Daniel Reule nicht mehr im Kader der Kickers-Regionalligamannschaft

Der vor dieser Saison vom SV Waldhof Mannheim zum Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers gewechselte Stürmer Daniel Reule gehört ab sofort nicht mehr zum Kader der ersten Mannschaft. Reule wird künftig in der zweiten Fußballmannschaft der Kickers in der Oberliga Baden-Württemberg trainieren und spielen.

Nach verschiedenen Vorfällen am Rande des Kickers-Spiels gegen den Karlsruher SC II am vergangenen Samstag erhält Daniel Reule außerdem eine Vertragsstrafe und eine Abmahnung des Vereins.

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Presse zu Karlsruher SC II – Stuttgarter Kickers (0:1)

Türpitz belohnt sich und die Mannschaft
Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 25.10.2010
Regionalliga Die Kickers wollen den Aufwärtstrend fortsetzen, die SG Sonnenhof will den Abwärtstrend stoppen. Von Joachim Klumpp

Das Konzept des Kickers-Trainers Dirk Schuster ist am Samstag voll aufgegangen. Und das nicht nur auf dem Platz. Um 8.09 Uhr fuhr er mit dem Zug von seinem Wohnort Karlsruhe nach Stuttgart, um mit der Mannschaft zusammen in das Wildparkstadion beim Karlsruher SC II zu fahren, durch den 1:0-Sieg drei Punkte mitzunehmen – und dann guten Gewissens zu Hause zu bleiben. Schuster: „Diesmal hat alles gepasst.“

Auch auf dem Rasen vor den nur 388 Zuschauern, wo der Fußball-Regionalligist aus Stuttgart die tonangebende Mannschaft gegen einen biederen KSC war. Schon vor der Pause, als die Spieler sich die nötige Sicherheit und neues Selbstvertrauen holten. „Wir hatten gefühlt 70 Prozent Ballbesitz“, sagt Schuster, „lediglich der Zug zum Tor hat gefehlt.“

Dass dann – wie schon am vergangenen Dienstag in Darmstadt – Philip Türpitz der einzige Torschütze war, ist kein Zufall. Der 19-Jährige bewege sich gut „und ist sehr lernwillig“, sagt Schuster. Hinzu kommt ein Schuss Unbekümmertheit, der ihn für den Gegner schwer ausrechenbar macht.

Profitiert hat Türpitz zudem von der Flanke Ali Palas in dessen bester Szene. „Das war hervorragend gemacht“, sagt der Geschäftsführer Jens Zimmermann. „Die Mannschaft hat sich belohnt.“ Und nach zuvor sieben Spielen mit nur einem Sieg hat sie eine aufkeimende Trainerdiskussion im Keim erstickt. Auch wenn der Präsident Edgar Kurz betont: „Die hat es bei uns nie gegeben.“ Dennoch kann Schuster jetzt bis auf weiteres in Ruhe arbeiten. Zumindest von morgen an wieder, denn nach der englischen Woche hat die Mannschaft zwei Tage freibekommen.

Einer hätte die Pause gar nicht nötig: Daniel Reule entwickelt sich zum Pechvogel. In Karlsruhe hätte der Stürmer eingewechselt werden sollen, als das Tor fiel – und der Trainer sich anders entschied. Am grundsätzlichen Konzept aber will Schuster festhalten. „Wir wollen den Aufwärtstrend der letzten Spiele fortsetzen, und dazu zähle ich die erste Hälfte gegen Kassel und die zweite gegen Darmstadt“, sagt er.

Von einem Aufwärtstrend kann beim Ligarivalen SG Sonnenhof Großaspach keine Rede sein. Im Gegenteil. Das 0:5 bei Eintracht Frankfurt II war die dritte Niederlage nacheinander und das dritte Spiel ohne erzielten Treffer. „Das war ein Totalausfall“, ärgerte sich der Trainer Alexander Zorniger. „Bis auf Dennis Grab hatten wir kein positives Zweikampfverhalten. So kann man kein Spiel gewinnen.“ Das sollte die SG aber, zumal die Mannschaft auch im WFV-Pokal bereits die Segel streichen musste.

Stuttgarter Kickers Wagner – Auracher, Köpf, Rapp, Gerster – Rizzi (82. Fennell), Marchese, Abruscia, Gondorf (89. Ivanusa) – Pala, Türpitz (87. Yilmaz).

Stuttgarter Zeitung

Spielberichte Karlsruher SC II – Stuttgarter Kickers (0:1)

Bei Porcello-Comback: KSC II unterliegt Stuttgarter Kickers

Karlsruhe (ps/cre) – Die Rückkehr von Massimilian Porcello auf den Fußballplatz war nicht von Erfolg gekrönt. Mit der zweiten Mannschaft des Karlsruher SC unterlag der Deutsch-Italiener den Stuttgarter Kickers mit 0:1 (0:0).

Bei seinem ersten Spiel seit Februar 2009 hatte Porcello nach 26 Minuten sogar eine Torchance. Sein Freistoß konnte Kickers-Keeper Daniel Wagner jedoch noch zur Ecke ablenken. Nachdem Wagner auch gegen Ole Schröder (41.) und Tobias Keusch (45.) parierte, ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel hatte Sebastian Rutz noch eine Gelegenheit für die Gastgeber, den Treffer markierten aber die Kickers. Nach einer Flanke köpfte Philip Türpitz das Leder ein. Der KSC II drückte zwar noch einmal auf den Ausgleich, ein Tor wollte am Samstagnachmittag aber nicht mehr gelingen.

Das Comeback von Porcello dauerte unterdess genau 45 Minuten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde er wegen eines Schlags auf die Hüfte von Patrick Dulleck ersetzt.

KA-News.de

Türpitz beschert Kickers dritten Auswärtssieg – Stuttgarter Kickers gewinnen mit 1:0 beim Karlsruher SC II

Der Fußball-Regionalligist SV Stuttgarter Kickers hat am Samstagnachmittag seinen dritten Auswärtssieg der laufenden Saison landen können. Die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster gewann vor 388 Fans im Karlsruher Wildparkstadion beim Karlsruher SC II mit 0:1 (0:0). Dabei zeigte sich die Kickers-Elf kaltschnäuzig und verwandelte eine der wenigen Torchancen im Spiel zum verdienten Auswärtserfolg. Nach einer tollen Flanke von Ali Pala auf der rechten Außenbahn köpfte der 19-jährige Kickers-Youngster Philip Türpitz mit seinem vierten Saisontor den Treffer des Tages.

Michele Rizzi rückte nach seiner abgesessenen Sperre aufgrund der 5. Gelben Karte wieder in die Anfangsformation, für ihn musste Marcel Ivanusa auf der Ersatzbank Platz nehmen. Ansonsten bot Kickers-Trainer Dirk Schuster dieselbe Startelf wie beim Nachholspiel am vergangenen Dienstag beim SV Darmstadt 98 auf.
Die Kickers-Mannschaft spielte im ersten Spielabschnitt gegen eine sehr defensive und passive Karlsruher Mannschaft zwar feldüberlegen, schafften in ihrer Überlegenheit aber nicht ein einziges Mal, gefährlich vor das Tor des KSC II zu kommen. Meist spielte sich die Partie im Mittelfeld ab, beide Abwehrreihen ließen nichts zu. So war der Freistoß des von der 1.Mannschaft in die U23 des KSC gerückten Massimilian Porcello am Strafraumeck, den Daniel Wagner gekonnt über die Latte lenken konnte, die einzig nennenswerte Chance in der ersten Halbzeit (27.). „Bei uns hat der Zug nach vorne gefehlt, wir wollten es zu umständlich machen“, bilanzierte der Kickers-Trainer Dirk Schuster die ersten 45 Spielminuten, „wir haben das Spiel zwar souverän kontrolliert, hatten aber kaum Torchancen.“

Im zweiten Spielabschnitt kam der KSC II besser und aggressiver ins Spiel und konnte die Partie offener gestalten. Doch die erste Kickers-Chance im Spiel führte auch gleich zum Erfolg: Ali Pala wurde in der 62. Spielminute am rechten Flügel gut von Jerome Gondorf in Szene gesetzt. Mit einer mustergültigen Flanke vor das Tor bediente er seinen Sturmpartner Philip Türpitz, der mit seinem Kopfball aus sieben Metern ins lange Eck die 0:1-Führung erzielte.
Nach dem Führungstreffer setzten die Blauen ihren Gegner weiterhin mit frühem Pressing unter Druck. Schon die beiden Kickers-Stürmer Pala und Türpitz störten früh den Aufbau der jungen Karlsruher Mannschaft, so dass es auch in der Folgezeit selten gefährliche Situationen vor dem Tor des kaum geprüften Kickers-Schlussmann Daniel Wagner zu überstehen gab. „Wir haben nach dem Torerfolg offensiv und aggressiv verteidigt“, freute sich der Kickers-Coach Dirk Schuster, „mein Team hat den KSC früh attackiert und keinen Spielaufbau zugelassen.“

So brachte am Ende die Mannschaft um Kapitän Marcel Rapp den Vorsprung erfolgreich über die Zeit und feierte den verdienten fünften Saisonerfolg.
„Ich bin sehr glücklich, dass sich meine Mannschaft endlich mal für den enormen Aufwand mit drei Punkten belohnt hat“, freute sich Dirk Schuster, „über die 90 Minuten war es verdient, dass wir heute die drei Punkte mitnehmen, auch wenn der KSC uns alles abverlangt hat.“

Spielstatistik:

Karlsruher SC II: 1 Twardzik – 2 Schiek, 4 Keusch, 5 Heinrich, 3 Walsh – 6 Schröder, 8 Porcello (46. 14 Dulleck) – 7 Cambeis, 10 Kern (62. 15 Hasel), 11 Rutz (74. 12 Albrecht) – 9 Zoller – Trainer: Markus Kauczinski
Ersatz: 22 Kornetzky (ETW), 13 Bieber, 16 Mosch, 17 Stadler

SV Stuttgarter Kickers: 1 Wagner – 3 Auracher, 4 Köpf, 15 Rapp (C), 17 Gerster – 8 Rizzi (82. 26 Fennell), 10 Marchese, 19 Abruscia, 22 Gondorf (89. 7 Ivanusa – 20 Pala, 27 Türpitz (87. 37 Yilmaz) – Trainer: Dirk Schuster
Ersatz: 21 Güvenc (ETW); 9 Reule, 24 Savranlioglu, 36 Leutenecker

Tore: 0:1 Türpitz (62.)

Schiedsrichter: Thomas Färber (Augsburg)

Gelbe Karten: Kern – Köpf, Rizzi, Gondorf

Besonderes: –

Zuschauer: 388 im Karlsruher Wildparkstadion

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Vorberichte Karlsruher SC II – Stuttgarter Kickers

Stuttgarter Kickers
Reule muss sich gedulden
Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 22.10.2010

„Wir wollen endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis“, sagt Dirk Schuster, der Trainer des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers. Wobei zumindest ein Teil davon mit dem 1:1 im Nachholspiel beim SV Darmstadt gelungen sei. „Wir müssen an die zweite Hälfte anknüpfen“, sagt Schuster vor der Partie morgen (14 Uhr im Wildparkstadion) beim Karlsruher SC II, was für ihn quasi ein Heimspiel ist. Nicht nur, weil er einige Jahre in Karlsruhe gespielt hat, sondern auch immer noch in der Nähe wohnt.

Doch das wird während der 90 Minuten keine Rolle spielen, selbst wenn beim KSC II der Profi Massimilian Porcello Spielpraxis bekommen könnte. Bei den Kickers stehen Enzo Marchese und Marcel Rapp seit Dienstag wieder zur Verfügung, jetzt kommt der zuletzt gesperrte Michele Rizzi dazu, während der Stürmer Daniel Reule zurzeit nicht erste Wahl ist. „Gerade als Marcel Brandstetter verletzt wurde, war er krank“, sagt Schuster, der aber betont: „Wir werden ihn dieser Saison noch brauchen.“ Vielleicht ja schon morgen. ump

Stuttgarter Zeitung

Kickers hoffen auf ein Erfolgserlebnis

Stuttgart (red) – Nach dem 1:1 im Nachholspiel beim SV Darmstadt 98 treten die Regionalliga-Fußballer der Stuttgarter Kickers heute (14 Uhr) beim Karlsruher SC II an. Obwohl die Badener vier Ränge vor dem Zwölften Kickers stehen, hofft Trainer Dirk Schuster auf ein Erfolgserlebnis. Beide Teams sind zurzeit nicht gerade erfolgsverwöhnt. Während die „Blauen“ vier Mal nicht gewonnen haben, haben die Karlsruher die vergangenen beiden Spiele verloren. „Mit dem zwölften Tabellenplatz können wir nicht zufrieden sein, und wir sind es auch nicht“, sagt Schuster. Die Stuttgarter haben nach wie vor einige Personalprobleme, Mittelfeldspieler Michele Rizzi ist jedoch nach abgesessener Gelb-Sperre wieder einsatzbereit.

Eßlinger Zeitung

Gerhard Baumeister neues Präsidiumsmitglied der Stuttgarter Kickers

Auf einer turnusmäßigen Präsidiums- und Aufsichtsratssitzung hat der Sportverein Stuttgarter Kickers am gestrigen Montagabend sein Präsidium um eine Position erweitert. Ein weiterer Baustein, die Strukturen innerhalb des Gesamtvereins weiter zu stärken. Der 46-jährige Diplom-Betriebswirt Gerhard Baumeister wurde auf Wunsch von Kickers-Präsident Edgar Kurz durch den Aufsichtsrat des Fußball-Regionalligisten in das Präsidium berufen.

Baumeister wird ab sofort das Ressort Finanzen von Friedrich Kummer übernehmen, der künftig für die Belange der ersten Mannschaft zuständig ist. Tino Köstel, der den Bereich Fußball bislang vollumfänglich alleine begleitete, konzentriert sich entsprechend dem sportlichen Gesamtkonzept auf das Aufgabengebiet Nachwuchsfußball, also die U23-Mannschaft und die Fußballjugend.

Kickers-Präsident Edgar Kurz freut sich über die kompetente Verstärkung im Führungsgremium der Kickers. „Die umfangreichen Aufgaben in einem Verein wie den Stuttgarter Kickers sind so vielfältig und zeitintensiv, da sind viele Bereiche ehrenamtlich gar nicht mehr zu stemmen. Eine Verteilung auf mehreren Schultern ist deshalb sehr sinnvoll, um unseren Weg erfolgreich fortschreiten zu können“, erklärt der Präsident.

Gerhard Baumeister freut sich auf die Aufgabe beim Stuttgarter Traditionsverein. „111 Jahre Vereinsgeschichte unterstreichen die Tradition und Bedeutung der Stuttgarter Kickers. Mit viel Engagement werde ich mich vollumfänglich zum Wohle der Blauen einbringen“, betont er.

Gerhard Baumeister ist auch beruflich im Finanzbereich tätig. Er leitet die Stuttgarter Niederlassung einer renommierten Münchner Privatbank, die bereits seit einigen Jahren auch im Sponsorenpool der Kickers aktiv ist.

Das aktuelle Präsidium der Stuttgarter Kickers im Überblick

Präsident:
Edgar Kurz
• geboren am 12.09.1941
• Präsident seit 15. Juli 2009
• im Präsidium seit 4. Juli 2008
• Beruf: Geschäftsführer der Mehrfach-Generalagentur
Rudolf und Hermann Schmid

Die weiteren Präsidiumsmitglieder:
Friedrich Kummer
• geboren am 13. Januar 1960
• im Amt seit 6. März 2007
• Beruf: Mitglied der Geschäftsleitung bei ADP Employer Services GmbH
• Zuständigkeit: 1. Mannschaft (Lizenzspieler)

Dieter Wahl
• geboren am 30. Dezember 1948
• im Amt seit 2008
• Beruf: Versicherungsfachwirt, Mitglied des Stuttgarter Gemeinderats
• Zuständigkeit: andere Abteilungen

Axel Kolberg
• geboren am 09. Oktober 1968
• im Amt seit 24. November 2009
• Beruf: Geschäftsführer Wire Süden GmbH
• Zuständigkeit: Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit

Tino Köstel
• geboren am 28. März 1978
• im Amt seit 24. Februar 2010
• Beruf: Diplom-Ökonom (Controlling Entwicklungsbereich Mercedes-Benz Cars)
• Zuständigkeit: Fußball-Nachwuchs (U23, Jugend)

Gerhard Baumeister
• geboren am 09. Dezember 1963
• im Amt seit 18. Oktober 2010
• Beruf: Diplom Betriebswirt (BA)
• Zuständigkeit: Finanzen

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Vorberichte SV Darmstadt 98 – Stuttgarter Kickers

Kurze Erholungszeit, lange Verletztenliste
Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 19.10.2010

Viel Zeit, die Wunden nach der Niederlage gegen den Spitzenreiter Hessen Kassel zu heilen, haben die Stuttgarter Kickers nicht. Bereits heute (19.30 Uhr) steht das Nachholspiel der Fußball-Regionalliga bei Darmstadt 98 an. „Das hat den Vorteil, dass wir den spielerischen Aufwärtstrend mitnehmen wollen“, sagt der Trainer Dirk Schuster, der aber zugibt: „Die Zeit zur Regeneration ist sehr kurz.“ Wobei er sich dagegen verwehrt, die Mannschaft habe ein Kraftproblem. „Was uns fehlt, ist noch die Balance, im Spiel neben dem aggressiven Pressing auch mal ruhige Ballstafetten einzustreuen“, sagt Schuster.

Zudem wird die Liste der Ausfälle eher länger als kürzer. Neben den verletzten Dirk Prediger, Oliver Stierle und Marcel Brandstetter stehen noch Fragezeichen hinter den Einsätzen des erkrankten Marcel Rapp und auch des zuletzt gesperrten Enzo Marchese, der sich beim Einsatz in der Oberligaelf eine Leistenverletzung zugezogen hat. Zudem fehlt Michele Rizzi wegen einer Gelbsperre. „Aber auch wenn alle Mann an Bord wären, wäre Darmstadt eine schwierige Aufgabe“, sagt Schuster. ump

Stuttgarter Zeitung

Darmstadt, zweiter Versuch

Stuttgart (red) – Am 4. Spieltag wurde die Partie der Fußball-Regionalliga zwischen dem SV Darmstadt 98 und den Stuttgarter Kickers abgesagt, heute (19.30 Uhr) soll sie am Darmstädter Böllenfalltor nachgeholt werden. Den „Blauen“ kommt der Auftritt gerade recht, denn so können sie nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge Wiedergutmachung leisten. Mit einem Sieg könnten sie am Konkurrenten vorbei vom 13. bis auf den 8. Platz klettern. Der Einsatz einiger angeschlagener Akteure ist fraglich, auf Michele Rizzi (5. Gelbe Karte) muss Trainer Dirk Schuster sicher verzichten.

Eßlinger Zeitung

Presse zu Stuttgarter Kickers – Hessen Kassel (2:4)

Die Saison ist gelaufen – nach elf Spielen
Regionalliga Für die Kickers brechen schwere Zeiten an.Von Joachim Klumpp

Goldener Oktober? Von wegen, und das in jeder Beziehung. Über Nacht war es ungemütlich geworden, nass und kalt, so dass lediglich 2150 Zuschauer den Weg zum Spiel der Stuttgarter Kickers gegen den Spitzenreiter Hessen Kassel ins Gazi-Stadion fanden – und auch noch eine 2:4-Niederlage erlebten. Während die Gäste danach auf den ICE zum Bahnhof eilten, ist für die Kickers der Zug in Richtung Tabellenspitze der Fußball-Regionalliga abgefahren. Und das nach elf Spielen, einem Drittel der Saison. „So haben wir uns das nicht vorgestellt“, sagt der Präsident Edgar Kurz. „Dabei stimmt bei uns eigentlich alles, bis auf den sportlichen Erfolg.“

Das Ziel hieß Platz eins bis sechs, doch selbst von Letzterem sind die Kickers als Tabellen-13. weit entfernt. Obwohl der Etat vor dieser Saison deutlich aufgestockt worden ist, auf gut zwei Millionen Euro. Nachdem die Kickers vor einem Jahr einen Punkt mehr hatten, stellt sich die Frage: Wie ist das Geld investiert worden? Offenbar nicht optimal. Die Neuzugänge jedenfalls haben die Erwartungen bisher kaum erfüllt: egal ob Ali Pala oder der spät eingewechselte Daniel Reule, Oliver Stierle oder Marcel Brandstetter, die verletzt fehlten, genau wie der kurzfristig erkrankte Marcel Rapp und der gesperrte Enzo Marchese.

So stand eine extrem junge Mannschaft auf dem Platz, in der Marcel Ivanusa mit 25 schon der älteste Spieler war. Der Gästecoach Mirko Dickhaut zeigte sich angetan: „Ich denke, die Kickers sind auf dem richtigen Weg.“ Mittelfristig vielleicht, doch so viel Zeit haben sie nicht. Denn eines ist klar: spätestens in der nächsten Saison muss der Aufstieg klappen, „sonst haben wir ein ernsthaftes Problem“ (Kurz).

Ein Problem finanzieller Natur. Denn bei dem als Anschubfinanzierung eingesetzten Kapital von rund einer Million Euro handelt es sich um ein Geschäft, bei dem der Investor Rendite sehen will, die es nur in der dritten Liga gibt. Vorerst droht schon in der laufenden Runde ein Loch, zumindest bei den Zuschauern. Hätte Kassel nicht rund 300 Fans mitgebracht, wäre die Besucherzahl am Samstag unter die 2000er-Marke gerutscht, bei der der Verein gerade noch so plus/minus null über die Runden kommt. Künftig droht also die Gefahr, bei jedem Spiel draufzulegen.

„Wir arbeiten unter professionellen Bedingungen, da können wir mit der Situation nicht zufrieden sein“, sagt der Sportkoordinator Michael Zeyer. Die Ergebnisse bestätigen den Exprofi, und man kann davon ausgehen, dass der sich in künftige Personalentscheidungen mehr einbringen wird als noch vor dieser Saison, als er diesbezüglich mit dem Trainer nicht immer auf einer Wellenlänge lag.

Bleibt die Frage, wie die Kickers mit der Situation – zum Aufstieg zu wenig, zum Abstieg zu viel – in der restlichen Saison umgehen. „Wir müssen uns zunächst einmal rehabilitieren“, fordert der Präsident Edgar Kurz, der am Wochenende schon wieder ein 111-Jahr-Jubiläum hatte (diesmal in seiner Firma), „und dann über den Tellerrand hinausschauen.“ Soll heißen: in der Winterpause muss entschieden werden, ob nochmals für die Rückrunde investiert wird oder erst im Hinblick auf die neue Saison. So oder so dürfte ein gewisses Umdenken stattfinden, wie das Beispiel Hessen Kassel zeigt, das auch dank Erfahrung im Kader an der Spitze steht, während die Kickers bisher bevorzugt Talenten oder Eigengewächsen den Vorzug gaben.

Da ist auch der Trainer Dirk Schuster gefordert, dessen Stellung längst nicht mehr so unangreifbar ist wie noch zu Saisonbeginn. Deshalb sollte kurzfristig etwas passieren. „Von der Leistung her habe ich einen Aufwärtstrend gesehen“, sagte er am Samstag, nachdem aus den vergangenen sieben Spielen nur ein Sieg heraussprang.

Auffallend war zuletzt, dass die Mannschaft körperlich einbricht oder zumindest ihre Kräfte falsch einteilt: Nach starkem Beginn baut sie häufig ab (wie beim 2:2 nach einer 2:0-Führung gegen Ulm). Und jetzt wartet wieder eine englische Woche mit dem Nachholspiel morgen in Darmstadt. „Die Aufgabe wird nicht einfacher“, ahnt Schuster. Zumal Michele Rizzi nach seiner fünften Gelben Karte fehlt.

Kickers Wagner – Auracher, Köpf, Fennell, Gerster (81. Reule) – Rizzi (66. Steinle) – Abruscia, Gondorf, Ivanusa (77. Savranlioglu) – Türpitz, Pala. Tore 1:0 Abruscia (3.), 1:1 Ochs (11.), 1:2 Mayer (13.), 2:2 Ivanusa (35.), 2:3 Damm (72.), 2:4 Koitka (90+1).

Stuttgarter Zeitung

Kickers unterliegen dem Spitzenreiter

Stuttgart (red) – Die Feierlichkeiten zum 111. Geburtstag sind vergessen: Durch die zweite Niederlage in Folge ist Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers auf Platz 13 abgerutscht – und damit endgültig im (unteren) Mittelmaß. Die ersatzgeschwächte Mannschaft unterlag vor 2150 Zuschauern Tabellenführer Hessen Kassel mit 2:4 (2:2). Trainer Dirk Schuster zog ein nüchternes Fazit: „In unserer aktuellen Situation haben wir uns sehr anständig verkauft. Mehr aber leider nicht, denn die Mannschaft mit der größeren Erfahrung hat sich durchgesetzt“.

Dabei hatte es für die Stuttgarter ausgezeichnet angefangen. Bereits in der 3. Minute schloss Sandro Abruscia nach sehenswerter Vorarbeit von Philip Türpitz zum 1:0 ab. Rene Ochs und Andreas Mayer mit einem Freistoß drehten den Spieß jedoch schnell um (11./13.). Da Marcel Ivanusa aber noch vor der Pause nach einem Torwartfehler ausglich, blieben die „Blauen“ im Spiel (35.).

Nach dem Wechsel trafen aber nur noch die Hessen: Tobias Damm (73.) und Kai Koitka (90.+2) sorgten für den letztlich verdienten Sieg des Spitzenreiters.

Eßlinger Zeitung

Stuttgarter Kickers: Keine Wende
Schuster beklagt individuelle Fehler

Die Kickers haben dieWende ver­passt: Nach dem 2:4 im „Schlüssel­spiel“ (Präsident Edgar Kurz) gegen Kassel und nur einem Sieg in den letzten sieben Partien droht eine Saison im Mittelmaß – und damit noch größere finanzielle Probleme. Das Ziel Platz eins bis sechs geben sie aber nicht auf. „Abgerechnet wird am Schluss“, sagte Geschäfts­führer Jens Zimmermann.

Zunächst war Stuttgart dem indi­viduell besser besetzten Tabellen­führer ebenbürtig, nach der Pause aber zu undynamisch. „Wir haben es nicht mehr geschafft, offensiv zu verteidigen und die Bälle aggres­siv zu erobern“, sagte Trainer Dirk Schuster. Weil Kapitän Marcel Rapp (Grippe) und drei weitere Stamm­kräfte ausfielen, bot er eine extrem junge Elf auf – und ärgerte sich über individuelle Fehler: „Wir haben drei Gegentore selbst gemacht. Wir bescheißen uns immer wieder selbst.“ Doch auch den Kickers-Treffern gingen Patzer voraus.

KSV-Trainer Mirko Dickhaut war froh, dass seine Elf nach guten Tests gegen Hannover (1:2) und Bielefeld (2:2) nicht überheblich auftrat. „Ich kann mich auf mein Team verlas­sen“, lobte er. Kassel profitierte vom Druck auf die Kickers. „Wir wollten zu sehr den Sieg“, fand Verteidiger Simon Köpf.

Matthias Jung

Kicker

Presse zu FV Illertissen – Stuttgarter Kickers II (1:1)

Prickelnde Torszenen haben Seltenheitswert

Illertissen Optimisten werden nach dem 1:1 (1:1) von Fußball-Oberligist FV Illertissen gegen die Stuttgarter Kickers II sagen: Der FVI ist nach dem siebten Heimspiel auf eigenem Platz weiter ungeschlagen; Pessimisten dagegen, dass es bereits das fünfte Unentschieden im Vöhlin-Stadion war.

Die Gäste aus Stuttgart erwiesen sich als der erwartet spielstarke Gegner. Andererseits stimmte bei den Illertissern das taktische Gefüge und die Kickers kamen kaum zu Torchancen. Da es den Illertalern ähnlich erging, lebte das Spiel nicht gerade von prickelnden Torszenen. Beide Trainer waren trotzdem nicht unzufrieden und sprachen von einem Punktgewinn.

FVI-Coach Karl-Heinz Bachthaler hatte nur eine Änderung vorgenommen: Christian Endler kam für Sascha Endres ins Team. Das Hauptgeschehen spielte sich im Mittelfeld ab, wo bei den Gästen der Ex-Ulmer Enzo Marchese das Zepter schwang. Er gehört eigentlich zum Regionalligakader der Kickers. Dort war er nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt, doch die Spielbestimmungen erlauben einen Einsatz in der zweiten Garnitur. Immer wieder gefährlich waren seine Standards. Nach einem davon köpfte Mittelstürmer Dominik Parham knapp neben das Tor (28.). Dessen Teamkollege Daniel Kaiser war entschlossener. Er jagte die Kugel nach einem Konter vom Elfmeterpunkt aus zum 0:1 ins Netz (30.).

Christian Sameisla sorgt für den Ausgleich

Ärgerlich für die Illertisser, doch in der 41. Minute schafften sie das 1:1. Kickers-Spieler Mägerle verlängerte einen hohen Ball per Kopf genau in den Lauf von Christian Sameisla, der ihn an Torhüter Mario Aller vorbei ins Netz spitzelte.

In der zweiten Hälfte nahm das Spiel noch mehr Fahrt auf. „Wir haben aber unsere Spielzüge nicht sauber zu Ende gespielt“, bemängelte Kickers-Trainer Björn Hinck. „Die Kickers haben uns nicht richtig ins Spiel kommen lassen“, sah Karl-Heinz Bachthaler das Geschehen. In der 86. Minute hätte der FVI aber fast noch den Siegtreffer erzielt. Nach schönem Spielzug blieb aber Wolfgang Erhards Flugkopfball an einem Stuttgarter Abwehrbein hängen. Pech für die Illertisser, auch wenn ein Sieg zu dem Zeitpunkt glücklich gewesen wäre.

Illertissen: Schoppel – Böck (58. Birk-Braun), Passer, Klar, Endler – Peruzzi (58. Erhard), S. Zweifel, J. Zweifel, Kuhn – Hämmerle (68. Heidecker), Sameisla. (hs)

Augsburger Allgemeine