Kickers unterliegen dem 1.FC Saarbrücken mit 1:2

Zwei Foulelfmeter gegen die Blauen – Ugur Yilmaz erzielt Anschlusstreffer

Im zweiten Testspiel der Rückrundenvorbereitung unterlag die Regionalliga-Mannschaft des SV Stuttgarter Kickers dem 1.FC Saarbrücken mit 1:2 (1:2). Auf der Fahrt ins Trainingslager nach Rotenburg an der Wümme hielt das Team von Chef-Trainer Dirk Schuster für das Vorbereitungsspiel beim Drittligisten im Saarland.

Die Blauen lagen bereits früh in Rückstand, als in der 13. Minute der Schiedsrichter nach einem leichten Rempler von Royal-Dominique Fennell an Saarbrückens Krause auf Elfmeter entschied. Den fälligen Strafstoß verwandelte Manuel Zeitz im Nachschuss, nachdem Daniel Wagner zuerst noch parieren konnte. Nur fünf Minuten später kassierten die Kickers den nächsten Elfmeter: Nach einer Flanke wurde Saarbrückens Kohler von Mahir Savranlioglu gehalten, Sven Krause trat an und verwandelte platziert ins linke untere Eck zum 2:0 für den Drittligisten (18.). Nach dem Rückstand wurden die Kickers besser und vergaben zunächst noch zwei gute Chancen von Gastspieler Florian Treske und Ugur Yilmaz. Kurz vor dem Pausenpfiff erzielte aber Ugur Yilmaz mit einem Schuss aus 14 Metern den verdienten Anschlusstreffer (41.).
Kickers-Trainer Dirk Schuster wechselte zur zweiten Halbzeit fast seine komplette Mannschaft aus. Doch nennenswerte Chancen ereigneten sich erst wieder in der Schlussphase der Partie. In der 70. Minuten scheiterte Grgic per Kopf an Kickers-Keeper Daniel Wagner, fünf Minuten später entschärfte Wagner einen Schuss von Zydko. In der 90. Minute bekamen die Kickers einen Freistoß zugesprochen, den Enzo Marchese aus 20 Metern in die Mauer schlug. Dabei übersah der Schiedsrichter leider ein klares Handspiel in der Saarbrücker Mauer, und pfiff die Partie ab anstatt auf Elfmeter zu entscheiden.

Dirk Schuster: „Wir haben die erste Halbzeit eigentlich gut angefangen, hatten dann aber eine Durststrecke, in der wir auch die Elfmeter bekommen haben. Ab der 25. Minute haben wir aber ordentlich in die Partie rein gefunden und verdient den Anschlusstreffer gemacht. Im zweiten Durchgang war es ein ausgeglichenes Kampfspiel ohne große Torchancen.“

Die Spielstatistik:

1. FC Saarbrücken: Marina, Kohler (46. Stiefler), Forkel (46. Otto), Zeitz, Mann, Pisano (46. Özbek), Liechti (68. Buchner), Sieger (68. Zydko), Lerandy (68. Gehring), Zimmermann (46. Schug), Krause (68. Grgic) – Trainer: Jürgen Luginger

Stuttgarter Kickers: Wagner, Köpf (46. Auracher), Ivanusa, Rizzi (46. Jung), Gerster (46. Marchese), Abruscia (46. Rapp), Treske (46. Leuterecker), Pala (46. Reinhardt), Savranlioglu, Fennell (46. Gondorf), Yilmaz (59. Gazet / 70. Yilmaz) – Trainer: Dirk Schuster

Tore:1:0 Zeitz (FE, 13.), 2:0 Krause (FE, 18.), 2:1 Yilmaz (41.)

Schiedsrichter: Patrick Alt (Illingen)

Zuschauer: 600 Fans im FC-Sportfeld

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Zimmermann „Die Kickers wurden schon oft totgesagt“

Gunter Barner und Jürgen Frey, aktualisiert am 17.01.2011 um 18:47 Uhr

Was versprechen Sie sich vom Engagement von Guido Buchwald?

Was kann einem Regionalligisten Besseres passieren, als ein Präsidiumsmitglied mit so großen Sympathiewerten, einem hervorragenden Netzwerk und einem herausragenden Fußballsachverstand. Guido Buchwald kann für die Blauen zu einem echten Glücksfall werden.

Vom Geld des Investors sollen nur noch 150.000 Euro übrig sein. Reicht das, um das Team so zu verstärken, damit die Voraussetzungen für den Aufstieg 2012 geschaffen werden?

Wir diskutieren nicht öffentlich über Gelder des Vereins, Gehälter oder Sponsorenzahlungen. Klar ist, dass der Aufstieg eine Herkulesaufgabe ist. Hierfür muss ein überdurchschnittliches Budget finanziert werden.

Wie lautet die Zielsetzung der Kickers für die restliche Saison, und wird es personelle Veränderungen geben?

Sportlich: mit engagiertem und attraktivem Fußball, vor allem in den Heimspielen überzeugen und punkten. Außerdem der Gewinn des WFV-Pokals. Wirtschaftlich: die Grundlagen für eine erfolgreiche und stabile Saison 2011/12 legen. Personell: Das wird sich bis zum Ende der Wechselfrist am 31. Januar zeigen.

Die Marke Kickers scheint nicht mehr viele Sportfreunde zu interessieren. Wie sehr bereitet Ihnen die Zukunft der Blauen Sorgen?

Also: Die Stuttgarter Kickers wurden ja schon öfters totgesagt – aber sie leben noch immer. Natürlich ist es nicht einfach, einen solchen Verein in der vierten Liga auf Dauer lebensfähig zu halten. Die Zuschauerzahlen sind im Ligavergleich immer noch ordentlich. Wir konnten auch zuletzt einige starke Partner für die Kickers gewinnen, und unsere Partner sind mit ihrem Engagement sehr zufrieden. Selbstverständlich muss die Mannschaft aber auch erfolgreichen und attraktiven Fußball bieten, um auch wieder neue Zuschauer zu gewinnen. Darauf arbeitet die Mannschaft in der Rückrunde hin.

Die vergangenen Wochen und Monate waren sehr turbulent. Aus dem Aufsichtsrat kamen Vorwürfe, Sie hätten den finanziellen Part Ihrer Arbeit vernachlässigt. Welche Konsequenzen ziehen Sie daraus?

Diese Vorwürfe kann ich zum einen nicht bestätigen und zum anderen würden sie auch nicht der Realität entsprechen. Meine Aufgaben sind seit meiner Rückkehr im Sommer 2009 klar definiert mit dem Schwerpunkt im Bereich Marketing, PR, Organisation, Sponsoring und Team-Management. Daran lasse ich mich gerne messen.

Die Blauen haben im Vergleich zum Rest der Liga überdurchschnittliche Ausgaben und unterdurchschnittliche Einnahmen. An welchen Stellschrauben wollen Sie drehen, damit die Kosten-Nutzen-Analyse besser ausfällt?

Das stimmt so absolut nicht. Ein Verein wie die Kickers hat es schwer – aber unsere Ausgaben sind beileibe nicht überdurchschnittlich, wir liegen im Mittelfeld. Wir arbeiten seit Monaten an der Reduzierung von Fixkosten, aber zum einen ist der Standort Stuttgart in Bezug auf die Fixkosten (Stadionmiete, Sicherheitsdienst, Energiekosten) gegenüber den ländlichen Gegenden wie Pfullendorf oder Memmingen benachteiligt, und zum anderen sind uns in vielen Punkten die Hände gebunden. Selbstverständlich werden wir weiter daran arbeiten, die Einnahmenseite zu erhöhen und die Ausgabenseite zu reduzieren.

Können es sich die Kickers leisten, dass der Trainer und einzelne Spieler angeblich Grundgehälter von 4000 bis 6000 Euro pro Monat kassieren?

Sie haben Ihre Frage ja bereits im Konjunktiv formuliert. Der Eindruck, der hier bei Ihnen entstanden ist, entspricht nicht der Realität. Wir diskutieren die Gehälter nicht öffentlich, aber wir liegen im Mannschaftsschnitt sehr deutlich unter den von Ihnen gemutmaßten Zahlen.

Intern hatten Sie erklärt: Wenn Präsident Edgar Kurz zurücktritt, gehen auch Sie. Was war der Grund für Ihren Sinneswandel?

Das war kein wirklicher Sinneswandel. Intern muss es auch erlaubt sein, Dinge offen anzusprechen und zu diskutieren. Aber im Fußball werden diese Dinge dann öffentlich ausgetragen – aber damit können wir leben.

Sind Sie jetzt ein Geschäftsführer auf Abruf, der praktisch auf gepackten Koffern sitzt?

So ein Blödsinn. Die Kickers sind für mich ja kein normaler Arbeitgeber, sondern eine Arbeit aus Überzeugung und mit viel Freude und Begeisterung. Hier und auch im Umfeld bei den Kickers gibt es einige Leute, die ehren- und hauptamtlich hart für den Verein arbeiten. Sie bringen viel Herzblut mit ein, und ihnen liegt der Verein am Herzen. Das wird auch weiter so sein.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Chemie zwischen Ihnen und Sportkoordinator Michael Zeyer nicht stimmt. Was macht die Zusammenarbeit zum Wohle der Kickers so schwierig? Wie sieht der Plan für die künftige Zusammenarbeit aus?

In der Situation der Kickers geht es nicht um die Chemie Einzelner, sondern um das Wohl des Vereins. Der gegenseitige Respekt und die partnerschaftliche Zusammenarbeit sind von beiden Seiten gegeben.

Stuttgarter Nachrichten

2:3 – Kickers verpassen gegen VfR Aalen eine Überraschung

Ugur Yilmaz und Alessandro Abruscia treffen für die Blauen im ersten Testspiel 2011 – Nächste Begegnung an diesem Freitag beim 1. FC Saarbrücken (14 Uhr)

Der Fußball-Regionallist Stuttgarter Kickers hat in seinem ersten Testspiel im Jahr 2011 nur knapp ein mögliches Unentschieden verpasst: Die Blauen unterlagen am heutigen Montag mit 2:3 (0:2) gegen den Drittligisten VfR Aalen vor 150 Zuschauern im ADM-Sportpark in Stuttgart-Degerloch, wohin die Begegnung kurzfristig auf den Rasenplatz des Kickers-Trainingsgeländes verlegt wurde. Die im zweiten Abschnitt eingewechselten Ugur Yilmaz (46.) und Alessandro Abruscia (64.) glichen den 0:2-Halbzeitrückstand gegen die Gäste von der Ostalb zwischenzeitlich aus, für die Ex-Kickers-Akteur Ralf Kettemann (24., Foulelfmeter) und Robert Lechleiter (34.) mit ihren Treffern gesorgt hatten. Das Tor zum Endstand gelang acht Minuten vor dem Abpfiff von Regionalliga-Schiedsrichter Pascal Müller (Löchgau) dem Aalener Angreifer Christian Haas, der Kickers-Schlussmann Daniel Wagner mit einem Kopfball überwand.

Kickers-Cheftrainer Dirk Schuster verschaffte in der ersten Testpartie im neuen Jahr insgesamt 18 Akteuren Spielpraxis unter freiem Himmel. Schuster nominierte gegen den Drittligisten in Ugur Yilmaz, Fabio Leutenecker, Ryan Gazet und Ramazan Kandazoglu gleich vier Akteure aus der Kickers-U23, als Gastspieler präsentierten sich außerdem erstmals im Kickers-Trikot der Angreifer Florian Treske (SSV Ulm 1846) und der japanische Mittelfeldmann Daito Fujinami (Kokushikan University).

Am morgigen Dienstag werden die Blauen zu einem dreitägigen Team-Building-Trainingslager in Baiersbronn in den Schwarzwald aufbrechen, ehe von Samstag an bis einschließlich Freitag, 28. Januar, in Rotenburg an der Wümme (Niedersachsen) ein weiteres Trainingslager folgt. Das nächste Testspiel bestreiten die Stuttgarter Kickers bereits an diesem Freitag beim einem weiteren Drittligisten: Neue Anstoßzeit der Partie beim 1. FC Saarbrücken ist jetzt um 14 Uhr.

Nicht zur Verfügung standen auf Seiten der Degerlocher aus Verletzungs- und Krankheitsgründen die Feldspieler Oliver Stierle, Marcel Brandstetter, Jerome Gondorf, Dirk Prediger, Michele Rizzi sowie der Torwart Günay Güvenc. Während der VfR Aalen sich eine Woche vor dem Drittliga-Nachholspiel am nächsten Dienstag beim VfB Stuttgart II bereits in der Endphase seiner Vorbereitung befindet, stehen die Blauen nach der Weihnachtspause erst seit vergangenen Montag wieder im Trainingsbetrieb.

Angesichts dieser Umstände war Dirk Schuster mit der Leistung seines Kaders gegen die Formation des Gäste-Trainers Ralph Hasenhüttl zufrieden: „Wir haben uns gegen Aalen sehr ordentlich präsentiert“, sagte Schuster, der nun in den beiden anstehenden Trainingslagern mit seiner Mannschaft konzentriert arbeiten wird.

Spielstatistik

Stuttgarter Kickers (1. Halbzeit): 1 Wagner – 36 Leutenecker, 4 Köpf, 15 Rapp, 17 Gerster – 6 Jung, 26 Fennell, 5 Fujinami – 10 Marchese – 27 Türpitz, 14 Treske. Trainer: Dirk Schuster.

Stuttgarter Kickers (2. Halbzeit): 1 Wagner – 36 Leutenecker, 3 Auracher, 26 Fennell, 17 Gerster – 19 Abruscia, 35 Kandazoglu, 7 Ivanusa – 20 Pala – 37 Yilmaz, 12 Gazet. Trainer: Dirk Schuster.

VfR Aalen: 1 Bernhardt (46. 24 Wehr) – 19 Scheuring, 8 Barg, 36 Kempe (58. 25 Strahler), 15 Hohn – 6 Kettemann (67. 20 Foelsch) – 2 Dausch (58. Haas), 23 Hofmann, 10 Schön (58. 11 Valentini), 17 Morys – 30 Lechleiter (58. 37 Traut). Trainer: Ralph Hasenhüttl.

Tore: 0:1 Kettemann (24, Foulelfmeter), 0:2 Lechleiter (35.), 1:2 Yilmaz (46.), 2:2 Abruscia (64.), 2:3 Haas (82.)

Schiedsrichter: Pascal Müller (Löchgau)

Besonderes: –

Zuschauer: 150 Fans im ADM-Sportpark

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Zwei Änderungen im Vorbereitungsplan der Regionalliga-Mannschaft

Kickers-Testspiel gegen VfR Aalen am kommenden Montag (14 Uhr) auf der Waldau

Das erste Vorbereitungsspiel der Regionalliga-Mannschaft gegen den VfR Aalen am kommenden Montag, 17. Januar 2011 wurde örtlich verlegt: nachdem auch in Degerloch kein Schnee mehr auf den Plätzen liegt, kann das Testspiel gegen den Drittligisten um 14.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz der Bezirkssportanlage Waldau in Degerloch angepfiffen werden. Somit muss die Partie nicht auf dem beheizbaren Kunstrasenplatz der Sportschule Ruit ausgetragen werden.
Um eine Stunde verlegt wurde auch die Partie gegen den VfL Kirchheim: Der Anstoß des Testspiels am Freitag, 11. Februar 2011 wird nun um 19.00 Uhr im Stadion „Jesinger Allee“ in Kirchheim erfolgen.

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StZ: „Wer den Druck nicht aushält, den brauchen wir nicht“

Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 12.01.2011
Interview Das neue Kickers-Präsidiumsmitglied Guido Buchwald erwartet in der Regionalliga eine richtungweisende Rückrunde.

Die Stuttgarter Kickers haben am Montag das erste Training im Jahr 2011 absolviert. Es soll ein Neuanfang gewesen sein, zumindest wenn es nach Guido Buchwald, dem Präsidiumsmitglied für den sportlichen Bereich, geht.

Herr Buchwald, die Stuttgarter Kickers haben in den Weihnachtsferien die gesamte Geschäftsstelle renoviert. So schnell dürften die anderen Baustellen nicht behoben sein?

Das ist vollkommen richtig. Es gibt zwar viele positive Dinge im sportlichen Bereich von der ersten Mannschaft bis zur U 19, so dass man eine Basisqualität hat. Auf der anderen Seite muss man viele Dinge von der Struktur her verbessern. Deshalb ist vielleicht auch im Umfeld die positive Energie momentan nicht so vorhanden, wie sie sein sollte. Das versuche ich in eine Richtung zu lenken und die Mannschaft, im Rahmen der Möglichkeiten, zu verstärken.

Stichwort Strukturverbesserung. Was heißt das: personell oder konzeptionell?

Beides. Natürlich gehören dazu Personalien wie das schon häufig diskutierte Verhältnis zwischen Trainer Schuster und Sportkoordinator Zeyer, wobei ich sagen muss, dass ich beide sehr schätze. Sicher sind beide kontroverse Persönlichkeiten.

Ist dann für das Duo Schuster und Zeyer die Rückrunde eine Art Testlauf, ob die Zusammenarbeit auf Dauer funktioniert?

Eigentlich schon. Ich gehe davon aus, dass es funktioniert. Man muss jetzt einen Neuanfang machen, so dass jeder sein vorhandenes Potenzial in den Dienst des Vereins stellt. Warum soll man das nicht so miteinander kombinieren können, dass es einen Schub nach vorne gibt?

Vielleicht weil in der Regionalliga ein Trainer, ein Koordinator, der Geschäftsführer Zimmermann und das Präsidiumsmitglied Buchwald fast etwas zu viel des Guten sind?

Finanziell kann ich Sie da beruhigen, da muss ich eher noch Geld mitbringen. Und Michael Zeyer macht das ohne großen Verdienst. Geschäftsführer und Trainerstab braucht man sowieso. Es wäre ja auch ein Widerspruch, jetzt die vorhandenen Strukturen abzubauen, wenn man nach oben kommen will. Was nicht heißt, dass man nicht irgendwo sparen muss. Die Regionalliga ist immer eine Gratwanderung, da muss man nur die Beispiele Ulm, Weiden oder davor Reutlingen anschauen. Und bei lediglich einem Aufsteiger ist die Gefahr groß, über die Verhältnisse zu leben.

Die Kickers wären ohne einen Investor in der vierten Liga auch kaum überlebensfähig.

In der jetzigen Form nicht. Deshalb muss man auf dem Markt schauen, welche Spieler aus dem höherklassigen Bereich bereit und motiviert sind, in der Regionalliga auch für weniger Geld zu spielen.

Trifft das auch für die Kickers-Spieler zu?

Auch da muss man bei jedem Vertrag genau schauen, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Wir müssen immer sehen, was finanziell möglich ist.

Sehen Sie es auch als Ihre Aufgabe an, neue Einnahmen zu generieren?

Eigentlich will ich mich auf den sportlichen Bereich beschränken. Aber ich glaube schon, dass ich mit meinem Namen und meinen Kontakten das Marketing unterstützen kann, sofern es die Zeit zulässt.

Der Hauptsponsor ist schon für beide Stuttgarter Vereine tätig, die Kickers und den VfB. Sie waren es sportlich. Halten Sie denn eine vertiefende Kooperation für sinnvoll?

Absolut. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu Fredi Bobic. Es gibt kein Konkurrenzdenken, dazu liegen beide Vereine zu weit auseinander. Für den VfB wäre es sicher gut, wenn es in Stuttgart einen weiteren starken Club gibt, an den man den ein oder anderen Spieler ausleihen kann, den man vor der Haustüre im Auge behält und weiß, er wird sich bei uns weiterentwickeln. Das ist mein Ziel, und ich bin ja der Prototyp eines Bindeglieds. Die Idealvorstellung für den Stuttgarter Fußball wäre, dass wir eine Klasse höher spielen als der VfB II.

Davon ist man weit weg . . .

. . . sehr weit. Und ich bin mir bewusst, dass es nur mit kleinen Schritten geht.

Naheliegender ist die Winterpause. Tut sich da personell noch etwas?

Das kann sein, muss aber nicht sein.

Wo sehen Sie Handlungsbedarf?

Ich denke, nach dem Abgang von Daniel Reule vor allem ganz vorne, da haben wir wenig Alternativen. Und im hinteren Bereich, speziell in der Innenverteidigung. Die Mittelachse, beim Torhüter angefangen, ist wichtig. Wenn die stimmt, können sich die Jungen viel besser entwickeln.

Ihre ersten Gespräche mit den Kickers fanden ja noch unter dem alten Präsidenten Edgar Kurz statt. Als der zurückgetreten ist, haben Sie da auch überlegt, auf Ihr Engagement zu verzichten?

Das war ein Thema, weil der Rücktritt für mich überraschend kam. Ich habe auch gesagt, wenn das etwas mit meiner Person zu tun hat, macht es keinen Sinn. Aber das hat dann ja noch Edgar Kurz ausgeräumt. Das war für mich unheimlich wichtig.

Wie sieht das Verhältnis zum Investor aus?

Da gibt es keine Berührungsängste. Ich denke, jeder muss froh sein, so jemanden zu haben. Das gibt eine gewisse Planungssicherheit, um unsere Ziele voranzutreiben. Der Investor hält sich in den sportlichen Dingen zurück, und ich glaube auch, dass er ein großes Vertrauen zu mir hat.

Zumal Sie in letzter Konsequenz die Entscheidungen treffen.

Das ist klar, sonst brauche ich nicht Präsidiumsmitglied, Abteilung Sport, zu sein.

Die Planung ist auf anderthalb Jahre ausgerichtet.

Ja, auf mehr nicht.

Und wie lautet das Ziel bis Saisonende?

Wir wollen auf alle Fälle unter die ersten fünf kommen. Kassel ist weit weg, alle anderen sind noch in Reichweite. Außerdem können sich die Spieler beweisen. Wer jetzt den Druck nicht aushält, den können wir nächste Saison sicher auch nicht brauchen. Für viele Beteiligte ist es also die Chance, zu zeigen, dass sie mit den Kickers den Weg mit der Zielsetzung Aufstieg gehen wollen.

Das Gespräch führte Joachim Klumpp.

Stuttgarter Zeitung

Die kleine Blauen spielen groß auf: Kickers-U23 wird Zweiter bei 28. Hallengala in Sindelfingen

Regionalligamannschaft scheidet nach internem Kräftemessen im Achtelfinale aus – Patrick Auracher erhält Auszeichnung

Die Stuttgarter Kickers haben an diesem Sonntag wie schon im Vorjahr das Endspiel bei der Sindelfinger Hallenfußball-Gala erreicht – allerdings unterlag die U23-Oberligamannschaft der Blauen dort im Finale gegen den Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach nach einem großen und tollen Kampf mit 2:4 nach Verlängerung (1:1 nach regulärer Spielzeit). Im vorigen Jahr hatte die Oberligaformation von Trainer Björn Hinck im Sindelfinger Glaspalast den dritten Rang belegt. Für die Kickers-Regionalligamannschaft, die sich im Jahr 2010 den Titel bei der Hallengala gesichert hatte, war aktuell bei der 28. Turnierauflage derweil schon im Achtelfinale Schluss gewesen: In einem vereinsinternen Duell unterlagen die Akteure von Cheftrainer Dirk Schuster – die an diesem Montag (14 Uhr) im ADM-Sportpark mit der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte beginnen – den kleinen Blauen nach Neunmeterschießen mit 4:5 (1:1). Der Kickers-Akteur Patrick Auracher erhielt außerdem eine persönliche Auszeichnung: Der seit vergangenem Dienstag 20 Jahre alte Defensivspezialist wurde im Rahmen der Siegerehrung von einer Jury aufgrund seiner in Sindelfingen gezeigten Leistungen in das Allstar-Team der 28. Hallengala berufen.

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Kickers-U23 nimmt drei Neuzugänge und einen alten Bekannten mit an Bord

Vier Verstärkungen für die U23-Formation des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers: Die Mannschaft von Trainer Björn Hinck, die auf dem vierten Tabellenplatz in der Oberliga Baden-Württemberg überwintert, geht nach der Winterpause mit neuem Personal in die zweite Saisonhälfte. Neu im Kader sind der Mittelfeldakteur Kimon Koutsiofitis, der Verteidiger Edison Kurbadovic sowie der Angreifer Ryan Gazet du Chattelier, alle jeweils 19 Jahre alt. Wieder mit an Bord ist außerdem Resul Bilim. Der 21 Jahre alte Stürmer war bis zum 30. Juni 2010 in Diensten der Kickers-U23 und steigt nach seinem in diesem Sommer erlittenen Kreuzbandriss nun wieder ins Mannschaftstraining der kleinen Blauen ein.

Kimon Koutsiofitis hatte zuletzt in der Saison 2009/2010 für die Bundesliga-U19-Mannschaft des Zweitligisten Karlsruher SC gespielt und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012. Ryan Gazet du Chattelier war in der vergangenen Spielzeit für den englischen Club FC Pourtsmouth am Ball und erhält einen Kontrakt bis 30. Juni 2011. Gleiches gilt auch für den Mazedonier Edison Kubadovic, den es studienbedingt nach Deutschland gezogen hat und der zuletzt in seiner Heimat für FK Sloga Jugomagnat gespielt hat.

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Stuttgarter Kickers und der Stürmer Daniel Reule trennen sich einvernehmlich

Daniel Reule verlässt den Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers mit sofortiger Wirkung, nachdem sich der Verein und der Spieler über eine einvernehmliche Trennung verständigt haben. Der 27Jahre alte Angreifer war in diesem Sommer vom Regionalliga-Zwangsabsteiger SV Waldhof Mannheim auf die Waldau gewechselt und hatte bei den Blauen einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben. Nach zehn Einsätzen (zwei Tore) in der Regionalliga-Mannschaft war Reule zuletzt seit dem 28. Oktober aus disziplinarischen Gründen ausschließlich in der U23-Oberliga-Mannschaft der Stuttgarter Kickers zum Einsatz gekommen und hatte dort in vier Einsätzen zwei Tore erzielt.

Die Stuttgarter Kickers bedanken sich bei Daniel Reule für sein Engagement und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute.

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