Kickers II siegt in Villingen

Das U23-Team der Stuttgarter Kickers gewinnt ihr heutiges Auswärtsspiel beim FC Villingen mit 3:1 (1:0). Marcel Ivanusa (3. ) brachte die Blauen beim Aufstiegsfavoriten früh in Führung. Marco Tucci (75. ) und Maikel Boric (90. ) erzielten die Tore zum dreifachen Punktgewinn und ließen die zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer durch den Ex-Blauen Jago Maric (49. Foulelfmeter) vergessen.

Durch diesen Sieg bleiben die Kickers auf dem elften Tabellenplatz. Nächstes Wochenende empfängt das Team von Trainer Björn Hinck den Kehler FV.

FC 08 Trainer Reiner Scheu muss improvisieren

Fußball-Oberliga: FC 08 Villingen – Stuttgarter Kickers II (Samstag, 15.30 Uhr) – (sum) Durch das spielfreie Wochenende hatte die Mannschaft des FC 08 Villingen 14 Tage Zeit, um die überflüssige Niederlage in Au abzuhaken sowie die Akkus aufzuladen. Vor dem Spiel gegen die jungen und ballsicheren Kickers aus Stuttgart ist das nicht allen gelungen.

17 Spieler umfasst der Kader des FC 08 in dieser Saison. Abgezogen werden können der langzeitverletzte Kai Noel sowie Mario Maus, der übernächste Woche erst wieder mit dem Lauftraining beginnen wird. Am Wochenende auf Studienreise in Neapel ist Tobias Link – bleiben noch 14. Florian Rudy lag unter der Woche mit einem Magen-Darm-Infekt flach, was allein schon schade für ihn ist, weil Trainer Reiner Scheu in der vergangenen Woche mit seiner Trainingsleistung zufrieden war. Bis zum Donnerstagstraining fehlten auch noch Mario Klotz und Viktor Ewert mit einer Grippe. Somit verbleiben nur noch 11.

Da die meisten der in Frage kommenden Verstärkungen aus der A-Jugend von Alexander Hirning bis Claudius Speer am Samstag für die südbadische Auswahl im Einsatz sind, klingt das nach einem echten Problem. „Die Lage hat sich glücklicherweise noch etwas entspannt“, atmete Reiner Scheu am Freitag auf. Klotz und Ewert stiegen am Donnerstag wieder ins Training ein und werden wohl dabei sein. Für Rudy bleibt jedoch allenfalls ein Platz auf der Bank.

Interessant: Aus der A-Jugend wird möglicherweise Trainer-Sohn Karsten Scheu erstmals bei der ersten Mannschaft auf der Bank sitzen. Mit Tino-Amando Jäger wird eventuell auch noch ein weiterer A-Jugendlicher für das Oberliga-Team benötigt.

„Die Kickers spielen in etwa so wie wir. Sie setzen vor allem auf ihre technischen Fähigkeiten“, sagt Scheu. Dies wäre für sein Team insoweit positiv, als man es mit einem Gegner zu tun hätte, der nicht nur sein Heil in der Defensive sucht. Der aus Hechingen stammende Björn Hinck trainiert die Kickers-Reserve seit 2003 und arbeitet vorwiegend mit jungen, aus der A-Jugend stammenden Akteuren. Dass diese an einem guten Tag aber „alle schlagen können“, wie Reiner Scheu betont, unterstrichen die „kleinen Blauen“ am Wochenende. Da bezwangen sie ihre eigene, in der Dritten Liga spielende erste Mannschaft mit 2:0 Toren. „An uns liegt es, dass die Kickers keinen solch guten Tag erwischen“, fügt Scheu an. Die Stimmung und Moral in seinem Team bezeichnet er als nach wie vor ausgezeichnet.

Quelle: Südkurier

Kickers II zu Gast in Villingen

Nach dem spielfreien Wochenende in der baden-württembergischen Oberliga, geht für die „kleinen“ Blauen am kommenden Samstag der Liga-Alltag weiter. Und es wartet auch ein ziemlich harter Brocken auf die Mannschaft von SVK-Coach Björn Hinck, denn der FC Villingen gehört zum Kreis der Titelanwärter in der laufenden Saison.

Daran ändert auch die überraschende Nierderlage der Villinger vor fast zwei Wochen bei der SpVgg Au/Iller nichts. Durch das 0:1 beim Aufsteiger büßte der FC zwar zunächst den Anschluss an die Tabellenspitze ein, liegt aber noch immer auf den vierten Rang. Die Niederlage in Au bedeutete für die Schwarz-Weissen bereits die zweite Auswärtsniederlage in Folge. Davor unterlag man ebenfalls einen Aufsteiger, der TSG Balingen, mit 1:2.

Zuhause aber sind die 08er aber eine Macht und als einzige Mannschaft der Liga konnten die Villinger auf heimischen Platz eine weisse Weste behalten. Alle fünf bisherigen Spiele im Stadion im Friedensgrund hat der FC gewonnen und das Torverhältnis von 10:0 Toren unterstreicht die Dominanz auf eigenem Platz noch deutlicher.

Bei den Kickers sind seit Donnerstag wieder alle Spieler an Bord, nur Abwehrspieler Joannis Tsapakidis fehlt noch verletzungsbedingt. Zurück gekehrt sind auch die vier wfv-Auswahlspieler der Kickers. Maikel Boric, Eugen Schneider, Dominique Fennell und Gökhan Gümüssu waren für eine Woche beim U21-Länderpokal in Duisburg für den Württembergischen Fussballverband im Einsatz.

Für Kickers-Coach Björn Hinck wird „das Spiel in Villingen keine leichte Aufgabe“ , der U23-Trainer fügt aber hinzu: „wir brauchen uns aber vor keinem Gegner verstecken.“

Quelle: Stuttgarter Kickers

Presse zum internen Trainingsspiel

Zweite Kickers-Mannschaft siegt

Das Ergebnis ist nur zweitrangig

STUTTGART (ump). Der neue Kickers-Trainer Edgar Schmitt wartet immer noch auf den ersten Sieg unter seiner Regie – dabei war am Samstag gegen das eigene Oberligateam eigentlich alles für ein Erfolgserlebnis angerichtet. Doch daraus wurde nichts. „Wir haben verloren“, sagte Schmitt – und meinte damit in diesem Fall die erste Mannschaft. „Doch das ist nicht weiter tragisch“, so kommentierte Schmitt das 0:2 vor den rund 100 Zuschauern im ADM-Sportpark (Tore: Tunjic und Ivanusa), „das Ergebnis war in diesem Fall sekundär.“ Zumal die zweite Mannschaft, die Schmitt bei dieser Gelegenheit auch mal intensiver kennenlernen wollte, einen guten Eindruck hinterlassen hat: „Wir bei den Kickers müssen ja die eigenen Ressourcen fördern, da wir uns keine teuren Spieler leisten können und auch nicht wollen.“

Wichtiger war dagegen, dass inzwischen immerhin wieder 17 bis 18 Spieler im Training zur Verfügung stehen, nachdem es zeitweise nur elf, zwölf Mann waren; wichtig war auch, dass die Mannschaft bei der Erhöhung der Trainingsintensität voll mitzieht, nachdem der Laktattest bei den meisten Spielern die von Schmitt erwarteten Defizite aufwies. In sechs bis acht Wochen werden die Werte nochmals kontrolliert, bis dahin sollen die Spieler dann auch in der Lage sein, 90 Minuten das geforderte Tempo gehen zu können. Nach den harten neun Trainingseinheiten der vergangenen Woche hatte die Mannschaft gestern und heute erst einmal frei. „Die Mannschaft ist schon recht müde, aber von Dienstag an bereiten wir uns konzentriert auf die nächste Aufgabe gegen den VfB Stuttgart II vor.“

Dann soll der Knoten platzen, und das wäre wichtiger als ein Sieg in dem internen Trainingsspielchen ohne Schiedsrichter.

Stuttgarter Zeitung

Kickers II gewinnen internes Testspiel

2:0 gegen müdes Drittligateam

Stuttgart (jüf) – Die wichtigste Erkenntnis? „Wir haben sehr gute Spieler in der zweiten Mannschaft“, sagte Edgar Schmitt nach dem 0:2 (0:2) am Samstag im internen Trainingsspiel gegen die eigene Oberligamannschaft. Der Trainer des Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers nahm die Niederlage durch die Tore von Antonio Tunjic und Marcel Ivanusa gelassen hin: „Mein Team war nach einer anstrengenden Trainingswoche sehr, sehr müde. Die Konzentration im Torabschluss fehlte, aber das Ergebnis war ohnehin sekundär“, sagte Schmitt. Nach den freien Tagen am Sonntag und Montag beginnt am morgigen Dienstag mit zwei Trainingseinheiten die Vorbereitung auf das Derby am kommenden Freitag (19 Uhr/Gazistadion) gegen den VfB II. „Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im spielerischen Bereich“, erklärte Schmitt. Weiter ausfallen werden die verletzten Sasa Janic, Ralf Kettemann, Jörn Schmiedel und Gino Russo.

Stuttgarter Nachrichten

Internes Testspiel gewinnt die U23

Mit einem überraschenden 2:0-„Auswärts“-Sieg für das U23-Team der Stuttgarter Kickers endete am Samstag vor gut 100 Zuschauern ein internes Trainingsspiel zwischen den beiden Kickers-Mannschaften im ADM-Sportpark. Antonio Tunjic und Marcel Ivanusa glänzten als Torschützen – die beiden Akteure aus dem Oberligakader von Trainer Björn Hinck trafen schon im ersten Spielabschnitt. Demgegenüber vergaben die Spieler aus der Mannschaft von Cheftrainer Edgar Schmitt im Rahmen der 90 Minuten mitunter auch allerbeste Tormöglichkeiten. Abgesehen von den verletzten oder angeschlagenen Kräfte hatten die Trainer Schmitt und Hinck alle ihre einsatzfähigen Kräfte eingesetzt.

Das Drittliga-Team der Kickers hatte am Samstag in seinen blauen Heimtrikots gespielt, während das Oberligateam des Degerlocher Traditionsvereins in seinen blau-gelben Auswärtsfarben auflief. „Es war für alle Beteiligten am Ende einer harten und intensiven Trainingswoche ein sehr guter Belastungstest“, zog Schmitt ein positives Fazit dieses Trainingsspiels. Letzeres war zustande gekommen, weil von der Bundesliga bis hinab zur Oberliga alle Mannschaften an diesem Wochenende pausieren. Der Grund: die WM-Qualifikation sowie der Amateur-Länderpokal in Duisburg.

Die nächsten Punktspiele der beiden Kickers-Mannschaften:
Stuttgarter Kickers – VfB Stuttgart II am Freitag, 17. Oktober (GAZI-Stadion, 19 Uhr).
FC 08 Villingen – Stuttgarter Kickers II am Samstag, 18. Oktober (Stadion Im Friedengrund, 15.30 Uhr).

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Presse zu VfL Kirchheim/Teck – Stuttgarter Kickers II

Die Luft für Sehrig wird dünner
Der VfL Kirchheim bleibt beim 0:4 gegen die Kickers zum dritten Mal in Folge punkt- und torlos

Der VfL Kirchheim entwickelt sich zur Schießbude der Fußball-Oberliga. Nach der deftigen 0:4 (0:0)-Heimniederlage gegen die Stuttgarter Kickers II ist die Diskussion um VfL-Trainer Dietmar Sehrig in vollem Gange.

Klaus-Dieter Leib

Kirchheim. „Wir werden uns gemeinsam zusammen setzen und entscheiden, was am besten für den Verein ist.“ Kirchheims Abteilungsleiter Dr. Jörg Mosolf schien nach dem Spiel genauso ratlos wie die meisten Fans auf den Zuschauerrängen. Dabei hätte der VfL mit etwas Glück seine Kritiker Lügen gestraft, wenn nach zwei Minuten Uwe Beran alleine vor dem Gästetor Stuttgarts Torwart Benjamin Huber überwunden hätte. Mit einer Führung im Rücken wäre die Partie vielleicht ganz anders gelaufen. Das schien auch Beran nach dem Schlusspfiff so zu sehen: „Den muss ich einfach rein machen.“

Nur vier Minuten später hatte der Kirchheimer Stürmer, der am heutigen Samstag seinen 19. Geburtstag feiert, erneut eine gute Möglichkeit zur Kirchheimer Führung. Nach diesem guten Beginn der Gastgeber verflachte die Begegnung allerdings zusehends und die Gäste kamen immer besser ins Spiel, ohne sich jedoch nennenswerte Einschussmöglichkeiten zu erspielen. Die Kirchheimer Hintermannschaft stand zumindest bis zur Halbzeitpause recht ordentlich und ließ keine Torchance der Gäste zu. Was sicherlich auch ein Verdienst von Torhüter Patrick Gühring war, der nach seiner Verletzungspause erstmals wieder von Beginn an mit dabei war. Einen ordentlichen Einstand feierte Neuzugang Oliver Otto, der trotz Trainingsrückstands 90 Minuten durchhielt. Wegen einer Blasenentzündung musste Kirchheims zweiter Neuzugang, Vergoulakis Karapantzos, bereits im Abschlusstraining passen. Nach einer unterhaltsamen ersten Halbzeit waren die 280 Zuschauer guter Dinge, das sich das muntere Spiel auch in der zweiten Halbzeit fortsetzen könnte. Doch weit gefehlt: Nach dem frühen 0:1- Rückstand durch Mijo Tunjic (51.) war vom VfL Kirchheim plötzlich so gut wie nichts mehr zu sehen. Lähmende Unsicherheit – Die einfachsten Sachen gelangen nicht mehr, und Mannschaftskapitän Patrick Gühring brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: „Einige Spieler sollten sich fragen, ob sie überhaupt oberligatauglich sind.“ Vor allem die zahllosen vergebenen Chancen, nicht nur im Spiel gegen die Stuttgarter Kickers, sondern auch in den Begegnungen zuvor, brachten Gühring in Rage: „Wenn ich in der Oberliga spielen will, muss ich solche Dinger einfach rein machen.“ Mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten sorgten die Gäste dann für die endgültige Entscheidung und zeigten den Kirchheimer Stürmern eindrucksvoll, wie das Toreschiessen geht. Den Schlusspunkt zum 4:0 -Endstand setzte Mijo Tunjic mit seinem zweiten Treffer (79.).

Damit geht der VfL Kirchheim mit nur einem Zähler aus sechs Spielen als Schlusslicht der Oberliga schweren Zeiten entgegen, und man darf gespannt sein, wer am kommenden Wochenende auf der Kirchheimer Trainerbank sitzen wird. Viele Kirchheimer Zuschauer hatten diese Entscheidung gestern für sich bereits getroffen. Die Vereinsführung will am Wochenende, spätestens am Montag, entscheiden, wie es weiter gehen soll – mit oder ohne Dietmar Sehrig.

VfL Kirchheim: Gühring – Koch, Dihl, Kauffmann, Eisenhardt – Otto, Polat, Er, Spina (78. Gürol) – Söylemezgiller, Beran.

Stuttgarter Kickers II:Huber – Steinle, Kärcher, Fennell, Gentner – Rizzi, Ivanusa, Kovac, Abruscia (62. Petruso) – Tunjic, Gümüssu (86. Boric).

Tore: 0:1 Tunjic (51.), 0:2 Petruso (73.), 0:3 Gümüssu (75.), 0:4 Tunjic (79.).

Gelbe Karten: Eisenhardt, Dihl, Kauffmann – Kovac.

Schiedsrichter: Stephan Gerster (Friedrichshafen)

Zuschauer: 280

Teckbote

In Kirchheim drohen Konsequenzen
Amateurfußball im Blickpunkt: Die Verantwortlichen des VfL diskutieren über den Trainer Dietmar Sehrig

Das Chaos hat beim Fußball-Oberligisten VfL Kirchheim zurzeit die Regie übernommen. Denn auch nach dem sechsten Spieltag warten die Verantwortlichen unter der Teck weiter auf den ersten Saisonsieg. Beim 0:4 gegen die Stuttgarter Kickers II setzte es für die Kirchheimer die fünfte Niederlage in Serie – bei 1:19 Toren. Diese sportliche Krise bleibt dann auch am Fuße der Alb nicht ohne Konsequenzen. Bereits nach der 0:4-Heimpleite in der vergangenen Woche gegen Villingen trat Norbert Krumm nach viereinhalb Jahren von seinem Amt zurück. „Es sind Sachen passiert, die konnte ich als Sportlicher Leiter nicht akzeptieren. Wenn dann niemand im Verein reagiert, muss einer ein Zeichen setzen, und das habe ich mit meinem Rücktritt getan“, sagte Krumm. Ein Zeichen pro Trainer setzte der Verein dann unter der Woche, indem er die von Dietmar Sehrig gewünschten Verstärkungen holte. Der Exprofi Oliver Otto, der zuletzt beim SSV Reutlingen spielte, ist ein Akteur wie von Sehrig gefordert, „einer, der auf dem Platz das Kommando übernimmt“. Und auch der zweite Neue, Vergoulakis Karapantzos vom FC Pforzheim, kann dem harmlosen Sturm des VfL Kirchheim nur guttun.

Gegen die Kickers fiel Karapantzos aber erst einmal mit einer Blasenentzündung aus, und dem 35-jährigen Otto war bei seinem ordentlichen 90-minütigen Debüt der Trainingsrückstand noch anzumerken. Folglich konnte er seiner neuen Mannschaft noch nicht entscheidend helfen. Dabei starteten die Kirchheimer recht gut in die Partie und hatten im ersten Durchgang große Chancen zum Führungstreffer. Als dann aber nach 51 Minuten Mijo Tunjic die Kickers in Führung brachte, war der VfL wie gelähmt. So konnten die Stuttgarter durch Franco Petruso (72.), Gökhan Gümüssu (75.) und erneut Tunjic (79.) innerhalb von sieben Minuten das Spiel entscheiden. Ob es nun mit Sehrig als Trainer weitergeht, ist derweil mehr als ungewiss. Die Verantwortlichen um den Abteilungsleiter Jörg Mosolf und den Geschäftsführer Walter Rau trafen sich gestern am späten Abend noch, um die Lage zu besprechen. Rau fand schon im Vorfeld des Treffens deutliche Worte: „Natürlich stehen Konsequenzen im Raum. Ob nun in Form eines Ultimatums oder Ähnlichem werden wir abteilungsintern klären. Am Montag werden wir uns dann mit Dietmar Sehrig zusammensetzen, um die Beschlüsse zu besprechen.“

Stuttgarter Zeitung

Kickers II erfreuen mit klarem Auswärtssieg

Das U23-Team der Stuttgarter Kickers hat das heutige Auswärtsspiel beim VfL Kirchheim/Teck deutlich mit 4:0 gewonnen. Vor 280 Zuschauer erzielten in der zweiten Hälfte zweimal Mijo Tunjic (51., 80. ), Franco Petruso (72. ) sowie Gökhan Gümüssu (75. ).

In der Tabelle haben sich die Kickers damit auf Rang zehn vorgeschoben. In der Liga geht es für das U23-Team am 13.09. beim Bahlinger SC weiter.

Die Kickers spielten mit:
Huber; Steinle, Ivanusa, Kovac, Gentner, Rizzi, Fenell (82. Jung), Kärcher, Abruscia (62. Petruso), Mijo Tunjic, Gümüssu (86. Boric)

Vorberichte: VfL Kirchheim/Teck – Stuttgarter Kickers II

Krisengipfel auf der Waldau

VfL reist mit zwei Neuen und dem Mut der Verzweiflung nach Degerloch

Der VfL Kirchheim lechzt nach dem ersten Saisonsieg in der Fußball-Oberliga wie ein Dürstender in der sengenden Sonne. Ob er morgen, 19 Uhr, auf den „Golan-Höhen“, wie der Lokalrivale VfB das Sportgelände der Stuttgarter Kickers gerne verjuxt, von seinen Qualen endlich erlöst wird?

KLAUS SCHLÜTTER

Kirchheim. Grund für mehr Zuversicht nach nur einem Unentschieden in den ersten fünf Spielen sind zwei neue Hoffnungsträger. Der eine ist der Grieche Vergoulakis Karapantzis, ein 21-jähriger Stürmer vom 1. FC Pforzheim. Der andere heißt Oliver Otto und hat sich in der Region in langen Fußballjahren einen guten Namen gemacht. Beim VfB Stuttgart spielte er einst gar in der Bundesliga. Zuletzt bewies er beim SSV Reutlingen, dass er auch mit 35 in der Regionalliga noch Akzente setzen kann. „Von ihm erhoffen wir uns mehr Stabilität in allen Belangen, von Karapantzis mehr Durchschlagskraft nach vorn“, meint Co-Trainer Uli Thon. „Wir hoffen, dass mit den beiden Neuen ein Ruck durch die Mannschaft geht.“

Dem VfL fehlte es bisher an Führungsfiguren. Oliver Otto hat das Zeug dazu, im defensiven Mittelfeld auf Anhieb in diese Rolle zu schlüpfen und die Mannschaft mitzureißen. Er selber hält den Ball flach: „Ich habe in den letzten sechs Wochen nur für mich trainiert. Ich fühle mich gut, aber Wunderdinge darf man im ersten Spiel nach nur zwei Trainingseinheiten mit der Mannschaft nicht erwarten“, betont der Sport- und Gymnastiklehrer aus Wernau. „Ich kann nur hoffen, dass wir anders auftreten als der VfL zuletzt gegen Villingen.“

Dafür wird auch der erfahrene Patrick Gühring sorgen, der nach längerer Verletzungspause wieder ins Tor zurückkehrt. Dagegen wird der gesperrte Mario Grimm der Abwehr nach seinem Kopfstoß à la Zidane mindestens vier, wenn nicht sogar acht Wochen fehlen. Das Urteil des Sportgerichts für seine Tätlichkeit liegt noch nicht vor. Philipp Schraivogel und Hans-Alex Thies dagegen fehlen weiter verletzungsbedingt.

Für Trainer Dietmar Sehrig könnte die Partie auf der Bezirkssportanlage Waldau eine Art Schicksalsspiel werden. Nach dem Fehlstart des VfL ist die Trainerdiskussion unweigerlich im Gange. Sie würde sich bei einem weiteren Misserfolg wohl noch verschärfen. Ob ein solcher bereits richtungsweisenden Charakter hätte, hinge sicher von der Art und Weise einer möglichen Niederlage ab. Doch solch trüben Gedanken mag man beim VfL nicht nachhängen. „Die Mannschaft steht hinter dem Trainer“, weiß Geschäftsführer Walter Rau. „Es wäre schön, wenn endlich der Knoten platzen würde.“ Die Kickers sind ebenfalls schlecht in die Saison gestartet und stehen genauso unter Druck wie Kirchheim. Mit einem Sieg würde der VfL mit vier Punkten zu den Blauen aufschließen. Beim letzten Aufeinandertreffen in Degerloch behielt Kirchheim mit 2:1 die Oberhand. Das war vor einem Vierteljahr ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Derweil ist beim VfL noch kein Nachfolger für den als sportlicher Leiter zurückgetretenen Norbert Krumm in Sicht. Seine Aufgaben wurden auf mehrere Schultern verteilt, wobei Sportkoordinator Kurt Dangel die Hauptlast zu tragen hat. Es scheint jedoch, als sei die Tür zwischen Krumm und dem VfL noch nicht ganz zugeschlagen.

Teckbote