Dauerkartenvorverkauf super angelaufen

Die neue 3.Liga verfehlt ihre Anziehung nicht. Bei den Stuttgarter Kickers ist der Dauerkarten-vorverkauf vorzüglich angelaufen und es gingen nach der ersten Verkaufswoche bei der Geschäftsstelle schon über 250 Vorbestellungen ein. „Dieses Interesse übertrifft unsere Erwartungen“, freut sich Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum über den guten Zuspruch. Noch bis zum 30. Juni haben die Fans und Freunde der Kickers die Chance, an einer sogenannten „Frühbucher-Aktion“ teilzunehmen. Wer seine Dauerkarten bis zu diesem Zeitpunkt bestellt, wird am Mittwoch 16. Juli 2008 zu einem exklusiven Abend mit der neuen Mannschaft ins GAZi-Stadion eingeladen. Die Vorstellung der Mannschaft selbst mit einer Autogrammstunde erfolgt am Sonntag, 20. Juli im ADM-Sportpark. Der erste Spieltag findet übrigens am 25./26. Juli statt.

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Zweijahresvertrag für Torhüter Benjamin Huber

Als zweiter Torhüter neben Manuel Salz haben die Stuttgarter Kickers den 22jährigen Benjamin Huber (zuletzt FC Ingolstadt) verpflichtet. Er kommt ablösefrei zu den Blauen, erhält einen Zweijahresvertrag und gilt als ein junger, ehrgeiziger Schlussmann. Benjamin Huber bewährte sich vor allem in der Saison 2006/07 beim Oberligisten FC Heidenheim und bestritt dort sämtliche 34 Spiele. In der Jugend spielte der gebürtige Schwarzwälder beim VfB Stuttgart und kam über den SSV Ulm 46 nach Heidenheim. Dort wurde der FC Ingolstadt auf ihn aufmerksam, doch kam er bei dem Zweitliga-Aufsteiger in der vergangenen Saison nicht wie erhofft zum Einsatz. Bei den Kickers will er nun im Wettstreit mit Manuel Salz sein Talent beweisen.

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Presse zum Trainingsauftakt

Trainingsauftakt der Kickers

Nur Gambo und Parmak fehlen
STUTTGART (ump). Nicht nur der Trainer ist gut gebräunt aus dem Urlaub zurückgekommen, sondern auch die meisten Spieler des Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers. Lediglich Bashiru Gambo fehlte am Samstag, der Ghanaer hat noch bis morgen Heimaturlaub bekommen. Und Mustafa Parmak war zwar kurz in Degerloch, aber krank. Grippe. „Deshalb haben wir ihn gleich wieder heimgeschickt“, sagt der Trainer Stefan Minkwitz. Zumal die Zukunft des Offensivspielers nach wie vor ungeklärt ist (siehe auch Interview). Nicht gut sieht es um Gino Russo aus; die Winterverpflichtung aus Großaspach hat noch kein Spiel für die Kickers bestritten und quält sich seitdem mit diversen Verletzungen herum, so dass der Manager Joachim Cast selbst eine Sportinvalidität bei dem Stürmer nicht mehr ausschließt. Dafür gebe es positive Signale, was den Torwart Benjamin Huber (zuletzt Ingolstadt, früher Heidenheim) angeht, der als zweiter Mann auf diesem Posten verpflichtet werden soll.

Was die Besetzung der beiden vakanten Posten im Präsidium angeht, gab es gestern auf der Sitzung mit dem Aufsichtsrat keine konkreten Ergebnisse. Der Präsident Dirk Eichelbaum sagte anschließend nur: „Wir werden uns in dieser Woche mit den infrage kommenden Personen zusammensetzen.“ Wer das ist? „Die üblichen Verdächtigen.“ Zu denen zählen Zoltan Sebescen, der den sportlichen Bereich abdecken könnte, Dieter Wahl für das Marketing, möglicherweise auch Edgar Kurz, der wie Wahl in der Vergangenheit bereits dem Vorstand angehört hat.

Vorbereitungsplan: 29. Juni (14 Uhr) beim TSV Heumaden, 2. Juli (18 Uhr) bei der TSG Balingen, 12. Juli gegen FC Winterthur (Ort noch offen), 18. Juli gegen SSV Ulm (Ort noch offen); dazu werden zwei weitere Testgegner gesucht.

Stuttgarter Zeitung

Sechs Neue, kein Star: Kickers hoffen auf Mesic
Trainingsauftakt ohne Zugänge mit großen Namen – Gambo noch im Urlaub, Parmak krank
 
Stuttgart – Neue Liga, alte Zwänge: Prominente Neuzugänge konnte Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers zum Trainingsauftakt nicht präsentieren. Noch nicht. Denn Mirnes Mesic vom SC Freiburg bleibt bei den Blauen weiter ein heißes Thema.

VON JÜRGEN FREY

Um den Zweitliga-Stürmer nach Degerloch zu lotsen, fahnden die Kickers auf Hochtouren nach einem finanzkräftigen Sponsor. Trainer Stefan Minkwitz hofft, dass die Gespräche positiv verlaufen: „Noch ist die Personalie Mesic nicht vom Tisch. Es wäre genial, wenn die Rückkehr klappen würde.“

Der Trainingsstart bei den Blauen kam für Mesic noch zu früh. Genauso wie für Torwart Benjamin Huber (22/FC Ingolstadt), der Anfang dieser Woche einen Vertrag bei den Kickers unterschreiben soll. Erst am Dienstag steigt Bashiru Gambo ins Training ein. Ihm genehmigte der Verein verlängerten Heimaturlaub. Mustafa Parmak erschien dagegen zum Trainingsauftakt im ADM-Sportpark, nahm aber wegen Fieber nicht am Laktattest teil. Parmaks Berater Michael Hofstetter: „Ich bin optimistisch, dass der Transfer nach Koblenz klappt.“

Keine Entscheidung fiel auf der gestrigen Sitzung der Kickers-Führungsgremien, was die Neubesetzung des Präsidiums betrifft. Präsident Dirk Eichelbaum sagte nur so viel: „Diese Woche werden die Gespräche mit den Kandidaten vertieft.“

Sasa Janic kam vom SSV Reutlingen und ist auf der linken Seite flexibel einsetzbar. Der 33-Jährige spielte schon in der Saison 1996/97 für die Blauen, danach für Arminia Bielefeld, die SpVgg Unterhaching und den FC Augsburg. Trainer Minkwitz: „Sasa schlägt klasse Flanken und bringt sehr viel Erfahrung mit.“

Thorsten Reiß (23) zählte in der vergangenen Regionalligarunde zu den wenigen Lichtblicken beim FSV Oggersheim. Der gebürtige Mannheimer, der auch schon für den Oberligisten SG Sonnenhof Großaspach am Ball war, überzeugte auf beiden Außenbahnen und erzielte in 32 Spielen sechs Tore. Minkwitz: „Thorsten ist ein variabel einsetzbarer Spieler, der zudem torgefährlich ist.“

Ralf Kettemann (21) spielt im zentralen Mittelfeld und übernahm dort zuletzt bei der SpVgg Greuther Fürth II die Führungsrolle. Der laufstarke Techniker spielte in der A-Jugend für den SSV Ulm 1846, später auch für den Oberligisten TSV Crailsheim. Minkwitz: „Solch junge, erfolgshungrige Spieler brauche ich.“

Mittelfeldallrounder Jörn Schmiedel stammt aus der Talentschmiede des SC Geislingen. Über die Stationen VfB Stuttgart, SSV Reutlingen und VfR Aalen landete er im April 2008 wieder in Reutlingen. Im Saisonendspurt traf der 29-Jährige einmal selbst, sechs Tore bereitete er vor. Minkwitz: „Diese Referenzen sprechen für sich, zudem ist Jörn charakterlich sehr in Ordnung.“

Josip Landeka kommt vom FSV Mainz 05 II und bestritt für die kroatische U-19-Nationalmannschaft neun Spiele. Der 21-Jährige kann auf der linken Außenbahn offensiv und defensiv eingesetzt werden. Minkwitz: „Josip ist fußballerisch sehr gut ausgebildet. Der Mainzer Ex-Trainer Jürgen Klopp empfahl ihn uns.“

Michael Schürg kommt mit dem Titel Oberliga-Torschützenkönig. Insgesamt 22 Treffer erzielte der 23-Jährige in der vergangenen Runde für den SGV Freiberg und nach der Winterpause für den SSV Ulm 1846. Minkwitz hält große Stücke auf Schürg, der in der Jugend für die SKV Rutesheim stürmte: „Michael ist mit seinem ausgeprägten Torriecher der Prototyp des Torjägers.“

Stuttgarter Nachrichten

Das Abenteuer beginnt
 
Die Stuttgarter Kickers starten heute in die Vorbereitung auf die dritte Liga und müssen noch einige Fragen klären
 
Stuttgart – Für die Fußballer der Stuttgarter Kickers beginnt heute (10 Uhr) mit dem Trainingsauftakt das „Abenteuer dritte Liga“, wie es Manager Joachim Cast ausdrückt. Noch sind die Umbaumaßnahmen am Kader nicht abgeschlossen, mit dem bisher Erreichten ist Cast aber „sehr zufrieden“.
 
Von Sigor Paesler

Ob es Zweckoptimismus ist, was der ehemalige Verteidiger versprüht, muss sich zeigen – und hängt auch davon ab, wie sich einige Personalien entwickeln. So wird heute auch Mustafa Parmak erwartet, obwohl der Mittelfeldspieler zur TuS Koblenz wechseln will. Der Zweitligist will den Spieler auch, kann die im bis 2009 laufenden Vertrag festgeschriebene Ablösesumme von 175 000 Euro aber nicht bezahlen. Als „noch nicht arg weit“ bezeichnet Cast den Stand der Verhandlungen. Er weiß, dass Parmak unbedingt weg will, bezeichnet ihn aber als „sportlich wertvoll“ – was bedeutet, dass bei einem Wechsel nicht zu wenig herausspringen darf. Die Hängepartie steht aber weiteren Investitionen im Wege.Auf „derzeit null Prozent“ beziffert der Manager die Wahrscheinlichkeit, dass Stürmer Mirnes Mesich vom Zweitligisten SC Freiburg nach Degerloch zurückkehrt. Der SC würde den Bosnier ziehen lassen, der sich den Wechsel offenbar ebenfalls vorstellen kann. „Aber wir bringen ihn in unserem Budget auf keinen Fall unter, er müsste extern finanziert werden“, erklärt Cast. Dafür gebe es aber „zurzeit keine Zeichen“. Im Angriff haben die Kickers aber durchaus noch Handlungsbedarf, nachdem diese Abteilung in der abgelaufenen Saison nicht gerade überzeugt hat. Immerhin wurde in Michael Schürg (SSV Ulm 1846) bereits der Oberliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison verpflichtet.Schürg ist einer von bislang sechs Zugängen. Manager Cast ist mit der Mischung zufrieden: „Es sind junge, hungrige Spieler dabei, aber auch erfahrene, charakterstarke wie Jörn Schmiedel und Sasa Janic.“ Dem stehen jedoch die Abgänge einiger Aktivposten wie Oliver Stierle (FC Bayern München II), Mustafa Akcay (unbekannt) und vor allem Torhüter David Yelldell (TuS Koblenz) gegenüber. Die Kickers wollen in den kommenden Tagen einen weiteren Keeper präsentieren, haben sich aber auf den bisherigen Oberliga-Schlussmann Manuel Salz als Nummer eins festgelegt. „Jeder Torhüter wird nun an David Yelldell gemessen, das ist für jeden schwer. Aber wir trauen es Manuel Salz zu, er hat sich gut entwickelt“, verteidigt Cast die Entscheidung zugunsten des 22-Jährigen.
 
Eßlinger Zeitung

StZ: „Unser Budget ist derzeit ausgeschöpft“

Der Kickers-Manager Joachim Cast zu den finanziellen Möglichkeiten des Clubs, den Neuverpflichtungen und den Chancen eines Mesic-Transfers

Seit Samstag stehen die Spieler der Stuttgarter Kickers wieder im Training für die neue Saison, die in einem Monat beginnt. Auch wenn die Personalplanungen weitgehend abgeschlossen sind, sagt der Manager Joachim Cast im Gespräch mit Joachim Klumpp: „Wir müssen noch einige Hängepartien zu Ende bringen.“

Herr Cast, die Kickers haben am Samstag mit dem ersten Training auf die neue dritte Liga begonnen. Hat sich der Verein denn inzwischen bei Reutlingen und Siegen erkenntlich gezeigt, weil durch deren Erfolge in der alten Saison die Qualifikation überhaupt erst möglich geworden ist?

Nein, nein. Zumal in erster Linie jeder für sich selbst verantwortlich ist, wir haben die uns gebotene Chance genutzt – und deshalb die Qualifikation auch verdient.

Obwohl die Mannschaft im Jahr 2008 die viertbeste Bilanz aufwies, sind aktuell nur noch zehn Mann im Kader geblieben. Warum ist dieser Umbruch erfolgt?

Zunächst einmal gab es einige Spieler, die schon länger bei den Kickers waren und deren Entwicklung zuletzt stagnierte. Von daher ist eine Neuorientierung, wie zum Beispiel bei Mustafa Akcay oder Recep Yildiz, für beide Seiten sinnvoll. Einen Oliver Stierle hätten wir gerne behalten, aber bei einem Angebot von Bayern München kann man seine Entscheidung nachvollziehen. Insgesamt waren wir der Meinung, dass trotz des erfolgreichen Saisonabschlusses eine „Blutauffrischung“ dem Team insgesamt guttut und auch notwendig ist.

Nun hat der Club in David Yelldell nicht nur den Spieler der Saison abgegeben, sondern wahrscheinlich auch den besten Torwart der gesamten Liga. Sind Sie denn sicher, dass Manuel Salz – plus sein Stellvertreter – diese Lücke schließen kann?

Davon sind wir absolut überzeugt. Schließlich war es von Anfang an unser Plan, ihn zur Nummer eins zu machen, nachdem sich frühzeitig abgezeichnet hatte, dass uns David verlassen wird. Manuel Salz hat sich in den letzten Jahren super entwickelt. Sein Können hat er in jedem Training und bei den Oberligaeinsätzen bewiesen. Zudem soll der zweite Mann für Druck und einen fairen Wettbewerb sorgen. Generell ist es natürlich für jeden Torwart schwer, weil er an den Leistung von Yelldell gemessen wird.

Auch ein Alexander Rosen hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem absoluten Leistungsträger entwickelt. Sein Vertrag wurde gleich um drei Jahre verlängert. Ist das ein Zeichen dafür, dass er künftig auch Kapitän sein wird?

Das halte ich nicht für ausgeschlossen. Es gibt gewisse Tendenzen, aber noch keine Entscheidung. Letztendlich ist es Sache des Trainerteams, die Hierarchie in der Mannschaft festzulegen. Aber unbestritten ist, dass Alex Rosen innerhalb kurzer Zeit zu einem Führungsspieler geworden ist, nicht nur wegen seiner Leistung auf dem Platz, sondern auch seiner Außendarstellung. So einer hat uns gefehlt.

Bei den Stürmern wiederum waren gestandene Regionalligatorjäger wie Reutlingens Haas, Steegmann aus Aalen oder Blessin von den SF Siegen auf dem Markt. Warum wurde keiner von ihnen verpflichtet?

Die genannten Spieler, an denen wir teilweise auch interessiert waren, sind finanziell schlichtweg nicht machbar. Da muss man dann einfach sagen: viel Glück, woanders.

Also haben Sie sich für Michael Schürg entschieden. Was sprach für ihn?

Zunächst einmal wollte er unbedingt zu uns, obwohl er gute Angebote aus ganz Deutschland hatte. Zudem kommt er hier aus der Region, und mit solchen Spielern haben wir in der Vergangenheit die besten Erfahrungen gemacht, so dass das insgesamt eine optimale Konstellation war. Für mich ist er ein „kleiner Mesic“, auch von seiner Statur her.

Apropos Mesic: letzte Woche bei Ihrem Abstecher zur EM nach Wien haben Sie dessen Trainer Robin Dutt getroffen. Wurde da schon alles mit der Rückkehr klargemacht?

Das Problem ist nicht der SC Freiburg, von dort würden bei einem Wechsel sicher keine Steine in den Weg gelegt. Aber die Finanzierung des Spielers ist nur extern möglich, und da gibt es bisher noch keine positiven Signale. Zumal das Gehalt in einem vertretbarem Rahmen liegen muss. Unsere Vorstellung geht dahin, das über die Vertragslaufzeit zu regeln, jetzt müssen wir schauen, ob wir das mit vereinten Kräften hinbekommen.

Und wenn nicht?

Zunächst einmal ist unser Budget ausgeschöpft. Wir müssen also erst einmal schauen, dass wir einige Hängepartien mit Spielern, die noch einen Vertrag haben, erfolgreich zu Ende bringen. Bei Sven Sökler zeichnet sich eine Lösung ab, Markus Ortlieb dagegen wird zunächst ins Training der zweiten Mannschaft einsteigen, dann sieht man weiter. Saban Genisyürek haben wir nahegelegt, sich nach einem anderen Verein umzuschauen. Und dann muss man abwarten, was mit Mustafa Parmak passiert.

Wie weit sind die Verhandlungen mit Koblenz?

Es gibt zwar ein Interesse von Koblenz, aber kein konkretes finanzielles Angebot.

Also ist auch nicht ausgeschlossen, dass Parmak bleibt?

Ausgeschlossen ist gar nichts. Aber dazu müssten noch einige intensive Gespräche geführt und viele Kompromisse gefunden werden.

Und was tut sich auf der Geschäftsstelle? Sie haben dringend Entlastung angemahnt, die ja auch vom DFB gefordert wird.

Wir haben etliche Bewerbungen. Aber da machen wir keinen Schnellschuss, das muss passen. Und übergangsweise könnte ich das auch in Personalunion machen, aber auf Dauer genügt diese improvisierte Lösung natürlich nicht den professionellen Ansprüchen der dritten Liga.

Wobei jetzt, einen Monat vor Beginn, noch nicht mal der Spielplan steht, geschweige denn das angedachte Fernsehspiel. Haben Sie als Mitglied des DFB-Spielausschusses dafür Verständnis?

Ich kann aufgrund des engen Zeitrahmens bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, dass sich das verzögert. Aber ich habe auch immer gesagt: es wird eine gewisse Zeit dauern, bis sich alle in der neuen Liga zurechtfinden. Das gilt für den Verband genauso wie für die Vereine.

Stuttgarter Zeitung

Trainingsaufgalopp mit den sechs Neuzugängen

Zum Trainingsaufgalopp der Stuttgarter Kickers für die neue 3. Liga hatten sich im ADM-Park auch die sechs Neuzugänge Sasa Janic und Jörn Schmiedel (ehemals SSV Reutlingen), Thorsten Reiß (Ludwigshafen-Oggersheim), Michael Schürg (SSV Ulm 46) Ralf Kettemann (SpVgg. Greuter Fürth) und Josip Landeka (Mainz 05) eingefunden. Das Stuttgarter Rehamed führte unter der Leitung von Frieder Schömezler wieder den obligatorischen Laktattest durch, bei dem die Spieler auf der Rundbahn entsprechende Steigerungsläufe durchführen mussten. Dabei wurden der Pulswert nach den jeweiligen Steigerungen ermittelt, das Blut am Ohr abgenommen und die entsprechenden Werte von Cheftrainer Stefan Minkwitz notiert. Nach den Auswertungen wird dann die weitere Trainingssteuerung vorgenommen.

Eingefunden hatte sich zum Aufgalopp bis auf den noch auf dem Rückflug befindlichen Bashiru Gambo auch die bisher verpflichteten Spieler und lediglich Mustafa Parmak konnte wegen Krankheit nicht auf dem Platz erscheinen. Freilich steht bei ihm weiter der Wechsel zu Koblenz im Raum, doch liegt Manager Joachim Cast noch kein konkretes Abgebot vor. „Wenn alles stimmt, werden wir Parmak aber sicher nichts in den Weg legen“,bekräftigte Manager Cast. Weiterhin im Gespräch ist bei den Blauen die Rückkehr von Torjäger Mirnes Mesic.“Das ist aber nur machbar, wenn das Geld von Sponsoren aufgebracht wird“, ergänzt der Manager.
Als zweiter Torhüter neben Manuel Salz wird bei den Kickers der Name von Benjamin Huber gehandelt und da soll eine Entscheidung Anfang nächster Woche fallen. Der 22jährige Huber bewährte sich vor einem Jahr beim Oberligisten Heidenheim und wechselte dann zu Ingolstadt. Dort kam er allerdings nicht wie erhofft zum Einsatz und er denkt nun über eine Veränderung nach. Wie der endgültige Kader der Blauen für die neue Saison aussieht, das wird sich in den nächsten Tagen und Wochen noch entscheiden. „Wir stehen da keineswegs unter Zeitdruck“,betont der Manager. Trainer Stefan Minkwitz wird in den nächsten Wochen vor allem an der Fitness der Spieler arbeiten und dann den Feinschliff im spielerisch-taktischen Bereich vornehmen. „Konkrete Ziele für die 3. Liga kann ich noch keine ausgeben, aber wir wollen uns möglichst schnell in dieser Liga etablieren“, äußerte sich der Trainer.

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StN: Torwart Huber vor Einstieg bei Kickers

Trainingsstart mit Parmak

Stuttgart – Mit einem Laktattest im ADM-Sportpark starten die Stuttgarter Kickers an diesem Samstag (10 Uhr) mit der Vorbereitung auf die am 26./27. Juli beginnende Drittligasaison. Noch offen ist, ob Torwart Benjamin Huber, der vom FC Ingolstadt kommen soll, schon dabei sein wird.

VON JÜRGEN FREY

Am Donnerstag kehrte Trainer Stefan Minkwitz aus seinem Mallorca-Urlaub zurück. „Entspannt und voller Tatendrang“, wie er sagt. Das tägliche Telefonat mit Manager Joachim Cast tat der Erholung keinen Abbruch. „Ich bin zufrieden, wie der Kader bisher aussieht“, sagt Minkwitz. Drei Spieler sollen noch dazukommen. Ein Torwart, ein Innenverteidiger und ein Offensivmann.

In Sachen Keeper sind die Blauen am weitesten. Es verdichten sich die Anzeichen, dass Benjamin Huber (22/früher VfB-Jugend) verpflichtet wird. Er stand bis zum Ende der Saison 2006/07 beim 1. FC Heidenheim zwischen den Pfosten und galt als einer der Top-Torhüter der Oberliga. Kein Wunder, dass ihn der FC Ingolstadt holte, doch dort hatte er in der abgelaufenen Saison keinen Regionalligaeinsatz. Minkwitz wollte sich zu dem Namen nicht äußern, grundsätzlich hätte der Coach aber keine Probleme, neben Manuel Salz (22) mit einem weiteren jungen und eher unerfahrenen Torwart in die Runde zu gehen. Minkwitz: „Für mich gibt es nur gute und schlechte Torhüter.“

Noch immer nicht geklärt ist die sportliche Zukunft von Mittelfeldspieler Mustafa Parmak. Zunächst zeichnete sich am Freitag eine Einigung mit TuS Koblenz ab. „Die Verhandlungen sind sehr konkret“, hatte Parmaks Berater Michael Hofstetter am Nachmittag gesagt. Abends kam die ernüchternde Kehrtwende. „Die Verhandlungen sind erst einmal gescheitert“, so Hofstetter nach einem Telefonat mit TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos. Damit ist klar: Parmak wird beim Trainingsbeginn der Blauen dabei sein. Hofstetter: „Schließlich hat er einen gültigen Arbeitsvertrag.“ Das Pokerspiel zwischen Koblenz und den Kickers wird sich noch länger hinziehen. Die vertraglich festgeschriebene Ablösesumme von 175 000 Euro kann der Zweitligist nicht bezahlen. Und die Kompromissvorschläge stießen bei den Blauen bisher auf Ablehnung.

Nicht nur die Besetzung der Mannschaft, sondern auch die Zusammensetzung der Führungsetage ist bei den Blauen derzeit ein heißes Thema. An diesem Sonntag treffen sich Präsidium und Aufsichtsrat zur gemeinsamen Sitzung. Nach den Rücktritten der Präsidiumsmitglieder Hans-Jürgen Wetzel und Walter Kelsch soll über die Nachfolger entschieden werden. Jugendleiter Zoltan Sebescen liegt ein Angebot vor, den Sportbereich von Kelsch zu übernehmen. Ob es der 32-jährige Ex-Profi annimmt, ist offen. Das Ressort Marketing soll im Präsidium nicht durch eine externe Person neu besetzt werden. Was darauf hindeuten könnte, dass Dieter Wahl nicht in die Chefetage der Blauen zurückkehren wird.

Stuttgarter Nachrichten

StZ: Kickers bereiten die Saison vor

Viele Gespräche
STUTTGART (ump). Während der Kickers-Trainer Stefan Minkwitz heute um 10 Uhr zum ersten Training der neuen Saison bittet, setzen sich die Verantwortlichen des Stuttgarter Fußball-Drittligisten morgen zusammen. In erster Linie geht es um die Besetzung der beiden offenen Stellen im Präsidium. Ob sich dabei eine schnelle Lösung ergibt, ist eher unwahrscheinlich. Der Präsident Dirk Eichelbaum sagt: „Wir sind noch immer an den grundsätzlichen strukturellen Überlegungen“ – die beispielsweise auch die Besetzung der Geschäftsstelle beziehungsweise die Entlastung des Managers Joachim Cast einschließen. Cast führte gestern derweil Gespräche mit Koblenz über ein Tauschgeschäft – Parmak zu TuS, dafür Traut zu den Kickers. Ergebnisse gab es gestern jedoch noch keine zu vermelden, deshalb wird Parmak wohl auch heute am Training teilnehmen.

Was die Einigung der Kickers mit dem Expräsidenten Hans Kullen wegen dessen Darlehensforderungen von rund einer halben Million Euro angeht, sagt der Präsident Eichelbaum: „Es laufen gute Gespräche, aber es gibt noch keinen Durchbruch.“ Was auch damit zusammenhängen dürfte, dass die Kickers in einem Aufwasch Lösungen mit den anderen Gläubigern (allen voran mit Frau Dünnwald-Metzler) anstreben. Allzu lange sollte sich die Sitzung morgen allerdings nicht hinziehen, denn für den Verein steht am Abend ein offizieller Termin an. Der Ministerpräsident hat an den Bodensee geladen, wo eine Ehrung für erfolgreiche Vereine des Landes auf dem Programm steht.

Stuttgarter Zeitung

Kettemanns erster Profivertrag

Goldbacher kickt demnächst für die Stuttgarter Kickers in der 3. Liga

Der Goldbacher und Ex-TSV-Kicker Ralf Kettemann hat am Mittwoch seinen ersten Profivertrag bei den Stuttgarter Kickers unterschrieben.

Ralf Kettemann mit neuem Trikot der Stuttgarter Kickers. Foto: Kickers
Fußball  „Ralf ist ein Spieler mit Perspektive, der bereits unter Profibedingungen trainiert und sein Potenzial bewiesen hat“, freut sich Kickers-Manager Joachim Cast über den Neuzugang.

Kettemann, der im vergangenen Jahr beim Oberligisten Greuter Fürth II gespielt hat, wollte dort eigentlich seinen Vertrag verlängern. „Es gab lose Kontakte zum SV Ried, Offenbacher Kickers und dem 1. FC Heidenheim. Zuletzt war ich auch beim Probetraining von Dynamo Dresden, aber das hat entweder nicht geklappt oder mir nicht 100- prozentig zugesagt“, erzählt der Mittelfeldstratege, der vor zwei Jahren noch in der Oberligaelf des TSV Crailsheim die Fäden gezogen hat. Kurzfristig sei der Kontakt über seinen Spielerberater Sven Jäger zustande gekommen, den er vor zwei Monaten engagiert hatte. „Auch wenn ich nur eine durchschnittliche Runde gespielt habe und eigentlich nie eine richtige Chance bei der ersten Mannschaft bekam, hat es mir in Fürth gut gefallen. Vor allem die Jungs waren voll okay.“ Doch nun hat der filigrane Techniker kurzfristig eine neue höherklassige Chance bekommen, „und da habe ich nach sehr kurzer Bedenkzeit unterschrieben“. Der erste Profivertrag für den talentierten 21-Jährigen, der darauf hofft, irgendwann in der Bundesliga zu kicken.

Doch nun versucht er erst einmal bei den Stuttgartern, die sich erst am letzten Spieltag für die dritte Liga qualifiziert haben, Fuß zu fassen. „Das ist schon was anderes, als vor 20 Zuschauern in der Bayernliga zu kicken.“ Bereits heute ist Trainingsauftakt und bis er eine Wohnung gefunden hat, lebt Kettemann vorerst im Hotel. rama

Hohenloher Tageblatt