Kicker: Cast sieht Aufwärtstrend

Stuttg. Kickers: Drei wichtige Heimspiele

Bei den Kickers hat sich die Lage etwas entspannt. Nach 15 Wochen am Tabellenende ist das Team endlich die rote Laterne los und zumindest einen Platz nach oben gerutscht. „Auch wenn es nur eine Momentaufnahme ist, aber vom psychologischen Aspekt her ist es wichtig, vom letzten Platz weggekommen zu sein“, sagt Manager Joachim Cast: „Damit ist nun auch in der Tabelle erkennbar, dass es bei uns aufwärtsgeht.“

Jetzt hoffen die Kickers, bis zur Winterpause über den Strich zu kommen. Bis dahin sind es noch fünf Spiele, davon drei Heimpartien gegen Mannschaften aus dem Tabellenumfeld. „Gegen diese direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib müssen wir punkten“, betont Cast. Als nächstes geht es gegen den Tabellen-16. Jena. „Mit einem Sieg wollen wir Jena vollends in den Abstiegskampf mit reinreißen“, kündigt der Manager an.

Allerdings müssen die Kickers gerade jetzt auf zwei Schlüsselspieler verzichten. Kapitän Alexander Rosen fällt mindestens zwei Wochen verletzt aus, und Abwehrchef Marcus Mann ist für zwei Spiele gesperrt. „Das ist natürlich bitter, zumal wir keinen üppig ausgestatteten Kader haben“, sagt Cast, ist aber zuversichtlich: „Jetzt sind eben die anderen gefordert, und da muss uns überhaupt nicht bange sein.“

Beate Wockenfuss

Kicker

Presse zum Fehlen von Rosen und Mann

Jeweils zwei Wochen Pause

Rosen und Mann fehlen den Kickers
STUTTGART (ump). Zum Wochenende hin ist der erste Wintereinbruch vorhergesagt, kein gutes Zeichen für die geplante Fußball-Drittligapartie der Stuttgarter Kickers in Degerloch gegen Jena, die zudem wieder erhöhte Sicherheitsvorkehrungen erfordert. Inzwischen haben die Kickers zunächst einmal die Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro für die Becherwürfe aus dem Gästeblock im Derby gegen den VfB Stuttgart II akzeptiert.

Verzichten müssen die Kickers vorläufig auf ihren Kapitän Alexander Rosen, der sich in Braunschweig einen Muskelfaserriss in der Kniekehle sowie eine Sehnenentzündung zugezogen hat – und nun voraussichtlich zwei Wochen ausfallen wird. So lange fehlt definitiv Marcus Mann, der Verteidiger allerdings wegen einer Sperre nach seiner Roten Karte.

Eine feste Größe im Kickers-Spiel ist inzwischen der Torhüter Manuel Salz, dessen Kontrakt zum Saisonende ausläuft und den (nicht nur) der neue Trainer Edgar Schmitt gerne behalten würde. „Wir werden in der Winterpause in Ruhe darüber sprechen“, sagt der Manager Joachim Cast. Zeit dazu bleibt, nachdem der Verein kein Trainingslager im Süden eingeplant hat, falls sich nicht noch ein externer Sponsor findet. „Wir hatten in den vergangenen beiden Jahren hier in Degerloch genauso gute Voraussetzungen“, sagt der Manager. Hoffentlich ist das auch am Samstag gegen Carl Zeiss Jena der Fall.

Stuttgarter Zeitung

Muskelfaserriss: Rosen fällt aus

Mann zwei Spiele gesperrt

Stuttgart (dip) – Es sah schon nicht gut aus, als Alexander Rosen am Samstag in Braunschweig nach 26 Minuten vom Platz musste – am Montag gab es dann die Diagnose. Der Spielführer von Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers fällt wegen eines Muskelfaserrisses in der Kniekehle zwei bis drei Wochen aus und fehlt damit in den wichtigen nächsten Spielen gegen Jena und in Aalen. „Das ist natürlich bitter, da wir einen kleinen Kader haben“, sagte Kickers-Trainer Edgar Schmitt, „aber es nützt ja nichts: Wir müssen diesen Ausfall kompensieren.“

Und nicht nur den. Seit Montag steht auch fest: Marcus Mann muss ebenfalls zwei Spiele zuschauen. Der Abwehrspieler wurde nach seiner Roten Karte wegen einer Notbremse vom Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gesperrt.

Das Gremium des DFB ist auch in anderer Sache konkret geworden: Wegen der Vorfälle im Derby der Kickers gegen den VfB Stuttgart II müssen beide Clubs eine Strafe in Höhe von 2000 Euro zahlen, die sowohl die Blauen als auch die Roten akzeptiert haben. Während der Partie am 17. Oktober (4:4) war im VfB-Fanblock Rauchpulver gezündet worden. Darüber hinaus wurden mehrere leere Plastikbecher auf das Spielfeld geworfen, was zu zwei Spielunterbrechungen geführt hatte.

Stuttgarter Nachrichten

Marcus Mann für zwei Spiele gesperrt

Kickers-Abwehrspieler Marcus Mann wurde vom Kontrollausschuss des DFB wegen seines unsportlichen Verhaltens mit einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen belegt.
Der 24-jährige brachte in der Partie bei Eintracht Braunschweig am vergangenen Wochenende in der 81. Minute seinen Gegenspieler durch Trikothalten zu Fall und verhinderte damit eine offensichtliche Torchance. Die Sperre von zwei Meisterschaftsspielen entspricht der ständigen Rechtsprechung des DFB-Sportgerichtes in derartigen Fällen (Notbremse ohne anschließenden Torerfolg).

Offizielle Homepage

Presse zu Eintracht Braunschweig – Stuttgarter Kickers (1:1)

Die Blauen geben rote Laterne ab

Leistungssteigerung beim 1:1 in Braunschweig nach der Pause – Marcus Mann fliegt vom Platz

STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers warten nach dem 1:1 (1:1) bei Eintracht Braunschweig in der dritten Liga weiter auf den ersten Auswärtssieg. „Ich betrachte das Ergebnis aufgrund der ersten Hälfte aber als Punktgewinn“, sagte der Manager Joachim Cast.

Von Joachim Klumpp

Am Ende herrschte fast so etwas wie verkehrte Welt im Stadion an der Hamburger Straße. In der letzten Minute der Nachspielzeit setzte Braunschweigs Kingsley Onuegbu den Ball freistehend neben das Kickers-Gehäuse, vergab somit das Siegtor – und sein Trainer atmete dennoch auf: „Gott sei Dank“, sagte Torsten Lieberknecht, „das hätte einen faden Beigeschmack gehabt.“

Denn zuvor profitierten die Gastgeber davon, dass die Stuttgarter Kickers das Spielgerät wegen einer Verletzung ins Seitenaus geschossen hatten und danach mit dem Ballbesitz rechneten. Von wegen. Somit gewann Braunschweig weder einen Fairnesspreis noch das Spiel, wobei das nicht unverdient gewesen wäre – zumindest aufgrund der klaren Chancen vor der Pause, als Unvermögen, die Latte oder Torwart Manuel Salz die Kickers vor einem höheren Rückstand bewahrten, ehe Jens Härter kurz vor der Halbzeit überraschend den Ausgleich markierte.

„Da haben wir sicher in einigen Situationen das Glück des Tüchtigen gehabt“, sagte der Manager Joachim Cast, „aber aufgrund der zweiten Hälfte hat sich die Mannschaft den Punkt verdient, die letzten 20 Minuten war Braunschweig stehend k. o.“

So blieben am Ende zwei Hiobsbotschaften: zum einen die Verletzung des Kapitäns Alexander Rosen, der bereits Mitte der ersten Hälfte mit einer Sehnenreizung in der Kniekehle ausgewechselt werden musste sowie die Rote Karte gegen den Abwehrchef Marcus Mann, der mit seiner Notbremse (80.) möglicherweise ein 1:2 verhindert hat. Und dafür Rückendeckung vom Trainer erhielt: „Kein Vorwurf.“ Im Gegenteil. „Er hat sich damit in den Dienst der Mannschaft gestellt“, sagte Edgar Schmitt, auch wenn die Sperre (zwei bis drei Spiele) sportlich schmerzt. Zumal Rosen möglicherweise am nächsten Samstag ebenfalls ausfällt, „was ich befürchte“, so Schmitt. „Aber Benedikt Deigendesch hat im zentralen Mittelfeld eine starke Partie gemacht“, lobte der Trainer den Ersatzmann.

Schmitt will nun „in die Mannschaft reinhören“, um das Training exakt zu dosieren, „da wir doch einige junge Spieler haben.“ Bis zur Winterpause sollen dennoch 17, 18 Punkte her – mindestens. „Wir wollen in Tuchfühlung zum Fünftletzten bleiben“, betont der Trainer, und der Manager fügt hinzu: „Je mehr Mannschaften in den Abstiegskampf verwickelt sind, desto besser.“

In dieser Hinsicht zumindest brauchen sich die Kickers derzeit nicht allzu viele Sorgen machen. Es geht hinten eng zu. Nachdem von den bis Rang zwölf vor den Kickers platzierten Mannschaften (außer Burghausen) keine gewonnen hat, haben die Blauen zumindest die rote Laterne an Werder Bremen II abgegeben. „Wir steigern uns sukzessive“, sagt Schmitt, auch wenn sich das bisher meist in Unentschieden (bei einem Sieg und einer Niederlage) niederschlägt.

Deshalb werden gegen Jena, Bremen und Burghausen bis Weihnachten zumindest noch Heimsiege angestrebt, um im Gegenzug die Partie beim Spitzenreiter Paderborn und auch das nächste Auswärtsspiel in Aalen ruhiger angehen zu können. Das wirft jetzt schon seine Schatten voraus, nicht nur weil Jürgen Kohler sein Traineramt aufgegeben hat. Sein Vorgänger Edgar Schmitt weiß: „Das ist kein ganz normales Spiel, aber es ist jetzt auch nicht so, dass ich nur diesem Spiel entgegenfiebere.“ Schließlich steht erst einmal Jena auf dem Programm.

Braunschweig: Fejzic – Fuchs (78. Aydemir), Nastase, Dogan, Reichel – Danneberg (19. Banser), Washausen, Lenze, Kruppke – Onuegbu, Schied (66. Yildirim).

Stuttgarter Kickers: Salz – Reiß, Mann, Ortlieb, Härter – Rosen (26. Deigendesch), Kettemann (46. Landeka), Gambo – Traut, Vaccaro, Smeekes (57. Schürg).

Stuttgarter Zeitung

Freud und Leid bei den Kickers

Blaue geben nach 1:1 in Braunschweig Rote Laterne ab – Platzverweis für Mann, Rosen gibt verletzt auf

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers haben die Rote Laterne in der dritten Fußball-Liga an Werder Bremen II abgegeben: Nach dem 1:1 bei Eintracht Braunschweig sind die Blauen Vorletzter, doch Trainer Edgar Schmitt kann sich darüber nicht so richtig freuen.

VON JÜRGEN KEMMNER

Die kleine Tochter schaut am Sonntagmorgen die „Sendung mit der Maus“, Edgar Schmitt sieht sich die Sendung mit den Kickers an. Spielanalyse des 1:1 bei Eintracht Braunschweig – statt erfrischender Duschen noch einmal ein Wechselbad der Gefühle. Der 45-Jährige freut sich über den verdienten Punkt und die Tatsache, nicht mehr Schlusslicht zu sein. Doch auch der Verdruss über die Rote Karte für Innenverteidiger Marcus Mann und die höchst mäßige Abwehrleistung in der ersten Hälfte kocht wieder im Kickers-Coach hoch. „Das 1:1 ist ein gerechtes Ergebnis“, betont Schmitt, „jetzt müssen wir gegen Jena am nächsten Samstag nachlegen.“

Zunächst einmal das Positive. Der ausgezeichnete Torhüter Manuel Salz verhinderte ein zweites Eintracht-Tor, Jens Härter zeichnete sich als Torschütze aus und bot auf seiner Seite eine solide Leistung. Nach der Pause, als Braunschweigs Druck nachließ, erarbeiteten sich die Blauen einige Chancen, wenngleich die Durchschlagskraft fehlte. Mehr als ein Treffer war nicht drin. „Nach der Umstellung auf 4-4-2 standen wir insgesamt besser“, sagt Schmitt.

Aber es gab auch erhebliche Mängel. Besonders in der Defensive, und vor allem in den ersten 45 Minuten. Eine Ursache: Orlando Smeekes ist nicht gerade der Mann, der als gutes Vorbild für das Defensivverhalten eines Offensivspielers dient. Härter war auf der linken Seite zu oft allein, die Eintracht über diese Seite stets gefährlich. Das wirkte sich auf die Sicherheit der gesamten Abwehr aus – Braunschweig hätte locker mit drei Toren Unterschied führen können, wenn nicht Salz wieder einen glänzenden Arbeitstag erwischt hätte.

Die Stabilität der Abwehr ist ein Dauerthema unter Schmitt – sie wird es bleiben. In Braunschweig sah Mann wegen einer Notbremse Rot. „Kein Vorwurf, er hat sich mit diesem Foul für die Mannschaft geopfert“, sagt Schmitt, der mit zwei Spielen Sperre rechnet. Womöglich fehlt auch Alexander Rosen – er war mit Knieproblemen ins Spiel gegangen, nach 26 Minuten ging“s nicht mehr. Der Kapitän musste von Bord. Am heutigen Montag wird er untersucht. Innenverteidiger Mann und Rosen als Abräumer vor der Abwehr – zwei wichtige Akteure in der Zwangspause. Schmitt spielt die Brisanz herunter: „Wir definieren uns als Team, es geht nicht um Einzelspieler.“ Marcel Rapp und Benedikt Deigendesch hätten bewiesen, dass sie die Positionen ebenso ausfüllen können. Schmitt macht Mut. „Wir müssen vor Jena deshalb keine Angst haben“, sagt er. Schaden kann eine Extraportion Selbstvertrauen jedenfalls nicht.

Stuttgarter Nachrichten

Die „Blauen“ sind die Rote Laterne los

Stuttgarter Kickers holen in Braunschweig ein 1:1 – Mann sieht Rot

Braunschweig (hk) – Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers hat wieder einen kleinen Schritt nach oben gemacht. Mit dem 1:1 (1:1) bei Eintracht Braunschweig haben sich die „Blauen“ vom letzten auf den vorletzten Tabellenplatz verbessert.

Kickers-Trainer Edgar Schmitt sieht die Mannschaft auf einem guten Weg. „Wenn wir so weitermachen, sind wir irgendwann Viertletzter, steigen nicht ab, und alle sind glücklich“, meinte er nach dem Punktgewinn. Manager Joachim Cast äußerte sich etwas vorsichtiger. „Der Tabellenstand ist nur eine Momentaufnahme und spielt keine Rolle. Abgerechnet wird zum Schluss.“ Allerdings sieht auch der Manager Forschritte gerade im Offensivspiel. „Und wir punkten wieder“, nennt er den wohl wichtigsten Aspekt. „Wir sind auf Tuchfühlung zu den Nichtabstiegsplätzen.“In der Anfangsphase sahen sich die Kickers einer Braunschweiger Mannschaft gegenüber, die gehörig Druck machte. Und schon nach acht Minuten ging die Eintracht durch Marcel Schied in Führung. Die Kickers-Abwehr war alles andere als sicher, „die Abstimmung hat nicht gepasst“, kritisierte Cast. Die Kickers durften sich bei Torwart Manuel Salz bedanken, dass die Eintracht kein zweites Mal traf. Fünf Minuten vor der Pause fiel der Ausgleich: Nach einem Eckball traf Jens Härter zum 1:1. Nach dem Wechsel bekamen die „Blauen“ das Spiel gegen die konditionell nachlassenden Braunschweiger besser in den Griff. In der 81. Minute sah Kickers-Abwehrspieler Marcus Mann nach einer Notbremse Rot. „Er hat sich für die Mannschaft geopfert“, sagte Cast. Stuttgarter Kickers: Salz – Reiß, Mann, Ortlieb, Härter – Traut, Rosen (26. Deigendesch), Gambo, Kettemann (46. Landeka) – Vaccaro, Smeekes (57. Schürg)

Eßlinger Zeitung

„Löwen“ erneut sieglos
3. Fußball-Liga: Eintracht spielt nur 1:1 gegen die Stuttgarter Kickers

Braunschweig. Auch im fünften Spiel hintereinander gelang es den Drittliga-Fußballern von Eintracht nicht drei Punkte einzufahren. Gegen die Stuttgarter Kickers spielten die „Löwen“ gestern lediglich 1:1, nachdem sie allein in der ersten Hälfte mehr als ein Dutzend gute Torchancen ungenutzt ließen.

Mit Jan Washausen, Benjamin Fuchs, Dennis Kruppke, Valentin Nastase und Kingsley Onuegbu bot Trainer Torsten Lieberknecht gleich fünf neue Spieler in der Startformation auf.
Eintracht agierte von Beginn an druckvoll und kam nach drei Minuten durch Kruppke zur ersten Torchance. Nur kurze Zeit später dann bereits die Braunschweiger Führung. Erneut setzte sich Kruppke gut durch, passte in die Mitte zu Marcel Schied, der aus kurzer Distanz seinen vierten Saisontreffer erzielen konnte. Auch danach blieben die Hausherren gefährlich, zweimal scheiterte Christian Lenze (15./16.), bevor die Kickers durch Rosens Heber (19.) zu ihrer ersten Torchance kamen.
Anschließend war wieder Schied (21.) an der Reihe, doch sein Heber landete in den Armen von Kickers-Keeper Salz. Im Gegenzug setzte sich Smeekes eindrucksvoll gegen die Eintracht-Abwehr durch, verzog im Abschluss jedoch. Auch danach sorgte der Niederländer weiter für Gefahr, doch Jasmin Fejzic zeigte sich beim Schuss von Smeekes auf dem Posten(27.).
Kurz darauf die beste Gelegenheit zum zweiten Tor. Erst köpfte Onuegbu eine Kruppke-Flanke gegen die Latte, während Washausen den Abpraller weit übers Tor jagte (33.). Nur kurz danach lief Schied frei auf das Kickers-Tor zu, zeigte sich jedoch im Abschluss zu eigensinnig und verzog, anstatt den freistehenden Onuegbu zu bedienen(37.). Eintrachts fahrlässige Chancenverwertung rächte sich schließlich kurz vor der Pause, als Härter nach einer Ecke zum 1:1 traf (40.).
Zu Beginn der zweiten Hälfte kam Eintracht schlechter als zuvor ins Spiel. Onuegbu (55.), Banser (58.) und Washausen (59./Kopfball) vergaben die mehr oder weniger gut herausgespielten Möglichkeiten, während Fejzic gegen Traut auf dem Posten war (72.).
Hektisch dann nochmal die Schlussphase. Zunächst sah Mann nach einer Notbremse gegen Onuegbu Rot (81.), Lenze konnte die gute Freistoßposition jedoch nicht nutzen. In der Nachspielzeit passte Aydemir den Ball nach einer verletzungsbedingten Unterbrechung nicht zu den Stuttgartern zurück, sondern bediente Onuegbu, der völlig freistehend am Tor vorbeizielte.
Enttäuscht verließen die Eintracht-Spieler nach dem Abpfiff den Rasen.

Neue Braunschweiger

Eintracht verschleudert Chancen im Minutentakt

Fußball-Drittligist kann Negativserie nicht stoppen – 1:1 gegen Stuttgarter Kickers
Von Thomas Fröhlich

BRAUNSCHWEIG. Eintracht Braunschweig hat die große Chance vergeben, die Negativserie in der 3. Fußballliga zu beenden. Gegen die Stuttgarter Kickers kam die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht jedoch über ein 1:1 (1:1) nicht hinaus.

Es war die fünfte Partie in Folge – davon drei Heimspiele – ohne Sieg für Eintracht. „Wir sind sehr enttäuscht, dass es nichts mit drei Punkten geworden ist. Dabei haben wir in der ersten Hälfte Chancen im Minutentakt gehabt“, stellte Lieberknecht nach der Begegnung fest.

Allerdings überboten sich die Eintracht-Spieler bei einem Dutzend klarer Möglichkeiten an Harmlosigkeit vor dem Kickers-Tor. Lediglich Marcel Schied (9.) traf vor 11 450 Zuschauern gegen die defensiv ungeordnet auftretenden Gäste.

Dennis Kruppke (3./36.), Kingsley Onuegbu (9./31. Kopfball an die Torlatte), Christian Lenze (16.) Jan Washausen (32.) und Schied (20./38.) scheiterten jeweils. „Wir müssen das zweite, dritte und vierte Tor machen. Wir hatten Chancen für zwei Spiele“, sagte Schied, der seinen vierten Punktspieltreffer für Eintracht markierte.

„Wir haben in der ersten Hälfte sehr unorganisiert gespielt. Braunschweig hat mit viel Kraft agiert, aber insgesamt zu unruhig, deshalb wurden die Chancen auch nicht genutzt“, analysierte Gästetrainer Edgar Schmitt. Seine Mannschaft hatte vor dem Wechsel lediglich bei zwei Tempoläufen von Orlando Smeekes (23./28.) Gefahr ausgestrahlt. Umso überraschender kamen die Gäste noch vor der Pause zum Ausgleich. Jens Härter erzielte im Anschluss an die erste Kickers-Ecke das 1:1 im Nachschuss.

„Wir haben uns schließlich in Not gebracht mit dem Ballgeschiebe, das vor dem Ausgleich zur Ecke für die Kickers führt. Wir haben uns damit selbst um den Lohn gebracht“, ärgerte sich Lieberknecht über die Nachlässigkeiten seiner Verteidiger. Fuchs, Dogan, Nastase und Reichel hatten verpasst, energisch zu klären. Anstatt deutlich zu führen, ging Eintracht mit dem 1:1 in die Kabine.

Nach der Pause verflachte die Partie zusehends. Das lag vor allem daran, dass Eintracht nicht mehr in der Lage war, das hohe Tempo der ersten Hälfte aufrecht zu erhalten. Zudem spielten die Stuttgarter nun in der Defensive weitaus energischer und konzentrierter, so dass Eintracht nur noch zu Chancen durch Onuegbu (53.) und Washausen (59.) kam.

„Wir konnten den Druck nicht mehr so ausüben wie in der ersten Hälfte“, stellte Schied fest, der mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt wurde.

In der Schlussphase – Stuttgart spielte nach dem Platzverweis (81.) von Marcus Mann in Unterzahl – fehlte Eintracht die Kraft, um die Entscheidung noch zu erzwingen. „Einige bei uns waren stehen K.o.“, beschrieb Lieberknecht. Die Gründe dafür sah der Eintracht-Trainer darin, dass mehrere seiner Spieler erst kürzlich ihre Verletzungen auskuriert hatten. Und doch wäre fast noch der Siegtreffer gelungen. Onuegbu schoss nach einem Missverständnis – Stuttgart erwartet nach einer Unterbrechung den Ball nach einem Einwurf zurück – knapp am Tor vorbei.

Braunschweiger Zeitung

StN: Gazistadion: Sanierung verschoben

Die Sanierung des Gazistadions in Degerloch wird teurer als geplant. Um die Auflagen des Deutschen Fußballbundes (DFB) zu erfüllen, ging man bisher von 5,4 Millionen Euro aus. Doch die Investitionen könnten sieben Millionen Euro erreichen. Deshalb will die Stadt den Umbau verschieben.

VON FRANK ROTHFUSS

Im Doppelhaushalt 2008/2009 war die Sanierung ohnehin nicht vorgesehen, und als die Stadträte im Juli von der Verwaltung über die vorgesehene Modernisierung informiert wurden, ahnte noch niemand, dass eine Finanzkrise heraufdämmerte. Die 5,4 Millionen Euro schienen damals vorhanden, um die Auflagen des DFB zu erfüllen: 12 000 Zuschauerplätze, neue Technik und Sicherheitsbereiche wurden gefordert, damit die Stuttgarter Kickers und der VfB II in der dritten Liga weiter im Gazistadion spielen dürfen. Doch man baute beim Beschluss bereits eine Bremse ein. Sollten die Kosten steigen, wollte man nochmals debattieren.

Dies scheint nun nötig zu werden. Die Architekten und Vertreter des Hochbauamts haben inzwischen die Tribüne genauer untersucht. „Dabei ergab sich ein Mehrbedarf von einer Million bis 1,5 Millionen Euro“, sagt Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann. Man werde dies nun detailliert ausarbeiten und dem Gemeinderat empfehlen, „den Ausbau zu vertagen“. Die Sanierung stehe nicht im Haushalt, angesichts der unklaren Finanzlage sei es unmöglich, Projekte zu verwirklichen, die dort nicht verankert seien. Sie plädiere dafür, die Entscheidung bis zum Sommer 2009 zu verschieben. „Dann können wir die Folgen der Krise besser abschätzen.“ Allerdings droht den Kickers und dem VfB II dadurch der Verlust ihrer Spielstätte. Denn bis zur neuen Saison müssten eigentlich die Auflagen des DFB erfüllt sein. „Wir werden das Gespräch suchen“, sagt Susanne Eisenmann, „und uns für eine Übergangsregel starkmachen.“ Und so das Provisorium auf Dauer festschreiben?

„Wir sind in höchstem Maße an der Sanierung interessiert“, sagt sie. Ein Neubau der Haupttribüne sei allerdings weiter keine Option, obwohl mit der Teuerung nun fast sieben Millionen Euro für eine Sanierung anfallen. Just jene Summe, die noch im Juli für einen Neubau reichen sollte. „Wir haben momentan durch die Verteuerung der Rohstoffe eine immense Steigerung der Baupreise“, sagt Eisenmann.

Bei der Polizei beugt man schon vor. Polizeisprecher Stefan Keilbach sagt: „Wir haben Verständnis für die Entscheidung. Aber ein Provisorium kann keine Lösung sein.“ Die Beamten gehen ihrer Arbeit derzeit in Containern nach „und sind entsprechender Belastung durch Lärm und Hitze ausgesetzt“. Hier müsse etwas getan werden. Dies hat auch die Stadt vernommen. „Die Polizei ist für uns ein wichtiger Partner“, so Eisenmann, „wir werden alles tun, was den Ablauf der Arbeit für die Beamten erleichtert.“

Stuttgarter Nachrichten

Presse zu Stuttgarter Kickers II – SGV Freiberg (1:1)

„Unser Ziel bleibt es aber weiter, am Saisonende unter den ersten fünf zu landen.“ Von diesem Saisonziel ist sein Trainerkollege vom SGV Freiberg, Marcus Wenninger, weit entfernt. Im Moment hat er auch ganz andere Probleme zu beklagen – die Disziplinlosigkeit seiner Mannschaft zum Beispiel. Freiberg musste gestern bei den Stuttgarter Kickers II in der 83. Minute das 1:1 durch Marcel Ivanusa hinnehmen. Doch viel schlimmer als das Gegentor war für Wenninger noch die Tatsache, dass, als der Schiedsrichter die Partie abpfiff, nur noch acht Freiberger Spieler auf dem Platz standen. Panagiotis Deligiannidis (86.) und der Torhüter Sven Burkhardt (35.) sahen wegen unsportlichen Verhaltens jeweils die Rote Karte. Gelb-Rot bekam zudem Predrag Sarajlic (70.) gezeigt. Die 1:0-Führung von Marco Grüttner geriet da fast in Vergessenheit.

Stuttgarter Zeitung

Acht Freiberger retten Remis bei den Kickers

Stuttgart – In einem verrückten Spiel der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg retteten gestern acht auf dem Feld verbliebene Freiberger ein 1:1 (0:1) bei den Stuttgarter Kickers II.

Nach der schnellen 1:0-Führung in der 7. Minute durch Marco Grüttner schien der SGV einem Sieg entgegenzusteuern, bis das unsichere Schiedrichter-Gespann mit zwei roten und einer gelb-roten Karte den Rhythmus störte.
Nach Grüttners Treffer, der von Kapitän Sarajlic sehr gut vorbereitet wurde, übernahmen die Gäste das Kommando und brachten mit schnellen Kontern das Kickers-Gehäuse immer wieder in Gefahr.
In der 35. Minute kassierte SGV-Torsteher Sven Burkhardt offenbar wegen Nachtretens einen Platzverweis, sodass Trainer Marcus Wenninger Markus Brasch ins Tor stellen musste.
Nach Wiederanpfiff ließen die jetzt etwas defensiveren Gäste den Platzherren nicht viel zu. Ja man besaß durch Marius Müller nach herrlichem Alleingang sogar eine Großchance zum 0:2, die jedoch von Torwart Huber reaktionsschnell vereitelt wurde.
In der 70. Minute folgte der nächste Schock, als auch Sarajlic nach Handspiel im Mittelfeld mit der gelb-roten Karte vom Feld musste. Nun wechselte Wenninger für Grüttner den Abwehrspieler Andreas Schwintjes ein, um die Abwehr zu verstärken.
Die Kräfte der Freiberger begannen allmählich zu schwinden, aber sie gaben keinen Meter Boden preis. Nicht zu verhindern allerdings in der 83. Minute der Ausgleich zum 1:1. Als die überforderte SGV-Abwehr den Ball nicht aus dem Gefahrenbereich brachte, zog Marcel Ivanusa sofort ab. Mit Kampfgeist rettete der SGV einen wertvollen Punkt.
SGV Freiberg: Burkhardt – Salopek, Lukic, Grimmer, Sarajlic – Schreiber, Deligiannidis, Zangl, Müller (87. Rugovaj) – Grüttner (74. Schwintjes), Schurichin (35. Brasch).
Tore: 0:1 Marco Grüttner (7. Min.), 1:1 Marcel Ivanusa (83.). – Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Müllheim). – Gelb-Rot: Sarajlic (80.). – Rote Karte: Burkhardt (35.), Deligiannidis (86.).

Ludwigsburger Kreiszeitung

Kickers weiter auf gutem Weg – 1:1 in Braunschweig

Mit einem 1:1 (1:1) Unentschieden bei Eintracht Braunschweig haben die Stuttgarter Kickers die Rote Laterne in der 3. Liga abgegeben. Die Kickers bleiben damit im fünften Spiel in Folge ohne Niederlage.

Vor 11.450 Zuschauern vergab der Gastgeber in der ersten Hälfte nach der frühen Führung durch Marcel Schied in der achten Minute zahlreiche weitere Tormöglichkeiten. Diese Fahrlässigkeit rächte sich, als Jens Härter in der 40. Spielminute nach einem Eckball zum Ausgleich einschoß.

In der zweiten Hälfte bekamen die Gäste das Spiel in den Griff und konten die Überlegenheit der Braunschweiger egalisieren. Den Punkt dürften sich die Blauen dank einer erneut starken kämpferischen Vorstellung verdient haben. In den nächsten Spielen wird Marcus Mann fehlen, er sah in der 81. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte.

Durch die zeitgleiche Niederlage von Werder Bremen II in Aalen haben sich die Kickers damit auf den vorletzten Tabellenplatz geschoben. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz wurde auf einen Punkt dezimiert. Am nächsten Wochenende erwarten die Blauen den Tabellensechsten Carl-Zeiss Jena. Mit einem Sieg der blauen können die Kickers den Sprung auf die Nichtabstiegsplätze schaffen.

Vorberichte II Eintracht Braunschweig – Stuttgarter Kickers

Kickers heute in Braunschweig

Vaccaro darf wieder stürmen
STUTTGART (ump). Beim Abschlusstraining der Stuttgarter Kickers ist gestern Früh dichter Nebel über dem ADM-Sportpark in Degerloch gelegen. Dennoch will der Fußball-Drittligist heute (14 Uhr) bei Eintracht Braunschweig den Durchblick bewahren – und nach Möglichkeit nun auch den ersten Auswärtssieg der Saison holen. „Mein Gefühl sagt mir, das ist möglich“, meint der Trainer Edgar Schmitt, „aber das muss noch nichts heißen.“ Dieses Bauchgefühl hatte er auch vor Offenbach (0:4) und Wuppertal (3:3).

Wobei die Vorzeichen nicht schlecht stehen. Während beim Gegner die beiden Stamminnenverteidiger Brinkmann und Schanda gesperrt sind, können die Kickers in ihrer vermeintlichen Bestbesetzung antreten. Nach seiner Denkpause wird Bashiru Gambo ins Mittelfeld rücken (Schmitt: „Im Grunde können wir nicht auf ihn verzichten“) und Angelo Vaccaro wieder in den Angriff, dafür erhält Michael Schürg eine schöpferische Pause, nachdem die Umstellung von der Oberliga auf die dritte Liga doch ihre Spuren hinterlässt. Der Lokalrivale VfB Stuttgart II muss morgen (14 Uhr) gegen Erzgebirge Aue auf den gesperrten Ikeng verzichten.

Stuttgarter Zeitung