Presse zur Freigabe des Kickers-Stadions

Kickers spielen im Gazi-Stadion

Die Stuttgarter Kickers dürfen ihr erstes Heimspiel in der 3. Fußball-Bundesliga gegen Fortuna Düsseldorf am kommenden Samstag (Beginn 14 Uhr) nun doch im Gazi-Stadion auf der Waldau austragen. Die zuständigen städtischen Behörden und die Sicherheitsorgane haben gestern bei einer Begehung grünes Licht gegeben, so dass kein Umzug in die Mercedes-Benz-Arena notwendig wird. Dazu waren am vergangenen Wochenende die Amateure des VfB Stuttgart gezwungen worden, weil im Stadion auf der Waldau die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) aufgestellten Sicherheitskriterien nicht erfüllt werden konnten. Deren nächstes Spiel gegen Wuppertal kann im Gazi-Stadion stattfinden.

Ursächlich waren in erster Linie die Lieferprobleme eines Herstellers von Arrestzellen-Containern; es musste aber auch die Videoüberwachung optimiert werden. Auf der Waldau muss eine provisorische Polizeiwache eingerichtet werden, weil die stationären Einrichtungen für die Sicherheitsorgane nicht vor Beginn der Saison 2009/2010 zur Verfügung stehen. Die Polizei setzt 30 zusätzliche Beamte ein und wird gegebenenfalls Rowdys in den Zellen im Hauptquartier am Pragsattel unterbringen. jon

Stuttgarter Zeitung

Gazistadion: Der Ball darf rollen

Polizei-Zusage erfreut Kickers

Die Stuttgarter Kickers dürfen ihr erstes Heimspiel in der 3. Liga am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf nun doch im Gazistadion austragen. Obwohl die vom Deutschen Fußball-Bund geforderten Arrestzellen vorerst nicht vorhanden sind, hat die Polizei am Dienstagnachmittag einer Übergangslösung grünes Licht erteilt.

VON WOLF-DIETER OBST

Nun gibt es doch die Ausnahme von der Ausnahme. „Wir sind echt froh“, seufzte Kickers-Manager Joachim Cast, „das war ein großer Kraftakt von allen.“ Nachdem am ersten Spieltag letztes Wochenende der Spielbetrieb im Gazistadion noch untersagt war und der VfB II gegen Kickers Offenbach ins Daimlerstadion ausweichen musste, stimmt die Stuttgarter Polizei diesmal einer „Auffanglösung“ zu, mit der die vom DFB geforderten Sicherheitsrichtlinien noch eingehalten werden können.

„Die notwendigen Arrestcontainer gibt es weiterhin nicht, aber die sonstigen Auflagen sind jetzt umgesetzt“, sagt Polizeisprecher Stefan Keilbach. Die letzte Woche von einer österreichischen Firma gelieferten Container hatten sich als nichttauglich erwiesen, wurden seither unter Hochdruck umgebaut und nachgerüstet. „Wir haben jetzt eine annehmbare Wache und eine vergrößerte Sicherheitskanzel“, stellte Keilbach nach der Begehung am Dienstagnachmittag fest. Für die fehlenden Arrestcontainer, die erst am 18. August geliefert werden sollen, werde man Gefängnistransportwagen einsetzen, so Keilbach. Diese pendeln im Bedarfsfall zwischen Stadion und Polizeigewahrsam. Allerdings sei dafür auch ein erhöhter Personalaufwand nötig: „Wir müssen 30 Beamte mehr als ursprünglich vorgesehen einsetzen“, so Keilbach.

Die Lösung soll für die Kickers am Samstag um 14 Uhr sowie für das VfB-II-Heimspiel gegen den Wuppertaler SV am Samstag, 16. August, gelten. Bis zuletzt war aber auch dieser Kompromiss noch fraglich – weil auch der private Ordnungsdienst aufrüsten musste. „Das sieht nicht gut aus“, bangte Ordnungsbürgermeister Martin Schairer noch am Vormittag.

Dann wurde aber auch dieses Problem gelöst: „Es kann im Gazistadion gespielt werden, Gott sei Dank“, zeigte sich Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann erleichtert. Die Nachricht vom Ergebnis der Begehung, an der Baurechtsamt, Amt für öffentliche Ordnung, Sportamt, Polizei und Rotes Kreuz teilnahmen, hatte sie an ihrem Urlaubsort erreicht. „Alle mussten ein Stück weit mehr bringen, die Polizei ihren Einsatz anders strukturieren, nun hat es aber geklappt“, so Eisenmann. Ihr sei freilich auch bewusst, dass dies nur eine Übergangslösung sei. Deshalb werde man den Druck auf den österreichischen Lieferanten erhöhen, am 18. August auch tatsächlich die Bestellung zu liefern. „Wir prüfen zudem Schadenersatzforderungen“, so die Bürgermeisterin.

Stuttgarter Nachrichten

Stuttgarter Kickers – Fortuna Düsseldorf findet im GAZI-Stadion statt!

Die Drittliga-Partie zwischen den Stuttgarter Kickers und Fortuna Düsseldorf an diesem Samstag, 2. August 2008 (14 Uhr), kann wie geplant im Degerlocher GAZI-Stadion ausgetragen werden. Bei der Begehung am heutigen Nachmittag im Degerlocher GAZI-Stadion haben das Baurechtsamt, Amt für öffentliche Ordnung, Sportamt sowie die Polizei, das DRK und weitere an der Entscheidung beteiligte Behörden festgestellt, dass die bei der vorherigen Begehung beanstandeten Mängel komplett beseitigt worden sind – und gaben Grünes Licht für den Spielbetrieb. Eine endgültige Entscheidung liegt in den Händen des Deutschen Fußball-Bundes. Der (DFB) wird am morgigen Donnerstag als letzte Instanz darüber befinden, ob die gestellten Anforderungen für den Ligabetrieb gegeben sind. Bei dieser Entscheidung scheint es sich nach dem heutigen positiven Signal allerdings nur um eine Formsache zu handeln.

Das Aufatmen aufseiten der Stuttgarter Kickers ob der Spielfreigabe ist verständlicher Weise groß. „Wir bedanken uns bei allen zuständigen Stellen, die an der Entscheidungsfindung beteiligt waren und freuen uns jetzt auf spannende 90 Spielminuten gegen Fortuna Düsseldorf im GAZI-Stadion auf der Waldau“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast.

Offizielle Homepage

Presse zur vorersten Rückkehr von Sokol Kacani und der Zusammenarbeit mit Zoltan Sebescen

Fragezeichen bei den Kickers

Verhandlungen mit Sebescen
STUTTGART (StZ). Beim Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers gibt es einige offene Fragen – die aber alle noch in dieser Woche beantwortet werden sollen. Die erste Antwort wird für heute Abend erwartet, wenn geklärt sein soll, ob die Kickers-Mannschaft beim ersten Heimspiel dieser Saison am nächsten Samstag gegen Fortuna Düsseldorf, im Gazi-Stadion auflaufen darf. „Wir gehen davon aus, dass wir auf der Waldau spielen“, sagt der Manager Joachim Cast.

Die zweite Frage dreht sich um das Nachwuchskonzept des Vereins. Hier ist noch unklar, ob und wie der Jugendkoordinator Zoltan Sebescen seine Arbeit fortsetzt. Der Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum wird sich mit Sebescen zusammensetzen und sagt: „Es gab in dieser Angelegenheit einige Missverständnisse, die werden wir ausräumen.“

Die dritte und letzte Angelegenheit betrifft den Stürmer Sokol Kacani. Der war zuletzt nach Teheran gereist und hatte nichts mehr von sich hören lassen. Jetzt ist klar: die Entscheidung über einen möglichen Wechsel zum Club von Pierre Littbarski soll endgültig morgen fallen. „Davon hängt dann auch ab, ob wir nochmals die Möglichkeit eines Neuzugangs prüfen“, sagt Joachim Cast.

Stuttgarter Zeitung

Kacani kehrt zu den Kickers zurück – vorerst

Stuttgart (StN) – Sokol Kacani ist wieder beim Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers – vorerst. Am Montag flog der 24-jährige Stürmer aus Istanbul zurück, wo er ein Probetraining beim iranischen Club Saipa Teheran absolviert und Gespräche mit Trainer Pierre Littbarski geführt hatte. „Sokol erscheint am Dienstag zum Training der Kickers“, sagte sein Berater Jürgen Schwab. Womöglich reist Kacani bald wieder ab: Bis Mittwoch will sich Littbarski melden und erklären, ob er Kacani haben will oder nicht.

Stuttgarter Nachrichten

BILD: Minkwitz fordert mehr Einsatz

Von HELMUT HEIMANN

Der kapitale Fehlstart der Stuttgarter Kickers in die neue 3. Liga. BILD sagt, was die Blauen bis zum Heimspiel am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf besser machen müssen.

• Einstellung: Bei der 0:2-Panne in Burghausen waren die Kickers viel zu passiv. Sie spielten ohne Biss, Leidenschaft und Aggressivität. „Weder vorne noch hinten wurde ein Zweikampf gewonnen“, klagt Innenverteidiger Marcus Mann. Deshalb fordert Trainer Stefan Minkwitz: „Wir müssen Fußball kämpfen und arbeiten“.

• Feinabstimmung: „Ein Manko“, kritisiert Manager Joachim Cast. Klar, in Burghausen waren sechs Neue auf dem Platz. „Da können die Laufwege noch nicht stimmen“, erklärt Minkwitz.

• Aufbauspiel: In Burghausen wurden viele lange Bälle planlos nach vorne geschlagen. Das Umschalten von Abwehr auf Angriff klappte nicht. Minkwitz: „Wir müssen das Kurzpassspiel praktizieren, das macht uns stark.“

Auf den Trainer wartet eine Menge Arbeit. Kein Wunder, dass er für heute und morgen je zwei Trainingseinheiten angesetzt hat.

BILD

Zu viele Baustellen: Kickers gestoppt

Vor dem Spiel gegen Düsseldorf wartet Arbeit auf den Trainer

BURGHAUSEN. Erstes Spiel, erster Rückschlag: die Stuttgarter Kickers haben ihre Drittligapremiere in Burghausen mit 0:2 verloren. „Wir dürfen aber nicht gleich alles infrage stellen“, sagte der Trainer Stefan Minkwitz.

Von Joachim Klumpp

„Natürlich haben wir uns den Auftakt anders vorgestellt“, sagte der Kickers-Manager Joachim Cast nach dem Einstand in der dritten Liga, der recht holprig verlief. Das hat schon damit angefangen, dass die Mannschaft am Freitagabend im Hotel nicht den MDR empfangen und damit die Liveübertragung der Premierenpartie in Erfurt miterleben konnte. Ein Teil der Spieler plus Trainer verzogen sich deshalb in den Mannschaftsbus, wo das Spiel via Satellitenprogramm zu verfolgen war. Der Start mit Pannen setzte sich am nächsten Tag nahtlos fort, mit der 0:2-Niederlage bei Wacker Burghausen, das nicht gerade zu den Topfavoriten der Liga zählt. Ein Rückschlag zur falschen Zeit.

Irgendwie schien es, als sei die Mannschaft noch nicht in der dritten Liga angekommen. Die Zweikämpfe wurden nicht angenommen, geschweige denn gewonnen, die Abwehr wirkte unsicher, und die beiden Chancen vor der Pause waren eher Zufallsprodukte. So führte der Gastgeber zur Halbzeit völlig verdient (nachdem bereits in der dritten Minute ein Treffer wegen Abseits nicht anerkannt worden war), vor allem, weil sich die rechte Seite der Kickers – mit Benedikt Deigendesch und Sascha Traut in der Defensive als Achillesferse entpuppte und Burghausens Neuzugang Marco Calamita dort schalten und walten konnte, wie er wollte.

Trotz Sonnenscheins folgte ein Donnerwetter von Stefan Minkwitz in der Kabine. Dessen Fazit: „Die Leistung reicht nicht“ – um in der dritten Liga zu bestehen. Den Worten ließ der Trainer auch Taten folgen. Er brachte Marco Tucci und Josip Landeka für Deigendesch und Michael Schürg und ließ den vielseitigen Thorsten Reiß hinten rechts auflaufen. Fast hätten diese Maßnahmen prompt die erhoffte Wirkung gezeigt. Im ersten Angriff nach der Pause flankte der eingewechselte Tucci auf den eingewechselten Landeka – doch der setzte den Ball aus zwei Metern neben statt ins Tor. „Wenn wir da den Ausgleich machen, kann das Spiel noch kippen“, sagte Marcus Mann. Zumal es noch mehr Gelegenheiten gab. Reiß“ Treffer wurde wegen Abseits annulliert, und bei Tuccis Gewühl im Strafraum war offensichtlich die Hand eines Burghauseners im Spiel.

„Doch am Schiedsrichter lag es letztendlich nicht“, musste auch Minkwitz zugeben. Eher schon am verschlafenen Start oder daran, dass im Mittelfeld der Kapitän Alexander Rosen sowie Bashiru Gambo nicht wie von der Rückrunde der vergangenen Saison gewohnt die Fäden in der Hand hatten, oder daran, dass die Innenverteidiger Mann (mit Manschette) und Marcel Rapp ihre Gegenspieler keineswegs so souverän im Griff hatten wie sonst. Also sprach Minkwitz: „Es gibt noch einige Baustellen.“ Fast so viele wie derzeit auf den Autobahnen, in erster Linie aber das Pass- und Zusammenspiel. Wobei die fünf eingesetzten Neuzugänge eine Erklärung, aber keine Entschuldigung sind. „Natürlich können die Laufwege da noch nicht optimal sein“, sagt Minkwitz, der morgen und übermorgen deshalb zwei Trainingseinheiten anberaumt hat. Es gibt viel zu tun.

„Wir dürfen aber nach einem Spiel nicht gleich alles infrage stellen“, sagt der Trainer, dem in den verletzten Jörn Schmiedel, Ralf Kettemann und Franco Petruso drei potenzielle Alternativen, speziell im Mittelfeld, fehlten. Und der Stürmer Sokol Kacani steht in Verhandlungen mit Saipa Teheran, wo Pierre Littbarski Trainer ist. Die Entscheidung über einen möglichen Wechsel wird heute fallen. Doch es gab auch Sieger: Tucci und Landeka brachten frischen Schwung; es spricht viel dafür, dass sie nächsten Samstag von Beginn an auf dem Platz stehen werden. Der Torwart Manuel Salz bekam vom Trainer ein Sonderlob, weil er das Team bei etlichen Chancen vor einem höheren Rückstand bewahrt hat. Bleibt die Frage, welches das wahre Gesicht der Kickers in der dritten Liga ist: das der ersten oder zweiten Hälfte.

Die Frage stellte sich Burghausen nicht. „Das macht Lust auf mehr“, sagte der Stadionsprecher zum Schluss – und sprach damit auf das nächste Heimspiel der Oberbayern gegen Fortuna Düsseldorf an. Die Mannschaft wiederum muss nächsten Samstag erst einmal zu den Kickers. Ins Gazi-Stadion? Der Manager geht fest davon aus, „dass die Mängel bis dahin behoben sind“. Wenn nicht, hätten die Kickers eine weitere Baustelle.

Wacker Burghausen: Kern – Matiasovits, Hertl, Wolf, Mayer (70. Satilmis) – Mitterhuber, Bonimeier, Schmidt, Calamita (79. Fries) – Kurz (65. Galuschka), Belleri.

Stuttgarter Kickers: Salz – Deigendesch (46. Landeka), Mann, Rapp, Janic – Traut (66. Prediger), Rosen, Gambo, Reiß – Schürg (46. Tucci), Vaccaro.

Schiedsrichter: Weiner (Giesen).

Tore: 1:0 Mitterhuber (25.), 2:0 Kurz (44.).

Quelle: Stuttgarter Zeitung

Schwaches Bild

Von Joachim Klumpp

Zum Start der neuen dritten Liga ist viel von Aufbruchstimmung („neue Epoche“) zu hören gewesen. Leider weniger zu sehen. Zumindest in Burghausen. Da verloren sich am Samstag 3000 Zuschauer im Wacker-Stadion, eine Kulisse, die zu Regionalligazeiten nicht schlechter hätte sein können. Was keineswegs nur daran lag, dass aus Stuttgart gerade einmal 100 Fans (so viel zum Thema Aufbruchstimmung) dabei waren – sowie genau ein Funktionär. Der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Lorz hielt die blaue Fahne hoch.

Doch die anderen Kickers-Funktionäre werden deshalb wohl kein schlechtes Gewissen haben, sie befanden sich am Wochenende in bester Gesellschaft. Bei der offiziellen Premierenfeier am Freitagabend in Erfurt glänzte die DFB-Spitze durch Abwesenheit. Weder der stets so um die Basis besorgte Präsident Theo Zwanziger noch der Generalsekretär Wolfgang Niersbach hielten es offenbar für nötig, bei der Einführung ihres neuen und hochgepriesenen Premiumprodukts persönlich vor Ort zu sein. Wichtige Termine, Urlaub, Hochzeitsfeiern – gewiss, sie fehlten allesamt entschuldigt.

Entschuldigung, meine Herren, aber das ist trotzdem ein schwaches Bild.

Quelle: Stuttgarter Zeitung

Die Blauen gewinnen Amateur-Cup

Freiberg (StN) – Starke Leistung des Fußball-Oberligisten Stuttgarter Kickers II: Die Blauen gewannen den 8. BZ-Amateur-Cup in Freiberg und sicherten sich 1200 Euro Prämie. Das Finale war nichts für schwache Nerven. Ligarivale und Gastgeber SGV führte nach Toren von Predrag Sarajlic (2) und Marcel Schreiber bereits mit 3:0, dann wachten die Kickers auf: Antonio Tunjic, Michele Rizzi und Dominique Fenell sorgten mit ihren Toren für das Elfmeterschießen. Nachdem Freibergs Betim Rugovay verschossen hatte, verwandelte Antonio Tunjic, der Kickers-Zugang vom VfL Kirchheim, den entscheidenden Elfmeter für das Team von Trainer Björn Hinck. Das Rennen um die Torjägerkrone gewannen Marco Grüttner (SGV Freiberg) und Gilberto Bayrak (TSF Ditzingen) mit je vier Treffern. Als Belohnung gab es je 100 Euro. Im Spiel um Platz drei setzte sich Verbandsligist FSV 08 Bissingen gegen Landesligist VfB Neckarrems mit 5:4 nach Elfmeterschießen durch. Insgesamt kamen 1000 Zuschauer. SGV-Abteilungsleiter Uwe Hoffmann zeigte sich mit dem Verlauf zufrieden: „Alles lief reibungslos. Es war ein gelungener Formtest.“ Die Oberliga startet am 6. August.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten

Kickers verschlafen den Start

Viele Mängel beim 0:2 in Burghausen – Kacani vor Wechsel nach Teheran

Stuttgart – Das war nichts. Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers bekam gleich zum Saisonauftakt bei Wacker Burghausen seine Grenzen aufgezeigt. „Wir müssen künftig viel aggressiver ins Spiel gehen“, forderte Trainer Stefan Minkwitz nach der ernüchternden 0:2(0:2)-Niederlage.

VON JÜRGEN FREY

Am gestrigen Sonntag machte sich Minkwitz auf nach Düsseldorf. Der Chefcoach persönlich nahm den nächsten Gegner unter die Lupe. Doch völlig unabhängig vom Auftritt der Fortuna gegen Paderborn (1:4) war dem 40-Jährigen schon vorher klar, wie sich die Blauen bei ihrer Heimpremiere am kommenden Samstag präsentieren müssen: „Es muss viel mehr Leidenschaft rein, wir müssen Fußball kämpfen und arbeiten.“

So wie die Blauen das in der vergangenen Rückrunde gemacht haben. Doch von dieser verschworenen Einheit waren die Kickers in Burghausen so weit entfernt wie von der Champions League. Vor allem vor der Pause klappte rein gar nichts. „Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen“, räumte auch Manager Joachim Cast ein – und zuckte mit den Achseln: „Warum das so war, kann ich nicht nachvollziehen.“ Besonders auffällig: Die Abstimmungsprobleme zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen. In diesem Punkt bittet der Trainer um Geduld. „Unseren zwölf Abgängen stehen acht Zugänge gegenüber, die alle aus der Regional- und Oberliga kamen. Da geht der Feinschliff nicht von heute auf morgen“, erklärte Minkwitz. Allerdings gibt auch Cast zu bedenken: „Viel Zeit haben wir nicht.“

Viele Alternativen im Kader allerdings auch nicht. Gino Russo ist dauerverletzt, Jörn Schmiedel (Muskelfaserriss) fällt noch zwei Wochen aus. Immerhin, Ralf Kettemann (Ermüdungsbruch) plant, diese Woche wieder ins Training einzusteigen. Doch das Mittelfeld ist nicht das große Problem. „In der Innenverteidigung und im Sturm besteht Handlungsbedarf“, betont Minkwitz. „Die sportliche Notwendigkeit ist da“, pflichtet ihm Cast bei, „doch die wirtschaftliche Machbarkeit sehe ich nicht.“ Das könnte sich für eine Position ändern, wenn Sokol Kacani von der Gehaltsliste kommt. Der Stürmer steht vor einem Wechsel zum neuerdings von Pierre Littbarski trainierten iranischen Erstligisten Saipa Teheran. Minkwitz stinksauer: „Es war ein Probetraining von fünf Tagen ausgemacht, jetzt ist er seit 14 Tagen verschwunden. Kommt er jemals wieder, gibt es eine Geldstrafe.“

Es gibt einige Fragezeichen bei den Kickers. Das hinter dem Spielort fürs erste Heimspiel hoffen die Blauen am morgigen Dienstag beseitigt zu haben. Cast: „Die Tendenz geht klar zum Gazistadion, ein Umzug nach Cannstatt wäre ein Horrorszenario.“

Quelle: Stuttgarter Nachrichten