StZ: Der Verteidiger Moritz Steinle hilft bei den Kickers-Profis aus

Eine Variante auf Zeit

STUTTGART. Moritz Steinle hat am Sonntag überraschend sein Comeback für den Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers gegeben. Doch der Verteidiger betont: „Mein Studium geht vor.“

Von Joachim Klumpp

Am Ende war auch Moritz Steinle etwas ratlos: Als er gefragt wurde, warum im Spiel gegen Werder Bremen II nach der Pause so ein Einbruch (3:2 nach 3:0) kam, antwortete er: „Das wüsste ich auch gerne. Vielleicht muss ich länger dabei sein, um es zu verstehen.“ Dem Mann kann geholfen werden. Zumindest die zwei Partien bis zur Winterpause zählt der 25-Jährige zum Kader, der ersten Mannschaft wohlgemerkt. In der zweiten (Oberliga-)Mannschaft war der Verteidiger schon, seit er im Sommer seinen Rücktritt vom professionellen Fußball verkündet hat und sich lieber der beruflichen Karriere widmet. An der Fachhochschule in Stuttgart-Vaihingen studiert er Verpackungstechnik.

Am vergangenen Donnerstag dann meldete sich der Cheftrainer Edgar Schmitt – zwecks Beförderung, Steinle absolvierte noch rasch zwei Trainingseinheiten; in diesem Zeitrahmen ist das auch künftig denkbar. Den Rest der Woche übt er abends bei der zweiten Mannschaft. Für ihn kein Problem. „Am Sonntag war der Klassenunterschied nicht so groß“, sagt Steinle. „Vielleicht ändert sich das ja, wenn stärkere Gegner kommen.“ Wie zum Beispiel am nächsten Samstag der SC Paderborn. Nach dem Auftritt gegen Bremen spricht alles dafür, dass Steinle erneut als Verteidiger auflaufen wird. „Er hat seine Sache gut gemacht“, sagte Edgar Schmitt – und zog in dieses Resümee auch gleich noch den eingewechselten Thomas Gentner (ebenfalls zweite Mannschaft ) mit ein.

Diese Nominierungen waren nach zwei Niederlagen wohl ein Zeichen: so geht“s nicht weiter. Und vielleicht auch schon ein Signal für den Rest der Saison, falls es mit den erhofften Verstärkungen in der Winterpause nichts wird. Denn das ist nach wie vor offen: „Erst einmal müssen wir jemand aus dem aktuellen Kader abgeben“, betont der Kickers-Manager Joachim Cast, „vorher geht nichts.“ Und wenn etwas geht, ist die Frage auf welcher Position: Innenverteidigung oder doch rechte Seite, wo zuvor weder Benedikt Deigendesch noch Thorsten Reiß überzeugten?

Steinle, schon seit 1990 ein Blauer, dürfte jedenfalls keine Dauerlösung sein. „Das Studium hat Priorität“, betont er – und dort stehen im Februar Prüfungen an, so dass der Spieler selbst in der zweiten Mannschaft (für die er übrigens nach einem Drittligaeinsatz nur zwei Tage gesperrt ist) kürzertreten müsste. „Wenn das oben zur Regel werden sollte, muss man sich Gedanken machen“, so Steinle – auch über das Gehalt. Zum Einsatz am Sonntag meinte er nur: „Die Punktprämie wird es geben, mehr wohl nicht.“

Stuttgarter Zeitung

StZ: Hoffen auf Kapitän Rosen

Kickers und ihre Verletzten

STUTTGART (StZ). Gestern ist beim Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers unter Edgar Schmitt traditionell trainingsfrei gewesen. So stand auch noch nicht fest, ob Alexander Rosen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Zweifel sind allerdings angebracht, denn zuletzt konnte der Kapitän nur leichte Gehversuche unternehmen. Ein Einsatz im Heimspiel am Sonntag gegen Werder Bremen II ist also fraglich, dabei würde der Mittelfeldmotor der Mannschaft gut zu Gesicht stehen, weil in den gesperrten Angelo Vaccaro und Bashiru Gambo gleich zwei Stammspieler nicht zur Verfügung stehen. Zuerst einmal drückt der Kickers-Manager Joachim Cast aber dem nächsten Gegner die Daumen: morgen im Nachholspiel gegen Wacker Burghausen, damit der Abstand der Kickers – im Moment fünf Punkte – im Abstiegskampf auf den viertletzten Tabellenplatz nicht noch größer wird.

Nachdem die Profis im WFV-Pokal bereits ausgeschieden sind, steht nun der Termin der zweiten Mannschaft fest: die bestreitet ihr Achtelfinale gegen den Oberligarivalen VfL Kirchheim am 21. Februar. Im Falle des Weiterkommens würde das Team an Gründonnerstag auf Heidenheim treffen.

Stuttgarter Zeitung

Presse zu Stuttgarter Kickers II – FC Nöttingen (5:0)

Mit einem 5:0-Heimerfolg hat die zweite Mannschaft der Stuttgarter Kickers gegen den FC Nöttingen gewonnen und sich in der Tabelle im Mittelfeld etabliert. Die Tore für die Kickers erzielten Marcel Ivanusa (20./34./76.), Thomas Gentner (33.) und Mijo Tunjic (56.).

Stuttgarter Zeitung

20 gute Minuten allein reichen nicht: 0:5-Klatsche für FC Nötingen

STUTTGART. Ohne die richtige Einstellung, Mut und Präsenz zeigte sich der FC Nöttingen am gestrigen Sonntag beim Fußball-Oberligaspiel bei den Stuttgarter Kickers II und fuhr mit einer verdienten 0:5 (0:3)-Packung wieder nach Hause.

Beim FC Nöttingen gibt es alles reichlich. Die Punkte fließen auf das Oberliga-Konto, und Torhüter gibt es auch jede Menge. Einer ist gerade im Krankenstand, der andere steht zwischen den Pfosten und der dritte sitzt im Vorstand. Dominique Jahn hat alle vor die Videokamera gelockt.
Dabei hätte es durchaus auch anders kommen können auf dem Kunstrasenplatz der Bezirkssportanlage auf der Waldau. Das Team von Nöttingens Coach Michael Fuchs hatte zu Beginn ein Übergewicht und auch die erste dicke Chance. Mitten in die Nöttinger Bemühungen fiel dann das 1:0 für die Kickers. Ein bereits abgewehrter Ball segelte in den Nöttinger Strafraum zurück, in dem der Defensivverbund auf Abseits spielte. Drei Kickersspieler sind frei, da der Schiedsrichter mit seinen Assistenten weiter spielen lässt – Tor. Von einer spielentscheidenden Einflussnahme sprach Nöttinges Coach Fuchs den Unparteiischen aber dennoch frei. „Das war nicht ausschlaggebend für unsere Niederlage.“

Selbst im Anschluss an den Rückstand hatte das Team von Fuchs immer wieder gute Ausgleichsmöglichkeiten, die jedoch unkonzentriert, naiv oder leichtfertig vergeben wurden. So in der 37. Minute als Moritz Bischoff nach schönem Zuspiel in den gegnerischen Strafraum eindringt, doch beim Abschluss ohne die nötige Souveränität agiert. Sein Schuss wird von einem Abwehrbein geblockt und entwickelt sich im Gegenzug zu einem Konter, bei dem die Kickers ihren Freiraum zum zweiten Treffer nutzen.

Und was passiert danach? Bevor sich alle richtig umsehen konnten verliert das Team um Kapitän Burkart postwendend nach dem Anstoß wieder den Ball und schon zappelt das Spielgerät zum dritten Mal im Netz von Keeper Daniel Jilg. Mit Auflösungstendenzen rettete sich Nöttingen danach in die Kabinen.

Zum zweiten Durchgang schickte Fuchs die selben Spieler aufs Feld. „Ich hätte eigentlich zehnmal auswechseln können“, kommentierte der Coach die 45 Minuten. In der zweiten Hälfte ergab sich über weite Strecken folgendes Bild: Nöttingen bemühte sich zwar, trat aber viel zu naiv auf. Sowohl im Spielverhalten als auch im Abschluss. Ein Ineinandergreifen der einzelnen Mannschaftsteile fand zumeist nicht statt. Die Gastgeber nutzten ihrerseits den Raum noch zu zwei Treffern. Dann kam endlich der Schlusspfiff.

Pforzheimer Zeitung

Presse zur Jahreshauptversammlung – VfB kommt zum Testspiel

Schwarze und rote Zahlen bei den Blauen

Die Kickers erzielen Gewinn, doch im Etat klafft ein Loch

STUTTGART. Die sportliche Situation des Fußballdrittligisten Stuttgarter Kickers ist unbefriedigend, besser sieht es wirtschaftlich aus: das abgelaufene Geschäftsjahr 2007/08 endet mit einem Gewinn von 330 000 Euro.

Von Joachim Klumpp

Die relativ harmonische Stimmung bei der Hauptversammlung der Stuttgarter Kickers ist gestern Abend nur einmal etwas getrübt worden: als das Logo des Lokalrivalen VfB auf der Leinwand auftauchte, da gab es vereinzelt doch Pfiffe. Dabei hätten die 190 anwesenden Mitglieder dankbar sein sollen. Denn der Fußball-Bundesligist wird am 25. März nächsten Jahres in Degerloch zu einem – schon lange angekündigten – Benefizspiel antreten, durch das wiederum die finanzielle Lage der Kickers verbessert würde. Das ganze soll das ADM-Gedenkjahr schmücken, das die Kickers 2009 anlässlich des fünften Todes- und 70. Geburtstages ihres Ehrenpräsidenten Axel Dünnwald-Metzler ins Leben gerufen haben. Als Krönung obendrauf gibt es noch die berechtigte Hoffnung, dass im Lauf des Jahres auch der FC Bayern München seine Visitenkarte bei den Blauen abgibt. Dafür wiederum gab es – Applaus.

Und nicht nur dafür. Denn nachdem die sportliche Situation des Tabellenvorletzten in der dritten Liga unbefriedigend ist, konnte sich zumindest das wirtschaftliche Ergebnis sehen lassen. Als der Schatzmeister Friedrich Kummer einen Gewinn (zum Stichtag 30. Juni) von exakt 330 396,60 Euro verkündete, brandete Beifall im Clubheim auf. „Im Wesentlichen ist das auf die neu gegründete Beteiligungsgesellschaft zurückzuführen“, erklärte Kummer. Die besteht aktuell ausschließlich aus fünf Mitgliedern von Präsidium und Aufsichtsrat und wurde in einer kritischen finanziellen Situation der Vorsaison ins Leben gerufen, um den Verein mit Darlehen und der Abtretung der Transfererlöse zu helfen, was sich mit 525 000 Euro niederschlägt. In der Bilanz ist dieses Geld Vereinsvermögen, so dass der Stand der Verbindlichkeiten von knapp einer Million Euro auf nunmehr 591 684,17 Euro zurückgegangen ist. Da nach wie vor die Rangrücktrittsdarlehen des Expräsidenten Hans Kullen sowie von Ursi Dünnwald-Metzler existieren, ist der Verein aber nicht überschuldet. „Unser Ziel ist es, die Entschuldung des Vereins weiter voran zu treiben“, betonte der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Lorz.

Trotz des guten Ergebnisses im Geschäftsjahr 2007/08 können die Kickers keine großen Sprünge machen, was vor allem die Transfermöglichkeiten in der Winterpause betrifft. Das liegt in erster Linie daran, dass der angesetzte Saisonetat von etwa drei Millionen Euro bei den Ausgaben übertroffen wird, was mehrere Gründe hat: zum Beispiel erhöhte Kosten im Ordnungs- und Sicherheitsdienst bei Risikospielen, eine Verdreifachung der Stadionmiete – und natürlich auch die Verpflichtung des holländischen Spielers Orlando Smeekes sowie der Trainerwechsel. Hochgerechnet zum Saisonende fehlen dem Club damit etwa 300 000 Euro in der Kasse.

Deshalb muss auf der einen Seite eisern gespart werden (etwa durch den Verzicht auf ein Trainingslager im Januar), auf der anderen aber weiter versucht werden, die Einnahmen zu erhöhen, vor allem durch zusätzliche Werbeaktivitäten. Das Paradebeispiel dafür ist die zweite Auflage der Kampagne „Believe-in-Blue“, bei der Fans im Internet einzelne Bausteine (zu je 18,99 Euro) erwerben können und wo innerhalb kurzer Zeit bisher knapp 15 000 Euro eingegangen sind. Damit aber nicht genug: bei der Mitgliederversammlung kamen ganz aktuell sogar noch einmal 10 000 Euro dazu. Was den Präsidenten Dirk Eichelbaum zu der spontanen Aussage veranlasste: „Wenn immer zehntausend Euro zusammenkommen, machen wir künftig jeden Tag eine Hauptversammlung.“

Neben der leidigen Stadionfrage, in der die Kickers heute Abend einen Termin beim Deutschen Fußball-Bund haben, um auszuloten, ob es aufgrund des aufgeschobenen Umbaus nochmals eine Ausnahmeregelung geben könnte, wurden auch die Rechte am Kickers-Logo angesprochen, die noch die ausgegliederten Handballer besitzen. „Die Gespräche über eine gemeinsame Nutzung stehen aber unmittelbar bevor“, so Eichelbaum.

Ganz so weit wollten die Vertreter der Handballer, die sich dezent im Hintergrund hielten, noch nicht gehen. Sie werden das ausgearbeitete Vertragswerk, das vorsieht, dass der Hauptverein auf die jährlichen 1500 Euro Lizenzgebühr verzichtet, noch juristisch prüfen lassen. Tenor: wir sind bereit für eine Einigung, aber die gibt es noch nicht. Vielleicht hilft in dieser brisanten Frage ja das gemeinsame sportliche Leid. Während die Fußballer Vorletzter in der Tabelle sind, belegen die Handballer den letzten Platz.

Stuttgarter Zeitung

Gewinn täuscht über Ernst der Lage

Kickers vermelden für Geschäftsjahr 2007/08 Bilanzplus von 330000 Euro

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers haben im abgelaufenen Geschäftsjahr Gewinn gemacht und ihre Schulden verringert. Diese positiven Aspekte bei der gestrigen Mitgliederversammlung ändern nichts daran: Die Finanzierung des laufenden Spielbetriebs bleibt ein Tanz auf der Rasierklinge.

VON JÜRGEN FREY

Ein Sieg in 16 Spielen, Platz 19. Was die Zahlen in der dritten Liga angeht, können die Kickers alles andere als zufrieden sein. Da war das Zahlenwerk, das die Chefetage im Vereinsheim präsentierte, erfreulicher. Das Präsidium verkündete für das Geschäftsjahr 2007/08 einen Gewinn in Höhe von 330 396,80 Euro. Entsprechend harmonisch verlief die Versammlung – die 190 Mitglieder entlasteten sowohl Präsidium als auch Aufsichtsrat. Das bilanzielle Plus ist auf zwei Faktoren zurückzuführen:

Die Transfereinnahmen stiegen gegenüber dem Vorjahr von 330 000 Euro auf 802 892 Euro. Hintergrund: Der Verein hat die Transferrechte an die Kickers Beteiligungs GmbH & Co. KG verkauft.

Die außerordentlichen Erträge stiegen von 22 767 Euro auf 303 721 Euro. Dies ist vor allem auf einen Forderungsverzicht von Ursi Dünnwald-Metzler zurückzuführen.

Unterm Strich verringerten sich die Schulden von 922 080 Euro auf 591 684 Euro.

Diese positive Tendenz ändert nichts an den Liquiditätsproblemen. Bis zum 30. Juni 2009 wird der Etat um 300 000 Euro überzogen. Gründe: der Trainerwechsel und die Verpflichtung von Orlando Smeekes. „Die Finanzierung des Spielbetriebs ist ein Tanz auf der Rasierklinge“, sagte Präsident Dirk Eichelbaum. Den Ernst der Lage bestätigte Präsidiumsmitglied Dieter Wahl: „Wegen der Finanzkrise beißt man bei Sponsoren auf Granit.“ Der Marketingexperte meldete auch Positives: Am 25. März 2009 kommt der VfB zum Freundschaftsspiel – jeder Euro in der klammen Kickers-Kasse zählt.

Stuttgarter Nachrichten

Zumindest finanziell auf einem guten Weg

Die Stuttgarter Kickers vermelden auf der Mitgliederversammlung einen satten Gewinn

Stuttgart – Sportlich läuft es schlecht, finanziell geht es aufwärts: Während Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers weiter im Tabellenkeller festhängt, vermeldete Präsident Dirk Eichelbaum gestern Abend bei der Mitgliederversammlung für die abgelaufene Spielzeit (Stichtag: 30. Juni) ein „Rekordergebnis“ – und damit einhergehend einen erheblichen Schuldenabbau.

Von Beate Wockenfuß

„Hinter uns liegt das Jahr der Katze. Wir haben sieben Leben gebraucht“, sagte Eichelbaum angesichts der äußerst knappen Qualifikation für die eingleisige dritte Liga. Dort befindet sich das Team aktuell auf dem vorletzten Platz. Wie schon im vergangenen Jahr, so war es auch diesmal in Degerloch: Mitten in den Wirren einer sportlichen Depression der „Blauen“ überraschten die Vereinsbosse die leidgeprüften Anhänger bei der Jahreshauptversammlung mit positiven Nachrichten. Die etwa 190 anwesenden Mitglieder staunten nicht schlecht, als das für Finanzen zuständige Präsidiumsmitglied Friedrich Kummer die Geschäftszahlen für die Saison 2007/2008 präsentierte und dabei mit einem deutlichen Jahresüberschuss aufwartete. 330 397 Euro beträgt der erwirtschaftete Gewinn in der abgelaufenen Spielzeit – das bedeutet eine Steigerung um stattliche 139 Prozent gegenüber 2006/2007 (138 130 Euro). Schon damals hatte sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.Zurückzuführen ist das neuerliche Plus auf die Anfang des Jahres gegründete Beteiligungs GmbH & Co. KG, an die der Verein seine Transferrechte verkauft hat. Damit sind die Kickers auf ihrem Weg aus den Schulden wieder ein großes Stück vorangekommen. 591 684 Euro gilt es jetzt „nur“ noch zu tilgen. Dazu gehört unter anderem das Darlehen von Ex-Präsident Hans Kullen. Über die Rückzahlung hatten sich der Verein und Eichelbaums Vorgänger nach monatelangem Streit erst Anfang Juli und damit nach dem Bilanz-Stichtag außergerichtlich geeinigt. Demnach soll über die kommenden acht Jahre hinweg eine nicht genannte Summe an Kullen gezahlt werden.Der ehemalige Präsident spielte bei der gestrigen Versammlung noch bei einem anderen Tagesordnungspunkt eine Rolle. Denn die Entlastung des alten Vorstands war im vergangenen Jahr wegen der unklaren juristischen Situation auf dieses Jahr verschoben worden. Diesmal ging die Entlastung ohne Diskussionen durch – ebenso für das aktuelle Präsidium.

2,86 Millionen Euro Ausgaben

Das lag vor allem an den positiven Zahlen: Insgesamt nahm der Verein in der vergangenen Spielzeit 2,93 Millionen Euro ein, das sind 105 834 Euro weniger als 2006/2007. Am deutlichsten sanken die Einnahmen im Bereich Spielbetrieb (minus 219 620 Euro), was an der verpassten Teilnahme am DFB-Pokal lag. Dieselbe Ursache hat der Rückgang im Bereich Fernsehen und Hörfunk (minus 207 540 Euro). Die Ausgaben auf der Waldau beliefen sich auf 2,86 Millionen Euro, das sind 42 961 Euro weniger als 2006/2007.

Das kommende Jahr wird bei den Kickers ganz im Gedenken an den im Jahr 2004 verstorbenen langjährigen Präsidenten Axel Dünnwald-Metzler stehen. Im Rahmen des „ADM-Gedenkjahres“ sind unter anderem zwei Freundschaftsspiele geplant. Bundesligist VfB Stuttgart gastiert am 25. März im Gazi-Stadion. Der FC Bayern hat ebenfalls für ein Spiel zugesagt, ein Termin steht jedoch noch nicht fest. Auch das bringt dem nach wie vor klammen Verein wertvolle Einnahmen.

Eßlinger Zeitung

Spiel in Au abgesagt

Das für den Samstag Nachmittag angesetzte Spiel der „kleinen“ Blauen in AU/Iller wurde augrund der Witterungsverhältnisse abgesagt. Ein Ersatztermin ist noch nicht bekannt.

Für die Oberligatruppe ist es bereits die dritte Spielverlegung in der laufenden Saison, neben dem Spiel in Au wurde schon das Auswärtsspiel in Bahlingen verlegt. Dazu noch die wfv-Pokalbegegnung gegen den VfL Kirchheim.

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Presse zu Stuttgarter Kickers II – SGV Freiberg (1:1)

„Unser Ziel bleibt es aber weiter, am Saisonende unter den ersten fünf zu landen.“ Von diesem Saisonziel ist sein Trainerkollege vom SGV Freiberg, Marcus Wenninger, weit entfernt. Im Moment hat er auch ganz andere Probleme zu beklagen – die Disziplinlosigkeit seiner Mannschaft zum Beispiel. Freiberg musste gestern bei den Stuttgarter Kickers II in der 83. Minute das 1:1 durch Marcel Ivanusa hinnehmen. Doch viel schlimmer als das Gegentor war für Wenninger noch die Tatsache, dass, als der Schiedsrichter die Partie abpfiff, nur noch acht Freiberger Spieler auf dem Platz standen. Panagiotis Deligiannidis (86.) und der Torhüter Sven Burkhardt (35.) sahen wegen unsportlichen Verhaltens jeweils die Rote Karte. Gelb-Rot bekam zudem Predrag Sarajlic (70.) gezeigt. Die 1:0-Führung von Marco Grüttner geriet da fast in Vergessenheit.

Stuttgarter Zeitung

Acht Freiberger retten Remis bei den Kickers

Stuttgart – In einem verrückten Spiel der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg retteten gestern acht auf dem Feld verbliebene Freiberger ein 1:1 (0:1) bei den Stuttgarter Kickers II.

Nach der schnellen 1:0-Führung in der 7. Minute durch Marco Grüttner schien der SGV einem Sieg entgegenzusteuern, bis das unsichere Schiedrichter-Gespann mit zwei roten und einer gelb-roten Karte den Rhythmus störte.
Nach Grüttners Treffer, der von Kapitän Sarajlic sehr gut vorbereitet wurde, übernahmen die Gäste das Kommando und brachten mit schnellen Kontern das Kickers-Gehäuse immer wieder in Gefahr.
In der 35. Minute kassierte SGV-Torsteher Sven Burkhardt offenbar wegen Nachtretens einen Platzverweis, sodass Trainer Marcus Wenninger Markus Brasch ins Tor stellen musste.
Nach Wiederanpfiff ließen die jetzt etwas defensiveren Gäste den Platzherren nicht viel zu. Ja man besaß durch Marius Müller nach herrlichem Alleingang sogar eine Großchance zum 0:2, die jedoch von Torwart Huber reaktionsschnell vereitelt wurde.
In der 70. Minute folgte der nächste Schock, als auch Sarajlic nach Handspiel im Mittelfeld mit der gelb-roten Karte vom Feld musste. Nun wechselte Wenninger für Grüttner den Abwehrspieler Andreas Schwintjes ein, um die Abwehr zu verstärken.
Die Kräfte der Freiberger begannen allmählich zu schwinden, aber sie gaben keinen Meter Boden preis. Nicht zu verhindern allerdings in der 83. Minute der Ausgleich zum 1:1. Als die überforderte SGV-Abwehr den Ball nicht aus dem Gefahrenbereich brachte, zog Marcel Ivanusa sofort ab. Mit Kampfgeist rettete der SGV einen wertvollen Punkt.
SGV Freiberg: Burkhardt – Salopek, Lukic, Grimmer, Sarajlic – Schreiber, Deligiannidis, Zangl, Müller (87. Rugovaj) – Grüttner (74. Schwintjes), Schurichin (35. Brasch).
Tore: 0:1 Marco Grüttner (7. Min.), 1:1 Marcel Ivanusa (83.). – Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Müllheim). – Gelb-Rot: Sarajlic (80.). – Rote Karte: Burkhardt (35.), Deligiannidis (86.).

Ludwigsburger Kreiszeitung

Vorberichte SGV Freiberg – Stuttgarter Kickers II

SGV-Serie bei den Kickers soll fortgesetzt werden

Freiberg – Viel vorgenommen haben sich die Fußballer des SGV Freiberg morgen um 14 Uhr im Auswärtsspiel der Oberliga Baden-Württemberg bei der zweiten Mannschaft der Stuttgarter Kickers.

„Meine Mannschaft kann weitaus mehr, als sie gegen Au gezeigt hat und das wird sie auch beweisen“, teilte SGV-Coach Marcus Wenninger mit.

Auf Rang 7 stehen die Freiberger weiterhin im oberen Tabellendrittel und mit einem Dreier in Stuttgart würde man diese Position sogar noch festigen. Unterstützt wird diese Hoffnung durch die Tatsache, dass sich der SGV zuletzt bei den Kickers meist sehr gut verkauft hat und aus den vergangenen drei Spielen alle neun Punkte entführen konnte.
Allerdings wird es morgen nicht leicht, denn die Youngster-Truppe von Kickers-Coach Björn Hinck ist heuer wesentlich besser in die Runde gestartet als in der Vergangenheit. Verstärkt wurde die Offensive, in der die Tunjic-Brüder Mijo und auch Antonio, der schon ein kurzes Gastspiel beim SGV gab, zu beachten sind.
Stärkste Waffe der „kleinen Blauen“ ist jedoch das laufstarke Mittelfeld, dem die Spielfreude nur mit harter Manndeckung zu nehmen ist.
Da das SGV-Team gestern Abend noch das Abschlusstraining absolvierte und einige Spieler über leichte Blessuren klagten, wollte Wenninger seinen Spielerkader noch nicht benennen. Sicher ist aber, dass er ihn auf 20 Akteure reduzieren wird und deshalb einige Spieler in der zweiten Mannschaft spielen werden.
Zum morgigen Auswärtsspiel organisiert der SGV-Freundeskreis diesmal einen privaten Pkw-Fahrdienst. Zuschauer, die mit eigenem Auto zu diesem Spiel fahren, sollten deshalb zuvor bei den Parkplätzen der Stadiongaststätte am Wasen vorbei kommen (Treffpunkt 12.30).
Das SGV-Aufgebot: Burkhardt, Brasch; Bartholamä, Rizzo, Hecimovic, Salopek, Jaksche, Franzen, Lukic, Schreiber, Pribyl, Deligiannidis, Rugovaj, Klapsia, Schwintjes, Müller, Grimmer, Zangl, Grüttner, Rahmanovic, Sarajlic, Schurichin.

Ludwigsburger Kreiszeitung

Kickers bezwingen den Kehler FV mit 3:0

Die U23 der Stuttgarter Kickers hat am Sonntag Nachmittag den Kehler FV mit 3:0 (1:0) geschlagen und hält damit weiterhin Anschluss ans obere Mittelfeld. Nach dem fünften Saisonsieg kommt das Team von Björn HInck nunmehr auf auf 16 Zähler und einen sehr guten Torverhältnis von 24:17 Toren. Dazu trug auch die Begegnung gegen den badischen Oberliga-Neuling bei.

Wie schon in der vergangenen Woche, beim 3:1-Sieg in Villingen, kamen die Degerlocher zu einem frühen Tor. Schon in der achten Spielminute gingen

die Degerlocher in Führung. Marco Tucci drückte den Ball aus kürzester Distanz über die Torlinie, nachdem ihm Sandro Abruscia den Ball nach einer hohen Flanke auf den Fuss legte. Die „Blauen“ spielten dnach weiter nach vorne und in der 18. Spielminute war Kickers-Stürmer Mijo Tunjic nur durch eine Notbremse zu stoppen. Björn Stiefel sah darauf hin die Rote Karte, der SVK fortan mit einem Mann mehr auf dem Platz.

Zunächst hätten die Stuttgarter Kickers das Ergebnis auch noch verbessern können, erst durch Mijo Tunic und dann durch einen Freistoss von Michele Rizzi, bis zur Halbzeit blieb es aber bei der Ein-Tore-Führung für die Stuttgarter.

Nach der Pause spielten die Badener trotz Unterzahl munter mit, das 2:0 für die U23 in der 59. Minute bedeutete aber dann schon die Vorentscheidung. Michele Rizzis Flanke von der linken Seite fand genau den völlig alleine stehenden Mijo Tunjic und der brauchte den Ball nur noch einnicken. Gleich danach nochmal eine gute Gelegenheit für den 20jährigen Stürmer, aber der Kehler Torwart konnte im letzten Moment retten.

Den Schlusspunkt setzte in der 72. Spielminute der eingewechstelte Eugen Schneider, dessen Schuss abgefälscht wurde und so unhaltbar für Keeper Kornmaier im Tor landete – 3:0. Für Schneider das erste Tor der Saison, für seine Mannschaft der zweithöchste Saisonsieg vor heimischen Punblikum.

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