Kicker: Kickers verpassen unglücklich einen „Dreier“

Yilmaz und Kroos retten Bayern II

Nach einem Blitzstart der Kickers schien die Begegnung im Stadion an der Grünwalder Straße bereits früh zu Gunsten der Gäste entschieden, doch Bayern II drückte in der zweiten Hälfte noch einmal mächtig und kam in der Schlussphase noch zu zwei Treffern. Damit sicherte sich die Gerland-Elf einen Heimpunkt, die Kickers verpassten nur haarscharf den ersehnten ersten Saisonsieg.

Bayern München II begann nach der 1:2-Pleite in Paderborn auf zwei Positionen neu aufgestellt. Trainer Hermann Gerland baute auf Heinze und Bundesliga-Profi Kroos anstelle von Stier und Stierle. Die Stuttgarter Kickers begannen nach dem 1:1 gegen Emden mit einer Änderung. Härter ersetzte den gelbgesperrten Mann in der Innenverteidigung.

Gegen den Tabellenletzten, der nach der Verpflichtung von Trainer Edgar Schmitt nun auch in Rainer Kraft erstmals den neuen Co-Trainer vorstellte, erlebte Bayern II in den ersten 20 Spielminuten ein Debakel. Schürg, nach einem Zuspiel von Landeka (12.), Rechtsverteidiger Deigendesch auf Vorlage von Schürg (19.) und schließlich Vaccaro mit seinem ersten Saisontreffer schossen eine komfortable Führung für das Team aus Degerloch heraus.

Die Hausherren verstärkten trotz des herben Dämpfers zu Beginn ihre Offensivbemühungen, wurden bis zur Pause immer gefährlicher. Kurz vor dem Seitenwechsel schaffte dann Yilmaz mit Saisontor Nummer drei per Kopf das erste Erfolgserlebnis für die Münchner (45.).

Die nach der Pause den Vorwärtsgang weiter eingeschaltet ließen. Stürmer Nagorny ersetzte Abwehrmann Saba (65.), die Marschrichtung war nun klar. Stuttgart vergab einige wenige Kontermöglichkeiten, die Bayern warfen nun alles nach vorne und kamen durch Kroos in der Schlussphase noch zum Anschlusstreffer (81.). In der Schlussminute mussten die Kickers dann tatsächlich noch eine bittere Pille schlucken: Yilmaz war wieder zur Stelle, belohnte Bayerns Ansturm und sicherte der Heimelf zumindest einen Zähler. Stuttgart bleibt Tabellenletzter, verpasste hier nur sehr unglücklich den ersten Saisonsieg.

Nach der Länderspielpause geht es für Bayern II am Samstag mit einem Gastspiel in Düsseldorf weiter. Die Kickers sind bereits einen Tag zuvor gegen Stuttgart II im Schwaben-Derby in Degerloch gefordert.

Kicker

Vorberichte FC Bayern München II – Stuttgarter Kickers

Mutig nach München

Der Kickers-Trainer Edgar Schmitt denkt nicht nur kurzfristig

STUTTGART (ump). So ein Feiertag hat doch sein Gutes. Jedenfalls konnte das Präsidium des Drittligisten Stuttgarter Kickers gestern erstmals in Vollbesetzung – neben Präsident Eichelbaum noch Friedrich Kummer, Edgar Kurz und Dieter Wahl – dem neuen Trainer Edgar Schmitt nach dem Training seinen Einstandsbesuch geben. Und Dirk Eichelbaum sagte anschließend: „Wir haben mit Freude vernommen, dass es ihm bei uns gefällt.“ Erst recht natürlich, nachdem Schmitt in Co-Trainer Kraft auch noch seinen Wunschkandidaten bekommen hat, den er schon aus Aalen kennt. Das erleichtert die Arbeit. „Er braucht keine große Einweisungen, er kennt meine Philosophie.“

Auch der Mannschaft wird die nach und nach verinnerlicht. Nach der zweiten Trainigswoche jedenfalls hat Edgar Schmitt den Eindruck, „dass die Spieler so langsam wissen, was ich von ihnen verlange.“ Vor allem Laufbereitschaft und Dynamik, gepaart mit spielerischen Elementen. Schmitt denkt dabei nicht kurzfristig, sondern mittelfristig, in diesem Fall einmal bis zur Winterpause. „In diesen drei Monaten wollen wir Stück für Stück zulegen.“ Wobei ein Erfolgserlebnis schon morgen (14 Uhr) bei Bayern München II deshalb nicht verboten ist. „Wir brauchen auch vor diesem Gegner keine Angst haben“, sagt Schmitt, der deshalb nach wie vor auf zwei Stürmer (Vaccaro, Schürg) setzt, während in der Abwehr Jens Härter den gesperrten Marcus Mann ersetzen wird. Nachdem Schmiedel, Janic, Kettemann, Russo und möglicherweise auch Tucci weiter ausfallen werden, sollen Orlando Schmeekes und Markus Ortlieb, die gestern erstmals wieder mit der Mannschaft trainierten, auf jeden Fall die Reise nach München mitmachen.

Die beginnt im Übrigen erst morgen früh, die 200 Kilometer sind für den neuen Trainer kein Grund, einen Tag früher anzureisen. „Das ist mir lieber, als den ganzen Abend im Hotel rumzuhängen“, sagt Schmitt, nicht nur aus finanziellen Gründen. Dabei kann sich die Kickers-Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres durchaus sehen lassen. „Wir haben die Saison mit einem Plus von etwa 170 000 Euro abgeschlossen“, sagt der Schatzmeister Kummer. Wobei Eichelbaum deswegen nicht gleich in Euphorie verfällt: „Weniger wird es von alleine“, sagt der Präsident. Dafür sorgt in diesem Fall auch der Trainerwechsel. Zumal noch nicht klar ist, inwieweit der bisherige Assistent Alexander Malchow weiterbeschäftigt wird. „Darüber werden wir demnächst reden“, so Manager Joachim Cast.

Stuttgarter Zeitung

Kickers reisen mutig nach München

Trainer Schmitt hofft gegen Bayern II auf neues Wir-Gefühl seines Teams

Stuttgart – Mit geballter Kraft gehen die Stuttgarter Kickers das Auswärtsspiel in der dritten Liga am Sonntag (14 Uhr) bei Bayern München II an. Das gesamte Präsidium, Manager Achim Cast und das Trainerteam schworen sich in einer Sitzung nach dem Training auf die schwere Aufgabe ein.

VON JÜRGEN KEMMNER

Wenn das Spiel im Stadion an der Grünwalder Straße so endet wie das Treffen der Kickers-Strategen, dann ist die blaue Welt auch am Sonntagnachmittag noch in Ordnung. „Alles wunderbar“, sagten alle auf der Waldau im Chor und strahlten um die Wette. Die Trainer sind mit ihren Möglichkeiten rundum zufrieden – das Präsidium traut Chefcoach Edgar Schmitt und dessen Assistent Rainer Kraft jede Menge zu. Auch einen Erfolg bei der Zweiten des deutschen Rekordmeisters. Alle sind von einer positiven Grundstimmung erfasst, die Trainer Schmitt so zusammenfasst: „Wir hatten eine gute Woche, wir haben das Training angezogen, jeder hat mitgezogen. Jetzt fahren wir mit Spaß nach München.“

Die Gaudi soll schon am Sonntagvormittag auf der A 8 im Mannschaftsbus beginnen. Auf der Fahrt nach München soll sich im Bus „ein Wir-Gefühl“ (Schmitt) entwickeln. Deshalb verzichtete der Kickers-Trainer darauf, bereits am Samstag anzureisen. Im Hotel sei jeder für sich, so Schmitt, das sei genau das Gegenteil von dem, was er anstrebt. Er will auf dem Platz ein Kollektiv sehen, das von Spielfreude, Dynamik, Laufbereitschaft und Mut getragen wird.

Aus diesem Grund setzt Edgar Schmitt auch in München auf die Sturmvariante mit zwei echten Spitzen (Angelo Vaccaro und Michael Schürg). „Sonst denken die, wir haben Angst. Aber wir haben keine Angst“, sagt Schmitt, der in der Innenverteidigung den gelbgesperrten Marcus Mann durch Jens Härter ersetzt. „Es wäre schön, wenn wir einen Sieg landen könnten“, sinniert Schmitt. Es würde den Blauen wirklich guttun. Denn selten waren Erfolgsmeldungen wichtiger. Eine gute Nachricht kam schon mal von Präsident Dirk Eichelbaum: Bei der Hauptversammlung am 26. November wird er verkünden, dass das zurückliegende Geschäftsjahr mit einem Plus von rund 175 000 Euro abgeschlossen wurde.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers furchtlos nach München

Stuttgart (hag) – Auf dem Papier sieht die Lage bedrohlich aus: Die Stuttgarter Kickers, Tabellenletzter der dritten Fußball-Liga, müssen morgen (14 Uhr) beim siebtplatzierten FC Bayern München II bestehen, der nach acht Spieltagen bereits 13 Punkte mehr auf dem Konto hat als die Schwaben. Die noch sieglosen Kickers legen vor der harten Auswärtspartie jedoch Selbstbewusstsein an den Tag. Das Team fährt laut Pressesprecher Frank Pfauth „sehr optimistisch“ nach München und will sich vom großen Namen des Gegners nicht beeindrucken lassen. Zuletzt habe die Mannschaft so intensiv trainiert, dass Trainer Edgar Schmitt den Spielern am Donnerstag frei gab. Vor der Reise nach Bayern gab es ein dickes Lob von höchster Stelle: Das komplette Präsidium hat laut Pfauth das Team beobachtet und sich „sehr angetan“ von dessen Zustand gezeigt.

Den ersten Saisonsieg wollen die Kickers mit dem Sturm-Duo Angelo Vaccaro und Michael Schürg einfahren, das Schmitt bei seinem Debüt vergangenen Samstag überzeugt hat. In der Innenverteidigung setzt der Coach auf Marcel Rapp sowie Jens Härter, der Marcus Mann (5. Gelbe Karte) ersetzen soll. Ob der zuletzt angeschlagene Neuzugang Orlando Smeekes mitwirken kann, entscheidet sich kurzfristig. Weiter fehlen werden Ralf Kettemann, Jörn Schmiedel und Sasa Janic.

So wollen sie spielen: Salz – Deigendesch, Rapp, Härter, Landeka – Traut, Rosen, Gambo, Reiß – Schürg, Vaccaro.

Eßlinger Zeitung

Presse zum neuen Cotrainer Rainer Kraft

Fußball: Kickers holen Rainer Kraft

Im Doppelpack
STUTTGART (hec). Der Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers hat einen neuen Co-Trainer gefunden. Rainer Kraft wird künftig dem Chefcoach Edgar Schmitt zur Seite stehen. Der 46-Jährige unterschrieb gestern einen Vertrag bis Juni 2009. „Wir haben schon in Aalen zusammengearbeitet. Ich schätze ihn sehr als Mensch und als Fußballfachmann“, sagt Schmitt. Beim VfR Aalen war Kraft zusammen mit Schmitt Ende August wegen des schlechten Saisonstarts entlassen worden – nun ist das Duo wieder vereint und soll die Stuttgarter Kickers aus der Krise führen. Am Sonntag tritt der Tabellenletzte bei den Amateuren von Bayern München an.

Damit hat sich bei den Kickers endgültig eine interne Lösung zur Besetzung des Postens zerschlagen. Der frühere Co-Trainer Alexander Malchow bleibt vorerst beurlaubt. Von den Gerüchten, der Verein wolle ihn als Scout einsetzen, habe er noch nichts gehört, sagte Malchow: „Mit mir hat noch niemand gesprochen. Bis das nicht passiert ist, kann ich auch nichts zu meiner Zukunft sagen.“

Stuttgarter Zeitung

Kraft: „Kickers sind eine Topadresse“
Stuttgarter neuer Co-Trainer

Stuttgart (jüf) – Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers hat seit Mittwoch einen neuen Co-Trainer: Rainer Kraft unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende. Der 46-Jährige ist in Stuttgart geboren, aufgewachsen und lebt seit 2004 wieder in der Landeshauptstadt. „Als Stuttgarter in Stuttgart zu arbeiten ist doppelt schön. Für mich sind die Kickers eine Topadresse“, sagt Kraft. Am 27. August war er zusammen mit Cheftrainer Edgar Schmitt beim VfR Aalen beurlaubt worden, jetzt ist das Duo wieder vereint. Kraft: „Wir haben die gleiche Philosophie und verstehen uns blind.“

Kraft spielte früher in der Verbandsliga Nordbaden beim TSV Reichenbach zusammen mit Edmund Becker. Der jetzige Trainer des Karlsruher SC war es auch, der Kraft 1996/97 als Physiotherapeuten und Rehatrainer zum KSC II holte. Nach einer Saison wechselte er bis 2001 in gleicher Funktion zum VfB Stuttgart. Als Cheftrainer war Kraft für den Kreisligisten FC Unterheimbach tätig. 2005 ging er zum VfR Aalen. Dort hatte er bis zum Ende der vergangenen Saison neben seiner Co-Trainer-Aufgabe auch die Verbandsligaelf trainiert. 2007 hat Kraft die DFB-Fußball-Lehrer-Lizenz erworben. Wie sich die Blauen so einen Mann leisten können? „Ich bin ordentlich auf den Verein zugegangen“, sagt Kraft. Schließlich sind die Blauen für ihn eine Topadresse.

Stuttgarter Nachrichten

StN: Kickers: Kraft vor Einstieg als Co-Trainer

Stuttgart (jüf) – Die interne Lösung hat sich zerschlagen, nun wird wohl Rainer Kraft neuer Co-Trainer beim Drittligisten Stuttgarter Kickers. Der Fußball-Lehrer, der in Stuttgart wohnt, ist bereits am heutigen Mittwoch erstmals beim Training dabei. „Noch ist nichts unterschrieben“, sagt Kraft, „aber wir haben sehr gute Gespräche geführt.“ Coach Edgar Schmitt kennt den 46-Jährigen gut: Die beiden arbeiteten beim VfR Aalen zusammen. Den beurlaubten bisherigen Co-Trainer Alexander Malchow würden die Kickers gerne im Scoutingbereich einsetzen. Derweil trainierte Schmitt am gestrigen Vormittag nur mit zwölf Feldspielern. Auch der für die erste Mannschaft reaktivierte Markus Ortlieb (Wadenprobleme) fehlte. Bis zur Partie am Sonntag (14 Uhr) beim FC Bayern II dürfte er jedoch fit sein – im Gegensatz zu Sasa Janic, Jörn Schmiedel (beide Schambeinentzündung), Orlando Smeekes (Muskelfaserriss) und Ralf Kettemann (Knöchelprobleme).

Stuttgarter Nachrichten