StZ:“Natürlich müssen wir uns hinterfragen“

Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 06.10.2010
Fußball Der zehnte Platz gibt demKickers-Präsidenten Edgar Kurz zu denken. Von Joachim Klumpp

Tradition verpflichtet. Deshalb hat der Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers seinen obligatorischen „blauen Montag“ auf dem Cannstatter Wasen nicht abgesagt, trotz der 0:1-Niederlage beim SC Freiburg II. „Da unterscheiden wir uns vom FC Bayern“, sagt der Präsident Edgar Kurz, nachdem der Bundesligist seinen Wiesn-Besuch kurzerhand gestrichen hatte. In einem anderen Punkt aber gibt es eine Übereinstimmung. Nachdem der Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge mit Blick auf die Tabelle betont hatte, „ich weigere mich, den Titel jetzt schon abzuschreiben“, bläst Kurz ins gleiche Horn: „Aber wir sind sehr weit von dem Weg entfernt, den wir uns vorgenommen hatten.“

Der sollte zwar nicht zwingend zum Aufstieg führen, aber zumindest in Richtung des ersten Platzes – und dorthin fehlen dem Tabellenzehnten schon elf Punkte. Schlimmer noch: der Trend zeigt nach unten, nachdem die Mannschaft von den jüngsten sechs Spielen nur eines gewonnen hat und in Freiburg weder das Ergebnis gestimmt hat noch die Leistung. „Das ist bedenklich“, gibt Kurz zu. Doch dass der Fußball nicht immer berechenbar ist, zeigten auch Beispiele wie der FC Bayern oder der VfB Stuttgart, „ohne von uns ablenken zu wollen“, so Kurz: „Natürlich müssen wir uns hinterfragen, ob wir alles richtig gemacht haben.“

In erster Linie gilt das für die Kaderzusammenstellung, zumal es diesbezüglich im Sommer zu Differenzen kam zwischen dem Trainer Dirk Schuster und dem von einem anonymen Investor eingesetzten Sportkoordinator Michael Zeyer, der zum Beispiel Sascha Rösler (zuletzt 1860 München) holen wollte. Die atmosphärischen Störungen sind auch Kurz nicht verborgen geblieben: „Man muss sich nicht lieben, um Erfolg zu haben. Aber wir wollen die Kickers voranbringen, deshalb muss jeder seine Qualitäten einbringen.“ Zumal der Investor für sein Geld etwas sehen will und es nur noch eine Frage der Zeit (oder der Niederlagen) sein könnte, bis er sich aktiver einmischt.

Schließlich hatte Dirk Schuster vor der Saison von einem besseren Kader als im Vorjahr gesprochen; Worte, an denen er sich messen lassen muss. Er sagt: „Es müssen neben Enzo Marchese auch andere Spieler Verantwortung übernehmen.“ Michele Rizzi im Mittelfeld etwa oder der momentan verletzte Oliver Stierle, der die Erwartungen zuvor ebenfalls nicht hundertprozentig erfüllen konnte. Bleibt die Frage, ob die Kickers personell noch nachbessern, mit arbeitslosen Akteuren. „Der Markt gibt nicht viel her“, sagt Schuster.

Zudem hat sich der Verein auf die Fahne geschrieben, zunächst Spielern aus den eigenen Reihen eine Chance zu geben. Daher rückten gestern auch drei Mann aus dem bisher recht erfolgreichen Oberligastamm des Trainers Björn Hinck nach oben: Ugur Yilmaz, Fabio Leutenecker und Ramazan Kandazoglu. Ob das zur Leistungssteigerung ausreicht, ist eine andere Frage.

Außer Frage steht: das vermeintliche Spitzenspiel daheim gegen Hessen Kassel in anderthalb Wochen wird jetzt zu einem Schlüsselspiel. Bei einer Niederlage und dann 14 Punkten Rückstand würden die Probleme wohl erst richtig anfangen: sportlich, wirtschaftlich und personell.

Stuttgarter Zeitung

Buchwald, Allgöwer und Co: Prominentes Wiedersehen mit der 111Elf im GAZi-Stadion

Kickers-Legenden treffen an diesem Samstag (15.30 Uhr) auf den BFC Viktoria – Großes Rahmenprogramm mit Kabinenfest

Mit einer Vielzahl an klangvollen Spielernamen aus der Geschichte des Fußball-Regionallisten Stuttgarter Kickers wird die Kickers-111Elf an diesem Samstag beim Jubiläumsspiel im GAZi-Stadion auflaufen, das um 15.30 Uhr unter der Leitung des ehemaligen Fifa-Schiedsrichters Bernd Heynemann (Magdeburg) angepfiffen wird. Stadion- und Kassenöffnung ist um 14.15 Uhr. Guido Buchwald, Karl Allgöwer, Ralf Vollmer, Claus Reitmaier, Adnan Kevric und viele weitere bekannte und beliebte Akteure werden anlässlich des 111. Geburtstags des Degerlocher Vereins das Kickers-Trikot tragen. Gegner dieser prominent besetzten Auswahl ist der Berliner Fußballclub Viktoria, die Hauptstädter hatten im Jahr 1908 das Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft mit 3:1 gegen die Blauen gewonnen. Eintrittskarten für die Begegnung sind noch für alle Kategorien erhältlich, der Eintritt beträgt 5 Euro (Stehplatz) und 15 Euro (Sitzplatz). Für das anschließende Kabinenfest in den Katakomben des GAZi-Stadions ist ein zusätzliches Ticket für 11,10 Euro zu lösen.

Mit einem großen Festakt im ADM-Sportpark werden die Blauen zuvor diesen Festtag eröffnen, nach der reizvollen Begegnung gegen die Hauptstädter geht im GAZi-Stadion die Party nahtlos weiter. Es folgen eine große Autogrammstunde sowie eine öffentliche Interviewrunde mit den Kickers-Stars von einst und heute (im Bereich zwischen der Haupttribüne und dem Catering-Verkaufsstand), die Ausgabe für die Besteller der limitierten Jubiläums-Trikots sowie ein großes Kabinenfest in den Katakomben.

SWR3-DJ Michael Spleth und SWR1-DJ Rene Hagdorn sorgen in den beiden Partyräumen mit fetziger Disco-Mucke von 18.99 Uhr an für gute Stimmung, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Alle Getränke an den Bars gibt es zum Preis von lediglich 2 Euro. Der Eintritt beträgt 11,10 Euro inklusive eines Welcome-Drinks sowie eines Begrüßungsgeschenks. Nur noch wenige Restkarten gibt es für dieses einzigartige Kabinenfest auf der Waldau. Diese Tickets gehen am Samstagnachmittag im GAZi-Stadion am FAdSKi-Stand und bei den Mitarbeitern des Kickers-Arbeitskreises in den freien Verkauf.

Diese Kickers-Legenden haben ihr Kommen angekündigt (Rückennummern):

Tor: (1) Bernd Klaus, (1) Claus Reitmaier, (1) Waldemar Cimander.

Abwehr: (2) Dirk Wüllbier, (2) Moritz Steinle, (3) Matthias Imhof, (4) Bernd Schindler, (4) Jochen Novodomsky, (5) Erich Schmeil, (5) Stefan Kleyer, (5) Markus Lösch, (5) Rolf Steeb, (5) Dieter Dollmann, (7) Robert Hofacker, (19) Michael Kümmerle, (23) Alexander Malchow.

Mittelfeld: (5) Horst Schairer, (6) Guido Buchwald, (6) Reinhold Tattermusch, (7) Karl Allgöwer, (7) Marcel Ivanusa, (8) Alois Schwartz, (8) Roland Bazlen, (8) Markus Straubmüller, (10) Janusz Gora, (10) Ralf Allgöwer, (10) Adnan Kevric, (10) Kazimierz Kmiecik, (10) Enzo Marchese, (17) Thorsten Raspe.

Angriff: (9) Dimitrios Moutas, (9) Helmut Fürther, (11) Ralf Vollmer, (11) Marcus Marin, (14) Tomislav Maric.

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Kurz im Interview „Die Lage bei den Kickers ist kritisch“

Stuttgart – Statt um den Aufstieg mitzuspielen, ist Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers im grauen Mittelmaß versunken. „Wenn der Kontakt zur Spitze vollends abreißt, würde uns das finanziell sicher zu schaffen machen“, sagt Präsident Edgar Kurz.

Herr Kurz, der Stuttgarter Fußball macht derzeit nicht viel Freude.

Es ist ein schwacher Trost, dass es auch bei anderen nicht gut läuft. Ich bin bitter enttäuscht über das Abschneiden der Kickers.

Nur ein Sieg aus den vergangenen sechs Spielen, worauf führen Sie die Talfahrt zurück?

Ich konnte die letzten beiden Spiele beruflich bedingt nicht sehen. Aber bei allem, was mir mitgeteilt wurde, muss ich sagen: Unsere Lage ist bedenklich. Wir haben in Freiburg nicht mit Riesenpech verloren, sondern verdient, weil wir uns nur eine oder zwei Torchancen herausgespielt haben.

Wie erklären Sie sich das?

Ich kann mir das nicht erklären, weil ich weiß, was die Mannschaft will, und was sie sich mit dem Trainerteam in der Vorbereitung hart erarbeitet hat. Dazu passt ein Abrutschen ins graue Mittelmaß einfach nicht.

Müssen Sie die Saison bei elf Punkten Rückstand zum Ersten nicht schon fast abhaken?

Haben der FC Bayern, Schalke oder der VfB einen Haken drangemacht? Nein. Mit der Drei-Punkte-Regelung ist vieles möglich. Aber natürlich ist es für uns deutlich schwieriger geworden, unsere Ziele zu erreichen.

Halten Sie am Ziel Platz eins bis sechs fest?

Ja.

Anfang September hatten Sie auch Platz eins nicht völlig ausgeschlossen. Und jetzt?

Es sieht so aus, als dass wir deutliche Abstriche machen müssen.

Ist das kommende Heimspiel am 16. Oktober gegen Spitzenreiter Hessen Kassel so etwas wie die letzte Chance?

Ja. Wenn wir gegen Kassel auch verlieren, ist Platz eins so gut wie außer Reichweite. Bei dann 14 Punkten Rückstand brauchen wir uns nicht in die eigene Tasche zu lügen.

Welche Auswirkungen hätte das im Hinblick auf die finanzielle Situation des Vereins?

Wenn der Kontakt zur Spitze vollends abreißt, würde uns das finanziell sicher zu schaffen machen, schon allein wegen der vermutlich zurückgehenden Zuschauerzahlen. Wir haben eng kalkuliert. In der vierten Liga steht man immer mit dem Rücken zur Wand. Wir brauchen in allen Situationen Unterstützung von Fans und Anhängern.

Auch dem Investor wird die Entwicklung nicht gefallen. Befürchten Sie Probleme?

Er wird sicher die bisherigen Maßnahmen hinterfragen und wissen wollen, was in bestimmten Bereichen hätte besser gemacht werden können.

Etwa bei den Neuzugängen?

Zum Beispiel.

Wird er mehr Einfluss von Michael Zeyer, dem Koordinator Sport, fordern?

Auch die Person Zeyer wird in der Gesamtbetrachtung zur Sprache kommen. Eine, wie Sie formulieren, Forderung sehe ich nicht.

Wenn doch, wie würden Sie reagieren?

Unbestritten ist, dass wir alle Qualitäten im Verein nutzen müssen. Was einen weiterbringt, darf man nicht ignorieren.

Mit der Kommunikation zwischen Trainer und Koordinator ist es aber nicht weit her. Ist da nicht ein Machtwort vom Präsidenten gefragt?

Das hat es bereits gegeben.

Mit welchem Erfolg?

Es findet eine Kommunikation statt. Es könnte vielleicht manchmal harmonischer und schneller vonstatten gehen, aber letztendlich muss einfach das Ergebnis stimmen.

Das ist derzeit nicht der Fall.

Deshalb ist die Lage bei den Kickers kritisch.

Was werden Sie unternehmen?

Ich werde mit allen Beteiligten reden und die Lage ergründen. Wir werden nicht nachlassen, unsere Kickers nach vorne zu bringen.

Sind Sie froh, dass am Wochenende nur das Spiel der Kickers-Legenden ansteht?

Nein, ich hätte lieber gleich wieder um Punkte gespielt. Wir müssen so schnell wie möglich die Kurve nach oben bekommen.

Stuttgarter Nachrichten

Presse zu SC Freiburg II – Stuttgarter Kickers (1:0)

Die Blauen als graue Maus
Fußball Die Kickers verlieren 0:1in Freiburg – und damit den Anschluss an die Tabellenspitze.

Das Regionalligaduell zwischen dem SC Freiburg II und den Stuttgarter Kickers hat gestern im Möslestadion einige Freundschaften aufgewärmt. Zum Beispiel die mit dem ehemaligen Trainer Robin Dutt oder dem früheren Torhüter Manuel Salz, der beim SC zwischen den Pfosten stand, oder auch mit dem Bruderduell Simon Brandstetter (Freiburg) und Marcel Brandstetter (Kickers). Die Freude über das allgemeine Wiedersehen war nach den 90 Minuten Fußball allerdings merklich getrübt, die Blauen hatten 0:1 verloren, stehen auf Platz zehn – und somit im Niemandsland der Tabelle, als graue Maus.

„Ich bin total enttäuscht. Es reicht nicht aus, nur defensiv zu arbeiten und wenig zuzulassen. Unser Offensivspiel fand nur sehr wenig statt“, sagte der Trainer Dirk Schuster, der auf Ali Pala wegen Muskelproblemen verzichten musste. „Natürlich wollen wir gewinnen“, hatte Schuster als Order ausgegeben gehabt. Doch zwischen Wunsch und Wirklichkeit lagen gestern Welten, die rund 100 mitgereisten Fans jedenfalls vermissten bei der Mannschaft schon frühzeitig den absoluten Siegeswillen. „Die letzte Überzeugung nach vorne hat leider gefehlt“, gab Schuster zu. Und als zur Halbzeit alles auf ein 0:0 hindeutete, kam der SC in der Nachspielzeit zur Führung durch Jonathan Schmid. Letztendlich nicht unverdient, denn die Kickers hatten keine echte Torchance; nicht zum ersten Mal in dieser Saison fehlten nach vorne die Durchschlagskraft, aber auch die Ideen.

Schuster reagierte zur Pause: Er versuchte mit Mahir Savranlioglu und Jerome Gondorf die Offensive zu verstärken, mit mäßigem Erfolg. Die einzige Chance erspielten sich die Kickers in der 62. Minute, als Philip Türpitz zum Schuss kam, aber in Schlussmann Salz seinen Meister fand. Danach fehlte das Aufbäumen, so dass die Kickers nun auch ihre Auswärtsbilanz ohne Niederlage los sind.

Das war nicht der einzige Wermutstropfen. Enzo Marchese kassierte seine fünfte Gelbe Karte und ist damit im nächsten Spiel gesperrt. Ausgerechnet gegen den Spitzenreiter Hessen Kassel, da geht es für die Kickers schon um alles oder nichts. Bei einer weiteren Niederlage könnte sich die Mannschaft endgültig aus dem Titelkampf verabschieden, auch wenn vom Aufstieg nach dem gestrigen Spiel sowieso niemand mehr ernsthaft spricht.

Zuvor steht am nächsten Samstag (15.30 Uhr) allerdings noch die Partie der Kickers-Legenden gegen Viktoria Berlin auf dem Programm. Mit dem von den Fans zum Jahrhunderttrainer gewählten Robin Dutt wird es allerdings kein Wiedersehen geben. Er ist mit dem SC beschäftigt.StZ

Stuttgarter Kickers Wagner – Abruscia, Fennell, Rapp, Gerster – Rizzi – Jung (46. Savranlioglu), Ivanusa (46. Gondorf) – Marchese (71. Reule) – Brandstetter, Türpitz.

Tor 1:0 Schmid (45.+2).

Stuttgarter Zeitung

Kickers nisten sich im Mittelfeld ein

Freiburg (red) – Rückschlag für Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers. Die „Blauen“ verloren beim SC Freiburg II verdient mit 0:1 (0:1) und finden sich nach dem ordentlichen Saisonstart nun endgültig im Tabellenmittelfeld wieder. Das einzige Tor für das Team von Ex-Kickers-Trainer Marcus Sorg und Ex-Kickers-Torhüter Manuel Salz erzielte Jonathan Schmid in der Nachspielzeit der ersten Hälfte mit einem Schuss aus acht Metern.

Die Stuttgarter fanden zu keiner Phase richtig ins Spiel, bei der einzigen guten Chance scheiterte Philip Türpitz am glänzend reagierenden Salz (62.). Durch die Niederlage rutschten sie auf den zehnten Tabellenplatz ab, die Freiburger sind nun Dritter. „Ich bin total enttäuscht, dass wir nach vorne nur wenig zustande gebracht haben“, sagte Kickers-Trainer Dirk Schuster. „Es reicht nicht aus, nur defensiv zu arbeiten und wenig zuzulassen.“

Eßlinger Zeitung

„Manu“ lässt keinen rein

Jonathan Schmidt erzielt SC-Siegtor gegen die Kickers.

FUSSBALL (uwo). Dank eines Treffers von Jonathan Schmid hat der SC Freiburg II sein Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers mit 1:0 (1:0) gewonnen. Der Freiburger Regionalligist hält damit weiter Anschluss zur Tabellenspitze.

Mit den Kickers kennt sich SC II-Coach Markus Sorg aus. Bekanntlich bekleidete er in der Vergangenheit schon das Traineramt bei den Degerlochern (zeitweise mit Co-Trainer Robin Dutt), ehe er im März 2003 vom heutigen U-21-Nationaltrainer Rainer Adrion abgelöst wurde. „Eine gewachsene Mannschaft mit erfahrenen Spielern, die sich gut verstärkt hat“, wusste Sorg denn auch vor der Partie gegen die „kleinen“ Stuttgarter. Und die machten es dem SC durchaus schwer. Sorg durfte unwidersprochen einen „nicht unverdienten Sieg“ konstatieren, denn die Freiburger zeigten die bessere Spielanlage, und nicht zuletzt schossen sie ein Tor.

Vor der Pause setzte Christian Bickel die meisten Offensivakzente auf SC-Seite, unter anderem scheiterte er mit einem Freistoß am Stuttgarter Keeper. Die größte Chance ergab sich zunächst aber für die Gäste: SC-Torwart Manuel Salz musste vor den Augen von Ex-SC-Profi Zlatan Bajramovic sein ganzes Können aufbringen, in dem er einen Freistoß aus dem Winkel faustete. Freiburg war weiter etwas dominanter als die Kickers, und kam kurz vor der Pause dann auch noch zweimal zum Abschluss. Zunächst vergab Jonathan Schmid, doch unmittelbar vor dem Pausenpfiff netzte er ein: Einen Doppelpass mit Marc Lais, der per Hacke auflegte, verwandelte Schmid zur Führung.

Nach der Pause blieb Freiburg leicht überlegen, konzentrierte sich aber auch zunehmend darauf, keine Lücken nach hinten zu bieten. Beide Teams überbrückten zeitweise recht schnell das Mittelfeld, die Abwehrreihen standen aber bis auf wenige Ausnahmen sicher. Für die Gastgeber kam der eingewechselte Erich Sautner zu zwei guten Chancen, während auf der anderen Seite Türpitz einen Konter mit einem gefährlichen Flachschuss abschloss – den Manuel Salz allerdings entschärfte. In seinem Rücken hatte er die gegnerischen Fans, und die riefen dem ehemaligen Kickers-Torwart in den letzten Sekunden zu: „Manu lass’ ihn rein“, was dieser zwar beklatschte, aber freilich nicht beherzigte.

Freiburg: Salz, Sorg, Sereinig, Höhn, Budak (46. Sautner), Höfler, Lais, Williams, Schmid (84. Bouziane), Bickel, S. Brandstetter (69. Bektasi). Stuttgart: Wagner, Abruscia, Fenell, Rapp, Gerster, Jung (46. Savranlioglu), Marchese (72. Reule), Rizzi, Ivanusa (46. Gondorf), M. Brandstetter, Türpitz. Schiedsrichter: Zacher (Nußdorf/Inn). Tore: 1:0 Schmid (45.). Zuschauer: 300.

Badische Zeitung

DFB-Urteil: Stuttgarter Kickers müssen nach Feuerzeugwurf 1500 Euro Strafe bezahlen

„Geisterspiel“ kann von Rechtsanwalt Breucker abgewendet werden – Fans der Blauen zeigen Solidarität und starten am Freitag beim 1860-Heimspiel eine Spendenaktion

Der Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat wegen eines nach dem Abpfiff der Heimpartie gegen den 1. FC Nürnberg II (1:2) in den Innenraum des GAZi-Stadions geworfenen Feuerzeuges eine Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro erhalten. Dies entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag.

Der DFB hatte aufgrund des Sonderberichtes des in der Partie vom 4. September 2010 eingeteilten Schiedsrichters Rafael Foltyn (Mainz) ermittelt. Danach stand wegen des Vorwurfs „Mangelnder Schutz des Schiedsrichters“ ein „Geisterspiel“ unter vollständigem oder teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit im Raum. Nachdem die Stuttgarter Kickers durch den Rechtsanwalt Marius Breucker jedoch detaillierte Informationen zu den Schutzmaßnahmen vorgetragen hatten, entschied das DFB-Sportgericht, gegen die Blauen eine Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro zu verhängen. Außerdem muss der Degerlocher Regionalligist die Kosten des Verfahrens tragen.

Marius Breucker hatte die Stuttgarter Kickers auch im Jahr 2006 im Verfahren nach dem seinerzeit durch einen „Becherwerfer“ abgebrochenen DFB-Pokalspiels gegen Hertha BSC Berlin gegen den Übertäter erfolgreich vertreten. Ausschlaggebend für die jetzige relativ milde Bestrafung war, dass der Schiedsrichter sofort nach dem Ende des Nürnberg-Spiels von Ordnern und Kickers-Funktionären abgeschirmt wurde und dank der geistesgegenwärtigen Reaktion des Schiedsrichter-Betreuers Walter Pfannenschwarz von einem von einer unbekannten Person geworfenen Feuerzeug nicht getroffen wurde. Strafmildernd wertete der DFB auch die sofortige Entschuldigung von Kickers-Präsident Edgar Kurz bei Schiedsrichter Foltyn und die Zusammenarbeit der Kickers-Verantwortlichen mit der Polizei bei der Suche nach dem Werfer.

Die Stuttgarter Kickers suchen auch weiterhin nach Zeugen des Vorfalls, um den Werfer oder die Werferin des Feuerzeugs zur Rechenschaft ziehen zu können. „Alle Zuschauer bleiben aufgefordert, das Werfen von Gegenständen und jegliche sonstige Angriffe auf Schiedsrichter oder andere Beteiligte zu unterlassen“, bittet der Kickers-Geschäftsführer Jens Zimmermann. Denn: „Im Wiederholungsfalle ist mit einer deutlich höheren Strafe bis hin zu einer Platzsperre zu rechnen“, betont der Rechtsanwalt Breucker.

Solidarisch zeigen sich nach der Urteilsverkündigung die Fans der Blauen: Die Fan-Abteilung der Stuttgarter Kickers (FAdSKi) hat spontan nach der Bekanntgabe des heutigen DFB-Urteils beschlossen, beim Regionalliga-Heimspiel an diesem Freitag (GAZi-Stadion, 19 Uhr) gegen den TSV 1860 München II eine Spendensammlung zu starten. „Wir appellieren an die Unterstützung aller Kickers-Fans, damit durch die Unbeherrschtheit eines Einzelnen unserem Verein keine Kosten durch die Geldstrafe entstehen“, lautet das Ziel der FAdSKi-Verantwortlichen, die außerdem ebenfalls alle Fans der Blauen eindringlich bitten, „künftig alle Aktionen zu unterlassen, die die Stuttgarter Kickers in Schwierigkeiten bringen können“.

Die Zuschauer haben am Freitagabend die Möglichkeit, an allen Eingängen des GAZi-Stadions einen freiwilligen Obolus zu entrichten.

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Presse zu TSG Hoffenheim II – Stuttgarter Kickers (1:1)

7:4 – das Torverhältnis sagt einiges

Regionalliga Die Kickers stehen defensiv gut, doch nach vorne ist auch beim 1:1 in Hoffenheim noch Luft nach oben. Von Joachim Klumpp

Vor dem Regionalligaspiel bei Hoffenheim II hatten sich die Kickers-Spieler T-Shirts über das Trikot gezogen, auf denen stand: „Jetzt erst recht.“ Das war als Anspielung an das Skandalspiel zuletzt gegen Nürnberg (drei Platzverweise, zwei Elfmeter) gedacht – und offensichtlich auch die richtige Motivation für die Mannschaft. Denn schon nach 20 Sekunden führten die Gäste durch Enzo Marchese 1:0. Doch nach den 90 Minuten sagte der Trainer Dirk Schuster: „Ich weiß nicht, ob ich mich mehr über die Leistung freuen oder das Ergebenis ärgern soll.“

Nachdem Hoffenheims Torjäger Kai Herdling drei Minuten vor Schluss einen Freistoß in den Winkel zirkelte, hat es beim 1:1 nicht zum Sieg gereicht. Vielleicht auch deshalb, weil der Mannschaft in der 70. Minute ein Strafstoß verweigert wurde, als Mahir Savranlioglu im Strafraum zu Fall kam. „Ein klarer Elfmeter“, sagte der Kickers-Spieler, doch der Pfiff des Schiedsrichters Timo Gerach blieb aus. Was vor allem deshalb für böses Blut sorgte, weil eine Woche zuvor zwei weitaus harmlosere Aktionen gegen die Kickers entsprechend geahndet worden waren. „Doch es bringt jetzt nichts, ständig auf den Schiedsrichtern herumzuhacken“, sagte der Kapitän Marcel Rapp.

Letztendlich muss man sich auch an die eigene Nase fassen. Und da haben es die Kickers versäumt, nach dem „Nackenschlag“ (so Hoffenheims Trainer Markus Gisdol) dem Gegner auch noch den K.-o.-Schlag zu versetzen. „Wir haben zwar kaum Chancen zugelassen, haben aber nach vorne zu wenig Druck gemacht“, sagte Schuster später.

Was dazu führte, dass die nach zuletzt drei Niederlagen recht verunsichert wirkenden Hoffenheimer immer besser ins Spiel kamen. Die Kickers dagegen verhielten sich zu passiv und konnten auch bei ihren Konterversuchen keine Nadelstiche setzen, sieht man einmal von Savranlioglus Aktion ab. „Das 2:0 wäre die Entscheidung gewesen“, so Schuster, der zum Schiedsrichter sonst nur sagte: „Kein Kommentar.“

Dafür zu Fabian Gerster. Der fand sich trotz der drei Gesperrten Stierle, Auracher und Gondorf überraschend nicht in der Startelf. „Aus sportlichen Gründen“, wie Schuster sagte. Der manchmal etwas zur Bequemlichkeit neigende Ex-Pfullendorfer habe im Training nicht die erwartete Reaktion gezeigt, so dass er zunächst eine Denkpause bekam.

Wem die im nächsten Spiel droht? Erste Anwärter wären Marcel Ivanusa und Ali Pala, die beide – nicht zum ersten Mal in dieser Saison – ihre Chance nicht genutzt haben und kaum Druck über die Außenbahnen entwickelten. Auch Daniel Reule blieb bis auf seinen 45-Meter-Schuss an den Pfosten weitgehend unauffällig, der Sturmkollege Marcel Brandstetter bewegte sich besser, ihm fehlt aber vor dem Tor noch die Kaltschnäuzigkeit. Dafür fiel das Debüt von Dominique Fennell in der Innenverteidigung positiv auf.

Überhaupt steht die Mannschaft hinten gut angesichts von nur vier Gegentoren, davon drei nach Standards. Rapp: „Das zeigt, dass wir einen Plan haben.“ Defensiv. Offensiv ist bei sieben Toren noch Luft nach oben. Hessen Kassel hat schon 18 Treffer. Nicht nur deshalb besteht die Gefahr, dass der Tabellenführer einsam seine Kreise zieht. Die sieht der Trainer Dirk Schuster aber noch nicht: „Das ist für mich nur eine Momentaufnahme.“

Stuttgarter Kickers Wagner – Abruscia, Fennell, Rapp, Savranlioglu (74. Türpitz) – Rizzi – Pala, Marchese, Ivanusa (58. Gerster) – Brandstetter, Reule (84. Steinle).

Stuttgarter Zeitung

1:1 in Hoffenheim
Kickers machen wenig aus Blitzstart
Von Jürgen Frey

Hoffenheim – Diesmal kam Dirk Schuster zur Pressekonferenz. Doch über den Schiedsrichter wollte sich der Trainer des Fußball-Regionallisten Stuttgarter Kickers nach dem 1:1 bei 1899 Hoffenheim II, wie schon vor einer Woche, nicht äußern. „Ich kommentiere solche Szenen nicht mehr“, antwortete der Coach auf die Frage nach dem Foul an Mahir Savranlioglu 20 Minuten vor Schluss im Hoffenheimer Strafraum. Schusters Miene sagte jedoch mehr als 1000 Worte: Er war enttäuscht und verärgert. Über den nicht gegebenen Elfmeter und über die zwei verlorenen Punkte. „Dieses Ergebnis“, brummte Schuster nach dem Schlusspfiff, „ist weder Fisch noch Fleisch.“

Dabei hatten die Blauen nach dem Skandalspiel gegen den 1. FC Nürnberg II alle Register gezogen. Sogar für die eigenen Anhänger griffen sie in die Motivationskiste. Die Spieler liefen in T-Shirts über den Trikots mit dem Aufdruck „Jetzt erst recht“ ein. Diese warfen sie unmittelbar vor der Partie in den Fanblock.

Schon 19 Sekunden nach dem Anpfiff wurden die 400 mitgereisten Fans wieder beschenkt: Ein Solo von Sandro Abruscia verwertete Enzo Marchese zur Führung. Das sorgte für Ruhe, Ordnung und Selbstvertrauen. „Die Kickers stehen richtig gut“, stellte Peter Zeidler, der ehemalige Coach der Blauen, in der Pause fest. Was der aktuelle Hoffenheimer Profi-Co-Trainer nicht erwähnte: Nach vorne machten die Kickers aus dem Blitzstart viel zu wenig. Gegen die nach drei Niederlagen in Serie ohnehin verunsicherte Elf von Trainer Markus Gisdol wurden die Konter, wenn überhaupt, zu langsam vorgetragen. „Uns fehlte der Zug zum Tor“, monierte auch Schuster und musste eingestehen: „Dann muss man sich nicht beschweren, wenn man den Ausgleich bekommt.“ Dass der, wie bisher alle vier Gegentore in dieser Saison, durch eine Standardsituation fiel, machte die Sache nicht besser: Der direkt verwandelte 18-m-Freistoß von Kai Herdling zwei Minuten vor Schluss ins Tordreieck sorgte für kollektive Niedergeschlagenheit im Kickers-Lager.

Dabei gab es durchaus positive Aspekte. Dominique Fennell zeigte in der Innenverteidigung, als Ersatz für den rotgesperrten Patrick Auracher, eine tadellose Leistung. „Er hat gespielt, als sei er schon jahrelang Stammspieler“, lobte Schuster den 21-Jährigen. Auch die Ausfälle der gesperrten Stammspieler Nummer zwei und drei, Oliver Stierle und Jerome Gondorf, kompensierte das kompakte Kickers-Ensemble. Das zeigt: Schuster kann auf einen stabilen, ausgeglichenen Kader zurückgreifen. Und: Der Trainer hat einen Plan, in den sich die Spieler aus der zweiten Reihe nahtlos einfügen. Um den Kontakt zu Spitzenreiter Hessen Kassel nicht abreißen zu lassen, müssen jetzt aber wieder Siege her. Die nächste Chance bietet sich am kommenden Freitag (19 Uhr/Gazistadion) gegen 1860 München II.

Stuttgarter Nachrichten

Marchese trifft nach 19 Sekunden

Sinsheim (red) – Vier Minuten fehlten den Stuttgarter Kickers zum zweiten Auswärtssieg der Saison. Durch einen Gegentreffer per Freistoß in der 86. Minute kam der Fußball-Regionalligist bei 1899 Hoffenheim II zu einem 1:1 (1:0). Die „Blauen“ legten vor 750 Zuschauern einen Blitzstart hin: Nach 19 Sekunden sorgte Enzo Marchese für das 1:0. Alessandro Abruscia hatte den ersten Angriff des Spiels über die rechte Außenbahn eingeleitet. Marchese traf aus 20 Metern – sehr zur Freude der 300 mitgereisten Fans, die wenig später fast schon wieder Grund zum Jubeln hatten. Aber Daniel Reules Heber (14.) aus 50 Metern Entfernung endete am Pfosten. Eine Viertelstunde vor Schluss wurde Mahir Savranlioglu im Strafraum gefoult, doch der Elfmeterpfiff blieb aus. Stattdessen kamen die Hoffenheimer durch Kai Herdling zum 1:1-Ausgleich. „Der kämpferische Einsatz hat mir sehr gut gefallen“, lobte Kickers-Trainer Dirk Schuster: „Aber ich hätte mir gewünscht, dass wir unsere Kontergelegenheiten besser ausspielen.“

Eßlinger Zeitung

Hoffe II: Punktgewinn für die Moral

Hoffenheim. Mit einem 1:1 (0:1) gegen die Stuttgarter Kickers beendete die U23 ihre Niederlagenserie. „Der Punkt war wichtig für unsere Moral“, freute sich Hoffenheims Trainer Markus Gisdol. Den späten Ausgleichstreffer erzielte Kai Herdling mit einem direkt verwandelten Freistoß.

Vielleicht lag es an der beeindruckenden Auswärtskulisse, rund 300 Fans der Kickers waren in den Kraichgau gekommen, dass die Hoffenheimer den Start völlig verschliefen. Gerade mal 19 Sekunden waren vergangen, da zappelte die Kugel bereits im Netz. Vom Anstoß weg marschierten die Stuttgarter über die rechte Seite durch, der auffällige Alessandro Abruscia flankte ungestört in die Mitte und Vincenzo Marchese bedankte sich mit einer Direktabnahme von der Strafraumgrenze – 0:1. Erstmals in dieser Saison liefen Manuel Gulde und Denis Thomalla für die U23 auf, die Kickers waren gegenüber der 1:2-Heimniederlage gegen Nürnberg II gleich auf fünf Positionen verändert – drei davon aufgrund von Sperren aus dem Nürnberg-Spiel. „Trotz der Ausfälle wollten wir hier gewinnen“, sagte Kickers-Coach Dirk Schuster später. „Das 1:1 ist für mich nicht Fisch, nicht Fleisch.“

Der Rückstand war noch nicht ganz verdaut, da hatten die Kickers schon die nächste Möglichkeit, doch nach einer zu kurz geratenen Abwehraktion verzog Michele Rizzi deutlich (3.). Die Hoffenheimer fanden erst langsam in die Partie. Geburtstagskind Andreas Ludwig, der eine Eckball-Hereingabe direkt aufs Tor ziehen wollte, traf den Ball nicht richtig (7.) und hatte vier Minuten später Pech, dass die Kugel nach einem Pressschlag nur an den Außenpfosten trudelte. Im Nachsetzen drosch Jacob Amman, der erstmals in dieser Saison von Beginn an ran durfte, den Ball stark bedrängt aus kurzer Distanz übers Tor. Nach und nach erspielten sich die Platzherren nun ein optisches Übergewicht, doch zwingende Torchancen blieben im ersten Abschnitt aus. Glück hatten sie, dass Keeper Jens Grahl im Rückwärtslaufen einen Weitschuss Daniel Reules von der Mittellinie gerade noch so ans Gebälk lenken konnte (14.). Adam Jabiris Schuss aus knapp 18 Metern flog deutlich über das Tor (22.). „Die Führung hätte uns Selbstvertrauen geben müssen, stattdessen haben wir das Feld zu groß gemacht und die nachrückenden Hoffenheimer nicht in den Griff gekriegt“, kritisierte Schuster.

Im zweiten Durchgang zeigte sich die Gisdol-Elf spielbestimmend. „Man hat gesehen, dass wir bis zum Schluss auf einen Sieg aus waren“, zog der Trainer ein positives Fazit. Allerdings musste er lange bangen, dass es zumindest ein Zähler würde. Denn Ludwig traf aus aussichtsreicher Position nur das Außennetz (57.) und nach einer scharfen Ammann-Hereingabe von der linken Seite klärte Marcel Rapp noch in höchster Not (60.). Gisdol setzte nun alles auf ein Karte, brachte mit Christoph Hemlein und Marco Terrazzino zwei reine Offensivspieler und wechselte zudem Jannik Vestergaard ein, schickte allerdings den baumlangen Innenverteidiger ins Sturmzentrum. Der Däne war es auch, der einen langen Ball mit dem Kopf zu Herdling verlängerte, der an der Strafraumgrenze von Rapp gefoult wurde. Den fälligen Freistoß zwirbelte der Kapitän schließlich aus zentraler Position über die Mauer hinweg in den linken Torwinkel zum späten, aber verdienten Ausgleich. Da der Unparteiische wegen einer Verletzungsunterbrechung fünf Minuten nachspielen ließ, versuchten beide Teams noch einmal, die volle Ausbeute einzufahren. Häufiger auf dem Weg nach vorne waren dabei die Platzherren, die größte Chance hatte allerdings der „Ex“ Marcel Brandstetter, der einen langen Freistoß in den Strafraum ungestört annehmen durfte, dann aber überhastet verzog (90.).

„Nach drei Spielen ohne Punkt und dem Nackenschlag nach 19 Sekunden bin ich heute sehr zufrieden“, sagte Gisdol. „Wir haben die Stuttgarter bespielt und wollten mit aller Macht gewinnen. Der späte Zeitpunkt unseres Tores war vielleicht glücklich, insgesamt denke ich aber, dass wir aufgrund der Spielanteile hätten gewinnen müssen.“ Immerhin: Nach dem 0:2 zuletzt in Darmstadt gab es nun wieder ein Positiverlebnis zu bejubeln. „Wir können nicht erwarten, dass unsere Jungs in der Regionalliga innerhalb von zwei bis drei Wochen wahnsinnige Lerneffekte erzielen. Die Gegner sind besser, die Zuschauer auswärts aggressiver, da herrscht eine ganz andere Atmosphäre als in der Oberliga. Meine Mannschaft muss noch stabiler werden.“

1899 Hoffenheim – Stuttgarter Kickers 1:1 (0:1)
Hoffenheim: Grahl – Klingmann, Gulde (86. Vestergaard), Neupert, Ammann – Ludwig, Rosen, Kaiser (75. Hemlein) – Herdling – Thomalla (75. Terrazzino), Jabiri.
Stuttgart: Wagner – Abruscia, Fennell, Rapp, Savranlioðlu (75. Türpitz) – Pala, Rizzi, Marchese, Ivanusa (59. Gerster) – Reule (85. Steinle), Brandstetter.
Tore: 0:1 Marchese (1.), 1:1 Herdling (88.). Zuschauer: 750. Schiedsrichter: Gerlach (Landau). Karten: Gelb für Ludwig, Jabiri / Rizzi, Wagner.

Sportwoche

StZ: Kickers beschweren sich

Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 07.09.2010
Fußball Nach dem Skandalspiel gegen Nürnberg II wendet sichder Regionalligist an den DFB. Von Marko Schumacher

Die Fassungslosigkeit ist noch immer nicht gewichen. Das 1:2 gegen den 1. FC Nürnberg II am vergangenen Samstag, die beiden fragwürdigen Foulelfmeter, die drei umstrittenen Platzverweise – die Stuttgarter Kickers können nicht verstehen, wie es dazu kommen konnte und vor allem: was den Schiedsrichter Rafael Foltyn geritten hat.

Während der Trainer Dirk Schuster seiner Mannschaft zur Frustbewältigung kurzfristig zwei Tage freigegeben hat („Die Jungs müssen erst mal die Köpfe freibekommen“), beschäftigt sich der Geschäftsführer Jens Zimmermann intensiv mit der Angelegenheit und dem 25-jährigen Unparteiischen aus Mainz. Seine Recherchen haben ergeben, dass Foltyn in seiner jungen Karriere weit überdurchschnittlich viele Spieler vom Platz gestellt und häufiger als die Kollegen auf den Elfmeterpunkt gezeigt hat. Als Erklärung für die Vorkommnisse reicht dies den Kickers jedoch nicht.

Zum einen hat Zimmermann daher eine offizielle Beschwerde beim DFB eingereicht und den zuständigen Schiedsrichter-Obmann Lutz-Michael Fröhlich darum ersucht, Foltyn in Zukunft nicht mehr für Spiele des Stuttgarter Regionalligisten zu nominieren. Und zum anderen wandte sich der Geschäftsführer an den DFB-Justiziar Stefan Schmidt mit der Bitte zu prüfen, ob es bei diesem Spiel Auffälligkeiten im Bereich der Sportwetten gegeben habe – sprich: ob eine Spielmanipulation vorliegen könnte. „Wir wollen uns nichts vorwerfen lassen und haben daher ganz wertfrei nachgefragt“, sagt Zimmermann.

Der DFB dürfte freilich auch selbst aktiv werden. Rafael Foltyn jedenfalls hat einen Sonderbericht über die Tumulte nach dem Schlusspfiff angefertigt, der die Kickers teuer zu stehen kommen könnte. Ein Feuerzeug soll den Schiedsrichter beim Verlassen des Spielfelds an der Lippe touchiert haben. Jens Zimmermann widerspricht dieser Darstellung. Er verweist darauf, dass es der Schiedsrichterbetreuer der Kickers gewesen sei, der von dem Wurfgeschoss getroffen worden sei.

Stuttgarter Zeitung

Presse zum Skandalspiel Stuttgarter Kickers – 1. FC Nürnberg II (1:2)

„So etwas habe ich in 30 Jahren nicht erlebt“
Fußball Der Schiedsrichter drückt einer turbulenten Regionalligapartie seinen Stempel auf. Die Kickers verlieren gegen Nürnberg 1:2, drei Spieler durch Platzverweis und müssen wegen eines Feuerzeugwurfs auch noch mit einem Nachspiel rechnen. Von Joachim Klumpp

Als Rafael Foltyn aus Mainz-Kastel am Samstag um Viertel vor vier die Partie Stuttgarter Kickers gegen den 1. FC Nürnberg II (1:2) in Degerloch abgepfiffen hatte, stand er im Brennpunkt. Der Physiotherapeut Marc Weiss musste Philipp Türpitz und Alessandro Abruscia bremsen, damit die nicht auf den Unparteiischen losgingen, genau wie der Spielerberater Ronny Zeller den Trainer Dirk Schuster, der auf 180 war. Von Schweinerei, Schiebung oder Skandal war im Getümmel die Rede, und Zeller sagte: „Ich bin 30 Jahre im Fußballgeschäft, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Das war Betrug!“

Harte Worte nach einem Spiel, in dem der Schiedsrichter unter Polizeischutz den Platz verlassen musste und trotzdem von einem Feuerzeug an der Lippe getroffen wurde. Das wird einen Zusatzbericht zur Folge haben – und ein Nachspiel. Fragt sich nur, ob die Kickers mit einer Geldbuße davonkommen oder ob ihnen als Wiederholungstäter eine Platzsperre droht.

Und das nach einer Partie, in der beim 0:0 zur Pause aber auch rein gar nichts auf diese Turbulenzen hingedeutet hatte, die in zwei (fragwürdigen) Elfmetern und drei Platzverweisen mündeten. Der Schiedsrichter, der nicht seinen besten Tag erwischte hatte, war dabei mittendrin statt nur dabei. Sein Motto lautete: im Zweifel gegen die Kickers. Doch der Reihe nach.

49. Minute: Nach einem Eckball drückt Michele Rizzi einen Nürnberger etwas plump zur Seite, der Schiedsrichter zögert nicht lange, Elfmeter und Tor (durch Matthias Heckenberger). „Außerhalb des Strafraums kann man vielleicht Foul pfeifen“, sagt Rizzi später, „aber innerhalb . . .“

61. Minute: Nach einem Zweikampf an der Außenlinie kommen Oliver Stierle und sein Gegenspieler zu Fall; die Frage lautet eigentlich nur: Wer hat wen gefoult? Doch der Schiedsrichter hat eine exklusive Sicht der Dinge: „Schwalbe“ von Stierle, was für den bereits Verwarnten Gelb-Rot bedeutet. Doch es kommt noch schlimmer.

64. Minute: Wieder ist Rizzi der Unglücksrabe. Bei einem kleinen Gerangel zieht er seinen Gegenspieler kurz, der fällt geschickt – und der Schiedsrichter darauf rein? Wieder Pfiff, wieder Tor durch Heckenberger. „Sehr fragwürdig“, sagt Rizzi.

75. Minute: Bei einem Konter trifft Patrick Auracher den eingewechselten Michael Bühler mit gestrecktem Bein am Kopf. Der Schiedsrichter entscheidet auf Notbremse – und Rot. Hart, aber vertretbar. Doch damit nicht genug.

89. Minute: Der bereits verwarnte Torschütze Jéräme Gondorf leistet sich ein weiteres Foul – und fliegt mit Gelb-Rot vom Platz. Das Ende vom Lied in einer Partie, in der der Unparteiische trotz der vielen Unterbrechungen nur eine Minute nachspielen lässt. Er scheint es eilig zu haben, wie schon in der Halbzeit.

Da hatte Herr Foltyn, der nach der Pause jegliches Fingerspitzengefühl vermissen ließ, bereits nach sieben Minuten die Mannschaften aufs Feld geholt, woraufhin sich die Kickers beschwerten. „Als Antwort hieß es: es sind nur fünf Minuten vorgeschrieben“, berichtete der Geschäftsführer Jens Zimmermann später.

Und was sagten die Trainer? Nichts, die Pressekonferenz fiel aus, hinter vorgehaltener Hand gab Nürnbergs Trainer René Müller zu, dass Stierles Platzverweis eine Fehlentscheidung war. Dass seine Mannschaft in Überzahl bis zum Schluss um die drei Punkte kämpfen musste, spricht zumindest für die Moral der Kickers, die zwischenzeitlich zum 1:1 durch Gondorf gekommen waren (54.). „Mit elf Mann hätten wir gewonnen“, sagte Rizzi – und stand mit dieser Meinung nicht alleine da.

„Dem Fußball hat der Schiedsrichter keinen Gefallen getan“, sagte der Kickers-Präsident Edgar Kurz. Er verkniff sich, mehr Öl ins Feuer zu gießen, und ging stattdessen in die Schiedsrichterkabine, um sich für den Feuerzeugwurf offiziell zu entschuldigen. Ob es hilft? Das Strafmaß reicht in solchen Fällen von einer Geldstrafe über ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit bis hin zu einer Platzsperre. „Eine solche wäre übertrieben“, sagt Zimmermann.

Zumal die Kickers alles Erdenkliche getan hatten, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Mehr als 50 Ordner waren bei der Partie, die auch nicht als Sicherheitsspiel eingestuft worden war, im Einsatz. Die Frage lautete allenfalls, warum von ihnen keiner einen Schirm zum Schutz des Schiedsrichters hatte.

Der Verein wird auf jeden Fall Strafanzeige gegen unbekannt stellen, um später eventuelle juristische Forderungen gegen den Feuerzeugwerfer geltend machen zu können. Und der Schiedsrichter, der es zuvor so eilig hatte, verließ erst zwei Stunden nach dem Abpfiff das Stadion.

Kickers Güvenc – Gerster (55. Türpitz), Auracher, Rapp, Stierle – Rizzi (81. Savranlioglu) – Abruscia, Gondorf – Marchese – Brandstetter (70. Pala), Reule.

Schiedsrichter Foltyn (Mainz-Kastel).

Tore 0:1 Heckenberger (51. Elfmeter), 1:1 Gondorf (54.), 1:2 Heckenberger (64. Elfmeter).

Gelb-Rote Karten Stierle (61.), Gondorf (89.). Rote Karte Auracher (75./Notbremse).

Stuttgarter Zeitung

Zwei freie Tage zum Abreagieren
Von Jürgen Frey, aktualisiert am 06.09.2010 um 14:31

Stuttgart – Die Blauen sahen Rot: Drei Platzverweise und zwei umstrittene Foulelfmeter brachten die Emotionen im Lager des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers zum Überkochen. „Wir lassen uns von den Benachteiligungen nicht stoppen“, sagte Trainer Dirk Schuster nach dem 1:2 gegen den 1. FC Nürnberg II.

Die Art der Frustbewältigung sah bei allen anders aus. Manche Kickers-Spieler wollten einfach nur nach Hause, andere zog es zum Weindorf oder in die Disco. Trainer Schuster wählte die Zweisamkeit: Er machte einen langen Spaziergang mit seiner Frau Britta. „Jeder muss diese Enttäuschung, den Ärger, die Wut so schnell wie möglich auf seine Art verarbeiten“, sagte der Coach – und verordnete seiner Mannschaft zwei trainingsfreie Tage.

Es war schon ein außergewöhnliches Fußballspiel, das am Samstag im Gazistadion über die Bühne ging. Eine hochanständige Partie ohne jegliche Provokationen von beiden Seiten sahen die 2550 Zuschauer vor der Pause. Doch im Laufe der zweiten Hälfte nahm das Unheil für die Kickers seinen Lauf. Mittendrin: Schiedsrichter Rafael Foltyn (25) aus dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kastel. Er verhängte zwei umstrittene Strafstöße gegen die Blauen – beides Mal soll Michele Rizzi gefoult haben. Außerdem sahen Oliver Stierle nach einer angeblichen Schwalbe in einem Laufduell und Jerome Gondorf nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot. Damit nicht genug: Das hohe Bein von Patrick Auracher ahndete der Referee als Notbremse. Kickers-Präsident Edgar Kurz sprach von einem „Skandal“. Coach Schuster beurteilte die Leistung des Schiedsrichters auch mit einem Tag Abstand als „unterirdisch“. Am Spieltag hatte er sich noch einen Maulkorb verpasst und nach Absprache mit seinem Nürnberger Kollegen Rene Müller die obligatorische Pressekonferenz abgeblasen. „Ich wollte mir nicht den Mund verbrennen und irgendwelche Sanktionen riskieren“, erklärte Schuster.

Auch seine Spieler waren unmittelbar nach dem Schlusspfiff auf 180. Kickers-Torwart-Trainer Kai Rabe musste Ali Pala und Mahir Savranlioglu fast schon im Polizeigriff in die Kabine führen. Physiotherapeut Marc Weiss zerrte Philipp Türpitz und Sandro Abruscia vom Feld. Den Rest zum Schutz des Schiedsrichters erledigten andere besonnene Kickers-Verantwortliche und der Ordnungsdienst. Was sie nicht verhindern konnten: Ein von der Haupttribüne aus geworfenes Feuerzeug traf den Schiri an der Lippe.

Die Blauen fahnden nach dem Übeltäter – genauso wie nach einer vernünftigen Aufstellung im Spiel bei 1899 Hoffenheim II am kommenden Samstag (14 Uhr). Drei gesperrte Stammspieler fehlen. Innenverteidiger Simon Köpf ist nach seiner Operation am Sprunggelenk zwar wieder im Training, eine Nominierung für die Anfangsformation kommt aber wohl noch zu früh. Zudem wird weiter nach einem Torwart Ausschau gehalten: Daniel Riemer (zuletzt Preußen Münster) sagte gestern ab. Für alle Fälle wird Defensiv-Routinier Moritz Steinle aus der Oberligaelf, die am kommenden Wochenende spielfrei ist, von Dienstag an mittrainieren. Wie auch immer die Aufstellung aussieht: Schuster setzt auf eine Trotzreaktion. „Wir lassen uns von den Benachteiligungen nicht stoppen und wollen in Hoffenheim drei Punkte holen“, sagt der Coach. Dann könnte man von einer äußerst erfolgreichen Frustbewältigung sprechen.

Stuttgarter Nachrichten

DIE KICKERS UND DER ÄRGER MIT DEN SCHIEDSRICHTERN
Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 06.09.2010

Strafe Im DFB-Pokalspiel am 22. Oktober 2006 gegen Hertha BSC brach der Schiedsrichter die Partie in der 81. Minute ab, nachdem sein Linienrichter Kai Voss von einem Bierbecher getroffen worden war. Gegen die Kickers wurden 10 000 Euro Strafe sowie ein Spiel

unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhängt.

Geisterspiel Die Regionalligapartie gegen Elversberg (2:0) musste im November 2006 unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Gazi-Stadion ausgetragen werden, zudem wurde im März 2007 auf DFB-Geheiß entlang der Gegengeraden ein Fangnetz installiert, das erst Ende September 2008 wieder entfernt werden durfte.

Zivilklage Vor dem Landgericht Stuttgart haben die Kickers den Prozess gegen den „Becherwerfer“ gewonnen. Der muss dem Club die Strafe von 10 000 Euro sowie den geschätzten Einnahmenverlust in Höhe von 3500 Euro ersetzen. Da der Verurteilte Privatinsolvenz angemeldet hat, ist derzeit aber nichts zu holen. ump

Stuttgarter Zeitung

Drei Platzverweise und die erste Pleite

Stuttgart (red) – Schwarzer Tag für die Stuttgarter Kickers: Erstens kassierte der Fußball-Regionalligist beim 1:2 (0:0) am sechsten Spieltag zu Hause gegen den 1. FC Nürnberg II die erste Saisonniederlage. Zweitens kamen beide Gegentreffer durch umstrittene Foulelfmeter zustande. Drittens beendeten die Gastgeber wegen drei Platzverweisen das Spiel nur mit acht Mann. Und viertens muss der Verein jetzt auch noch mit einer Geldstrafe rechnen, weil Schiedsrichter Rafael Foltyn (Mainz-Kastel) von einem Feuerzeug an der Lippe getroffen wurde.Nach diesem intensiven Spiel vor 2550 Zuschauern im Gazi-Stadion verweigerten beide Trainer jegliche Aussagen zur Partie, die übliche Pressekonferenz fiel aus.

Zuvor konnten die erhitzen Gemüter der Spieler und Fans der „Blauen“ nur schwer beruhigt werden. Denn nach der torlosen ersten Hälfte überschlugen sich im zweiten Abschnitt die Ereignisse. Aus Sicht der Kickers jagte ein negativer Höhepunkt den nächsten – mit Ausnahme des 1:1-Ausgleichstreffers durch Jerome Gondorf in der 54. Minute. Zuvor hatte Matthias Heckenberger die Nürnberger per Foulelfmeter (50.) in Führung gebracht. Der gleiche Schütze sorgte erneut per Strafstoß auch für den 2:1-Endstand (63.). Dazwischen sah als erstes Kickers-Mittelfeldspieler Oliver Stierle wegen einer Schwalbe die Ampelkarte (61.). Ihm folgten später Innenverteidiger Patrick Auracher wegen hohen Beins (Rot/75.) und Torschütze Gondorf nach wiederholtem Foulspiel (Gelb-Rot/88.) ebenso frühzeitig in die Kabine.

Eßlinger Zeitung