Holländer im Probetraining, Manuel Salz angeschlagen

Stuttgart (jüf) – Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen: Nach drei Niederlagen hintereinander bezieht Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers von Freitag an ein Trainingslager in Teinach. „Ich will die Jungs zusammenhaben, um viele Gespräche führen zu können“, sagt Trainer Stefan Minkwitz vor dem Heimspiel am kommenden Samstag (14 Uhr) gegen den SV Sandhausen.

Unterdessen haben die Kickers noch bis zum heutigen Donnerstag einen Trainingsgast: Orlando Smeekes (27), der zuletzt beim holländischen Zweitligisten Go Ahead Eagles Deventer am Ball war. Minkwitz“ erster Eindruck von dem 27-Jährigen: „Ein pfeilschneller Mann mit starken Offensivqualitäten.“ Ob er verpflichtet wird, ist offen. Bangen müssen die Blauen noch um den Einsatz von Manuel Salz: Der Torwart leidet an einer Knöchelverletzung.

Stuttgarter Nachrichten

U23 zieht ins Achtelfinale ein – 3:2 Sieg in Empfingen

Die „kleinen Blauen“ erreichten am Mittwoch Abend die nächste Runde im wfv-Pokal. In einem echten Pokal-Fight bezwang das Team von Trainer Björn Hinck die SG Empfingen mit 3:2 (1:1) und steht damit im Achtelfinale des diesjährigen Wettbewerbes.

Die Kickers waren über neunzig Minuten die spielbestimmende Mannschaft und gingen zweimal in Führung, den Gastgebern gelang aber jedesmal der schnelle Ausgleich. Zunächst traf Antonio Tunjic in der 28. Spielminute zum 1:0 für die Kickers, nur drei Minuten später gelang Empfingen der Ausgleich. So blieb es auch bis zur Halbzeit. In der zweiten Spielhälfte das gleiche Bild. Nachdem Michele Rizzi sein Team wieder in Front brachte (69. Minute), fast postwendend wieder der Ausgleich, der in der 71. Spielminute nach einem sehenswerten Freistoß fiel.

Der Landesligist konnte damit das Spiel bis zum Schluss offen halten, am Ende holten sich aber die Kickers den verdienten Sieg. Marko Kovac nutzte in der 89. Minute die Unsicherheiten im Empfinger Strafraum aus und traf zum entscheidenen 3:2 für die Degerlocher.

„Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht und zweimal eine Führung vergeben. Über das ganze Spiel gesehen, haben wir aber verdient gewonnen“; so Björn Hinck nach dem Spiel.

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Neue Kickers Fan-CD erhältlich

Die FAdSKi hat mit Unterstützung aus der Fanszene eine neue Kickers-CD produzieren lassen. Auf der CD sind insgesamt 10 Lieder: fünf neue und fünf alt bekannte und beliebte. Die CD kann am Sonntag vor demSpiel unter dem A-Block für 10,- Euro erworben werden. Ein besonderer Dank geht an Sebastian Kreuzer und Vincent Faix.

Desweiteren ist die FAdSKi derzeit dabei einen Kickers Saisonkalender im DIN A4 Format zum an die Wand hängen zu produzieren. Dieser wird beim nächsten Heimspiel ebenfalls für 10.- Euro zu kaufen sein. Als spezielles Angebot können CD und Saison-Kalender gemeinsam für 18 Euro erworben werden.

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Provisorische Spezialcontainer für Polizeiwache angekommen

Provisorische Polizeiwache steht
Spezialcontainer sind auf der Waldau angekommen – Abnahme durch Ämter erfolgt morgen

Vor knapp einem Monat ist die dritte Liga in die Saison gestartet, gestern sind auf der Waldau endlich die erforderlichen Container für die Polizei angekommen. Bis zum Umbau der Haupttribüne in der nächsten Saison dienen sie als provisorische Stadionwache.

Von Markus Heffner

Sportlich läuft es bei den Stuttgarter Kickers derzeit mit null Punkten und null Toren aus drei Spielen alles andere als gut, aber wenigstens ist der Drittligist von der Waldau seit gestern eine andere Sorge los. Fast einen Monat nach dem Saisonstart in der neuen dritten Liga sind nun endlich die notwendigen Container geliefert worden, die als provisorische Stadionwache dienen sollen.

Um zwölf Uhr mittags wurde der letzte von insgesamt sieben umgebauten Containern neben der Haupttribüne des Gazi-Stadions abgeladen, bis zum Wochenende müsse nun noch die nötige technische Ausstattung eingebaut werden, sagt Polizeisprecher Olef Petersen. Das Heimspiel der Kickers am Sonntag gegen den Tabellenvierzehnten SV Sandhausen kann damit wohl wie geplant um 14 Uhr im Gazi-Stadion angepfiffen werden, die endgültige Abnahme der vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorgeschriebenen Arrestzellen und Vernehmungsräume steht allerdings noch aus. Eine gemeinsame Begehung durch Vertreter der zuständigen Ämter ist laut Oliver Willikonsky für morgen geplant. „Wir gehen davon aus, dass die DFB-Auflagen damit erfüllt sind“, so der Referent der Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann.

Weil die provisorische Wache nicht fristgerecht zum Saisonbeginn geliefert worden war, musste das erste Heimspiel der VfB-Amateure von der Waldau ins Daimlerstadion verlegt werden. Die Polizei hatte den Spielbetrieb im Gazi-Stadion aus Sicherheitsgründen nicht freigegeben. Unter anderem hatte auch die Videoüberwachung die Vorgaben des DFB nicht erfüllt.

Nachdem kurzfristig nachgebessert worden war, konnten zumindest die Kickers ihr erstes Heimspiel gegen Düsseldorf im eigenen Stadion bestreiten. Allerdings musste die Polizei dafür einiges an Mehraufwand in Kauf nehmen: Unter anderem mussten einige renitente Gästefans ins Polizeipräsidium auf dem Pragsattel gefahren werden, weil die Arrestzellen in den verglasten Interimscontainern die Sicherheitsstandards nicht erfüllten.

Seit gestern scheint nun zumindest das vom DFB für diese Saison genehmigte Provisorium zu stehen. Eigentlich muss jedes Stadion in der dritten Liga eine richtige Polizeiwache haben und auch weitere Auflagen erfüllen. Um das Gazi-Stadion drittligatauglich zu machen, ist zum Ende der Spielzeit ein Umbau für 5,4 Millionen Euro geplant.

Stuttgarter Zeitung

Arrestzellen im Gazistadion
Polizei soll Provisorium bis zum Sonntag beziehen

Fans des SV Sandhausen aufgepasst: Wer sich am Sonntag beim Drittliga-Spiel gegen die Stuttgarter Kickers danebenbenimmt, kommt an Ort und Stelle hinter Gitter. Derzeit werden im Gazistadion die bisher fehlenden, von der Deutschen Fußballiga (DFL) aber geforderten Arrestcontainer aufgebaut.

VON MICHAEL DEUFEL

Einzelsitze, stärkeres Flutlicht, Videoüberwachung, Medienräume – die Anforderungen, wie sie die DFL an ein Stadion der dritten Liga bis zur Spielzeit 2009/2010 stellt, sind hoch. Zu hoch, argwöhnen manche in Degerloch immer noch. Weil etliche Vereine der Liga von problematischen Fangruppen begleitet werden, muss die Arena auf der Waldau für über Hundert Polizeibeamte vernünftige Arbeitsbedingungen bieten. Um das Gazistadion, in dem auch das zweite Team des VfB seine Heimspiele austrägt, dafür fit zu bekommen, muss die Stadt zunächst rund 300 000 Euro lockermachen.

Bis zum Dienstag wurden nun die Container für die provisorische Polizeiwache auf mehreren Lastwagen angeliefert, besser gesagt, die Bauteile dafür. Die neuen Baracken sollen das bisherige Provisorium ersetzen. Oliver Willikonsky, Referent von Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann, wunderte sich zwar darüber, „dass es sich nicht um fertige Container handelt“. Er rechnet aber fest damit, dass die Beamten am Sonntag zum Spiel der Kickers gegen Sandhausen die Räume beziehen können, inklusive brauchbarer Arrestzellen für pöbelnde und randalierende Stadionbesucher.

In die bisherigen mit scharfkantigen Gitterstäben, offenen Steckdosen und Ähnlichem versehenen Räume hätten unmöglich in der Regel alkoholisierte Rabauken eingesperrt werden können, heißt es bei der Polizei. Weshalb die Heimpremiere der Blauen vor zweieinhalb Wochen gegen Fortuna Düsseldorf beinahe nicht an angestammter Stätte stattgefunden hätte. Die Polizei wollte das Gazistadion für den Spielbetrieb sperren. „Die nötigen Sicherheitsanforderungen waren nicht erfüllt“, so Polizeisprecher Olef Petersen. Randalierer wie etwa während des Düsseldorf-Spiels ins Polizeipräsidium auf den Pragsattel zu verfrachten, erfordere zudem einen erheblichen personellen Mehraufwand. „Wir werden sehen, ob das nun nicht mehr nötig ist.“

Am Donnerstag nimmt die Polizei die Container in Augenschein, am Freitag das Baurechtsamt, sagt Manfred Haas, beim Sportamt zuständig für Stuttgarts Stadien. Rund 70 000 Euro zusätzlich wurden laut Oliver Willikonsky zunächst fürs Nachbessern nötig. Bis zur nächsten Saison soll die Haupttribüne dann eine feste Polizeiwache erhalten. „Sobald der Gemeinderat zugestimmt hat, werden wir mit dem Umbau beginnen“, so Willikonsky. Die Kosten belaufen sich auf 5,4 Millionen Euro.

Stuttgarter Nachrichten

StZ: Irritationen um Prämie

Brutto ist nicht gleich netto
STUTTGART (ump). Die Spieler der Stuttgarter Kickers haben in diesen Tagen wirklich nichts zu lachen. Kein Punkt, kein Tor – und somit natürlich auch keine Prämien. Zumindest nicht nach drei Spieltagen der Saison. Wenigstens gibt es als Trostpflaster noch einen Nachschlag aus der vergangenen Runde. In der Schlussphase der Spielzeit 2007/08 hatte der Hauptsponsor Eduardo Garcia großzügig 25 000 Euro in die Mannschaftskasse ausgelobt, falls die Qualifikation zur dritten Liga erreicht wird. Gesagt, getan?

Zuletzt gab es einige Irritationen um diese Sonderprämie, denn die Mannschaft ging davon aus, dass das Geld brutto für netto ausbezahlt wird. Was aber steuerrechtlich nicht möglich sei, so Kahraman Erdin vom Hauptsponsor, der Garmo AG: „Wir wollen zahlen, aber korrekt zahlen.“ Und dafür musste der Verein eine Rechnung über die Summe plus 19 Prozent Mehrwertsteuer ausstellen, was nach einigem Hin und Her auch geschehen ist. Inzwischen ist der Gesamtbetrag von knapp 30 000 Euro noch zum abgelaufenen Geschäftjahr bei dem Fußball-Drittligisten eingegangen. Bei der Überweisung an die Spieler fällt allerdings deren persönlicher Steuersatz an, so dass unter dem Strich netto weniger bleibt, als von der Mannschaft veranschlagt worden war. Deshalb hatten die Kickers zunächst einmal vorgeschlagen, den Betrag so aufzustocken, dass unter dem Strich 25 000 Euro übrig bleiben – worauf sich der Geschäftsmann Garcia allerdings nicht einließ.

Nun muss die Mannschaft eben versuchen, in der laufenden Saison genügend Punktprämien zu sammeln. Die Kickers selbst haben in ihrem Etat Prämien für insgesamt 50 Punkte veranschlagt, die für den Klassenverbleib reichen würden. Der Manager Joachim Cast sagt: „Die erste Prämie würden wir gerne am Sonntag nach dem Spiel gegen Sandhausen auszahlen.“

Stuttgarter Zeitung

BILD macht weiter Druck auf Minkwitz

Als neuer Trainer im Gespräch

Starzmann liebt die Kickers immer noch

Von HELMUT HEIMANN

Die Stuttgarter Kickers und Peter Starzmann – geht’s bald ans Eingemachte? Der ehemalige Reutlinger Trainer ist nach dem Fehlstart der Blauen als möglicher Nachfolger von Stefan Minkwitz ins Gespräch gekommen.

Beide Seiten halten sich (noch) bedeckt.

„Nur ein Gerücht“, wiegelt Präsidiumsmitglied Dieter Wahl ab. „Aus Loyalität meinem Kollegen Minkwitz gegenüber möchte ich mich nicht dazu äußern“, sagt Starzmann.

Dabei spricht einiges für sein Kommen.

Er stammt aus der Region. Geboren wurde Starzmann 1962 in Deizisau. Derzeit wohnt er in Rübgarten bei Pliezhausen. Bis nach Degerloch sind’s knapp 25 Kilometer.

Er ist den Kickers verbunden. Starzmann: „Seit ich dort gespielt habe, liebe ich den Verein.“ Er bestritt in der Saison 1989/90 als Stürmer 25 Punktspiele (2 Tore) für die Blauen in der 2. Bundesliga, wurde Vierter.

Er kennt sich als ehemaliger Trainer des SSV Reutlingen im unterklassigen Fußball gut aus.

Einige Kickers-Spieler wie Sasa Janic und Jörn Schmiedel spielten letzte Saison bei ihm in Reutlingen.

Morgen düst Starzmann mit Familie für zwei Wochen nach Florida in den Urlaub. Nach seiner Rückkehr läuft die Schonfrist für Kickers-Coach Minkwitz ab. Wenn er sie nicht nutzt, könnte Starzmann seinen Platz einnehmen.

BILD

Kickers II treffen im wfv-Pokal auf Empfingen

In der dritten Runde des wfv-Pokal-Wettbewerbs treffen die „kleinen“ Blauen am Mittwoch auf den Landesligisten SG Empfingen. Die Begegnung gegen in Empfingen beginnt bereits um 17.30 Uhr und für beide Teams geht es um den Einzug ins Achtelfinale. Nach dem 4:1-Sieg am Wochenende gehen die Kickers mit Selbstvertrauen, aber auch mit Resepkt nach Empfingen.

Die SG Empfingen ist mit zwei Niederlagen in die neue Saison gestartet und rangiert in der aktuellen Landesligatabelle auf dem letzten Tabellenplatz Nach der 0:2 Niederlage im Auftaktmatch beim VfL Mühlheim, verloren die Empfingern auch am zweiten Spieltag zuhause geen Gärtringen mit 0:3. Für Kickers Trainer Björn Hinck aber kein Grund die Empfinger zu unterschätzen: „Im Pokal gelten andere Gesetze, das bewahrheitet sich immer wieder. Wir werden Empfingen auf keinen Fall unterschätzen, gehen aber mit viel Selbstvertrauen ins Spiel.“

Fraglich dürfte der Einsatz von Markus Kärcher sein, der sich im Spiel beim FV Offenburg am Knie verletzt hat. Mikel Boric fehlt aufgrund seiner Rot-Sperre ebenso wie Torhüter Julian Hauser, der nach seiner Fußverletzung erst im September wieder ins Mannschaftstraining einsteigt. Verletzungsbedingt auch nicht dabei sind Dennis Förster und Andre Oliveira.

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