Presse zu SF Siegen – Stuttgarter Kickers (1:1)

Angelo Vaccaro rettet einen Punkt

Die Stuttgarter Kickers trennen sich von Siegen mit 1:1 und klettern in der Tabelle auf Platz 15

STUTTGART (StZ). Die Stuttgarter Kickers haben in der Fußball-Regionalliga Süd gestern ein 1:1-(0:1)-Unentschieden bei den Sportfreunden Siegen erkämpft. „Es freut mich, dass wir bis zum Ende Gas gegeben haben“, sagte der Kickers-Trainer Stefan Minkwitz.

Durch das Remis kletterten die Stuttgarter Kickers zwar in der Tabelle um einen Rang nach oben, trotzdem bleibt die Abstiegsangst beim Tabellen-15. groß. Die 4593 Zuschauer sahen in Siegen zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Zu Beginn dominierten die Sportfreunde – bereits in der ersten Minute traf Christian Pospischil zum vermeintlichen 1:0, doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits. Die Kickers versuchten es in der Anfangsphase mit langen Bällen in die Spitze, doch die landeten im Niemandsland. Kurze Zeit später köpfte Christopher Hock nach einer Flanke von Dennis Bührer zur Führung für Siegen ein (12.). Im Anschluss beschränkten sich die Sportfreunde jedoch darauf, den knappen Vorsprung zu verwalten, was die Stuttgarter Kickers in die Partie brachte.

Nach dem Wechsel stellte der Kickers-Coach Stefan Minkwitz die Abwehr auf eine Dreierkette um – Marco Wildersinn rückte auf die rechte Außenposition, Sascha Benda spielte nun im Mittelfeld. Es war ein gelungener Schachzug. Fortan verschafften sich die Kickers viele Feldvorteile und dominierten die Partie. Mustafa Parmak verpasste mit einem Freistoß nur knapp das Siegener Tor (76.). In der 86. Minute gelang den Kickers der verdiente Ausgleich. Der Neuzugang Ferhart Cerci, der nach seiner Einwechslung die linke Seite belebte, flankte flach in die Mitte. Angelo Vaccaro gelang mit einem Drehschuss ins lange Eck das überfällige 1:1. Nur zwei Minuten später schoss Sokol Kacani sogar zum 2:1 für Stuttgart ein – doch der Unparteiische erkannte die klare Abseitsposition, in der sich der Stürmer dabei befand.

„Wir wollten hier drei Punkte holen. Der eine Zähler hilft weder uns noch Siegen weiter“, sagte Minkwitz. „Trotzdem freut es mich, dass wir aufgestanden sind und bis zum Ende Gas gegeben haben.“

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Yildiz (46. Mann), Rapp, Wildersinn, Benda – Rosen, Parmak, Deigendesch (46. Cerci), Baradel – Tucci (72. Kacani), Vaccaro.

Tore: 1:0 Hock (12.), 1:1 Vaccaro (87.).

Stuttgarter Zeitung
Vaccaro rettet Kickers ein 1:1

Stürmer trifft in Siegen in der 87. Minute – ist aber gegen FC Bayern II gesperrt

Siegen – Teilerfolg für Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers: Angelo Vaccaro rettete den Blauen mit seinem siebten Saisontor drei Minuten vor Schluss ein 1:1 (0:1) bei den SF Siegen. Es war der Lohn für eine klare Leistungssteigerung nach der Pause.

VON FABIAN SCHLABACH

Der Mann des Abends aus Sicht der Kickers wusste nicht so richtig, ob er sich freuen oder ärgern sollte. „Wir haben die ersten 20 Minuten total verschlafen und erst in der zweiten Halbzeit Gas gegeben“, sagte Vaccaro – und ergänzte mit nachdenklicher Miene: „Eigentlich ist der Punkt zu wenig. Jetzt müssen wir in den zwei folgenden Heimspielen nachlegen.“ Das Dumme nur: In der Partie am kommenden Samstag (14 Uhr/Gazistadion) gegen den FC Bayern II fehlt der 26-jährige Torjäger. Vaccaro sah in Siegen seine fünfte Gelbe Karte.

Die Blauen kamen beim Auftakt nach der Winterpause nur sehr schwer in die Gänge. Die Kickers-Akteure standen in der ersten Hälfte viel zu weit weg von ihren Gegenspielern, außerdem fehlte der Biss – und von einem Spielaufbau mit System war nichts zu sehen. Planlos wurden die Bälle nach vorne gedroschen. Trainer Stefan Minkwitz fasste die deprimierende Vorstellung vor der Pause treffend zusammen: „In der ersten Halbzeit haben wir nicht stattgefunden.“

Das änderte sich nach dem Wechsel. Viel ging bei den Kickers nun über die Außenbahnen. Vor allem der eingewechselte Ferhat Cerci sorgte für Wirbel. Der Neuzugang war es auch, der die Vorarbeit zu Vaccaros Ausgleichstor leistete. „Gratulation an mein Team, es hat bis zum Schluss alles gegeben“, sagte Minkwitz. „Das 1:1 ist okay, aber letztendlich hilft es keinem der Clubs weiter.“ Auch nicht Minkwitz selbst. Er wartet nach seinem sechsten Spiel als Cheftrainer weiter auf den ersten Sieg.

Stuttgarter Nachrichten

Ausgleich kurz vor Schluss

Vaccaro rettet den Stuttgarter Kickers ein 1:1 in Siegen

Siegen (red) – Dank des späten Treffers von Angelo Vaccaro in der 87. Minute sind die Stuttgarter Kickers haarscharf an einer Niederlage bei den SF Siegen vorbeigeschrammt. Das Untentschieden hilft dem Fußball-Regionalligisten aber wenig weiter.

Christopher Hock hatte vor 4593 Zuschauern per Kopf für die frühe Siegener Führung gesorgt (12.), der ein Fehler von Kickers-Verteidiger Marco Wildersinn vorausgegangen war. Der Stuttgarter Manager Joachim Cast war am Ende froh, dass es im ersten Spiel nach der Winterpause wenigstens zu einem Punkt gereicht hatte. „Wir können damit zufrieden sein, zumal wenn der Ausgleich so spät fällt“, sagte Cast. Der Manager weiß aber auch: „Grundsätzlich ist der eine Punkt zu wenig für uns. Positiv ist zumindest, dass sich die Mannschaft nach dem Rückstand zusammengerauft hat und noch den Ausgleich erzielt hat.“Die Kickers verschliefen die Anfangsphase. Schon vor dem 0:1 landete der Ball im Stuttgarter Tor (2.), Schiedsrichter Markus Pflaum entschied aber auf Abseits. Nach zwanzig Minuten fingen sich die Kickers. Nach der Pause war das Team dann die deutlich agilere Elf. Trotzdem dauerte es lange bis der Ausgleich fiel: Nach einer schönen Kombination flankte Marcus Mann auf Vaccaro, der zum 1:1 einschob. „Der Ausgleich war insgesamt hochverdient. Die zweite Hälfte hat gezeigt, dass Moral und Zusammenhalt bei uns stimmen“, sagte Cast. Stuttgarter Kickers: Yelldell – Yildiz (46. Mann), Rapp, Wildersinn, Benda – Rosen, Parmak, Deigendesch (46. Cerci), Baradel – Tucci (72. Kacani), Vaccaro.

Eßlinger Zeitung

Jahresstart mit gefühlter Niederlage
Siegen. Drei Minuten fehlten den Sportfreunden gestern Abend zum Sieg im ersten Meisterschaftsspiel des Jahres gegen eine erschreckend schwache Kickers-Elf. …

… In den letzten Minuten drehten die Gäste ein Spiel, dass die Siegener über weite Strecken eigentlich im Griff hatten. Nach der frühen Führung durch Christopher Hock hatten die Siegener es versäumt, dem angeschlagenen Boxer den Knockout zu versetzen. So etwas rächt sich meist.

Regungslos, wie versteinert stand Trainer Marc Fascher nach dem Abpfiff an der Seitenlinie. Er wusste, dieser Punkt war nach diesem Spiel, nach dieser ansehnlichen Leistung seiner Mannschaftt einfach zu wenig. Nach dem zwölften Unentschieden im 20. Saisonspiel treten die Sportfreunde damit im Tabellenkeller auf der Stelle – und die kommenden Aufgaben werden in den nächsten zwei Wochen sicher nicht leichter.

Marc Fascher sorgte bei der Startelf für eine kleine Überraschung: Der SF-Trainer hatte zwar wie angekündigt auf ein 4-2-3-1-System mit einer Sturmspitze gesetzt – entgegen der von uns angekündigten Aufstellung jedoch auf zwei Positionen umgestellt. So bekamen Genet (gegenüber Islamoglu) und Hock (Blessin) den Vorzug.

Dass Neuzugang Christopher Hock, nach seiner langwierigen Kreuzbandverletzung erstmals im Trikot der Sportfreunde, schon zum jetzigen Zeitpunkt das volle Vertrauen des Trainers für den Job hinter der Spitze erhalten würde, hatten wohl die wenigsten vermutet. Aber Fascher bewies mit ihm ein wahrhaft glückliches Händchen. Es waren exakt elf Minuten und 30 Sekunden gespielt, da zeigte der 23-Jährige, was in ihm steckt: Ein waschechter Stürmer mit dem richtigen Riecher und gutem Kopfballspiel.

Der flinke Dennis Bührer hatte auf der linke Seite dem fahrlässigen Kickers-Kapitän Marco Wildersinn den Ball abgeluchst, war dann bis auf die Grundlinie weitergestiefelt, setzte eine mustergültige Flanke in den Strafraum – und da konnte „Hocki“ gegen eine desolate Stuttgarter Abwehr lange Maß nehmen und seinen wuchtigen Kopfball zum 1:0 setzen. Wie schon im Hinspiel gegen die Stuttgarter Kickers (1:1) waren die Siegener mit einem Kopfballtor in Führung gegangen.

Die ersten 30 Minuten gehörten ganz allein den Sportfreunden gegen erschreckend schwache Kickers, die in allen spielerischen Belangen klar unterlegen war. In dieser Verfassung dürfte die Mannschaft von Neutrainer Stefan Minkwitz sicher große Schwierigkeiten mit dem Saisonziel Qualifikation für die 3. Liga bekommen.

Es waren 70 Sekunden gespielt, da lag der Ball zum ersten Mal im Netz der Stuttgarter und die „Magolveser“ jubelten. Doch sie hatten den nach oben gereckten Arm des Linienrichters übersehen – der hatte Christian Pospischil im Abseits gesehen.

Für die Sportfreunde war es der erste Fingerzeig. Auch danach spielte mit Siegen eigentlich nur ein Team. Konsequent in den Zweikämpfen, früh den Gegner störend und dem nötigen Zug zum Tor. Auffälligste Spieler in dieser ersten halben Stunde waren Dennis Bührer, Nils Pfingsten, natürlich Hock und mit einigen Abstrichen auch Christian Pospischil.

Den zwölften Mann hatte die Mannschaft mit Trainer Marc Fascher, der mitunter fast auf dem Rasen stand und seine Jungs wie ein Hamburger Fischmarktschreier nach vorne beorderte.

Chancen zur 2:0-Pausenführung hatten dann Enrico Gaede (35.) – der nach einer Flanke von Throm seinen Kopfball direkt in die Arme des oft unsicheren Torhüters Yelldell setzte – und Christian Pospischil, der von Gallego gut bedient wurde und aus der Distanz draufhielt, jedoch am Pfosten vorbei zog.

In der Folge aber brachte Siegen die Kickers ins Spiel zurück. SF-Trainer Fascher ahnte wohl Böses, als er kurz vor dem Abpfiff die fahrlässige Abwehrarbeit seines Teams mit ansehen musste und lautstark über den Platz brüllte.

Yildiz brachte die Flanke von links in den Siegener Strafraum – und in der Mitte war Kickers erfolgreichster Torschütze Angelo Vaccaro zur Stelle, drückte den Ball über die Linie: Doch jetzt jubelten die Stuttgarter vergeblich, denn auch diesmal hatte der Linienrichter die Abseitsfahne oben. Fascher tobte, denn mit viel Dusel hatten seine Mannen die einzige brenzlige Situation in der ersten Hälfte überstanden.

Nach dem Wiederanpfiff versuchten die Sportfreunde weiterhin ihr Spiel über die Flügel aufzuziehen, doch nun spielten die Kickers mit. In der 51. Minute kam Hock fast zum zweiten Tor, doch den Abstauber schaufelte er über die Querlatte. Yelldell war längst geschlagen.

Jetzt taten die Kickers mehr fürs Spiel, kamen zu ersten Möglichkeiten: Parmak verfehlte mit seinem Freistoß nur um Zentimeter (75.). Ein zweites Tor bekamen die Sportfreunde fünf Minuten vor dem Schluss fast geschenkt: Yelldell hatte den scharfen Rückpass von Wildersinn unterschätzt – aber der Ball kullerte am geschlagenen Torwart unter dem Torgeschrei der Siegener Fans am Pfosten vorbei.

Und wie der Fußball dann so oft denjenigen bestraft, der nicht konsequent seine Möglichkeiten nutzt, das mussten die Siegener dann in der 87. Minute qualvoll erleiden: Es war, wer sonst, Vaccaro, der sich nach einer Flanke von Kacani geschickt im Strafraum blitzschnell gedreht und mit links aus zehn Meter unhaltbar abgezogen hatte.

Westfalenrundschau

Teilerfolg zum Restrundenauftakt

1:1 gegen die Stuttgarter Kickers – Später Gegentreffer nach früher Führung durch Hock
Die Sportfreunde bleiben in Sachen „Punkteteilung“ das Maß aller Dinge in der Regionalliga Süd. Zum zwölften Mal musste man sich mit einem Unentschieden zufrieden geben, gegen die Stuttgarter Kickers spielten die Schützlinge von Trainer Marc Fascher am Freitagabend 1:1. Ein Ergebnis, mit dem beide Teams nicht wirklich zufrieden sein können aufgrund der aktuellen Tabellensituation.

Nach 90 Tagen stand am Freitagabend endlich wieder Fußball im Leimbachstadion auf dem Programm, nachdem sowohl die Sportfreunde, als auch die Kickers in der Vorwoche wegen des Sturmtiefs „Emma“ pausieren mussten. 4.593 Zuschauer verfolgten eine spannende, wenn auch nicht immer hochklassig Partie, in der die Hausherren zunächst über weite Phasen überlegen waren, zumindest aber bis zur Pause die besseren Chancen hatten. Erst danach überließ man dem Gast das Spiel, der sich in die Partie zurück kämpfte und dann nicht zu unverdient, wenn auch erst sehr spät, zum Ausgleich kam.

Gegen die Schwaben hütete Robert Wulnikowski wieder das Tor der Sportfreunde. Taktisch setzte Trainer Marc Fascher auf ein 4-2-3-1-System. In der Abwehr entschied sich der Hamburger Fußballlehrer für Daniel Bogusz und Alexis Genet in der Innenverteidigung sowie Marc Gallego und Marcel Throm auf den Außenpositionen. Im defensiven Mittelfeld standen Christian Pospischil und Enrico Gaede in der Startformation, im offensiven Bereich begannen Nils Pfingsten, Christopher Hock und Dennis Bührer, in der Sturmspitze Gerrit Müller. Als die Siegener in der zweiten Hälfte nur noch selten für Entlastung sorgen konnten, brachte Fascher mit Alexander Blessin und Veselin Popovic zwei frische Offensivkräfte.

Einen fast perfekten Start hätten die Hausherren hingelegt. Nicht mal zwei Minuten waren gespielt, da lenkte Gerrit Müller nach einem Freistoß von Nils Pfingsten von links den Ball aus der Mitte heraus nach links auf Christian Pospischil, der aus sieben Metern rechts in die Ecke traf, aber wohl im Abseits stand – so zumindest die Meinung der Unparteiischen. Zehn Minuten später aber sorgte Christopher Hock per Kopf für die verdiente Führung zugunsten der Siegener. Dennis Bührer nutzte den Ausrutscher von Marco Wildersinn an der linken Außenlinie, lief in den Strafraum und setzte die Flanke auf den langen Pfosten, wo Hock völlig freistand und aus sieben Metern das 1:0 in der 12. Minute markierte.

In der Folge verlief die Begegnung dann aber in ruhigeren Bahnen. Die Kickers waren nach dem furiosen Start der Gastgeber bemüht, den Ball länger in den eigene Reihen zu halten, doch vor das Tor der Sportfreunde kam man zunächst nicht. Auf der anderen Seite wurde ein Kopfball von Christopher Hock in der 24. Minute nach einer Flanke von Marc Gallego von der rechten Seite geerade noch abgeblockt, in der 35. Minute scheiterte Enrico Gaede mit einem Kopfball vom Strafstoßpunkt, als Marcel Throm von links das Leder vor da Tor der Gäste brachte. Zwei Minuten später versuchte es Marc Gallego nach einem Zuspiel von Christian Pospischil aus 22 Metern, aber sein Schuss verpasste sein Ziel ebenso knapp, wie der Versuch von Pospischil nach Ablage von Dennis Bührer in der 41. Minute um Zentimeter über das Tor flog.

Erst in den Schlussminuten wurde das Team von Trainer Stefan Minkwitz gefährlicher. Musste Keeper Robert Wulnikowski zuvor nur zwei Mal per Faustabwehr retten – in der 25. Minute nach einer Flanke von Mustafa Parmak und in der 43. Minute nach einer Ecke – so war er kurz vor dem Pausenpfiff chancenlos. Da setzte Siegens Defensive nicht energisch genug nach, Recep Yildiz kam von halblinks aus 18 Metern zum Schuss und traf in die rechte Torecke, doch direkt vor Siegens Schlussmann stand Angelo Vaccaro im Abseits. Somit ging es mit der 1:0-Führung für die Siegener in die Pause.

Die Stuttgarter wechselten zur Pause gleich doppelt, versuchten, mehr für die Offensive zu tun. Doch auch nach dem Seitenwechsel blieben die Fascher-Schützlinge insgesamt überlegen, doch man ging etwas fahrlässig mit den sich bietenden Chancen um. Raum hatte man, doch die Angriffe schloss man zu unkonzentriert ab. Und man hatte auch etwas Pech. So in der 51. Minute, als Marcel Throm von links den Ball scharf und flach vor das Tor brachte, David Yelldell war erneut unsicher, ließ den Ball abprallen, Mike Baradel wollte am langen Pfosten klären, schoss Christopher Hock an, der Ball flog knapp am Tor vorbei ins Aus.

In der 65. Minute durfte der Torschütze dann vom Feld, Alexander Blessin übernahm den Part im Mittelfeld. In dieser Phase waren es die „Blauen“, die das Kommando übernahmen. Aber zunächst nur bis zum Strafraum der Gastgeber, die nach dem Seitenwechsel zu selten für Entlastung sorgen konnten. Ein Schussverscuh von Alexander Rosen in der 74. Minute von der Strafraumgrenze blieb nur ein Roller, ein Freistoß von Mustafa Parmak zwei Minuten später war da schon knapper, flog aus 25 Metern knapp links am Tor vorbei.

Zehn Minuten vor dem Ende der Partie ersetzte Veselin Popovic Gerrit Müller, der sich aufgerieben hatte. Als dann die Zuschauer, so sie denn für die Sportfreunde waren, auf den „Dreier“ im ersten Spiel des Jahres hofften und zitterten, drehten die Stuttgarter noch einmal auf. Nachdem zunächst Marco Wildersinn seinen Schlussmann David Yelldell mit einem Rückpass in Bedrängis gebracht hatte, da Leder rollte unter dem Fuß des Kickers-Schlussmannes hindurch, kurz vor der Torlinie konnte er das Leder aber noch abfangen, da kamen die Gäste in der 87. Minute zum, zu diesem Zeitpunkt, nicht mehr unverdienten Ausgleich. Sascha Bendas Zuspiel von der linken Seite kam zu Angelo Vaccaro, der sich drehte und aus acht Metern den Ball flach über die Torlinie schoss. Kurz danach hatten die Hausherren sogar noch Glück, dass der eingewechselte Sokol Kacani im Abseits stand, als Mustafa Parmak über rechts in den Strafraum eindrang und Robert Wulnikowski den Schuss nicht festpacken konnte, Kacani traf zwar, wurde jedoch zurück gepfiffen.

Somit blieb es beim 1:1-Unentschieden. Das die Siegener Fans mit vielen Fragezeichen zurücklässt. Die eigene Mannschaft hatte gut begonnen, um am Ende wieder nur zu einer Punkteteilung zu kommen, die zwölfte der laufenden Saison. Damit wird man auch nach dem 21. Spieltag unterhalb von Platz 10 stehen bleiben, der erhoffte Sieg gegen einen direkten Konkurrenten um den Kampf um diese Platzierung blieb aus.

Zum Auftakt der ersten Englischen Woche in diesem Jahr reisen die Sportfreunde am Montag nach Bayern, wo bereits am kommenden Dienstag das Nachholspiel bei der SpVgg Unterhaching auf dem Programm steht. Um 19.30 Uhr beginnt die Partie im „Generali“-Sportpark. Am kommenden Samstag (Anstoß 14.00 Uhr) sind die Fascher in einem weiteren Auswärtsspiel zu Gast bei der SV 07 Elversberg.

Die Trainerstimmen
Stefan Minkwitz: „Wir haben in der ersten Hälfte nicht so gespielt, wie wir es wollten. Aber dieser Punkt hilft keinem weiter. Wir sind hierher gefahren und wollten unbedingt drei Punkte holen, aber ich muss meiner Mansnchaft ein Kompliment aussprechen für die zweite Hälfte. Da haben wir bis zur 90. Minute richtig Gas gegeben. Konditionell ist die Mannschaft gut dabei. Zufrieden ist zwar anders, aber wir können mit dem Unentschieden leben, jetzt müssen wir halt zu Hause die drei Punkte holen.“

Marc Fascher: „Für beide Teams ist diese Unentschieden zu wenig. Ich kann nicht nachvollziehen, dass man nur in der esten Hälfte gut spielt, dann aber in der zweiten so nachlässt. Wir haben nur noch reagiert statt agiert, haben uns immer mehr nach hinten drängen lassen. Vielleicht war es auch die Angst zu gewinnen. Es ist ein bitteres Unentschieden, das geht uns schon allen an die Nerven, diese Punkteteilungen. Zum Leben zu wenig, zum Streben zuviel.“

Die Mannschaftsaufstellungen
Sportfreunde Siegen: Robert Wulnikowski, Marc Gallego, Daniel Bogusz, Alexis Genet, Marcel Throm, Christian Pospischil, Enrico Gaede, Nils Pfingsten, Christopher Hock (Alexander Blessin, 65.), Dennis Bührer, Gerrit Müller (Veselin Popovic, 81.)
(Björn Weikl, Cem Islamoglu, Alex Elliott, Christian Okpala, Marc Birkenbach (ETW))

SV Stuttgarter Kickers: David Yelldell, Sascha Benda, Marco Wildersinn, Marcel Rapp, Mike Baradel, Alexander Rosen, Mustafa Parmak, Recep Yildiz (Ferhart Cerci, 46.), Benedikt Deigendesch (Marcus Mann, 46.), Marco Tucci (Sokol Kacani, 73.), Angelo Vaccaro
(Moritz Steinle, Mustafa Akcay, Saban Genisyürek, Manuel Salz (ETW))

Schiedsrichter: Markus Pflaum (Hallstadt)
Assistenten: Thomas Stein, Michael Völk

Tore: 1:0 Hock (12.), 1:1 Vaccaro (87.)

Karten: Gelb Vaccaro (21., Foulspiel), Gelb Hock (59., Foulspiel), Gelb Rosen (70., Foulspiel), Gelb Pospischil (75., Foulspiel), Gelb Throm (77., Foulspiel)

Zuschauer: 4593
Homepage SF Siegen

Vorberichte: SF Siegen – Stuttgarter Kickers

Deigendesch liegt knapp vor Cerci
STUTTGART (ump). Die Hausaufgaben hat der Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers in dieser Woche schon mal gemacht. Zumindest außerhalb des Platzes. Denn da ist am Montag um 15.30 Uhr die Frist zur Abgabe der Lizenzierungsunterlagen für die dritte und vierte Liga abgelaufen. Der Manager Joachim Cast hat die Papiere fristgerecht in Frankfurt abgegeben. „Der DFB schaut sich jetzt alles an, da kann es sein, dass in den nächsten zwei Wochen noch etwas nachgereicht werden muss“, erklärt Cast das Prozedere. Wobei die Entscheidung über die Lizenzerteilung erst Ende April erfolgt. Neben umfangreichen Angaben zur Organisation (zum Beispiel beim Stadion) wurden auch die Planzahlen eingereicht. Die sehen bei den Stuttgarter Kickers vor, dass in der dritten Liga (bei einem Schnitt von 3000 Zuschauern) mit gut drei Millionen Euro kalkuliert wird.

Doch erst einmal muss sich die Mannschaft sportlich dafür qualifizieren, ein Schritt in diese Richtung soll heute Abend (19.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Siegen gemacht werden. „Deren Spiel ist ja zum Glück auch ausgefallen, so dass die nicht wissen, wo sie stehen“, sagt der Kickers-Trainer Stefan Minkwitz, der sich immer noch darüber ärgert, dass die geplante Partie am vergangenen Samstag gegen Pfullendorf nicht stattfinden konnte.

An der Ausgangslage hat sich nichts geändert. Jens Härter, Oliver Stierle und Gino Russo fallen nach wie vor verletzt, Bashiru Gambo und Julian Leist wegen einer Sperre aus. Offen bleibt, ob Minkwitz seine Startformation gegenüber den Planungen von Pfullendorf ändern wird. „Die Spieler machen es mir schwer“, sagt Minkwitz, bei dem Recep Yildiz gegenüber Marcus Mann zuletzt leichte Vorteile besaß. Gleiches gilt im linken Mittelfeld für Benedikt Deigendesch gegenüber dem Neuzugang Ferhat Cerci, und im Sturm hätte vergangenen Samstag Marco Tucci den Vorzug vor Sokol Kacani erhalten. Minkwitz: „Alle haben gezeigt, dass sie spielen wollen.“

Stuttgarter Zeitung

Kickers spielen in Siegen auf Sieg
Stuttgart (jüf) – Stefan Minkwitz ist ein Mann der klaren Worte: „Eine knappe Niederlage oder ein Punkt bringen uns doch nicht weiter“, sagt der Trainer des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers vor dem Spiel bei den SF Siegen am heutigen Freitag (19.30 Uhr). Also heißt das Motto der Blauen wie schon vor dem abgesagten Spiel gegen den SC Pfullendorf: Volle Kraft voraus. „Wir werden keinen Hurrafußball zeigen, aber aus einer gut gestaffelten Abwehr offensiv spielen“, verspricht Minkwitz. Um 8 Uhr steigen die Kickers in den Bus, Mittag und Nachmittag werden in einem Tageshotel verbracht. Mit folgender Aufstellung ist zu rechnen: Yelldell – Benda, Rapp, Wildersinn, Baradel – Rosen, Yildiz, Parmak, Deigendesch – Vaccaro, Tucci.

Stuttgarter Nachrichten

Minkwitz erwartet ein Kampfspiel

Stuttgart (bw) – Mit einer Woche Verspätung startet Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers aus der Winterpause und tritt heute (19.30 Uhr) zum Auftakt bei den Sportfreunden Siegen an. (…)

Stuttgarter Kickers
„Sieben Wochen Vorbereitung haben schon gereicht, jetzt sind es sogar acht geworden“, stöhnt Kickers-Cheftrainer Stefan Minkwitz über die lange Wartezeit auf den ersehnten Auftakt, der sich durch den Ausfall der Partie gegen den SC Pfullen­dorf verzögert hat. Die Mannschaft war schon am vergangenen Wochenende „absolut heiß“ auf das Heimspiel. Nun geht es erst heute und damit auswärts in Siegen los. „Es war nicht einfach, die Spannung aufrecht zu erhalten, aber das Training in dieser Woche war erfolgversprechend“, berichtet der Coach. Die Personalprobleme beim Tabellen-16. haben sich durch die Verschiebung allerdings nicht gelöst. Jens Härter (Knie), Oliver Stierle (Wadenzerrung) und Neuzugang Gino Russo (Ferse) fallen weiterhin verletzt aus. Bashiru Gambo sitzt seine Gelb-Rot-Sperre ab. Und so startet die Formation, die auch gegen Pfullendorf angetreten wäre. Die Siegener, die die ehemaligen Kickers-Spieler Christian Okpala und Alexander Blessin in ihren Reihen haben, mussten am vergangenen Samstag ebenfalls aussetzen. Minkwitz rechnet mit einem „Kampfspiel“ beim Tabellen-14.: „Sie sind in derselben Situation wie wir und wollen auch da unten raus.“

So wollen sie spielen: Yelldell – Benda, Wildersinn, Rapp, Steinle – Rosen, Parmak, Mann, Cerci – Tucci, Vaccaro.

Eßlinger Zeitung

Minkwitz: „Wir werden uns in Siegen nicht verstecken“

Siegen/Stuttgart. (MSPW) Für die Stuttgarter Kickers beginnt heute Abend im Leimbachstadion gegen die Sportfreunde Siegen (19.30 Uhr) die „Aufholjagd“. Der Drittletzte der Regionalliga Süd steht sechs Punkte unterm Qualifikationsstrich zur Dritten Liga.

Nachdem der Restrunden-Auftakt im Heimspiel gegen den SC Pfullendorf dem Sturmtief „Emma“ zum Opfer fiel, ist für die Mannschaft von Kickers-Trainer Stefan Minkwitz, der nach dem 14. Spieltag Peter Zeidler beerbt hatte, der Auftakt gegen die Sportfreunde Siegen vielleicht sogar ein Vorteil. Denn auswärts fühlen sich die Schwaben deutlich wohler.

Während sie daheim noch auf den ersten Saison-Sieg warten, stehen in der Fremde immerhin vier Erfolge und zwei Unentschieden zu Buche. In der Summe beträgt der Rückstand auf einen Qualifikationsrang für die 3. Liga aber sechs Zähler.

Wir sprachen mit Kickers-Trainer Minkwitz vor der Partie in Siegen:

Das Pfullendorf-Spiel konnte nicht wie geplant stattfinden. Hätten Sie lieber gespielt?

Minkwitz: Natürlich. Meine Spieler haben fast drei Monate kein Liga-Spiel absolviert. Das ist extem lang. Ich habe gespürt, dass die Truppe enorm heiß auf das Spiel war. Aber die Absage war schnell abgehakt und es galt, Spannung für Siegen aufzubauen.

Auswärts spielt Ihre Mannschaft erfolgreicher als zu Hause. Ist es ein Vorteil, zuerst auf fremdem Platz antreten zu können?

Mir ist im Prinzip egal, wo wir anfangen. Zu Hause müssen wir früher oder später ohnehin antreten. Dort wollen wir natürlich unsere Heimschwäche ablegen. Und ich bin mir auch absolut sicher, dass uns das gelingen wird.

Sie haben in der Winterpause mit den Verpflichtungen von Alexander Rosen, Ferhat Cerci und Gino Russo personell nachgelegt. Wie ist Ihr Eindruck?

Leider konnte Gino große Teile der Vorbereitung nicht mitmachen. Er laboriert an einer Fersenverletzung. Bei Ferhat sehe ich noch Luft nach oben. Alexander spielt die Rolle, die ich ihm zugedacht habe. Er kann im Mittelfeld flexibel eingesetzt werden und hat bisher überzeugt.

Auch die Sportfreunde Siegen legen am Freitag einen „Kaltstart“ hin. Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Die Situation in Siegen ist unserer Lage sehr ähnlich. Die Sportfreude gehören da unten genau so wenig hin wie wir. Das zeigt ein Blick auf ihren Kader. Uns helfen nur Siege weiter, um den Rückstand auf Rang zehn zu verringern. Daher werden wir uns in Siegen keinesfalls verstecken, sondern mutig nach vorne spielen.

Wie sieht es gegen Siegen personell aus?

Neben Gino Russo fehlen mir am Freitag verletzungsbedingt auch Oliver Stierle und Jens Härter. Bachirou Gambo ist noch gesperrt. Gleiches gilt für Julian Leist.

Agentur Baumann

Westfalenpost
Endlich rollt wieder der Ball im Leimbachstadion

Siegen. Es war wie immer im Vorfeld der Regionalliga-Spiele: Marc Fascher erzählt dies und das, antwortet brav auf alle möglichen Fragen, aber die Katze lässt er nicht aus sem Sack. …
… In seine personellen Planunge für heute Abend gewährt der Trainer der Siegener Sportfreunde nur ganz kleine Einblicke.

„Ich habe da was im Kopf, aber was, das möchte ich nicht en detail sagen“, meint er verschmitzt lächelnd. „Aus drei mach zwei“, ist eine Äußerung, die sich auf die Innenverteidigung für das verspätete Jahresauftakt-Spiel gegen die Stuttgarter Kickers bezieht.

Daniel Bogusz, Cem Islamoglu und Alexis Genet stehen zur Verfügung, nur zwei davon werden auflaufen. „Alle drei haben ihre Stärken, alle drei sind gute Kopfball-Spieler“, lobt er das Trio – und doch muss er einen auf die Bank setzen. Wir tippen mal, dass es Genet „erwischt“, natürlich ohne Gewähr.

Dafür legte sich Fascher in der Torwartfrage fest: Robert Wulnikowski wird zwischen den Pfosten stehen. In dieser Frage wird aus „Dreien nur Einer“ – nämlich der, der auf die Tribüne muss. Nach Lage der Dinge wird das Neuzugang Michael Frech sein, da in Marc Birkenbach der ideale Mann für die U23-Regelung auf der Bank Platz nehmen kann.

Weitere „Baustellen“ glaubte Fascher vor ein paar Tagen noch ausgeräumt zu haben. Bis dann die Hiobsbotschaften in schöner Regelmäßigkeit Einzug hielten. Mohamed El Berkani und Markus Unger waren nach den guten Eindrücken aus der langen Vorbereitungs-Phase in der Rechnung des Trainers „gesetzt“. Der Ausfall beider Mittelfeldspieler macht nun neuen Überlegungen Platz.

„Beackert“ der gesetzte“ Verteidiger Marcel Throm die linke Schwinge allein, quasi von hinten heraus, oder stellt Fascher einen offensiveren, wie zum Beispiel Dennis Bührer, zur Unterstützung dazu?

Eine der vielen Fragen, die offen geblieben sind beim gestrigen Presse-Gespräch in der Sportfreunde-Geschäftsstelle.

Oder auch die: Was passiert im Angriff? Schulterzucken beim Fußball-Lehrer. Das bedeutet nun nicht unbedingt, dass er diese Frage bis heute am frühen Abend „auswürfeln“ wird, sondern eher, dass Marc Fascher sich nicht in die Karten sehen lassen will.

Da wir den Trainer und seine verdeckten Andeutungen mittlerweile ein bisschen besser kennen gelernt haben, könnte das alles, aber auch nichts bedeuten. Die Variante mit einer agilen, weil lauffreudigen Spitze Gerrit Müller ist sicher die, die der Trainer im Stillen bevorzugt.

Doch möchte Fascher natürlich auch gerne erleben, dass bei den beiden bislang etatmäßigen Angreifern Christian Okpala und Veselin Popovic mal der Knoten platzt. Zwei Treffer vom einen bzw. vier vom anderen sind aus 17 Spielen nicht gerade das Gelbe vom Ei.

Eine mögliche Variante könnte durch die verletzungsbedingten Ausfälle hinzu kommen. Stürmer Popovic wäre so als offensiver Mittelfeldmann für die rechte Seite denkbar, eine Position, die für Okpala sicher kaum denkbar ist. Die Vermutung, dass der Nigerianer mit Schweizer Pass trotz vom Trainer bescheiniger Fitness auf der Bank Platz nehmen wird, liegt jedenfalls nahe.

Das Wichtigste aber ist: Es wird wieder Fußball gespielt im Leimbachstadion. Mehr als zehn Wochen Winterpause gehören der Vergangenheit an.

„Freitagabend um 19.30 Uhr interessiert keinen mehr die Vorbereitung“, atmet natürlich auch der Trainer hörbar auf.

Viel wurde nach dem letzten Punktspiel Anfang Dezember von den „Hausaufgaben“ geredet, die anstanden. „Ich denke, man wird sehen, dass und vor allem wie sie gemacht worden sind“, so der Trainer. Dass er im Hinterkopf natürlich von der „guten Erledigung“ dieser Hausaufgaben ausgeht, versteht sich von selbst.

„Wir müssen am Samstag alle in den Spiegel sehen können ohne uns etwas vorwerfen zu müssen“, lautet die Prämisse des Trainers für den heutigen Abend.

Dass die Kicker aus Stuttgart gerade auswärts eine Macht drastellen, soll nicht verschwiegen werden. Aus vier Siegen und einem Remis in der Fremde holten sie 13 Zähler. Ein Spitzenwert in der Regionalliga Süd. Dafür warten sie daheim in Degerloch nach wie vor auf den ersten „Dreier“.

Ungers Tatendrang Mit dabei sein will im Stadion auch Markus Unger. Der Ex-Reutlinger ist gestern Vormittag im Jung-Stilling-Krankenhaus am gerissenen Syndesmose-Band operiert worden und war kurz darauf, wie der Sportliche Leiter Heinz Knüwe nach einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt Dr. Baumgart mitteilte, schon wieder „voller Tatendrang“ gewesen. Die Operation sei „optimal verlaufen“.

Das Jahresdebüt von Mohamed El Berkani erwartet Marc Fascher am kommenden Dienstag in Unterhaching. „Ein Einsatz heute wäre verfrüht“, meint der Trainer.

Mit der Oberschenkelblessur sei nicht zu spaßen.

Es waren also wenigstens ein paar kleine Einblicke in die Planungen, die Marc Fascher gestern gewährte. Wenn große Taten folgen, hat er alles richtig gemacht. 15 Spiele in drei Monaten stehen an. Da wird es noch viel zu erzählen geben

Westfalenpost

Nach „Emma“ bläst Fascher zum Sturm

Siegen. Nachdem das Sturmtief „Emma“ die Auswärtspartie gegen Unterhaching am vergangenen Samstag weggefegt hatte, starten die Sportfreunde nach 13-wöchiger Winterpause nun doch mit einem Heimspiel in die Restrunde – und mit der Unterstützung von …

… erhofften 5000 Anhängern.

Für die Sportfreunde ein Vorteil? „Jede Situation hat ein Für und Wider. Aber wir haben jetzt noch 15 Spiele, da spielt die Reihenfolge keine Rolle. Was zählt, sind Punkte – und am Ende ist man wohl mit 50 auf der sicheren Seite“, erklärt Cheftrainer Marc Fascher die Situation vor dem ersten Meisterschaftsspiel im Jahr 2008 – und vor seinem ersten Spiel als Cheftrainer der Sportfreunde Siegen.

„Heute zählt kein Testspiel mehr“

Wie das? Schnell erklärt! Nach der bitteren 0:1-Niederlage gegen den FSV Frankfurt im letzten Spiel vor der Winterpause hatte der Loose-Nachfolger frustgeplagt den Spruch rausgehauen: „Bisher war ich mehr Verwalter der Mannschaft als Trainer. Ab 19. Januar 2008 bin ich bei den Sportfreunden als Trainer tätig!“ Und nach der vermeidbaren Niederlage hatte er in die Blöcke diktiert: „Keine Floskel, nehmen Sie es als Kampfansage: Wir werden das Ziel 3. Liga erreichen!“

Die Vorbereitung dafür war hart, intensiv und bisweilen in den Testspielen auch erfolgreich. Die Mannschaft trägt die Handschrift des Trainers Fascher. Die hat den Schriftzug: Nur eine Mannschaft auf dem Gipfel der Fitness kann auch erfolgreichen Fußball spielen. Schneller, zweikampfstärker, stürmischer, offensiver sind sie geworden, die Sportfreunde.

Doch all` dies gilt es ab heute abzurufen und so kommt auch Fascher nicht um die Feststellung umhin: „Jetzt zählt kein Testspiel mehr, keine Vorbereitung, jetzt zählt die Meisterschaft. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, wir haben alles abgerufen – Entschuldigung für die Phrase, aber jetzt liegt die Wahrheit auf dem Platz.“ Was erwartet er von seiner Mannschaft: „Wir müssen nach dem Spiel in den Spiegel gucken und sagen können: Wir haben alles aufgeboten, alles abgerufen.“

Bei den heutigen Kontrahenten gibt es mehrere Parallelen: Beide stehen unter dem „Strich“, der die Qualifikation zur Dritten Liga bedeutet und „Emma“ hatte auch die Restrunden-Auftaktpartie der Stuttgarter gegen Pfullendorf gestoppt. Beiden Teams fehlt somit die Spielpraxis, beide sind heiß auf die Meisterschaft, beide wollen die Aufholjagd erfolgreich starten.

Am Dienstag gab es für die Sportfreunde kurz vor der Restrunde jedoch einen herben Nackenschlag: Neuzugang Markus Unger hatte sich im Training das Syndesmoseband im rechten Sprunggelenk gerissen und wurde bereits gestern im Jung-Stilling-Krankenhaus bei Dr. Baumgart operiert. Die OP verlief ohne Komplikationen. Marc Fascher: „Natürlich ist das ein herber Verlust für uns. Markus war einer der Gewinner der Vorbereitung, er hätte ganz sicher in der Startformation gestanden.“ Der Sportliche Leiter Heinz Knüwe: „Ich habe mit ihm gesprochen, er will unbedingt zum Spiel kommen.“

Somit fallen Mansour Assoumani und Kapitän Peter Nemeth mit Spiel-Sperre und Mohamed El Berkani und Unger verletzungsbedingt aus. Stellt sich die Frage nach der Anfangsformation gegen die Kickers – und da gab sich Marc Fascher gewohnt verschlossen wie ein Pharaonengrab. Aufstellung? Fascher zuckt mit den Achseln.

Gerrit Müller als einsame Spitze?

„Gesetzt“ sind Torhüter Robert Wulnikowski und in der Viererkette links Marcel Throm. Fascher lobte: „Er hatte eine super Vorbereitung.“

Schiedsrichter der Partie ist übrigens Markus Pflaum. Der 32-Jährige aus dem oberfränkischen Hallstadt pfiff am 13. September 2006 schon einmal im Leimbachstadion. Damals gewann Siegen gegen Reutlingen mit 3:0. Kein schlechtes Omen also.

So könnten sie spielen: Wulnikowski – Gallego, Islamoglu, Bogusz, Throm – Pospischil, Gaede – Pfingsten, Blessin, Bührer – Müller.

Westfalenpost

»…und ich hoffe, dass das so bleibt«
Stuttgarter Kickers nach Trainerwechsel wenig erfolgreich / Unger operiert

geo/tina Siegen. Im zweiten Anlauf soll es endlich klappen: heute Abend schlagen die Siegener Sportfreunde endgültig das mit Spannung erwartete Fußball-Kapitel 2008 auf, nachdem der Auftakt in der Regionalliga Süd in Unterhaching am letzten Wochenende u.a. vom Winde verweht wurde. Gegner um 19,30 Uhr sind heute die Stuttgarter Kickers, die in der Tabelle vier Zähler, aber nur zwei Plätze hinter den auf Platz 14 zurückgefallenen Sportfr. Siegen stehen. Damit ist klar, dass beide Teams heute Abend gehörig unter Dampf stehen und sich keine Niederlage leisten können.

Nicht immer kehren indes neue Besen gut. Auch bei den Stuttgarter Kickers zeitigte der Trainerwechsel Anfang November nämlich bislang noch wenig Erfolg. Peter Zeidler, jetzt im Trainerstab des Zweitligisten 1899 Hoffenheim, wurde am 5. November entlassen, Stefan Minkwitz übernahm die Regie am Degerloch. In den fünf Spielen unter dem »Neuen« holten die »Blauen« aber gerade mal zwei Punkte und schossen dabei nur ein einziges Törchen. Einen Sieg gab es unter Minkwitz noch nicht.

Darauf angesprochen, meinte Siegens Trainer Marc Fascher gestern Abend: »…und ich hoffe, dass das so bleibt!« In Augenschein nehmen konnte der Siegener Coach die Gäste aus dem Schwabenland indes in diesem Jahr noch nicht. Wie auch, da auch das Spiel der Kickers am letzen Wochenende ausfiel. Aber immerhin beobachtete der Siegener Trainer das Stuttgarter Ensemble einmal nach dem Trainerwechsel Zeidler/Minkwitz.

Umgekehrt wird es den Gästen ähnlich gehen, weshalb die Karten neu gemischt werden, wenn Schiedsrichter Markus Pflaum heute Abend vor erhofften 6000 Zuschauern zum Anpfiff bittet. Überhaupt ist sich der Siegener Trainer sicher, dass die »Vorbereitung heute niemand mehr interessieren wird. Nur das Ergebnis wird zählen. Für mich ist es aber auch wichtig, nach dem Spiel sagen zu können, dass wir alles gegeben haben.«

Welche Spieler diesen Auftrag heute erfüllen sollen, scheint indes noch ziemlich offen. Gestern Abend besuchte Marc Fascher seinen frisch operierten Neuzugang Marc Unger im Siegener Jung-Stilling-Krankenhaus. Dort wurde dem Ex-Reutlinger das Syndesmoseband im rechten oberen Sprunggelenk »zusammengeflickt«, wie sich Fascher am Krankenbett äußerte. Die Operation sei gut verlaufen und Unger wolle versuchen, seine Kameraden heute Abend live im Leimbach-Stadion zumindest moralisch zu unterstüzten. Unger, der nun mindestens zwei Monate ausfallen wird, sei ein sicherer Kandidat für die Startformation gewesen, verriet Fascher, der auch Mohamed El-Berkani und natürlich die gesperrten Mansour Assoumani und Peter Nemeth ersetzen muss.

Das kann auch zu einer Ssystemänderung führen: »Der Wechsel auf das 4-4-2-System ist ein Option«, verriet der Trainer gestern auf der Pressekonferenz zum Spiel. Schließlich stehen Veselin Popovic und Christian Okpala Gewehr bei Fuß. Fascher hat sich aber vermutlich schon entschieden, seiner Lieblingsspielweise dennoch treu zu bleiben. Und die sieht vor der Vierer-Abwehrkette (Gallego-Islamoglu-Bogusz-Throm) zwei »Sechser« (Gaede, Pospischil), drei offensive Mittelfeldspieler und Gerrit Müller als einzige Angriffsspitze vor. Und genau hier bewährt sich die Zukaufspolitik der Winterpause, denn die beiden verletzten Spieler sind ebenso adäquat zu ersetzen wie die gesperrten Akteure. So tippen wir darauf, dass auf der linken Seite Dennis Bührer (für El Berkani), auf rechts Nils Pfingsten (für Unger) und in der Mitte zentral Alexander Blessin zum Einsatz kommen werden.

Siegener Zeitung

Nachholspiel gegen SC Pfullendorf auf Dienstag, 18. März 2008 terminiert

Das aufgrund des Orkantiefs ausgefallene Heimspiel der Stuttgarter Kickers gegen den SC Pfullendorf vom 1. März 2008 wurde nun neu terminiert. Die Partie der Regionalliga Süd wird am Dienstagabend, 18. März 2008 um 19.00 Uhr im GAZi-Stadion auf der Waldau nachgeholt. Selbstverständlich behalten die bereits erworbenen Tickets für die Partie ihre Gültigkeit. Offizielle Homepage

Jens Härter – ein Problemfall wider Willen

Der Kapitän der Stuttgarter Kickers quält sich seit fünf Monaten mit einer Verletzung herum – und eine Besserung ist nicht in Sicht

STUTTGART. Jens Härter hat den Spielausfall des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers gegen Pfullendorf relativ gelassen nehmen können. Denn der 28-Jährige ist verletzt. Wie lange noch, weiß keiner. „Die Situation ist deprimierend“, sagt der Verteidiger.

Von Joachim Klumpp

Der Kellner im Kickers-Clubhaus will die Schinkennudeln ganz normal als Tagesmenü abrechnen, für 6,80 Euro. „Sportleressen“, sagt daraufhin Jens Härter mit einem Augenaufschlag, der andeuten soll, dass er Anspruch auf den Rabatt hat, der den Spielern des Fußball-Regionalligisten gewährt wird. Auch wenn sie außer Dienst sind, wie derzeit der Kapitän. „Ich habe schon aufgehört zu zählen, wie viele Spiele ich gefehlt habe“, sagt Jens Härter nur. Dem Manne kann geholfen werden: zehn sind es inzwischen einschließlich Pokal, auch in der Vorbereitung war er keine einzige Minute im Einsatz.

Dabei sollte im neuen Jahr alles besser werden, nachdem er seit Anfang Oktober außer Gefecht ist. „Eine starke Innenbanddehnung im linken Knie, fast ein Riss“, so lautete die Diagnose nach der ersten Kernspintomografie. Nichts Gravierendes also. Woche für Woche war Härters Einsatz geplant, vor dem Derby beim VfB Stuttgart II am 17. November hat er den letzten Anlauf genommen, ohne Erfolg. „Der Fehler war, dass ich nie richtig mit dem Training ausgesetzt habe“, sagt Härter heute, „ich hätte einfach mal vier, fünf Wochen Pause einlegen müssen.“

Das hat Härter schließlich in den Weihnachtsferien nachgeholt mit dem Ziel, zum Trainingsauftakt am 14. Januar wieder voll einzusteigen. Hat er auch getan, zumindest bis die Arbeit mit dem Ball auf dem Programm stand. Zehn Minuten ging das gut, dann traten wieder Schmerzen auf, zuletzt kam erschwerend noch ein Grippevirus hinzu, aus Härters Sicht aber eher eine Lappalie. Fakt ist: an einen Einsatz war und ist nicht zu denken, weshalb Härter sagt: „So kann es nicht weitergehen.“

Der Spieler ist der Verzweiflung nahe, zuletzt hat sich Jens Härter in die Hände von Mohamed Khalifa begeben, dem der Ruf eines Wunderheilers vorauseilt und der bei etlichen Sportlern erstaunliche Erfolge erzielen konnte; bei Jens Härter schlug die heilende Technik des Ägypters bisher nicht wie erhofft an. Zuvor hatten sich sowohl der Vereinsarzt Christian Mauch als auch der Pforzheimer Orthopäde Andree Ellermann gegen eine Operation ausgesprochen. So langsam neigt sich die Geduld des Patienten aber dem Ende zu, zumal inzwischen auch eine leichte Meniskusverletzung aufgetreten ist und sich Wasser im Knie bildet, was kein gutes Zeichen ist. „Fünf Monate Pause ist eindeutig zu lange“, sagt auch Mauch, „ein Vierteljahr wäre normal gewesen.“

„So eine Leidenszeit hatte ich noch nie“, sagt Härter, der als Zuverlässigkeit in Person gilt, seit er 2004 vom Oberligisten SGV Freiberg nach Degerloch gekommen ist. In der vergangenen Saison verpasste er lediglich zwei Spiele wegen einer Bauchmuskelzerrung, ein Wehwehchen im Vergleich zu der jetzigen Situation, „die nicht klar fassbar ist“, wie es der Vereinsarzt Mauch umschreibt. Doch so langsam drängt auch er auf eine Entscheidung. Das heißt, wenn es nicht besser wird, hilft nur noch ein operativer Eingriff, eine sogenannte Arthroskopie. „Jens Härter ist ja kein Simulant“, sagt Christian Mauch, „der Spieler hat Biss.“

Schließlich geht es nicht nur um die Zukunft der Kickers, sondern auch um seine eigene. „Die dritte Liga wäre nochmals ein Anreiz und Motivation“, sagt der 28-Jährige, der davon ausgeht, noch einige Jahre als Profi spielen zu können. Keine Angst vor einem Karriereende? „Sicher denkt man darüber mal kurz nach, aber letztlich verdrängt man das, es bringt ja auch nichts, sich unter Druck zu setzen“, sagt der gelernte Industriekaufmann, der bei den Blauen eine feste Größe in der Innenverteidigung war.

Wobei die Abwehr nicht das Sorgenkind der Kickers im bisherigen Saisonverlauf gewesen ist. Deshalb setzt ihn auch niemand unter Druck. Der Manager Joachim Cast nicht, der Trainer erst recht nicht, „auch wenn ich ihn gern dabeihätte“, sagt Stefan Minkwitz, der es sich aber abgewöhnt hat, einen festen Termin für das Comeback ins Auge zu fassen.

Und der Spieler? „Ich will natürlich so früh wie möglich spielen.“ Das wäre also am Freitag in Siegen, doch Härter weiß, dass das unrealistisch ist. Der Kapitän will aber mitfahren, als moralische Stütze und um zu demonstrieren, dass der Zusammenhalt im Kickers-Kader stimmt. „Ich versuche schon so oft wie möglich bei der Mannschaft zu sein“, sagt Härter, ehe er sich in ein Rehazentrum nach Stuttgart-Feuerbach begibt. Alleine, für ein- bis anderthalb Stunden Krafttraining – und ein wenig Frustabbau. Letztlich will Jens Härter bald wieder mit der Mannschaft gemeinsam am Stammtisch des Clubhauses sitzen. Damit auch jedem Kellner klar ist, dass er Anspruch auf das Sportleressen hat.

Stuttgarter Zeitung

Presse zum Ausgang des Becherwerferprozess

Bewährungsstrafe für Becherwerfer
Kickers fordern 50000 Euro Schadenersatz – Zeugin: „Der hat geworfen und getroffen“

Der Becherwerfer, der am 25. Oktober 2006 einen Linienrichter mit einem Bierbecher niedergestreckt hatte, hat seinen Einspruch zurückgezogen und den Strafbefehl über acht Monate Haft auf Bewährung akzeptiert. Mehrere Zeugen hatten ihn klar erkannt.

Von Susanne Janssen

Auch das Spiel vor dem Stuttgarter Amtsgericht, mit einem heftigen Schlagabtausch zwischen Verteidiger Franz Friedel und Staatsanwalt Michael Greven, ist gestern vorzeitig beendet worden: Um 14 Uhr, als die beiden letzten Zeugen vor der Tür warteten, nahm der 39-jährige Kai B. seinen Einspruch gegen den verhängten Strafbefehl zurück. Staatsanwalt und Richter stimmten zu. Kai B. bringt der Becherwurf vom 25. Oktober 2006 acht Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung und hundert Stunden gemeinnützige Arbeit ein. Das dicke Ende kommt aber noch: Die Stuttgarter Kickers wollen von dem Mann Schadenersatz in Höhe von „zumindest 50 000 Euro“ fordern, wie der Verein gestern Abend erklärte. Damit sollen die durch den Vorfall entstandenen Kosten – 10 000 Euro Strafe, 35 000 Euro für ein Fangnetz sowie Einnahmeausfälle durch ein Spiel im Degerlocher Gazi-Stadion ohne Zuschauer – kompensiert werden. „Wir wollen damit auch ein Signal gegen Randalierer und Störenfriede setzen“, so Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum.

Bei Kai B. wird aber nicht viel zu holen sein: Der 39-jährige Maler ist zurzeit auf Arbeitssuche und lebt von Hartz IV. 20 Mal ist der gebürtige Cannstatter, der eigentlich Fan des VfB Stuttgart ist, bereits der Polizei aufgefallen, darunter auch als Fußball-Hooligan. Am 25. Oktober 2006 machte der Mann durch eine besonders unrühmliche Tat auf sich aufmerksam. Die Kickers lagen im DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC Berlin 0:2 zurück, als auf den Rängen im Fanblock B Tumulte ausbrachen. In der 81. Minute flog ein Bierbecher über den Zaun, traf den Schiedsrichterassistenten Kai Voss am Rücken und streckte diesen nieder. Mehrmals schauten sich gestern die Verfahrensbeteiligten einen Ausschnitt aus einem Fernsehbericht an, in dem der hochgewachsene 33-Jährige mit Zeitverzögerung zu Boden ging.

Der Linienrichter reiste gestern eigens aus Schleswig-Holstein an und schilderte den Vorfall: „Es gab einen Schlag an der Wirbelsäule, und dann fehlen mir 30 bis 60 Sekunden Erinnerung.“ Danach stand er wieder auf den Beinen, er war nur einen Tag krankgeschrieben. Der damals erfolgte Spielabbruch sei aber zwingend gewesen: „Wenn ein Schiedsrichter oder einer seiner Assistenten tätlich angegriffen wird, ist das Spiel abzubrechen“, zitierte Voss die Fußballregeln.

Der Angeklagte Kai B. hatte nicht bestritten, aus Frust einen halbvollen Becher geworfen zu haben. Er habe zuvor rund fünf Liter Bier getrunken, um seine Schmerzen herunterzuspülen, erklärte er dem Amtsrichter Stefan Biehl. Denn wenige Tage zuvor habe er sich bei einem Unfall mit seinem Mountainbike einen dreifachen Kieferbruch zugezogen gehabt. Frage nur: war es wirklich Kai B.“s Becher, der den Linienrichter getroffen hatte? Um diese Frage kreiste das Verfahren bereits seit November 2006. Ein DNA-Gutachten an zwei Bechern, die neben dem Schiedsrichterassistenten gefunden wurden, ergab keine Übereinstimmung. Eine groß angelegte Bierbecherwurfübung der Polizei brachte nur die Erkenntnis, dass es möglich war, vom Stehplatz des Angeklagten zu treffen. Zum Verhängnis wurden dem Angeklagten nun allerdings drei Zeugen, die behaupteten, sie hätten Kai B. beim Werfen des Bechers beobachtet. Eine 58-jährige Frau erklärte, sie habe definitiv gesehen, wie der Angeklagte den Becher geworfen und den Linienrichter getroffen habe. Danach sollen die Bekannten, mit denen Kai B. im Stadion gewesen war, gelacht, diesem auf die Schulter geklopft und „Volltreffer!“ gerufen haben.

Als Höhepunkt im Schlagabtausch zwischen Verteidiger und Staatsanwalt beantragte Anwalt Friedel die Vereidigung der Zeugin. „Lächerlich“ fand dies Staatsanwalt Michael Greven. Die 58-Jährige schwor indes bei Gott, die Wahrheit zu sagen. Danach zog Kai B. seinen Einspruch gegen den zuvor verhängten Strafbefehl zurück – und Richter Biehl konnte die Partie abpfeifen. Das Nachspiel folgt dann vor einem Zivilgericht.

Stuttgarter Zeitung 

Endlich
VON GEORGE STAVRAKIS
 

Nach fast eineinhalb Jahren hat es die Stuttgarter Justiz geschafft, den Becherwerfer aus dem Kickers-Stadion seiner Strafe zuzuführen. Endlich. Acht Monate, wenn auch auf Bewährung, sind kein Pappenstiel. Der Mann wird an den Folgen seines idiotischen Tuns eine ganze Weile zu knabbern haben. Doch das Verfahren hat viel zu lang gedauert. Solche Aktionen müssen schnell und hart bestraft werden. Denn sie sind geeignet, den Sport, der so viele Menschen begeistert, zu zerstören.

Fußball lebt von Emotionen – auf dem Feld und auf den Rängen. Gewalt jedoch, egal in welcher Form, muss in den Stadien und in ihrem Umfeld konsequent bekämpft werden. „Ich kam mir vor wie auf einem Schlachtfeld“, hat eine Zuschauerin nach dem Bundesliga-Derby des VfB Stuttgart gegen den Karlsruher SC am vergangenen Samstag gesagt. Gegen das, was sich im Daimlerstadion abgespielt hat, scheint der Degerlocher Becherwurf eine Petitesse zu sein. Ist er aber nicht. Mit einem Plastikbecher fängt es an. Dann fliegen weit gefährlichere Geschosse. Wir erinnern uns mit Schrecken an den von einem Golfball am Kopf getroffenen, blutüberströmten Oliver Kahn.

Die Vereine und die Sicherheitskräfte müssen Flagge zeigen. Aber auch die Justiz muss unbedingt schnell(er) handeln. Dass sie das kann, hat sie bei der WM bewiesen.

Stuttgarter Nachrichten

Becherwerfer aus Kickers-Stadion verurteilt
Acht Monate auf Bewährung wegen Körperverletzung – Linienrichter mit Bierbecher niedergestreckt

Der Mann, der im Oktober 2006 das DFB-Pokalspiel der Stuttgarter Kickers gegen Hertha BSC mit einem Becherwurf zum Abbruch gebracht haben soll, hat seinen Strafbefehl akzeptiert. Er wird mit acht Monaten Haft, ausgesetzt zur Bewährung, bestraft.

VON GEORGE STAVRAKIS

Drei Stunden Verhandlung vor dem Amtsgericht, eine Videovorführung und mehrere Zeugenaussagen haben den knapp 40-jährigen Fan des VfB Stuttgart zu der Erkenntnis kommen lassen, dass für ihn vor Einzelrichter Stefan Biehl nichts zu holen ist. Um die drohende noch höhere Strafe wegen gefährlicher Körperverletzung abzuwenden, lenkten er und sein Verteidiger Franz Friedel ein. Damit war der zuvor bereits mehrfach geplatzte Prozess ohne Urteil beendet.

Jetzt kommen auf den Hartz-IV-Empfänger aus Bad Cannstatt Schadenersatzansprüche der Stuttgarter Kickers zu. Die Kickers sprechen von rund 50 000 Euro, bestehend aus der Strafe vom DFB, Anwaltskosten und Kosten für das Fangnetz, das der Regionalligaverein wegen des Becherwurfs vor die Gegengerade hat spannen müssen.

Es war der 25. Oktober 2006, der den Angeklagten wahrscheinlich viel Geld kosten wird. Die Kickers spielten im DFB-Pokal im ausverkauften Gazistadion auf der Waldau gegen Hertha. Beim Stand von 2:0 für die Berliner flog in der 74. Minute ein halbvoller Bierbecher aus Hartplastik aus dem B-Block Richtung Spielfeld, traf Schiedsrichterassistent Kai Voss an der Wirbelsäule und streckte ihn für kurze Zeit nieder. Das Spiel wurde abgebrochen, die Kickers als Gastgeber vom DFB bestraft. Das Fernsehen zeigte die Bilder und sprach von einem „Skandalspiel“. Noch im Stadion wurde der wegen früherer Gewalttätigkeiten im Rahmen von Fußballspielen vorbestrafte Mann dingfest gemacht.

„Ich habe mich hinreißen lassen, es tut mir leid“, gibt der Angeklagte zu. Er besteht darauf, dass er sich vor mehr als zehn Jahren von der Hooligan-Szene losgesagt habe. Ob es allerdings sein Becher war, der den Linienrichter getroffen hat, wisse er nicht. Tatsächlich waren mehrere Becher aufs Spielfeld geworfen worden. Eine Zeugin legte sich fest und ließ sich auch durch ihre Vereidigung nicht ins Bockshorn jagen. Sie sagte aus, der Angeklagte habe geworfen – und getroffen. Andere Zeugen sagten, der Mann sei nach dem Becherwurf von seinen Kumpeln mit Schulterklopfen beglückwünscht worden. „Volltreffer“ habe einer aus der Gruppe gesagt.

Zuerst hatte der Verteidiger bezweifelt, dass man einen Becher über den Zaun überhaupt auf den Linienrichter werfen kann. Die Polizei stellte das Geschehen im Kickers-Stadion nach. Fazit nach der Videodemonstration im Gerichtssaal: Es ist möglich. Der damals noch unter Bewährung stehende Mann zog seinen Einspruch zur Zufriedenheit von Staatsanwalt Michael Greven zurück. „Das erspart uns weitere Zeugen und die Berufung vor dem Landgericht“, so der Ankläger.

Wann nun das Netz vor der Gegengerade im Gazistadion abgenommen werden darf, ist unklar. Falls nichts mehr passiert, können die Kickers Ende dieser Saison einen Antrag beim DFB stellen.

Stuttgarter Nachrichten

Becherwerfer verknackt!
2006 Spielabbruch verursacht – Kickers wollen Schadenersatz

Am 25. Oktober 2006, beim Pokalspiel der Kickers gegen Hertha im Gazi-Stadion, wurde Linienrichter Kai Voss mit einem Hartplastik-Becher am Rücken getroffen und verletzt. Das Spiel wurde abgebrochen.

Jetzt ist der Becherwerfer, Kai-Oliver B. (39) aus Stuttgart, wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt worden. Das Amtsgericht Stuttgart setzte die Strafe zur Bewährung aus. Der mehrfach Vorbestrafte muss außerdem 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.Nach dem Wurf in der 80. Minute (Stand 2:0 für Berlin) wertete der DFB das Spiel mit 0:2 gegen die Kickers. Die Blauen mussten 10.000 Euro Strafe zahlen und für 40.000 Euro ein Fangnetz vor der Gegentribüne anbringen.

Manager Joachim Cast: „Neben dem Imageschaden ein finanzieller Verlust. Wir werden zivilrechtliche Schritte gegen den Verurteilten einleiten und versuchen, Schadenersatz zu bekommen.“

Cast weiter: „Es war ja kein Kickers-Anhänger.“ Früher sei B. schon als Hooligan bei Spielen des VfB aufgefallen.

BILD

Presse zum letzten Vorbereitungsspiel gegen Ingolstadt

Kickers bleiben ungeschlagen
STUTTGART (ump). Die Stuttgarter Kickers haben die Generalprobe für die Fußball-Regionalliga bestanden. Die Mannschaft gewann in Nördlingen gegen den Ligakonkurrenten FC Ingolstadt durch ein Freistoßtor von Mustafa Parmak (48.) mit 1:0. Es war der sechste Sieg im sechsten Testspiel, gegen ansonsten allerdings unterklassige Gegner. Dabei hätten die Kickers ja noch die Option auf ein Freundschaftsspiel gegen die Profis des VfB Stuttgart, der zwischenzeitlich in Reutlingen angetreten war. „Die haben eben eine Rasenheizung“, sagt der Manager Joachim Cast zu den Vorzügen des Konkurrenten, auch wenn die in diesem Winter wohl nicht mehr gebraucht wird. „Ansonsten ist es schon enttäuschend, dass das Spiel bisher nicht ausgetragen wurde“, sagt der Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum, zumal die Einnahmen im Etat der Kickers angesetzt waren.

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Gute Generalprobe
Parmak trifft gegen Ingolstadt

Nördlingen (StN) – Die Stuttgarter Kickers haben auch ihr sechstes und letztes Testspiel gewonnen. Vor dem Regionalliga-Wiederbeginn am Samstag (14 Uhr) gegen den SC Pfullendorf bezwangen die Blauen in Nördlingen den Ligarivalen FC Ingolstadt mit 1:0. Mustafa Parmak traf mit einem Freistoß (60.). „Wichtig ist, dass die Null steht. Das gibt Selbstvertrauen“, sagte Kickers-Trainer Stefan Minkwitz. Bei der Generalprobe setzte der Coach auf folgende Anfangself, die auch gegen Pfullendorf auflaufen könnte: Yelldell – Benda, Wildersinn, Rapp, Steinle – Rosen, Mann, Parmak, Cerci – Vaccaro, Tucci. Nach der Pause testete Minkwitz erneut Marcus Mann als Manndecker. Für ihn kam Recep Yildiz in die Partie und spielte auf der Position vor der Abwehr. Auch Sokol Kacani (für Marco Tucci) bekam nach dem Wechsel eine Chance. Wer beim Start neben Vaccaro stürmen wird, ließ Minkwitz noch offen. Unabhängig davon hofft der Coach auf den Einsatz von Oliver Stierle (Muskelfaserriss): „Wenn er am Mittwoch wieder trainieren kann, wird er am Samstag auch spielen.“

Stuttgarter Nachrichten

FCI vergisst das Toreschießen
von Roland Geier

Nördlingen Fußball-Regionalligist FC Ingolstadt „verbockte“ am Samstag gegen den Ligakonkurrenten Stuttgarter Kickers durch eine 0:1-Niederlage seine Generalprobe. Dennoch war Trainer Thorsten Fink mit dem Auftritt seiner Elf zufrieden. „Wir haben gut gespielt, den Gegner beherrscht und uns jede Menge Chancen herausgespielt. Nur wir haben im Moment nicht die nötige Konsequenz, das Tor zu machen. Die Generalprobe haben wir nur vom Ergebnis her verbockt“, trauerte er den verpassten Möglichkeiten nach.

Erst eine Stunde vor dem Match ließ der Coach des FC 04 die Katze aus dem Sack, wie seine Startelf aussieht, die dann möglicherweise auch am kommenden Freitag zur Punktspiel-Premiere im MTV-Stadion gegen den VfB Stuttgart 2 auflaufen wird. Vor der Partie gegen die Kickers hatte Thorsten Fink Heiko Gerber zum neuen Kapitän und Stefan Leitl zum Stellvertreter bestimmt (siehe eigener Bericht).

„Wir müssen wie beim Boxen den Gegner erst herrichten und dann zuschlagen“, sagte der Ingolstädter Fußballlehrer, der seine Elf erwartungsgemäß sehr offensiv ausgerichtet hatte. Ralf Keidel und Heiko Gerber auf den Außenpositionen in der Viererkette schalteten sich immer wieder über die Flügel in den Angriff mit ein. Aber auch die bei-den Innenverteidiger Necat Aygün und Mario Neunaber rückten nach vorne, wenn es die Situation zuließ. Auf der Sechser-Position spielte Markus Karl und davor war Stefan Leitl als Spielmacher zuständig.

Nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ bot der Ingolstädter Übungsleiter gleich vier Stürmer auf. Andreas Buchner und Ersin Demir machten über die Flügel Betrieb und im Sturmzentrum lauerten Ali Gerba und Steffen Wohlfahrth. Wie es sich Fink vorgestellt hatte, übernahm der FC 04 sofort das Kommando und ließ die Kickers nicht zur Entfaltung kommen, die voll damit beschäftigt waren, ihren Kasten sauber zu halten. Ein früher Treffer, als Necat Aygün nach einen Eckstoß einen Kopfball knapp über die Latte köpfte (2.), hätte bei den Schanzern womöglich die „Torblockade“ gelöst.

Glänzend reagierte Kickers-Keeper David Yelldell (21.) gegen Ersin Demir, der auch den Nachschuss von Andreas Buchner gerade noch vor dem Überschreiten der Torlinie herunterpflücken konnte. Glück für die Württemberger, dass erst ein Schuss von Ersin Demir zur Ecke abgefälscht wurde und im An-schluss Markus Karl knapp vorbeiköpfte (25.).

„In dieser Liga kann eine Situation entscheidend sein. Die müssen wir vermeiden, dann gewinnen wir auch unsere Spiele“, so Fink, dem ein unnötiger Freistoß knapp außerhalb des Strafraums im Magen lag. Mustafa Parmak nutzte diese Situation eiskalt und zirkelte das Leder zum 1:0 über die Mauer (58.). „Es gibt so Tage, da kannst du machen, was du willst. Ich habe doch die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, das hab ich schon oft bewiesen. Ich hoffe, die kommt gegen den VfB wieder“, sagte Steffen Wohlfarth etwas zerknirscht, als er zweimal (47./65.) allein vor Yelldell auftauchte und beide Male an diesem scheiterte.

Aber auch Ali Gerba (66.) und Steffen Schneider (86./90.) machten es aus kurzer Distanz nicht besser. Dazu köpften Mario Neunaber, Markus Karl und Necat Aygün haarscharf das Leder über das Kickers Tor. „Es kann ja noch nicht alles klappen. Wir haben noch eine Woche Zeit. Am Freitag kommt es darauf an, da müssen wir da sein – und das werden wir auch“, erklärte Thorsten Fink, für den das Gerippe der Mannschaft steht.

FC Ingolstadt: Lutz – Keidel (63. Fink), Aygün, Neunaber, Gerber – Karl, Leitl (82. Hintersberger), Buchner, Demir (52. Buch) – Wohl-fahrth (77. Schneider), Ali Gerba.

Augsburger Allgemeine

Gelungene Generalprobe gegen den FC Ingolstadt

Durch einen direkt verwandelten Freistoß von Mustafa Parmak in der 48. Minute gewannen die Stuttgarter Kickers in Nördlingen ein Freundschaftsspiel gegen den Ligakonkurrenten FC Ingolstadt mit 1:0 und absolvierten damit eine gelungene Generalprobe für das Punktspiel am kommenden Samstag 1. März zuhause gegen den FC Pfullendorf. Die Kickers überzeugten vor allem durch eine homogene Mannschaftsleistung sowie ein energisches Abwehrverhalten. Nach Seitenwechsel zeichnete sich auch Schlussmann David Yelldell aus, doch versäumten es die Kickers ihrerseits, einige gelungene Konter erfolgreich abzuschließen. Für den verletzten Stierle spielte diesmal Steinle auf dem Posten des linken Außenverteidigers und die Neuzugänge Rosen sowie Cerci liefen im Mittelfeld auf.

„Die Mannschaft hat in den letzten Wochen gut gearbeitet und freut sich jetzt auf den Vergleich mit Pfullendorf“,kommentierte Manager Joachim Cast. Gegen Pfullendorf nicht dabei sein kann Bashiru Gambo, da er infolge der gelb-roten Karte gesperrt ist.
Die Aufstellung: Yelldell; Benda (46. Gambo), Rapp, Wildersinn,(46. Yildiz), Steinle; Mann, Rosen, Parmak (75.Akzay), Cerci (46.Deigendesch); Tucci (46. Kacani), Vaccaro (70.Genyisürek).

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Bereit für die Rückrunde

Nördlingen, 23. Februar 2008 – (RT) Wenn auch das Ergebnis der heutigen Begegnung nicht zugunsten des FCI ausfiel startet die Mannschaft gut vorbereitet in die anstehende Rückrunde. Mit gut heraus gespielten Chancen und einem genauen Zuspiel dominierten die „Schanzer“ die Partie gegen den Ligarivalen Stuttgarter Kickers. Lediglich im Abschluss fehlte die Präzision, um das Leder ins gegnerische Netz zu befördern. Für den Führungstreffer und gleichzeitigen Endstand sorgten die Kickers aus Stuttgart nach einem Standartfreistoß in der 48. Minute, indem sie die Kugel über die Mauer und an FCI-Keeper Lutz vorbeilotsten. Alles in allem jedoch eine äußerst zufrieden stellende „Generalprobe“, bevor am kommenden Freitag mit dem Rückrundenstart die Punktejagd eingeläutet wird.

Spielinfos:

Anstoß: 23.02.08, 14:00 Uhr
Austragungsort: Nördlingen
Zuschauer: 150

Aufstellung:

Lutz, Keidel, Aygün, Neunaber, Gerber, Karl, Leitl, Buchner, Demir, Gerba, Wohlfarth

Einwechslungen:

46. Buch für Demir
70. Fink für Keidel
72. Schneider für Wohlfarth

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