Presse zum WFV-Pokal: Stuttgarter Kickers II – VfL Kirchheim (4:0)

Verband vergisst den Schiedsrichter
STUTTGART (ump). Das Nachholspiel im Achtelfinale um den WFV-Pokal war ein reines Geduldsspiel – und das trotz des klaren 4:0- (0:0-)Erfolgs der Stuttgarter Kickers II gegen den Oberliga-Konkurrenten VfL Kirchheim. Denn bis die Partie am Donnerstag angepfiffen werden konnte, war schon eine geschlagene Dreiviertelstunde vergangen, weil der Schiedsrichter fehlte. Der steckte keineswegs irgendwo im Osterverkehr fest, er war schlicht nicht nominiert worden. Auf Rückfrage beim WFV erhielten die Kickers die Antwort: „Was für ein Spiel habt ihr denn?“ Irgendwie ist die Partie untergegangen, nachdem sie zuvor aus diversen Gründen x-mal verschoben worden war. Auf die Schnelle wurde noch der Referee Diehl nominiert. Der annullierte zwar einen Treffer von Petruso, doch nach der Pause sorgten Rizzi (58.), Tunjic (67.), Ivanusa (70.) und Boric (81.) für den ungefährdeten Einzug ins Viertelfinale – glücklicherweise in der regulären Spielzeit, sonst hätte noch ein Spielabbruch wegen Dunkelheit gedroht. Der Termin fürs Viertelfinale gegen Heidenheim steht übrigens schon fest (6. Mai), der Schiedsrichter noch nicht.

Der Kickers-Chefcoach Edgar Schmitt war, genau wie die nahezu komplette Führungsriege des Vereins, aufmerksamer Beobachter des WFV-Pokalspiels, schließlich standen auch einige Spieler aus seinem Kader auf dem Feld: Ersatztorwart Huber, Rapp, Petruso, Tucci und Kacani. Leider zog sich Marco Tucci eine Leistenverletzung zu, so dass er die Busfahrt zum Auswärtsspiel beim Drittliga-Spitzenreiter Union Berlin (morgen, 14 Uhr) nicht mitmachen kann. Ebenfalls zu Hause bleibt der erkrankte Mustafa Parmak.

Stuttgarter Zeitung

0:4 in Degerloch: Aus im WFV-Pokal – Heftiger Disput ums VfL-Personal

Eine Stunde lang bot eine gegenüber den letzten Punktspielen stark veränderte Mannschaft des VfL Kirchheim den Stuttgarter Kickers II Paroli. Doch am Ende setzte es gegen die Oberliga-Mitstreiter eine empfindliche 0:4 (0:0)-Klatsche – das Aus im Achtelfinale des WFV-Pokals. Nur den Anteil von 350 Euro an der Nettoeinnahme nahm der VfL mit nach Hause. Aber der taugt nicht wirklich zum Trostpflaster.

KLAUS SCHLÜTTER

Stuttgart. Es ließe sich trefflich darüber streiten, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, von Anfang an in stärkster Besetzung anzutreten. Schließlich winkte beim Weiterkommen das lukrative Heimspiel gegen das Regionalliga-Spitzenteam 1. FC Heidenheim. Doch VfL-Trainer Rolf Baumann räumt dem Kampf um den Oberliga-Klassenerhalt Priorität ein. In Anbetracht des schweren Heimspiels am Ostermontag gegen die TSG Balingen schonte er gleich sieben Stammspieler, gab Männern aus der zweiten Reihe und Rekonvaleszenten eine Chance.

Mag sein, dass das Spiel für Kirchheim mit der kompletten ersten Elf besser gelaufen wäre. Für Baumann war es keine leichte Entscheidung. Er hatte sie im Sinne der Punkterunde getroffen und damit eine kontrovers geführte Diskussion unter den Fans und Betreuern entfacht.

Die VfL-Truppe zog sich in der ersten Halbzeit gegen die vehement anrennenden Kickers recht achtbar aus der Affäre und schaffte es sogar, den Gegner ab und zu in Bedrängnis zu bringen. So in der 11. Minute, als Oliveira den Schuss von Antonio Tunjic zwei Meter vor dem Tor gerade noch abblocken konnte. Oder in der 27. und 29. Minute, als Mathias Koch und Santos Aranjo-Tiago freistehend den Kasten verfehlten.

Zählbares brachten auch die Platzherren, die in der Punktrunde zuletzt fünf Mal ungeschlagen blieben (vier Siege, ein Unentschieden), nicht zustande. Zweitliga-Stürmer Tucci hämmerte aus drei Metern über den Kasten (4.). In der 25. Minute beulte ein 22-Meter-Schuss von Rizzi das Kirchheimer Netz aus. Doch der Linienrichter entschied auf Abseits, weil Kacani VfL-Torhüter Philipp Uttikal die Sicht nahm und ihn irritierte. Ein Pressschlag von Ivanusa landete auf der Querlatte (36.).

Das Bild änderte sich gravierend nach der Pause. Baumann wollte gerade wechseln, da schlug ein Freistoß von Rizzi aus 20 Metern zum 1:0 ein. Die Kirchheimer Mauer stand schlecht, auch der Torwart machte eine unglückliche Figur, wie überhaupt im ganzen Spiel. Uttikal schien, zumindest an diesem Tag, überfordert. Für die Löcher auf der rechten Abwehrseite zeichnete Mathias Koch mit seinem oft übertriebenen Offensivdrang verantwortlich.

Der Trainer wechselte in der zweiten Halbzeit fünfmal aus – im Pokal erlaubt –, doch die Mannschaft kam nicht mehr auf die Beine. Es folgte ein Doppelschlag von Antonio Tunjics Bruder Mijo und von Ivanusa innerhalb von zwei Minuten. Damit war die Partie gelaufen. Mit dem 4:0 durch Boric (80.) wiederholten die Kickers exakt das Ergebnis des Punktspiels in der Vorrunde.

Baumanns Erkenntnisse aus dem Spiel waren sehr unterschiedlich. „Eine Stunde lang haben wir gut gespielt, dann fiel alles zusammen. Ich hätte etwas mehr Konzentration gewünscht.“ Andererseits habe er auch Positives gesehen. So könne er sich Abwehrchef Ferdi Er durchaus auch im Mittelfeld und Philipp Schraivogel dafür im Abwehrzentrum vorstellen – womit er im Betreuerstab allerdings erneut heftige Diskussionen auslöste.

Sein Kollege Björn Hinck, der als künftiger Trainer der „großen Blauen“ im Gespräch ist, machte dem VfL ein Kompliment: „Er hat sehr gut verschoben und wir haben erst nach dem 1:0 zu unserem Spiel gefunden.“ Am Spielfeldrand rieb sich Kickers-Boss Dirk Eichelbaum vergnügt die Hände. Die Zusatzeinnahme, die das Viertelfinalspiel beschert, kann der klamme Verein sehr gut gebrauchen.

Stuttgarter Kickers: Huber – Petruso (83. Müller), Kärcher, Oliveira, Köpf, Rapp, Rizzi (77. Fennell), Jung, Ivanusa (77. Degirmenci) – Kacani (66. Boric), Tucci (51. Tunjic).

VfL Kirchheim: Uttikal – Koch, Kauffmann, Schraivogel, Eisenhardt – Söylemezgiller (58. Er), Thies (80. Ohran), Gürol (46. Polat), Altinsoy (67. Kadrija) – Tunjic, Aranjo-Tiago (67. Braha).

Tore: 1:0 Rizzi (55.), 2:0 Tunjic (67.), 3:0 Ivanusa (69.), 4:0 Boric (80.).

Gelbe Karten: Kacani – Schraivogel, Gürol.

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart).

Zuschauer: 250.

Teckbote

Vorberichte 1. FC Union Berlin – Stuttgarter Kickers

Kickers: Schmitt hofft auf Überraschung

Stuttgart (StN) – Nächstes Endspiel für die Stuttgarter Kickers: Gegner des Tabellenletzten ist am Ostersonntag (14 Uhr) ausgerechnet Spitzenreiter Union Berlin. Für Kickers-Trainer Edgar Schmitt kein Grund, sich aufzugeben. „Wir haben es auch nach der unglüchlichen Niederlage gegen Offenbach geschafft, eine gute Stimmung in die Mannschaft zu bringen“, sagte er vor der Reise in die Hauptstadt und betonte: „Das ist momentan auch unsere einzige Möglichkeit. Es bringt ja nichts, jetzt draufzuhauen.“ Dass die Berliner das Schlusslicht unterschätzen, glaubt Schmitt nicht. Dafür hat er die Hoffnung, dass seiner Elf eine Überraschung gelingt. „Es wäre schön, wenn wir was mitbringen“, sagte er. Allerdings muss Schmitt in Berlin wohl auf Mustafa Parmak wegen einer Grippe und den angeschlagenen Orlando Smeekes verzichten.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers II zieht ins Viertelfinale ein

Mit einem deutlichen Sieg gegen den VfL Kirchheim ziehen die „kleinen“ Blauen ins Viertelfinale des diesjährigen Wfv-Pokalwettbewerbes ein. Nach einer torlosen ersten Halbzeit gewann die Mannschaft von Trainer Björn Hinck am Ende mit 4:0 und qualifizierte sich somit für die nächste Runde.

Im wfv-Pokal-Viertelfinale treffen die Amateure auf den Regionalligisten 1. FC Heidenheim.

Aufregung vor Beginn der Partie. Das ursprünglich für 17.15 Uhr angesetzte Spiel konnte erst um 18.05 Uhr beginnen. Grund: für dieses Pokalspiel wurden vom Verband keine Schiedsrichter eingeteilt. „Nachdem kurz nach 16.30 Uhr noch keine Schiedsrichter eingetroffen waren, haben wir sofort Kontakt mit dem wfv aufgenommen und konnten so noch das Schlimmste verhindern“, so U23-Abteilungsleiter Martin Kurzka. Recht viel später hätte das Pokalspiel auch nicht angepfiffen werden können, da das Spielfeld auf der Bezirksspsortanlage nicht über Flutlicht verfügt. Bei sommerlichem Wetter pfiff der schnellstens herbeigeeite Schiedsrichter Diehl mit mehr als 45minütiger Verspätung an.

Steuerte ein sehenswertes Freistosstor bei: Michele Rizzi

Die bestens eingestelle Oberligatruppe der Kickers kam gleich in der dritten Spielminute zur ersten Torchance durch Sokol Kacani und gut zehn Minuten später verfehlte Michele Rizzis Fernschuss das Tor nur knapp. Der Ligakonkurrent aus Kirchheim nur gelegentlich vor dem Tor, ohne die „Blauen“ aber ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Die Kickers blieben dagegen am Drücker. Franco Petrusos Volleyschuss aus 18 Metern landete zwar im Tor, der Linienrichter entschied aber auf abseits, da Sokol Kacani den Kirchheimer Torhüter Philipp Uttikal irritierte. Und auch bei der vierten Großchance für die Degerlocher sprang kein Tor heraus. Marcel Ivanusa Schuss aus halblinker Position wurde abgefälscht und landete an der Latte, und auch den Nachschuss konnte Franco Petruso nicht im Netz unterbringen.

Nach einer verkürzten Halbzeit, bot sich den fast 300 Zuschauern ein unverändertes Bild. Die Kickers agierten, der VfL konnte nur reagieren. Die Führung der U23 ließ dann auch nicht mehr lange auf sich warten. Michele Rizzi setzte einen sehenswerten Freistoss in die Maschen, gespielt waren 55. Minuten. Neun Minuten später schon die Vorentscheidung. Der kurz vorher für den angeschlagenen Marco Tucci eingewechselte Mijo Tunjic vollendete eine Angriff über Simon Köpf und Marcel Ivanusa zum 2:0.

Nach dem zwischenzeitlichen 3:0 durch Marcel Ivanusa in der 72. Minute, markierte Maikel Boric mit einem Heber über Kirchheims Torwart das 4:0 und damit den Schlusspunkt (81. Spielminute).

„Wir haben eine sehr gute taktische und mannschaftlich geschlossene Leistung abgeliefert,“ fasste U23-Trainer Björn Hinck das Spiel zusammen. Für ihn und sein Team geht es schon am Ostermontag mit dem Duell der beiden einzigen „zweiten Mannschaften“ der Oberliga weiter. Um 15.00 Uhr treten die „kleinen“ Blauen dann bei Hoffenheim II an.

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StZ: Hängepartie bei den Kickers

Schwierige Planungen

STUTTGART (ump). Einer der Standardsätze des Kickers-Trainers Edgar Schmitt lautet: „Abgerechnet wird am 38. Spieltag.“ Das ist richtig, und selbst nach der 0:1-Niederlage gegen Offenbach ist der Abstieg der Stuttgarter aus der dritten Liga noch nicht besiegelt. „Wir haben zwar sechs Punkte Rückstand“, sagt der Manager Joachim Cast, „aber auch noch ein Spiel weniger.“ Das gegen Regensburg am nächsten Mittwoch, womit – zumindest nach Ansicht des Präsidenten Dirk Eichelbaum – die Aufholjagd eingeläutet werden soll: „Dann beginnt für uns eine Reihe von Sechspunktespielen.“ Dass solche Aussagen nicht glücklich sind, haben die Beteiligten inzwischen eingesehen, so dass ruhig auch schon am Sonntag beim Spitzenreiter Union Berlin eine Überraschung herdarf.

Unabhängig davon werden die Planungen für die nächste Saison durch die sportliche Hängepartie nicht erleichtert. Ein Problem, das sich schon nach der auf den letzten Drücker geglückten Qualifikation zur dritten Liga als Handicap erwies. „Normalerweise müssen wir jetzt die Weichen stellen“, sagt Schmitt. Aber in welche Richtung? „Das ganze Augenmerk gilt der dritten Liga“, betont der Manager Cast. Gleichwohl wurden die Lizenzierungsunterlagen für die Regionalliga eingereicht. Während im Falle eines Abstiegs nur Bashiru Gambo unter Vertrag steht, laufen in der dritten Liga ein Dutzend Verträge weiter – zum Beispiel von Benjamin Huber, Jens Härter, Josip Landeka, Ralf Kettemann, Jörn Schmiedel, Michael Schürg oder auch Torsten Traub und Sascha Traut.

Ob sämtliche Spieler gehalten werden sollen, steht auf einem anderen Blatt. Nach dem Heimspiel gegen Wuppertal sollen die ersten Vertragsgespräche beginnen, „so lange möchte ich da keine Störfeuer reinbringen“, sagt Cast. Bei den auslaufenden Verträgen dürfte es schwierig werden, den Torwart Manuel Salz zu halten, auch ein weiteres Engagement bei Orlando Smeekes ist eher unwahrscheinlich, selbst beim Ligaverbleib.

Und im Fall des Abstiegs? Dann würde Plan B greifen. „Da hätte der Kader ein ganz anderes Gesicht“, sagt Cast. Das Gerippe würden die Spieler der aktuellen zweiten Mannschaft stellen, von der bereits um die 15 Mann für die nächste Saison unterschrieben haben, während mit dem Torjäger Marcel Ivanusa noch verhandelt wird. Die Oberligaelf könnte übrigens noch für eine positive Überraschung sorgen, wenn sie sich für den DFB-Pokal qualifizieren würde. Dafür müsste sie aber den WFV-Wettbewerb gewinnen und dort erst einmal heute (17.15 Uhr) im Achtelfinale den VfL Kirchheim schlagen.

Stuttgarter Zeitung

Derby im wfv-Pokal, Kickers II empfängt Kirchheim

Am Gründonnerstag kommt es zum Pokal-Derby auf der Waldau. Im Achtelfinale des diesjährigen wfv-Pokals empfangen die „kleinen“ Blauen den VfL Kirchheim.

Sowohl die Kickers, wie auch die Kirchheimer konnten nach der langen Winterpause kräftig Punkte sammeln. Nach vier Siegen in Folge unterlag der VfL am vergangenen Wochenende nur knapp beim Spitzenreiter SG Sonnenhof Grossaspach.

Die „kleinen“ Blauen verbuchten ebenfalls vier Siege in Folge und erzielten dabei 15 Treffer. Beim Heimspiel am letzten Sonntag reichte es gegen den Angstgegner Normannia Gmünd aber nur zu einem torlosen Unentschieden.

Die Kickers belegen mittlerweile den neunten Tabellenrang und kommen
auf 35 Zähler. Positiv ist vor allem die Torausbeute. Nur der Tabellenführer aus Grossaspach (56 Tore) konnte in der laufenden Saison öfter jubeln. Die Mannschaft von Kickers-Trainer Björn Hinck kommt auf bisher 49 Treffer in 23 Spielen.

Das Hinspiel in Kirchheim entschieden die Kickers mit 4:0 für sich, von der Favoritenrolle will U23-Trainer Björn Hinck aber nichts wissen: „Der VfL hat sich nach einer verkorksten Hinrunde jetzt gefangen und konnte sich aus dem Tabellenkeller schießen,“ so Hinck und weiter: „wie stark die Kirchheimer sind, zeigt die knappe Niederlage in Sonnenhof.“ Dort hatte der VfL über weite Teile des Spiels auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer mitgehalten und am Ende nur unglücklich verloren.

In den Reihen der Gäste aus Kirchheim sind auch einige ehemalige Kickers-Spieler. Angefangen von Ferdi Er und Emrah Polat auch noch andere, wie z.B. Sabri Gürol, Alex Thies und Antonio Tunjic, der nach seinem halbjährigen Gastspiel in Degerloch in der Winterpause wieder zurück zum VfL Kirchheim wechselte. Sein Bruder Mijo läuft für die Kickers auf und gehört mit zehn Toren zu den Top-Torjägern in der Liga. Der 21jährige feierte in dieser Saison auch schon sein Drittliga-Debut, als er beim Auswärtsspiel der Schmitt-Elf in Düsseldorf eingewechselt wurde.

„Es wird sicherlich ein richtiger Pokalfight werden, beide Teams sind gut drauf „, erwartet U23-Abteilungsleiter Martin Kurzka. Für die treuen Kickes-Fans hat er sich noch etwas ganz besonderes einfallen lassen: „Alle Dauerkartenbesitzer, die uns beim Pokalspiel am Gründonnerstag unterstützen, erhalten eine Stadionwurst gratis (*).“

Das Spiel findet übrigens auf der Bezirkssportanlage, unweit des ADM-
Sportparks statt. Die Stadtbahn Station GAZi Stadion auf der Waldau
und Ruhbank sind nur wenige Schritte entfernt. Anpfiff ist bereits um
17.15 Uhr. Also Kickers-Fans, auf zu den „Blauen“ am Gründonnerstag !

* Gutschein für die ersten 200 Kickers-Dauerkartenbesitzer

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StN: Was passiert bei Abstieg? Planspiele der Kickers mit Björn Hinck

Stuttgart – Fürs Aufgeben ist es zwar noch zu früh. Doch nach dem 0:1 gegen Offenbach müsste schon ein kleines Wunder passieren, damit die Stuttgarter Kickers auch in der neuen Saison in der dritten Liga spielen. Die Planungen für die Regionalliga laufen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Kommt es zum Trainerwechsel?

Keiner sagt es offiziell: Doch klar ist, dass bei einem Abstieg kein Weg an einem neuen Trainer vorbeiführt. Ob es sogar schneller zur Trennung von Edgar Schmitt kommt, ist nicht auszuschließen. Nicht allein aus finanziellen Gründen käme wohl nur Oberligatrainer Björn Hinck als Nachfolger in Frage.

Wäre Björn Hinck bereit?

Ja. Sowohl sofort als auch für die neue Saison könnte der 32-Jährige einsteigen. Für den Cheftrainerjob würde sich der Sachgebietsleiter beim Landratsamt Böblingen beurlauben lassen. Was viel über seine Chancen aussagt: Sein vor kurzem verlängerter Vertrag bei den Kickers bis 2010 enthält einen Passus für die Regionalliga.

Ist die Insolvenz ein Thema?

Laut Präsident Dirk Eichelbaum und Aufsichtsratschef Rainer Lorz definitiv nicht. Von den rund 600.000 Euro Altlasten (Steuerrückstände bei Stadt und Finanzamt sowie die beiden Darlehen von Hans Kullen und Ursi Dünnwald-Metzler) wären die Kickers in diesem Fall zwar befreit, und starten müssten sie in der Oberliga. Doch Eichelbaum betont: „DFB und DFL schließen die Insolvenz als Sanierungsinstrument faktisch aus.“ Präsidiumskollege Dieter Wahl ergänzt: „Mein Engagement ist daran geknüpft, dass wir nicht in Insolvenz gehen.“

Was passiert mit dem Unterbau?

Auch bei einem Abstieg der ersten Mannschaft in die Regionalliga will der Verein die Oberligaelf und ein A-Juniorenteam (möglichst in der Bundesliga) halten.

Würde der Präsident bleiben?

Wohl ja, zumindest bis zu den Neuwahlen im November 2009. Den Platz für einen Neuanfang freizumachen, schließt Eichelbaum zwar nicht komplett aus, doch er sagt auch: „Es ist nicht meine Sache, mich aus der Verantwortung zu stehlen. Ich möchte keinen Scherbenhaufen hinterlassen.“

Wie könnte das Team aussehen?

Als einziger Spieler hat Bashiru Gambo auch für die Regionalliga einen gültigen Vertrag. Dem Verein schwebt vor, dass er gemeinam mit Torsten Traub, Marcus Mann, Michael Schürg und Marco Tucci das Gerüst bildet. Hinzu sollen die besten Spieler der zweiten Mannschaft und Neuzugänge aus der Region kommen.

Alle Fragen zur Lage bei den Kickers lesen Sie am 9. April in der Print-Ausgabe der Stuttgarter Nachrichten.

Jürgen Frey

Stuttgarter Nachrichten

Presse zu Stuttgarter Kickers – Offenbacher Kickers (0:1)

Erneuter Rückschlag für die Kickers

Durch ein Tor des Ex-Stuttgarters Mirnes Mesic verliert das Schmitt-Team gegen Offenbach 0:1

STUTTGART (ump). Das Spiel der Stuttgarter Kickers in der dritten Fußballliga gegen Offenbach begann gestern mit einem traurigen Anlass, der Gedenkminute für Fritz Seeger. Der langjährige Ehrenratsvorsitzende und große Kickers-Fan ist am 1. April nach langer Krankheit im Alter von 78 Jahren verstorben. Auch das Ergebnis konnte die Laune der 4030 Zuschauer gestern nicht verbessern: Die Kickers verloren gegen den Namensvetter aus Offenbach – ausgerechnet durch einen Treffer des Ex-Stuttgarters Mirnes Mesic (85.).

„Wir wollen die Sache positiv angehen“, hatte der Kickers-Trainer Edgar Schmitt noch vor dem Spiel gesagt. Positiv und offensiv. Die Mannschaft begann zunächst tatsächlich wesentlich engagierter, versuchte den Gegner aus Offenbach mit Pressing unter Druck zu setzen und hatte nach einer Viertelstunde nach Vorarbeit von Orlando Smeekes durch Josip Landeka die beste Chance, doch er drosch den Ball über die Latte. Damit war die erste Sturm- und Drangphase der Kickers vorbei, die Gäste kamen besser ins Spiel und wurden besonders durch Distanzschüsse von Sebastian Becker gefährlich.

Die Kickers kamen jedoch mit neuem Schwung aus der Kabine und durch einen gefühlvollen Heber zur nächsten Chance, doch der Offenbacher Schlussmann Wulnikowski reagierte glänzend (53.). Auch die Gäste hatten ihre Chancen, so bei Fröhlichs Konterchance (55.), als er den Ball knapp neben den Pfosten setzte. Das Spiel war ausgeglichen, doch dann machte Mesic das Tor für Offenbach. Den Jubel an alter Wirkungsstätte verkniff er sich. Bitter für Stuttgart, das vor der Saison noch an einer Rückkehr von Mesic interessiert war. Und auch die Ergebnisse der Konkurrenten, die gestern allesamt punkteten, konnten die Stimmung bei den Kickers nicht mehr aufhellen.

Kickers: Salz – Steinle, Mann, Traub, Gentner – Parmak, Rosen, Gambo, Landeka – Schürg, Smeekes.

Offenbach: Wulnikowski – Alexander Huber, Goldschmitt, Heitmeier, Schutzbach – Haas, Christian Pospischil – Zinnow, Becker, Morys – Mesic.

Schiedsrichter: Achmüller (Freyung).

Tor: 0:1 Mesic (85.).

Stuttgarter Zeitung

Kickers kaum noch zu retten

Mesic trifft: Nach 0:1 gegen Offenbach enteilt die Konkurrenz den Blauen

Stuttgart – Für Joachim Cast war das Spiel gegen die Offenbacher Kickers eine „Frage der Ehre“. Fehlende Leidenschaft musste der Manager der Stuttgarter Kickers gestern Abend keinem Spieler vorwerfen, dennoch gab es ein 0:1 (0:0) – der Abstand des Drittliga-Letzten zu den Nichtabstiegsplätzen beträgt nun sechs Punkte.

VON JÜRGEN FREY

Paul Dittmer wollte nichts unversucht lassen. Also reiste der Großbäcker und Kickers-Edelfan aus Rotenburg an der Wüm- me an, um jedem Spieler einen Brief auf seinen Platz in der Kabine zu legen. Inhalt: „Meine blauen Götter – ihr schafft das!“

An der Verunsicherung des Teams änderte diese besondere Art der Motivation nichts, spielerisch ging wenig zusammen. Doch wenigstens kämpferisch waren die Blauen im Vergleich zum 0:3 gegen den VfB II nicht wiederzuerkennen. Die Kickers gaben alles – und trotzdem reichte es wieder nicht. „Wir haben einen enorm hohen Aufwand betrieben“, meinte Verteidiger Marcus Mann total enttäuscht, „da muss man halt auch mal einen Punkt mitnehmen.“

Mirnes Mesic hatte etwas dagegen. Der Ex-Kickers-Stürmer machte den Offenbacher Siegtreffer (85.), der nicht unerwartet kam. Denn nach einer guten Stunde war den Gastgebern die Luft ausgegangen. Vor allem der kämpferisch überragende Bashiru Gambo und Mustafa Parmak, der die wenigen spielerischen Höhepunkte setzte, hatten nicht genügend Körner. Christian Fröhlich (65.) und Suat Türker (76.) vergaben zunächst noch, dann sorgte Mesic für Frust bei den Blauen. „Ich bin sehr, sehr traurig“, meinte Trainer Edgar Schmitt, „wir haben so gut gespielt und trotzdem nichts geholt.“

In der Tat waren auch die Kickers aus Stuttgart zu Chancen gekommen. Zunächst zielte Josip Landeka unbedrängt übers Tor (15.), dann scheiterten Torsten Traub (54.) sowie Landeka und Parmak mit zwei Freistößen (56./58.). „Kampfgeist und Laufarbeit stimmten“, erklärte Kapitän Alexander Rosen, „der Einsatz war groß.“ Aber das allein wird nicht reichen im Kampf gegen den Abstieg – das weiß auch Rosen. Der Mittelfeldspieler hofft deshalb, dass am Ostersonntag (14 Uhr) bei Tabellenführer 1. FC Union Berlin eine ähnliche Überraschung gelingt wie beim 1:0-Sieg in Emden: „Dort hatte uns auch niemand auf der Rechnung . . .“

Das hörte sich schon fast ein bisschen nach Verzweiflung an, und auch die Verantwortlichen hatten nicht mehr zu bieten als Durchhalteparolen. „Abgerechnet wird am 38. Spieltag“, erklärte Schmitt. Und Cast meinte: „Es sind noch neun Spiele, da müssen wir alles in die Waagschale werfen.“

Da konnte mit Blick auf Hans-Jürgen Boysen fast schon ein wenig Neid aufkommen. Der Offenbacher Coach („Eine Unverschämtheit, was wir gezeigt haben“) schimpfte auf sein Team, durfte aber gestern Abend zufrieden auf die Tabelle schauen: Rang drei ist wieder in Reichweite.

Stuttgarter Nachrichten

Mesic stürzt Kickers tiefer in den Keller

Der Stuttgarter Drittligist verliert gegen Offenbach mit 0:1 – Abstand zum rettenden Ufer wächst auf sechs Punkte an

Stuttgart – Für den Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers wird die Lage im Kampf gegen den Abstieg immer prekärer. Das Schlusslicht unterlag den Kickers aus Offenbacher mit 0:1 (0:0) – der Klassenverbleib wird immer unwahrscheinlicher. Den Siegtreffer für Offenbach erzielte der ehemalige Stuttgarter Mirnes Mesic sechs Minuten vor Schluss.

Von Beate Wockenfuß

Ausgerechnet Mesic: Der Offenbacher hatte schon in der Vorrunde beim 4:0-Sieg der Hessen einen Treffer selbst erzielt und drei Tore vorbereitet. Und gestern war der ehemalige „Blaue“ erneut der Spielverderber.Nach dem Schlusspfiff lagen die Stuttgarter Spieler völlig frustriert auf dem Rasen. Die Art und Weise der Niederlage war schon bitter genug. Obendrein vergrößerte sich der Abstand zum rettenden Ufer auf sechs Punkte, weil die Konkurrenz Boden gutmachte. „Wir sind sehr traurig. Wir haben gut gespielt und die zwei, drei Chancen, die wir hatten, nicht verwertet“, meinte Trainer Edgar Schmitt. „Der Druck wird größer, die Spiele werden weinger, aber es geht weiter.“Auch Joachim Cast gibt den Kampf gegen den Abstieg noch nicht verloren. „Wir müssen weiter an uns glauben, auch wenn es nach einer unglücklichen Niederlage schwer fällt“, sagte der Manager. Selbst Offenbachs Trainer Hans-Jürgen Boysen räumte ein: „Die bessere Manschaft hat verloren.“ Die Stuttgarter Kickers traten im Duell mit ihren Namensvettern aus Offenbach die Flucht nach vorne an. Im Gegensatz zur 0:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart II war die Formation wesentlich offensiver ausgerichtet. Der zuletzt wegen Verletzung fehlende Mustafa Parmak stand zum ersten Mal seit seiner Rückkehr nach Degerloch mit Bashiru Gambo zusammen in der Startelf und entwickelte viel Druck auf der rechten Seite. Die Stuttgarter hielten dagegen und zeigten, dass sie nicht gewillt waren, klein beizugeben.Die erste nennenswerte Chance hatte allerdings Offenbach. Der Flachschuss von Steffen Haas ging nur knapp am Tor vorbei (11.). Kurz darauf bot sich Josip Landeka auf der anderen Seite eine Chance, doch der Stuttgarter schoss drüber. Offenbachs Sebastian Becker prüfte noch zwei Mal Torwart Manuel Salz, doch der ließ sich davon nicht beeindrucken und hielt sicher. Die Gastgeber starteten mit mehr Elan in die zweite Hälfte und hatten durch Torsten Traub (53.) und Landeka (55.) zwei Chancen, die aber Offenbachs Torwart Robert Wulnikokwski zunichte machte. Der Schwung der Stuttgarter ließ nach einer Stunde nach. Dann versetzte Mesic den „Blauen“ doch noch den entscheidenden Tiefschlag. Sechs Minuten vor dem Abpfiff nutzte er Abstimmungsprobleme in der Stuttgarter Abwehr zum Offenbacher Siegtreffer.
Statistik

Stuttgarter Kickers: Salz – Steinle (29. Ortlieb), Mann, Traub, Gentner – Parmak, Rosen, Gambo, Landeka (60. Traut) – Schürg (69. Galm), Smee-kes.

Kickers Offenbach: Wulnikowski – Huber, Hysky, Heitmeier, Schutzbach – Haas, Pospischil (56. Türker) – Zinnow, Becker (51. Fröhlich), Morys (70. Chaftar) – Mesic.

Schiedsrichter: Achmüller (Freyung).

Zuschauer: 4030.

Tor: 0:1 Mesic (84.).

Gelbe Karten: Rosen, Parmak / Haas.

Beste Spiele: Salz, Parmak / Haas, Heitmeier.

Eßlinger Zeitung

Schwaben verlieren den Anschluss
Mesic trifft spät für die Gäste

Eine bittere Niederlage mussten die Stuttgarter Kickers gegen die Kickers Offenbach hinnehmen. Lange hielt der Tabellenletzte mit, erst in der Schlussphase entschieden die Gäste die Partie für sich. Während die Schwaben den Anschluss verlieren, nimmt Offenbach drei wichtige Punkte mit ins Aufstiegsrennen.

Bei den Stuttgarter Kickers nahm Trainer Edgar Schmitt nach der 0:3-Derbypleite beim VfB Stuttgart II zwei Veränderungen vor: Parmak und Landeka ersetzten Ortlieb und Deigendesch.

Offenbachs Coach Hans-Jürgen Boysen veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum torlosen Remis gegen Paderborn ebenfalls auf zwei Positionen: Damm und Hysky machten Platz für Huber und Goldschmitt.

Im Gazi-Stadion auf der Waldau entwickelte sich vor 4030 Zuschauern zunächst eine muntere Partie. Die ganz klaren Torchancen blieben aber hüben wie drüben aus. Die beste Einschusschance hatte Landeka für die Schwaben. Nach eienr Ecke hatte sich Orlando den Ball erkämpft und für seinen Mitspieler aufgelegt, der dann allerdings weit drüber schoss.

Dann musste Schmitt bereits früh tauschen und brachte für den verletzten Steinle Ortlieb in die Partie (31.). Das Spiel blieb hart umkämpft, ohne dass sich ein Team entscheidend durchsetzen konnte. Zinnow gab kurz vor der Pause noch einen Schuss für den OFC ab, ehe ein heftiger Regenschauer über Stuttgart niederging. Die letzte Möglichkeit hatte dann Morys, aber Keeper Salz war zur Stelle.

Nach dem Wechsel ging auf beiden Seiten wenig zusammen. So versuchte es Morys mit einem Schuss aus spitzem Winkel, der allerdings am langen Pfosten vorbeistrich. Bei den Schwaben versuchte sich Gambo erfolglos aus der Distanz. Die klaren Möglichkeiten fehlten aber.

In der Schlussphase drehten die Gäste nochmal auf. Zunächst konnte Keeper Salz gegen Zinnow noch klären. in der 84. Minute musste er sich dann Mesic geschlagen geben, der den 1:0-Endstand erzielte.

Für die Stuttgarter Kickers wird es im Abstiegkampf jetzt nicht einfacher, denn am nächsten Sonntag geht es in Berlin gegen den Ligaprimus Union. Offenbach hat Fortuna Düsseldorf zu Gast und spielt damit gegen einen direkten Aufstiegskonkurrenten.

Kicker

Vorberichte Stuttgarter Kickers – Offenbacher Kickers

Kickers heute gegen Offenbach

Bashiru Gambo ist gesetzt
STUTTGART (ump). Was der Nato-Gipfel mit der dritten Liga im Fußball zu tun hat? Zumindest so viel, dass einige Partien im süddeutschen Raum am vergangenen Wochenende wegen des verstärkten Polizeeinsatzes verschoben wurden, darunter auch das Heimspiel der Stuttgarter Kickers gegen den Namensvetter aus Offenbach (heute, 19 Uhr, Gazi-Stadion). Die zeitliche Verzögerung kam den Kickers aber gar nicht so ungelegen, wenn man berücksichtigt, dass dadurch zwei ihrer Patienten nun wieder zur Verfügung stehen: Bashiru Gambo hat sich von seiner Magen-Darm-Grippe erholt und absolvierte gestern Vormittag freiwillig sogar ein Einzeltraining, so dass der Trainer Edgar Schmitt sich bereits festgelegt hat: „Er spielt.“

Dagegen dürfte der nur durch Spritzen einsatzfähige Mustafa Parmak zunächst als Joker auf der Bank sitzen. „Wir werden jetzt nicht alles infrage stellen“, sagt der Trainer, dennoch wird die Ausrichtung insgesamt wesentlich offensiver ausfallen als zuletzt bei der 0:3-Niederlage gegen den VfB II, als die Kickers mit drei defensiven Mittelfeldspielern agiert hatten. Josip Landeka und Sascha Traut sollen die Außenbahnen besetzen, Orlando Smeekes und Michael Schürg den Sturm bilden, Alexander Rosen bliebe dann als Abräumer im Mittelfeld. „Wir werden die Sache positiv angehen“, betont Schmitt.

Verwirrung hat im Vorfeld vor allem eine Aussage des Präsidenten Dirk Eichelbaum gestiftet, der sinngemäß erklärt hatte, dass die beiden kommenden Spiele (darunter am nächsten Sonntag beim Spitzenreiter Union Berlin) noch nicht so wichtig seien. „In den Schlüsselspielen nach Ostern gilt es. Da haben wir fast nur Gegner aus der zweiten Tabellenhälfte“, so Eichelbaum. Was den Trainer Schmitt gestern veranlasste, schnell mal richtigzustellen, das habe der Vereinschef so natürlich nicht gemeint. Und überhaupt: „Jedes Spiel ist wichtig, jeder Punkt zählt.“

Auch heute gegen Offenbach, dessen Trainer Hans-Jürgen Boysen selbst schon kurzzeitig bei den Kickers trainiert und den Gegner zuletzt mehrfach beobachtet hat: „Wir sind klarer Favorit, und ich erwarte einen Dreier“, betont Boysen, der noch um den Einsatz von Suat Türker (Knieverletzung) bangt. Dafür ist der ehemalige Kickers-Spieler Mirnes Mesic seit zwei Wochen wieder fit, und Boysen sagt: „Ich bin mir sicher, dass er in seiner alten Heimat noch ein paar Prozentpunkte drauflegen kann.“ Schließlich hat Mesic beim 4:0-Sieg seiner Mannschaft in der Vorrunde nicht nur einen Treffer erzielt, sondern auch eines seiner besten Saisonspiele hingelegt.

Im Hinblick auf die Begegnung mit Offenbach hat das Stuttgarter Präsidiumsmitglied Dieter Wahl mit einer Bäckereikette eine Wette laufen, nach der im Falle einer Niederlage drei Kickers-Spieler morgens um sechs Uhr zum Brezelbacken antanzen müssen. Ganz nebenbei müsste der Club aus Degerloch dann möglicherweise auch insgesamt kleinere Brötchen backen.

Stuttgarter Zeitung

Mit Gambo gegen Offenbach
Stuttgart (bw) – Vor dem Heimspiel heute (19 Uhr) gegen Kickers Offenbach ist die Ausgangssituation der Stuttgarter Kickers unverändert. Die „Blauen“ stehen am Tabellen-ende der dritten Fußball-Liga und haben immer noch vier Punkte Abstand auf den rettenden 17. Platz. Insgesamt zehn Spiele bleiben der Mannschaft von Trainer Edgar Schmitt noch, die Abstiegsgefahr zu bannen. Die herbe 0:3-Pleite gegen den VfB Stuttgart II war allerdings ein heftiger Schlag ins Kontor. „Aber in dem Spiel war nicht alles schlecht. Auf dem wenigen Guten müssen wir nun aufbauen und den Rest ins Positive drehen“, sagt Schmitt, der die schwache Leistung mit seinen Schützlingen analysiert hat. Zudem haben sich die Spieler bei einem Mannschaftsabend intensiv auf den Endspurt eingeschworen. Nur Bashiru Gambo fehlte bei dem gemeinsamen Essen. Der Mittelfeldspieler, der gegen den VfB II frühzeitig ausgewechselt wurde, hatte sich danach drei Tage krank gemeldet. Gestern kam es vor dem Training zu einer Aussprache mit Schmitt. Mit dem Ergebnis, dass Gambo heute in der Startformation stehen wird. Mustafa Parmak kehrt nach seiner Verletzungspause in den Kader zurück.

Nach der Partie gegen den Tabellensechsten Offenbach reisen die „Blauen“ am Sonntag zu Ligaprimus Union Berlin. Danach stehen sieben Partien gegen unmittelbare Konkurrenten an. „Für uns sind alle Spiele gleich wichtig“, betont Manager Joachim Cast, dass sich die Kickers durchaus auch Punkte gegen die Favoriten erhoffen. Was möglich ist, hat der 1:0-Sieg gegen Kickers Emden gezeigt.

So wollen sie spielen: Salz – Steinle, Mann, Traub, Gentner – Deigendesch, Ortlieb, Rosen – Gambo – Schürg, Smeekes.

Eßlinger Zeitung

OFC in der Pflicht
In Stuttgart zählt nur ein Sieg

OFC-Stürmer Mirnes Mesic ist gegen seinen Ex-Club besonders motiviert.Keine Verschnaufpause für Kickers Offenbach: Bereits am Dienstag ist der OFC in der 3. Fußball-Liga bei den Stuttgarter Kickers zu Gast – und muss unbedingt gewinnen.

Nach dem zuletzt lockeren Einzug ins Viertelfinale des Hessenpokals geht es für die Offenbacher wieder um wichtige Punkte im Aufstiegskampf. Bei acht Zählern Rückstand auf den dritten Platz, der zur Teilnahme an der Relegation mit dem Drittletzten der 2. Liga berechtigt, zählt für die Hessen nur ein Sieg. „Wir sind klarer Favorit. Ich erwarte einen Dreier“, fordert OFC-Trainer Hans-Jürgen Boysen.

Zugleich wollen sich die Hessen für den schwachen Auftritt bei der letzten Auswärtschlappe gegen die Reserve von Werder Bremen (1:3) rehabilitieren. Für Boysen steht fest: „Wir können uns in Stuttgart eigentlich nur selbst ein Bein stellen.“

Mesic trifft auf Ex-Club
Die Aussichten auf ein Erfolgserlebnis sind gar nicht schlecht: Die Stuttgarter stellen die schlechteste Heimmannschaft der Liga und haben bisher erst drei Spiele am Degerloch für sich entscheiden können. Zuletzt bezog das Team von Trainer Edgar Schmitt im Stadtderby gegen den VfB Stuttgart II eine 0:3-Klatsche. Nicht zuletzt wegen des Vier-Punkte-Rückstandes zum rettenden Ufer steht das Schlusslicht enorm unter Druck.

Besonders motiviert sein dürfte beim Sechsten aus Offenbach Mirnes Mesic. Der Angreifer ging von 2003 bis 2007 für die Schwaben auf Torejagd und traf in insgesamt 118 Regionalliga-Partien 44 Mal. Bereits im Hinspiel war Mesic der gefeierte Akteur, als er mit einem Tor und drei Vorlagen großen Anteil am 4:0-Schützenfest über seinen Ex-Club hatte. Boysen: „Ich bin mir sicher, dass er in seiner alten Heimat noch ein paar Prozentpunkte drauflegen wird.“

Einsatz von Türker fraglich
Ob Mesic-Sturmpartner Suat Türker von Beginn an auflaufen kann, ist indes fraglich. Der 33-Jährige laboriert an einer Stauchung im Knie. „Suat hat bisher noch nicht trainiert. Ich hoffe natürlich, dass er dabei sein wird“, erklärt Boysen. Darüber hinaus bangt der OFC-Coach noch um Ugur Albayrak (Prellung). Wieder fit sind dagegen Alexander Huber und Mounir Chaftar.

HR Online