StZ: Das blaue Wunder von Degerloch

Die Kickers feiern den Saisonstart
 
Degerloch. Mit einer Hocketse eröffnen die Stuttgarter Kickers die neue Spielsaison – und geben ihren Fans somit

erstmals die Möglichkeit, die komplette Mannschaft live vorgestellt zu bekommen. Zu diesem Zwecke hat man sich der Heimat besonnen und lässt Degerloch in neuem, blauen Glanze erstrahlen.

Von Andrea Jenewein

33 Tage, so rechnet ein Fußballverrückter am Tag des Finales der Weltmeisterschaft seiner Begleiterin vor, heißt es noch abzuwarten, bis die Bundesliga wieder ihre Saison eröffnet. Und gar 27 Tage sind es nur, vom Finale gerechnet, bis am 5. August in der Regionalliga Süd das erste Spiel der Stuttgarter Kickers gegen den VfR Aalen angepfiffen wird. Die Fans, besonders die in Degerloch ansässigen, sollen dann ihr blaues Wunder erleben – hoffentlich, was die Spielqualität und die Trefferquote der Torschüsse anbelangt -, mit Sicherheit aber, was die neue Farbgestaltung ihres Bezirks angeht.

Denn „Degerloch macht blau“, so das Motto einer Aktionswoche vom 15. bis zum 22. Juli, will die Degerlocher zwar nicht zur Arbeitsniederlegung, sehr wohl aber zur Kickers-Euphorie verleiten. Das Stadtteilzentrum bekommt eine freundliche blaue Dekoration und selbst die Zahnradbahn, kurz „Zacke“, zeigt sich in dieser Woche im blauen Gewand. Die Mannschaft machte sich bereits auf den Weg vom Marienplatz nach Degerloch, ist doch die Klettertour eine symbolische Fahrt: Denn ähnlich wie die Zacke wollen auch die Kickers nach oben. Kickers-Dekorationen in den Geschäften, Kickers Autogrammkarten (für die vor Degerlocher Kulisse posiert wurde) und Kickers-Gewinnspiele mit Preisen wie einer Dauerkarte für die neue Saison, Kickers-Trikots, Bälle mit den Unterschriften der Spieler und Einkaufsgutscheine – ganz Degerloch verfällt gleich nach dem WM- in ein Kickers-Fieber.

„Die Kickers wollen nach oben – und zudem auch wieder in ihre ursprüngliche Heimat zurück“, sagt Guido Dobbratz, ehemaliger SWR-Sportreporter, der regelmäßig Kickers-Veranstaltungen moderiert, und Teile der Pressearbeit übernimmt, „und sie wollen den Kontakt zu Degerloch noch stärker pflegen.“ Die Spieler des 1899 gegründeten Vereins spielen und trainieren seit 1905 auf der Waldau – somit besteht eine über hundert Jahre währende Verbindung zu Degerloch.

Und Tradition verpflichtet. So sollen auch – bezüglich der neuen Aufstellung der Spieler zumindest – die Fans keinesfalls ihr blaues Wunder erleben, sondern vielmehr erstmals die Möglichkeit erhalten, sich selbst schon vor der neuen Regionalliga-Saison ein Bild von der Mannschaft zu machen. Alle Fußballer werden bei der großen und öffentlichen Kickers-Hocketse in Degerloch live vorgestellt. „Es sind drei neue Spieler in der Mannschaft: Christian Okpala, Laszlo Kanyuk sowie Sascha Benda“, verrät Dobbratz, der zusammen mit dem Kickers-Präsidiumsmitglied Dieter Wahl durch die Veranstaltung führen wird. Auch ein Gespräch mit dem Cheftrainer Robin Dutt ist für den Abend angesetzt.

Eine Legende besagt, dass das Blaue Wunder von Dresden, die markante Elbbrücke, einstmals grün war. Da die Farbe aber eine minderwertige gewesen sei, lösten sich, quasi über Nacht, die gelben Farbpigmente auf – seitdem erstrahlt die Brücke in blauer Farbe. In Degerloch regiert das Blau schon immer. Eine starke Farbe, die sich durchsetzt – eine starke Mannschaft, die sich hoffentlich in dieser Saison gleichfalls durchsetzen wird.

Die Stuttgarter Kickers laden am 15. Juli von 17 Uhr an zur Hocketse auf dem Marktplatz beim Bezirksrathaus in Degerloch, Große Falterstraße. Um 18 Uhr wird die Mannschaft der Saison 2006/2007 vorgestellt. Anschließend sorgt der Stuttgarter David Hanselmann für musikalische Unterhaltung, auch Torwandschießen und ein Gewinnspiel stehen auf dem Programm. Die Hocketse ist der Auftakt zu der Woche „Degerloch macht blau“, die vom 15. bis 22. Juli im Zentrum von Degerloch mit vielerlei Aktionen aufwartet.

Stuttgarter Zeitung

EßZ: Kickers starten in Aalen

Der Regionalligist hofft auf ein attraktives Los im DFB-Pokal Stuttgart – Zwei Spiele, zwei Siege. Die Vorbereitung der Regionalliga-Fußballer der Stuttgarter Kickers läuft bislang vielversprechend. „Mich freut vor allem, wie problemlos sich die Neuzugänge integriert haben“, sagt Trainer Robin Dutt. Nun warten die Stuttgarter gespannt auf den kommenden Sonntag, wenn in der ARD-Sportschau (18 Uhr) die erste Runde des DFB-Pokals ausgelost wird.
 
Von Sigor Paesler

Im vergangenen Jahr empfingen die Kickers den Hamburger SV, auf ein ähnlich attraktives Los hoffen sie nun auch für das Spiel am 9. oder 10. September. Sicher ist mittlerweile, wann und gegen wen für die „Blauen“ die Regionalliga-Saison beginnt: Am Samstag, 5. August (14.30 Uhr), startet die Mannschaft mit einem Auswärtsspiel beim VfR Aalen in die Runde. Zum ersten Heimspiel kommt am Mittwoch, 9. August (19 Uhr), der Karlsruher SC II ins Gazi-Stadion. Im zweiten Heimspiel kommt es am Freitag, 18. August (19 Uhr), zum Derby gegen den VfB Stuttgart II. Zuvor steht vermutlich am 2. August das WFV-Pokalspiel beim Bezirksligisten FV Künzelsau an.

Die ersten Vorbereitungswochen stimmen Dutt zuversichtlich, dass das angestrebte Saisonziel, sich in der Spitzengruppe der Liga zu etablieren, realistisch ist. „Wir gehören zu den sechs besten Mannschaften der Liga“, sagt er, „in diesem Bereich wollen wir das Maximale erreichen.“ Das heißt, der Aufstieg in die zweite Liga ist der große Wunsch, aber keine Pflicht. Das ist aber die Qualifikation zur dritten Liga, deren Kommen vermutlich beim nächsten DFB-Bundestag am 7./8. September beschlossen wird.

Nach dem 2:0 im ersten Testspiel gegen den japanischen Club Urawa Red Diamonds gab es am Dienstag einen 2:1-Erfolg gegen Oberligist Eintracht Trier. Stürmer Mirnes Mesic traf zum 1:1 nach Vorarbeit von Neuzugang Christian Okpala, das 2:1 erzielte Rückkehrer Sascha Benda mit einem direkt verwandelten Freistoß.

Nachdem die „Blauen“ in der Offensive nun gut besetzt sind, will sich der Verein von Emmanuel Akwuegbu trennen. Der Vertrag mit dem 27-jährigen Nigerianer wurde gekündigt. Allerdings besteht Uneinigkeit, ob dies rechtens ist. Der Stürmer besteht auf die Laufzeit bis 2007. Die Stuttgarter gehen davon aus, das die Kündigung in Ordnung geht, da der Vertrag nicht den Statuten entspreche, weil ihn nur ein Präsidiumsmitglied unterschrieben habe. „Das muss nun von rechtlicher Seite geklärt werden“, sagt Manager Joachim Cast.

Eßlinger Zeitung

Fußball – Stuttgarter Kickers in Glems zu Gast

TSV feiert 110 Jahre 
 
METZINGEN-GLEMS. Die Regionalliga-Truppe der Stuttgarter Kickers spielt gegen die 1. Mannschaft des TSV Glems (verstärkt mit Spielern vom TSV Wittlingen) am Sonntag, 16. Juli um 16.30 Uhr auf der Sportanlage Braike. Das Freundschaftspiel wird als »Highlight« des TSV-Festwochenendes angekündigt, das anlässlich des 110-jährigen Bestehens auf der Sportanlage in Glems steigt. 
 
 Bereits heute, Freitag, bietet der TSV im Festzelt auf der Sportanlage für die Senioren Unterhaltung mit Fritz Heinkel und seiner steierischen Ziehharmonika an. Die AH-Fußballer bestreiten ab 16 Uhr ein Freundschaftspiel gegen die Stadtverwaltung Metzingen. Ab 18 Uhr wird ein Elfmeter-Turnier mit 24 Mannschaften ausgetragen. Und DJ Brause sorgt im Festzelt für gute Stimmung.

Der Samstag gehört dem Jugendfußball. Das E-Jugendturnier beginnt um 9 Uhr und die C-Jugend spielt um 15.30 Uhr. Unter den 32 teilnehmenden Mannschaften sind die Stuttgarter Kickers, der SSV Ulm, der SSV Reutlingen, der TSV Frommen und viele andere Mannschaften aus der Region. Im Rahmen eines bunten Abends werden zahlreiche Vereinsmitglieder für langjähriges Wirken ausgezeichnet.

Der Sonntag beginnt mit einem Gottesdienst im Festzelt. Die Leichtathletik-Vereinsmeisterschaften und ein Faustballspiel des TSV Glems gegen die TuS Metzingen folgen bevor das Freundschaftspiel zwischen den »Blauen« und »Glems« auf dem Sportplatz Braike angepfiffen wird. (v)

Reutlinger General Anzeiger

Kicker: Kickers im Test

Stuttgarter Kickers: Der dünn besetzte Kader gilt als Schwachpunkt

Dutt wehrt sich nicht gegen Prädikat „Geheimfavorit“
Zwar spricht bei den Kickers niemand offen vom Aufstieg, dennoch hört man forsche Töne: „Wir gehören zu den sechs besten Mannschaften der Liga“, freut sich Trainer Robin Dutt und findet es durchaus okay, wenn sein Team zum erweiterten Favoritenkreis gezählt wird.
Kommen & Gehen
Dutt ist „sehr, sehr zufrieden“ mit seinem Kader. Mit Marvin Braun (FC St. Pauli) verließ nur ein Stammspieler den Verein. Christian Okpala, Sascha Benda (beide FC Augsburg) und Laszlo Kanyuk (Kickers Offenbach) sind drei starke Zugänge, die ein eingespieltes Team ergänzen.

System & Taktik
Dutts Stammsysten ist das 4-4-2 mit Mittelfeld-Raute, die Mannschaft hat aber auch eine Version mit Dreier-Abwehrkette drauf.
Stärken & Schwächen
Die Offensive mit Okpala und Mesic, Torhüter Yelldell, der eingespielte Kader und die Fähigkeit, bis zur 90 Minute Vollgas zu geben, sind die Stärken des Teams. Schwachpunkt ist der relativ dünn besetzte Kader, vor allem in der Defensive.
Trainer & Umfeld
Robin Dutt sitzt mittlerweile fast so fest im Sattel wie Volker Finke beim SC Freiburg. Das Umfeld erkennt an, dass er mit verhältnismäßig bescheidenen Mitteln relativ viel Erfolg hat, das Team mit viel Herzblut spielt. Die Kritiker des umstrittenen Präsidenten Hans Kullen halten sich zurzeit zurück. Kullen hat durch den Erfolg im finanziellen und sportlichen Bereicht die Argumente auf seiner Seite.
Fazit & Prognose
Der gute Kader und der Optimismus schürten die Hoffnungen der Fans. Wenn die Mannschaft mit dieser Situation umgehen kann und sich so weiterentwickelt wie in den vergangenen Jahren, ist ein Platz im vorderen Bereich drin, wenn nicht ein Muss.

Sigor Paesler

Kicker

FC Pforzheim gewinnt gegen Kickers II

Die Oberligamannschaft der Stuttgarter Kickers hat ihr Testspiel gegen den FC Pforzheim mit 0:3 verloren. Das Spiel gegen den Oberliga-Aufsteiger aus Nordbaden fand am Mittwoch Abend in Mönsheim statt. Björn Hinck, der Trainer der „Zweiten“ nach dem Spiel: „In den beiden Spielen gegen Reutlingen und Pforzheim musste wir, dass noch jede Menge Arbeit vor uns liegt. In der Entwicklung der jungen Spieler und auch für die gesamte Mannschaft, bringen uns diese Spiele aber deutlich weiter, auch wenn die ein oder andere Niederlage schmerzt.“

Offizielle Homepage

„Gelbe“ führt zu den „Blauen“…

„Auch ,Rote“ sind mit dabei, die an diesem Abend mit Senf und Kickers-Brötchen sicher gut schmecken werden“, sagt Dieter Wahl. „Wer ,Rote“ gar nicht mag, für den gibt es noch viele weitere Speisen zur Auswahl.“ Während der Blauen Woche liegen Autogrammkarten in den Degerlocher Geschäften aus und einige Geschäfte und Restaurants bieten eigene „blaue“ Aktivitäten und Kickers-Vorteile an.
Doch damit nicht genug, sogar die Zacke, Degerlochs Zahnradbahn, fährt in „Blau“ und zeigt damit Flagge für die Kickers.

„Degerloch ist unsere sportliche Heimat“, betont Präsidiumsmitglied Dieter Wahl. Die Stuttgarter Kickers wurden 1899 gegründet, und seit 1905 spielen ihre Mannschaften Fußball und treiben Sport auf der Waldau. Damit bestehe eine über hundertjährige Tradition zu und mit Degerloch.

„Deswegen wollen wir Flagge zeigen zu unserer Heimat Degerloch. Vor wenigen Tagen wurde unser Mannschaftsfoto für die Saison 2006/2007 und die Fotos für die Autogrammkarten unserer Spieler im Zentrum von Degerloch „geschossen“.“ Die Kickers waren beim Maimarkt in Degerloch mit einem Kickers-Stand vertreten und gestalteten den WM-Kick-Off-Abend in der Commerzbank mit.

„Unser Ziel ist, mehr Präsenz in Degerloch und im Filderraum zu zeigen“, erklärt Dieter Wahl und verrät: „Wir möchten stärker mit dem HTC kooperieren, vielleicht im Jahr 2007 einen großen gemeinsamen Kickers-Ball veranstalten.“

Das sportliche Ziel der Stuttgarter Kickers sei, in der nächsten Saison einen Platz unter den ersten fünf der Regionalliga zu erreichen.

„Mein Wunsch ist, dass die ,Blauen“ unter den ersten beiden sind, wobei mir die ungerade Zahl am liebsten wäre“, schmunzelt Präsidiumsmitglied Dieter Wahl. Die Aussichten für eine gute Platzierung in der nächsten Saison seien vortrefflich, da die Mannschaft sportlich sehr gut aufgestellt sei. Alle „alten“ Spieler konnten gehalten und drei hervorragende Neuverpflichtungen dazu gewonnen werden.

An der Fußball-Weltmeisterschaft gefiel Dieter Wahl, dass Jürgen Klinsmann, dessen Fußballkarriere schließlich auch bei den Kickers begann, Recht behalten habe. „Die Begeisterung und Sympathie unseres Landes sprang auf die ganze Welt über. Deutschland hat sich gut verkauft.“ Besonders schön empfand Dieter Wahl, wie sich Franzosen und Schweizer nach dem ersten Spiel am Schlossplatz in den „Armen lagen und zusammen feierten“. „Auch der Marsch der Holländer von Stuttgart zum Stadion war sehr beeindruckend.“

Damit ein wenig von der guten Stimmung in den Alltag hinübergerettet wird, empfiehlt Dieter Wahl: „Zum Fußball gehört auch das Feiern, die Partystimmung, das hat uns die WM gezeigt. Wir müssen den Fußball im Stadion, aber auch draußen mit den Menschen feiern.“ Die Kickers-Hocketse am Samstag bietet dazu nach der Fußball-WM die erste gute Gelegenheit.

Stuttgarter Wochenblatt

Kickers mit der „Zacke“ auf Klettertour

Es war die Einstimmung auf die Kickers-Hocketse am kommenden Samstag, 15. Juli 2006 auf Degerlochs Höhen: die Jungfernfahrt der altehrwürdigen Zahnradbahn vom Marienplatz nach Degerloch. An Bord war die gesamte Mannschaft der Stuttgarter Kickers einschließlich Präsidium und Trainer Robin Dutt. Auch der Marketingleiter der Stuttgarter Straßenbahn (SSB) Detlef Schulze lies es sich nicht nehmen, diese Fahrt zu begleiten. Erstmals fuhr die „Zacke“ nämlich nicht in ihren traditionellen gelben Farben, sondern vorwiegend in blau.

Mehr auf der Offiziellen Homepage hier (mit Bildern).