Presse zu TSV Glems – Stuttgarter Kickers (0:8)

Glemser Bollwerk hält recht lange

Bezirksligist TSV Glems hat sich bei der 0:8 (0:2)-Niederlage gegen den vier Klassen höher spielenden SV Stuttgarter Kickers insgesamt gut aus der Affäre gezogen. Im ersten Durchgang stand die TSV-Defensive sicher.

Das erste WFV-Pokalspiel der Glemser Vereinsgeschichte begann mit einer Trauerminute für den am 11. Juli völlig überraschend im Alter von 53 Jahren verstorbenen Rolf Roller, der jahrelang im Verein aus dem Metzinger Teilort als Funktionär und Vorstandsmitglied gewirkt hat. Nach zerfahrenem Beginn kamen die hochfavorisierten Gäste aus Stuttgart-Degerloch vor 350 Zuschauern erstmals gefährlich vors Glemser Tor, als Spielmacher Vincenzo Marchese den neuen Schlussmann Mike Kemmler im Glemser Tor aus 16 Metern zu einer Glanztat zwang (10.). Kurz darauf schlugen die Kickers, die nur von wenigen Schlachtenbummlern akustisch wahrnehmbar unterstützt wurden, erstmals zu: Ein Schuss von Pala konnte von Kemmler zwar noch an die Latte gelenkt werden, Marcel Ivanusa drückte das Spielgerät aber dann mühelos über die Linie (13.). In der Folgezeit stand die Defensive der Glemser um die auffallend starke Innenverteidigung Ali Aydogan/ Hakan Gargin sehr sicher und ließ kaum gelungene Spielzüge der jungen Regionalligatruppe von Ex-Nationalspieler Dirk Schuster zu.

Nachdem Kemmler abermals mit einer tollen Parade gegen Marcel Brandstetter aufwarten konnte (27.), hatten die Hausherren Pech. Mit der letzten Aktion vor dem Halbzeitpfiff schlug der Regionalligist ein zweites Mal zu, als erneut Ivanusca nach einer Ecke des Ex-Ulmers Marchese per Kopf zur Stelle war (45+2.). Nach der Pause, drei Wechseln und einer deftigen Ansprache von Schuster hielten die „Blauen“ das Tempo hoch, welches die Glemser nicht zuletzt wegen der heißen Temperaturen nicht mehr mitgehen konnten. Zwar kam das Team von Spielertrainer Hüseyin Fidan durch einen Distanzschuss aus 16 Metern von Akin Karakus zur ersten (und einzigen Gelegenheit), doch danach schlug die Schuster-Mannschaft binnen zehn Minuten viermal eiskalt zu. Dabei konnte sich vor allem der eingewechselte Neuzugang Denis Videc, Neffe von Ex-Bundesligastürmer Tomislav Maric (96 Bundesligaspiele/32 Tore für den VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach und den Karlsruher SC), nachhaltig für einen Stammplatz empfehlen. Der 20-jährige Angreifer erzielte mit einem Doppelschlag Treffer Nummer drei und vier (55., 57.). Marchese erzielte per Hechtkopfball das 0:5 (61.), Brandstetter aus kurzer Distanz den sechsten Kickers-Treffer (65.). Nach einem Pfostentreffer von Michele Rizzi war es Videc vorbehalten, eine Flanke von Mahir Savranlioglu per Direktabnahme in die Glemser Maschen zu setzen (78.) – es war das schönste Tor des Tages. Riesentalent Philipp Türpitz (18) erzielte gegen im zweiten Durchgang zunehmend überforderte Glemser den 0:8-Endstand (90.).

Bereits am Dienstagabend kehrt das Degerlocher Regionalliga-Team nach Metzingen zurück und trifft um 18 Uhr (Dipper-Stadion) auf Landesligist TuS Metzingen, um die 2. WFV-Pokalrunde auszuspielen.

Trainerstimmen:

Für Hüseyin Fidan (TSV Glems) war es bereits das dritte Mal, dass er gegen die Stuttgarter Kickers antrat. „Es war wieder ein Highlight und eine feine Sache für meine Mannschaft, auf die ich ob der gezeigten Leistung stolz bin.“ Angesichts der Tatsache, dass man mitten in der Vorbereitung stehe, war der Türke „im Großen und Ganzen zufrieden. Im ersten Durchgang, als die Kraft noch da war, sind wir sehr gut gestanden. Nach dem Wechsel ließen wir den Kickers mehr Raum, was sie gnadenlos ausgenutzt haben.“

Fidans Gegenüber Dirk Schuster (Kickers) war mit der ersten Hälfte seiner Truppe überhaupt nicht zufrieden: „Wir haben uns schlecht bewegt, das war zu wenig.“ Nach dem Seitenwechsel habe man endlich „das Tempo hochgehalten“ und „mit mehr Zug zum Tor“ gespielt – so „konnte das Ergebnis standesgemäß gestaltet werden.“

So spielten sie

TSV Glems: Kemmler (83. Bösch) – Gönninger (85. Jandt), Albay, Aydogan, Gargin, Stessens, Karakus (83. Rieger), Egner, Kern, Basaran (55. Vogel), Fidan (67. Gans).

SV Stuttgarter Kickers: Wagner – Abruscia, Auracher, Rapp (70. Köpf), Gerster, Ivanusa (46. Jung), Rizzi, Gondorf (46. Türpitz), Marchese (70. Savranlioglu), Pala (46. Videc), Brandstetter.

Tore: 0:1, 0:2 Ivanusa (16., 45+2.), 0:3, 0:4, 0:7 Videc (55., 57., 78.), 0:5 Marchese (61.), 0:6 Brandstetter (65.), 0:8 Türpitz (90.)

Schiedsrichter: Johannes Steck (Wolfschlugen).

Zuschauer: 350 (am Sportgelände in der Braike).

Südwest-Presse

Spiel des Jahres für Glems

Ex-Bundesligist SV Stuttgarter Kickers gastiert am Samstag (16 Uhr, Braike-Sportplatz) in der 1. WFV-Pokalrunde beim Fußball-Bezirksligisten TSV Glems. Für die Metzinger Stadtteilkicker ist dies das Spiel des Jahres.

Mit viel Tradition im Gepäck reisen die Kickers am Samstag von Degerlochs Höhen nach Metzingen-Glems. Zwar liegen die großen Zeiten des Klubs aus der Landeshauptstadt schon einige Jahre zurück, doch können sich diese durchaus sehen lassen. In der Spieljahren 1988/89 sowie 1991/92 gehörten die blauen Stuttgarter der Bundesliga an. Zu den größten Erfolgen des SV Kickers zählen ferner die Deutsche Vize-Meisterschaft 1908, das Erreichen des DFB-Pokal-Finals im Jahre 1987 sowie die Halbfinal-Teilnahme 2000 in demselben Wettbewerb.

Mit Robert Prosinecki, Karl Allgöwer, Guido Buchwald, Jürgen Klinsmann, Fredi Bobic, Jonathan Akpoborie und Zoltan Sebescen standen einige nationale und internationale Topspieler einst in den Reihen der „Blauen.“ Doch in den 1990er-Jahren folgte der sportliche Absturz. Von 2001 bis 2008 spielte der Stuttgarter Traditionsverein schließlich in der Regionalliga Süd, 2009 stieg man aus der neugegründeten Dritten Liga ab.

In der Spielzeit 2009/10 belegte der SVK nur Platz neun in der nun viertklassigen Regionalliga Süd. Dafür verantwortlich zeichnete sich Trainer Dirk Schuster, der seit nun einem Jahr im Amt ist. Der gebürtige Chemnitzer kam für den Karlsruher SC und den 1. FC Köln auf genau 200 Bundesligaeinsätze und auf sieben A-Länderspieleinsätze (drei für die DDR, vier für den DFB). Für den 41-Jährigen, der 2007 den 54. Lehrgang für DFB-Fußballlehrer an der Sporthochschule in Köln als Lehrgangsbester bestand, ist der Job in Stuttgart-Degerloch die erste hochkarätige Trainerstation. Und er konnte etwas bewegen, schließlich gehen die Kickers als einer der Favoriten in die bevorstehende Regionalliga-Saison. SVK-Präsident Edgar Kurz formulierte das Saisonziel erst kürzlich in einer Platzierung zwischen den Rängen eins bis sechs. Auch personell konnten die Stuttgarter aufrüsten. Zwar wechselte Torschützenkönig (19 Treffer) Mijo Tunjic zu Drittligist SpVgg Unterhaching, doch mit den fünf Neuzugängen Oliver Stierle (FC Bayern München II), Marcel Brandstetter (VfR Aalen), Ali Pala (VfB Stuttgart II), Ex-SSV-Kicker Daniel Reule (SV Waldhof Mannheim) und Denis Videc (FC Heilbronn, Neffe des einstigen Bundesliga-Torjägers Tomislav Maric) sei man, so ist sich der Kickers-Coach sicher, stärker als in der vergangenen Saison. Der Gewinn des WFV-Pokals ist eines der Saisonziele von Schuster und seiner Mannschaft. „Wir wollen in dieser Saison unbedingt den Pott holen, um erstmals nach 2006 wieder in den DFB-Pokal-Wettbewerb einzuziehen“, sagt Schuster, der mit seinen „Blauen“ in der Vorsaison im Viertelfinale des WFV-Pokals beim SV Bonlanden (0:1) ausschied. Nach achtbaren Remis in der Saisonvorbereitung gegen den Schweizer Zweitligisten FC Schaffhausen (0:0) und gegen Lokalrivale VfB Stuttgart (1:1) gewannen die Degerlocher zuletzt die Premierenauflage des SSK-Cups in Balingen (6:1-Finalerfolg gegen den Oberligisten TSG Balingen) und danach das Jubiläumsspiel beim Alb-Bezirksligisten TSV Undingen (8:1). Doch erst vor zehn Tagen zeigten die Kickers, dass sie nicht unverwundbar sind: beim knappen 4:3-Erfolg im Testspiel beim Stuttgarter Bezirksligisten TSV Münster (8. Liga) schrammte der Regionalligist (4. Liga) knapp an einer Blamage vorbei. Ist da also was drin für den Alb-Bezirksligisten TSV Glems, der am Samstag ab 16 Uhr auf der Braike den Stuttgartern gegenübertritt?

Südwest-Presse

StN: Trainer Björn Hinck im Porträt

Kein Platz für Faxen
Von „Blick vom Fernsehturm“, aktualisiert am 28.07.2010 um 00:00
Neue Serie: Clubtrainer im Profil Björn Hinck trainiert schon seit 2003 die Oberliga-Fußballer der Stuttgarter Kickers. Von Manuel Alender

Von der heutigen Ausgabe an stellt der BLICK VOM FERNSEHTURM regelmäßig in den kommenden Wochen in seiner neuen Serie „Clubtrainer im Profil“ vor. Heute: Björn Hinck vom Fußball-U23-Team der Stuttgarter Kickers.

Eigentlich braucht Björn Hinck vor allem eines: Ruhe und eine schnelle Genesung. Die Folgen eines Knöchelbruchs, zugezogen beim Wandern Anfang Juli, und einer anschließenden Operation sollten den Fußballcoach eigentlich tagelang tatenlos an das heimische Sofa ketten. Und doch ist der Kickers-Übungsleiter in diesen Tagen nur schwer zu erreichen. Trainersitzung auf der Waldau, Krankengymnastik oder Sitzung im Büro – der 33-Jährige ist trotz seiner Verletzung viel unterwegs. Hinck überlässt eben nichts dem Zufall, vor allem nicht bei seiner Arbeit auf und neben dem Trainingsplatz.

„Je höherklassiger man im Fußball agiert, desto eher entscheiden Kleinigkeiten“, sagt Hinck. Die Oberliga, das ist die fünfthöchste Spielklasse im deutschen Fußball und hochklassig genug, um mit größter Sorgfalt und eigenen verletzungsbedingten Unzulänglichkeiten zum Trotz das Training der zweiten Mannschaft der Stuttgarter Kickers, die so genannte U23, zu planen. „Training ist Training“, sagt Hinck, „da ist kein Platz für irgendwelche Faxen.“ Björn Hinck setzt in der täglichen Arbeit auf Disziplin, das ist seine Philosophie, über die er sagt: „Ich achte schon auf Kleinigkeiten, da bin ich sehr penibel.“

Seit dem Jahr 2000 ist er Übungsleiter beim Degerlocher Traditionsverein, zunächst verantwortlich für die B-Jugend. Seit 2003 betreut Hinck als Chef-Coach die U23-Oberligareserve, damals als Nachfolger des neuen Regionalligatrainers Robin Dutt, der inzwischen beim SC Freiburg in der Bundesliga tätig ist. Sieben Jahre ohne Unterbrechung also trainiert der Beamte beim Landratsamt Böblingen nun die zweite Mannschaft der Kickers. „Kontinuität ist für mich wichtig. Ich versuche, immer etwas aufzubauen“, sagt der inzwischen dienstälteste Trainer der Oberliga.

Der Einstieg in das Ellenbogengeschäft namens Trainertätigkeit war für Hinck allerdings kein leichter. „Es war nicht einfach Fuß zu fassen, wenn man selbst nie in hohen Spielklassen aktiv war“, beschreibt der Mann, der in der Nähe von Hechingen aufwuchs, die ersten Schwierigkeiten zu Beginn seiner Karriere. Eine schwere Knieverletzung in seinem ersten Aktiven-Jahr beim FV 07 Ebingen in der Landesliga beendete früh eine mögliche Laufbahn auf dem Rasen. Der Totalschaden im Knie erwies sich im Nachhinein als der Knackpunkt für eine Funktion an der Seitenlinie. „Ich konnte einfach nicht die Finger vom Fußball lassen“, beschreibt Hinck seine Motivation zum Erwerb der Trainerlizenz. Die B-Lizenz erwarb er 1997, den A-Schein nur drei Jahre später. Doch erst die Bekanntschaft mit den beiden Kickers-Übungsleitern Markus Sorg und Robin Dutt bei eben jenem Lehrgang öffnete Hinck die Türen für höhere Aufgaben. „Das war Glück, dass ich beide dort näher kennen gelernt habe“, sagt er. Über die B-Jugend und eine Assistenztrainertätigkeit unter Dutt erfolgte Hincks Aufstieg zum Chef.

Im vergangenen Mai gelang ihm, nach einer durchwachsenen Saison und dem zwischenzeitlichen letzten Tabellenplatz, erneut der Klassenerhalt in der Oberliga. Erst 33 Jahre alt ist Hinck, der Frau und ein Kind hat. Er stand also bereits in einem Alter an der Seitenlinie, in welchem andere noch auf dem Platz kicken. Mitunter blickte er verwundert auf die Aufstellungen des Gegners. „Manchmal haben wir gegen Mannschaften gespielt, da waren alle Spieler älter als ich, der Coach“, erzählt Hinck lachend. Doch die frühe Verantwortung habe ihn persönlich weitergebracht. Auf der großen Bühne der berühmten Trainer imponiere ihm Louis van Gaal, sagt er. Sein Buch „Die Trainingsphilosophie von Louis van Gaal und den Ajax-Trainern“ hat Hinck geradezu auswendig gelernt und sich für die eigene Arbeit etwas abgeschaut: Wie der Bayern-Coach hat auch Hinck im Training und bei den Spielen immer einen Stift und sein Notizbuch dabei.

Irgendwann möchte auch der Kickers-Übungsleiter die höchste Ausbildungsstufe, die Lizenz zum Fußballlehrer, in Angriff nehmen. In der Gegenwart jedoch muss sich Björn Hinck noch mit den Folgen seiner Knöchelverletzung herumschlagen und selbst erst einmal dafür sorgen, dass die neue Oberliga-Saison am 7. August nicht ohne ihn angepfiffen wird.

Stuttgarter Nachrichten

Presse zur möglichen Rückkehr von Patrick Milchraum

Schuster denkt über Milchraum nach

Der Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat sein Vorbereitungsprogramm am vergangenen Wochenende mit drei Siegen abgeschlossen. Nun steht am Samstag die erste Runde im WFV-Pokal in Glems (Bezirksliga) an, gewissermaßen ein letzter Test unter Wettkampfbedingungen im Hinblick auf den Saisonstart. Ob Marcel Brandstetter bis dahin dabei sein wird, ist offen. Der Stürmer erlitt beim 8:1-Sieg in Undingen eine schwere Gehirnerschütterung, konnte die Intensivstation nach einer Nacht aber wieder verlassen. „Ich hoffe schon am Samstag auf ihn“, sagt der Trainer Dirk Schuster, „aber das hängt natürlich von seinem persönlichen Befinden ab.“

Ähnlich verhält es sich bei Patrick Milchraum, wenngleich unter anderen Vorzeichen. Der Exprofi von 1860 München und Alemannia Aachen hält sich seit zwei Wochen bei den Kickers fit. „Wir sondieren gerade noch ein paar Dinge“, sagt sein Berater Martin Wagner, der nach Möglichkeit einen passenden Proficlub sucht. Sollte daraus nichts werden, ist durchaus denkbar, dass der 26-Jährige bei den Kickers anheuert. „Im Fußball kann man nichts ausschließen“, sagt Wagner. Ähnlich sieht es auch Schuster: „Natürlich würde uns ein Spieler mit über 160 Zweitligaeinsätzen helfen.“

Auch wenn auf Milchraums linker Seite mit Oliver Stierle, Mahir Savranlioglu oder Marcel Ivanusa nicht gerade verstärkter Handlungsbedarf besteht. Zudem müssten sich beide Seiten auch finanziell einigen, und Patrick Milchraum dabei erhebliche Abstriche machen. Klar dürfte zudem sein: wenn es zu der Verpflichtung kommt, dann noch vor dem Saisonstart am 7. August gegen den FC Memmingen. ump

Stuttgarter Zeitung

Die Chancen steigen
Milchraum zu den Kickers?

Stuttgart – Patrick Milchraum ist mit 26 Jahren im besten Fußballalter, er hat in den vergangenen sechs Jahren beim TSV 1860 München und Alemannia Aachen 133 Zweitligaspiele absolviert und dabei 17 Tore erzielt. Gibt es überhaupt eine Chance, dass so ein Mann in die Regionalliga wechselt, zu den Stuttgarter Kickers? Sie gibt es – aus verschiedenen Gründen.

Der wichtigste Grund: Der Spielermarkt ist sehr eng. Selbst ein Profi wie der frühere Erstligaspieler Sascha Rösler (zuletzt 1860) hatte zuletzt die Kickers auf der Rechnung – die Planspiele haben sich zerschlagen. Auch Milchraum fehlt es derzeit an höherklassigen Alternativen. „Es liegen derzeit keine konkreten Anfragen vor“, räumte der Mittelfeldspieler gestern ein.

Der zweitwichtigste Grund: Die Verpflichtung ist für beide Parteien finanziell darstellbar. „Ich weiß, dass ich einige Abstriche machen müsste“, sagt Milchraum. Und Präsident Edgar Kurz betont: „Er würde keine Sonderbehandlung bekommen.“

Der drittwichtigste Grund: Milchraum hat einen Bezug zu den Kickers. Er ist in Stuttgart geboren, hat von 2000 bis 2004 bei den Blauen gespielt, seine Familie lebt in Vaihingen. Milchraum: „Über einen Wechsel zu einem anderen Regionalligisten würde ich sicher nicht nachdenken.“

Mit jedem Tag, an dem er und sein Berater Martin Wagner keine höherklassigen Angebote bekommen, steigen die Chancen der Kickers. Spätestens bis zum Regionalligastart (7. August) will Trainer Dirk Schuster Klarheit. Auf was der Coach ebenfalls wert legt: Eine Verpflichtung nur bis zum Winter kommt nicht in Frage. Bleibt ein Problem: Hätten die Kickers mit einem Milchraum-Transfer nicht ihre letzte Patrone in Sachen Neue verschossen – für eine Position auf der kein akuter Handlungsbedarf besteht? Chef Kurz gibt Entwarnung: „Milchraum würde nicht den Gehaltsrahmen sprengen. Er muss nicht unsere letzte Patrone sein.“

Stuttgarter Nachrichten

Intensives Wochenende für die U23 ist zu Ende

Bereits am Freitag reiste der Kickers Tross zum Testspiel gegen den FK Pirmasens auf dem Sportgelände in Ellmendingen. Das alljährliche Freundschaftsspiel beider Mannschaften hat mittlerweile schon eine kleine Tradition, auch wenn leider die knapp am Aufstieg in die Regionalliga gescheiterten Pirmasenser in den letzten Spielen stets die Oberhand hatten.

So gestaltete sich auch dieses mal der Spielverlauf zugunsten der Gegner. Nachdem sich beide Teams unter anhaltendem Regen auf schlechten Platzverhältnissen in der Anfangsviertelstunde beschnuppert hatten, schlug es in der 25.+ 35. Min zum 0:2 für Pirmasens ein. Im 2. Durchgang wurde das Spiel der kleinen Blauen nach Hereinnahme frischer Kräfte etwas besser, doch erhöhten wieder die Gäste das Tempo und erzielten die Tore 3 und 4 für Pirmasens. 10 Minuten vor dem Ende vollendete Jan Nagel eine schöne Kombination mit Dominik Parham zum 1:4. Zuvor konnte sich Mario Aller im Kickers-Tor ebenfalls auszeichnen: einen gut getretenen Strafstoß konnte er sicher parieren. Endstand in der Partie 1:4, in der die Kickers nie wirklich ins Spiel gekommen sind, um den Gegner unter Druck zu setzen.

Am Samstag spielte das Team ein Blitzturnier beim SV Vaihingen. Gruppengegner waren der Gastgeber SV Vaihingen (Bezirksliga) selbst und der Verbandsligist 1.FC Frickenhausen. Beide Spiele konnten gewonnen werden, ehe man sich im Finale dem Verbandsligisten VfL Sindelfingen im Elfmeterschießen geschlagen geben musste und dafür den 2.Platz in belegte.

Die Spiele im Überblick:

Kickers – SV Vaihingen 3:1 (Tore: 2x Gatzky , Yilmaz)
Kickers – 1. FC Frickenhausen 1:0 (Tor: Kandazoglu)
Kickers – VfL Sindelfingen 1:1 (5:6 n.E.) (Tor: Bondel)

Auch am Sonntag stand ein weiteres Blitzturnier an; zu Gast waren die Blauen beim FSV 08 Bissingen. Eben dieser trotzte den Kickers ein 1:1 (Tor: Parham) Unentschieden im Gruppenspiel ab. Das 2. Gruppenspiel gegen den FC Mosbach verlor man 1:0. Im Spiel um Platz 5 konnte man ebenfalls nicht bestehen, und das U23 Team verlor gegen den Ligakonkurrenten VfL Kirchheim mit 1:0.

Kommentar von Trainer Björn Hinck: „ Am Wochenende haben wir die Möglichkeiten der vielen Spiele genutzt, um taktische Formen umzusetzen. Viele Spieler bewegen sich momentan am Leistungslimit, daher waren sicherlich einige Spiele nicht schön anzusehen. Aber genau diese Vorbereitungsphase ist auch für unsere junge Mannschaft wichtig, um die Grenzen der Kondition weiter nach hinten zu schieben“.

Am Wochenende im Kader für die Stuttgarter Kickers U23:

Aller – Steinle – Schaal – Mägerle – Müller – Cubuk – Bondel – Kandazoglu – Kaiser – Holzer – Sarajlic – Parham – Nagel – Gatzky – Yilmaz – Mucan – Schneider

Mario Schnepf

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Presse zu Testspielen am Wochenende und Patrick Milchraum

Savranlioglu spielt, Milchraum trainiert

Den Schock der Verletzung von Dirk Prediger, der mit einem Kreuzbandriss für den Rest des Jahres ausfällt, scheinen die Stuttgarter Kickers gut überwunden zu haben. Beim ersten SSK-Cup in Balingen wurde der Fußball-Regionalligist seiner Favoritenrolle jedenfalls gerecht und besiegte am Samstag erst den Landesligisten FC Albstadt mit 5:1 und anschließend im Finale den Oberligisten TSG Balingen sogar mit 6:1, wobei sich Ali Pala und Daniel Reule (je 2) sowie Marcel Rapp und Philipp Türpitz in die Torschützenliste eintragen konnten. Besonders erfreulich: Mahir Savranlioglu stand nur eine Woche nach seiner Herzattacke wieder auf dem Fußballplatz.

Dafür trifft die Kickers der Ausfall Predigers „natürlich hart“, wie Dirk Schuster zugibt, zumal der Offensivspieler mit seiner giftigen Spielweise nicht einfach zu ersetzen ist. „Eine Kopie von ihm gibt es sowieso nicht“, sagt der Kickers-Trainer, der sich dennoch Gedanken über einen möglichen Ersatz macht. „Wir überlegen in alle Richtungen.“ Sogar in die von Patrick Milchraum? Das frühere Eigengewächs, das zuletzt beim Zweitligisten Alemannia Aachen keinen Vertrag mehr bekommen hat, hält sich derzeit bei den Kickers fit.

Gestern gab es ohne ihn im letzten Test ein 8:1 (drei Tore von Pala) beim Bezirksligisten TSV Undingen – und die nächste Hiobsbotschaft: Marcel Brandstetter musste mit schwerer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden. ump

Stuttgarter Zeitung

Kickers Stuttgart siegt 8:1 beim TSV Undingen

Die Stuttgarter Kickers siegten gestern beim Alb-Bezirksligisten TSV Undingen anlässlich des 100-jährigen Bestehens vor 400 Zuschauern mit 8:1 (4:1).

Neuzugang Ali Pala erzielte drei Tore für den Regionalligisten, die weiteren Kickers-Tore markierten Abruscia, Celiktas, Türpitz, Gerster und Videc. Jedoch wurde Marcel Brandstetter nach Zusammenprall mit Timo Bächle verletzt, lag minutenlang auf dem Rasen, ehe er mit schwerer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Peter Reiff erzielte das 1:2 für Undingen – ein Traumtor aus 25 Metern. Undingens Trainer Wolfgang Haller war in Hockenheim beim Autorennen, kam mit dem Schlusspfiff im Burg-Stadion an, wurde von Abteilungsleiter Achim Bächle vertreten. Im Tor stand Neuzugang Oliver Greitzke, der nach langer Pause Mühe hatte, sich aber steigerte. Nun haben die Undinger ihre zwei Jubiläumsfestspiele – das erste ging 0:4 gegen Fortuna Düsseldorf verloren – absolviert, und die höchste Saison-Schlappe wohl schon erhalten.

Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers war motiviert. Die „Blauen“ gewannen neue Freunde, hatten Poster dabei, die munter unter das Publikum gemischt wurden.

Mit den Kickers ist in der neuen Saison – am 7. August erstes Heimspiel gegen Memmingen – zu rechnen. Zuerst geht“s aber am Samstag im WFV-Pokal zum Bezirksligisten TSV Glems. Kurios: Glems spielt am 8. August im Bezirkspokal Alb in Undingen. Die Fidan-Truppe spielt bei einem Sieg gegen die Kickers am Samstag in der 1. WFV-Pokalrunde bereits am Dienstag, 3. August, in Metzingen (die TuS hat in der 1. WFV-Pokalrunde ein Freilos). woga

Südwest-Presse

Die Blauen gewinnen souverän 1.SSK-Cup in Balingen

Der Favorit hat sich durchgesetzt: Die Regionalliga-Fußballer der Stuttgarter Kickers haben am heutigen Samstag den 1. SSK-Cup in Balingen gewonnen. Im Halbfinale besiegte die Mannschaft von Kickers-Cheftrainer Dirk Schuster den Landesligisten FC 07 Albstadt im Au-Stadion mit 5:1. Im Endspiel setzten sich die Blauen dann mit 6:1 gegen die Oberligaformation des Gastgebers TSG Balingen durch und sicherten sich souverän den Turniersieg.

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Sorge um Mahir Savranlioglu überschattet 7:1-Testspielsieg der Blauen in Urbach

Kickers-Mittelfeldspieler nach Herzproblemen und ärztlicher Untersuchung am Samstagabend wieder aus Schorndorfer Klinik entlassen

Der Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat am heutigen Samstagnachmittag sein Vorbereitungstestspiel beim A-Kreisligisten SC Urbach mit 7:1 (5:1) gewonnen. Daniel Reule (3), Caglar Celiktas, Simon Köpf, Ali Pala (Foulelfmeter) und Mahir Savranlioglu erzielten auf einem katastrophal-holprigen Rasenplatz im Schorndorfer Sportgelände Espach die Tore für die Mannschaft von Kickers-Cheftrainer Dirk Schuster. Das Ergebnis geriet allerdings zur Nebensache, nachdem bei Savranlioglu während der Halbzeitpause Herzprobleme auftraten und er nach der Versorgung vor Ort durch einen Notarzt mit einem Rettungswagen zu einer eingehenden ärztlichen Untersuchung in eine Schorndorfer Klinik eingeliefert werden musste. Im Anschluss daran konnte der 23-jährige Kickers-Mittelfeldspieler das Krankenhaus zwar wieder verlassen, er wird sich jedoch in den nächsten Tagen schonen müssen.

Nächster Testspiel-Gegner der Blauen ist am kommenden Dienstag, 20. Juli 2010, der Bezirksligist TSV Stuttgart-Münster. Um 18 Uhr beginnt die Partie im Rahmen des 100-Jahr-Bestehens des Clubs auf dessen Sportgelände an der Neckartalstraße

SC Urbach: Otto – Krötz, Beybiyikli, Saggio, Seifert, Evangelista, Rüger, Schiek, Markus Wolf, Warga, Eckert. Eingewechselt: Scheufele (ET), Battermann, Florian Wolf, Pfeiffer, Heinrich, Weinschenk, Kellermann, Germei. Trainer: Rademann.

Stuttgarter Kickers: 21 Güvenc – 28 Wonschick, 4 Köpf, 26. Fennell, 19 Abruscia – 7 Ivanusa – 17 Gerster (46. 6 Jung), 24 Savranlioglu (46. 20 Pala), 27 Türpitz (46. 11 Brandstetter) – 9 Reule (55. 25 Videc), 5 Celiktas. Trainer: Schuster.

Tore: 0:1 Reule (3.), 0:2 Reule (5.), 1:2 Seifert (18., Foulelfmeter), 1:3 Celiktas (28.), 1:4 Savranlioglu (42.), 1:5 Reule (44.), 1:6 Pala (80., Foulelfmeter), 1:7 Köpf (90.)

Schiedsrichter: Volker Stellmach (Schwäbisch Hall)

Besonderes: –

Zuschauer: 350 Fans am Sportgelände Espach

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