste Schritt auf der Karriereleiter die logische Folge ist. „Sportlich ist das sicher ein herber Verlust“, betont der Trainer Stefan Minkwitz, „aber er ist nicht der erste und sicher auch nicht der letzte Spieler, der die Kickers verlässt.“

In der Tat. Denn gestern wurde auch bekannt, dass der junge Julian Leist seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird und zu 1860 München (vorzugsweise in die zweite Mannschaft) wechseln wird. „Das ist schade“, sagt Cast, „aber wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten alles unternommen, um ihn zu halten.“ Offensichtlich aber hatte sich der Innenverteidiger, der vor der Saison kurzfristig in den Profikader beordert wurde, mehr Einsätze in der ersten Mannschaft versprochen. Der Trainer Minkwitz bedauert den Entschluss des 20-Jährigen: „In meinen Augen ist das ein Schnellschuss.“

Leists Pech sei gewesen, dass er sich zur Beginn der Rückrunde in der zweiten Mannschaft eine Rote Karte eingehandelt habe und dann gesperrt war. „Und zuletzt hat er in der Oberliga nicht unbedingt die Leistung gebracht, die nötig ist, um sich aufzudrängen.“ Dennoch verlieren die Kickers wieder einmal ein talentiertes Eigengewächs, was für einen Verein, der auf den Nachwuchs setzt, bedauerlich ist. „Er wird aber weiter zum Kader gehören“, sagt Minkwitz mit Blick auf die restlichen neun Saisonspiele.

Das erste davon findet heute (19 Uhr) statt. Und alles andere als ein Sieg gegen das Schlusslicht Oggersheim wäre ein Rückschlag. Auch wenn neben Sascha Benda (Zerrung) die Kapitäne Jens Härter sowie Oliver Stierle ausfallen und Alexander Rosen (Oberschenkelprobleme) angeschlagen ist. Minkwitz: „Wir wollen trotzdem unsere Miniserie von vier Spielen ohne Niederlage ausbauen.“

Stuttgarter Zeitung

Leist geht – Papst zögert
Kickers warten weiter auf Antwort aus dem Vatikan

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers haben auf ihre göttliche Idee, den Papst zum Heimspiel gegen den FSV Oggersheim einzuladen, noch keine Antwort erhalten. Dafür steht vor der Partie am heutigen Freitag (19 Uhr/Gazistadion) fest: Verteidiger Julian Leist wechselt zum TSV 1860 München.

Leist geht nach München – und der Papst bleibt wahrscheinlich in Rom. Die Anzeichen verdichten sich, dass die Einladung für seine Heiligkeit etwas zu spät im Vatikan eintraf. Wie berichtet, hatte Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum Papst Benedikt XVI. höchstpersönlich per Brief auf die Waldau eingeladen. Die fixe Idee ist kein Witz, bleibt aber der Brüller der Woche und Gesprächsthema in der Stadt. Noch warten die Blauen gespannt auf eine Antwort. Auch auf Nachfrage unserer Zeitung hielt sich die vatikanische Pressestelle bedeckt: „Wir behalten uns vor zu antworten – oder auch nicht“, sagte ein Mitarbeiter.

Eine klare Ansage gab es für die Kickers dagegen von Julian Leist. Der 1,92 m große Abwehrspieler teilte dem Fußball-Regionalligisten seinen Wechsel zum TSV 1860 München mit. Der 20-Jährige, dem auch ein Angebot des SC Freiburg vorlag, unterschrieb bei den Löwen einen Zweijahresvertrag. „Bei den Kickers fehlen mir die sportlichen Perspektiven, zudem war das Angebot aus München sehr attraktiv“, sagte Leist, der bei 1860 zunächst für die zweite Mannschaft vorgesehen ist. „Mit der Option nach oben“, wie Leist betont.

In dem Verteidiger verlieren die Blauen einen Spieler mit sehr guten Perspektiven. Besonders ärgerlich: Da sein Vertrag am Saisonende ausläuft, geht er ablösefrei. Entsprechend enttäuscht reagierte Trainer Stefan Minkwitz: „Ich bin bedient. Wir hatten Julian ein konkretes Angebot gemacht, jetzt hat er uns vor vollendete Tatsachen gestellt.“ Allerdings stand Leist in dieser Saison lediglich zehnmal im Regionalligakader, zum Einsatz kam er nur in der Oberligaelf.

Heute gegen Schlusslicht FSV Oggersheim wird Oliver Stierle wegen seiner Wadenverletzung nicht spielen können. Hinter dem Einsatz von Alexander Rosen (Oberschenkelprobleme) steht ein kleines Fragezeichen. Minkwitz: „Völlig egal, wer aufläuft, es gibt nichts anderes als drei Punkte.“ Mit oder ohne päpstlichen Beistand. Jürgen Frey

Stuttgarter Nachrichten

Minkwitz warnt vor dem Schlusslicht

Stuttgart (bw) – In der Fußball-Regionalliga empfangen die Stuttgarter Kickers heute (19 Uhr) den Tabellenletzten FSV Ludwigshafen-Oggersheim. Der VfB Stuttgart II ist bei den Sportfreunden Siegen zu Gast (19.30 Uhr).

Stuttgarter Kickers
„Es müssen drei Punkte her“, lautet die klare Ansage von Trainer Stefan Minkwitz. Acht Zähler haben die Kickers in den vergangenen vier Spielen geholt und damit ihre Aufholjagd für die Qualifikation zur dritten Liga gestartet. „Die Mini-Serie wollen wir jetzt ausbauen“, sagt der Coach, warnt aber davor, die abgeschlagenen Oggersheimer (9 Punkte) zu unterschätzen: „Sie werden Gas geben. Schließlich haben sie keinen Druck, da spielt es sich einfacher.“ Der wiedergenesene Moritz Steinle wird wohl wieder in die Startelf rücken. Der Einsatz von Oliver Stierle (Wadenverletzung) ist fraglich. Kapitän Jens Härter hat sich unterdessen wegen seiner anhaltenden Knieprobleme (Meniskus- und Knorpelschaden) zu einer Operation entschlossen. Für den Verteidiger, der Ende September vergangenen Jahres seinen letzten Einsatz für die Kickers hatte, ist die Saison damit wohl gelaufen.

So wollen sie spielen: Yelldell – Deigendesch, Mann, Rapp, Steinle – Parmak, Rosen, Gambo, Cerci – Kacani, Vaccaro.
 
Eßlinger Zeitung

FSV und SVS vor Auswärtsspielen

Oggersheim/Sandhausen. Der FSV Ludwigshafen-Oggersheim steht in der Fußball-Regionalliga Süd als Tabellenletzter auch deshalb so schlecht da, „weil wir in der bisherigen Runde nie zwei Mal mit derselben Mannschaft antreten konnten“, so Trainer Sascha Koch. Das ist auch vor dem Auswärtsspiel heute Abend, 19 Uhr, bei den Stuttgarter Kickers nicht anders: Wegen der fünften Gelben Karte fällt Tim Merritt aus,- für ihn wird Marco Lapidakis vor der Vierer-Abwehrkette mit Reiß, Berrafato, Hildebrandt und Böcher spielen. Einen Wechsel gibt es im Tor: Assen Aleksov ist wieder die Nummer eins, nachdem Russi Petkov zuletzt gegen Unterhaching zwei „haltbare“ Tore kassierte.

Mannheimer Morgen

Vorschau

Spielinfos:

Anstoß: 11.04.2008 19:00
Stadion: GAZI-Stadion auf der Waldau

Schiedsrichter: Valentin (Taufkirchen)
Assistenten: Schlott (Marktl), Waldkirch (Pfaffenweiler)

Stuttgarter Kickers: Der wiedergenesene Steinle könnte Wildersinn verdrängen. Die zuletzt angeschlagenen Gambo und Parmak spielen wohl, Stierle (Wade) eher nicht.

FSV LU-Oggersheim: Für Böcher (er ist angeschlagen), Merritt (Gelbsperre) und G. Rados kommen Rodighero, Haber und Strohmann.

Aufstellung

Stuttgarter Kickers
Yelldell – Deigendesch, Mann, Rapp, Steinle – Parmak, Rosen, Gambo, Cerci – Kacani, Vaccaro; Trainer: Minkwitz

FSV LU-Oggersheim
Alexov – Reiß, Berrafato, Hildebrandt, Rodighero – Haber – Schlabach, Homola, Ay – Strohmann, Camara; Trainer: Koch 

Kicker

Presse zum Pabst und zu angeblichen Liquiditätsproblemen

Doppelpass mit dem Papst
Der Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers sucht händeringend Hilfe, sogar im Vatikan

STUTTGART. Die drei Punkte gegen das Tabellenschlusslicht Oggersheim haben die Kickers (morgen, 19 Uhr) in der Fußball-Regionalliga fest eingeplant. In finanziellen Dingen fehlen feste Zusagen aber offensichtlich noch.

Von Joachim Klumpp

Die Stuttgarter Kickers haben das Heimspiel morgen gegen den FSV Oggersheim zum Namenstag ausgerufen. Sämtliche Zuschauer die den Vornamen eines Kickers-Spielers tragen, dürfen – nebst weiblicher Begleitung – die Partie gegen den Tabellenletzten gratis besuchen. In diesem Zusammenhang hatte der Marketingmann Martin Kurzka die Idee, auch den Papst Benedikt persönlich einzuladen, da der den gleichen Vornamen wie der Kickers-Spieler Deigendesch besitzt.

Solche eher amüsanten Episoden sind ansonsten derzeit Mangelware bei den Kickers. Der Regionalligist kämpft an allen Fronten ums Überleben – der sportliche Part gerät dabei manchmal sogar ins Hintertreffen. Das ist auch dem Aufsichtsrat nicht verborgen geblieben, der das Präsidium deshalb in die Pflicht nahm, seine Hausaufgaben zu machen. Gemeinsame Sitzungen sollen künftig in kürzeren Abständen stattfinden. Erste Konsequenz war am Dienstagabend ein Treffen beim Hauptsponsor Gazi, dessen Chef Eduardo Garcia nach den Worten des Kickers-Präsidenten Dirk Eichelbaum „jede mögliche Unterstützung zugesagt hat“. Zunächst soll es sich dabei eher um PR-Aktionen als um monetäre Zuwendungen handeln.

Dabei brauchen die Kickers neben Punkten derzeit vor allem eines: Geld. Auch wenn der Präsident sich dazu nicht explizit äußert, fehlt ein stattlicher Betrag – die Rede ist von 100 000 bis 200 000 Euro -, um die laufende Runde zu bestehen. Offensichtlich spekulieren die Kickers darauf, dass sie eine Fernsehrate des DFB von Mai vorziehen können, um liquide zu bleiben. Daneben gibt es kleine Erfolgserlebnisse wie die Vertragsverlängerung mit einem Top-90-Sponsor, so der im Präsidium fürs Marketing zuständige Hans-Jürgen Wetzel, der vom Aufsichtsrat besonders kritisiert worden ist.

Das Verhältnis des Kontrollgremiums zum Präsidium ist sehr angespannt, um es vorsichtig auszudrücken. Deshalb wird vom Aufsichtsrat auch die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung spätestens nach dem Saisonende erwogen, um die anstehenden Probleme – finanzieller, struktureller, aber auch personeller Art – zu lösen. Auf der Agenda stehen zum Beispiel noch die ausstehende Entlastung des alten (und aktuellen) Präsidiums sowie die Lex Kullen, die inzwischen bekanntlich gerichtlich entschieden werden soll, was nicht gerade zur Imageverbesserung der Kickers beiträgt. Der Präsident Eichelbaum sagt dazu: „Ich halte von einer vorgezogenen Mitgliederversammlung prinzipiell wenig.“ Der Jurist geht nach wie vor vom sportlichen Erfolg der Mannschaft aus – ein Abstieg in die künftige Regionalliga ist offiziell kein Thema.

Zumindest der gebürtige Bayer Benedikt Deigendesch scheint zusätzlich motiviert: „Als praktizierender Christ würde ich mich natürlich freuen, wenn mein Landsmann der Einladung folgen würde“, sagt er mit einem Augenzwinkern. „Vielleicht habe ich dann ja die göttliche Eingebung, um das Spiel zu entscheiden.“ Sein Trainer Stefan Minkwitz sieht die Dinge pragmatischer: „Es müssen drei Punkte her, egal wie.“

Restprogramm der Kickers: 11. April gegen Oggersheim, 19. April in Burghausen, 26. April gegen Aalen, 3. Mai in Reutlingen, 6. Mai gegen 1860 München II, 10. Mai in Frankfurt, 16. Mai gegen Unterhaching, 24. Mai gegen VfB II; 31. Mai in Elversberg.

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Garcia signalsisiert Hilfe
Stuttgart (jüf) – Freudenfeste sind bei den Stuttgarter Kickers selten. Erst recht in diesen Tagen, in denen es hinter den Kulissen mal wieder mächtig kracht. Da wäre ein klarer Sieg am morgigen Freitag (19 Uhr/Gazistadion) gegen das abgeschlagene Regionalliga-Schlusslicht FSV Oggersheim ein schönes Signal – doch Trainer Stefan Minkwitz dämpft allzu hohe Erwartungen: „Wir wollen drei Punkte. Ein Freudenfest, ein 5:0 oder 6:0, darf man nicht erwarten.“

Immerhin verkündete Präsident Dirk Eichelbaum nach einem Gespräch mit Eduardo Garcia die frohe Botschaft, dass der Hauptsponsor für die kommenden schweren Wochen seine Hilfe zugesagt habe. „Die unterstützenden Maßnahmen sind noch zu definieren, es geht nicht nur um Geld“, sagte Eichelbaum. Zum Beispiel könnte es PR-Maßnahmen im Rahmen des Box-WM-Kampfes des von Garcia gesponserten Firat Arslan am 3. Mai in der Schleyerhalle geben. Garcia bestätigte das Gespräch mit den klammen Blauen, zu Details wollte er sich nicht äußern: „Ich bin den Kickers treu – mehr gibt es derzeit nicht zu sagen.“

Bedeckt hält sich auch Präsidiumsmitglied Hans-Jürgen Wetzel. Zu seinem möglichen Rücktritt wollte sich der stark in die Kritik geratene Marketingmann weiterhin nicht äußern. Die in Degerloch diskutierte Rückkehr von Dieter Wahl, Edgar Kurz und auch Michael Hofstetter in die Führungsetage der Blauen kommentierte Eichelbaum ausweichend: „Wir denken quer und weiter. Jeder, der ein Herz für die Kickers hat, ist jetzt gefordert.“

Stuttgarter Nachrichten

Kein Witz: Kickers bitten Papst zum Spiel
Göttliche Idee der Blauen vor Duell gegen Oggersheim sorgt für Fassungslosigkeit
 
Stuttgart – Wer vermutet, die Stuttgarter Kickers seien längst am Tiefpunkt angelangt, der irrt gewaltig. Es geht noch tiefer. Zum morgigen Spiel gegen FSV Oggersheim hat der Fußball-Regionaligist den Papst eingeladen. Stuttgart biegt sich vor Lachen.

VON JÜRGEN FREY

UND GUNTER BARNER

Präsident Dirk Eichelbaum höchstpersönlich hat den Pontifex per Brief auf die Waldau eingeladen. Ob seine Heiligkeit erscheinen wird, entscheidet sich wohl erst kurz vor Spielbeginn. Ganz im Ernst: Angeblich stammt die fixe Idee aus dem Fan-Arbeitskreis. Und das Bedauerliche daran ist: Durch den Brüller der Woche wird ein im Kern guter Einfall der Lächerlichkeit preisgegeben. Die Partie gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht aus Oggersheim (Gazistadion, 19 Uhr) sollen alle Personen kostenlos verfolgen können, die den gleichen Vornamen wie einer der Kickers-Spieler haben. In Anlehnung an Verteidiger Benedikt Deigendesch entwickelten die Blauen dann die göttliche Idee, Papst Benedikt XVI eine persönliche Einladung zukommen zu lassen – die sie per Einschreiben an den Vatikan schickten. „Mein Gott, wie tief sinken wir noch?“, tönte es nach Bekanntwerden der unfassbaren Nachricht im Kickers-Fan-Forum. „Der Verein macht sich immer mehr zur größten Lachnummer“, schrieb ein anderer, und zu guter Letzt scherzte ein Sympathisant der Blauen: „Nichts gegen päpstlichen Beistand – so wie wir uns zurzeit präsentieren, kann uns höchstens eine göttliche Eingebung retten!“

Erst recht in diesen Tagen, in denen es hinter den Kulissen mal wieder kracht. Da wäre ein klarer Sieg am morgigen Freitag gegen den FSV Oggersheim ein schönes Signal – doch Trainer Stefan Minkwitz dämpft die Erwartungen: „Wir wollen drei Punkte. Ein Freudenfest, ein 5:0 oder 6:0, darf man nicht erwarten.“

Immerhin verkündete Präsident Dirk Eichelbaum die frohe Botschaft, dass Hauptsponsor Eduardo Garcia für die kommenden schweren Wochen seine Hilfe zugesagt habe. „Die unterstützenden Maßnahmen sind noch zu definieren, es geht nicht nur um Geld“, sagte Eichelbaum. Zum Beispiel könnte es PR-Maßnahmen im Rahmen des Box-WM-Kampfes des von Garcia gesponserten Firat Arslan am 3. Mai in der Schleyerhalle geben. Garcia bestätigte das Gespräch mit den Blauen, zu Details wollte er sich nicht äußern: „Ich bin den Kickers treu – mehr gibt es derzeit nicht zu sagen.“

Bedeckt hält sich auch Präsidiumsmitglied Hans-Jürgen Wetzel. Zu seinem möglichen Rücktritt wollte sich der in die Kritik geratene Marketingmann weiter nicht äußern. Die in Degerloch diskutierte Rückkehr von Dieter Wahl, Edgar Kurz und auch Michael Hofstetter in die Führungsetage der Blauen kommentierte Eichelbaum ausweichend: „Wir denken quer und weiter. Jeder, der ein Herz für die Kickers hat, ist gefordert.“

forum.stuttgarter-kickers.de

Stuttgarter Nachrichten

Kickers vor personellen Turbulenzen

Scharfe Kritik an Marketing-Chef Hans-Jürgen Wetzel – Aufsichtsrat fordert schnelle Lösungen

Stuttgart – Beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers rumort es hinter den Kulissen. Der Großteil des Aufsichtsrats der Blauen kritisiert scharf die Arbeit des Präsidiums. Besonders unter Beschuss: der fürs Marketing zuständige Hans-Jürgen Wetzel.

VON JÜRGEN FREY

UND GUNTER BARNER

Die Blauen kämpfen ums Überleben – sportlich wie finanziell. Wie jetzt bekannt wurde, fehlen bis Ende Juni noch 100 000 Euro in der Kasse. Präsident Dirk Eichelbaum spielt die Liquiditätslücke herunter: „Das sind normale Probleme, die wir abarbeiten.“

Andere sehen die Lage weit dramatischer. Der Aufsichtsrat macht seit Wochen massiv Druck, um den Geldfluss sicherzustellen, fordert Lösungsansätze statt fantasieloses Wehklagen und schreckt auch vor Rücktrittsforderungen nicht zurück. „Es steht Spitze auf Knopf, wir müssen schnell sämtliche Ressourcen bündeln, um über die Runden zu kommen. Alle stehen auf dem Prüfstand“, heißt es in einem Alarmruf aus Reihen des Kontrollgremiums.

Nach Informationen unserer Zeitung soll in den nächsten Tagen ein Bittgang bei Hauptsponsor Eduardo Garcia im Kalender der Kickers-Häuptlinge stehen.

Der eine oder andere bringt bereits ungeniert den Namen von CDU-Stadtrat Dieter Wahl ins Spiel, dessen Netzwerk und Ideen die Blauen vermissen. Der Vizefraktionschef im Gemeinderat hatte nach dem nicht ganz freiwilligen Rücktritt des früheren Präsidenten Hans Kullen sein Amt als Präsidiumsmitglied für Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit niedergelegt. Angeblich soll ihn nun sein Nachfolger Hans-Jürgen Wetzel höchstpersönlich um die Rückkehr gebeten haben.

Die Chancen dafür stehen allerdings eher schlecht: Erstens steht Wahl ganz oben auf der Liste möglicher Nachfolgekandidaten für den zurückgetretenen CDU-Fraktionschef Reinhold Uhl, zudem ist es ein offenes Geheimnis, dass der Kommunalpolitiker aus Degerloch mit der zurzeit amtierenden Führungsriege auf der Waldau wenig anzufangen weiß. Einzige Ausnahme: Schatzmeister Friedrich Kummer. Außerdem wurde der Christdemokrat während der vergangenen Mitgliederversammlung als Präsidiumsmitglied nicht entlastet, was ihn bis heute mächtig wurmt. Ohne Entlastung im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung würde Wahl wohl keinen Finger mehr für die Blauen rühren.

Doch auch so könnte es in der Führungsmannschaft der Blauen schon bald Änderungen geben. Hans-Jürgen Wetzel soll bereits seinen sofortigen Rücktritt angeboten haben für den Fall, dass die Stuttgarter Kickers anderweitig passenden Ersatz finden. Auch der für den sportlichen Bereich zuständige Walter Kelsch klebe nicht an seinem Stuhl, verlautet aus Kickers-Kreisen. Das frühere Vorstandsmitglied Edgar Kurz könnte die Lücke im Vorstand schließen. Doch auch er zeigt unter den derzeitigen Bedingungen wenig Interesse. „Für meinen Geschmack haben sich ein paar Leute zu große Schuhe angezogen. Mich persönlich hat auch noch keiner angesprochen.“

Auch Hans-Jürgen Wetzel hielt sich gegenüber unserer Zeitung bedeckt: „Ich möchte mich im Moment nicht äußern.“ Zur Kritik an seiner Person und an seinem Mitarbeiter Martin Kurzka entgegnete er: „Jeder, der das Geschäft kennt, weiß, dass es schwierig ist, in unserer Situation etwas zu bewegen. Ständig heißt es: Kommt wieder, wenn ihr den Sprung in die dritte Liga geschafft habt.“

Davon allerdings sind die Stuttgarter Kickers in der derzeitigen Verfassung in vielerlei Hinsicht ein großes Stück entfernt. Ein Beispiel unter vielen: Zu Beginn des Jahres feierte das blaue Urgestein Fritz Seeger seine 65-jährige Mitgliedschaft. Den Kickers war es keinerlei Würdigung wert. Dabei war Seeger in der Vergangenheit hoch geschätzt – meistens dann, wenn es finanziell mal wieder klemmte.

Stuttgarter Nachrichten

Presse zu SV Sandhausen – Stuttgarter Kickers (2:2)

Kickers: was ist der Punkt wert?
Nach dem 2:2 in Sandhausen bleibt die sportliche und finanzielle Situation weiter unklar

SANDHAUSEN. Die Stuttgarter Kickers haben beim SV Sandhausen ein Remis geholt. „Vor dem Spiel wäre ich damit zufrieden gewesen, aber jetzt sind es zwei verlorene Punkte“, sagte Trainer Minkwitz, nachdem seine Elf ein 2:0 aus der Hand gegeben hatte.

Von Joachim Klumpp

Die Führungsriege der Stuttgarter Kickers kam geschlossen zu spät auf ihre Plätze im Hardtwaldstadion. Und das nicht etwa weil die Autobahn überlastet war, sondern der Terminkalender der Herren um den Präsidenten Dirk Eichelbaum. Schließlich begann der Samstag früh um neun Uhr mit einer Sitzung, über deren Ausgang genauso gerätselt werden darf wie über den Wert des 2:2 (2:0) beim SV Sandhausen. Der Manager Joachim Cast sagte: „Unsere Lage ist unverändert.“

Gut oder schlecht? Das ist Ansichtssache, wie mit dem halbvollen Glas. So sah es auch der Trainer Stefan Minkwitz: „Vor dem Spiel wäre ich mit dem Ergebnis zufrieden gewesen, jetzt sind es zwei verlorene Punkte.“ Schließlich hat seine Mannschaft eine komfortable 2:0-Führung aus der Hand gegeben, und das, obwohl Torwart Yelldell noch vor der Pause seine Formstärke mit einem parierten Strafstoß unterstrich und Cerci nach der Pause bei einem Lattentreffer das 3:0 auf dem Fuß hatte. Die Entscheidung also.

Doch so kam der sehr verunsicherte Aufsteiger Sandhausen selbst zu zwei Treffern und durch Mintzel fast noch zum Siegtor. Das wäre des Schlechten dann aber doch zu viel gewesen. Schließlich lieferten die Kickers nicht nur nach Einschätzung des Managers 60 Minuten lang „vielleicht das beste Saisonspiel“ ab. Über Kampf zum Spiel lautet Minkwitz“ Motto, und das fand durchaus Anklang bei den mitgereisten Fans. Die Balleroberungen im Mittelfeld von Rosen oder Gambo verpufften nicht wirkungslos, sondern setzten sich in ansehnlichen Kombinationen fort, gekrönt natürlich von den schön herausgespielten Treffern durch Vaccaro und den erneut glänzend aufgelegten Parmak.

Von der in der Winterpause so oft bemängelten Abschlussschwäche jedenfalls ist 2008 nicht mehr viel zu spüren – im Umkehrschluss allerdings wirkt die Abwehr keinesfalls sattelfest. Minkwitz: „Da darf man nicht vergessen, dass wir verletzungsbedingt immer wieder Umstellungen vornehmen mussten.“ In Sandhausen fehlten Steinle und auch die Alternative Stierle, der Kapitan Jens Härter sowieso, woran sich wohl nichts mehr ändern wird. Der Zaungast unter den 1380 Zuschauern sagte: „Ich habe es lang genug probiert, jetzt werden wir so schnell wie möglich einen Eingriff in die Wege leiten.“

Im übertragenen Sinne scheint der auch bei den Stuttgarter Kickers nötig zu sein, wo nach wie vor die wirtschaftliche Seite Anlass zur Sorge bietet, auch wenn der Präsident dies herunterspielt und zum morgendlichen Treffen sagte: „Wir haben versucht, Alltagsprobleme zu lösen.“ Das sind bei den Kickers in aller Regel klamme Kassen. Auf die Frage, ob die Saison zu Ende gespielt werden kann, sagte Eichelbaum aber: „Ja.“

Wenn wohl auch nur mit Bauchschmerzen. Denn nach StZ-Informationen gab es zumindest bereits gewisse Liquiditätsprobleme. Und das, obwohl in der Winterpause finanziell nachgebessert worden ist. Deshalb soll es vom Aufsichtsrat klare Hausaufgaben für die nächsten zwei Wochen geben. Offen ist zudem, wie der DFB auf die Klageerhebung des Expräsidenten Kullen reagiert. Da in diesem schwebenden Verfahren finanzielle Forderungen an die Kickers drohen, könnte der Verband Sicherheiten fordern.

So kämpfen die Kickers nach wie vor an allen Fronten. Sportlich hätte Sandhausen schon ein Meilenstein werden können. „Nach dem gehaltenen Elfmeter habe ich gedacht, das Spiel sei gelaufen“, sagte Eichelbaum später, „so kann man sich täuschen.“ Hoffentlich nur in diesem Punkt.

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Deigendesch, Wildersinn, Mann, Rapp – Parmak, Rosen, Gambo (72. Yildiz), Cerci (67. Benda) – Kacani, Vaccaro (82. Tucci).

Tore: 0:1 Vaccaro (8.), 0:2 Parmak (17.), 1:2 Akwuegbu (62.), 2:2 Waldecker (75.).

Besonderes Vorkommnis: Yelldell hält Foulelfmeter von Mintzel (33.).

Stuttgarter Zeitung

Starke Leistung, schwache Ausbeute
Stuttgarter Kickers erreichen in Sandhausen nur ein 2:2 – Finanzielle Lage bleibt unklar
 
Sandhausen – Die Stuttgarter Kickers treten auf der Stelle: Im Auswärtsspiel beim SV Sandhausen kam der Fußball-Regionalligist trotz einer 2:0-Führung nicht über ein 2:2 hinaus.

VON STEFAN KLINGER

Die Spieler der Stuttgarter Kickers sind ratlos. Auch einige Minuten nach dem Abpfiff stehen sie noch auf dem Rasen im Hardtwaldstadion und schauen sich fassungslos an. Was sie nicht wissen, aber befürchten: Der Rückstand auf Platz zehn ist wieder größer. Fünf Punkte sind es nun. Durch den Druck der Tabellensituation kommt das Remis einer Niederlage gleich – erst recht, wenn das Ergebnis so zustande kommt.

Bis zur 60. Minute dominierten die Kickers das Spiel, kompensierten selbst die Ausfälle von Moritz Steinle (Fieber) und Oliver Stierle (Wadenprobleme). Nach 17 Minuten führten sie durch Sokol Kacani und Mustafa Parmak 2:0. Zudem parierte David Yelldell einen Foulelfmeter von Alf Mintzel. So rückt Platz zehn immer näher. Chapeau. „Die ersten 60 Minuten waren mit das Beste, was wir in dieser Saison gezeigt haben“, freute sich Manager Joachim Cast.

Es lief aber nicht alles nach Plan. „Wir haben es versäumt, das 3:0 nachzulegen, weil wir unsere Konterchancen schlampig vergeben haben“, kritisierte Trainer Stefan Minkwitz. Das Spiel kippte. Sandhausen kam noch zum Ausgleich. Gegentore, nach denen man sich um die Stuttgarter sorgen sollte. So viel Mut die ersten 60 Minuten auf ein erfolgreiches Ende der Aufholjagd machten, so besorgniserregend stimmt der Rest.

Da präsentierten sich die Kickers wie vor wenigen Wochen: ohne Selbstvertrauen. Das Team ist noch nicht derart gefestigt, um Rückschläge wegzustecken. Zudem beweist die Partie erneut: Es fehlen Alternativen im Sturm. Das Spiel in Sandhausen hat die Aufholjagd gebremst. Ob es den jüngsten Aufwärtstrend des Teams stoppt, zeigt sich am Freitag im Heimspiel gegen Oggersheim.

So unklar wie die sportliche Situation bleibt die finanzielle. Einerseits gibt es nach der Präsidiums- und Aufsichtsratssitzung von Samstag positive Signale. Nach einer Bestandsaufnahme der finanziellen Lage zeichnet sich ab, dass die Blauen auch dann keine Insolvenz anmelden müssen, falls ihnen der Sprung in die dritte Liga nicht gelingt. Andererseits müssen weiterhin die aktuellen Liquiditätsprobleme im oberen fünfstelligen Bereich behoben werden, da erst im Mai etwa die nächste Fernsehgeldrate überwiesen wird.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers verspielen 2:0-Führung

Durch das 2:2 beim SV Sandhausen vergrößert sich der Abstand zu Platz zehn
 
Sandhausen (red) – Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers musste sich beim SV Sandhausen nach einer 2:0-Führung zur Pause mit einem 2:2 begnügen und hat damit im Kampf um die dritte Liga wieder etwas an Boden verloren.
 
Der Abstand zu den Qualifikationsrängen ist auf fünf Punkte gewachsen, doch davon lässt sich Stefan Minkwitz nicht entmutigen. „Wichtig ist, wo wir nach dem 34. Spieltag stehen“, betonte der Kickers-Trainer, räumte aber ein, nach der Partie einen ziemlich dicken Hals gehabt zu haben. „Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen, aber nun sind es zwei verschenkte Punkte“, trauerte er der Führung nach, fand aber auch etwas Positives: „Wir haben gesehen, dass wir bei einer Spitzenmannschaft auswärts mithalten können.“Bis zur 60. Minute hatten die Stuttgarter die Partie dominiert, waren durch Angelo Vaccaro (8.) früh in Führung gegangen. Mustafa Parmak erhöhte wenig später auf 2:0 (17.). Danach hatten die Kickers, die ohne die angeschlagenen Oliver Stierle und Moritz Steinle angetreten waren, durch Alexander Rosen (25.) und Ferhat Cerci (30.) noch zwei gute Chancen. Torhüter David Yelldell verhinderte mit einem parierten Elfmeter (33.) von Alf Mintzel zunächst den Anschlusstreffer. Die größte Möglichkeit, auf 3:0 erhöhen, vergab Cerci, dessen Heber nach einem Pass von Bashiru Gambo an die Latte prallte (60.). „Hätte er getroffen, wäre die Sache gegessen gewesen“, ärgerte sich Minkwitz. Stattdessen kamen die Sandhausener zum Zuge. Ausgerechnet der bei den Kickers einst aussortierte Emmanuel Akwuegbu sorgte für das 1:2 (61.). Der eingewechselte Benjamin Waldecker erzielte den Ausgleich (73.). „Beide Treffer wurden durch dumme individuelle Fehler ermöglicht“, kritisierte Minkwitz, dessen Team noch Glück hatte, als Mintzel (81.) die 3:2-Führung vergab. Unterm Strich sei es daher ein gerechtes Unentschieden gewesen, resümierte der Coach. Stuttgarter Kickers: Yelldell – Deigendesch, Wildersinn, Mann, Rapp – Parmak, Gambo (68. Yildiz), Rosen, Cerci (64. Benda) – Vaccaro (83. Tucci), Kacani.
 
Eßlinger Zeitung

Kickers holen 2:2 in Sandhausen

Die erste Halbzeit war Fußball allererster Sahne aus Sicht der Blauen. Angelo Vaccaro konnte die Blauen nach Flanke von Parmak mit der ersten Torchance in Führung bringen (11. ), Mustafa Parmak schloß ein Solo perfekt ab (20. ). Sandhausen hatte große Probleme mit den früh störenden Kickers. Trotzdem kamen die Gastgeber gerade nach Eckbällen immer wieder gefährlich auf. Die Blauen beherrschten das Spiel, auch als der Schiedsrichter den Sandhausenern einen Foulelfmeter zusprach, konnte David Yelldell parieren.

In der zweiten Hälfte kam Sandhausen auf. Die Kickers überstanden die Drangphasen. Und blieben gefährlich. Einen Konter hätte fast die endgültige Entscheidung gebracht. Doch der Schlenzer von Cerci landete nur an der Latte. Im direkten Gegenzog war die Abwehr der Kickers nicht im Bilde und der Ex-Blaue Akwuegbu konnte den Ball über die Linie drücken (63. ). Die Blauen konnten das Spiel zwar wieder beruhigen, doch Entlastungsangriffe waren keine mehr zu sehen. Sascha Benda war es dann vorbehalten, nicht energisch genug anzugreifen und Waldecker gleichte aus (76. ). Danach vergaben die Gastgeber noch einige Chancen, die Kickers blieben ungefährlich. Somit blieb es vom Spielverlauf her bei einem für die Kickers in dieser Situation unbefriedigenden Unentschieden.
Am kommenden Freitag müssen die Blauen gegen den Tabellenletzten Oggersheim nachlegen.

Vorberichte II: SV Sandhausen – Stuttgarter Kickers

Kickers mit Parmak, aber ohne Steinle

Stuttgart (jüf) – Mit dem zuletzt überragenden Mustafa Parmak, dafür ohne Verteidiger Moritz Steinle fährt Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers an diesem Samstag (Anpfiff 14 Uhr) zum SV Sandhausen. Parmak hat seine Kniereizung weitgehend auskuriert, Steinle meldete sich dagegen mit einer fiebrigen Erkältung ab. Ob Oliver Stierle am Ball sein kann, entscheidet sich in einem Test kurz vor der Abfahrt. Unabhängig von den Personalien steht für Trainer Stefan Minkwitz fest: „Die Jungs sind heiß. Wir alle wollen unsere Miniserie zu einer großen ausbauen.“ Zuletzt blieben die Blauen dreimal in Folge ungeschlagen.

Stuttgarter Nachrichten

SVS-Negativtrend soll gestoppt werden

Fußball-Regionalligist SV Sandhausen will am heutigen Samstag, 14 Uhr, seinen Negativtrend stoppen. Zu Gast am Hardtwald sind die „Blauen“ aus der Landeshauptstadt – die Stuttgarter Kickers. Der SVS absolvierte vier Spiele im neuen Jahr, drei davon gingen verloren. Darunter auch die beiden Heimspiele gegen Reutlingen und FSV Frankfurt.

Die Stuttgarter dagegen fanden schon in der letzten Woche in die langersehnte Erfolgsspur zurück, sammelte mit einem 2:0 gegen den Karlsruher SC II wichtige Punkte im Kampf um die Qualifikation zur 3. Liga.

„Wir wollen am Samstag den ersten Sieg vor heimischem Publikum im Jahr 2008 einfahren. Dafür werden wir alles geben und ich bin mir sicher, dass wir am Ende drei Punkte mehr auf unserem Konto haben“, so ein optimistischer Trainer Gerd Dais.

Personell sieht es beim SVS jetzt besser aus. Alle Spieler sind wieder im Mannschaftstraining, wobei manche Akteure sich noch in der Aufbauphase befinden. svs

Mannheimer Morgen

Vorberichte: SV Sandhausen – Stuttgarter Kickers

Parmak hat Knieprobleme
STUTTGART (ump). Der Mann der Stunde beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers ist nach der Winterpause zweifellos Mustafa Parmak. Doch ausgerechnet der offensive Mittelfeldspieler, der im neuen Jahr bereits vier Tore erzielt hat, musste diese Woche im Training kürzertreten. Eine Knieverletzung aus dem Spiel gegen Karlsruhe II war dafür verantwortlich. „Er war gestern nochmals beim Arzt“, sagt der Kickers-Trainer Stefan Minkwitz, „ob er am Samstag in Sandhausen spielen kann, wird sich erst nach dem Abschlusstraining herausstellen.“

Als sicher gilt, dass der zuletzt gesperrte Marcus Mann (für Wildersinn) wieder in die Innenverteidigung rücken wird, ansonsten dürfte es nach sieben Punkten aus drei Spielen keine Änderungen geben. „Natürlich wollen wir unsere kleine Serie fortsetzen. Wir fahren nach Sandhausen, um dort zu gewinnen“, sagt Minkwitz, der zunächst nicht mit Jens Härter rechnet. Der Kapitän pendelt wegen seiner Knieprobleme zwischen Trainingsplatz und Fitnessstudio. Sollte sich daran in der nächsten Woche nichts ändern, wird eine Operation unausweichlich – womit die Saison für Härter gelaufen wäre.

Stuttgarter Zeitung

Planung für Stadion steht
Nachgefragt beim SV Sandhausen

Der SV Sandhausen ist als Aufsteiger und Tabellenvierter die Überraschung der Regionalligasaison schlechthin. „Wir sind überzeugt, dass wir die Qualifikation für die eingleisige dritte Liga schaffen“, sagt der Präsident Jürgen Machmeier vor dem Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers morgen (14 Uhr) im Gespräch mit Joachim Klumpp.

Herr Machmeier, Sandhausen hat als einziger Regionalligist keine Lizenz für einen Abstieg in die künftige vierte Liga beantragt. Was stimmt Sie so optimistisch?

Der Hauptgrund war, dass wir der Mannschaft zutrauen, den zehnten Platz für die Qualifikation zu schaffen. Zudem haben wir eine solide Finanzplanung eingereicht, so dass es auch in dieser Hinsicht keine Probleme mit der Lizenz geben wird.

Zuletzt hat die Mannschaft aber drei von vier Spielen verloren. Haben Sie es schon bereut, nicht für die künftige Regionalliga gemeldet zu haben?

Nein, überhaupt nicht. Ich bin sicher, dass wir die acht oder neun fehlenden Punkte aus den noch elf Spielen holen werden.

Am besten schon drei Zähler morgen gegen die Stuttgarter Kickers.

Ich gehe jedenfalls davon aus, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht und eine andere Einstellung an den Tag legen wird als in den vergangenen Spielen.

Sie haben von der dritten Liga als Ziel gesprochen. Ist im Umkehrschluss der Aufstieg in die zweite Liga kein Thema mehr?

Im Moment ist das ein Tabuthema, weil wir keinen Grund haben, darüber nachzudenken. Da sollen sich Ingolstadt, Aalen und Frankfurt Gedanken machen. Wir müssen uns auf die dritte Liga konzentrieren – das wird schwer genug.

Gehen wir davon aus, dass die Mannschaft es sportlich schafft. Wie weit sind die Planungen für den Ausbau des Stadions?

Das ist durch. Wir haben dem DFB ein Konzept vorgelegt, das den Ausbau von 8500 auf 10 500 Plätze vorsieht sowie eine Tribüne mit 2500 überdachten Sitzplätzen hat – und später, für den Fall des Aufstiegs in die zweite Liga, 15 000 Plätze umfasst. Wir haben in Sachen Infrastruktur also unsere Hausaufgaben gemacht und wollen im Mai mit dem Umbau beginnen, so dass er zum Start der neuen Saison abgeschlossen sein wird.

Und wie sieht es mit den Überlegungen aus, Heidelberg mit in den Vereinsnamen aufzunehmen?

Wir haben aus Vermarktungssicht – vor allem in Richtung zweite Liga – schon mal überlegt, diesen Namen mit aufzunehmen, der ja weltweit bekannt ist. Aber konkret ist da noch nichts, auch wenn aus meiner Sicht nichts dagegensprechen würde.

Stuttgarter Zeitung

Negativ-Trend soll mit Sieg gegen die Kickers gestoppt werden

Unser SV Sandhausen will am kommenden Samstag, 14 Uhr, seinen Negativ-Trend stoppen. Zu Gast am Hardtwald sind die ‚Blauen’ aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt – die Stuttgarter Kickers. Der SVS absolvierte bisher vier Spiele im Jahr 2008, drei davon gingen verloren. Darunter auch die beiden Heimspiele gegen Reutlingen und den FSV Frankfurt.

Die Stuttgarter Kickers dagegen fanden schon in der letzten Woche in die langersehnte Erfolgsspur zurück. Mit einem 2:0-Heimsieg gegen den Karlsruher SC II sammelte man wichtige Punkte im Kampf um die Qualifikation zur dritten Liga. Nur noch drei Punkte beträgt der Abstand zum zehnten Platz für das Team von Trainer Stefan Minkwitz. Hoffnungsträger der Kickers ist derzeit der offensive Mittelfeldspieler Mustafa Parmak, der fast alle Tore in den letzten Spielen erzielen konnte.

„Wir wollen am Samstag den ersten Sieg vor heimischem Publikum im Jahr 2008 einfahren. Dafür werden wir alles geben und ich bin mir sicher, dass wir am Ende drei Punkte mehr auf unserem Konto haben“, so ein optimistischer SVS-Trainer Gerd Dais. Personell sieht es beim SVS wieder besser aus. Alle Spieler sind wieder im Mannschaftstraining, wobei manche Akteure noch in der Aufbauphase sind.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

SV 1916 Sandhausen: Petkovic – Waldecker, Göttlicher, Beisel, Fickert – Pinto, Kolb, B. Barg, Mintzel – Grgic, Schmid – Trainer: Dais

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Deigendesch, Mann, Rapp, Steinle – Parmak, Rosen, Gambo, Stierle – Kacani, Vaccaro – Trainer: Minkwitz

Ingrid Gebert

Die Fans

Vorschau

Spielinfos:

Anstoß: 05.04.2008 14:00
Stadion: Hardtwaldstadion

Schiedsrichter: Stark (Ergolding)
Assistenten: Beitinger (Regensburg), Waldkirch (Pfaffenweiler)

SV Sandhausen: Fickert kehrt nach seiner Sperre zurück. Um die zweite Angriffsposition bewerben sich Schmid und Akwuegbu.

Stuttgarter Kickers: Mann kehrt nach seiner Gelbsperre zurück. Ansonsten lässt Trainer Minkwitz die Mannschaft nach dem 2:0 über KSC II unverändert.

Aufstellung

SV Sandhausen
Petkovic – Waldecker, Göttlicher, Beisel, Fickert – Pinto, Kolb, B. Barg, Mintzel – Grgic, Schmid ; Trainer: Dais

Stuttgarter Kickers
Yelldell – Deigendesch, Mann, Rapp, Steinle – Parmak, Rosen, Gambo, Stierle – Kacani, Vaccaro; Trainer: Minkwitz

Kicker

Präsident verteidigt die Mannschaft. Jürgen Machmeier hat ,,absolut vollstes Vertrauen“ zum SV Sandhausen

Von Wolfgang Brück

Sandhausen. Trotz des Fehlstarts in das Jahr 2008 mit drei Niederlagen und nur einem Sieg lässt Jürgen Machmeier nichts auf die Mannschaft des SV Sandhausen kommen. ,,Die Jungs haben uns im letzten Jahr viel Freude bereitet. Sie sind in die Regionalliga aufgestiegen und als Tabellenführer in die Winterpause gegangen. Da dürfen sie sich eine schwächere Phase erlauben“, sagt der Präsident vor dem Heimspiel morgen (14 Uhr/Ausschnitte ab 17.30 Uhr im SWR Fernsehen) gegen die Stuttgarter Kickers.

Ausdrücklich geht Machmeier auf Distanz zu den Kritikern, die nach dem 2:3 in Unterhaching Zweifel an der Qualität der Mannschaft äußerten. Auch die Neuzugänge nimmt er in Schutz: ,,Roberto Pinto hat ein Jahr nicht gespielt. Jürgen Schmid muss man Zeit für die Umstellung geben und Benjamin Barg war in Haching auf einer ungewohnten Position. Ich bin überzeugt, dass wir an ihnen noch viel Freude haben werden.“ Eine halbe Stunde sprach Machmeier am Dienstag mit den Spielern. Danach hatte er den Eindruck: ,,Ich habe absolut vollstes Vertrauen. Wir werden morgen gegen Stuttgart wieder eine andere Sandhäuser Mannschaft erleben. Der Hardtwald wird brennen. Jeder, der nicht kommt, wird was verpassen.“

Gesprochen hat Machmeier am Dienstag auch mit Marjan Petkovic. Aus gegebenem Anlass. Denn die ungeklärte Zukunft bekommt weder dem Torwart noch dem SV Sandhausen. Petkovic hatte in den letzten Spielen nicht mehr die Ausstrahlung wie in der Hinrunde, als er der stärkste Keeper der Liga war. Er habe zwei Angebote, die er in den nächsten Tagen sondieren wolle, teilte der Torwart dem Präsidenten mit. Bis nach dem Spiel am kommenden Freitag in Elversberg will er sich entscheiden für oder gegen den SV Sandhausen.

Auch Gerd Dais mag den Fehlstart nicht dramatisieren: ,,Nach den Niederlagen in Burghausen und Reutlingen haben manche Leute gesagt: Das wird nichts mit der 3. Liga. Nach unserer Erfolgsserie haben die gleichen von der 2. Liga gesprochen.“ Der Trainer hat sich zu vier Änderungen entschlossen. Christian Fickert kehrt für Timo Bauer und Alberto Mendez für Benjamin Barg ins Team zurück. Volkan Akltin spielt statt Benjamin Waldecker und Emmanuel Akwuegbu stürmt statt William Anane neben Velemir Grgic.

Ein Heimsieg gegen die Kickers, die auswärts stärker als in Degerloch sind, wäre nicht schlecht. Denn danach wartet ein schweres Programm auf den SV Sandhausen mit Spielen in Elversberg, Aalen und Regensburg sowie am Hardtwald gegen den Tabellenführer FC Ingolstadt.

Sandhausen: Petkovic Altin, Göttlicher, Beisel, Fickert- Pinto, Kolb, Mendez, Mintzel Grgic, Akwuegbu.

Quelle: RNZ, 4. April 2008, Wolfgang Brück

SV Sandhausen