Presse zum internen Trainingsspiel

Zweite Kickers-Mannschaft siegt

Das Ergebnis ist nur zweitrangig

STUTTGART (ump). Der neue Kickers-Trainer Edgar Schmitt wartet immer noch auf den ersten Sieg unter seiner Regie – dabei war am Samstag gegen das eigene Oberligateam eigentlich alles für ein Erfolgserlebnis angerichtet. Doch daraus wurde nichts. „Wir haben verloren“, sagte Schmitt – und meinte damit in diesem Fall die erste Mannschaft. „Doch das ist nicht weiter tragisch“, so kommentierte Schmitt das 0:2 vor den rund 100 Zuschauern im ADM-Sportpark (Tore: Tunjic und Ivanusa), „das Ergebnis war in diesem Fall sekundär.“ Zumal die zweite Mannschaft, die Schmitt bei dieser Gelegenheit auch mal intensiver kennenlernen wollte, einen guten Eindruck hinterlassen hat: „Wir bei den Kickers müssen ja die eigenen Ressourcen fördern, da wir uns keine teuren Spieler leisten können und auch nicht wollen.“

Wichtiger war dagegen, dass inzwischen immerhin wieder 17 bis 18 Spieler im Training zur Verfügung stehen, nachdem es zeitweise nur elf, zwölf Mann waren; wichtig war auch, dass die Mannschaft bei der Erhöhung der Trainingsintensität voll mitzieht, nachdem der Laktattest bei den meisten Spielern die von Schmitt erwarteten Defizite aufwies. In sechs bis acht Wochen werden die Werte nochmals kontrolliert, bis dahin sollen die Spieler dann auch in der Lage sein, 90 Minuten das geforderte Tempo gehen zu können. Nach den harten neun Trainingseinheiten der vergangenen Woche hatte die Mannschaft gestern und heute erst einmal frei. „Die Mannschaft ist schon recht müde, aber von Dienstag an bereiten wir uns konzentriert auf die nächste Aufgabe gegen den VfB Stuttgart II vor.“

Dann soll der Knoten platzen, und das wäre wichtiger als ein Sieg in dem internen Trainingsspielchen ohne Schiedsrichter.

Stuttgarter Zeitung

Kickers II gewinnen internes Testspiel

2:0 gegen müdes Drittligateam

Stuttgart (jüf) – Die wichtigste Erkenntnis? „Wir haben sehr gute Spieler in der zweiten Mannschaft“, sagte Edgar Schmitt nach dem 0:2 (0:2) am Samstag im internen Trainingsspiel gegen die eigene Oberligamannschaft. Der Trainer des Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers nahm die Niederlage durch die Tore von Antonio Tunjic und Marcel Ivanusa gelassen hin: „Mein Team war nach einer anstrengenden Trainingswoche sehr, sehr müde. Die Konzentration im Torabschluss fehlte, aber das Ergebnis war ohnehin sekundär“, sagte Schmitt. Nach den freien Tagen am Sonntag und Montag beginnt am morgigen Dienstag mit zwei Trainingseinheiten die Vorbereitung auf das Derby am kommenden Freitag (19 Uhr/Gazistadion) gegen den VfB II. „Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im spielerischen Bereich“, erklärte Schmitt. Weiter ausfallen werden die verletzten Sasa Janic, Ralf Kettemann, Jörn Schmiedel und Gino Russo.

Stuttgarter Nachrichten

Internes Testspiel gewinnt die U23

Mit einem überraschenden 2:0-„Auswärts“-Sieg für das U23-Team der Stuttgarter Kickers endete am Samstag vor gut 100 Zuschauern ein internes Trainingsspiel zwischen den beiden Kickers-Mannschaften im ADM-Sportpark. Antonio Tunjic und Marcel Ivanusa glänzten als Torschützen – die beiden Akteure aus dem Oberligakader von Trainer Björn Hinck trafen schon im ersten Spielabschnitt. Demgegenüber vergaben die Spieler aus der Mannschaft von Cheftrainer Edgar Schmitt im Rahmen der 90 Minuten mitunter auch allerbeste Tormöglichkeiten. Abgesehen von den verletzten oder angeschlagenen Kräfte hatten die Trainer Schmitt und Hinck alle ihre einsatzfähigen Kräfte eingesetzt.

Das Drittliga-Team der Kickers hatte am Samstag in seinen blauen Heimtrikots gespielt, während das Oberligateam des Degerlocher Traditionsvereins in seinen blau-gelben Auswärtsfarben auflief. „Es war für alle Beteiligten am Ende einer harten und intensiven Trainingswoche ein sehr guter Belastungstest“, zog Schmitt ein positives Fazit dieses Trainingsspiels. Letzeres war zustande gekommen, weil von der Bundesliga bis hinab zur Oberliga alle Mannschaften an diesem Wochenende pausieren. Der Grund: die WM-Qualifikation sowie der Amateur-Länderpokal in Duisburg.

Die nächsten Punktspiele der beiden Kickers-Mannschaften:
Stuttgarter Kickers – VfB Stuttgart II am Freitag, 17. Oktober (GAZI-Stadion, 19 Uhr).
FC 08 Villingen – Stuttgarter Kickers II am Samstag, 18. Oktober (Stadion Im Friedengrund, 15.30 Uhr).

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Kickers auf dem Volksfest

Er ist schon zu einer liebgewordenen Tradition geworden und mittlerweile ein fester Bestandteil im Kalender der Kickers: der jährliche Wasen-Besuch. Auf Einladung der Brauerei Dinkelacker-Schwaben Bräu traf sich die gesamte Profimannschaft am vergangenen Dienstag in der „Scheune“ des Schwaben Bräu Festzeltes.

Eingeladen waren auch die Mitglieder des Präsidiums und des Aufsichtsrates. „Für uns ist der Wasen-Besuch eine gute Abwechslung und vor dem spielfreien Wochenende passte der Termin ideal“, so Kickers-Manager Achim Cast.

Das Voksfest läuft noch bis einschließlich kommenden Sonntag, 12. Oktober, täglich ab 12.00 Uhr, samstags und sonntags bereits ab 11.00 Uhr.

Quelle: Stuttgarter Kickers

Die Pause kommt Schmitt gelegen

STUTTGART (StZ). Nachdem bei den Stuttgarter Kickers am Dienstag der angekündigte Laktattest auf dem Programm gestanden hat (dessen Ergebnisse bis gestern noch nicht vorlagen), arbeitet der neue Trainer weiter daran, die Mannschaft auf seine offensivere Spielweise einzustellen. Gestern standen zwei Einheiten auf dem Trainingsplan. Am Samstag (10 Uhr) wird im ADM-Sportpark das interne Trainingsspiel gegen die zweite Mannschaft ausgetragen, zu dem auch der eine oder andere A-Jugendliche hinzugezogen werden soll. „So kann ich mir in Ruhe einen Gesamtüberblick über die Spieler machen“, sagt Edgar Schmitt, dem die Länderspielpause nicht ungelegen kommt.

Nach Auswertung der Laktatwerte sollen vor allem die Spieler mit Defiziten mit individuellen Trainingsplänen an das Niveau der anderen Spieler herangeführt werden. „Es ist ja nicht so, dass da durchweg Defizite bestehen, das ist vielleicht etwas falsch rübergekommen“, sagt der Co-Trainer Rainer Kraft: „Die Bandbreite innerhalb der Mannschaft ist da relativ groß.“ Zumal in Russo, Tucci, Schmiedel, Janic und Kettemann weitere fünf Spieler verletzt ausfallen.

Quelle: Stuttgarter Zeitung

Pragmatiker mit großen Emotionen

Stuttgart – Seit knapp drei Wochen ist Edgar Schmitt nun Trainer des Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers. Bei der Analyse seiner Arbeitsweise fällt auf: Er setzt auf die Eigenverantwortung seiner Spieler, auf härteres und intensiveres Traning sowie auf ständige Kommunikation.

Spielvorbereitung

Schmitts Vor-Vorgänger bei den Blauen, Robin Dutt, stellte mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation die Spieler der gegnerischen Elf und deren Grundordnung detailiert dar. Die Mannschaftssitzungen des neuen Trainer sind eher kurz, Schmitt ist kein Freund langer Ansprachen. Er bereitet sich zwar ebenfalls akribisch vor, verzichtet aber auf solche visullen Darstellungen. „Ich bin Pragmatiker und will es einfach haben“, sagt der 45-Jährige. Die jeweiligen Gegner beobachtet entweder er selbst oder sein Assistent Rainer Kraft. Die Spiele im Osten werden von Schmitts Freund, dem Sportwissenschaftler Thomas Kupper, analysiert.

Training

Die Schlagzahl wurde deutlich erhöht: Unter Schmitt wird härter, intensiver und mehr trainiert. In dieser Woche kommt die Mannschaft in fünf Tagen auf zehn Einheiten. Fast ständig geübt wird das Kurzpassspiel, der schnelle Zug zum Tor und das Spiel eins-gegen-eins. Zahlreiche Trainingsspiele fördern die fußballspezifische Ausdauer. Der Ex-Profi sucht auch während des Trainings fast permanent die Kommunikation mit den Spielern, unterbricht, gibt Hilfestellungen, kritisiert oder lobt. Das Aufwärmen, die Laufeinheiten im Wald und das Krafttraining leitet Co-Trainer Kraft.

Führungsstil

Schmitt sucht die Nähe zur Mannschaft. Er ist Teil des Teams, pflegt einen lockeren, aber bestimmenden Umgang mit den Spielern. Er selbst bezeichnet seinen Führungsstil als „kooperativ und integrativ“. Schmitts Motto: „Nur wenn die Spieler gewisse Freiheiten haben und sich entfalten können, haben sie auch die Chance, kreativ zu sein.“ Bei seiner vorherigen Stationm, beim Ligakonkurrenten VfR Aalen, machte man ihm das am Ende seiner Dienstzeit zum Vorwurf: Er habe sich zu sehr von den Spielern vereinnahmen lassen, hieß es. Schmitt dementiert: „Um mich ausnutzen zu lassen, bin ich viel zu wach.“

Motivation

Schmitt ist sehr emotional, er treibt seine Spieler im Training und im Spiel immer wieder an, redet sie stark, versucht ihnen Selbstvertrauen einzuimpfen. „Die Spieler brauchen gewisse Impulse, um ständig wach zu sein“, behauptet er. Auf spektakuläre Motivationshilfen verzichtet Schmitt: Er zündet keine Kanonenschläge und bringt auch keinen Adler in die Kabine mit. „Ich bleibe authentisch, solche Spielchen würde mir keiner abnehmen.“

Spielphilosophie

Der ehemalige Stürmer setzt auf schnelles Spiel nach vorne. Was er von seinen Spielern sehen will, ist hohe Laufbereitschaft, Einsatzwille und Risikofreude – ohne dass die Ordnung in der Defensive verloren geht. Er fordert ständig Aktionen, und weist darauf hin, dass Fehler erlaubt sind. Dass das alles ziemlich kraftraubend ist, räumt er ein: „Um meine Spielweise umzusetzen, ist eine enorme Fitness notwendig.“ Um den körperlichen Zustand der Spieler zu überprüfen, ordnete er einen Laktattest an. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Schmitt betont jedoch, dass es nicht nur um Ausdauer geht. Spieler wie Leichtgewicht Joseph Landeka hätten genügend Kondition, aber zu wenig Kraft.

Taktik

Schmitt schwört auf ein 4-4-2-System mit vorgezogenen Außenverteidigern und einer Raute im Mittelfeld.

Engagment

Schmitt hat schnell erkannt: Eigentlich gäbe es bei den Blauen mehr für ihn zu tun, als nur Trainer zu sein. Doch aufgrund der prekären sportlichen Lage konzentriert sich Schmitt derzeit voll und ganz auf den sportlichen Bereich. Sollten die Kickers aus dem Gröbsten rauskommen, kann er sich durchaus vorstellen, an einem Jugendkonzept mitzuwirken. „Wir müssen Wege suchen, um Spieler selbst auszubilden. Das geht auch mit relativ geringen Mitteln. Vielleicht kann mein Name etwas bewirken.“

Jürgen Frey, Stuttgarter Nachrichten

StN: Trainer Schmitt zu den Ursachen der späten Gegentore: „Elf ist für meine Spielweise nicht fit“

Kickers fehlt das Stehvermögen

Stuttgart – Es gibt Spiele, da bringt eine Nacht Abstand neue Erkenntnisse. Bei Edgar Schmitt, dem Trainer der Stuttgarter Kickers, war das nach dem 3:3 beim FC Bayern München II nicht so. Er erneuerte seine Kritik am konditionellen Zustand seines Teams: „Wir brechen permanent ein. Die Elf ist für meine Spielweise nicht fit genug.“

VON JÜRGEN FREY

Für Alexander Rosen war der Sonntagnachmittag in München ganz besonders unangenehm. Nach der Drittligapartie im Stadion an der Grünwalder Straße stellte sich heraus, dass dem Kickers-Kapitän bei einem Ellbogencheck das Trommelfell gerissen war. Rosen hat nun Probleme, optimal zu hören, sein Sinn für die Realität hat darunter nicht gelitten. „Wir bauen gegen Ende regelmäßig ab, werden verhaltener und ängstlicher – das sieht jeder. Mit Pech hat das wirklich nichts zu tun.“ Mit Zufall auch nicht, was ein Blick auf die vergangenen fünf Spiele bestätigt:

In München lagen die Kickers schnell mit 3:0 vorne, bis zur 81. Minute hielten sie ein 3:1. Die späten Gegentore in der 82. und 90. Minute sorgten dafür, dass der erste Saisonsieg weiter auf sich warten lässt.

Bei Schmitts Premiere gegen Emden kassierten die Blauen den Ausgleich zum 1:1-Endstand neun Minuten vor Schluss.

In der letzten Partie unter der Regie von Stefan Minkwitz besiegelte ein Treffer in der 90. Minute das 2:3 bei Rot-Weiß Erfurt.

Gegen Aue fiel das Tor für die Sachsen zum 1:2-Endstand in der 88. Minute.

In Regensburg machte ein Gegentreffer in der 86. Minute den Kickers-Traum von drei Punkten zunichte – die Partie endete 1:1.

Unterm Strich gingen durch das fehlende Stehvermögen in der Schlussphase acht Punkte flöten. „Das ist nun mal Fakt und hat mit Nachtreten gegen meinen Vorgänger nichts zu tun“, wehrt sich Schmitt gegen Vorwürfe, Stefan Minkwitz die Schuld für die Misere in die Schuhe schieben zu wollen. Auch Manager Joachim Cast weist Versäumnisse in der Saisonvorbereitung ins Reich der Fabel: „Es wurde genauso trainiert wie vergangenen Winter, als die Grundlagen für die Aufholjagd gelegt wurden.“

Woran liegt es dann, dass den Blauen gegen Ende regelmäßig die Luft ausgeht, die Konzentration und damit die Ordnung abhandenkommt? Die angeschlagene Psyche eines erfolglosen Teams spielt eine gewichtige Rolle. Und in beiden Begegnungen unter Schmitt auch die neue, laufintensivere Spielweise. Unter Minkwitz stand das Team oft sehr tief, ließ den Gegner kommen. Bei Schmitt gibt es kein Abwarten. Er fordert ein aggressives Spiel gegen den Ball. Er treibt sein Team permanent an, mutig und schnell nach vorne zu agieren. „Es ist eine andere Form der Belastung“, bestätigt Kapitän Rosen, „wir haben im Spiel viel mehr Läufe mit hoher Intensität im Maximalbereich.“ Daran muss sich die Mannschaft erst noch gewöhnen. Genauso an die Trainingshärte und -umfänge. „Einige meiner Spieler kennen das nicht“, sagt Schmitt, „die Neuzugänge Landeka oder Schürg hatten in ihren Oberligamannschaften nur vier oder fünf Einheiten pro Woche.“

Wie auch immer: Für den heutigen Dienstag setzte der Trainer einen Laktattest an. Am Mittwoch liegen die Werte der einzelnen Spieler vor. Dann weiß Schmitt, in welchen Bereichen er konkret ansetzen muss. Ein bisschen Zeit bleibt ihm. Das nächste Spiel geht erst am 17. Oktober (19 Uhr) gegen den VfB Stuttgart II über die Bühne.

Stuttgarter Nachrichten

Presse zu möglichen konditionellen Problemen

Zweifel an der Kondition
Wie fit sind die Kickers?

Stuttgart – Nach zwei Spielen steht für den Kickers-Trainer Edgar Schmitt fest: „Wir haben konditionelle Probleme über 90 Minuten.“ Als Vorwurf an seinen Vorgänger Stefan Minkwitz will er das nicht verstanden wissen: „Ich maße mir nicht an, jemanden zu kritisieren.

Von Joachim Klumpp

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Deshalb hat der Kickers-Trainer Edgar Schmitt für Dienstag einen Laktattest angesetzt, außer der Reihe gewissermaßen. Im Grunde haben ihm die bisherigen Trainingseinheiten schon gezeigt, welcher Spieler wo Defizite hat. „Aber ich will es nochmals bestätigt wissen“, sagt Schmitt. Schwarz auf weiß also.

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Wichtige Punkte verloren

Dass die Mannschaft Probleme mit der Kondition – und damit auch Konzentration – hat, lassen die Ergebnisse der vergangenen Wochen vermuten. In fünf Punktspielen haben die Kickers in den letzten zehn Minuten jeweils wichtige Punkte aus der Hand gegeben – unter dem Strich sind das acht Zähler.

Es kann sich jeder selbst ausrechnen, wo der Verein mit acht Punkten mehr in der Drittligatabelle stehen würden. Im gesicherten Mittelfeld. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, da macht sich Schmitt nichts vor. „Unser Ziel kann nur lauten: drei Mannschaften hinter uns zu lassen. Alles andere wäre Illusion“, betont der Exprofi, der keinen Vorwurf an die Adresse des Vorgängers Stefan Minkwitz richtet: „Das maße ich mir nicht an und wäre auch nicht korrekt.“

Minkwitz selbst bekommt die Entwicklung (auch im Urlaub) mit: „Wenn beim Laktattest etwas Negatives herauskommt, nehme ich das auf meine Kappe“, sagt der Excoach, „aber prinzipiell sehe ich das mehr als psychisches Problem – und da war sicher das Gegentor kurz vor der Pause entscheidend.“

Schmitt erwartet hohe Laufbereitschaft

Zudem darf man bei dieser Diskussion nicht vergessen, dass Minkwitz nach dem schlechten Saisonstart in dem Dilemma steckte, zwischen der Ausdauerarbeit und spielerischen Weiterentwicklung der Mannschaft abzuwägen – und sich, nachvollziehbar, zwischendurch für mehr Arbeit mit dem Ball entschied. Dass da möglicherweise andere Dinge (wie ein weiterer Laktattest) auf der Strecke geblieben sind, wurde in Kauf genommen. „Aber wenn man bei Bayern II 3:0 führt, zeigt das, dass die Mannschaft Potenzial hat“, betont Minkwitz.

Jedenfalls blickt Schmitt nicht zurück, sondern nach vorne: „Wir müssen jetzt so trainieren, dass die Mannschaft meine Philosophie umsetzen kann.“ Die beruht auf hoher Laufbereitschaft. 70 Minuten lang habe das auch in München geklappt, ehe der Einbruch kam und sich die Überlegenheit der Bayern nach der Pause in Toren niederschlug. Wobei Schmitt zu bedenken gibt, dass die zweiten Mannschaften des VfB Stuttgart oder Bayern Münchens von Grund auf seit Jahren eine ganz andere – sprich bessere Ausbildung – genießen. „Bei uns kommen ja viele Spieler von unterklassigen Vereinen, die müssen erst einmal an das Niveau herangeführt werden.“

Trainer legt sich auf keinen Zeitraum fest

So etwas geht nicht von heute auf morgen. Dazu braucht es Geduld, die im Profifußball aber selten vorhanden ist. Auf einen Zeitrahmen will sich Schmitt deshalb nicht festlegen: „Wir müssen versuchen, bis zur Winterpause so viele Punkte wie möglich zu holen.“ Und zwar möglichst auch einmal drei auf einen Schlag. Auch der Manager Joachim Cast weiß: „Es ist noch zu früh, um uns in die Winterpause retten zu wollen.“

Korrekturen an der Ausdauer können durchaus im Laufe der Runde erfolgen, allerdings wohl kaum bis in zehn Tagen gegen den Lokalrivalen VfB Stuttgart II, den Schmitt zuletzt selbst beobachtet hat: „Ich bin ja ein bisschen Fan der Nachwuchsabteilung des VfB.“ Wobei diese Sympathien im Derby einmal ruhen müssen.

Stuttgarter Zeitung

Trainer Schmitt unzufrieden

Kickers fehlt das Stehvermögen

Stuttgart – Es gibt Spiele, da bringt eine Nacht Abstand neue Erkenntnisse. Bei Edgar Schmitt, dem Trainer der Stuttgarter Kickers, war das nach dem 3:3 beim FC Bayern München II nicht so. Er erneuerte seine Kritik am konditionellen Zustand seines Teams: „Wir brechen permanent ein. Die Elf ist für meine Spielart nicht fit genug.“

Für Alexander Rosen war der Sonntagnachmittag in München ganz besonders unangenehm. Nach der Drittligapartie im Stadion an der Grünwalder Straße stellte sich heraus, dass dem Kickers-Kapitän bei einem Ellbogencheck das Trommelfell gerissen war. Rosen hat nun Probleme, optimal zu hören, sein Sinn für die Realität hat darunter nicht gelitten. „Wir bauen gegen Ende regelmäßig ab, werden verhaltener und ängstlicher – das sieht jeder. Mit Pech hat das wirklich nichts zu tun.“ Mit Zufall auch nicht, was ein Blick auf die vergangenen fünf Spiele bestätigt:

In München lagen die Kickers schnell mit 3:0 vorne, bis zur 81. Minute hielten sie ein 3:1. Die späten Gegentore in der 82. und 90. Minute sorgten dafür, dass der erste Saisonsieg weiter auf sich warten lässt.

Bei Schmitts Premiere gegen Emden kassierten die Blauen den Ausgleich zum 1:1-Endstand neun Minuten vor Schluss.

In der letzten Partie unter der Regie von Stefan Minkwitz besiegelte ein Tor in der 90. Minute das 2:3 bei Rot-Weiß Erfurt.

Gegen Aue fiel das Tor für die Sachsen zum 1:2-Endstand in der 88. Minute.

In Regensburg machte ein Gegentor in der 86. Minute den Kickers-Traum von drei Punkten zunichte – die Partie endete 1:1.

Unterm Strich gingen durch das fehlende Stehvermögen in der Schlussphase acht Punkte flöten. „Das ist nun mal Fakt und hat mit Nachtreten gegen meinen Vorgänger nichts zu tun“, wehrt sich Schmitt gegen Vorwürfe, Stefan Minkwitz die Schuld für die Misere in die Schuhe schieben zu wollen. Auch Manager Joachim Cast weist Versäumnisse in der Saisonvorbereitung ins Reich der Fabel: „Es wurde genauso trainiert wie vergangenen Winter, als die Grundlagen für die Aufholjagd gelegt wurden.“

Woran liegt es dann, dass den Blauen gegen Ende regelmäßig die Luft ausgeht, die Konzentration und damit die Ordnung abhandenkommt? Die angeschlagene Psyche eines erfolglosen Teams spielt eine gewichtige Rolle. In beiden Begegnungen unter Schmitt auch die neue, laufintensivere Spielweise. Unter Minkwitz stand das Team oft sehr tief, ließ den Gegner kommen. Bei Schmitt gibt es kein Abwarten. Er fordert ein aggressives Spiel gegen den Ball. Er treibt sein Team permanent an, mutig und schnell nach vorne zu agieren. „Es ist eine andere Form der Belastung“, bestätigt Kapitän Rosen, „wir haben im Spiel viel mehr Läufe mit hoher Intensität im Maximalbereich.“ Daran muss sich die Mannschaft erst noch gewöhnen. Genauso an die Trainingshärte -und umfänge. „Einige meiner Spieler kennen das nicht“, sagt Schmitt, „die Neuzugänge Landeka oder Schürg hatten in ihren Oberligamannschaften nur vier oder fünf Einheiten pro Woche.“

Wie auch immer: Für den heutigen Dienstag setzte der Trainer einen Laktattest an. Am Mittwoch liegen die Werte der einzelnen Spieler vor. Dann weiß Schmitt, in welchen Bereichen er konkret ansetzen muss. Ein bisschen Zeit bleibt ihm. Das nächste Spiel geht erst am 17. Oktober (19 Uhr) gegen den VfB Stuttgart II über die Bühne.

Jürgen Frey

Stuttgarter Nachrichten

Presse zu FC Bayern München II – Stuttgarter Kickers (3:3)

Unfassbar – nur 3:3 nach 3:0

Die Stuttgarter Kickers geben bei Bayern München den ersten Saisonsieg leichtfertig aus der Hand

MÜNCHEN (StZ). Wie gewonnen, so zerronnen. Die Stuttgarter Kickers mussten sich gestern bei Bayern München II trotz einer 3:0-Führung mit einem Punkt begnügen. „Mit Unentschieden kommen wir aber nicht weiter“, sagte der Trainer Edgar Schmitt.

Ob die Mannschaft der Stuttgarter Kickers der Blick auf die Tabelle der dritten Liga besonders irritiert hat? Denn die konnte man drehen und wenden, wie man will, die Kickers blieben Schlusslicht. So viel stand gestern schon vor dem Anpfiff der Drittligapartie bei Bayern München II fest – und nach den 90 Minuten muss man sich fragen, wie man das ändern will. Gestern reichte jedenfalls selbst eine souverän herausgespielte 3:0-Führung nicht zum ersten Dreier in dieser Saison. „Natürlich bin ich enttäuscht“, sagte der Trainer Edgar Schmitt, „es fehlen elementare Dinge.“ Er sprach damit offensichtlich vor allem die fehlende Fitness der Mannschaft an, die bereist zum fünften Mal nacheinander in der Endphase des Spiels noch wichtige Punkte verschenkt hat.

Dabei hatte die Mannschaft sich zunächst an die Marschroute des Trainers gehalten, die da lautetet: „Kurz und knackig.“ Also direkt zum Spiel anreisen, umziehen – und gewinnen. Nachdem der Torwart Manuel Salz einen Kopfball von Niedermeier über die Latte gelenkt hatte, ging es Schlag auf Schlag: Michael Schürg mit einem geschickten Heber nach Pass von Josip Landeka sorgte in der zwölften Minute für die Führung. Ein Doppelschlag durch Benedikt Deigendesch, diesmal nach Vorarbeit von Schürg, und Angelo Vaccaro nach Traut-Zuspiel sorgte innerhalb von 120 Sekunden für ein fast schon sensationelles 3:0 (19). Da ärgerte lediglich noch das Gegentor von Yildiz nach einem Eckball, kurz vor der Halbzeit – zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt also.

Und das machte sich vor den 950 Zuschauern im Grünwalder Stadion bemerkbar. Sascha Traut hatte noch eine Konterchance – das war“s dann aber auch schon für die Kickers. „In der zweiten Hälfte haben wir uns nur noch hinten reindrängen lassen“, sagte der Torwart Manuel Salz. Und so nahm das Unglück seinen Lauf, als der Bayern-Profi Toni Kroos in der 81. Minute den Anschlusstreffer erzielte. Noch neun Minuten zittern – und kein Happy End. In der Schlussminute traf wieder Yildiz, diesmal zum nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich.

Dementsprechend niedergeschlagen wirkten die Spieler nach dem Schlusspfiff. „Ich kann es noch gar nicht glauben“, sagte Salz. Zumal das ja nicht zum ersten Mal in dieser Saison passiert ist. Schon in Regensburg und Erfurt, gegen Aue und Emden hat die Mannschaft eine Führung in der Schlussphase leichtfertig aus der Hand gegeben. Das kann kein Zufall mehr sein. „Wir haben im Moment nur die Fitness, um 70 bis 75 Minuten gut Fußball zu spielen“, sagt der Trainer Edgar Schmitt – ohne in der Vergangenheit wühlen zu wollen. Dennoch: das sind zumindest indirekt Vorwürfe an den Vorgänger Minkwitz in Sachen körperliche Verfassung.

„An der müssen wir arbeiten“, sagt Schmitt, verzichtet aber dennoch nicht auf den freien Montag. Morgen steht dann ein Laktattest auf dem Programm, am Samstag ein internes Trainingsspiel gegen die zweite Mannschaft. „Die Pause kommt uns jedenfalls gelegen“, gibt Schmitt zu, „und vielleicht haben wir dann auch mal das Glück, so ein Spiel zu gewinnen.“ Nötig hätten es die Kickers – beim Blick auf die Tabelle.

München: Kraft – Schütz, Saba (65. Nagorny), Niedermeier, Heinze – Badstuber – Müller (84. Duhnke), Ekici – Kroos – Yilmaz, Sikorski.

Stuttgart: Salz – Deigendesch, Rapp, Härter, Landeka – Traut, Rosen, Gambo (88. Ortlieb), Reiß (54. Prediger) – Schürg, Vaccaro (72. Smeekes).

Stuttgarter Zeitung

3:3 – Kickers vergeben den Sieg
Wieder bitteres Ende für die Blauen: Bei Bayern II reicht 3:0-Führung nicht

München – Zum fünften Mal hintereinander hat Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers in den letzten zehn Minuten Punkte verspielt: Am gestrigen Sonntag reichte beim FC Bayern München II nicht einmal eine 3:0-Führung zum Sieg – am Ende stand es 3:3.

VON BENEDIKT WARMBRUNN

Edgar Schmitt war bedient. „Ich bin sehr enttäuscht. Es fehlt an elementaren Dingen. Es kann nicht zum Sieg reichen, wenn hintenraus so abgebaut wird. Wenn man nicht fit ist, wird man nervös“, sagte der Kickers-Coach nach dem ersten Auswärtsspiel unter seiner Regie. In der 82. Minute hatten die Blauen das 2:3 durch Toni Kroos kassiert, in der 90. Minute das 3:3 durch Deniz Yilmaz. Für Dienstag ordnete Schmitt einen Laktattest an. „Das ist außergewöhnlich zu dieser Zeit, aber wir müssen den Schwächen in der Physis auf den Grund gehen“, sagte Schmitt. Manager Joachim Cast wollte dies nicht als Kritik an Schmitts Vorgänger verstanden wissen: „Jeder Trainer hat eine andere Philosophie, die von Schmitt basiert eben auf sehr hoher Laufintensität.“

Vor der Pause lief für die Blauen alles nach Plan. Sie spielten effektiv und lagen durch Tore von Michael Schürg (12.), Benedikt Deigendesch (18.) und Angelo Vaccaro (19.) mit 3:0 vorne. Einziges Ärgernis: das Gegentor zum 1:3 (45.) durch Yilmaz. Nach dem Wechsel hätten Sascha Traut (51.) und Bashiru Gambo (54.) das Spiel für die zunächst schwungvollen Kickers entscheiden können. Die schwache Chancenverwertung rächte sich bitter. Cast: „Wenn man bei solch einem Gegner drei Tore macht, überwiegt das Positive.“ Schmitt sah“s anders: „Unentschieden bringen uns nicht weiter.“

Stuttgarter nachrichten

Kickers verspielen 3:0-Führung

Stuttgarter gefrustet nach 3:3 beim FC Bayern II

München (hag) – Nicht einmal ein 3:0-Vorsprung hat dem Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers zum ersten Saisonsieg gereicht. Nach dem 3:3 (3:1) beim FC Bayern München II stehen die Kickers weiter auf dem letzten Tabellenplatz.

„Nach dem Schlusspfiff ist die Mannschaft wie auf Knopfdruck zu Boden gesunken“, berichtet Pressesprecher Frank Pfauth. Dass die Stuttgarter zum wiederholten Male kurz vor dem Ende – diesmal in der 90. Minute – noch einen entscheidenden Gegentreffer kassierten, sorgte für erheblichen Frust. Trainer Edgar Schmitt hatte selbst nach der 3:0-Führung durch Michael Schürg (12.), Benedikt Deigendesch (18.) und Angelo Vaccaro (19.) noch „ein ungutes Gefühl“ – zurecht, wie sich nach den Bayern-Toren durch Deniz Yilmaz (45./90.) und Antreiber Toni Kroos (81.) zeigte. Die Länderspielpause kommt dem Coach nun gelegen, denn als Ursache des Last-Minute-Übels hat er ausgemacht, dass manche Spieler nicht fit genug seien, um die von ihm vorgesehene Spielweise über 90 Minuten durchzuhalten. Morgen soll ein Laktattest genauen Aufschluss über die Verfassung jedes Einzelnen geben.

Positiv ist herauszuheben, dass die Kickers über 75 Minuten mit druckvollen Offensivaktionen und gutem Stellungsspiel zu überzeugen wussten. In der Schlussphase schossen die Stuttgarter aber nur noch „planlos die Bälle weg“ (Pfauth) und wurden von den Bayern kalt erwischt.

Stuttgarter Kickers: Salz – Deigendesch, Härter, Rapp, Landeka -Traut, Gambo (88. Ortlieb), Rosen, Reiß (54. Prediger) – Schürg, Vaccaro (72. Smeekes).

Eßlinger Zeitung

Kickers total platt: Nach 3:0 nur 3:3…
Von KLAUS HENRICH

Die Stuttgarter Kickers können einfach nicht mehr gewinnen. Bei den Amateuren des FC Bayern vergeigte die Truppe von Edgar Schmitt den sicheren Sieg.

Mann mit der Maske: Kickers-Verteidiger Jens Härter (r., spielte mit Nasenbeinbruch) im Duell mit Bayerns Vitus Nagorny
Nur 3:3 nach 3:0-Führung…

Dabei schienen die Motivationskünste des neuen Trainers am Anfang zu fruchten: Nach Toren von Schürg (12. Minute) Deigendesch (19.) und Vaccaro (20.) lagen die Kickers schon klar vorne.

Doch dann die alte Leier…

Keine Linie mehr, in der Defensive herrschte das nackte Chaos – und am Ende waren die Stuttgarter total platt. Die Bayern schafften durch Tore von Yilmaz (45./90.) und Kroos (81.) noch den Ausgleich.

Für Schmitt keine Überraschung: „Wir haben Defizite im konditionellen Bereich. Wenn wir sie abstellen können, werden wir auch den ersten Sieg einfahren.“

BILD