Presse zu SpVgg Greuther Fürth II – Stuttgarter Kickers (0:2)

Kickers lauern auf Ausrutscher
Jürgen Kemmner, aktualisiert am 09.05.2011 um 10:42 Uhr

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers bleiben weiter dran im Titelrennen in der Fußball-Regionalliga: Die Blauen schlugen Mitkonkurrent SpVgg Greuther Fürth II mit 2:0 und sitzen Darmstadt 98 mit zwei Punkten Rückstand im Nacken. „In Fürth hatten wir leistungsmäßig noch Luft nach oben“, sagt Kickers-Trainer Dirk Schuster, „aber wie wir diese Partie letztlich doch souverän über die Bühne gebracht haben, hat gezeigt, dass wir berechtigte Ambitionen auf den Aufstieg haben.“

Erst nach 25 Minuten Leerlauf kam der Motor in Schwung, nach der Führung durch Dominique Fennell waren die Kickers in der Partie. Zwar leisteten die Fürther den erwarteten erbitterten Widerstand, doch das 2:0 durch Demis Jung sorgte für klare Verhältnisse, wenngleich die Blauen noch einiges für den Sieg tun mussten. Damit sind die Kickers 2011 weiter ungeschlagen, doch im Titelrennen müssen sie auf einen Ausrutscher von Darmstadt 98 hoffen – die Lilien haben bei noch drei ausstehenden Spielen zwei Zähler Vorsprung.

„Ich gehe davon aus“, sagt Schuster, „dass wir alle unsere drei Spiele gewinnen müssen, wenn wir aufsteigen wollen – und wir müssen zudem auf einen Patzer von Darmstadt hoffen.“ Die Blauen treffen noch auf Eintracht Frankfurt II (Freitag/19 Uhr/Gazistadion), auf den FSV Frankfurt II und auf Wormatia Worms. Ganz abgeschrieben im Aufstiegskampf hat der Kickers-Coach auch Hessen Kassel noch nicht, der Club hat aber nur noch zwei Spiele auszutragen. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen“, sagt Schuster, „den Rest haben wir nicht in der Hand.“

Stuttgarter Nachrichten

Kickers in der Rolle des Jägers

Stuttgart (red) – Obwohl der Aufstieg in die 3. Fußball-Liga offiziell nicht als Ziel formuliert worden ist, sagt Dirk Schuster, Trainer der Stuttgarter Kickers, vor dem viertletzten Saisonspiel heute (14 Uhr) bei der SpVgg Greuther Fürth II: „Wir sind jetzt wieder in der Rolle des Jägers – und die liegt uns.“ Wohl nur mit einem Sieg beim direkten Verfolger würden die seit elf Spielen ungeschlagenen Kickers, momentan Dritter, weiter im Aufstiegsrennen bleiben. Der Doppeltorschütze gegen den Karlsruher SC II, Alessandro Abruscia, glaubt auch nach dem 2:2 zur Unzeit an die Chance, am Ende ganz vorne zu landen: „Das macht uns nur noch stärker. Jetzt hauen wir Greuther Fürth II weg.“ Auch Schuster ist zuversichtlich: „Wir können dort nur gewinnen – und wir wollen gewinnen.“ Philip Türpitz kann wohl trotz Prellung auflaufen.

Eßlinger Zeitung

Weiterhin an Darmstadt 98 dran – 2:0-Erfolg bei der SpVgg Greuther Fürth II

Von: Stephan R.T. | Kommentare (0) | Weiterempfehlen

Der KSV Hessen Kassel und die SpVgg Greuther Fürth II verlieren – der SV Darmstadt 98 und die Stuttgarter Kickers gewinnen. Drei Spieltage vor Saisonschluss wird aus dem Vierkampf um den Aufstieg der Regionalliga Süd ein Dreikampf zwischen den Darmstädtern an der Tabellenspitze, den Kickers (zwei Punkte Rückstand) und Hessen Kassel (zwei Punkte Rückstand, aber nur noch zwei Spiele zu absolvieren).

Die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster setzte sich am heutigen 31. Spieltag der Regionalliga Süd durch die beiden Kopfballtore von Royal-Dominique Fennell (29.) und Demis Jung (66.) mit 0:2 (0:1) bei der SpVgg Greuther Fürth II durch und rückt damit in der Tabelle wieder auf den zweiten Platz vor. „Wir haben mit aller Macht den Sieg gewollt“, so der Kickers-Cheftrainer Dirk Schuster, „auch wenn wir heute an unsere Grenzen gehen mussten, denn Fürth hat uns alles abverlangt.“

Mit Demis Jung, Dirk Prediger und Florian Treske gab es heute drei Änderungen in der Startelf der Blauen, ansonsten ließ Chef-Trainer Dirk Schuster die identische Aufstellung aus den letzten Spielen auflaufen. Kickers-Angreifer Ugur Yilmaz musste heute zunächst auf der Bank Platz nehmen, Philip Türpitz stand aufgrund seiner Behandlung mit Cortison sicherheitshalber nicht im Kader.

Bei sommerlichen Temperaturen in der Trolli-Arena ist die erste Halbzeit schnell erzählt: die Kickers nutzten die erste und einzige Chance zur Führung, als Fabian Gerster den Freistoß bei der Eckfahne in den Strafraum schlug. Royal-Dominique Fennell sich im Kopfballduell entscheidend durchsetzen und aus sechs Metern zum 0:1 einköpfen konnte (29.).

Bei den Gastgebern hatte zuvor Ilir Azemi die erste nennenswerte Möglichkeit zur Führung, als Alessandro Abruscia einen langen Ball unterlief, doch der Fürther blieb mit seinem Schuss zu harmlos, um Kickers-Schlussmann Daniel Wagner zu überwinden (13.). Die Klettblätter zeigten zwar das gefälligere Spiel, blieben jedoch zu ungefährlich. „Meine Mannschaft fand nur schwer ins Spiel“, befand auch der Kickers-Trainer: „Wir hatten nur wenig Zugriff auf das Spiel und haben nur auf die Aktionen der Fürther reagiert.“

Auch im zweiten Spielabschnitt spielten die Fürther zwar besser nach vorne, so wirklich zwingend wurden sie aber nicht. Der auffällige Demis Jung war an den nächsten beiden Aktionen beteiligt: In der 60. Minute setzte er sich auf der rechten Außenbahn durch, doch seinen Pass in die Mitte erreichte leider niemanden seiner Mitspieler. Dafür passte die Flanke von Mahir Savranlioglu besser, als er sich stark den Ball wieder erkämpfte. Am zweiten Pfosten stand Demis Jung goldrichtig und köpfte per Aufsetzer zum 0:2 (66.) ein.

In der Schlussviertelstunde kamen die Kickers vor den 500 Zuschauern – darunter rund 400 Kickers-Fans – nochmals unter Druck. In der 75. verpasste Ilir Azemi gleich zwei Mal den Anschlusstreffer: zunächst konnte die Kickers-Abwehr in höchster Not im Fünfmeterraum vor dem Fürther Angreifer klären, nur Sekunden später parierte Kickers-Keeper Daniel Wagner einen Schuss aus kürzester Distanz von der Fünfmeterlinie reaktionsschnell (77.).

Der sichere Kickers-Schlussmann war es auch, der die nächste Chance durch Dominik Stolz vereitelte, als dieser sich zunächst gegen Royal-Dominique Fennell durchsetzen konnte. Wagner blieb lange stehen und machte sich breit, so dass er den Schuss abwehren konnte (79.).

In den Schlussminuten hatten die Blauen einige Konterchancen, doch zwei Mal vertändelte Jerome Gondorf den Ball, oder dem eingewechselten Ugur Yilmaz versprang die Kugel bei der Annahme, als er schön von Jerome Gondorf angespielt wurde (85.). Eine Minute später köpfte Florian Treske die Flanke von Fabian Gerster nur um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (86.).

Damit blieb es beim verdienten 2:0-Erfolg der Blauen, die mit dem heutigen Sieg nach den beiden Unentschieden wieder auf den zweiten Platz der Regionalliga-Tabelle vorgerückt sind.

SpVgg Greuther Fürth II: Rozmann – Philp, Kleineheismann, Bauer, Mayr – Müller (90. Langen), Strangl, Maas (87. Welzmüller), Roth – Katerna, Azemi (77. Stolz) – Trainer: Frank Kramer – Ersatzbank: Krüger (ETW), Böhnlein, Baumgärtel, Zitzmann

SV Stuttgarter Kickers: Wagner – Abruscia, Köpf, Fennell, Gerster – Ivanusa – Jung, Gondorf, Savranlioglu, Prediger (82. Yilmaz) – Treske (90. Brandstetter) – Trainer: Dirk Schuster – Ersatzbank: Güvenc (ETW), Auracher, Rizzi, Rapp, Leutenecker

Schiedsrichter: Tobias Christ (Münchweiler)
Gelbe Karten: Kleineheismann / Savranlioglu, Köpf, Gondorf, Ivanusa

Zuschauer: 500 Fans in der Trolli-Arena Fürth
Tore: 0:1 Royal-Dominique Fennell (29.), 0:2 Demis Jung (66.)

Frank Pfauth

Die-Fans.de

Presse zu Stuttgarter Kickers – SpVgg Greuther Fürth II (0:1)

Strichliste des Grauens
Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 02.11.2010
Regionalliga Das Präsidiumsmitglied Friedrich Kummer zählt beim 0:1 der Kickers gegen Fürth die Fehlpässe. Von Joachim Klumpp

Fürths Trainer Frank Kramer ist ein höflicher Mensch. Er bedankte sich ausdrücklich bei den Stuttgarter Kickers für die Motivationshilfe. Die hatte der Geschäftsführer Jens Zimmermann geliefert, nachdem er im Fußballmagazin „11 Freunde“ den Franken Kreisklassenniveau attestiert hatte, weil sie vergangene Saison – wohl wegen höherer Gewalt – nicht mit dem Bus, sondern in Autos angereist waren. „Das hat die Mannschaft gelesen, und es hat ihr Auftrieb gegeben“, sagte Kramer. In der Tat, schließlich hat sie 1:0 beim Stuttgarter Fußball-Regionalligisten gewonnen, verdient, wie selbst der Kickers-Coach Dirk Schuster zugeben musste.

Dessen Elf hatte die beste Phase in den ersten 20 Minuten mit zwei Pfostenschüssen (Philip Türpitz, Ali Pala) sowie zwei weiteren Chancen, doch die wurden so wenig genutzt wie ein Elfmeter, den Enzo Marchese so unplatziert schoss, dass dies symptomatisch für seine schwache Leistung stand (83.). Das gleiche Malheur war ihm schon gegen 1860 München II unterlaufen, nicht nur deshalb gibt es Parallelen.

„Wir sind schlecht organisiert“, sagte der Sportkoordinator Michael Zeyer. Der Aufbau ist dem Zufall überlassen, da die Innenverteidiger Simon Köpf und Marcel Rapp nicht prädestiniert sind für die Spieleröffnung, der defensive Mittelfeldmann Michele Rizzi zu viele Löcher stopfen muss und Marchese im Moment weder Denker geschweige denn Lenker ist.

Das Präsidiumsmitglied Friedrich Kummer hatte vor der Pause eine Strichliste mit Fehlpässen geführt: Es kam die erschreckende Zahl von 35 zusammen, so viele Patzer kann keine Elf kompensieren, weil das einen viel zu hohen Aufwand erfordert.

„In Karlsruhe haben wir uns zuletzt über den Ballbesitz Selbstvertrauen geholt“, sagte Schuster, „das hat diesmal nicht geklappt.“ Auswärts (bei zwölf von 19 Punkten) tun sich die Kickers leichter mit ihren schnellen Spitzen wie Türpitz, Pala oder dem eingewechselten Marcel Brandstetter. „Wir werden unsere Schlüsse aus dem Spiel ziehen“, betonte Schuster – wobei ein Systemwechsel diskutiert wird.

„Dirk Schuster kann jetzt zeigen, was er draufhat“, sagte Kummer, ohne damit irgendein Ultimatum setzen zu wollen. Doch klar ist auch: der Trainer ist gefordert; es ist weitgehend sein Kader. Trotz des Abwärtstrends halten die Kickers aber an ihrem Saisonziel (Platz eins bis sechs) fest, wobei sie jetzt bereits die Weichen für die nächste Saison stellen können. „Wir müssen uns sicher verstärken“, sagte Kummer. Und zwar in allen Mannschaftsteilen.

Sonst laufen die Fans weg. Am Samstag gab es mit nur 1820 Besuchern einen Vorgeschmack. Schließlich hatten die Kickers schon gegen Spitzenreiter Kassel (bei 2150 Zuschauern) 4000 Euro Minus gemacht.

Einen Teilerfolg nach zuletzt drei Niederlagen gab es für die SG Sonnenhof Großaspach: 1:1 hieß es am Ende gegen den FSV Frankfurt II. „Das war ein Spiel, das wir vor sechs Wochen noch gewonnen hätten, aber vor eineinhalb Wochen auch noch verloren hätten“, sagte der Trainer Alexander Zorniger. Dem kurz zuvor eingewechselten Nico Rummel gelang der Ausgleichstreffer für die SG (79.).

Stuttgarter Kickers Wagner – Auracher (46. Brandstetter), Köpf, Rapp, Gerster – Rizzi – Abruscia, Gondorf (35. Ivanusa) – Marchese – Pala (78. Yilmaz), Türpitz.

Stuttgarter Zeitung

Tendenz geht nach unten
Bei den Kickers brodelt es immer kräftiger
Von Jürgen Kemmner, aktualisiert am 02.11.2010 um 14:48
Fußball Herren Regionalliga Süd Saison 2010/2011 SV Stuttgarter Kickers – Greuther Fürth II

Stuttgart – Es hätte ein Befreiungsschlag werden sollen, nun wächst der Druck wieder an: Die Stuttgarter Kickers haben die günstige Gelegenheit verpasst, in der Tabelle deutlich nach oben zu klettern – 0:1 unterlag der Fußball-Regionalligist am Samstag vor 1800 Fans im Gazistadion der SpVgg Greuther Fürth II. Das Schlimme am Rückschlag: Die Kickers sind seit fünf Heimspielen sieglos und hätten gegen Fürth sogar durchaus höher verlieren können. „Wir müssen uns ernsthaft Gedanken machen, warum wir nach drei insgesamt ordentlichen Spielen einen großen Schritt in die falsche Richtung gemacht haben“, sagte Trainer Dirk Schuster.

Die Analyse des 42-Jährigen: Zum einen trete seine Mannschaft im Gazistadion mit zu viel Respekt auf, als ob sie von vornherein Angst vor Buhrufen oder gar Beleidigungen der Fans haben könnte. Die Erwartungen in dieser Saison seien durch die Verstärkungen verständlicherweise gewachsen, so dass den Zuschauern der Geduldsfaden schneller reiße. Seien wir ehrlich: Wenn ein Spieler Angst vor Pfiffen hat, ist er in der Regionalliga fehl im Team. Zum andern, so Schusters Analyse, habe sich bei manchen Spielern nach den guten Partien zuletzt Selbstzufriedenheit breitgemacht. Ein altbekanntes Problem, gegen das jeder Coach ein Heilmittel kennen sollte. Kickers-Koordinator Michael Zeyer hatte gegen Fürth Schwächen in der Spielorganisation auf dem Feld erkannt. „Im Spielaufbau gab’s ein Vakuum“, sagte er und ließ die Frage offen, ob die Blauen lieber einen Stürmer oder besser einen Spielgestalter als Verstärkung in der Winterpause suchen sollten.

Der Druck auf Schuster nimmt zu

Fraglos ist, dass der Druck vor allem auf Trainer Schuster zunimmt, da sein Team im Niemandsland der Tabelle herumdümpelt, wo doch der Blick nach oben gehen sollte. „Wir hinken unseren Zielen hinterher“, räumt er ein. Da überrascht es nicht, dass es bei den Kickers immer kräftiger brodelt – bei den Fans steigt der Unmut, wurde Schuster vergangene Saison für seine Aufbauarbeit noch gelobt, so wird er nun für den Stillstand kritisiert. „Diese Reaktionen sind völlig normal“, sagt der Trainer.

Auch Präsident Edgar Kurz hat die stärker werdenden Erdstöße von der Waldau vernommen, obwohl er am Samstag am Bodensee war. „Die Tendenz geht abwärts – die Alarmglocken sind eingeschaltet“, betont der Clubchef, „Schuster steht unter besonderer Beobachtung, so sind die Automatismen der Branche. Aber wir reden in Ruhe miteinander.“ Nur keine Panik. Doch bis zum Spiel am Sonntag bei Eintracht Frankfurt II sollte Schuster die Probleme ausgeräumt haben. Zur Not dürfen die Blauen schlecht spielen – wenn sie trotzdem gewinnen, können auch die Fans damit leben.

Stuttgarter Nachrichten

Kleeblatt bezwingt Kickers
Stuttgarter Kickers – SpVgg Greuther Fürth II 0:1 (0:1) – 30.10. 21:13 Uhr

FÜRTH – Auf die U23 der SpVgg Greuther Fürth ist auswärts weiterhin Verlass. Bei den Stuttgarter Kickers landete das „kleine Kleeblatt“ bereits seinen fünften Dreier in der Fremde und präsentierte sich eine Woche vor dem mit Spannung erwarteten Derby gegen den 1. FC Nürnberg in guter Verfassung.

Trainer Frank Kramer musste kurzfristig auf den angeschlagenen Philipp Langen verzichten, dessen Platz Fabian Baumgärtel einnahm. Zudem kam Dani Schahin zu seinem ersten Saisoneinsatz im Nachwuchs-Team.Vor 1820 Zuschauern erwischten die Stuttgarter zunächst den besseren Start und brachten die in den ersten Minuten etwas schläfrig wirkende SpVgg stark in Bedrängnis. Zweimal
verhinderte nur der Pfosten bei Schüssen von Türpitz (8.) und Pala (13.) einen frühen Rückstand. Erst nach einer guten Viertelstunde gewannen die Fürther mehr und mehr die Oberhand, nutzten ihre technischen Vorteile aus und kombinierten flüssig und druckvoll in Richtung Kickers-Gehäuse.

Profi-Leihgabe Dani Schahin sorgte schließlich in der 31. Minute für den verdienten Führungstreffer, als er nach einer schönen Ballstafette über mehrere Stationen aus 14 Metern unhaltbar vollstreckte. Die Kramer-Elf wurde nun immer selbstsicherer, ließ jedoch, wie in den Spielen zuvor, die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor vermissen. Zunächst scheiterte Dani Schahin (36.), der sein Visier etwas zu hoch eingestellt hatte, dann köpfte Jim-Patrick Müller an die Latte (38.).
Die Sp

Vgg hatte auch nach Wiederanpfiff deutlich mehr von der Partie, unterband die Angriffsversuche der „Blauen“ durch konsequente Abwehrarbeit meist schon im Ansatz und drängte mit Macht auf die Entscheidung. Jim-Patrick Müller (52.), Christopher Schaab (57.) oder Dani Schahin (67.) ließen den zweiten Treffer aber teilweise leichtfertig liegen. Zudem prüfte Felix Klaus aus kurzer Distanz die Beschaffenheit des schwäbischen Aluminiums (70.). Die Strafe folgte nach 82 Minuten auf dem Fuß: Schiedsrichter Steffens hatte, wohl als Einziger im Stadion, bei einem Schussversuch von Yilmaz ein Foulspiel des in der Nähe befindlichen Florian Bauer gesehen und zum Entsetzen der Fürther auf den Elfmeterpunkt gezeigt.

Torhüter Jasmin Fejzic, der vor sechs Jahren selbst noch das Trikot der Kickers getragen hatte, erwies sich jedoch als Matchwinner und konnte den unplatziert getretenen Strafstoß von Vincenzo Marchese entschärfen. In der folgenden Schlussphase kamen die Weiß-Grünen kaum mehr in Bedrängnis und brachten den letztlich hochverdienten Dreier sicher ins Ziel. Entsprechend zufrieden fiel das Fazit von Frank Kramer nach der Begegnung aus, dem nur die
eklatante Abschlussschwäche seiner Mannschaft Sorgen bereitete: „Wir haben bis auf eine etwas durchwachsene Anfangsphase eine sehr gute Leistung geboten und den Gegner klar beherrscht. Allerdings müssen wir ein solches Spiel vorzeitig entscheiden, um nicht Gefahr zu laufen unnötig Punkte zu verlieren.“

SpVgg Greuther Fürth II: Fejzic; Philp, Bauer, Kleineheismann, Baumgärtel – Strangl, Schaab, Klaus (81. Welzmüller), Kampl (90. Zitzmann) – Schahin (77. Katerna), Müller
Tor: 0:1 Schahin (31.)
Schiedsrichter: Steffens (Mechernich)
Zuschauer: 1820
Bes. Vorkommnis: Fejzic hält Foulelfmeter von Marchese (83.)

Nordbayern.de

1:2-Niederlage in Fürth – Starke Kickers-Elf lässt sich die Butter noch vom Brot nehmen

Nach dem Führungstor von Türpitz verpassen die Blauen eine vorzeitige Entscheidung zu ihren Gunsten

Von wegen frohe Ostern. Trotz einer starken Mannschaftsleistung hat der Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers am heutigen Samstag seine Partie am 25. Spieltag bei der SpVgg Greuther Fürth II mit 1:2 (0:0) verloren. Nachdem der eingewechselte Philip Türpitz die Blauen in der 59. Minute mit seinem ersten Regionalliga-Tor in Führung geschossen hatte, deutete vieles vor den 320 Zuschauern im Playmobilstadion auf den vierten Auswärtserfolg für die Degerlocher hin. Doch mit einem späten Doppelschlag durch zwei Joker-Tore drehten die Franken die Begegnung.

In der 85. Minute nutzte zunächst Martin Sautner die erste ernsthafte Möglichkeit der Hausherren zum 1:1-Ausgleich, Matthias Katerna gelang in der 89. Minute dann auch noch der Siegtreffer für die „Kleeblätter“. Kickers-Cheftrainer Dirk Schuster war angesichts dessen nach dem Abpfiff konsterniert: „Es ist total frustrierend, nach einer solchen unverdienten Niederlage jetzt mit leeren Händen nach Hause fahren zu müssen“, sagte er nach dem ersten verlorenen Punktspiel seiner Mannschaft im Jahr 2010.

Schusters Amtskollegen Frank Kramer, dem U23-Coach der SpVgg Greuther Fürth, war demgegenüber beim Heimspiel der Franken gegen die Blauen am Ostersamstag eines jedenfalls nicht abzusprechen: ein gutes Händchen bei den Einwechslungen. Denn die beiden Torschützen, die seiner insgesamt harmlosen Elf einen „sehr glücklichen Heimsieg“ (Kramer) bescherten, kamen erst im Verlauf der zweiten Halbzeit ins Spiel – und drehten am Ende eine Partie, die nach menschlichem Ermessen nur die Stuttgarter Kickers hätten gewinnen können.

Eigentlich. In einem recht zerfahrenen Spiel sah auch Kramer die Gästemannschaft in vielen Bereichen ganz klar vorne: „Die Stuttgarter waren in ihren Aktionen immer einen Tick giftiger, torgefährlicher und präsenter und hätten in der Summe den Sieg verdient gehabt“, lautete das nachvollziehbare Fazit des Greuther Fürther Trainers.

Jedoch: 13:2 Eckbälle plus eine optische Überlegenheit bei eigenem Ballbesitz sowie eine positive Zweikampfbilanz und den klareren Torgelegenheiten hatten den Gästen am Ende nicht gereicht, um den fast schon sicher in den Händen haltenden vierten Auswärtserfolg über die Ziellinie zu bekommen.

Wie schon bei der 0:1-Niederlage der Blauen im WFV-Pokal-Viertelfinale in Bonlanden unter der Woche sorgte abermals ein später Gegentreffer für die Entscheidung. Nach der 1:0-Führung in Fürth durch den ebenfalls eingewechselten Youngster Philip Türpitz, der den Ball nach Vorlage von Gökhan Gümüssu clever über den Schlussmann Jasmin Fejzic lupfte, fehlte den Gästen bei den sich ihnen bietenden Chancen entweder der nötige Schuss Abgezocktheit oder aber ein Akteur der Franken verhinderte im letzten Moment einen erfolgreichen Abschluss. So versandeten die Möglichkeiten für einen zweiten Kickers-Treffer, die der ebenfalls eingewechselte Gökhan Gümüssu sowie Enzo Marchese und Michele Rizzi gleich mehrmals besaßen, letztlich allesamt im Nichts.

Auf der anderen Seite der Fürther Zweitliga-Heimspielstätte nutzten die Gastgeber zwei schwache Momente in der Kickers-Defensive gnadenlos aus. Der Torjäger Kakoko trat in der 85. Minute einen Freistoß aus dem Halbfeld heraus in den Strafraum der Gäste, Mahir Savranlioglu unterlief ein Stellungsfehler, worauf ein Angreifer von rechts den Ball in die Mitte passte und der dort lauernde Sautner nur noch einschieben musste – das 1:1.

Und auch beim Siegtreffer, den Nicolas Roth mit einem sehenswerten Diagonalpass einleitete, hatten die Blauen nicht entscheidend eingegriffen. Der Torschütze Katerna zielte aus halbrechter Angriffsposition ins lange Eck – dem insgesamt nur wenig beschäftigten Daniel Wagner blieb erneut nur die undankbare Rolle eines chancenlosen Schlussmannes.

Trainerstimmen
Dirk Schuster: „Wir haben uns heute um die Früchte unserer Arbeit beschissen, im Fußball zählen nun einmal die Tore. Es ist total frustrierend, jetzt mit leeren Händen nach Hause fahren zu müssen. Mit dem Auftritt meiner Mannschaft bin ich trotz der Niederlage sehr einverstanden. Sie hat die richtige Reaktion nach unserem Pokal-Aus gezeigt.“

Frank Kramer: „In einem zerfahrenen Spiel mit vielen Fehlpässen und Zweikämpfen waren die Kickers immer einen Tick giftiger, torgefährlicher und präsenter als meine Mannschaft, die sich heute angesichts dessen über einen sehr glücklichen Sieg freuen darf.“

Fußball-Regionalliga Süd, 26. Spieltag: Ihr nächstes Meisterschaftsspiel bestreiten die Stuttgarter Kickers am kommenden Freitag, 9. April 2010, gegen den SC Pfullendorf. Spielbeginn im GAZi-Stadion auf der Waldau ist um 19 Uhr.

SpVgg Greuther Fürth II: 1 Fejzic – 2 Mayr, 4 Wiechers, 5 Bauer, 8 Pickel – 7 Philp (65. 13 Sautner) – 3 Baumgärtel, 11 Herl, 6 Roth – 10 Kakoko, 9 Müller (77.16 Katerna). Trainer: Kramer.
Ersatz: 22 Kajgana (Tor) – 12 Weber, 14 Zitzmann, 15 Kleinheisemann.

Stuttgarter Kickers: 1 Wagner – 17 Gerster, 3 Olveira, 15 Rapp, 24 Savranlioglu – 6 Jung (51. 22 Gümüssu), 16 Rizzi, 7 Marchese, 18 Ivanusa – 23 Prediger (46. 27 Türpitz, 11 Tunjic. Trainer: Schuster.
Ersatz: 29 Güvenc (Tor) – 9 Gondorf, 19 Abruscia, 20 Grujicic, 33 Auracher.

Tore: 0:1 Türpitz (59.), 1:1 Sautner (85.), 2:1 Katerna (89.)

Schiedsrichter: Stefan Kleinschmidt (Mühlhausen)

Gelbe Karten: –

Besonderes: –

Zuschauer: 320 Fans im Playmobilstadion.

Offizielle Homepage

Vorberichte SpVgg Greuther Fürth II – Stuttgarter Kickers

Chance für Türpitz?

Den Schock vom Pokalaus beim Oberligisten SV Bonlanden (0:1) steckt den Stuttgarter Kickers noch in den Knochen. Oder besser im Geldbeutel. Denn dadurch fehlt nicht nur die Aussicht auf die Qualifikation für den DFB-Pokal, sondern auch die Einnahme aus einem möglichen Halbfinale zu Hause gegen Aalen und eventuell dem Endspiel. „Das tut weh“, sagt der Präsident Edgar Kurz, während der Trainer Dirk Schuster das Augenmerk jetzt umso mehr auf die Regionalliga konzentriert, auch wenn ein Aufstieg nicht mehr machbar ist.

„Wir wollen den positiven Eindruck der letzten Wochen festigen“, sagt Schuster vor dem Auswärtsspiel heute (14 Uhr) bei Greuther Fürth II. Gut möglich, dass es die ein oder andere Umstellung geben wird. Die besten Karten für einen Einsatz besitzt Philipp Türpitz im Sturm, der nach seiner Einwechslung am Mittwoch frischen Wind gebracht hat. Türpitz kam in der Winterpause aus der zweiten Mannschaft, die weiter erfolgreich ist. Am Donnerstag trotzte sie dem Tabellenführer Hoffenheim II nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2 ab. ump

Stuttgarter Zeitung

Kickers wollen sich Frust von der Seele spielen
Von Jürgen Frey

STUTTGART. Diese Niederlage ist irreparabel. Auch mit einem Sieg im Punktspiel am Karsamstag (14 Uhr) bei der SpVgg Greuther Fürth II kann Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers das 0:1 im WFV-Pokal beim SV Bonlanden nicht wieder gutmachen. Die Chance auf den Einzug in den DFB-Pokal und allein damit garantierte 100 000 Euro TV-Einnahmen ist verspielt. „Das Aus hat die Elf mitgenommen. Sie ist sehr selbstkritisch damit umgegangen“, sagt Trainer Dirk Schuster. Kapitän Marcel Rapp gab im Namen der Mannschaft sogar im Vereinsforum eine Stellungnahme ab. Tenor: Wir werden nicht zur Tagesordnung übergehen und versuchen, Fehler noch mehr zu minimieren. „Der Dialog mit den Fans ist uns sehr wichtig“, begrüßt Schuster diese Maßnahme, doch er stellt auch klar: „Die richtige Antwort muss es jetzt auf dem Platz geben.“ In Fürth steht hinter dem Einsatz von Simon Köpf ein Fragezeichen – zuletzt musste der Innenverteidiger wegen einer Fußverletzung fitgespritzt werden. Fällt er aus, wird André Olveira in die Anfangsformation rücken.

Stuttgarter Nachrichten

Nach der Schmach geht es nach Fürth

Stuttgart (red) – Für den Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers ist heute (14 Uhr) Wiedergutmachung angesagt. Nach der Schmach im WFV-Pokal-Viertelfinale, das die Kickers gegen den klassentieferen SV Bonlanden mit 0:1 verloren, haben die Stuttgarter bei der SpVgg Greuther Fürth II die Chance, ihren Frust mit drei Punkten zu bewältigen. Als Tabellenfünfter sind die Kickers gegen den Tabellen-14. im Fürther Playmobil-Stadion auf den ersten Blick zwar klar in der Favoritenrolle, aber die Tabelle täuscht. Denn zwischen beiden Teams liegen zwar neun Tabellenplätze, aber nur vier Punkte. Die Fürther haben sogar einen Saisonsieg mehr auf dem Konto als die Stuttgarter, die bis zur Pokal-Niederlage in diesem Jahr noch ungeschlagen waren

Eßlinger Zeitung