Kickers gelingt in letzter Sekunde noch der Ausgleich – 1-1-Unentschieden gegen Bamberg

Am Ende war es ein glücklicher Punktgewinn der Stuttgarter Kickers im heutigen Heimspiel gegen den 1.FC Eintracht Bamberg, doch sicherlich nicht unverdient. Nach einer guten Anfangsviertelstunde der Blauen gingen die Gäste durch den Treffer von Josef Pickel mit 0:1 in Führung (21.).
Die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster zeigte sich in der Folgezeit vor den 2.340 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau zwar spielerisch überlegen und hatte auch deutlich mehr Ballbesitz, doch so richtig zwingende Torchancen schafften sie nicht rauszuspielen.
Die Gäste aus Bamberg hingegen blieben immer wieder durch ihre Konter gefährlich, verpassten es aber das sicherlich vorentscheidende Tor zum 0:2 zu machen. So wurden die Kickers kurz vor Spielende doch noch für Ihre Mühen und den Einsatz belohnt, als Mijo Tunjic ein tolles Solo zum 1:1-Ausgleich abschloss (90.).
„Obwohl der Punkt am Ende sehr glücklich zustand kam“, so Trainer Dirk Schuster, „war er dem Spielverlauf nach sehr verdient. Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt und sind doch noch belohnt worden.“

Die Spielstatistik:

Stuttgarter Kickers: Daniel Wagner – Alessandro Abruscia, Simon Köpf (73. Slaven Jokic), Marcel Rapp, Fabian Gerster – Moritz Steinle, Michele Rizzi, Demis Jung, Marcel Ivanusa – Mijo Tunjic, Dirk Prediger (46. Gökhan Gümüssu) – Trainer: Dirk Schuster
1.FC Eintracht Bamberg: Stephan Essig – Christian Hassa, Michael Ludwig, Michael Krämer, Sebastian Müller – Marco Hillemeier, Thomas Dotterweich, Josef Pickel (80. Christoph Kaiser), Harald Fleischer (88. Rene Finnemann – Peter Heyer, Tobias Dalke (76. Alexander Deptalla) – Trainer: Christoph Starke

Zuschauer:
2.340 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau

Schiedsrichter:
Tobias Welz (Wiesbaden)

Torfolge:
0:1 Josef Nickel (21.)
1:1 Mijo Tunjic (90.)

Verwarnungen:
Gelbe Karten: Simon Köpf – Harald Fleischer

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Vorberichte II: Stuttgarter Kickers – Eintracht Bamberg

Kickers setzen auf Spielkultur

STUTTGART (StN). Ein Heimspiel für die Stuttgarter Kickers, die Fans des auswärtsschwachen Fußball-Regionalligisten atmen auf: Die Blauen empfangen an diesem Samstag (14 Uhr) Eintracht Bamberg – 14 Punkte in sechs Spielen haben sie im Gazistadion eingefahren, noch sind sie unterm Fernsehturm ungeschlagen. „Bamberg ist ein unangenehmer Gegner“, warnt Trainer Dirk Schuster, „wir müssen den Kampf annehmen, dagegenhalten und spielerische Mittel einbringen.“ Soll heißen: Der Coach will die Eintracht durch die bessere Spieltechnik und -anlage in die Knie zwingen. Allerdings müssen die Kickers auf Enzo Marchese verzichten, der weiter mit Oberschenkelproblemen kämpft. Eine Kernspintomografie soll neue Erkenntnisse bringen, zu Beginn nächster Woche wollen die Ärzte verkünden, wie lange der 26-Jährige noch ausfällt.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers bangen um Marchese

Stuttgart (red) – Auf dem Papier scheint die Sache klar: Der zu Hause bisher ungeschlagene Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers em­pfängt heute (14 Uhr) den auswärts noch sieglosen 1. FC Eintracht Bamberg. Dennoch warnt Kickers-Trainer Dirk Schuster vor dem Tabellen-15. „Das ist ein robuster Gegner, der unangenehm zu spielen ist“, sagt der Coach, fordert aber: „Wir müssen den Kampf annehmen, um dann über die spielerischen Vorteile zum Erfolg zu kommen.“ Schließlich soll nach der dritten Auswärtsniederlage in Folge wenigstens die positive Heimserie der Kickers halten. Dominik Salz (Zehenbruch) und Franco Petruso (Muskelfaserriss) stehen weiterhin nicht zur Verfügung. Fraglich ist zudem der Einsatz von Enzo Marchese. Der Mittelfeldmann hat nach seiner Oberschenkelzerrung zwar bereits wieder mittrainiert, ist wohl aber noch nicht hundertprozentig fit.

Eßlinger Zeitung

Vorberichte Stuttgarter Kickers – Eintracht Bamberg

Spielt Marchese?

Vor einer Woche ist das Unternehmen Xerox Document Group bei dem Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers als Sponsor eingestiegen, was auch das Recht auf die Ärmelwerbung enthält. Doch dieses Logo tritt die Firma jetzt für einen karitativen Zweck an die Olgäle-Stiftung ab. In diesem Rahmen ist für den 20. Dezember zum letzten Heimspiel des Jahres gegen den aktuellen Spitzenreiter SC Freiburg II auch noch ein Benefizprogramm geplant.

Zunächst einmal steht aber morgen (14 Uhr) das Heimspiel gegen den 1. FC Bamberg an. „Ein robuster Gegner, gegen den wir den Kampf annehmen müssen“, sagt der Kickers-Trainer Dirk Schuster, um dann über die spielerischen Vorteile zum Erfolg zu kommen. Ob dazu Enzo Marchese – als Spielmacher oder hängende Spitze – seinen Teil beitragen kann, ist offen. Der Italiener hat nach seinem Muskelfaserriss zwar in dieser Woche mittrainiert, aber wieder über leichte Schmerzen geklagt. Für Schuster steht fest: „Er spielt nur, wenn er hundertprozentig fit ist.“

Während der Präsident Edgar Kurz auf der Hauptversammlung am 24. November wieder kandidieren will, hat sich sein Mitstreiter Dieter Wahl noch nicht entschieden. „Wir werden nächste Woche ein Gespräch unter Freunden führen, dann sieht man weiter“, sagt der Marketingchef. ump

Stuttgarter Zeitung

Kickers werben künftig auf dem Trikot für Olgäle-Stiftung

Xerox – The Document Group verzichtet auf Ärmellogo zu Gunsten der guten Sache

Am vergangenen Freitag gaben die Stuttgarter Kickers und Xerox – The Document Group ihre künftige Premium-Partnerschaft bekannt. Neben Werbebanden im Stadion und im ADM-Sportpark, sowie der Logoplatzierung bei verschiedenen Maßnahmen wurde auch die Ärmelwerbung von Xerox – The Document Group auf dem Trikot der Regionalliga-Mannschaft vereinbart.

Xerox – The Document Group wird nun aber auf das Recht der Ärmelwerbung verzichten und diesen herausragenden Platz für die „Olgäle-Stiftung“ zur Verfügung stellen.

„Als ich mit Kickers-Geschäftsführer Jens Zimmermann am Sonntag zum Spiel nach Frankfurt gefahren bin, haben wir diese Idee entwickelt“, erklärt Xerox-The Document Group Marketingleiter, Markus Graf. „Wir leisten jedes Jahr an Weihnachten eine Spende für eine soziale Einrichtung. Diese besondere Werbefläche wollen wir nun gemeinsam mit den Kickers dafür einsetzen, dass die Olgäle-Stiftung einen noch größeren Bekanntheitsgrad erlangt und zusätzlich unterstützen wir die Stiftung mit gemeinsamen Aktionen“, betont Markus Graf.

Xerox – The Document Group wird außerdem im Rahmen des letzten Heimspiels der Kickers in diesem Kalenderjahr, am 20. Dezember gegen den SC Freiburg II, der Olgäle-Stiftung einen guten vierstelligen Betrag zukommen lassen. Dieser Betrag wird dann noch durch die Zuschauer aufgestockt werden können – denn für jeden Zuschauer der dieses Spiel besucht, wird Xerox – The Document Group nochmals einen Euro in die Stiftung geben.

Auch die Mannschaft der Kickers wird sich für die Olgäle-Stiftung engagieren. So wird die komplette Mannschaft vor Weihnachten der Kinderstation einen Besuch abstatten und den jungen Patienten Geschenke verteilen.
Die Olgäle-Stiftung wurde im November 1997 unter der Schirmherrschaft von SKH Carl Herzog von Württemberg gegründet. Die Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V hat sich zum Ziel gesetzt, kranken Kindern und ihren Eltern zu helfen. Die Hilfe gilt vor allem dem Kinderkrankenhaus Olgahospital, dem Olgäle, in Stuttgart. Präsidentin des Vorstandes der Olgäle-Stiftung ist Frau Dr. Stefanie Schuster, die Gattin von Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster.
„Der Sport ist dem Olgäle seit vielen Jahren als Partner treu verbunden. Eine Kooperation wie mit den Kickers im gemeinsamen Engagement mit Xerox – The Document Group ist für uns jedoch eine absolute Premiere und eine herausragende Möglichkeit die Ziele und Aufgaben der Olgäle-Stiftung noch populärer zu machen und die Stiftung darüberhinaus finanziell zu unterstützen“, so Frau Dr. Schuster.
Dort, wo Stadt und Land an ihre finanziellen Grenzen stoßen, wird die Stiftung aktiv. Zugleich will die Stiftung die Bedeutung und Arbeit des Olgahospitals in der Öffentlichkeit darstellen.
Bereits am kommenden Samstag, beim Heimspiel gegen den 1. FC Eintracht Bamberg, werden die Kickers erstmals mit dem Ärmellogo der Olgäle-Stiftung auflaufen.

Mehr Informationen zur Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V www.olgaele-stiftung.de

Mehr Informationen zu Xerox – The Document Group finden Sie auf der Homepage von Xerox – The Document Group

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Brustbeutel-Razzia ein voller Erfolg – Sammelaktion noch ein letztes Mal beim Heimspiel gegen Bamberg

Brustbeutel-Razzia ein voller Erfolg – Sammelaktion noch ein letztes Mal beim Heimspiel gegen Bamberg

Bei der Brustbeutel-Razzia kam bisher ein stattlicher Betrag zusammen. Insgesamt gesammelt wurden bisher mehr als 6.000 Münzen und 200 Scheine aus 74 Ländern – die Kickers Fans reisen demnach rund um den Globus, denn es kam auch Geld aus Ländern wie beispielsweise Swasiland, Sierra Leone oder den Philippinen, aber auch Münzen aus dem Deutschen Kaiserreich – treffenderweise aus dem Jahr 1899. Sowohl die alten „vor Euro“ Scheine und Münzen sowie die Fremdwährungen werden von den entsprechenden Zentralbanken in Euro gewechselt und stehen den Kickers für ihre Projekte zur Verfügung. Über 2.000 Euro dürften somit bislang zusammengekommen sein.
Am Samstag, 24. Oktober 2009 beim Heimspiel gegen Eintracht Bamberg stehen die Schweine ein letztes Mal an den Eingängen zum GAZi-Stadion, am FAdSKi-Stand und am Fanartikel-Verkaufswagen bereit.
Allen bisherigen und allen künftigen Spendern an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön!

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Kicker: Nachwuchstalent Abruscia trumpft auf

Stuttgarter Kickers: Die Chancenverwertung als Achillesferse

Es war wie schon in den Wochen zuvor: Außerhalb von Stuttgart gibt es für die Kickers derzeit nichts zu holen. Das 1:3 bei Eintracht Frankfurt II war die dritte Auswärtsniederlage nacheinander und zeigte die Probleme der „Blauen“ deutlich auf: Neben der unbefriedigenden Bilanz auf fremden Plätzen ist das vor allen Dingen die schlechte Chancenverwertung.

Denn auch in Frankfurt wäre bei einer höheren Treffsicherheit mehr drin gewesen. „Diese Niederlage wirft uns nicht um“, sagt Trainer Dirk Schuster. Doch eines ist klar: In der Liga treten die Kickers auf der Stelle, mit Tabellenplatz neun repräsentieren sie nur Durchschnitt.

Dagegen trumpft eines ihrer Talente gerade auf: Alessandro Abruscia. Der aus der Kickers-Jugend stammende 19-Jährige ist nicht nur technisch gut und dribbelstark, sondern bissig im Zweikampf sowie auf der rechten Außenbahn defensiv wie offensiv einsetzbar – auch wenn er sich selbst „eher als Offensiven“ sieht. „Er bringt alles mit, um später mal weiter oben spielen zu können“, sagt Kapitän Marcel Rapp. Offen ist indes, ob das Eigengewächs, das bald seine Fachhochschulreife erwirbt, über das Vertragsende 2010 hinaus bei den Schwaben bleibt. „Die Verhandlungen laufen. Das muss man mal abwarten“, erklärt Abruscia, dessen Vorbild Nationalspieler Philipp Lahm ist. Die Kickers würden ihn jedenfalls nur zu gerne halten.

Matthias Jung

Kicker

Nachruf: Werner Zandt

Sprinter aus Leidenschaft
Nachruf

Auch Werner Zandt erging es wie so vielen Söhnen prominenter Sportler: Er wollte auf gar keinen Fall seinem Vater nacheifern. Hugo Zandt war nach dem Ersten Weltkrieg einer der bekanntesten deutschen Sprinter gewesen. Werner Zandt spielte deshalb zunächst bei den Stuttgarter Kickers Fußball und fiel als besonders talentierter Läufer erst auf, als er Anfang des Jahres 1948 beim Stuttgarter Stadtlauf in Fußballstiefeln die 100 Meter in 11,3 Sekunden rannte – und das obwohl er im Zweiten Weltkrieg bei einem Luftangriff auf Stuttgart schwer verwundet worden war.

Die Leidenschaft für den Sprint war nun doch geweckt, und er machte das, was er wegen seines Vaters eigentlich nie machen wollte: sprinten. Seine Erfolge über die 100, 200 und 400 Meter führten Werner Zandt 1952 als ersten Athleten der Stuttgarter Kickers nach dem Zweiten Weltkrieg zu den Olympischen Sommerspielen in Helsinki. Als bester weißer Sprinter verließ der deutsche Meister dann über die 100 und 200 Meter des gleichen Jahres die finnische Hauptstadt.

Nach seiner aktiven Laufbahn blieb er als Vertreter eines großen deutschen Sportunternehmens aus Franken dem Sport verbunden und betreute dabei vor allem viele Leichtathleten der nachfolgenden Generationen in allen Lebens- und Sportfragen. Dennoch blieb noch genügend Zeit, um die Spiele der Kickers auf der Waldau hautnah zu erleben und sein Mittagessen im Clubrestaurant einzunehmen. Die Stuttgarter Kickers waren Zandts Club – 63 Jahre Jahre lang. Aber auch beim Lokalrivalen VfB war er Ehrenmitglied. Werner Zandt ist wenige Tage vor seinem 82. Geburtstag in der vergangenen Woche verstorben. stu

Stuttgarter Zeitung

StN: Präsident steht zur Wiederwahl

„Man kann wieder zu den Kickers gehen“

Stuttgart – Er sprang ein, weil es kein anderer machen wollte. Doch inzwischen hat Edgar Kurz am Präsidentenamt beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers Gefallen gefunden. Seine 100-Tage-Bilanz fällt positiv aus. Deshalb wird er sich bei der Mitgliederversammlung am 24. November auch zur Wiederwahl stellen.

Herr Kurz, haben Sie das 1:3 bei Eintracht Frankfurt II schon verdaut?

Mein Urlaub hilft mir dabei. Weil ich ein paar Tage am Bodensee bin, war ich selbst in Frankfurt auch nicht dabei, wurde aber bestens informiert: Pro Tor habe ich drei SMS bekommen.

Befürchten Sie nach der dritten Auswärtsniederlage in Serie den Absturz ins Mittelmaß?

Nein, die Mannschaft bewegt sich nach wie vor in dem Bereich, den wir uns vor der Saison vorgestellt haben. Wir können nicht zaubern. Unser großes Manko ist, dass wir keinen Torjäger haben. Dennoch darf in den Heimspielen jetzt nichts anbrennen.

Was hat Sie denn in Ihren ersten 100 Tagen am meisten überrascht?

(Lacht). Dass ich nicht mehr ungestört auf den Wochenmarkt gehen kann. Mich sprechen samstags beim Einkaufen Menschen an und sagen: Klasse, zu den Kickers kann man wieder hingehen.

Es gibt Schlimmeres.

Stimmt. Es war auch nicht selbstverständlich, dass das eingetreten ist, was wir uns erhofft haben. Wir konnten den Neuanfang glaubhaft rüberbringen und damit alte und neue Sympathien für die Blauen wecken.

Dabei waren nicht nur Fußballexperten wie Ihr Sohn Marco ziemlich skeptisch…

…Vater, du musst wissen, was du tust, hat er gesagt und er meinte damit: Warum tust du dir das bloß an? Und es ist ja nun auch wirklich nicht so, dass dieses Amt keine Belastung ist.

Die finanzielle Lage ist angespannt.

Ja, es bleibt ein Tanz auf der Rasierklinge. Die Altlasten und die Rückzahlung des Darlehens an den DFB in Höhe von 200.000 Euro plus Zinsen hängen wie ein Klotz am Bein.

Hat der Tod von Ursi Dünnwald-Metzler Auswirkungen auf die Finanzen?

Voraussichtlich nicht. Der Rangrücktritt für das Darlehen bleibt bestehen, bis die Kickers Gewinn erwirtschaften.

Wie wollen Sie das jemals schaffen?

Wir können nur eines tun: Weiterhin in der Öffentlichkeit für Sympathie für die Kickers werben. Wir sind auf einem guten Weg. Namhafte Unternehmen wie Generali und Xerox sind neu zu unseren bewährten Sponsoren hinzugekommen und unterstützen uns. Ich hoffe auf einen Lawineneffekt. Nur so kommen wir nach vorne, denn die Zuschauereinnahmen werden von der Stadionmiete und den Ausgaben für den Sicherheitsdienst verschlungen. Das geht fast Null auf Null auf.

Ex-Manager Joachim Cast sagte: Nur ein Investor kann die Kickers retten.

Wir haben ständig die Fühler ausgestreckt. So ein Investor möchte sein Geld profitabel anlegen. Wir arbeiten hart daran, uns zu festigen, weiter ein glaubwürdiger und seriöser Partner zu sein. Denn im Endeffekt steht und fällt alles mit den finanziellen Möglichkeiten.

Das ist das Problem. Wie wollen Sie Perspektivspieler wie zum Beispiel Alessandro Abruscia bei den Kickers halten?

Mit Scheinen können wir nicht winken, aber wir können den Spielern glaubhaft klarmachen, dass bei uns die Perspektive stimmt, die Kickers ein optimales Sprungbrett sind und sie woanders möglicherweise untergehen.

Was würden Sie tun, wenn Ihr Sohn einen Kickers-Spieler zum Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern holen wollte?

Das würde er nicht tun, das hat er auch nicht getan als er noch bei 1860 Trainer war.

Am 24. November stehen bei den Kickers Neuwahlen an. Treten Sie wieder an?

Ja, ich werde mich wieder zur Wahl stellen. Die Voraussetzung war, dass auch die Personen, auf die ich mich verlassen kann, in der Führungsetage am Ball bleiben.

Vor allem Aufsichtsratschef Rainer Lorz?

Er ist eine wichtige Säule. Und wir sind uns einig, dass er weitermacht, wenn ich auch weitermache. Auch von Schatzmeister Friedrich Kummer gibt es positive Signale. Das sind aber nicht alle für die Zukunft des Vereins wichtige Personen.

Dann haben Sie also richtig Spaß gefunden am Amt des Kickers-Präsidenten?

Ich habe vergangenen Juli nur zugesagt, weil ich als Degerlocher verhindern wollte, dass die Blauen in ein Führungschaos stürzen. Das ist uns gelungen und motiviert mich. Aber wenn es jemand Geeigneteren geben sollte: Bitte schön. Ich klebe nicht an meinem Stuhl. Und genau das macht mich auch stark in meiner Position.

Wie läuft Ihre Suche nach einem Fußballexperten fürs Präsidium?

Ich denke, dass ich einen ehemaligen Kickers-Spieler finden werde. Aber noch ist nichts spruchreif.

Der Mann hätte viel Arbeit. Im Unterbau kriselt es.

Das tut weh. Ein Abstieg der Oberligaelf wäre schlimm, da wir Qualität im Unterbau brauchen. Auch die schlechte Bilanz der U19 und der U 17 passt nicht zu uns. Und genau deshalb brauchen wir jemanden, der hier nah dran ist und sich ein genaues Bild macht. In diesem Bereich besteht erhöhter Gesprächsbedarf.

Vorausgesetzt, Sie werden am 24. November gewählt: Wo stehen die Kickers am Ende Ihrer nächsten Amtsperiode 2012?

Eine Klasse höher in der dritten Liga – auf dem Sprung nach oben, vorausgesetzt die Sponsoren ziehen mit. Denn Geld schießt nun mal Tore.

Jürgen Frey

Stuttgarter Nachrichten