Vorberichte Kickers Emden – Stuttgarter Kickers

Die Kickers unter Druck: letzte Ausfahrt Emden?

Der Präsident Dirk Eichelbaum fordert vor dem nächsten Spiel: „Wir müssen Punkte holen, wenn keiner damit rechnet“

STUTTGART. Bereits morgen früh um sechs Uhr reist der Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers zum Spiel nach Emden. Dort erwartet der Präsident Dirk Eichelbaum eine Reaktion von der Mannschaft. Die hatte nach dem 0:2 in Sandhausen aber erst einmal frei.

Von Joachim Klumpp

Eigentlich ist gestern Morgen für zehn Uhr ein Training angesetzt gewesen – doch dann: Tote Hose in Degerloch. Edgar Schmitt hat es sich anders überlegt. Und der Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum sagt: „Ich weiß, dass unser Trainer die Spieler am liebsten noch in der Nacht zum Straftraining verdonnert hätte, aber man muss das Pensum jetzt aufgrund der englischen Wochen eben auch dosieren.“ Wenn“s hilft. Doch nach der unter dem Strich peinlichen 0:2-Niederlage in Sandhausen hätte es genügend Gesprächsbedarf gegeben – auch ohne harte Arbeit. Wie sagte Schmitt: „Leider war keine Kamera im Stadion, sonst hätten sich die Spieler das gleich zweimal anschauen können.“ Diese Ansammlung von Fehlern.

Ohne den Torhüter Manuel Salz wären die Kickers mit einer richtigen Klatsche nach Hause gefahren. Die Mängelliste ist so lang gewesen, dass der Tüv für die dritte Liga unter diesen Umständen zum Saisonende am 23. Mai nicht verlängert werden könnte: Die Abwehr ungewohnt unsicher, das Mittelfeld nicht kompakt genug und der Angriff eine verkappte Ein-Mann-Schau des eifrigen Orlando Smeekes – und das alles gegen eine Mannschaft wie Sandhausen, für die es in der Liga im Prinzip um nichts mehr geht.

Im Gegensatz zu den Kickers. „So kann es nicht weitergehen“, weiß auch der Präsident, der am Samstag eine Reaktion von der Mannschaft beim Namensvetter Kickers Emden erwartet. Emden als letzte Chance? „Es kommt immer auf die Art und Weise der Niederlage an“, sagt Eichelbaum zu möglichen Szenarien. Und ein frustrierter Manager Joachim Cast fügt hinzu: „Wenn das Spiel am Dienstag unsere wahre Leistungsstärke wäre, könnten wir dichtmachen.“

Die Frage ist nun, was ist das wahre Gesicht der Kickers? Die Siege in Aue (allerdings 70 Minuten in Überzahl) oder gegen Unterhaching – oder der durchwachsene Auftritt gegen Erfurt oder gar die Niederlage in Sandhausen? Eichelbaum sagt: „Wir müssen jetzt auch mal Punkte holen, wenn keiner damit rechnet.“ Emden, der Tabellenvierte, wäre dazu prädestiniert, zumal in Ostfriesland erschwerte Bedingungen herrschen. Was vor allem die Platzverhältnisse angeht. „Das weiß jeder, der schon einmal dort war oder die Bilder im Fernsehen gesehen hat“, sagt Cast. Auf dem weichen Untergrund sind besonders Kampf und Einsatz gefordert – Tugenden, die die Kickers in Sandhausen vermissen ließen.

Man kann deshalb davon ausgehen, dass die Mannschaft wieder ein anderes Gesicht bekommt, nachdem am Dienstag der Kapitän Alexander Rosen mehr als eine Stunde lang nur auf der Bank gesessen hat. Der 21-jährige Neuzugang Simon Köpf dagegen durfte, oder musste, durchspielen, obwohl er gegen Roberto Pinto überfordert war. „Das haben wir auch gesehen, aber wir wollten auf Offensive setzen, deshalb haben wir ihn nicht ausgewechselt“, sagt Schmitt zu der Maßnahme und fügt hinzu. „Er war nicht gut, aber damit in guter Gesellschaft.“ Oder wie es Cast ausdrückt: „Die Mannschaft hat kollektiv versagt.“ Wobei sich Sascha Traut besonders negativ hervortat, nicht nur wegen einer Gelb-Roten Karte. Cast: „Die passte ins Bild.“

Abgesehen von personellen Umstellungen könnte Edgar Schmitt am Samstag aber auch über eine taktische Änderung nachdenken und wieder (wie vor der Winterpause) mit zwei Stürmern auflaufen, da der schnelle Orlando Smeekes als einzige Spitze letztlich verschenkt ist. „Aber wir dürfen jetzt auch nicht in Aktionismus verfallen“, sagt der Trainer, der zuletzt immer betont hatte: „Wir schaffen den Klassenverbleib. Wir können jeden Gegner schlagen.“ Den Beweis ist die Mannschaft in Sandhausen schuldig geblieben – und zwar auf der ganzen Linie.

Stuttgarter Zeitung

Ultimativer Weckruf für Kickers-Spieler

Trainer Schmitt und Manager Cast gehen Team bewusst hart an – Duell in Emden als Frage der Ehre

Stuttgart – Eine Brandrede als Wachmacher: Edgar Schmitt, der Trainer der Stuttgarter Kickers, faltete seine Mannschaft nach dem 0:2 beim SV Sandhausen zusammen wie noch nie. Und das ganz bewusst: Er erwartet am kommenden Samstag (14 Uhr) bei Kickers Emden eine Trotzreaktion.

VON JÜRGEN FREY

Mustafa Parmak hat in seiner Zeit bei TuS Koblenz viel erlebt. Vor allem auch in Uwe Rapolder einen Trainer, der für seine emotionalen Ausbrüche berüchtigt ist. Doch Parmaks aktueller Coach bei den Blauen übertraf in Sandhausen alles: In der Halbzeit und nach der Partie mutierte Edgar Schmitt zum HB-Männchen. Er flippte völlig aus. „In der Kabine haben die Wände gewackelt“, bestätigt Mittelfeldspieler Parmak – und fügt selbstkritisch hinzu: „Völlig zurecht.“ Viel zu wenig hielt das Drittliga-Schlusslicht am Hardtwald dagegen. Einer für alle, alle für einen, dieses Motto galt für die Blauen an diesem Abend nicht. Die Mannschaft versagte im Kollektiv.

Wie so etwas in der prekären Lage, in der die Kickers stecken, zu erklären ist? „Vielleicht haben manche nach drei guten Spielen gedacht, es geht von alleine so weiter“, vermutet Manager Joachim Cast. Deshalb ließ auch er Dampf ab wie nie. Selbst mit einem Tag Abstand schäumte der 41-Jährige noch vor Wut: „Wir haben uns präsentiert wie ein Absteiger. So etwas darf nie wieder vorkommen.“ Und mit Blick auf das Spiel bei den kampfstarken Ostfriesen in Emden stellte er klar: „Wenn wir uns dort nicht wehren, werden wir gnadenlos untergehen.“

Der Hintergrund der Botschaft ist klar: Mit ihrer scharfen öffentlichen Kritik wollten die Kickers-Strategen die Spieler an der Ehre packen, die letzten Reserven aus der Mannschaft herauskitzeln. Wer nun aber glaubt, Schmitt hätte dem Team gestern ein Straftraining aufgebrummt, täuscht sich allerdings. Der 45-Jährige griff ganz tief in die psychologische Trickkiste und setzte die ursprünglich für Mittwoch angesetzte Übungseinheit ab. „Ich wollte die Spieler einfach nicht mehr sehen“, begründete Schmitt die ungewöhnliche Maßnahme. Von Joachim Cast bekam er Unterstützung: „Es schadet nicht, wenn jeder Einzelne mal in sich geht.“

Die Spieler haben sich noch in Sandhausen in der Kabine zusammengesetzt und die Lage analysiert. Ohne Trainer. Gestern kam etwa die Hälfte der Mannschaft freiwillig in den ADM-Sportpark und absolvierte ein Regenerationsprogramm. Heute (10 Uhr) folgt das nächste Training, und morgen um 6 Uhr startet der Mannschaftsbus Richtung Emden. Ob der ultimative Weckruf tatsächlich beim Team angekommen ist, wird sich am Samstag auf dem Platz zeigen. Cast: „Ich bin ganz sicher, dass wir eine Reaktion der Mannschaft sehen werden.“ Wenn nicht, müssen sich die Blauen langsam, aber sicher mit dem Abstieg abfinden.

Stuttgarter Nachrichten

Presse zu SV Sandhausen – Stuttgarter Kickers (2:0)

Kickers-Trainer Schmitt tobt
Der Fußball-Drittligist präsentiert sich bei der 0:2-Niederlage in Sandhausen wie ein Absteiger

SANDHAUSEN. Die Stuttgarter Kickers haben das Nachholspiel in der dritten Liga beim SV Sandhausen 0:2 (0:1) verloren. „Das war überhaupt nichts“, ärgerte sich der Trainer Edgar Schmitt.

Von Joachim Klumpp

So wie gestern Abend hat man den Kickers-Trainer Edgar Schmitt in Stuttgart noch nicht erlebt. Er war auf hundertachtzig. „Das war ein Katastrophenspiel“, sagte er nach der 0:2-Niederlage, „vorne nichts, hinten nichts – überhaupt nichts.“ Ein Rückfall in schon überwunden geglaubte Zeiten. „Unverständlich“, meinte auch der Präsident Dirk Eichelbaum. Dabei waren die Kickers eigentlich gut vorbereitet gewesen auf das Gastspiel in Nordbaden. Vor exakt zwei Wochen ist die Mannschaft schon einmal in Sandhausen gewesen – als Zaungast der Partie gegen Werder Bremen II. Der Anschauungsunterricht war letztendlich umsonst. „Vielleicht haben einige nach zwei Siegen gedacht, das geht von alleine“, sagte der Manager Joachim Cast nach dem mutlosen Auftritt der Mannschaft.

Zwar begannen die Kickers vor den 1720 Zuschauern im Hardtwaldstadion gut, vor allem dank Orlando Smeekes, doch nach einer Viertelstunde war die Herrlichkeit bereits vorbei. Sandhausen wurde von Minute zu Minute stärker, vor allem dank Roberto Pinto, der über die rechte Seite fast an allen gefährlichen Angriffen der Gastgeber beteiligt war und in der 26. Minute Pech hatte, als er mit einem gefühlvollen Heber nur die Latte traf. Der junge Gegenspieler Simon Köpf jedenfalls war völlig überfordert, nachdem er für Gentner in die Startformation gerückt war – als einer von drei neuen Spielern. War die Hereinnahme von Bashiru Gambo für den mit einem Bänderanriss gehandicapten Mustafa Parmak erwartet worden, kam die Nichtberücksichtigung des Kapitäns Alexander Rosen doch mehr als überraschend. „Er darf heute mal pausieren“, sagte der Manager Joachim Cast nur, zumindest bis zur 66. Minute. Was allerdings nicht nur mit der Dauerbelastung der englischen Wochen zu tun haben dürfte, sondern auch mit den zuletzt gezeigten Leistungen, die eine solche Maßnahme durchaus rechtfertigten.

Doch gestern lief auch ohne Rosen nichts zusammen, im Mittelfeld klafften große Löcher. Noch vor der Pause wurde die Überlegenheit Sandhausens belohnt. Nachdem Alf Mintzel im Strafraum nach einem Zweikampf mit Benedikt Deigendesch zu Fall kam, gab es Elfmeter. Und den verwandelte – genau, Pinto – sicher und auch verdient zur 1:0-Pausenführung. Edgar Schmitt reagierte und setzte nun auf Offensive. In der Pause kamen Parmak (für Landeka) und Tucci als zweite Spitze (für Deigendesch). Und der hatte prompt die Chance zum Ausgleich, doch seinen Kopfball lenkte Torwart Gurski zur Ecke (51). Und auch der Seitfallzieher von Smeekes wäre ein Tor wert gewesen.

Ein Strohfeuer, mehr nicht. Zumal nach einer Stunde der nächste Schreck folgte, als der bereits verwarnte Sascha Traut nach Foul an Mintzel erneut Gelb sah – und zum Duschen gehen konnte. „Das war die Krönung seiner Leistung“, ärgerte sich Cast später, und Schmitt sagte: „Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir mit sechs oder sieben Toren nach Hause geschickt worden wären.“ Am Ende blieb es beim 2:0 für Sandhausen, das der eingewechselte Müller aus 18 Metern erzielte (79.).

„Vierte Liga, Stuttgart ist dabei“, skandierten Sandhausens Fans. So weit ist es zwar noch nicht, aber viel fehlt nicht mehr, wenn man die Leistung von gestern als Maßstab nimmt. „Wir haben gespielt wie ein Tabellenletzter“, gab der Manager Cast zu. Was tun? Ein Mentaltrainer wird jedenfalls auf die Schnelle nicht kommen. „Aus diesem Schlamassel muss sich die Mannschaft selbst rausziehen“, sagt Cast. Am Freitag geht es nach Emden. Um sechs Uhr morgens. Nicht zur Strafe, zur Übung. Vor Ort soll schließlich noch für das Spiel am Samstag trainiert werden. Die Mannschaft hat es nötig.

Sandhausen: Gurski – Bindnagel, Göttlicher, Beisel, Kirsch – Kolb – Pinto (75. Müller), Leandro, Mintzel (82. Eberlein) – Haas (46. Boskovic), Öztürk.

Stuttgart: Salz – Steinle, Traub, Mann, Köpf – Deigendesch (46. Tucci), Ortlieb – Traut, Gambo (66. Rosen), Landeka (46. Parmak) – Smeekes.

Schiedsrichter: Thomas Gorniak (Bremen).

Tore: 1:0 Pinto (40., Foulelfmeter), 2:0 Müller (79.).

Gelb-Rote Karte: Traut (61.).

Stuttgarter Zeitung

0:2 – Kickers-Coach Schmitt schlägt Alarm
Nach schwacher Vorstellung in Sandhausen wird die Lage im Kampf gegen den Abstieg immer prekärer

Sandhausen – Erneuter Rückschlag für die Stuttgarter Kickers: Der Fußball-Drittligist hat das Nachholspiel beim SV Sandhausen mit 0:2 (0:1) verloren und leichtfertig eine weitere Möglichkeit zur Aufholjagd vergeben.

VON THERESA DÖFT

Wenige Minuten nach dem Abpfiff platzte Edgar Schmitt der Kragen. Als der Kickers-Trainer auf der Pressekonferenz um seinen Kommentar zum Spiel gebeten wurde, sprach er Tacheles. „Das war heute ein katastrophales Spiel von uns. Das war offensiv nichts – und defensiv nichts“, schimpfte Schmitt, „wenn Sandhausen die Chancen besser genutzt hätte, wäre das Spiel 0:7 ausgegangen.“ Lediglich einen Kickers-Spieler nahm der Coach bei seinem verbalen Rundumschlag von seiner Kritik aus: Torhüter Manuel Salz, der eine gute Leistung zeigte.

Dass Schmitt mit seiner Elf derart hart ins Gericht ging und Manager Joachim Cast dem Team sogar „kollektives Versagen“ vorwarf, zeigt: Beim Schlusslicht auf der Waldau brennt der Baum. Der Auftritt in Sandhausen dürfte Konsequenzen haben.

Die Mannschaft spielte am Hardtwald über weite Strecken schwach und unterlag verdient – völlig chancenlos waren die Kickers aber nicht. In der ersten Hälfte wäre Sandhausen neben dem von Roberto Pinto verwandelten Foulelfmeter (40.) – zuvor hatte Benedikt Deigendesch Alf Mintzel gefoult – zwar durch einen Heber von Pinto (28.), der an der Latte abprallte, beinahe ein zweites Tor gelungen. Gerade aber zu Beginn der zweiten Hälfte spielten die Blauen ordentlich und erarbeiteten sich gute Chancen. Zwischen der 51. und 53. Minute scheiterte aber Orlando Smeekes gleich zweimal, und auch Marco Tucci machte es in aussichtsreicher Position nicht besser.

Die offensivere Ausrichtung von Edgar Schmitt, der in der Pause für den defensiven Mittelfeldspieler Deigendesch in Tucci einen zweiten Stürmer brachte, schien sich auszuzahlen. Neben den drei Großchancen kamen die Kickers zu weiteren guten Möglichkeiten. Auf der anderen Seite hatten sie dagegen Glück, dass Schiedsrichter Thomas Gorniak Danko Boskovics Kopfballtor (59.) wegen eines Fouls des Sandhauseners nicht gab. In der 61. Minute machten sich die Kickers das Leben noch schwerer: Sascha Traut, der zuvor wegen Meckerns Gelb gesehen hatte, musste nach einem Foul mit Gelb-Rot vom Platz. „Der Platzverweis war typisch für seine Leistung“, kritisierte Schmitt. Die Badener nutzten die Überzahl bestens aus und erspielten sich einige gute Chancen – sorgten aber erst in der 79. Minute durch den Treffer von Nicolai Müller, der den Ball aus 20 Metern unhaltbar ins Tor hämmerte, für die Entscheidung. Einziger Vorteil für die Kickers: Bereits am Samstag in Emden können sie sich rehabilitieren.

Stuttgarter Nachrichten

„Kollektives Versagen“
Die Stuttgarter Kickers verlieren die Nachholpartie beim SV Sandhausen mit 0:2

Sandhausen (bw) – Die Stuttgarter Kickers mussten im Abstiegskampf den nächsten herben Rückschlag einstecken. Der Fußball-Drittligist kassierte gestern Abend in der Nachholpartie beim SV Sandhausen eine 0:2 (0:1)-Niederlage und droht den Anschluss zu verpassen.

Der Abstand des Tabellenschlusslichts zu den Nichtabstiegsplätzen ist zwar konstant bei fünf Punkten geblieben, doch in Werder Bremen II punktete gestern ein direkter Konkurrent. Die Hanseaten feierten überraschend einen 1:0-Auswärtssieg beim FC Erzgebirge Aue. Heute haben zudem noch Jahn Regensburg und der VfR Aalen die Chance, sich etwas abzusetzen.Während Kickers-Manager Joachim Cast nach der zweiten Niederlage innerhalb von vier Tagen enttäuscht von einem „kollektiven Versagen“ der Mannschaft sprach, ließ auch Trainer Edgar Schmitt seinem Frust freien Lauf. „Wir haben hinten und vorne eine katastrophale Leistung gezeigt“, schimpfte der Coach, nahm allerdings Torhüter Manuel Salz als einzigen Kickers-Akteur aus dieser Kritik heraus. Hätte der 23-Jährige nicht mehrfach mit Glanzparaden Großchancen der Gastgeber pariert, wäre die Niederlage der Kickers noch weitaus höher ausgefallen. „Wir hätten hier mit 0:7 verlieren können“, haderte Schmitt mit seinem Team. Der Trainer der „Blauen“ hatte in der Startformation gegenüber der 1:2-Heimniederlage gegen Rot-Weiß Erfurt drei Änderungen vorgenommen. Neben dem angeschlagenen Mustafa Parmak (Bänderdehnung), für den Bashiru Gambo im offensiven Mittelfeld spielte, blieben auch Kapitän Alexander Rosen und Außenverteidiger Thomas Gentner erst einmal auf der Bank. Sie wurden durch Markus Ortlieb und Simon Köpf ersetzt.Die Kickers hatten zunächst mehr vom Spiel, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Nach 15 Minuten übernahmen die Gastgeber die Regie und erspielten sich einige gute Chancen, die Salz zunichte machte. Nach einem Foul von Benedikt Deigendesch an Alf Mintzel erzielte Roberto Pinto (40.) per Strafstoß die Führung für die Gastgeber. In der zweiten Hälfte drängten die Kickers auf den Ausgleich. Für Deigendesch war in Marco Tucci ein zweiter Stürmer ins Spiel gekommen. Parmak wurde für Josip Landeka eingewechselt. Das Powerplay der „Blauen“ blieb aber unbelohnt und wurde später durch die Gelb-Rote Karte für Sascha Traut (61.) erschwert. Mit Kapitän Rosen kämpften die „Blauen“ leidenschaftlich weiter, doch die größeren Chancen hatte weiter Sandhausen. Während Salz noch mehrmals retten konnte, war er bei einem Schuss von Nicolai Müller schließlich machtlos. Der SV-Stürmer sorgte fünf Minuten nach seiner Einwechslung für den 2:0-Endstand (80.). Stuttgarter Kickers: Salz – Steinle, Mann, Traub, Köpf – Deigendesch (46. Tucci), Ortlieb – Traut, Gambo (67. Rosen), Landeka (46. Parmak) – Smeekes.

Eßlinger Zeitung

Ampelkarte für Traut
Der SVS rückt vor

Der SV Sandhausen hat gegen das Schlusslicht Stuttgarter Kickers einen 2:0-Pflichtsieg eingefahren und konnte mit dem dritten Sieg in den letzten vier Partien seine Position im Mittelfeld stabilisieren. Das Schmitt-Team verlor nicht nur die Partie, sondern auch noch Traut mit der Gelb-Roten Karte.

Gegenüber dem 1:1 gegen Burghausen nahm Sandhausens Trainer Gerd Dais nur eine Umstellung vor. In der Abwehr ersetzte Beisel Eberlein. Bei den Stuttgarter Kickers gab es im Vergleich zum 0:2 in Paderborn drei Änderungen in der Startelf: Gambo, Köpf und Ortlieb spielten für Gentner, Rosen und Parmak.

Die Kickers hatten im Hartwaldstadion zunächst mehr vom Spiel, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Mit zunehmender Spieldauer übernahm aber der SVS das Kommando. Und die Sandhauser konnten sich auch Chancen erspielen. Doch zunächst scheiterte Haas an Kickers-Keeper Salz (17.), Pinto lupfte den Ball an das Aluminium (28.).

In der 40. Minute war es dann aber soweit. Nach einem Stoß von Deigendesch gegen Mintzel gab es Elfmeter für Sandhausen. Pinto trat an, der Portugiese verwandelte sicher.

In der zweiten Halbzeit versuchten die Kickers, der Partie noch eine Wende zu geben. Sandhausen stand in der Defensive aber sicher und ließ nur wenig zu. Nach einer Stunde schwächten sich die Stuttgarter selbst, Traut musste mit der Ampelkarte den Platz verlassen.

Trotz Unterzahl konnten sich die Stuttgarter in der Folgezeit ein optisches Übergewicht erspielen. Dies ging allerdings auf Kosten der Stabilität in der Defensive. Und der eingewechselte Nicolai Müller nutzte eine der Lücken zum entscheidenden 2:0 in der 79. Minute aus.

Der SV Sandhausen gastiert am kommenden Samstag in Regensburg, die Stuttgarter Kickers treten ebenfalls am Samstag in Emden an.

Kicker

Kickers treffen das Tor nicht und unterliegen in Sandhausen mit 0:2

Rückschlag im Abstiegskampf. Der Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers hat sein Nachholspiel am Dienstagabend beim SV Sandhausen mit 0:2 verloren. Für den Tabellenachten erzielten Roberto Pinto (40., Foulelfmeter) und der eingewechselte Nicolai Müller (80.) die Tore zum insgesamt verdienten Sieg. Bei den Blauen, die von der 61. Minute an nach Gelb-Rot für Sascha Traut in Unterzahl agieren mussten, war die Chancenverwertung erneut ein Manko. Trotz einiger guter Gelegenheiten für die Gäste durch Marco Tucci, Orlando Smeekes und des eminent fleißigen Orlando Smeekes blieb am Ende die Null stehen.

Kickers-Cheftrainer Edgar Schmitt hatte in Sandhausen seine Startformation gegenüber dem Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt auf drei Positionen verändert. Marcus Ortlieb, Bashiru Gambo und Simon Köpf ersetzten Alexander Rosen, Mustafa Parmak und Thomas Gentner, die zunächst Platz auf der Bank nahmen. Die Gäste starteten druckvoll in das Gastspiel bei den Kurpfälzern und übernahmen nach einem Warnschuss von Sascha Traut zunächst die Regie.

Dieses Bild änderte sich nach einer Viertelstunde Spielzeit. Der SV Sandhausen kam nun über die Außenpositionen besser ins Spiel und erarbeiteten sich in der Folge einige Tormöglichkeiten. Die beste hatte Roberto Pinto für die Hausherren: Sein als Lupfer gedachter Schuss klatschte an die Querlatte des Stuttgarter Gehäuses, anschließend bereinigte der abermals sehr gut aufgelegte Kickers-Rückhalt Manuel Salz die Situation.

In der 40. Minute ging der Tabellenachte dennoch in Führung. Der Schiedsrichter Thomas Gorniak wertete einen Zweikampf im Sandhausener Strafraum zwischen Benedikt Deigendesch und dem Sandhausener Alf Mintzel als Foulspiel und entschied auf Strafstoß. Pinto verwandelte sicher zur 1:0-Pausenführung, sein neunter Saisontreffer.

Auch den zweiten Spielabschnitt begannen die Kickers mit dem druckvolleren Spiel. Der für Deigendesch eingewechselte Marco Tucci hatte gleich nach wenigen Minuten eine gute Möglichkeit – seinen Kopfball lenkte der Sandhausener Schlussmann Michael Gurski zur Ecke. Ein Seitfallzieher von Orlando Smeekes strich kurz darauf nur wenige Zentimeter am Ziel vorbei. Glück hatten die Gäste allerdings, als der Schiedsrichter wenig später einen Kopfballtreffer des eingewechselten Danko Boskovic nicht anerkannte – warum, blieb unklar.

Von der 61. Minute an agierten die Kickers in personeller Unterzahl: Der bereits verwarnte Sascha Traut sah nach einem Foulspiel Gelb-Rot. Dennoch wurde die Partie nun immer munterer, Edgar Schmitt wechselte seinen Kapitän Alexander Rosen für Gambo ein (67.). Dicke Chancen für die Blauen gab es danach fast im Minutentakt. Zunächst parierte der Keeper Gurski einen Distanzschuss von Simon Köpf mit einem tollen Reflex, anschließend verfehlte Tucci das Tor nur knapp.

Dennoch fiel der nächste Treffer wieder auf der Gegenseite. Der kurz zuvor für Pinto eingewechselte Nicolai Müller traf in der 80. Minute aus gut 20 Meter Tordistanz ins lange Eck – Salz blieb ohne Chance. Es war die Entscheidung vor 1720 Zuschauern im Sandhausener Hardtwaldstadion.

SV Sandhausen: Gurski – Bindnagel, Göttlicher, Beisel, Kirsch – Kolb – Pinto (76. Müller), Grech, Mintzel (82. Eberlein) – Öztürk, Haas (46. Boskovic). Trainer: Dais.

Stuttgarter Kickers: Salz – Steinle, Traub, Mann, Köpf – Deigendesch (46. Tucci), Ortlieb – Traut, Landeka (46. Parmak) – Gambo (67. Rosen) – Smeekes. Trainer: Schmitt.

Tore:
1:0 Pinto (40., Foulelfmeter), 2:0 Müller (80.)

Schiedsrichter: Gorniak (Bremen)

Zuschauer: 1720 Fans im Hardtwaldstadion

Gelbe Karten: — / Köpf

Besonderes: Gelb-Rot für Traut (61., Kickers)

Offizielle Homepage

Vorberichte SV Sandhausen – Stuttgarter Kickers

Sandhausen überraschend gut
In Hoffenheims Schatten aufgeblüht – Heute kommt das Schlusslicht Stuttgarter Kickers

STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers treten heute (19 Uhr) beim SV Sandhausen an, der in der dritten Fußballliga im Moment die beste Mannschaft aus Baden-Württemberg stellt. Der Kickers-Trainer Edgar Schmitt sagt: „Die stehen zu Recht auf Platz acht.“

Von Joachim Klumpp

Gerd Dais hat das Gazi-Stadion am vergangenen Mittwoch schon vor dem Ende der Partie zwischen den Stuttgarter Kickers und Unterhaching verlassen. Genug gesehen. Sein Urteil? „Wenn man die Mannschaft spielen sieht, denkt man nicht, dass sie auf dem letzten Platz steht.“ Tut sie aber, und das gleich zwölf Ränge hinter dem SV Sandhausen, der erst im Vorjahr in die Regionalliga aufgestiegen ist und sich dann auf Anhieb für die eingleisige dritte Liga qualifiziert hat. Alles andere wäre für den Verein auch nicht infrage gekommen, denn die Lizenz für die viertklassige Regionalliga haben die Verantwortlichen erst gar nicht beantragt.

Das spricht für ein gewisses Selbstbewusstsein im Club, der seit 2005 von Gerd Dais trainiert wird. „Wir können hier in Ruhe arbeiten“, sagt Dais und verweist darauf, dass seine Mannschaft in dieser Saison schon eine Schwächephase durchgemacht hat, mit zehn Spielen ohne Sieg. Doch im neuen Jahr läuft es gut. Was auch damit zusammenhängen dürfte, dass in der Winterpause – ähnlich wie bei den Kickers – gleich vier neue Spieler kamen, was den Konkurrenzkampf belebt hat. Drei Siege, ein Remis, eine Niederlage stehen seither auf dem Konto, und Dais sagt: „Es wird zwar nicht leicht gegen die Kickers, aber wir haben auch einen guten Lauf.“

Zumal der Kader in der Vergangenheit schon Stück für Stück verstärkt worden ist. Zum Beispiel durch Roberto Pinto (VfB, Grasshopper Zürich), der sich nach anfänglichen Schwierigkeiten zu einem echten Leistungsträger entwickelt hat und inzwischen aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken ist. Der Vertrag des 30-Jährigen läuft zwar aus, doch er hat signalisiert: „Es sieht positiv aus.“ Dass er verlängert. „Letztlich sind das die Spieler, die auch mal ein Spiel alleine entscheiden“, sagt der Kickers-Trainer Edgar Schmitt, der heute zunächst auf den angeschlagenen Mustafa Parmak verzichten wird, dafür rückt Bashiru Gambo in die Startelf.

„Wir haben mit den Neuzugängen sicher auch ein glückliches Händchen gehabt“, sagt Dais, der dementiert, dass sein Verein finanziell exorbitante Gehälter zahlt. „Das können wir gar nicht.“ Nicht zuletzt deshalb, weil die Zuschauerzahlen – zuletzt nur 1450 gegen Burghausen – hinter den Erwartungen zurückblieben, obwohl der Verein vor der Saison eine neue Tribüne mit zweieinhalbtausend Sitzplätzen errichtet hat, um die Auflagen für die Liga zu erfüllen. „Wir haben im Moment das Problem, dass viele Leute aus der Region in der Euphorie nach Hoffenheim rennen“, gibt Dais zu. In einem anderen Punkt profitiert Sandhausen dagegen von dieser Nähe. So stehen mit Mario Göttlicher, Denis Bindnagel und Marcel Throm drei ehemalige Hoffenheimer im Kader. „Wenn sie dort nicht weiterkommen, überlegt sich der eine oder andere den Wechsel, auch wenn es keine konkreten Absprachen gibt“, sagt Dais.

Dafür gibt es die Vorgabe durch den Präsidenten Jürgen Machmeier: „Gegen die Kickers holen wir drei Punkte.“ Dais selbst formuliert die weiteren Ziele so: „Wir wollen versuchen, in dieser Saison noch den einen oder anderen Platz gutzumachen.“ Im besten Fall bis Rang vier, denn der berechtigt zur Teilnahme am DFB-Pokal, nachdem Sandhausen in der Qualifikation auf Verbandsebene ausgeschieden ist. Zumindest in dieser Hinsicht teilen sie das Los mit den Kickers.

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Gambo spielt für Parmak
Stuttgart (jüf) – Die Kernspintomografie ergab eine Bänderdehnung im Knöchel – dennoch wird Mittelfeldspieler Mustafa Parmak am heutigen Dienstag (Anpfiff 19 Uhr) mit Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers zum Spiel zum SV Sandhausen reisen. Möglicherweise reicht es für ihn zu einem Kurzeinsatz. Parmaks Position als Spielmacher nimmt Bashiru Gambo ein. Da die englischen Wochen viel Kraft kosten, könnten auch Markus Ortlieb für Alexander Rosen und Simon Köpf für Thomas Gentner ins Team kommen. Respekt hat Kickers-Trainer Edgar Schmitt vor allem vor der rechten Seite der Sandhausener. Dort sorgt Ex-VfB-Profi Roberto Pinto für viel Betrieb. Schmitt: „Wenn wir eine Chance haben wollen, müssen wir voll dagegenhalten.“

Stuttgarter Nachrichten

Kickers treten heute in Sandhausen an

Stuttgart (bw) – Nach zwei Tagen Pause rollte heute (19 Uhr) in der dritten Liga wieder in einigen Nachholspielen der Ball: Die Stuttgarter Kickers sind beim SV Sandhausen zu Gast, (…)

Nach dem 1:2 gegen Rot-Weiß Erfurt kommt den Kickers die derzeitige Vielbeschäftigung sehr gelegen. „Da brauchen wir nicht eine ganze Woche lang über diese ärgerliche Niederlage nachzudenken, sondern müssen uns gleich auf das nächste Spiel konzentrieren – und das wird schwer genug“, sagt Kapitän Alexander Rosen. Denn der Tabellenachte Sandhausen hat 2009 noch kein Heimspiel verloren. Bei Schlusslicht Kickers rückt Mittelfeldspieler Bashiru Gambo wieder in die Startformation, der angeschlagene Mustafa Parmak (Bänderdehnung) bleibt dafür zunächst auf der Bank.

Indes hat der DFB den 31. Spieltag genau terminiert. Demnach treten die Kickers am Ostersonntag (14 Uhr) beim 1. FC Union Berlin an. Drei Tage später am 15. April (19 Uhr) empfangen sie Jahn Regensburg zum Nachholspiel.

So wollen sie spielen: Salz – Steinle, Mann, Traub, Gentner – Deigendesch, Rosen – Traut, Gambo, Landeka – Smeekes.

Eßlinger Zeitung

SVS – Nachholspiel gegen Kickers

Sandhausen (svs). Am Dienstag empfängt der SVS zum Nachholspiel des 23. Spieltages – und dem vierten Heimspiel nacheinander – um 19 Uhr die Stuttgarter Kickers.

Der SVS, auf Tabellenplatz 8, geht als Favorit ins Spiel gegen das Schlusslicht und möchte die 10 Punkte in der Heimspielserie voll machen. Aber aufgepasst: zwar verloren die Kickers am Samstag zuhause gegen Erfurt, davor holten sie jedoch Siege in Aue und gegen Unterhaching und zeigten sich verbessert im Vergleich zum Vorjahr.

Nicht zuletzt aufgrund eines geringeren Etats lautete das Ziel der Kickers schon vor der Saison, Klassenerhalt. Es folgte eine Hinrunde mit durchwachsenen Leistungen und einem Trainerwechsel, Stefan Minkwitz wurde nach sieben Spielen vom ehemaligen Aalen-Trainer Edgar Schmitt ersetzt. Mit 47 Gegentoren halten die Kickers noch den Negativrekord der Liga, aber einige der fünf Winterzugänge erwiesen sich schon als Verstärkung. Größte Hoffnungsträger sind Verteidiger Torsten Traub, mit viel Zweitliga-Erfahrung aus Reutlingen und Erfurt ausgestattet; außerdem kehrte Mittelfeldspieler Mustafa Parmak zurück. Er bewies noch letzte Saison seine Torgefährlichkeit bei den Kickers, sein Wechsel zum Zweitligisten Koblenz brachte jedoch nicht den erhofften Durchbruch. Der mit 5 Toren erfolgreichste Torschütze Vaccaro wechselte im Winter zu Frankfurt II.

Zuletzt ließ Trainer Schmitt mit nur einer Spitze spielen – in den letzten Spielen war das der quirlige Holländer Orlando Smeekes (bisher 4 Saisontore); Alternativen sind Tucci oder Kacani. Im Mittelfeld blieben die erfahrenen Rosen, Traut (für Parmak von Koblenz gekommen) oder Gambo in der Hinrunde etwas hinter den Erwartungen zurück oder fielen aus. Schmitt setzte auch auf die jüngeren Deigendesch oder Landeka. Positive Überraschung bei den Kickers ist Torhüter Salz, er ließ den nach Koblenz gewechselten Yelldell vergessen. Zu erwähnen ist auch, dass sich die 29 Saisontore auf 12 Torschützen verteilten.

Die glanzvollsten Zeiten bei der zweiten Macht in der baden-württembergischen Landeshauptstadt liegen 20 Jahre zurück. 1989 spielten die Kickers in der Bundesliga und standen 1987 im DFB-Pokalfinale, unterlagen aber dort dem HSV. 1991 kehrten sie noch einmal für ein Jahr ins Oberhaus zurück. Dann folgte lange die Zugehörigkeit zur zweiten Liga, abgesehen von zwei Regionalligajahren, wo die Degerlocher 1995/96 auch auf den SVS trafen. Seit 2001 sind die Kickers ununterbrochen drittklassig, die Qualifikation zur dritten Liga schafften sie knapp als Zehnter. Anfang der Achtziger spielte Jürgen Klinsmann einige Jahre bei den Kickers.

Die Begegnung wird kein leichtes Spiel für den SVS, aber mit einer konzentrierten Leistung sollte der nächste Dreier machbar sein.

Sportwoche

Presse zu Stuttgarter Kickers – Rot-Weiß Erfurt

Ein Dämpfer zur rechten Zeit?
Die Kickers-Niederlage gegen Erfurt zeigt, dass der Klassenverbleib kein Selbstläufer wird

STUTTGART. Nach dem 1:2 gegen Erfurt in der dritten Liga scheiden sich die Geister bei den Stuttgarter Kickers vor allem an Orlando Smeekes. „Bei ihm wechseln Licht und Schatten“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast.

Von Joachim Klumpp

Bundesweit gedachten am Wochenende alle Fußballclubs bis zur Oberliga der Opfer des Amoklaufs von Winnenden. Doch bei keiner Partie war die Anteilnahme so omnipräsent wie bei der zwischen den Stuttgarter Kickers und Rot-Weiß Erfurt. Es war fast schon Ironie des Schicksals, dass hier die beiden Vereine aufeinandertrafen, die von Schulmassakern am nächsten betroffen waren: in Winnenden und vor sieben Jahren in Erfurt.

In den 90 folgenden Minuten galt der Blick dann wieder dem Fußball, auch wenn der aus Sicht der Kickers durch die Heimniederlage zusätzlich getrübt wurde. Denn nach zuletzt zwei Siegen bestand berechtigte Hoffnung, dass die Mannschaft mit weiteren Punkten endlich mal wieder die rote Laterne abgeben könnte. Doch daraus wurde nichts, obwohl die Weichen gestellt schienen. Denn zunächst einmal profitierten die Kickers bei ihrer Führung von einem Torwartfehler Orlishausens und kurz vor der Pause noch von einer rüden Attacke Pesolats gegen Parmak, die glatt mit Rot bestraft wurde, so dass selbst Erfurts Trainer Karsten Baumann zugeben musste: „Berechtigt“. Doch weder aus der vermeintlichen Unsicherheit des Schlussmannes noch der numerischen Überlegenheit konnten die Kickers Kapital schlagen. Im Gegenteil: durch einen individuellen Fehler von Steinle hieß es 1:2, nach 52 Minuten und am Ende. Ein Rückschlag – zur rechten Zeit? Der Trainer Edgar Schmitt gibt sich gelassen: „Es werden Vereine unten reinkommen, die noch gar nicht daran denken.“

Dass Orlando Smeekes nach dem Schlusspfiff vor 3690 Zuschauern mit sich und der Welt haderte, hatte seinen Grund. Denn der Niederländer offenbarte wieder einmal seine zwei Gesichter. „Licht und Schatten“, so der Manager Joachim Cast, wobei Letzteres diesmal überwog. In seinem Übereifer provozierte er unnötige Zweikämpfe, so dass am Ende ein möglicher Elfmeterpfiff ausblieb, doch nicht nur das ärgerte Schmitt: „Man kann auch mal schießen.“ Das tat er danach, am Tor vorbei. Der Kapitän Alexander Rosen monierte nach dem Schlusspfiff: „Vielleicht hätten wir in Überzahl noch mehr Druck entwickeln müssen.“ Und vor allem früher.

Denn zwei Dinge müssen sich die Kickers bei allem Eifer schon vorwerfen lassen. Zunächst einmal versäumten sie es, von Beginn an zu zeigen, wer Herr im Hause ist, so dass die Erfurter ihr gefälliges Spiel aufziehen konnten und vor der Pause dominant waren. Zum Zweiten, dass nach der Führung der Gäste fast eine halbe Stunde lang nicht allzu viel passierte, jedenfalls nichts Zwingendes, nichts Durchdachtes. „Das Powerplay war manchmal etwas ungeordnet“, sagte Schmitt dazu, „und dann vergibt man Chancen.“

Marco Tucci zuletzt, davor auch Landeka – und natürlich Smeekes. Wobei sich speziell am Holländer (Motto: „Warum einfach, wenn“s auch kompliziert geht“) die Geister schieden. Was schon mit seiner taktischen Rolle begann. Als Sturmspitze scheint er irgendwie fehl am Platze, weil er dort seine Schnelligkeit nicht so ausspielen kann, beziehungsweise permanent ins Verderben, sprich Abseits rennt. Andererseits ist es sicher kein Zufall, das der „Paradiesvogel“ (Cast) an den drei Treffern in dieser Woche beteiligt war, wobei er die allesamt über die Flügel eingeleitet hat, das ist sein Terrain, wo er sich am wohlsten fühlt, nachdem ihm der Trainer in puncto Einstellung in der Winterpause schon die Leviten gelesen hat.

Bleibt abzuwarten, was in den nächsten Spielen – schon morgen in Sandhausen – überwiegt: Genie oder Wahnsinn. Denn in den kann Smeekes jeden Trainer treiben.

Stuttgarter Kickers: Salz – Steinle, Traub, Mann, Gentner (62. Köpf) – Deigendesch (57. Tucci), Rosen – Traut, Parmak (65. Gambo), Landeka – Smeekes.

Erfurt: Orlishausen – Stenzel, Pohl, Loose, Schnetzler – Hauswald (73. Wolf), Peßolat, Rockenbach, Semmer (86. Carolus) – Pagenburg (46. Pinske), Cannizzaro.

Schiedsrichter: Christian Leicher (Weihmichl).

Tore: 1:0 Deigendesch (34.), 1:1 Pagenburg (43.), 1:2 Semmer (51.).

Rote Karte: Peßolat wegen groben Foulspiels (45.).

Stuttgarter Zeitung

Kickers fehlt ein Knipser
Gegen Erfurt werden viele Torchancen vergeben – Bundesligisten an Salz dran

Stuttgart – Sie spielten mit heißem Herzen. Doch am Ende fehlte der kühle Kopf. Trotz vieler Torchancen und einem Mann mehr auf dem Platz verloren die Stuttgarter Kickers gegen RW Erfurt mit 1:2. Ein Rückschlag, aber noch lange nicht der Untergang im Kampf gegen den Abstieg.

VON JÜRGEN FREY

Joachim Cast gilt nicht gerade als Hitzkopf. Der Kickers-Manager wird in der Branche als ruhiger und sachlicher Vertreter geschätzt. In der Schlussphase des Drittligaspiels gegen Erfurt aber platzten die Emotionen aus ihm heraus. Er unterzog das Dach über der Trainerbank einem intensiven Materialtest. Nach jeder vergebenen Möglichkeit donnerte der 41-Jährige dagegen. „Es ist doch zum Verrücktwerden, wir haben nach dem 1:2-Rückstand 1000 Chancen und machen keine rein“, ärgerte sich Cast.

1000 waren es nicht, aber zumindest fünf glasklare Möglichkeiten versiebten Josip Landeka, Simon Köpf, Marco Tucci und zweimal Orlando Smeekes, der zudem noch elfmeterreif von den Beinen geholt wurde. Vor dem Tor versagten den leidenschaftlich kämpfenden Blauen die Nerven. Was zu der nüchternen Erkenntnis führt: Dem Team fehlt ein Torjäger, ein Knipser, der auch mal aus keiner Chance einen Treffer macht.

Smeekes ist pfeilschnell, ein guter Vorbereiter, doch ein Gerd Müller wird aus ihm garantiert nicht mehr. Große Alternativen nach dem Abgang von Angelo Vaccaro haben sich bisher nicht aufgedrängt. Marco Tucci und Danny Galm müssen stärker die Ellbogen ausfahren – ihnen fehlt die körperliche Robustheit. Die hat Sokol Kacani zwar, aber die Klasse für die dritte Liga blieb er in seinen Kurzeinsätzen bisher schuldig. Bleibt noch Michael Schürg. Er erarbeitete sich in der Hinrunde viele Chancen, zeigte vor dem Tor aber auch Nerven. Nach seinen Achillessehnenproblemen in der Vorbereitung sucht der 24-Jährige jetzt wieder den Anschluss ans Team.

Was Trainer Edgar Schmitt zu der Problematik sagt? „Natürlich müssen wir vor dem Tor cleverer werden“, beklagt er das Unvermögen im Strafraum, doch gleichzeitig nimmt er die Spieler auch in Schutz: „Wenn wir nicht so ungeordnet anrennen, tun sich die Angreifer auch leichter.“

Das soll schon morgen (19 Uhr) im Nachholspiel beim SV Sandhausen besser werden. Mustafa Parmak (verstauchter Knöchel am Sprunggelenk) wird auf der Bank sitzen, für ihn beginnt Bashiru Gambo. „Mund abputzen und weitermachen“, gibt Kapitän Alexander Rosen als Motto aus. Auch Manager Cast dürfte sich wieder abreagiert haben – und die nicht ganz leichten Planungen für die kommende Runde vorantreiben. Immer wahrscheinlicher wird der Abgang von Torwart Manuel Salz. „Er wird kaum zu halten sein“, sagt sein Berater Ronny Zeller und spricht von mehreren Anfragen, darunter auch zwei aus der Bundesliga. Es sieht so aus, als hätten die Blauen bald nicht mehr nur das Problem des fehlenden Knipsers.

Neue Spieltermine: Union Berlin – Kickers (12. April, 14 Uhr), Kickers – Jahn Regensburg (15. April, 19 Uhr/Gazistadion).

Stuttgarter Nachrichten

Ganz schnell abhaken

Die Stuttgarter Kickers verlieren durch die 1:2-Niederlage gegen Rot-Weiß Erfurt wieder an Boden im Abstiegskampf

Stuttgart – Aufwärtstrend gestoppt: Die Stuttgarter Kickers haben die Chance verpasst, den letzten Tabellenplatz zu verlassen. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge, die im Abstiegskampf Mut machten, erlitt der Fußball-Drittligist beim 1:2 (1:1) gegen den FC Rot-Weiß Erfurt einen herben Rückschlag. Durch die Heimniederlage vergrößerte sich der Abstand auf die Nichtabstiegsplätze wieder auf fünf Punkte.

Von Beate Wockenfuß

Die Tristesse unterm Fernsehturm ist schneller zurück als befürchtet. Während die Erfurter Fans ihr Team, das 45 Minuten in Unterzahl spielte und die Partie trotzdem drehte, feierten, lagen die „Blauen“ deprimiert und erschöpft auf dem Rasen. Kickers-Trainer Edgar Schmitt raste fauchend in die Kabine, Verteidiger Torsten Traub stapfte ebenso wütend hinterher – und der glücklose Stürmer Orlando Smeekes brüllte seinen Frust in den Katakomben heraus. „Wir hatten in der zweiten Hälfte Chancen für zwei Spiele“, resümierte Kapitän Alexander Rosen nach dem erfolglosen Powerplay der leidenschaftlich kämpfenden Hausherren enttäuscht. „Wenn man so aus der Unordnung spielt, dann vergibt man eben auch große Chancen“, ärgerte sich Coach Schmitt und ergänzte frustriert: „Vielleicht war auch ein bisschen Unvermögen dabei.“Benedikt Deigendesch hatte die Kickers in der 34. Minute in Führung gebracht und dabei von einem Fehler des Erfurter Torhüters Dirk Orlishausen profitiert, der den Ball fallen gelassen hatte. Chhunly Pagenburg glich vor der Pause zum 1:1 (43.) aus. Dass Matthias Peßolat kurz danach wegen eines groben Fouls an Mustafa Parmak Rot (45.+1) sah, ließ die Hoffnungen der Kickers auf den dritten Sieg in Folge wachsen. Doch daraus wurde nichts. Nach einem Fehler des ansonsten guten Rechtsverteidigers Moritz Steinle gelang Tino Semmer das 2:1 (51.). Danach zog sich Erfurt zurück – und sowohl Smeekes (54., 89.) als auch Marco Tucci (59., 81.), Josip Landeka (64.) und Simon Köpf (74.) vergaben kläglich. „Die Niederlage ist ärgerlich, aber wir müssen sie jetzt ganz schnell abhaken“, forderte Rosen. Viel Zeit zum Nachtrauern bleibt den Kickers sowieso nicht. Bereits morgen (19 Uhr) treten sie zum Nachholspiel beim SV Sandhausen an. Schmitt blickt weiter optimistisch gen Klassenverbleib. „Wir werden es schaffen. Die Jungs sind da, sie können jeden Gegner schlagen“, betont er und ist sich sicher: „Da wird noch sehr viel passieren. Wir werden Vereine einholen, die noch gar nicht damit rechnen.“

Statistik
Stuttgarter Kickers: Salz – Steinle, Mann, Traub, Gentner (62. Köpf) – Deigendesch (57. Tucci), Rosen – Traut, Parmak (65. Gambo), Landeka – Smeekes.

FC Rot-Weiß Erfurt: Orlishausen – Stenzel, Pohl, Loose, Schnetzler – Hauswald (73. Wolf), Peßolat, Rockenbach, Semmer (86. Carolus) – Pagenburg (46. Pinske), Cannizzaro.

Schiedsrichter: Leicher (Weihmichl).

Zuschauer: 3690.

Tore: 1:0 Deigendesch (34.), 1:1 Pagenburg (43.), 1:2 Semmer (51.).

Gelbe Karten: Gambo / Schnetzler, Semmer, Hauswald, Rockenbach.
Rote Karte: – / Peßolat (45.+1/grobes Foulspiel).
Beste Spieler: Salz, Rosen / Rockenbach, Semmer.

Eßlinger Zeitung

Peßolat sieht den Roten Karton
Engagierte Erfurter siegen in Unterzahl
Rot-Weiß Erfurt gelang es trotz der 1:0-Führung der Kickers und der Roten Karte von Peßloat, drei Punkte aus Stuttgart mit nach Hause zu nehmen. Eine gute Moral und die Treffer von Pagenburg und Semmer besorgten den Auswärtssieg.

Trotz des 2:1-Erfolges gegen Unterhaching änderte Kickers-Coach Edgar Schmitt seine Startformation auf vier Positionen: Deigendesch, Gentner, Traut und Parmak ersetzten Köpf, Ortlieb, Galm und Gambo.

Auch Rot-Weiß Erfurts Trainer Karsten Baumann sah nach dem enttäuschenden 1:4 gegen Paderborn Handlungsbedarf und ließ für Möckel und Cinaz Loose und Peßolat von Beginn an auflaufen.

Sowohl die Kickers als auch die Erfurter starteten engagiert in die erste Hälfte dieser Partie und begannen früh, Druck auf den Gegner aufzubauen. Die Spielanteile waren ausgeglichen, eine klare Dominanz einer der beiden Teams nicht abzusehen, ehe die Schmitt-Elf nach einer halben Stunde einen Gang höher schaltete. Die Bemühungen der Stuttgarter wurden prompt belohnt: Die Flanke von Smeekes konnte Orlishausen erst noch abwehren, doch Deigendesch traf im Nachschuss zum 1:0 (34.). Die Erfurter zeigten sich von diesem Gegentor jedoch unbeeindruckt und spielten munter nach vorne und erzielten noch vor dem Pausenpfiff durch den Ex-Nürnberger Pagenburg den Ausgleichstreffer (43.). Doch dann gab es noch einen Aufreger von Seiten der Rot-Weißen, als Peßolat nach grobem Foulspiel an Parmak die Rote Karte sah (45.+2). Nun musste die Baumann-Elf eine komplette Halbzeit in Unterzahl auskommen.

Die zweiten 45 Minuten begannen mit einer Überraschung: Die dezimierten Erfurter begannen trotz Unterzahl offensiv und schienen sich mit einem Punkt nicht zufrieden geben zu wollen und waren in ihrem Bemühen rasch erfolgreich. In der 52. Spielminute überwand Semmer nach einem Alleingang Kickers-Keeper Salz zum 2:1 und drehte die Partie. Die Kickers waren nicht in der Lage, Kapital aus der zahlenmäßigen Überlegenheit zu schlagen. Die verbliebenen zehn Erfurter kämpften um die drei Punkte und ließen wenige Möglichkeiten für den Stuttgarter Ausgleich zu. Somit gewannen die Gäste nach guter moralischer und spielerischer Leistung verdient mit 2:1.

Die Stuttgarter Kickers müssen am kommenden Dienstag in Sandhausen ran und Erfurt erwartet mittwochs den VfR Aalen.

Kicker

Vorberichte Stuttgarter Kickers – Rot-Weiß Erfurt

Kickers empfangen RW Erfurt

Mann und Gambo sind im Kader
STUTTGART (ump). In der dritten Fußballliga geht es nach den vielen Spielausfällen nun Schlag auf Schlag. Das muss kein Nachteil sein, wenn man einen guten Lauf hat – wie die Stuttgarter Kickers. Die Mannschaft des Trainers Edgar Schmitt hat nach zuletzt zwei Siegen heute (14 Uhr) zu Hause gegen Rot-Weiß Erfurt die große Chance, die rote Laterne abzugeben. Doch der Trainer Edgar Schmitt warnt davor, dies als Selbstläufer zu betrachten. „Die Mannschaft kommt über Kraft und Einsatz, da wird es bei der Beanspruchung auch Rückschläge geben.“ Andererseits setzen die Kickers im Abstiegskampf auf ihren vergleichsweise großen Kader, der immer mal wieder Rotationen erlaubt. So wird Sascha Traut nach seiner Gelbsperre wohl ebenso wieder in die Mannschaft rücken wie die zuletzt nur eingewechselten Benedikt Deigendesch und Thomas Gentner; die am Mittwoch verletzt ausgeschiedenen Bashiru Gambo und Marcus Mann zählen zwar wieder zum Kader, werden aber möglicherweise zunächst einmal geschont.

Stuttgarter Zeitung

Kickers gegen Erfurt in Bestbesetzung

Stuttgart (kli) – Tabellen-Schlusslicht Stuttgarter Kickers will im Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt an diesem Samstag (14 Uhr) seine Aufholjagd fortsetzen und mit dem dritten Sieg in Folge den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen weiter verkürzen. In der Partie gegen Erfurt kann der Fußball-Drittligist personell aus dem Vollen schöpfen. Die im Nachholspiel gegen Unterhaching (2:1) am Mittwoch ausgewechselten Bashiru Gambo (Muskelverletzung im Adduktorenbereich) und Marcus Mann (Gehirnerschütterung) sind wieder fit. Ob Trainer Edgar Schmitt sie erneut in der Startelf aufstellt, ist offen. „Eigentlich ist Marcus Mann gesetzt, aber es kann gut sein, dass ich ein bisschen rotiere“, sagt Schmitt. Die Alternative: Für Mann könnte Markus Ortlieb in die Abwehrkette rücken. Auf dessen Position im defensiven Mittelfeld käme dann Benedikt Deigendesch zum Einsatz. Anstelle von Spielmacher Gambo steht wohl Mustafa Parmak erstmals in der Startformation.

Stuttgarter Nachrichten

Hält die Siegesserie heute gegen Erfurt? Kickers im Dauerstress
Von KLAUS HENRICH

Die Stuttgarter Kickers und ihre Aufholjagd in der 3. Liga. Nach zwei Siegen in Folge wollen die Blauen heute gegen Erfurt (14 Uhr, Gazi-Stadion) nachlegen und möglichst die rote Laterne endlich abgeben.

Stuttgarter Kickers: Kickers im Dauerstress
Trainer Edgar Schmitt: „Unser Selbstvertrauen ist riesig, die Spieler haben wieder Freude, die Moral ist intakt.“ Aber der Coach weiß auch, dass der Dauerstress der vielen englischen Wochen (durch die wetterbedingten Absagen) eine riesige Herausforderung ist.

Sieben Spiele in 24 Tagen stehen auf dem Programm. Bereits Dienstag geht‘s in Sandhausen weiter.

Euro-Eddys Zauberformel gegen den Stress heißt Rotation.

Zum Glück haben die Blauen einen großen Kader. Schmitt: „Als ich im Oktober anfing, hatten wir gerade elf gesunde Spieler im Training, jetzt sind es 28.“ Die kann der Coach gut gebrauchen.

Auch heute wird es wieder eine neue Startformation geben. Wie es aussieht, werden Sascha Traut und Thomas Gentner ins Team rücken. Orlando Smeekes ist gesetzt. Der fliegende Holländer, der beide Vorlagen zu den Treffern gegen Haching gab, soll die Blauen zum Sieg führen.

BILD

Die Presse läutet die Aufholjagd der Kickers ein und sieht Parallelen zum Vorjahr

Folgt die nächste Aufholjagd?
Kickers: Parallelen zum Vorjahr

STUTTGART. So schnell kann es gehen: Vor fünf Tagen hatten die Kickers in der dritten Fußballliga neun Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, jetzt sind es nur noch vier. Die Situation erinnert ein wenig an das Vorjahr.

Von Joachim Klumpp

Das höchste Lob kam aus dem Munde des gegnerischen Trainers. „Wenn man die Mannschaft von Stuttgart gesehen hat, glaubt man nicht, dass die am Tabellenende steht“, sagte Ralph Hasenhüttl von der Spvgg Unterhaching nach der 1:2-Niederlage, „sie hat ein starkes Spiel gemacht.“ Wer hätte das nach dem bescheidenden Auftritt und der 0:2-Niederlage vor fünf Wochen in Düsseldorf gedacht. Wohl kaum jemand.

Parallelen zum Vorjahr sind erkennbar, als die Kickers nach dem 0:1 gegen Bayern München II fast schon abgeschrieben waren – und anschließend von 13 Spielen nur noch zwei verloren haben. Damals ging es um die Qualifikation zur dritten Liga, jetzt geht es um den Klassenverbleib. Neun Punkte betrug der Rückstand zum rettenden 16. Platz vor fünf Tagen, nun sind es nur noch vier.

Das nennt man wohl Déjà-vu. „Das erinnert mich schon ein wenig an das letzte Jahr“, sagt der Kapitän Alexander Rosen. „Auch jetzt ist ein deutlicher Unterschied zur Vorrunde erkennbar.“ In der Tat: vor allem nach gut einer Stunde haben die Kickers am Mittwoch noch einmal zugelegt. „Da sieht man, was ein fittes Team ausmacht“, sagt der Trainer Edgar Schmitt. Die Spieler haben in den vergangenen Wochen zwar nicht selten gestöhnt, doch die Arbeit scheint sich auszuzahlen. „Durch die vielen Spielausfälle hatten wir praktisch eine zweite Vorbereitungphase“, sagt Schmitt. Inklusive des Trainingslagers am Gardasee, an dem sich die Spieler finanziell beteiligt haben. „Für diesen Aufwand sind wir jetzt endlich belohnt worden“, betont der Siegtorschütze Josip Landeka.

Nicht nur dafür. Auch die Verstärkungen zahlen sich aus. Im Vorjahr hat Alexander Rosen, aber auch Ferhat Cerci, zum Aufschwung beigetragen. Diesmal haben die Kickers sogar mehr getan, als zunächst geplant war. Fünf Neue kamen, nur einer (Angelo Vaccaro) ging. Das steigert zunächst die Quantität und damit auch den Konkurrenzkampf, dem am Mittwoch zum Beispiel der ehemalige Kapitän Jens Härter zum Opfer fiel, der nur auf der Tribüne saß. Oder der Stürmer Marco Tucci, der nicht einmal als Joker zum Zuge kam, was mit den verletzungsbedingten Auswechslungen von Bashiru Gambo und dem Innenverteidiger Marcus Mann zu tun hatte, deren Einsatz am Samstag gefährdet ist. Also wird gegen Erfurt weiter rotiert: Benedikt Deigendesch und Thomas Gentner sollen in die Startelf rücken.

Die 29 Mann im Kader steigern aber auch die Qualität. So hat Schmitts Wunschspieler Torsten Traub der Abwehr mehr Stabilität verliehen, Simon Köpf eben Härter verdrängt. Danny Galm hat sicher noch mehr Potenzial, während Mustafa Parmaks Stärken in Degerloch bekannt sind. Die zeigte er eindrucksvoll nach seiner Einwechslung: Er entwickelte Druck und Torgefahr. „Ich habe das Beste daraus gemacht“, sagt der Spieler, dem nur noch die Fitness für 90 Minuten fehlt.

Ganz im Gegensatz zu Orlando Smeekes, der förmlich aufblüht und nicht von ungefähr beide Treffer mustergültig vorbereitet hat. Der Niederländer, der in der Winterpause noch Abwanderungsgedanken hegte, entwickelt sich – nach eindringlichen Appellen des Trainers – zu einem uneigennützigen Spieler. „Der Charakter der Mannschaft stimmt einfach“, sagt der Kapitän Alexander Rosen.

„Und wir haben auch das Glück, das in der Vorrunde oft gefehlt hat“, sagt der Manager Joachim Cast. Zum Beispiel, als der Schiedsrichter einen Treffer von Anton Fink wegen vermeintlichen Handspiels nicht anerkannte. Doch wie fügte Cast hinzu: „Glück hat nur der Tüchtige.“ Und tüchtig sind die Kickers. „Wir haben in diesem Jahr nur sieben freie Tage gehabt“, sagt Schmitt. Der achte kündigt sich an. Am Sonntag, unabhängig vom Ausgang des Spiels gegen Erfurt.

Stuttgarter Zeitung

Jetzt nicht lockerlassen
Bei den Kickers deuten sich erste Parallelen zur Aufholjagd 2009 an

Stuttgart – Zwei Siege in Folge machen es möglich: Für Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers ist das rettende Ufer wieder in Sichtweite. Erinnerungen an die Aufholjagd in der vergangenen Saison werden wach. Kapitän Alexander Rosen gibt das Motto vor: „Jetzt bloß nicht lockerlassen.“

VON JÜRGEN FREY

Bei Niederlagen steht der Präsident schon mal alleine da. Doch nach Siegen ist es Tradition, dass nach dem Abpfiff die Präsidium- und Aufsichtsratsmitglieder von der Tribüne runter an den Spielfeldrand kommen. Nach dem 2:1 gegen Unterhaching waren es besonders viele – und Schatzmeister Friedrich Kummer konnte das Glück kaum fassen. „Zwei Siege in Folge – ich glaube es nicht“, sagte er erleichtert. Die Kickers mischen wieder mit. Statt neun Punkten Rückstand vor dem 2:0 in Aue sind es jetzt nur noch vier. Vor dem Spiel am Samstag (14 Uhr/Gazistadion) gegen Rot-Weiß Erfurt deuten sich erste Parallelen zum Vorjahr an:

Die Fitness: Wie vor einem Jahr Stefan Minkwitz konnte auch sein Nachfolger Edgar Schmitt erst in der Winterpause die Mannschaft nach seinen Vorstellungen entscheidend prägen. Auffallend: Bei der Aufholjagd zur Drittliga-Qualifikation hatten die Kickers ihre Gegner teilweise in Grund und Boden gerannt. Und auch jetzt, in Aue und gegen Unterhaching, konnten die Blauen am Ende zulegen. Die Spieler präsentierten sich spritzig und topfit. „Vor allem die vierwöchige Pause nach dem 0:2 in Düsseldorf kam uns sehr entgegen“, sagt Rosen.

Die Psyche: Wie in der Saison 2007/08 war auch diesmal bei den Blauen schnell in den Köpfen drin, dass nichts anderes zählt als das sportliche Überleben. Die aktuellen Mitkonkurrenten wie Carl Zeiss Jena oder der VfR Aalen hatten ganz andere Ziele. Im Kampf gegen den Abstieg nun den Schalter umzulegen, dürfte für diese Teams nicht einfach werden. Hinzu kommt: Bei den Blauen wächst mit jedem Sieg das Selbstvertrauen. Und Rosen ist sich sicher: „Die Rolle des Jägers ist bisweilen einfacher und kann für uns wieder zum Vorteil werden.“

Die Atmosphäre: Auf dem Spielfeld präsentiert sich das Team als kompakte und kampfstarke Einheit. Die Spieler zeigen großen Siegeswillen. Folge: Beim leidenschaftlichen Auftritt gegen Unterhaching sprang der Funke aufs Publikum über. Rosen: „Keiner in der Mannschaft kocht sein eigenes Süppchen, der Teamgeist ist spürbar, das honorieren die Zuschauer.“

Die Alternativen: Vergangenes Jahr war Rosen im Winter dazugekommen und entwickelte sich zur Leitfigur. Jetzt bekam er mit Routinier Torsten Traub Verstärkung. Auch die anderen Neuen sorgen dafür, dass der Konkurrenzkampf das Geschäft bei den Blauen belebt. Rosen: „Wir können nun auch von der Bank Qualität nachlegen.“ Getreu dem Motto: Bloß nicht lockerlassen.

Stuttgarter Nachrichten

Vorberichte Stuttgarter Kickers – SpVgg Unterhaching

Kickers erwarten Unterhaching

Smeekes spielt
STUTTGART (StZ). Dass den Stuttgarter Kickers heute (19 Uhr) im Nachholspiel gegen die SpVgg Unterhaching Sascha Traut wegen der fünften Gelben Karte fehlt, ist für den Trainer Edgar Schmitt kein Beinbruch. „Angesichts der bevorstehenden englischen Wochen wird es sowieso die eine oder andere Rotation geben“, sagt der Trainer des Fußball-Drittligisten. Gerade Traut hätte wegen des Trainingsrückstandes kaum alle drei Partien in dieser Woche durchspielen können.

An seinem System mit zwei defensiven Mittelfeldspielern und einem offensiven (Bashiru Gambo) sowie drei Stürmern will Schmitt aber festhalten. So ist davon auszugehen, dass die zuletzt gesperrten Alexander Rosen und Orlando Smeekes wieder in die Startformation rücken. Offen ist die Position des Mittelstürmers. Es bieten sich Sokol Kacani, Marco Tucci und Danny Galm an.

Der Gegner aus Unterhaching muss seine Aufstiegsambitionen nach zuletzt zwei Niederlagen fast schon abschreiben, weshalb der Wintereinkauf Francisco Copado nach dem Spiel in Sandhausen gesagt hat: „Wir haben gespielt wie Mädchen.“ Daraufhin konterte der Kickers-Manager Joachim Cast: „Das können sie gerne noch einmal machen.“

Stuttgarter Zeitung

Der ewige Azubi mit dem Torriecher
Kickers-Stürmer Tucci: Unauffällig, aber effektiv

Stuttgart – Ohne seinen Torriecher hätten die Stuttgarter Kickers den Sprung in die dritte Liga nicht geschafft. Nun möchte Marco Tucci erneut zur Aufholjagd der Blauen beitragen – auch heute (19 Uhr) im Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching.

VON JÜRGEN FREY

In dieser Jubelpose steckte unheimlich viel Genugtuung. Marco Tucci saß mit ausgestreckten Beinen auf dem Rasen des Erzgebirgsstadions und riss die Arme weit nach oben. Er strahlte und blickte sich um nach seinen Mitspielern. Dann kamen sie aus allen Richtungen auf ihn zugestürmt, um ihm zu gratulieren. Soeben hatte er nach einem Konter das 2:0 der Blauen in Aue erzielt. Es war sein erster Saisontreffer. Und damit machte der 23-Jährige den ersten Auswärtssieg der Kickers perfekt. „Er hat bewiesen, dass er einen sehr guten Torinstinkt hat“, lobte ihn Trainer Edgar Schmitt.

Nach der Pause hatte der Kickers-Coach den quirligen Joker für Sokol Kacani gebracht. Chance bekommen – Chance genutzt. Doch deshalb steht noch lange nicht fest, dass Tucci am heutigen Mittwoch gegen Unterhaching von Beginn an zum Einsatz kommen wird. „Ich weiß es nicht, ich weiß es wirklich noch nicht“, sagte Schmitt gestern, der eine andere Personalie dagegen entschieden hat: Der ehemalige Kapitän Jens Härter wird heute nicht im Kader stehen. „Er kann sich aber wieder zurückkämpfen“, erklärte Schmitt.

Härter gehört zu ruhigen Vertretern seiner Zunft. Genauso wie Tucci. Endlich seinen ersten Einsatz von Beginn an in dieser Saison zu fordern, käme dem zurückhaltenden Halbitaliener (die Mutter ist Deutsche, der Vater kommt aus Apulien) nicht in den Sinn. Brav sagt Tucci : „Das muss der Trainer entscheiden.“

Der kennt die Qualitäten des 1,78 Meter großen Angreifers. Es gibt zwar auffälligere Stürmer. Stürmer, die im Spiel viel mehr Ballkontakte haben, die immer präsent sind. Doch Edgar Schmitt weiß auch, dass Tucci die Bälle gut halten kann, sie gut prallen lassen kann. Und er schätzt seine Effektivität vor dem Tor. Doch hundertprozentig überzeugt ist er von dem gebürtigen Sindelfinger eben nicht. Noch nicht. „Er muss robuster werden“, betont Schmitt. Und Tucci, den auch Verletzungen immer wieder zurückwarfen, merkt selbstkritisch an: „Vielleicht ist meine Spielweise zu unauffällig.“

Natürlich macht er sich Gedanken, warum er den Durchbruch bei den Kickers noch nicht geschafft hat. Trotz der sieben Tore in der vergangenen Rückrunde, mit denen er die Blauen in die dritte Liga schoss. „Als ewiger Azubi hat man es schwer“, sagt er mit leiser Stimme. Seit der B-Jugend geht der glühende Fan von Juventus Turin unterm Fernsehturm auf Torejagd. Über die zweite Mannschaft hat er sich für höhere Aufgaben empfohlen. Seine Ziele? Klar, ein Stammplatz im Drittligateam. Dazu am Saisonende der Klassenverbleib. „Und ich will in meiner Karriere so weit wie möglich nach oben kommen“, sagt er.

Für den Mann, der die stillen Töne bevorzugt, kommt das fast schon einer Kampfansage gleich. Vielleicht lässt er heute eine weitere folgen. Auf dem Platz. Wenn ihn der Trainer lässt.

Stuttgarter Nachrichten

„Wir müssen permanent Gas geben“

Die Stuttgarter Kickers wollen ihre Aufholjagd heute gegen Unterhaching fortsetzen

Stuttgart – Jetzt geht es Schlag auf Schlag für die Stuttgarter Kickers: Nur vier Tage nach dem ersten Auswärtssieg der „Blauen“ in der dritten Fußball-Liga beim FC Erzgebirge Aue (2:0) ist heute (19 Uhr) die SpVgg Unterhaching im Gazi-Stadion zu Gast. „Wir werden mit neuem Elan wieder angreifen“, kündigt Trainer Edgar Schmitt an.

Von Beate Wockenfuß

Der Sieg in Aue nach der vierwöchigen Zwangspause war ein Erfolgserlebnis zur rechten Zeit und soll nun der Startschuss für eine Aufholjagd sein. Weil auch die Konkurrenz mitspielte, konnte das Tabellenschlusslicht den zuletzt stetig gewachsenen Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen von neun auf sechs Punkte verkürzen. „Wir sind immer noch in einer prekären Situation. Da brauchen wir überhaupt nichts schönzureden. Wir müssen permanent Gas geben“, betont der Coach vor den richtungsweisenden Wochen. „Wir werden auch Rückschläge einstecken müssen, aber hoffentlich nicht am Mittwoch oder am Samstag“, sagt Schmitt auch mit Blick auf das Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen Rot-Weiß Erfurt. Unterm Fernsehturm soll nun das „Wir-Gefühl“ gestärkt werden. „Wir sind alle Teil einer Schicksalsgemeinschaft und können es nur gemeinsam schaffen“, findet Manager Joachim Cast ähnlich eindringliche Worte wie ziemlich genau vor einem Jahr, als die Kickers im Kampf um die Qualifikation für die dritte Liga auf der Strecke zu bleiben schienen. Auch jetzt wird wieder eifrig am Teamgeist gearbeitet. Vor dem Spiel in Aue waren Präsidium und Aufsichtsrat in der Mannschaftsbesprechung. Am Montag gab es ein gemeinsames Essen mit den Spielern, deren Anhang, den Trainern und allen Gremiumsmitgliedern. „Wir müssen darauf achten, dass wir die Kräfte einteilen“, warnt Schmitt und kündigt für die kommenden Spiele „rein sportlich bedingte“ Personalwechsel an, um das Tempo durchzuhalten. Das zuletzt siegreiche Team muss für die heutige Partie – bei der alle Frauen übrigens freien Eintritt haben – aber ohnehin geändert werden. Torschütze Sascha Traut ist gesperrt (fünfte Gelbe Karte) und wird durch Orlando Smeekes ersetzt, der seine Rot-Sperre abgesessen hat. Von ihm verspricht sich Schmitt noch mehr Schwung für die zuletzt starke Offensive. Auch Kapitän Alexander Rosen steht nach seiner Gelb-Sperre wieder zur Verfügung. So wollen sie spielen: Salz – Steinle, Mann, Traub, Gentner – Deigendesch, Rosen – Smeekes, Gambo, Landeka – Kacani.

Esslinger Zeitung