Presse zu SpVgg Greuther Fürth II – Stuttgarter Kickers (0:2)

Kickers lauern auf Ausrutscher
Jürgen Kemmner, aktualisiert am 09.05.2011 um 10:42 Uhr

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers bleiben weiter dran im Titelrennen in der Fußball-Regionalliga: Die Blauen schlugen Mitkonkurrent SpVgg Greuther Fürth II mit 2:0 und sitzen Darmstadt 98 mit zwei Punkten Rückstand im Nacken. „In Fürth hatten wir leistungsmäßig noch Luft nach oben“, sagt Kickers-Trainer Dirk Schuster, „aber wie wir diese Partie letztlich doch souverän über die Bühne gebracht haben, hat gezeigt, dass wir berechtigte Ambitionen auf den Aufstieg haben.“

Erst nach 25 Minuten Leerlauf kam der Motor in Schwung, nach der Führung durch Dominique Fennell waren die Kickers in der Partie. Zwar leisteten die Fürther den erwarteten erbitterten Widerstand, doch das 2:0 durch Demis Jung sorgte für klare Verhältnisse, wenngleich die Blauen noch einiges für den Sieg tun mussten. Damit sind die Kickers 2011 weiter ungeschlagen, doch im Titelrennen müssen sie auf einen Ausrutscher von Darmstadt 98 hoffen – die Lilien haben bei noch drei ausstehenden Spielen zwei Zähler Vorsprung.

„Ich gehe davon aus“, sagt Schuster, „dass wir alle unsere drei Spiele gewinnen müssen, wenn wir aufsteigen wollen – und wir müssen zudem auf einen Patzer von Darmstadt hoffen.“ Die Blauen treffen noch auf Eintracht Frankfurt II (Freitag/19 Uhr/Gazistadion), auf den FSV Frankfurt II und auf Wormatia Worms. Ganz abgeschrieben im Aufstiegskampf hat der Kickers-Coach auch Hessen Kassel noch nicht, der Club hat aber nur noch zwei Spiele auszutragen. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen“, sagt Schuster, „den Rest haben wir nicht in der Hand.“

Stuttgarter Nachrichten

Kickers in der Rolle des Jägers

Stuttgart (red) – Obwohl der Aufstieg in die 3. Fußball-Liga offiziell nicht als Ziel formuliert worden ist, sagt Dirk Schuster, Trainer der Stuttgarter Kickers, vor dem viertletzten Saisonspiel heute (14 Uhr) bei der SpVgg Greuther Fürth II: „Wir sind jetzt wieder in der Rolle des Jägers – und die liegt uns.“ Wohl nur mit einem Sieg beim direkten Verfolger würden die seit elf Spielen ungeschlagenen Kickers, momentan Dritter, weiter im Aufstiegsrennen bleiben. Der Doppeltorschütze gegen den Karlsruher SC II, Alessandro Abruscia, glaubt auch nach dem 2:2 zur Unzeit an die Chance, am Ende ganz vorne zu landen: „Das macht uns nur noch stärker. Jetzt hauen wir Greuther Fürth II weg.“ Auch Schuster ist zuversichtlich: „Wir können dort nur gewinnen – und wir wollen gewinnen.“ Philip Türpitz kann wohl trotz Prellung auflaufen.

Eßlinger Zeitung

Weiterhin an Darmstadt 98 dran – 2:0-Erfolg bei der SpVgg Greuther Fürth II

Von: Stephan R.T. | Kommentare (0) | Weiterempfehlen

Der KSV Hessen Kassel und die SpVgg Greuther Fürth II verlieren – der SV Darmstadt 98 und die Stuttgarter Kickers gewinnen. Drei Spieltage vor Saisonschluss wird aus dem Vierkampf um den Aufstieg der Regionalliga Süd ein Dreikampf zwischen den Darmstädtern an der Tabellenspitze, den Kickers (zwei Punkte Rückstand) und Hessen Kassel (zwei Punkte Rückstand, aber nur noch zwei Spiele zu absolvieren).

Die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster setzte sich am heutigen 31. Spieltag der Regionalliga Süd durch die beiden Kopfballtore von Royal-Dominique Fennell (29.) und Demis Jung (66.) mit 0:2 (0:1) bei der SpVgg Greuther Fürth II durch und rückt damit in der Tabelle wieder auf den zweiten Platz vor. „Wir haben mit aller Macht den Sieg gewollt“, so der Kickers-Cheftrainer Dirk Schuster, „auch wenn wir heute an unsere Grenzen gehen mussten, denn Fürth hat uns alles abverlangt.“

Mit Demis Jung, Dirk Prediger und Florian Treske gab es heute drei Änderungen in der Startelf der Blauen, ansonsten ließ Chef-Trainer Dirk Schuster die identische Aufstellung aus den letzten Spielen auflaufen. Kickers-Angreifer Ugur Yilmaz musste heute zunächst auf der Bank Platz nehmen, Philip Türpitz stand aufgrund seiner Behandlung mit Cortison sicherheitshalber nicht im Kader.

Bei sommerlichen Temperaturen in der Trolli-Arena ist die erste Halbzeit schnell erzählt: die Kickers nutzten die erste und einzige Chance zur Führung, als Fabian Gerster den Freistoß bei der Eckfahne in den Strafraum schlug. Royal-Dominique Fennell sich im Kopfballduell entscheidend durchsetzen und aus sechs Metern zum 0:1 einköpfen konnte (29.).

Bei den Gastgebern hatte zuvor Ilir Azemi die erste nennenswerte Möglichkeit zur Führung, als Alessandro Abruscia einen langen Ball unterlief, doch der Fürther blieb mit seinem Schuss zu harmlos, um Kickers-Schlussmann Daniel Wagner zu überwinden (13.). Die Klettblätter zeigten zwar das gefälligere Spiel, blieben jedoch zu ungefährlich. „Meine Mannschaft fand nur schwer ins Spiel“, befand auch der Kickers-Trainer: „Wir hatten nur wenig Zugriff auf das Spiel und haben nur auf die Aktionen der Fürther reagiert.“

Auch im zweiten Spielabschnitt spielten die Fürther zwar besser nach vorne, so wirklich zwingend wurden sie aber nicht. Der auffällige Demis Jung war an den nächsten beiden Aktionen beteiligt: In der 60. Minute setzte er sich auf der rechten Außenbahn durch, doch seinen Pass in die Mitte erreichte leider niemanden seiner Mitspieler. Dafür passte die Flanke von Mahir Savranlioglu besser, als er sich stark den Ball wieder erkämpfte. Am zweiten Pfosten stand Demis Jung goldrichtig und köpfte per Aufsetzer zum 0:2 (66.) ein.

In der Schlussviertelstunde kamen die Kickers vor den 500 Zuschauern – darunter rund 400 Kickers-Fans – nochmals unter Druck. In der 75. verpasste Ilir Azemi gleich zwei Mal den Anschlusstreffer: zunächst konnte die Kickers-Abwehr in höchster Not im Fünfmeterraum vor dem Fürther Angreifer klären, nur Sekunden später parierte Kickers-Keeper Daniel Wagner einen Schuss aus kürzester Distanz von der Fünfmeterlinie reaktionsschnell (77.).

Der sichere Kickers-Schlussmann war es auch, der die nächste Chance durch Dominik Stolz vereitelte, als dieser sich zunächst gegen Royal-Dominique Fennell durchsetzen konnte. Wagner blieb lange stehen und machte sich breit, so dass er den Schuss abwehren konnte (79.).

In den Schlussminuten hatten die Blauen einige Konterchancen, doch zwei Mal vertändelte Jerome Gondorf den Ball, oder dem eingewechselten Ugur Yilmaz versprang die Kugel bei der Annahme, als er schön von Jerome Gondorf angespielt wurde (85.). Eine Minute später köpfte Florian Treske die Flanke von Fabian Gerster nur um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (86.).

Damit blieb es beim verdienten 2:0-Erfolg der Blauen, die mit dem heutigen Sieg nach den beiden Unentschieden wieder auf den zweiten Platz der Regionalliga-Tabelle vorgerückt sind.

SpVgg Greuther Fürth II: Rozmann – Philp, Kleineheismann, Bauer, Mayr – Müller (90. Langen), Strangl, Maas (87. Welzmüller), Roth – Katerna, Azemi (77. Stolz) – Trainer: Frank Kramer – Ersatzbank: Krüger (ETW), Böhnlein, Baumgärtel, Zitzmann

SV Stuttgarter Kickers: Wagner – Abruscia, Köpf, Fennell, Gerster – Ivanusa – Jung, Gondorf, Savranlioglu, Prediger (82. Yilmaz) – Treske (90. Brandstetter) – Trainer: Dirk Schuster – Ersatzbank: Güvenc (ETW), Auracher, Rizzi, Rapp, Leutenecker

Schiedsrichter: Tobias Christ (Münchweiler)
Gelbe Karten: Kleineheismann / Savranlioglu, Köpf, Gondorf, Ivanusa

Zuschauer: 500 Fans in der Trolli-Arena Fürth
Tore: 0:1 Royal-Dominique Fennell (29.), 0:2 Demis Jung (66.)

Frank Pfauth

Die-Fans.de

Presse zu Stuttgarter Kickers – Karlsruher SC II (2:2)

2:2 gegen KSC II Kickers bleiben optimistisch
Jürgen Kemmner, aktualisiert am 02.05.2011 um 11:38 Uhr

Stuttgart – Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers musste einen Dämpfer im Aufstiegsrennen einstecken. Doch Trainer Dirk Schuster baute die Mannschaft vor dem wichtigen Spiel in Fürth wieder mental auf.

Das 2:2 gegen den KSC II war für die Blauen eine gefühlte Niederlage, obwohl die Mannschaft einen 0:2-Rückstand aufgeholt und in der Schlussphase vor 4100 Fans im Gazistadion noch drei Hochkaräter zum Sieg vergeben hatte. „Ich hätte lieber gewonnen und dabei keinen Treffer erzielt“, sagt der zweifache Torschütze Alessandro Abruscia rückblickend.

Darmstadt zieht vorbei

Trainer Dirk Schuster musste seine Kicker mental erst wieder aufrichten – am Samstagmorgen organisierte das Trainerteam ein Frühstück nach dem Auslaufen für die Spieler. „Die Jungs durften sich an einen gedeckten Tisch setzen und es sich gutgehen lassen“, erzählt der Coach, „dabei haben wir ein paar aufmunternde Sätze ans Team gerichtet.“ Die Überraschung war gelungen, der Zweck erfüllt – die Profis schauen nach vorn, aufs nächste Spiel am Samstag bei Titelkonkurrent SpVgg Greuther Fürth II. Im ADM-Sportpark regiert der Optimismus. „Jetzt erst recht“, sagt Abrucia, „wir sind stark genug, jeden in der Liga zu schlagen.“

Das wird in den ausstehenden vier Spielen womöglich nötig sein, um aufzusteigen. Die Blauen liegen drei Punkte hinter Spitzenreiter Kassel, doch die Hessen haben ein Spiel mehr absolviert. Darmstadt 98 ist nach dem Erfolg über Fürth II vorbeigezogen und hat sich mit zwei Zählern Vorsprung auf Rang zwei breitgemacht – die Kickers müssen auf einen Ausrutscher der Lilien hoffen. „Wir befinden uns nach wie vor in einer Position“, betont Schuster, „in der der Aufstieg möglich ist. Wahrscheinlich liegt uns die Rolle des Jägers ohnehin mehr als die des Gejagten.“ Abruscia kann den Worten seines Vorgesetzten einiges abgewinnen. „Wenn du Verfolger bist“, sagt er, „dann ist der Druck nicht ganz so groß.“ Es würde auch genügen, wenn die Blauen erst am 28. Mai gegen 15.45 Uhr auf Platz eins stehen – dann ist die Saison vorbei.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers erreichen nur ein 2:2

Stuttgart (red) – Die Stuttgarter Kickers haben im Aufstiegskampf der Fußball-Regionalliga einen Rückschlag erlitten. Der Tabellenzweite erreichte zuhause gegen den Karlsruher SC II nur ein 2:2 (1:2) und liegt nun drei Punkte hinter Spitzenreiter Hessen Kassel. Die Kickers hatten sogar noch Glück, dass sie gegen die jetzt auf Rang neun liegenden Karlsruher zumindest einen Punkt holten, weil sie nach einer halben Stunde mit 0:2 hinten lagen. Fabian Heinrich brachte den KSC in der 23. Minute in Führung und erzielte fünf Minuten später auch den zweiten Treffer. „In den ersten 40 Minuten stand meine Mannschaft gar nicht auf dem Platz“, wunderte sich Kickers-Trainer Dirk Schuster. Am Ende war er aber doch zufrieden, weil sich die Stuttgarter in die Partie zurückkämpften und durch zwei Tore von Alessandro Abruscia (43./63.) den Ausgleich schafften. Im Gazi-Stadion waren 4100 Zuschauer zu Gast – Saisonrekord für die Kickers.

Eßlinger Zeitung

KSC II holt Punkt in Stuttgart

Karlsruhe (ps/cre) – Die Regionalliga-Mannschaft des Karlsruher SC konnte am Freitagabend einen Punkt bei den Stuttgarter Kickers einfahren. Allerdings gab die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski dabei einen 2:0-Vorsprung aus der Hand.

Innenverteidiger Fabian Heinrich hatte den KSC II mit seinen Treffern in der 26. und 30. Minute zu einer sicheren Führung geschossen. Doch wenige Sekunden vor der Halbzeitpause gelang Alessandro Abruscia noch der Anschlusstreffer für die Kickers. Abruscia war es auch, der in der 64. Minute den 2:2-Endstand erzielte.

KA-News.de

Muskelfaserriss im Oberschenkel: Ali Pala fällt gegen den KSC II aus

Der SV Stuttgarter Kickers muss in seinem Heimspiel an diesem Freitag gegen den Karlsruher SC II (GAZi-Stadion, 19 Uhr) verletzungsbedingt auf seinen Torjäger Ali Pala (zehn Saisontreffer) verzichten. Der 21 Jahre alte Offensivspieler des Regionalliga-Tabellenzweiten hat sich am Dienstag im Mannschaftstraining einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen und fällt voraussichtlich mindestens zwei Wochen lang aus.

Offizielle Homepage

Stuttgarter Kickers verlängern Vertrag mit Fabio Leutenecker bis 2012

Der SV Stuttgarter Kickers hat den Vertrag mit seinem Abwehrspieler Fabio Leutenecker um eine weitere Saison bis zum 30. Juni 2012 verlängert. „Wir freuen uns sehr, dass sich in Fabio Leutenecker ein weiteres eigenes Talent zu den Blauen bekennt“, sagt Kickers-Präsidiumsmitglied Guido Buchwald. Der 21 Jahre alte Nachwuchsakteur war in diesem Winter von Cheftrainer Dirk Schuster aus der eigenen U23-Mannschaft in den Regionalligakader der Stuttgarter Kickers berufen worden und hatte in seinem bislang einzigen Regionalliga-Punktspiel sein glänzendes Debüt gegen den FC Memmingen mit dem Treffer zum 1:1-Endstand gekrönt. Anschließend zog sich Leutenecker jedoch im Training einen Knöchelbruch zu und arbeitet derzeit als Rekonvaleszent mit Hochdruck an seiner Rückkehr in den Mannschaftskader.

Offizielle Homepage

Presse zu Hessen Kasssel – Stuttgarter Kickers (0:0)

Spitzenspiel Die Kickers in der Favoritenrolle
Joachim Klumpp, aktualisiert am 25.04.2011 um 16:04 Uhr
Fussball Regionalliga Hessen Kassel vs. Stuttgarter Kickers

Stuttgart – Am Ende hat Dirk Schuster nicht so recht gewusst, ob er lachen oder weinen sollte. Ein 0:0 beim Spitzenreiter Hessen Kassel, weiter ohne Niederlage im Jahr 2011 und dennoch nicht ganz zufrieden. „Wir haben unser Minimalziel erreicht“, sagte der Kickers-Trainer nach den 90 Minuten. „Aber wir haben es versäumt, einem stark verunsicherten Konkurrenten einen Schlag zu versetzen.“ Sonst hätten die spielerisch überlegenen Kickers den Platz als Sieger verlassen – und in der Tabelle die Führung übernommen. Schuster: „Wir müssen uns kritisch hinterfragen, weil wir inzwischen hohe Ansprüche haben.“ Also doch: Aufstieg!?

Die Blauen schlüpfen nach dieser Vorstellung vor der Zweitligakulisse von 10.000 Zuschauern, wegen des großen Andrangs wurde die Partie eine Viertelstunde später angepfiffen, in die Favoritenrolle – ob sie wollen oder nicht. Das hat auch Kassels neuer Trainer Hock verdeutlicht, indem er sagte: „Die Kickers waren am Sieg eindeutig näher dran als mein Team.“ Das hatte praktisch keine echte Torchance, die Kickers mehrere, die beste vergab Ugur Yilmaz schon vor der Pause.

Ein Aufstieg bedeutet auch eine schwierigere Finanzierung

Und: der Trend spricht für die Kickers. Sie sind inzwischen die mit Abstand beste Rückrundenmannschaft, ein Verdienst vor allem der Abwehr. „Es ist schwer gegen uns ein Tor zu machen“, sagt der Kapitän Simon Köpf, der sich als Innenverteidiger von Woche zu Woche gesteigert – zusammen mit Fennell – hat. Erst vier Gegentreffer sprechen eine klare Sprache für die Stärke der Mannschaft. Was dem Trainer Dirk Schuster einst vorgeworfen wurde (eine zu defensive Ausrichtung), ist inzwischen zum Markenzeichen geworden. „Das ist unsere Basis des Erfolgs“, sagt auch das Präsidiumsmitglied Guido Buchwald, der mit dem Ergebnis gut leben konnte und auch den weiteren Verhandlungen und Vertragsgesprächen entspannt entgegen sieht.

Vor allem Jerome Gondorf und Daniel Wagner „müssen bleiben“, so Schuster. Ob bei der Winterverpflichtung Florian Treske, der am Samstag nicht einmal im Kader war, die Option gezogen wird, dürfte eher unwahrscheinlich sein. „Wir wollen alle Leistungsträger halten“, sagt Buchwald, „aber wir werden finanziell nicht über unsere Schmerzgrenze gehen.“ Wobei im Falle des Aufstiegs die Gehaltsstruktur natürlich nach oben angepasst würde. „In der dritten Liga täten wir uns diesbezüglich auf alle Fälle leichter.“ Auf die Prämien der Rückrunde müssen die Spieler dagegen in jedem Falle verzichten, eine nachträgliche Auszahlung haben sie schon mit dem Scheitern im WFV-Pokal verwirkt.

Was der Motivation aber keinen Abbruch tut. Am Sonntag hatten die Spieler – unabhängig vom Ergebnis übrigens – frei, gestern stand dann schon die Vorbereitung auf die Partie gegen den Karlsruher SC II am Freitag auf dem Programm.

Da erwarten die Kickers drei Punkte – und Rekordbesuch. 3000 Zuschauer plus X, nachdem zuletzt rund 1500 Kickers-Fans die Fahrten nach Heilbronn und Kassel mitgemacht haben. „Sensationell“, sagt dazu der Geschäftsführer Jens Zimmermann. Und falls es für die Zuschauer noch einer Motivation bedarf: Die Mannschaft kann Tabellenführer werden – zumindest für eine Nacht. Das wäre dann ein ganz neues Gefühl in dieser Saison.

Hessen Kassel Hoffmeister – Latifi (46. Koitka), Grembowietz, Neubauer, Knipping – Mayer, Asaeda (58. Pokar) – Gundelach, Ochs – Bauer (73. Brechler), Damm.

Stuttgarter Kickers Wagner – Abruscia, Köpf, Fennell, Gerster – Ivanusa – Jung, Gondorf (85. Brandstetter), Pala (81. Türpitz), Savranlioglu – Yilmaz.

Stuttgarter Zeitung

Kickers bestehen die Reifeprüfung
Jürgen Frey, aktualisiert am 26.04.2011 um 11:19 Uhr

Kassel – Sie haben einen Lauf, sie haben Selbstvertrauen, und sie sind physisch gut drauf. Im Kampf um den Aufstieg in die dritte Liga spricht vieles für die Stuttgarter Kickers. „Wir dürfen jetzt nur keinen Schritt weniger machen“, sagt Präsidiumsmitglied Guido Buchwald vor dem Heimspiel am Freitag gegen den KSC II.

Guido Buchwald hat schon sehr viel erlebt im Fußball. Doch um sich an eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie derzeit mit den Kickers zu erinnern, muss der Weltmeister von 1990 kurz nachdenken. Dann fällt ihm ein: 1986 ist er mit dem VfB nach einer schwachen Vorrunde noch auf Platz fünf und im Pokalfinale gelandet. Mit den Kickers 2011 geht es um die Meisterschaft in der Regionalliga. Und damit um den so wichtigen Aufstieg. „Wir haben eine funktionierende Mannschaft – und die ist heiß auf die dritte Liga“, sagt Buchwald.

Nach einem Unentschieden und acht Siegen in Serie in diesem Jahr ließ sich das Team von Trainer Dirk Schuster auch von Spitzenreiter Hessen Kassel nicht bezwingen. Zwar wäre für die Blauen aufgrund ihrer Überlegenheit und der besseren Chancen durchaus ein Sieg möglich gewesen, doch auch mit dem 0:0 im Auestadion können die Kickers leben. Für Buchwald steht jedenfalls fest: „Wer vor 10.000 Zuschauern beim Tabellenführer solch eine Leistung abliefert, der hat die Reifeprüfung bestanden.“

Die Mannschaft spielt gut organisiert, die Abwehr steht, die Automatismen greifen, und die Spieler sind physisch topfit. Hinzu kommt das Selbstvertrauen, das von Erfolg zu Erfolg wächst. Die Kickers halten im Vierkampf um den Titel fünf Spieltage vor Saisonende die Trümpfe in der Hand. Doch es gilt weiter das Motto: Bloß nicht lockerlassen! „Wir dürfen jetzt keinen Schritt weniger machen, wir müssen uns in jedem Spiel alles wieder neu erkämpfen“, mahnt Buchwald. Auch am kommenden Freitag (19 Uhr) im Heimspiel gegen den KSC II, zu dem die Blauen auf über 3500 Zuschauer hoffen.

Unterdessen laufen die Planungen für die neue Saison zweigleisig. Aus dem aktuellen Kader stehen die Kickers mit Daniel Wagner, Jerome Gondorf und Fabio Leutenecker in aussichtsreichen Verhandlungen. Abwarten heißt es für Dirk Prediger und Florian Treske. Bei A-Jugend-Torjäger Pascal Reinhard sieht es so aus, als würde er die Blauen verlassen. Was Neuzugänge betrifft, steht Defensiv-Allrounder Sandrino Braun (SC Pfullendorf) weiterhin ganz oben auf der Wunschliste. Für die linke Seite sind die Ex-VfB-Jugendspieler David Kienast (1899 Hoffenheim II) und Simon Frank (SG Sonnenhof Großaspach) im Gespräch. Dazu soll noch ein Stürmer kommen. Sehr viel mehr ist auch für den Fall des Aufstiegs nicht geplant. Buchwald: „Wir müssen sparen und werden den Kader im Rahmen unserer Möglichkeiten optimal verstärken.“ Klar ist für ihn: „Diese entwicklungsfähige Mannschaft hätte auch in der dritten Liga das Vertrauen verdient.“

Stuttgarter Nachrichten

Stuttgarter Kickers holen wichtigen Punkt
StN, aktualisiert am 23.04.2011 um 19:33 Uhr

Stuttgart – Im Spitzenspiel der Fußball-Regionalliga Süd trennten sich der KSV Hessen Kassel und die Stuttgarter Kickers am Samstagnachmittag 0:0.

Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Christian Hock ging Kassel engagiert zu Werke, brachte den Ball vor 10.000 Zuschauern im Kasseler Auestadion aber nicht im Tor unter. Die Kickers von Trainer Dirk Schuster zeigten eine respektable Leistung und bleiben mit acht Siegen und zwei Unentschieden im Jahr 2011 weiter ungeschlagen.

Mit der Punkteteilung bleibt Hessen Kassel mit 48 Punkten vor der Konkurrenz, allerdings haben sowohl die Stuttgarter Kickers als auch Darmstadt (beide 47 Punkte) und Greuther Fürth II (46 Punkte) ein Spiel weniger auf dem Konto. Der Tabellenerste steigt in die 3. Liga auf.

Die Aufstellung der Kickers gegen Kassel (0:0):
Wagner – Abruscia, Köpf, Fennell, Gerster – Ivanusa – Jung, Gondorf (85. Brandstetter), Pala (81. Türpitz), Savranlioglu – Yilmaz.

Stuttgarter Nachrichten

Stuttgarter Kickers erreichen ein 0:0

Stuttgart (red) – Die Siegesserie der Stuttgarter Kickers in der Fußball-Regionalliga ist zwar gerissen. Aber die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster zeigte beim 0:0 im Spitzenspiel bei Tabellenführer Hessen Kassel vor 10 000 Zuschauern eine gute Leistung. Kickers-Angreifer Ugur Yilmaz hatte in der 11. und 25. Minute die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber jeweils an Torhüter Sven Hoffmeister. Ein Fernschuss von Sandro Abruscia zischte nur knapp am Tor der Hessen vorbei (18.). Auch in der zweiten Hälfte hatte Yilmaz die besten Chancen. Ein Kopfball (60.) und ein Schuss (81.) von ihm landeten aber jeweils weit hinter dem Tor der Kasselaner, die in der Tabelle weiter nur einen Punkt vor den Stuttgartern liegen.

„Wir haben es im ersten Durchgang versäumt, aus unseren guten Gelegenheiten Kapital zu schlagen und hätten außerdem nach der Pause unsere Konter besser ausspielen müssen“, sagte Schuster. Die Hessen hatten vor der Partie durch ihren Trainerwechsel für Aufsehen gesorgt: Christian Hock ist der Nachfolger von Mirko Dickhaut. „Die Kickers waren heute am Sieg eindeutig näher dran“, räumte Hock ein.

Eßlinger Zeitung

Top-Duell endet torlos: Löwen gegen die Stuttgarter Kickers nur 0:0

Auch wenn sich das Team unter dem neuen Trainer Christian Hock engagierter zeigte als zuletzt und es im Saisonfinale nicht chancenlos ist im Titelkampf gegen die Konkurrenz aus Stuttgart, Darmstadt (3:1 in Karlsruhe) und Fürth (3:0 gegen Großaspach) – es ist jetzt auf Schützenhilfe angewiesen. Und das ist neu.

Der KSV ist zwar nach wie vor Tabellenführer, hat aber ein Spiel mehr absolviert als Stuttgart, Darmstadt und Fürth, die jetzt allesamt eine bessere Ausgangsposition haben.

Zumindest die Kulisse war gegen Stuttgart eines Spitzenspiels würdig. 10.000 Zuschauer kamen ins Auestadion, 600 davon reisten aus Stuttgart an. Der Andrang vor den Kassenhäuschen war so groß, dass die Partie mit 15 Minuten Verspätung angepfiffen wurde, damit möglichst alle alles mitbekommen konnten.

Die Besucher sahen von Beginn an ein sehr intensiv geführtes Fußballspiel. Die Löwen machten auch ohne die gesperrten Enrico Gaede und Benjamin Weigelt deutlich, dass sie gewillt waren, den zuletzt negativen Eindruck zu tilgen. Sie kämpften, zeigten eine ganz andere Körpersprache als noch am Mittwochabend beim 0:0 gegen die Reserve des Karlsruher SC.

Der neue Trainer Christian Hock bot wie angekündigt zwei Spitzen auf: Tobias Damm und Thorsten Bauer. Aber auch die Mittelfeldspieler auf den Außen ließ er sehr offensiv agieren. Hier bekam Sebastian Gundelach auf der rechten Seite eine Chance vor dem defensiv ausgerichteten Mentor Latifi. Links in der Vierer-Abwehrkette kam Tim Knipping zu seinem ersten Einsatz im Regionalligateam des KSV.

Kassel rackerte, Möglichkeiten erarbeitete sich der KSV aber so gut wie nicht. Spielerisch machten die Stuttgarter den wesentlich besseren Eindruck. Ausdruck dessen sind drei gute Chancen. Fabian Gerster profitierte dabei von einem Patzer des Löwen-Torwarts Sven Hoffmeister (11.). Gerster brachte den Ball aber ebenso wenig im Tor unter wie Allesandro Abruscia in der 18. und Ugur Yilmaz in der 20. Minute. So ging es torlos in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel sorgten die Löwen zunächst für etwas mehr Druck. Kai Koitka kam für Mentor Latifi. Sebastian Gundelach rückte in die Abwehr. Was blieb, waren die Defizite im Spielaufbau. Kombinationen? Weiter Mangelware. Der Ball wurde meist hoch nach vorn geschlagen. Wenn es ansatzweise gefährlich wurde, dann über Standardsituationen.

Die Partie lebte jetzt von der Spannung. Der KSV brauchte ein Tor, um die beste Ausgangsposition im Kampf um den Drittliga-Aufstieg wieder zurückzugewinnen. Immerhin ergab sich eine gute Gelegenheit durch einen Konter über Tobias Damm, dessen Pass in die Mitte aber nicht den Mitspieler erreichte. Mehr aber war nicht. Zu wenig, um zu gewinnen. Zu viel, um zu verlieren. (hag)

HNA.de

Hock: „Müssen jetzt auf vier Siege in den letzten vier Spielen hinarbeiten“

Kassel. Der KSV Hessen hat nur ein Unentschieden gegen die Stuttgarter Kickers eingefahren. Stimmen zum Spiel.

Christian Hock , Trainer des KSV Hessen: „Wir sind leider nur über Standardsituationen zu Halbchancen gekommen. Wir müssen uns vor allem spielerisch verbessern und auch mal Passfolgen spielen. Immerhin kann man der Mannschaft nicht vorwerfen, dass sie nicht gewollt hat. Wir müssen jetzt auf vier Siege in den letzten vier Spielen hinarbeiten.“

Dirk Schuster , Trainer der Stuttgarter Kickers: „Das war ein sehr intensives Spiel, in dem meine Mannschaft die besseren Chancen hatte, sich aber nicht belohnt hat. Wir haben unser Minimalziel erreicht und können mit dem Punkt leben.“

Andreas Mayer , Mittelfeldspieler des KSV: „Der neue Trainer kann aus uns kein Weltmeisterteam machen, aber er hat uns gut eingestellt. Allerdings ist das Unentschieden zu wenig. Trotzdem wollen wie nach wie vor den Aufstieg packen.“

Tim Knipping (18 Jahre alt), der seinen ersten Einsatz für das Regionalligateam des KSV hatte: „Das ist heute einer meiner schönsten Tage. Jeder Fußballer träumt davon, vor so einer Kulisse spielen zu können. Ich hatte keine Angst, aber Respekt.“ (hag)

HNA.de

Trotz Unentschieden: Tim Knipping glänzt bei Debüt – Hock zufrieden

Kassel. Einen Lichtblick hat es dann doch gegeben beim 0:0 des KSV Hessen Kassel gegen die Stuttgarter Kickers: Tim Knipping, 18 Jahre alt. Er absolvierte sein erstes Regionalligaspiel – und das vor 10.000 Zuschauern im Auestadion.

„Davon träumt jeder Fußballer“, sagte der Zwölftklässler des Goethegymnasiums in Kassel nachher. „Für mich ist heute einer der schönsten Tage im Leben.“ Für ihn, der in Wellerode wohnt, ging es rasant bergauf: Über die A-Jugend des KSV kam er zur zweiten Mannschaft, und plötzlich stand er am Samstag im Spitzenspiel der Löwen in der Startelf – als linker Außenverteidiger.

Der neue Trainer Christian Hock hatte am Freitagabend mit ihm gesprochen, weil er gerade für diese Position noch eine Alternative benötigte. Knipping machte auf ihn sofort einen souveränen Eindruck, wie Hock anschließend erzählte. Der Schüler rechtfertigte das in ihn gesetzte Vertrauen und machte eine sehr ordentliche Partie.

Ob er auch am Freitag in Nürnberg zum Einsatz kommt? Er hat sich zumindest ins Gespräch gebracht, auch wenn dann natürlich der zuletzt gesperrte Benjamin Weigelt wieder dabei ist und für die Position links in der Vierer-Abwehrkette die erste Wahl sein dürfte. Hock wird sich in dieser Woche eine Meinung auch darüber bilden.

Zunächst hat der neue KSV-Coach schon einmal den Existenzkampf ausgerufen. Den gebe es nicht nur, wenn eine Mannschaft droht, abzusteigen, erklärte Hock. Er will mit dem KSV unbedingt aufsteigen – in die Dritte Liga. Hock möchte es mit vier Siegen in den restlichen vier Partien schaffen. Sollte diese Siegesserie gelingen, stünde der Aufstieg aber immer noch nicht fest.

Seit Samstag ist der KSV nämlich auf Schützenhilfe angewiesen. Gewinnt auch nur ein Team aus dem Verfolgertrio Stuttgart, Darmstadt und Fürth ebenfalls alle seine Begegnungen, wäre es das gewesen für die Kasseler. Daran aber will vor allem Christian Hock nicht denken. Sein Vertrag verlängert sich nur bei Aufstieg automatisch. (hag)

HNA.de

Kickers verpassen Sieg in Kassel

Eine wichtige Vorentscheidung zum Aufstieg in die dritte Liga wurde verpasst, aber auch nicht verloren. Die Stuttgarter Kickers schafften es nicht, trotz eindeutigerer Torchancen die Löwen von Hessen Kassel zu besiegen und trennten sich mit einem torlosen Unentschieden.

stuttgarter kickers hessen kassel
Großchance verpasst: Nach der Flanke von Savranioglu kommt Yilmaz frei an den Ball im 5-Meter-Raum

Für die Stuttgarter Kickers wäre vor 10000 Zuschauern – darunter 600 Fans aus Stuttgart – mehr dringewesen. Mit einer gut stehenden Abwehr, schnell vorgetragenen Kontern und gut herausgespielten Torchancen waren die Blauen in der ersten Halbzeit dem derzeitigen Tabellen-Spitzenreiter der Regionalliga Süd überlegen. Zwar versuchten die Hessen, mit der Doppelung des ballführenden Spielers und Pressing, den Spielfluß und Tordrang der Kickers zu stoppen, doch Gondorf, Pala und Co. konnten sich immer wieder durchsetzen.

Kassels Schlußmann macht Großchance zunichte

In der 11. Spielminute will Kassels Torwart Sven Hoffmeister abschlagen, doch ein Stuttgarter hat das Bein dazwischen. Der Ball kommt zu Ugur Yilmaz, der schießt aus 15 Metern, Hoffmeister hechtet in den Ball und macht die Großchance zunichte. In der 18. Minute zieht Sandro Abruscia aus gut 25 Metern ab, doch der Ball landet neben dem Tor. Zwei Minuten später bringt Savranlioglu von links in der Strafraum der Hessen, Ugur Yilmaz bekommt freistehend die Kugel im Fünf-Meter-Raum, doch er bekommt den Ball einfach nicht ins Tor!

In der ersten Halbzeit haben wir eines der besten Auswärtsspiele gemacht. Da hätte ein Tor fallen müssen. Wir hatten die besseren Chancen, uns aber nicht belohnt
Dirk Schuster, Trainer Stuttgarter Kickers

Von Kassel bis dahin vor dem Tor von Wagner nicht viel zu sehen. Nur bei Standardsituationen musste der Schlußmann der Blauen eingreifen. Einzige gefährliche Szene: In der 42. Minute bekommt Andreas Mayer den Ball und zieht aus gut 20 Metern ab – rund zwei Meter über die Querlatte.
Löwen „beißen“ nach der Pause

Nach dem Pausentee wurden die Hessen aggressiver. Versuchten, mit versteckten Fouls und Rempeleien die Blauen nervös zu machen. In der 49. Minute sprang der frisch eingewechselte Kai Koitka nach einer Ecke von links am höchsten, köpfte den Ball aber neben den Pfosten. Immer wieder versuchten die Löwen, mit Einwürfen, Freistößen oder Ecken hohe Bälle gefährlich im Strafraum der Kickers unterzubringen – doch blieben erfolglos. Die Stuttgarter Kickers kamen mit blitzschnellen Kontern und mit guten Spielzügen. Nur ins Tor traf keine Mannschaft.

Nach dem Spiel trat ein sichtlich enttäuscht aussehender Dirk Schuster vor die Mikrofone: „In der ersten Halbzeit haben wir eines der besten Auswärtsspiele gemacht. Da hätte ein Tor fallen müssen. Wir hatten die besseren Chancen, uns aber nicht belohnt.“

Der erst am Freitag abend neu zur Mannschaft gestoßene Kassel-Trainer Christian Hock: „Die Kickers haben fußballerisch ein sehr gutes Spiel gezeigt. Meine Mannschaft ist nur durch Standardsituationen zu Halbchancen gekommen. In Zukunft müssen die Spieler die noch fehlenden 10 Prozent abrufen.
Kassel raus aus dem Aufstiegpoker

Ein Unentschieden, welches für Kassel dramatischere Folgen hat als für die Blauen. Denn die Nordhessen können den Aufstieg in die dritte Liga aus eigener Kraft nicht mehr schaffen, da das letzte der verbleibenden fünf Spiel gegen den SSV Ulm nicht gewertet wird.

Die Stuttgarter Kickers hingegen hätten mit einem Sieg in Kassel den Aufstieg mit theoretisch 64 Punkten in der Tasche gehabt – bei fünf weiteren Siegen.

Durch das Unentschieden ist jetzt Darmstadt 98 der härteste Konkurrent der Blauen in der Regionalliga Süd. Die müssen am nächsten Wochenende gegen die Spvgg Fürth II ran. Ein Unentschieden der Beiden – und die Kickers wären wieder vorne.

Fakten zum Spiel

KSV Hessen Kassel: 1 Hoffmeister – 4 Latifi (46. 23 Koitka), 5 Grembowietz, 17 Neunaber, 40 Knipping – 9 Mayer, 18 Asaeda (58. 20 Pokar) – 32 Gundelach, 7 Ochs – 10 Bauer (C) (73 13 Brechler), 22 Damm. Trainer: Christian Hock.
Ersatzbank: 29 Formann (ETW); 21 Heussner, 32 Murawski, 42 Ott.

Stuttgarter Kickers: 1 Wagner – 19 Abruscia, 4 Köpf (C), 26 Fennell, 17 Gerster – 7 Ivanusa – 6 Jung, 22 Gondorf (85. 11 Brandstetter), 20 Pala (81. 27 Türpitz), 24 Savranlioglu – 37 Yilmaz. Trainer: Dirk Schuster.
Ersatzbank: 21 Güvenc (ETW); 3 Auracher, 8 Rizzi, 15 Rapp, 23 Prediger.

Schiedsrichter: Peter Sippel (München)

Gelbe Karten: Neunaber, Asaeda, Koitka, Knipping, Mayer / Savranlioglu.

Zuschauer: 10 000

Kick-S

Presse zu SG Sonnenhof Großaspach – Stuttgarter Kickers (0:3)

Chancenlos gegen die Kickers

Von Stephan Sonntag

Fussball – Die Fronten im Heilbronner Frankenstadion waren schon vor dem Anpfiff geklärt. Die rund 800 Fans der Stuttgarter Kickers sorgten gestern Abend dafür, dass ihr Team in der Regionalliga-Partie gegen die SG Sonnenhof Großaspach praktisch ein Heimspiel hatte. Die Vorherrschaft außerhalb setzte sich auf dem Spielfeld fort. Nach knapp 20 Minuten führte der Aufstiegskandidat aus der Landeshauptstadt durch Tore von Ali-Hüseyin Pala (8.) und Alessandro Abruscia (19.)bereits mit 2:0. Als Pala kurz vor der Pause mit seinem siebten Tor in den letzten fünf Spielen auch noch das 3:0 folgen ließ, war die Partie entschieden.

Viel vorgenommen

Dabei hatte sich die SG nach dem ersten Saison-Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen den Karlsruher SC II so viel vorgenommen. Doch in der gesamten ersten Hälfte kamen die Gastgeber nur einmal gefährlich vor das von Daniel Wagner gehütete Tor. In der 34. Minute strich ein 15-Meter-Schuss von Nicolo Mazzola knapp über die Latte. „Wir haben nicht dagegen gehalten, haben alles spielerisch lösen wollen. So hatten wir den Kickers nichts entgegen zu setzen“, sagte Rüdiger Rehm, der schon nach einer halben Stunde mit einem Muskelfaserriss ausgewechselt werden musste.

SG-Trainer Alexander Zorniger schickte seine Elf nach einer sehr kurzen Halbzeitansprache zurück auf den Rasen. Doch auch im zweiten Durchgang war bei seinem Team kein Aufbäume zu spüren, obwohl die Gäste einen Gang zurückschalteten. Trotzdem hätte Dennis Jung schon kurz nach dem Wechsel auf 4:0 erhöhen können, sein Schuss landete aber an der Latte.
Chancenlos gegen die Kickers
Ein enttäuschter Dennis Grab, im Hintergrund jubeln die Kickers.Fotos: Bertok

Anschließend verwalteten die Kickers die klare Führung, das Spiel plätscherte vor sich hin. „Einige Spieler scheinen zu schnell zufrieden zu sein. Ein Heimsieg gegen den KSC allein reicht aber nicht“, sagte Zorniger und fügte hinzu: „Stuttgart war heute in allen Belangen überlegen.“

SG Sonnenhof Großaspach: Knett, Grab, Frank, Schuster, Binakaj (38. Bentele), Krasniqi, Rehm (31. Marschlich), Mazzola (64. Skarlatidis), Wengert, Hägele, Kacani.

Stuttgarter Kickers: Wagner, Köpf, Jung (86. Türpitz), Ivanusa, Gerster, Abruscia, Pala, Gondorf (74. Auracher), Savranlioglu, Fennell, Yilmaz (89. Brandstetter).

Tore: 0:1 (8.) Pala, 0:2 (19.) Abruscia, 0:3 (42.) Pala

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen).

Zuschauer: 1027.

Heilbronner Stimme

Überforderte SG unterliegt deutlich

Fußball-Regionalligist aus Großaspach ist bei der 0:3-Niederlage gegen Titelaspirant Stuttgarter Kickers völlig chancenlos

Völlig überfordert waren gestern Abend die Fußballer der SG Sonnenhof Großaspach. Sie verloren im Heilbronner Frankenstadion gegen Titelaspirant Stuttgarter Kickers mit 0:3. Die Höhe des Sieges der Blauen ging in Ordnung. Die Gäste hatten besonders in der ersten Halbzeit den Ball und Gegner im Griff.

Von Heiko Schmidt

Die Kickers legten los wie die Feuerwehr und nutzten ihre erste Chance eiskalt aus. Nach acht Minuten setzte sich Jerome Gondorf auf der linken Seite durch und schoss den Ball flach aufs kurze Eck. Dort war SG-Innenverteidiger Robin Schuster nicht dicht genug am Mann, sodass Hüseyin-Ali Pala, früherer Akteur des FC Viktoria Backnang, ins kurze Eck vollendete – 1:0. Die Blauen spielten wie aufgedreht und machten mächtig Druck. Der Ex-Bundesligist erhöhte in der 19. Minute. Bei einem 25-Meter-Freistoß von Stuttgarts Alessandro Abruscia sah Aspachs Schlussmann Christopher Knett nicht gut aus. Er ließ den vor ihn aufsetzenden Ball durch die Hände gleiten – 0:2. Vier Minuten später machte Knett seinen Fehler wett. Der 20-Jährige parierte prächtig gegen den frei durchgebrochenen Gondorf.

Und was brachte Großaspach in der Offensive zustande? Fast nichts. Im Mittelfeld ging der Ball zu schnell verloren. Zudem verzettelten sich die Gastgeber in viele Einzelaktionen, die ohne Erfolg blieben. Die SG spielte außerdem zu umständlich und kam oft einen Schritt zu spät. Einzig Sokol Kacani (34.) besaß die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Der Stürmer verpasste jedoch mit einem 16-Meter-Schuss knapp das angepeilte Ziel. Effektiver präsentierten sich die Gäste aus Degerloch. In der 42. Minute lief erneut Gondorf auf der linken Seite durch und passte in die Mitte. Dort kam Ugur Yilmaz an die Kugel und legte ab auf Pala, der freistehend aus Nahdistanz zur verdienten 3:0-Halbzeitführung für die Kickers traf.

Nach dem Seitenwechsel ließen es die Gäste etwas ruhiger angehen. Die Stuttgarter warteten geduldig auf die Fehler von Großaspach. So in der 51. Minute, als Demis Jung aus 20 Metern freistehend zum Schuss kam. Der Mittelfeldakteur hämmerte den Ball aber an die Latte. Auf der Gegenseite besaß Aspach seine zweite und letzte Chance in der gesamten Begegnung. Kacani scheiterte in der 68. Minute aber aus der Drehung heraus an Stuttgarts Keeper Daniel Wagner. Danach verflachte die Partie zusehends. Die Kickers machten nicht mehr als nötig, Aspach gelang hingegen nur wenig. Fast hätten die Gäste das vierte Tor erzielt, doch Palas Heber aus 35 Metern ging in der 82. Minute knapp am SG-Gehäuse vorbei. So blieb es beim 3:0-Erfolg für die Kickers.

SG Sonnenhof Großaspach: Knett – Wengert, Grab, Schuster, Frank – Mazzola (64. Skarlatidis), Hägele, Rehm (31. Marschlich), Binakaj (38. Bentele) – Kacani, Krasniqi. – Stuttgarter Kickers: Wagner – Abruscia, Köpf, Fennell, Gerster – Jung (89. Türpitz), Gondorf (71. Auracher), Ivanusa, Pala, Savranlioglu – Yilmaz (90. Brandstetter). – Tore: 0:1 (8.) Pala, 0:2 (19.) Abruscia, 0:3 (42.) Pala. – Schiedsrichter: Brand (Gerolzhofen). – Zuschauer: 1027.

Backnanger Kreiszeitung

Zorniger geht mit seinem Team hart ins Gericht

Hingegen gibt es bei den Stuttgarter Kickers überschäumende Freude

(hes). „Oh wie ist das schön“ skandierten die etwa 800 Fans der Stuttgarter Kickers im Heilbronner Frankenstadion nach dem Abpfiff und feierten ihre Mannschaft frenetisch. Hingegen holte Großaspachs Trainer Alexander Zorniger sein Team auf dem Spielfeld zu einer ersten Ansprache zusammen. Und der Coach hatte viel zu reden. „Wir waren weder als Mannschaft, noch als Einzelspieler in der Lage dagegenzuhalten“, kritisierte Zorniger. Er ging noch weiter: „In der ersten Halbzeit waren wir in keiner Phase in der Lage, das Tempo mitzugehen.“ Der SG-Trainer war von der Art und Weise, wie sich sein Team präsentierte, enttäuscht. Dem schloss sich Großaspachs Kapitän Dennis Grab an. Sein ernüchterndes Fazit: „Die erste Halbzeit haben wir total verpennt. Alles, was wir uns vorgenommen haben, hat nicht geklappt.“

Große Freude gab es hingegen bei den Stuttgarter Kickers. „Ich bin sehr zufrieden, dass wir den achten Sieg in Folge gefeiert haben“, strahlte Stuttgarts Trainer Dirk Schuster. Die gleiche Meinung hatte Guido Buchwald, Präsidiumsmitglied der Kickers. „Wir haben konzentriert gespielt, der Sieg war völlig okay“, sagte der Weltmeister von 1990. Er war allerdings „von der Leistung des Sonnenhof im taktischen Bereich enttäuscht“. Schwerer hatte es sich auch der zweifache Torschütze Hüseyin-Ali Pala vorgestellt. Der Stürmer, der in Backnang wohnt, resümierte: „Unser frühes Führungstor war wichtig. Bei beiden Toren kamen die Bälle perfekt.“ Die Stuttgarter Kickers freuen sich nun aufs Spitzenspiel. Am Samstag um 14 Uhr tritt der Zweitplatzierte beim Tabellenführer Hessen Kassel an. Zur gleichen Zeit kickt auch die SG Sonnenhof Großaspach. Die Mannschaft aus dem Fautenhau, die momentan auf Rang 14 steht, muss beim Viertplatzierten Greuther Fürth II ran.

Backnanger Kreiszeitung

3:0 für die Kickers: Keine Sonne für Sonnenhof

Mit einem Dreierschlag in der ersten Halbzeit wurden die Stuttgarter Kickers im Frankenstadion Heilbronn ihrer Favoritenrolle gerecht und kletterten auf den zweiten Tabellenplatz der Regionalliga Süd. Der Sieg war so klar, dass sogar Sonnenhof-Trainer Zorninger indirekt den Kickers Mut gegen im kommenden Spiel gegen den derzeitigen Tabellenführer Kassel machte.

Nach dem Spiel sagte der Trainer von Sonnenhof: „Wir haben gegen Kassel verloren und gegen die Kickers – jeweils 0:3. Wenn man bedenkt, dass in den Reihen der Kasseler ehemalige Zweitliga-Spieler sind und bei den Kickers ehemalige Oberliga-Spieler – die Blauen waren mindestens genauso schwere Gegner!“ Ansporn für die Kickers, die am Samstag im Auswärtsspiel gegen Hessen Kassel die Chance haben, erstmals auf Tabellenplatz 1 zu klettern.

Auch sonst lief am gestrigen Spieltag alles für die Blauen: KSV Hessen Kassel spielte 0:0 gegen die zweite Mannschaft des SC Karlsruhe, und Greuther Fürth II verlor bei der zweiten Mannschaft von Freiburg mit 2:4. Damit helfen die Badener den Württembergern, die jetzt aus eigener Kraft den Aufstieg in die dritte Liga schaffen können. Wenn die Kickers jedes Spiel gewinnen, passiert das „blaue Wunder von der Waldau“.
Glanzvorstellung der Blauen

Im Frankenstadion Heilbronn gaben die Kickers jedenfalls eine Glanzvorstellung ab: Jerome Gondorf flankt perfekt in den Lauf von Ali Pala, der mit einem Flachschuß in die linke Torecke dem Aspacher Keeper Knett in der 9. Minute keine Chance lässt. In der 19. Minute gibts einen Freistoß von halbrechts aus rund 25 Metern Torentfernung. Sandro Abruscia läuft an und zieht einen hammerharten Flachschuß vors Tor, der auftippt und und wieder ins linke Toreck einschlägt. In der 42. Minute dann ein Querpass von Savranlioglu auf Gondorf, der bedient Ali Pala. Und mit einem Rechtsschuß ins Ecke lässt Mittelstürmer der SG keine Chance. (siehe Fotos)

Zwar kann auch die Mannschaft der SG Sonnenhof Großaspach immer wieder mit schnellen Kontern vors Tor der Kickers kommen, doch entweder rauscht der Ball knapp am Pfosten vorbei, oder Kickers-Schlußmann Daniel Wagner kann klären.
Großchancen in der zweiten Halbzeit

In der zweiten Halbzeit blieben die Kickers am Ball: In der 51. Minute hämmerte Demis Jung aus ungefähr 20 Metern einen Freistoß an die Querlatte. Die Sonnenhofer konnten immer wieder Torchancen herausspielen, doch einen Drehschuß von der Strafraumgrenze konnte Wagner noch zur Ecke retten. In der 72. Minute versucht Pala nach einem Sturmlauf, aus 35 Metern Sonnenhofs Schlußmann Knett mit einem Lupfer zu überlisten, doch der Ball geht knapp am Pfosten vorbei.

Von unseren Spieler ist keiner an seine Grenzen gegangen. Der Sieg der Kickers geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Spieler, aber auch wir Trainer müssen jetzt analysieren, was wir in der Vorbereitung falsch gemacht haben.
Alexander Zorninger, Trainer SG Sonnenhof Großaspach

Nach dem Spiel zeigte sich der Trainer der SG Sonnenhof Großaspach Alexander Zorninger zornig und enttäuscht: „Von unseren Spieler ist keiner an seine Grenzen gegangen. Der Sieg der Kickers geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Spieler, aber auch wir Trainer müssen jetzt analysieren, was wir in der Vorbereitung falsch gemacht haben.“

Kickers-Trainer Dirk Schuster: „In der ersten Halbzeit haben die Blauen eine sehr ordenliche Partie gezeigt und in der Defensive nicht viel zugelassen. In der zweiten Halbzeit hat es meine Mannschaft versäumt, die Konter besser herauszuspielen.“

Die Kickers werden heute mit dem Bus nach Kassel fahren und dort am Freitag nachmittag ein Training abhalten.

Wichtig für Fans: Ganz bequem zum Spitzenspiel nach Kassel gehts mit dem inzwischen fünften Fansbus. Abfahrt ist 7 Uhr morgens, Fahrpreis 15 Euro. Mehr Infos zum Transfer zu KSV Hessen Kassel gegen Stuttgarter Kickers

Kick-S

Stadtanzeiger: Es riecht nach 3. Liga – Prof. Dr. Rainer Lorz im Interview

Der sportliche Erfolg führt zum Höhenflug bei den Stuttgarter Kickers. Vor den wichtigen Spielen gegen die SG Sonnenhof Großaspach und gegen den KSV Hessen Kassel sprach Kick-S* mit Kickers-Präsident Prof. Dr. Rainer Lorz: Wann fangen Sie an, an das blaue Wunder zu glauben?

Jens Zimmermann, Dirk Schuster, Rainer Lorz
Kickers-Geschäftsführer Jens Zimmermann, Trainer Dirk Schuster, Präsident Prof. Dr. Rainer Lorz Foto: Kai Fischer Photographie

Lorz: „Am letzten Spieltag, wenn wir es in der Hand haben, durch einen Heimsieg gegen Wormatia Worms es zu schaffen, dann glaube ich dran. Es nützt nichts, von nebulösen Ziele zu schwärmen. Man muss jedes Spiel gewinnen. Dann am Ende hast Du die Punkte und bist oben.

Kick-S: Sieben Siege in Serie, der Aufstieg schaffbar – woran liegts?

Lorz: In der Rückrunde hatten wir teilweise das Glück , was wir in der Vorrunde nicht hatten. Die Mannschaft steht jetzt sehr viel enger zusammen und ist auf den Erfolg aus. Das hat sich in den letzten sieben Spielen gezeigt – das Glück wird jetzt stärker erzwungen.

Kick-S: Hätten Sie diesen Erfolg vor sieben Spielen für möglich gehalten?

Lorz: Sicher nicht. Wir wollten damals – und deshalb hat Guido Buchwald eine offensivere Ansage gewählt – der Mannschaft klar machen, dass man nichts wegschenken sollte und dass man seine Ziele verwirklicht. Wir haben gemerkt, dass die Mannschaft dies positiv annimmt. Der richtige Spirit ist in da. Doch dass es so gut läuft, konnte niemand ahnen.

Kick-S: Planen Sie schon für die 3. Liga?

Lorz: Wir haben unser Hausaufgaben gemacht und beim DFB die notwendigen Lizenzunterlagen eingereicht. Zu einem Zeitpunkt, wo man uns dafür eher für größenwahnsinnig hätte halten können. Wir wollten der Mannschaft zeigen, dass wir Ziele haben. Unser Motto dabei: Die Ziele erreichst Du nur, wenn Du die Aufgaben löst, die vor Dir liegen. Das heißt für die Mannschaft – das nächste Spiel ist das Wichtigste, es wird nur von Spiel zu Spiel gedacht. Wir als Präsidium müssen die Rahmenbedingungen schaffen, wenn der Aufstieg geschafft ist.

Kick-S: Haben Sie schon ein Aufstiegs-Event geplant?

Lorz: Auf solches Glatteis begeben wir uns gar nicht. Im Augenblick steht bei uns im Vordergrund, dass die Mannschaft im Aufwind ist.

Kick-S: Die Finanzen sind eine große Baustelle. Wie kann da die dritte Liga finanziert werden?

Lorz: Ich wage mal die Aussage: Uns fällt es leichter, in der nächsten Saison für die 3. Liga zu planen als für die vierte Liga. In der dritten Liga hat man einen höheren Anteil an Fernsehgeldern. Die dritte Liga nehmen wir deshalb gerne – aber das steht im Moment nicht im Vordergrund.

Stuttgarter Kickers
Torjubel der Stuttgarter Kickers – auch gegen Kassel? Foto: Kick-S

Kick-S: Haben Sie schon mit Sponsoren über die dritte Liga verhandelt?

Lorz: Derzeit führen wir mit den Sponsoren Gespräche auf Basis der Regionalliga. Aber ich glaube, dass die handelnden Personen, die uns in der Regionalliga die Treue halten, das auch in der 3. Liga tun. Und dann honorieren, dass wir in einer höheren Klasse sind.

Kick-S: Wird es weitere Strukturveränderungen bei den Kickers geben?

Lorz: Wir gucken uns alles genau an. Klar ist nur eins: Das Sportliche steht für uns im Vordergrund und darf nicht unter Kosteneinsparungen leiden. Du hast nur dann eine Chance, wenn man eine konkurrenzfähige Mannschaft hat. Darauf setzen wir alles.

Kick-S: Im Moment kommen immer mehr Fans zu den Kickers. Sind das nur Schönwetterfans?

Lorz: Die Leute wollen Erfolg sehen, und deshalb gehen sie zum Fußball. Deshalb haben wir schon in der Winterpause gesagt: Egal in welcher Staffel – nur mit dem sportlichen Erfolg können wir die Anhänger ins Stadion holen. Das sieht man auch: Wir haben gegen Darmstadt im Heimspiel mit 1900 Zuschauern angefangen. Jetzt sind wir Tabellen-Dritter und haben mehr als 2900 Zuschauer. Bei jedem Heimspiel seit der Winterpause haben wir 250 Zuschauer mehr.

Guido Buchwald ist mit Herz und Seele bei den Blauen dabei und bringt sich zeitlich unwahrscheinlich ein. Das er bei uns bleibt – daran habe ich keinen Zweifel
Prof. Dr. Rainer Lorz, Präsident Stuttgarter Kickers

Kick-S: Wie entwickelt sich die Zusammenarbeit mit dem VfB?

Lorz: Im Augenblick ist es so: Kickers sind Kickers und VfB ist VfB. Die Blauen sind eine eigene Marke. In einer Stadt, in der man so nahe beieinander ist, wäre es aber dumm, wenn ein Spieler wie Ali Pala, der vom VfB nicht genommen wird, woanders als bei den Kickers landet. Klar ist aber auch: Die Stuttgarter Kickers als Farmteam des VfB oder als zweite Mannschaft des VfB – das wird’s nicht geben. Dennoch entwickelt sich eine enge Zusammenarbeit mit dem VfB – das zeigt sich an den exzellenten Kontakten von Guido Buchwald oder an den Freundschaftsspielen mit dem VfB zu Saisonbeginn. Das wird eine feste Einrichtung werden.

Kick-S: Beim VfB steht ja ein möglicher Präsidiumswechsel an. Bleibt Guido Buchwald bei den Kickers?

Lorz: Guido Buchwald ist mit Herz und Seele bei den Blauen dabei und bringt sich zeitlich unwahrscheinlich ein. Er ist der, der bei uns weiter für den Erfolg steht. Das er bei uns bleibt – daran habe ich keinen Zweifel.

Kick-S: Wie wollen die Kickers weiter bei den Fans punkten?

Lorz: Mit einem Fussball, der noch reell ist und man als Fan hautnah dabei sein kann. Wo es junge Spieler gibt, die ihre sportlichen Ziele erreichen. Das wird man in Zukunft noch besser erkennen.

Kick-S: Sportliche Frage zum Schluß: Marcel Rapp drückt ja nur die Ersatzbank. Welche Zukunft sehen Sie für Ihn?

Lorz: Er ist erstklassig dabei, aber es gilt das Leistungsprinzip. Ich denke, er wird uns gute Dienste leisten und ich kann mir vorstellen, dass es Situationen gibt, in denen wir froh sind, auf einen Spieler wie Marcel Rapp zurückgreifen zu können.

*Das Interview führte Kick-S gemeinsam mit dem Printpartner Stadtanzeiger Stuttgart.

Kick-S

EßZ-Interview mit Dirk Schuster: „Alles andere sind Nebengeräusche“

NACHGEFRAGT DIRK SCHUSTER, TRAINER DER STUTTGARTER KICKERS

Der 43-Jährige legt den Fokus nur auf das nächste Spiel, nicht auf die mögliche Tabellenführung
Trainer Dirk Schuster bläut den Spielern der Stuttgarter Kickers ein, dass es trotz der guten Tabellensituation keinen Grund zum Abheben gebe. Foto: Rudel

Trainer Dirk Schuster bläut den Spielern der Stuttgarter Kickers ein, dass es trotz der guten Tabellensituation keinen Grund zum Abheben gebe. Foto: Rudel

Stuttgart – Sieben Siege in Folge und Platz drei in der Fußball-Regionalliga – das ist die Lage der Stuttgarter Kickers. Drei Punkte im Spiel heute (18 Uhr) im Heilbronner Frankenstadion gegen den Tabellen-13. SG Sonnenhof Großaspach würden den Kickers sogar den ersten Platz bescheren, falls zugleich Spitzenreiter Hessen Kassel beim Karlsruher SC II verliert. Am Samstag (14 Uhr) könnten die Kickers mit einem Sieg in Kassel den Aufstiegsrang direkt erreichen. Trainer Dirk Schuster bleibt dennoch sehr zurückhaltend. „Wir werden nicht abheben“, betont der 43-jährige Ex-Nationalspieler im Gespräch mit Frank Hagenauer.

Herr Schuster, mit einem Auswärtssieg gegen Großaspach könnten die Kickers auf Platz eins klettern.

Schuster: Darüber sprechen wir jetzt aber bitte nicht.

Warum denn nicht?

Schuster: Es ist einfach ein Spiel, in dem es um drei Punkte geht, ein Prestigeduell für beide Vereine, fast schon ein Derby. Es geht darum, dass wir unseren Weg weitergehen und in der Spur bleiben. Alles andere sind Nebengeräusche, die mich nicht interessieren.

Aber es winkt der Aufstieg. Die Fans sind begeistert angesichts der Kickers-Erfolgsserie.

Schuster: Es ist verständlich, dass eine gewisse Euphorie herrscht und einige anfangen zu träumen. Aber wir werden nicht abheben. Bisher hat die Mannschaft das ganz gut im Griff.

Denken Sie denn derzeit wirklich gar nicht an die 3. Liga?

Schuster: Nein. Falls wir Ende Mai auf dem Tabellenplatz stehen sollten, der zum Aufstieg berechtigt, würde im Verein der Plan B aus der Schublade geholt. Vorher nicht.

Die Kickers lagen im Mittelfeld und sind dann plötzlich mit sieben Siegen in Folge durchgestartet. Was ist das Erfolgsrezept?

Schuster: Wir haben jetzt nicht plötzlich den Fußball neu erfunden. Wir sind einfach unserer Linie treu geblieben und haben genauso weitergearbeitet wie bisher. Im Grunde haben wir nur an ein paar kleinen Stellschrauben gedreht. Und ein kleines bisschen Glück war auch dabei.

Welche Stellschrauben meinen Sie?

Schuster: Wir waren wegen verletzungsbedingter Ausfälle zu personellen Veränderungen gezwungen. Als wichtige Spieler wie Vincenzo Marchese oder Marcel Rapp plötzlich nicht mehr auf dem Platz waren, hat jeder von den anderen etwas mehr Verantwortung übernommen. Nach den Ausfällen und den Dingen, die im Verein abseits des Fußballs ein Thema waren, ist in der Mannschaft eine Jetzt-erst-recht-Mentalität entstanden. Wir haben auch die Taktik verändert, von einer Raute auf ein System mit einem Stürmer.

Die Kickers sind Ihre erste Trainerstation, Ihr Vertrag läuft noch bis 2012. Haben Sie schon über eine Zeit nach den Kickers nachgedacht?

Schuster: Vertrag kommt von vertragen. Die Arbeit bei den Kickers macht mir riesigen Spaß und wir sind hier auf einem richtig guten Weg. Es gibt keinerlei Grund, irgendwelche anderen Gedanken zu haben.

Eßlinger Zeitung