SG trifft auf zwei alte Bekannte

Beim Testspiel gegen Regionalligist Stuttgarter Kickers feiert Oberligist Großaspach ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Ex-Coach Alexander Malchow ist seit wenigen Wochen Co-Trainer der Blauen. Gino Russo wechselte in der Winterpause zu den Degerlochern. Im Fautenhau wird der Stürmer am Samstag um 14 Uhr jedoch nur Zuschauer sein. Er ist verletzt.

VON STEFFEN GRÜN

Laut Malchow wird Russo von Achillessehnenproblemen geplagt. Der 22-Jährige ist derzeit aber das einzige große Sorgenkind der Blauen. Sonst sind der Co-Trainer und sein Chef Stefan Minkwitz mit dem Verlauf der Vorbereitung zufrieden. Derzeit seien alle Spieler ziemlich müde, doch das ist für Malchow ganz normal: „Wir haben schließlich hart gearbeitet.“ Das soll sich ab dem ersten Punktspiel am 1. März gegen den SC Pfullendorf auszahlen: Unter allen Umständen wollen die Stuttgarter Kickers die fünf Punkte, die den Traditionsclub als Drittletzten vom zehnten Tabellenplatz trennen, wettmachen. Sonst startet die eingleisige dritte Liga im Sommer ohne den früheren Erstligisten. Ein Schreckensszenario mit unabsehbaren Folgen.

Die SG Sonnenhof hat am Mittwoch ihr Trainingslager in der Sportschule in Ruit beendet. „Wir hatten ideale Bedingungen“, sagt Trainer Thomas Letsch. Die harten Einheiten und das kurzfristig vereinbarte Testspiel gegen die A-Jugend der Kickers (1:1, Torschütze: Steffen Euler) haben aber ihre Spuren hinterlassen: „Die Jungs sind etwas müde.“ Ihnen geht es also wie ihren morgigen Gegnern, weshalb quasi Chancengleichheit herrscht. Bei Großaspach stehen hinter Zugang Nico Nierichlo (leichte Wadenzerrung) und Calogero Bonsignore (Sprunggelenksprobleme) Fragezeichen. Sonst sind wohl alle Mann fit.
 
Backnanger Kreiszeitung

STN: Eichelbaum verteidigt Transfer-Strategie der Kickers – Fans verärgert

„Hätten wir Ailton holen sollen?“

Stuttgart – Es ist Halbzeit bei der Vorbereitung auf die restliche Saison der Fußball-Regionalliga. Und bei den Stuttgarter Kickers haben wieder einmal alle ein gutes Gefühl. Bis auf den Großteil der Fans. Sie kritisieren im Forum scharf, dass kein etablierter Stürmer verpflichtet wurde.

VON JÜRGEN FREY

Beim Blick auf die nackten Zahlen lässt sich der Unmut im blauen Fan-Lager durchaus erklären. Die Kickers stehen vor dem Wiederbeginn am 1. März gegen den SC Pfullendorf auf Platz 16, haben in 19 Spielen gerade mal 15 Tore erzielt – und statt in der Winterpause einen erfahrenen Angreifer zu holen, wird in Nico Beigang sogar noch einer abgegeben. Damit machen sich die Kickers-Granden angreifbar, sollte am Saisonende der Sprung in die eingleisige dritte Liga verpasst werden. Präsident Dirk Eichelbaum verteidigt die Strategie des Clubs hartnäckig: „Hätten wir Ailton holen sollen? So wie es Schreiber im Forum gefordert haben. Wir machen hier keine Lachveranstaltung. Und eine Verzweiflungstat à la Sean Dundee gibt es auch kein zweites Mal.“ Im Übrigen habe es im bisherigen Saisonverlauf weniger an der Qualität der Stürmer gemangelt, sondern vielmehr an der Spielanlage, da sei er sich mit der sportlichen Leitung einig: „Wir sind doch viel zu tief gestanden und haben viel zu wenig Chancen herausgespielt“, sagt der Häuptling der Blauen – und schiebt nicht zum ersten Mal in seiner Amtszeit die Floskel hinterher: „Ich habe ein richtig gutes Gefühl.“

Wie er das begründet? Unter anderem mit dem neuen Berater Jürgen Sundermann. Für die amateurhafte Präsentation dieser umstrittenen Personalie in der Öffentlichkeit musste Eichelbaum bei der jüngsten Präsidiums- und Aufsichtsratssitzung zwar harsche Kritik vom Kontrollgremium einstecken. Das ändert jedoch nichts daran, dass er die helfende Hand des 68-Jährigen hundertprozentig zu schätzen weiß: „Sundermann kann Spieler stark reden, und er hat Zeit für Einzelgespräche. Er ist sozusagen unser neuer Mentaltrainer.“

Von stundenlangen Klausuren mit dem Senior-Coach ist bisher nichts bekannt geworden. Und klar ist auch: Trainer Stefan Minkwitz und sein Assistent Alexander Malchow haben ihre eigenen Pläne. Minkwitz ist klug genug, um sich nach außen hin offen für Anregungen zu geben. „Ich bin ein Frischling, er ein alter Hase, ich sehe Sundermann nicht als Aufpasser, sondern als Ratgeber.“ Wobei allerdings klar sei, dass sich der alte Haudegen aus den Bereichen Technik, Taktik, Trainingslehre, Aufstellung heraushalte.

Minkwitz will seine Probleme selbst lösen. Eines im Sturm sieht er im Übrigen ebenso wenig wie der Präsident. „Wir starten mit einem Kader, den ich für stark genug halte, um die Drittliga-Qualifikation zu schaffen“, betont Minkwitz. Und fügt etwas hinzu, was einem irgendwie bekannt vorkommt: „Ich habe ein gutes Gefühl.“

Stuttgarter Nachrichten

StZ: Nachgefragt bei Joachim Cast

„Wir setzen auf unsere Talente“ 

Die Stuttgarter Kickers stecken mitten in der Vorbereitung für die zweite und entscheidende Saisonhälfte in der Fußball-Regionalliga. Die Fans vermissen dabei vor allem einen Stürmer, der in der Winterpause als Verstärkung angekündigt war. „Der Markt hat nichts Passendes hergegeben“, sagt der Manager Joachim Cast im Gespräch mit Joachim Klumpp.

Herr Cast, die Transferperiode ist abgelaufen, ohne dass die Kickers noch einen Stürmer verpflichtet haben. Viele Fans beschweren sich inzwischen darüber, weil der Verein für die Winterpause einen „Kracher“ angekündigt habe.

Das Wort Kracher ist meines Wissen nur einmal gefallen, und zwar bei unserem Trainer Stefan Minkwitz im Zusammenhang mit seinem Wunschspieler Andreas Mayer. Im Übrigen: wer beurteilt denn, wer oder was ein Kracher ist und was nicht? Zudem verpflichten wir nicht irgendwelche Spieler, nur um die Öffentlichkeit oder die Fans zufriedenzustellen.

Mayer ist dann aber nach Aalen gegangen.

Das muss man akzeptieren. Unsere sportliche und wirtschaftliche Situation ist eben im Moment nicht so rosig, dass wir uns die Spieler nach Belieben aussuchen können, erst recht nicht, wenn sie Angebote von anderen Vereinen haben.

Dennoch: es war nach dem Abgang von Nico Beigang zu Jahn Regensburg davon die Rede, noch einen kopfballstarken Stürmer zu holen.

Das ist grundsätzlich richtig, doch der Markt hat nichts Passendes hergegeben. Natürlich waren wir mit vielen Spielern in Kontakt. Dominik Stroh-Engel und zuletzt auch Marcel Ziemer blieben aber lieber bei ihren Vereinen in Wehen beziehungsweise Kaiserslautern, obwohl sie dort nur in der zweiten Mannschaft spielen. Wir brauchen in der jetzigen Situation Spieler, die mit der vollen Überzeugung und Identifikation für die Kickers spielen möchten und sich der Herausforderung hier stellen.

Apropos lukrativ: war denn überhaupt noch Geld für einen Neuzugang in der Kasse, nachdem man die beiden suspendierten Spieler Ortlieb und Sökler nicht von der Gehaltsliste bekommen hat?

Bei den Kickers ist nie Geld übrig. Wenn wir allerdings einen Spieler gefunden hätten, von dem wir überzeugt gewesen wären und der finanziell und sportlich ins Konzept gepasst hätte, wäre der Verein bereit gewesen, ein gewisses Risiko einzugehen.

So bleibt es bei den Neuzugängen Rosen, Cerci und Russo – welche Erwartungen haben Sie?

Cerci und Rosen werden uns mit ihrer Erfahrung weiterhelfen, Russo hat ein riesiges Potenzial, das er auch kurzfristig ausschöpfen kann. Wir haben in der Offensive ein sehr gutes Leistungsvermögen. Wir setzen mehr denn je auf den endgültigen Durchbruch der jungen Leute wie Tucci, Kacani und Genisyürek. Wenn dann noch so überdurchschnittliche Spieler wie Vaccaro, Gambo und Parmak konstant zeigen, was sie können, sind wir in der Offensive sehr gut aufgestellt.

Stuttgarter Zeitung

Kraft im Sand geholt

Mit einem alternativen Trainingsprogramm bereicherten die Stuttgarter Kickers ihre Vorbereitung auf die am 1. März beginnende Rückrunde. In der Indoor-Beach-Sports-Halle in Bietigheim-Bissingen holten sich die Blauen nämlich in zwei Trainingseinheiten bei Volleyball, Badminton und Beach-Soccer zusätzliche Kraft im Sand. „Das machte mehr Spaß als beispielsweise ein reines Training im Kraftraum“, befand Angelo Vaccaro nach dem Aufwärm- und Wettbewerbsprogramm im tiefen Sand.
„Wir wollten einfach neue Reize neben dem reinen Fußballtraining setzen und zudem den Teamgeist fördern“, ergänzte Trainer Stefan Minwitz, der selbst fleißig „baggerte“, „pritschte“ und durch den Sand flog.

Der Ehrgeiz bei allen Spielern war groß und der Schweiß floß in Strömen. Seine Geschicklichkeit beim Beach-Soccer bewies besonders Bashiru Gambo und beim Badminton zeichneten sich Moritz Steinle und Marcel Rapp aus. So konnte jeder auf seine Weise die Muskulatur stärken, die Sprungkraft und die Koordination verbessern.
Die Stuttgarter Kickers bedanken sich bei Roland Härter von der Indoor-Beach-Sports, der dieses Training ermöglichte.
Anfang nächster Woche soll dann das alternative Programm mit einem kurzen Trainingslager in den Bergen fortgesetzt werden. Dann geht es in den Bergen von Tirol um Rodeln, Biathlon und Schneeschuhlaufen.

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Alternatives Training in den Bergen

Zu einem dreitägigen Kurz-Trainingslager werden die Stuttgarter Kickers vom 11. bis 13. Februar 2008 nach Tirol aufbrechen. In Mieming – Österreich warten auf die Spieler in den Bergen alternative Trainingsformen wie Schneeschuh-Trekking, Biathlon oder Rodeln. Diese Abwechslung soll auch dem Teambildung vor dem Rückrundenstart am 1. März dienen.

Offizielle Homepage

Kickers-Kapitän Jens Härter: Schon wieder Schmerzen

Seit dem 4. Oktober letzten Jahres hat Kapitän Jens Härter (29) wegen einer Innenbanddehnung im linken Knie nicht mehr für die Stuttgarter Kickers gespielt.

Und so wie’s derzeit aussieht, wird‘s wohl noch eine Weile dauern, bis er wieder ran kann. Denn: Gestern musste der Innenverteidiger das Training abbrechen! Grund: Schmerzen im entzündeten Knie. „Ich spüre ein Brennen und Stechen“, sagt Härter.

Er wird im Stuttgarter Fitness-Tempel rehamed mit Massagen und Elektrotherapie behandelt und ist optimistisch: „Bis zum Auftakt mit dem Derby gegen Pfullendorf am 1. März will ich wieder fit sein.“

BILD