StZ: Minkwitz: „Die Mannschaft ist topfit“

Der Kickers-Trainer Stefan Minkwitz vertraut im Regionalliga-Endspurt auf die Stärke seiner Spieler

Die Stuttgarter Kickers haben mit dem 2:0 gegen Unterhaching wieder in die Erfolgsspur gefunden, können die Qualifikation für die dritte Liga aber nicht mehr aus eigener Kraft schaffen. „Wenn wir unsere beiden Spiele gewinnen, bin ich davon überzeugt, dass es reicht“, sagt der Trainer Stefan Minkwitz im Gespräch mit Joachim Klumpp.

Herr Minkwitz, das Präsidium hatte spontan 5000 Euro Siegprämie für die Partie gegen Unterhaching ausgelobt. Wusste das die Mannschaft – und war es eine zusätzliche Motivation?

Ich glaube, die Mannschaft wusste das, auch wenn sie keine zusätzliche Motivation braucht. Es geht hier um Arbeitsplätze, um die dritte Liga. Trotzdem ist es natürlich eine schöne Geste, und ich denke auch, dass es sich die Spieler ehrlich verdient haben – so viel Prämien haben sie ja noch nicht bekommen (die gibt es normalerweise erst ab dem zehnten Platz; Anm. d. Red.).

Und der Trainer bekommt seine Extraprämie dann am Saisonende?

Der Trainer verrät keine Interna. Aber wenn wir den zehnten Platz geschafft haben, dann hat er, so meine ich, auch etwas verdient.

Aus eigener Kraft können die Kickers das nicht mehr erreichen. Wie sehr schielen Sie denn auf die Konkurrenz?

Wir schauen nur auf uns, und ich bin überzeugt davon, wenn wir die beiden restlichen Spiele auch gewinnen, dann reicht das für die Qualifikation zur dritten Liga.

Obwohl die Mannschaft zwischendurch zweimal, in Reutlingen und dann vor allem gegen 1860 München, enttäuscht hat?

Dass im Laufe einer Runde auch mal ein kleines Tief kommt, ist ganz normal. Das sind doch alles nur Menschen und keine Maschinen. Aber dass sie es können, haben die Spieler doch mit der Serie von sieben Spielen ohne Niederlage gezeigt. Zuletzt haben sie zwei schwere Partien gemeistert, jetzt wollen wir noch zwei gute nachlegen.

Wie schwer wiegt im nächsten Spiel gegen den VfB II der Ausfall des Torjägers Angelo Vaccaro, der wegen seiner zehnten Gelben Karte gesperrt ist?

Natürlich ist das ein Handicap, aber dann müssen eben andere in die Bresche springen. Tucci etwa oder Kacani und Prediger. Und ich würde mich auch freuen, wenn der Alexander Rosen mal ein Tor macht.

Stichwort Rosen. Er muss – genau wie Gambo – seit Wochen fit gespritzt werden. Halten die beiden voll durch?

Das werden sie, denn sie wissen ja, für wen sie es tun: für die Mannschaft und den Club. Die müssen jetzt noch zweimal auf die Zähne beißen, dann haben sie genug Zeit, sich auszukurieren. Aber gerade solche Beispiele sprechen ja für den Charakter des Teams.

Und für die konditionelle Verfassung der Mannschaft, die immer mal wieder angezweifelt worden ist.

Dazu sage ich nur eines: so eine Rückrunde spielt man nur, wenn man topfit ist.

Auch die Zuschauer haben gegen Unterhaching hervorragend mitgezogen, und jetzt steht ausgerechnet das Derby gegen den VfB Stuttgart II vor der Tür. Was für eine Stimmung erwarten Sie am Samstag?

Zunächst einmal erwarte ich 7000 bis 8000 Zuschauer, wovon sicher die Hälfte vom VfB kommt, nachdem die Bundesliga jetzt Pause hat und sich die Pfingstferien dem Ende zuneigen. Aber ich bin überzeugt davon, dass unsere Fans dagegenhalten werden. Am Freitag ist der Funke von der Mannschaft aufs Publikum übergesprungen – und umgekehrt.

Stuttgarter Zeitung

Vorberichte: Stuttgarter Kickers – VfB Stuttgart II

„Ich bin von ganzem Herzen Stuttgarter“
VfB-Trainer Adrion zum Derby

Stuttgart – Fußball-Regionalligist VfB Stuttgart II hat den KSC II mit 5:0 abgefertigt. Doch Trainer Rainer Adrion beschäftigt sich schon mit dem Derby gegen die Stuttgarter Kickers am Samstag (14 Uhr).

Herr Adrion, fünf Tore für Ihr Team – das kommt selten vor.

In der Tat, da muss ich lange zurückdenken. Aber vor Jahren gab es auch schon einmal ein 6:1, ich weiß aber nicht mehr, gegen wen. Der Erfolg über den KSC freut mich besonders, wir haben unsere Chancen endlich genutzt.

Am Samstag folgt das Derby gegen die Kickers.

Ich habe die Blauen gegen Unterhaching gesehen, sie waren laufstark und haben leidenschaftlich gekämpft. Ich freue mich aufs Derby.

Die Kickers müssen den VfB II besiegen, wenn sie in die dritte Liga wollen. Sie waren einst auch Kickers-Coach – schlagen da nicht zwei Herzen in Ihrer Brust?

Ich bin von ganzem Herzen Stuttgarter – deshalb wäre es gut, wenn auch die Kickers in der dritten Liga spielen würden. Mehr will ich zu diesem Thema aber nicht sagen.

Schaffen es die Blauen?

Wenn sie beide restlichen Spiele gewinnen, stehen die Chancen gut.

Kickers-Stürmer Angelo Vaccaro ist gegen den VfB gesperrt – für Sie erfreulich, oder?

Im Gegenteil. Ich hätte mich gefreut, wenn unsere Abwehrspieler sich gegen ihn hätten behaupten müssen. Da hätten meine Jungs etwas dazulernen können.

Fragen von Jürgen Kemmner

Stuttgarter Nachrichten

Presse zu Stuttgarter Kickers – SpVgg Unterhaching

2:0 – die Kickers machen den ersten Schritt

Mit dem Sieg gegen Unterhaching erhält sich der Fußball-Regionalligist die Chance auf die dritte Liga

STUTTGART. Solche Abende könnte es ruhig öfter geben. Ein 2:0 (2:0) gegen Unterhaching vor der Rekordkulisse von 4300 Zuschauern. „Jetzt haben wir nächste Woche Großkamptag“, sagt das Kickers-Präsidiumsmitglied Walter Kelsch im Hinblick aufs Derby.

Von Joachim Klumpp

Gestern Abend gegen Viertel vor neun sind die Stuttgarter Kickers um drei Punkte und die Spieler um 5000 Euro reicher gewesen. Denn diese Sonderprämie an die Mannschaft hatte der Vorstand der Stuttgarter Kickers kurzerhand für einen Sieg in der Fußball-Regionalliga gegen die SpVgg Unterhaching ausgelobt gehabt, der mit dem 2:0 unterm Strich völlig verdient ausfiel. Vor dem richtungsweisenden Spiel hatte der Manager Joachim Cast dem Team nur mit auf den Weg gegeben: „Wir müssen an die Leistung in Frankfurt anknüpfen – und unsere Chancen nutzen.“
Das taten die Kickers ganz geschickt. Denn bereits in der zwölften Minute drückte der aufgerückte Marcus Mann nach einer Flanke von Alexander Rosen und einem Abwehrfehler der Gäste den Ball zum 1:0 über die Linie. Was man zu diesem Zeitpunkt höchstens ahnen konnte: der Innenverteidiger krönte damit seine überragende Leistung. Denn wie schon zuvor beim FSV Frankfurt war der Schlüssel zum Erfolg in der Abwehr zu suchen, zu der bekanntlich auch der Torwart zählt. Und David Yeldell gehört unbestritten zu den besten seines Fachs in der Regionalliga, was er vor allem bei Unterhachings Großchance gegen Mario Konrad bewies, als er in einer Mann-gegen-Mann-Situation die Nerven behielt und den Ausgleich verhinderte. Dass praktisch im Gegenzug Angelo Vaccaro, ausgerehnet der Ex-Hachinger also, mit einem klugen Heber zum 2:0 traf(43.), war nicht nur für den kickers-Präsidenten Dirk Eichelbaum „die Schlüsselszene“.
Den ersatzgeschwächten Gästen fiel auch nach dem Wechsel nicht mehr allzu viel ein, während Marco Tucci in der 49. Minute noch das 3:0 auf dem Fuß hatte. Da musste selbst der Hachinger Trainer Ralph Hasenhüttl zugeben: „Die Kickers haben immer wieder Nadelstiche gesetzt und gezeigt, dass sie auf einem guten Weg sind.“ Auch auf dem in die dritte Liga?“Wir müssen jetzt einfach von Woche zu Woche schauen“, sagte Eichelbaum zu dem dramatischen Endspurt um Platz zehn und den folgenden zwei Endspielen.
„Der Unterschied war heute ein Angelo Vaccaro“, sagte Hasenhüttl nach dem Spiel.“Selbst schuld“, konterte da sein Kickers-Kollege Stefan Minkwitz schlagfertig, „den habt ihr ja abgegeben.“ Allerdings schon vor Hasenhüttls Zeit. Dass sich der Stürmer in der Schlussphase noch seine zehnte Gelbe Karte abholte und damit ausgerechnet nächsten Samstag im Derby gegen den VfB Stuttgart II fehlen wird, war der einzige Wermutstropfen an diesem Abend, der mit dunklen Wolken endete, allerdings nur am Himmel.
„Wir haben die Tür zur dritten Liga offen gehalten“, meinte Präsidiumsmitglied Walter Kelsch zufrieden, „und nunam nächsten Samstag einen Großkampftag“. Nachdem bereits gestern Abend mit 4300 Besuchern eine neue Saisonbestmarke aufgestellt worden ist, dürfte die nur eine Woche Bestand haben. Wie sagt Eichelbaum:“Diejenigen, die da waren, müssten wiederkommen.“
Am Einsatz und Engagement der Mannschaft gibt es sowieso nichts zu kritisieren. Vorbildlich sind vor allem Alexander Rosen und Bashiru Gambo, die beide seit Wochen mit Schulter- und Leistenproblemen fit gesprtizt werden müssen. Und selbst ein Mustafa Parmak hat nach seiner Sprunggelenkverletzung die Saison noch nicht ganz abgeschrieben. Der vom Zweitligsten TuS Koblenz umworbene Mittelfeldspieler sagt jedenfalls: “ Ich hoffe, dass es fürs letzte Spiel in Elversbegr reicht – wenn es dort noch um etwas gehen sollte.“ und danach sieht es zumindest seit gestern wieder aus.

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Deigendesch, Mann, Rapp, Stierle – Petruso (71. Steinle), Rosen, Gambo (79. Yildiz), Cerci – Tucci (67. Kacani), Vaccaro.
Schiedsrichter: Metzen (Erfstadt-Liblar).
Tore: 1:0 Mann(12.), 2:0 Vaccaro (43.).

Stuttgarter Zeitung

2:0 – Kickers dürfen weiter hoffen

Mann und Vaccaro treffen gegen Unterhaching: 5000 Euro Prämie für Sieger

Stuttgart – Die Kickers haben dem Druck standgehalten, als Belohnung gab es vom Präsidium 5000 Euro Prämie für das Team: Durch ein 2:0 gegen die SpVgg Unterhaching wahrte der Fußball-Regionalligist die Chance, Rang zehn und damit die neue dritte Liga zu erreichen. Das Problem: Die Blauen brauchen zwei weitere Siege.

VON JÜRGEN KEMMNER

Die Kickers-Fans auf der Haupttribüne des Gazistadions stehen nicht im Verdacht, vorschnell in Jubelstürme auszubrechen. Am Freitagabend aber erhoben sich die Zuschauer schon Minuten vor dem Ende von ihren Sitzen und applaudierten der Mannschaft. Alle wussten: Dieser Erfolg war bitter nötig. Dementsprechend erleichtert zeigte sich Stefan Minkwitz. Mit einem lauten „Jaaa!“ ballte der Trainer beim Schlusspfiff die Faust – und lobte sein Team. „Wir haben 90 Minuten Einsatz, Willen und Kampf gezeigt. Damit bin ich zufrieden. Unterhaching war zwar besser, aber wir haben die Tore geschossen.“

Den ersten Treffer erzielte Verteidiger Marcus Mann, der nach einem Kopfball von Bashiru Gambo abstaubte (12.). Die spielentscheidenden Szenen folgten kurz vor der Pause. Erst lief Unterhachings Oliver Fink nach einem Patzer von Branko Petruso allein auf David Yelldell zu, scheiterte aber am Kickers-Torhüter (42.). Praktisch im Gegenzug fiel das zweite Tor der Blauen. Nach einem Freistoß von Benedikt Deigendesch war Angelo Vaccaro schneller als SpVgg-Keeper Darius Kampa und spitzelte den Ball ins Netz. „Wir haben gezeigt, dass wir noch leben“, jubelte der Kickers-Stürmer und regte sich mächtig über Schiedsrichter Metzen (Mechernich) auf, der ihm eine zweifelhafte Gelbe Karte gezeigt hatte – damit ist Vaccaro im Derby in einer Woche (Samstag, 14 Uhr) gegen den VfB II gesperrt. „Das kotzt mich an“, schimpfte der Torjäger.

Schließlich geht das Hoffen und Bangen für die Kickers weiter. Nur Siege gegen den VfB II und in Elversberg helfen den Blauen. Spielerisch haben sie dabei durchaus noch Luft nach oben. Kreativ war der Auftritt gegen Unterhaching nur selten, die Konterchancen in der zweiten Hälfte wurden allesamt vergeben. Gestört hat das freilich niemanden – weil die Abwehr sicher stand. Der Gast, der den Zweitliga-Aufstieg anstrebt, hatte so gut wie keine Möglichkeit. „Wir wollten aggressiv auftreten und unsere Chancen nutzen“, sagte Kickers-Kapitän Oliver Stierle, „das hat geklappt.“

Nun schauen die Blauen, wie an diesem Samstag die Konkurrenten um Platz zehn spielen. Die Kickers haben vorgelegt – mehr konnten sie nicht tun.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers bleiben im Rennen

Der Regionalligist besiegt die SpVgg Unterhaching 2:0 und wahrt so die Chance auf die Qualifikation für die dritte Liga

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers haben wieder neue Hoffnung geschöpft. Im Kampf um die Qualifikation für die dritte Liga hat der Fußball-Regionalligist gestern Abend drei wichtige Punkte geholt. Die Kickers besiegten den Auf- stiegsaspiranten SpVgg Unterhaching verdient mit 2:0 (2:0).

Von Beate Wockenfuß

„Wir sind auf dem richtigen Weg. Ein Riesenlob an die Mannschaft. Wie sie 90 Minuten gekämpft hat, war allererste Sahne“, freute sich Kickers-Trainer Stefan Minkwitz. Auch Mittelfeldspieler Alexander Rosen jubelte: „Der Sieg war unglaublich wichtig. Wenn wir so weitermachen, schaffen wir es.“In der Begegnung stand viel auf dem Spiel, auch für die Unterhachinger, die noch im Rennen um den Zweitliga-Aufstieg sind. Es waren aber die Kickers, die vor der Saison-Rekordkulisse von 4300 Zuschauern für den ersten Höhepunkt der Partie sorgten. Eine Flanke von Rosen leitete Bashiru Gambo auf Marcus Mann weiter, der das frühe 1:0 für die Stuttgarter erzielte (12.). Nur eine Minute später hätte Angelo Vaccaro auf 2:0 erhöhen können, er scheiterte aber an Gästetorwart Darius Kampa. Die Unterhachinger zeigten eine spielerisch gute Leistung, verpassten es aber, sich zwingende Chancen zu erarbeiten. Allein Ricardo Villar sorgte für Gefahr vor dem Kickers-Tor, doch Keeper David Yelldell parierte den Fernschuss des Unterhachingers. Ingesamt boten beide Mannschaften in der ersten Hälfte ein gute Partie.Trotz der Führung spielten die Stuttgarter weiter nach vorne. Das zahlte sich aus: Kurz vor der Pause landete eine weite Freistoßflanke von Benedikt Deigendesch bei Vaccaro, der den Ball ins Tor bugsierte (42.).Nach dem Seitenwechsel beherrschten die Kickers das Geschehen. Vor allem Rosen zeigte eine starke Leistung. In der 50. Minute vergab Marco Tucci die Gelegenheit, die Begegnung vorzeitig zu entscheiden. Nach einer Flanke von Franco Petruso zielte er am leeren Tor vorbei. Auch Rosen traf mit seinem Schuss nach einem Pass von Vaccaro das gegnerische Gehäuse nicht (65.).Von Unterhaching war nicht mehr viel zu sehen. Orhan Balkan prüfte in der 83. Minute mit einem Schuss Yelldell, der parierte aber erneut. Das war zu wenig, um den Sieg der Kickers noch zu gefährden.
Statistik

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Deigendesch, Mann, Rapp, Stierle – Petruso (71. Steinle), Rosen, Gambo (79. Yildiz), Cerci – Tucci (67. Kacani), Vaccaro.

SpVgg Unterhaching: Kampa – Schulz, Hain (58. Nagy), Hörnig, Schaschko – Fink, Gülselam, Villar, Zillner – Kolomaznik (66. Balkan), Konrad (46. Schweinsteiger).

Schiedsrichter: Metzen (Erftstadt-Liblar).

Zuschauer: 4300.

Tore: 1:0 Mann (12.), 2:0 Vaccaro (42.):

Gelbe Karten: Vaccaro / Konrad, Gülselam.

Beste Spieler: Yelldell, Rosen / Zillner, Gülselam.

Eßlinger Zeitung

Kickers schlagen Auswärts-Könige

Die Stuttgarter Kickers bleiben dran an der 3. Liga! Nach drei Spielen ohne Sieg schlugen die Blauen vor 4300 Zuschauern Unterhaching 2:0!

Der Jubel bei den Kickers – überschwenglich. Denn Haching ist beste Auswärtsmannschaft, war bislang noch nicht geschlagen. Grund genug für Präsidium und Aufsichtsrat, 5000 Euro „Prämie“ aus den eigenen Taschen der Mannschaft zu stiften.

War ja auch ein schönes Spiel. Schnell führte Stuttgart 1:0 durch ein Schlawiner-Tor: Rosen flankt von rechts, Gambo verlängert mit dem Kopf und Mann spitzelt aus sechs Metern im Gedränge den Ball ins Tor (12.).

Eine Minute später: Vaccaro zieht von der Strafraumgrenze ab. Keeper Kampa reagiert blitzschnell, wehrt ab. Dann klappt’s doch: Deigendesch schickt Vaccaro, Kampa läuft raus und der Kickers-Torjäger lupft das Leder über ihn – 2:0 (43.).

Das zehnte Tor für Vaccaro. Später dann noch seine zehnte Gelbe (85.). Gegen den VfB Stuttgart ist er jetzt gesperrt…

Trainer Stefan Minkwitz: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Moral hat gestimmt genauso wie der Einsatzwille!“

BILD

Kickers – SpVgg Unterhaching 2:0 (2:0)

Der Mannschaft von Trainer Stefan Minkwitz gelang heute der erste von drei Siegen auf dem Weg in die 3.Liga. Die Blauen gewannen in einer phasenweise guten und temporeichen Regionalligapartie vor 4300 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau mit 2:0 (2:0) Toren gegen den Zweitligabsteiger SpVgg Unterhaching.
Marcus Mann (12.) und Angelo Vaccaro (43.) sorgten mit ihren Treffern schon vor der Pause für die Kickers-Führung, wobei die Gäste durchaus ihre Möglichkeiten hatten, den einen oder anderen Treffer selbst zu erzielen. Doch entweder versagten den ersatzgeschwächten Hachingern die Nerven oder sie scheiterten am fehlerlosen David Yelldell im Kickers-Tor.

Die Trainerstimmen:

Ralph Hasenhüttl: „Herzlichen Glückwunsch zum Sieg, ich denke die Kickers haben verdientermaßen mit 2:0 gewonnen, auch wenn wir dem Gegner heute seine Schwächen gezeigt haben, dies aber nicht nutzen konnten. Wir scheiterten am guten Torwart oder am eigenen Unvermögen beim Abschluss. Den Unterschied hat heute Angelo Vaccaro ausgemacht, der von meiner Abwehr nicht zu halten war. Dennoch waren die Chancen auch in der zweiten Halbzeit da, aber im Endeffekt hat uns vorne die Durchschlagskraft gefehlt. Wir haben versucht, den Gegner in Bedrängnis zu bringen, doch immer wieder starteten die Kickers ihre gefährlichen Konter und Nadelstiche. Im Endeffekt, wenn du auswärts kein Tor schießt, kannst du bei so einem Gegner nichts holen. Es war sehr enttäuschend für uns, denn es war ein Big Point Spiel.“

Stefan Minkwitz: „Ich sah heute viele Parallelen zum Hinspiel im November, dort haben wir 2:0 verloren, obwohl ich uns besser sah. Heute haben wir dafür die Tore gemacht, denn ich habe Unterhaching optisch besser gesehen, aber unsere Stürmer waren einfach kaltschnäuziger. Ein riesen Lob an die Mannschaft, sie ist absolut auf dem richtigen Weg. Die Moral und der Einsatzwille, wie die Mannschaft heute über 90 Minuten gefightet hat, das war allererste Sahne. Dass dies nicht in jedem Spiel so geht, ist klar, denn die Jungs sind keine Maschinen. Ich bin mit der ganzen Mannschaft sehr zufrieden, aber einen möchte ich herausheben: was der junge Franco Petruso geleistet hat, war klasse. Er ist auf dem richtigen Weg, da verzeihe ich auch den einen oder anderen Fehler. Gegen den VfB müssen wir nun Angelo Vaccaro ersetzen, aber dafür müssen jetzt eben andere ran.“

Die Spielstatistik:

Kickers: David Yelldell – Benedikt Deigendesch, Marcel Rapp, Oliver Stierle, Marcus Mann – Alexander Rosen, Bashiru Gambo (79. Recep Yildiz), Franco Petruso (72. Moritz Steinle), Ferhat Cerci – Marco Tucci (67. Sokol Kacani), Angelo Vaccaro – Trainer: Minkwitz
SpVgg Unterhaching: Darius Kampa – Thorsten Schulz, Christian Hain (58. Timo Nagy), Florian Hörnig, Raphael Schaschko – Oliver Fink, Ricardo Villar, Ceyhun Gülselam, Robert Zillner – Michal Kolomaznik (66. Orkan Balkan), Mario Konrad (46. Tobias Schweinsteiger) – Trainer: Ralph Hasenhüttl

Schiedsrichter:
Thomas Metzen (Mechernich)

Verwarnungen:
Angelo Vaccaro – Mario Konrad, Florian Hörnig

Torfolge:
1:0 Marcus Mann (12.)
2:0 Angelo Vaccaro (43.)

Zuschauer:
4.300 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau

Offizielle Homepage

Der Fußball-Regionalligist will Marketingagentur engagieren

Kickers suchen auch bei Sponsoren Hilfe

STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers empfangen heute (19 Uhr) die SpVgg Unterhaching zum ersten von drei Endspielen. Doch nicht nur sportlich gibt es viel zu tun – auch hinter den Kulissen.

Von Joachim Klumpp

Der Kickers-Trainer Stefan Minkwitz macht vor dem Heimspiel heute gegen Unterhaching kein Geheimnis um die Aufstellung. „Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern.“ Sportlich. In den Vereinsgremien sieht das etwas anders aus. Da besteht durchaus ein gewisser Handlungsbedarf, spätestens nach dem Rücktritt des für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Präsidiumsmitglieds Hans-Jürgen Wetzel an Pfingsten. „Es ist unabdingbar, dass wir für dieses Feld so schnell wie möglich jemanden finden“, sagt der Manager Joachim Cast. Schließlich müssen die Kickers bis 5. Juni beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Bedingungen für die Lizenzierung nachreichen, bei denen es sich in erster Linie um ausstehende Werbeabschlüsse handelt. „Und das wird kein Selbstläufer“, betont Cast.

Dessen ist sich auch der Präsident Dirk Eichelbaum bewusst, der das Marketing im Vorstand nun zur Chefsache erklärt hat und optimistisch verkündet: „Da wird es bald keine Baustellen mehr geben.“ Im Klartext soll dies heißen, dass sich möglichst zeitnah eine professionelle Agentur um die Akquise von künftigen Sponsoren kümmern soll – „neben Martin Kurzka“ (so Eichelbaum), der bereits unter Wetzel auf der Geschäftsstelle für diesen Tätigkeitsbereich zuständig war. „Damit werden wir gut aufgestellt sein“, ist Eichelbaum überzeugt. Wobei etliche Werbepartner zunächst einmal auf ein gemeinsames Sponsorentreffen warten, nachdem ein erster Termin aus organisatorischen Gründen verschoben werden musste.

Doch damit sind keineswegs alle personalpolitischen Diskussionen in Degerloch beendet. Nach wie vor schwelt im Präsidium vor allem eine Rivalität zwischen Eichelbaum und dem für den Sport zuständigen Walter Kelsch. Und wie dieser Konflikt ausgeht, ist offen – zumal der Exprofi Kelsch seine Funktion künftig nicht mehr ehrenamtlich ausüben will. Damit stößt er (nicht nur) bei Eichelbaum auf Unverständnis: „Im Budget ist das nicht vorgesehen – damit ist das Thema für mich erledigt.“ Auch für Kelsch?

Das hängt wohl nicht zuletzt von der künftigen Ligazugehörigkeit ab. Lange Zeit haben die Verantwortlichen den Fokus nahezu ausschließlich auf die neue dritte Liga gelegt, die zwar noch erreichbar ist (ein Sieg heute vorausgesetzt), aber eben nicht mehr ohne fremde Hilfe. Inzwischen ist intern der Abstieg in die künftige Regionalliga zumindest kein Tabu mehr. Wobei es dann zwei Fragen zu klären gäbe: ob die vierte Spielklasse mit der Schuldenlast von mehr als einer Million Euro zu stemmen ist, oder doch die Insolvenz (und damit die fünfte Liga) droht – womit die Lichter in Degerloch auf unbestimmte Zeit ausgehen würden.

Die vierte Liga dagegen übt auch für den Präsidenten durchaus noch einen gewissen Reiz aus, wenn man an Traditionsvereine wie Darmstadt 98, 1. FC Saarbrücken, SSV Ulm oder Waldhof Mannheim als Gegner denkt. Weshalb der Einstieg der avisierten Marketingagentur auch für diese Spielklasse Gültigkeit hätte, „sonst macht es ja keinen Sinn“, wie Eichelbaum betont. Bis zur gemeinsamen Sitzung von Präsidium und Aufsichtsrat Mitte nächster Woche dürfte diesbezüglich eine Entscheidung gefallen sein.

Auch in Sachen Hauptversammlung? Da sieht Eichelbaum keinen akuten Handlungsbedarf. „Ich drücke mich zwar nicht darum, aber vor den Sommerferien halte ich das zeitlich für schwierig.“ Der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Lorz sieht satzungsrechtlich ebenfalls keinen Grund, will die Einberufung aber nach den Vorfällen der vergangenen Wochen aus Strukturüberlegungen nicht ausschließen. „Allerdings muss man den Mitgliedern dann auch ein klares Konzept vorlegen“, bekennt Lorz, der seine weitere Mitarbeit nicht zuletzt von den übrigen handelnden Personen im Club abhängig macht.

Schließlich hegen auch noch Aufsichtsräte Rücktrittsgedanken, allen voran der frühere Vorsitzende Christian Mauch. Und wenn im Kontrollgremium die Anzahl der Mitglieder von aktuell sechs unter die Sollstärke von fünf Personen fällt, muss auf alle Fälle gehandelt werden: mit einer Nachwahl. Ob sich dann externe Kandidaten aufstellen lassen, kann nach dem Stand der Dinge zumindest nicht ausgeschlossen werden. Denn hinter den Kulissen herrscht durchaus die Meinung: es muss etwas geändert werden.

Stuttgarter Zeitung

Handzettel in der Stadt: Kickers werben für sich
Stuttgart (jok) – Stefan Minkwitz hat nicht die besten Erinnerungen an die SpVgg Unterhaching. Am 11. November 2007 saß er erstmals als Trainer des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers auf der Bank – und verlor mit seinem Team in Bayern 0:2. Am heutigen Freitag (19 Uhr) geht es wieder gegen die SpVgg – und eine weitere Niederlage dürfen sich die Blauen nicht erlauben. Sonst ist Rang zehn, der die Qualifikation für die neue dritte Liga bringt, nicht mehr zu schaffen. „Wir stehen unter Druck“, sagt Minkwitz, „aber wir haben keine Angst. Wir haben mehrfach gezeigt, dass wir auch mit Spitzenteams mithalten können.“ Unterhaching ist Fünfter, kämpft um den Zweitliga-Aufstieg. Zuletzt gab es ein 3:2 beim VfB II. Aber auch die Kickers überzeugten mit einem 0:0 beim FSV Frankfurt. Minkwitz setzt auf dieselbe Anfangself, verzichten muss er auf die verletzten Parmak und Russo. Um neue Fans ins Gazistadion zu bekommen, starten die Kickers eine Werbeaktion – heute werden in Stuttgart Handzettel verteilt. Tenor: „Unterstützt die Blauen.“

Stuttgarter Nachrichten

Link zum Flyer

Vorberichte II: Stuttgarter Kickers – SpVgg Unterhaching

„Wir haben keine Angst“
 
Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers geht mit Zuversicht in den Saisonendspurt
 
Stuttgart (bw) – Großer Optimismus herrscht bei Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers vor dem drittletzten Saisonspiel heute (19 Uhr) gegen die SpVgg Unterhaching. (…)

„Es ist jedem bewusst, dass nur noch drei Siege helfen“, sagt Kickers-Trainer Stefan Minkwitz. Doch selbst diese neun Punkte könnten nicht zur Qualifikation für die dritte Liga reichen. Schließlich haben die Kickers drei Zähler Rückstand zum rettenden Ufer und sind auf Ausrutscher der Konkurrenz angewiesen. Und es drängeln sich nicht weniger als sechs Mannschaften um den zehnten Platz. Die ersten sieben künftigen Drittligisten aus der Südstaffel dürften bereits feststehen. „Wir haben keine Angst“, unterstreicht der Coach, der trotz der schlechten Ausgangslage vor Optimismus strotzt: „Wir dürfen einfach nicht negativ denken.“ Und die Spieler schließen sich der Zuversicht an. „Der Glaube ist auf jeden Fall da“, betont Alexander Rosen und berichtet vom Training mit „hoher Konzentration und Spannung“. Der Mittelfeldspieler, der erst in der Winterpause nach Degerloch gekommen war, hat sich laut Manager Joachim Cast schnell zum „absoluten Leader“ entwickelt. Er ist nicht nur auf dem Platz eine Führungsfigur, sondern sein Wort zählt auch bei den Mannschaftskollegen. „Das liegt daran, dass ich einer der Ältesten bin und zudem schon viel erlebt habe“, sagt der 29-Jährige, der sowohl in der Bundesliga als auch im Ausland aktiv war. Genauso wie Angelo Vaccaro (9) und Moritz Steinle (4) geht Rosen (4) in die Partie mit der Gefahr, für die nächste Gelb-gesperrt zu werden. Doch trotzdem will er nicht mit angezogener Handbremse spielen. „Ich gebe Vollgas. Sonst könnte ich der Mannschaft möglicherweise mehr schaden, als bei einer eventuellen Sperre“, sagt Rosen – und kassiert dafür vom Trainer Beifall. „Solche Spielertypen sind mir die liebsten“, freut sich Minkwitz auch darüber, „dass Alexander Rosen kam und sofort mit Leistung vorneweg marschierte.“ Auch gegen Unterhaching soll der gebürtige Bayer dies wieder tun. Personelle Änderungen sind gegenüber dem Team, das beim FSV Frankfurt ein 0:0 holte, nicht geplant. Dass die Gäste als Tabellenfünfter mit Aufstiegsambitionen anreisen, schreckt die Kickers nicht. „Wir haben mehrfach gezeigt, dass wir gegen Spitzenmannschaften mithalten und teilweise sogar dominieren können“, übt sich Minkwitz konsequent in Zweckoptimismus.

So wollen sie spielen: Yelldell – Deigendesch, Mann, Rapp, Stierle – Petruso, Rosen, Gambo, Cerci – Tucci, Vaccaro.

Eßlinger Zeitung

Freitag muss gegen Haching ein Sieg herKickers: Präsidium setzt Prämie aus

„Das sind Spiele aus denen Dramen gestrickt sind“, sagt Präsident Dirk Eichelbaum zum ersten von drei Endspielen seiner Stuttgarter Kickers. Heute treffen die Blauen in der Regionalliga auf die SpVgg Unterhaching (19 Uhr, Gazi-Stadion auf der Waldau).

Das Team aus Degerloch muss gewinnen, um weiter eine Chance für die Qualifikation zur 3. Bundesliga zu haben. Und für die auswärts ungeschlagenen Hachinger ist es die letzte Möglichkeit, den Aufstieg in die 2. Liga noch zu schaffen.

Nur mit drei Siegen aus den letzten drei Begegnungen sind die Kickers sicher in der 3. Liga. Trainer Stefan Minkwitz: „Alle Diskussionen erübrigen sich. Es zählen nur Erfolge.“

Doch das ist für den Coach in den „schwersten Spielen“ seiner Karriere keine unlösbare Aufgabe. Er bringt die Elf, die beim FSV Frankfurt einen Punkt holte. Also mit Angelo Vaccaro (9 Tore) und Marco Tucci (6) im Sturm.

Die letzte Steilvorlage kommt vom Präsidium. Wie BILD erfuhr, wurde trotz klammer Finanzen kurzfristig noch eine Prämie für das Erreichen 3. Liga ausgesetzt.

BILD

Schlüsselspiel mit gleicher Aufgabe

Wenn Ende des vergangenen Jahres jemand behauptet hätte, die SpVgg Unterhaching wird in 2008 die beste Auswärtself der Liga stellen, wäre er wohl milde belächelt worden. Aber genau dies ist eingetreten. Das Team von Ralph Hasenhüttl hat bislang von den sechs Auftritten in der Fremde fünf gewonnen und einmal Unentschieden gespielt. Eine Bilanz, die in der Regionalliga-Süd keiner der Konkurrenten vorzuweisen hat. „Die Mannschaft tritt mittlerweile genauso auf wie im eigenen Stadion, hat sich ungeheuren Respekt erarbeitet“, sagt Trainer Hasenhüttl vor der Partie bei den Stuttgarter Kickers am Freitagabend (19 Uhr).
Haching hat nach der Winterpause auswärts sogar mehr Punkte eingeheimst als im eigenen Stadion und sich insgesamt in eine lange undenkbare Position befördert. Der Aufstieg in die zweite Bundesliga ist plötzlich noch möglich. „Jeder Spieler hat das natürlich im Hinterkopf“, sagt Verteidiger Raphael Schaschko: „Wir wollen durch ein positives Ergebnis den Druck auf die Anderen verstärken.“ Sein Trainer sieht die SpVgg vor „einem von drei Schlüsselspielen“, bei dem der Gegner „die gleiche Aufgabe hat wie wir, sie müssen ebenfalls gewinnen“, sagt Hasenhüttl.

Anders als bei den Rot-Blauen steht diese Aufgabe jedoch bei den Kickers unter wesentlich ungünstigeren Vorzeichen. Verlöre die Elf aus dem Stuttgarter Stadtteil Degerloch die anstehende Partie, ist die Qualifikation für die dritte Liga bei schon derzeit drei Zählern Rückstand wohl außer Reichweite. Doch Hachings Coach warnt, dass der Tabellen-13. morgen um sein Leben laufen werde. „Stuttgart kann uns wehtun, allerdings hat meine Team einen unglaublichen Willen und lässt sich auch nach Rückschlägen nicht ins Bockshorn jagen“, sagt er.

Die Württemberger haben im letzten Spiel ein Remis beim FSV Frankfurt erreicht und kürzlich eine Serie von sieben Partien ohne Niederlage hingelegt, Grund genug „auf der Hut zu sein“, sagt Hasenhüttl. Zum Beispiel vor Stürmer Angelo Vaccaro, dem Ex-Hachinger, der mit neun Treffern bester Schütze der Kickers ist. „Wir sind hinten gefestigt genug, um so einen Spieler zu stoppen“, sagt Schaschko, der sich auf eine offen geführte Begegnung freut ohne größeres Geplänkel. „Die müssen genauso wie wir“, hebt er nochmals hervor.

Wie zuletzt geht die SpVgg erneut mit argen personellen Problemen in die Partie. Die Angreifer Robert Lechleiter (Knie) und Thomas Rathgeber (Sprunggelenk) fehlen weiterhin, auch die Verteidiger Ralf Bucher (Adduktoren) und Stefan Frühbeis (Knie) fallen aus. Zudem zog sich Ibrahim Aydemir – beim VfB Stuttgart II noch Torschütze – im Toto-Pokal eine Rippenprellung zu. Der Tscheche Roman Tyce ist außerdem nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt. Hingegen dürften Oliver Fink, der soeben seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hat, und Christian Hain ihre Blessuren aus dem Ingolstadt-Spiel bis morgen auskuriert haben. „Matthias Lust und ich haben auch noch Spielerpässe, notfalls müssen wir ran“, sagt Ralph Hasenhüttl schmunzelnd, der zumindest einen Rückkehrer begrüßen kann. Tobias Schweinsteiger hat seine Muskelprobleme überstanden und wird sehr wahrscheinlich auflaufen.

Sein drittletztes Punktspiel im Haching-Trikot wird Ceyhun Gülselam bestreiten, der nach dieser Saison zu Trabzonspor in die Türkei wechseln wird. Der Defensivallrounder wird aber trotz seines feststehenden Wechsels bis zum Ende alles geben für die SpVgg, „wenn nicht sogar noch mehr als vorher“, sagt er. Ein großes Ziel will Gülselam jedenfalls noch mit den Rot-Blauen erreichen, den Aufstieg in die zweite Bundesliga. „Ich bin überzeugt davon, dass wir es schaffen“, sagt der 20-Jährige.

Homepage SpVgg Unterhaching

Vorberichte: Stuttgarter Kickers – SpVgg Unterhaching

Morgen gegen Unterhaching

Drei Endspiele für die Kickers
STUTTGART (ump). Der Kickers-Trainer Stefan Minkwitz lebt den Optimismus vor: „Trotz dem Ernst der Lage, der uns allen voll bewusst ist, leben wir den Spaß im Training vor“, sagt der Fußballlehrer vor dem Heimspiel morgen (19 Uhr, Gazi-Stadion) gegen die SpVgg Unterhaching. Das erste von drei Endspielen für die Stuttgarter in der Regionalliga Süd. „Drei Siege reichen“, sagt der Manager Joachim Cast, auch wenn ihm bewusst ist, dass der Verein dann immer noch auf Schützenhilfe angewiesen ist. Doch in Anbetracht der Ausgeglichenheit der Liga ist nicht unbedingt anzunehmen, dass die Konkurrenten um den wichtigen zehnten Platz allesamt ohne Punktverluste durchkommen werden. Woher der Optimismus rührt? Der Trainer Minkwitz sagt: „Wir haben zuletzt mehrfach gezeigt, dass wir gegen die Spitzenmannschaften mithalten können und uns sogar leichter tun.“ Und zu denen zählen auch die Münchner Vorstädter, die zuletzt mit einem Sieg beim VfB Stuttgart II aufhorchen ließen, der ihnen die Chance zum Aufstieg in die zweite Liga erhalten hat.

Für die Kickers geht es um die dritte Liga, bis auf Gino Russo und Mustafa Parmak sind alle Mann an Bord. „Die Mannschaft glaubt fest an die Qualifikation“, sagt der Mittelfeldspieler Alexander Rosen. „Die Spannung war zuletzt im Training zu spüren“, sagt der 29-Jährige, der mit vier Gelben Karten vorbelastet ist. „Doch darauf kann ich jetzt keine Rücksicht nehmen, es gibt nur Vollgas.“ Rosen hat sich mit seiner Einstellung auf und außerhalb des Platzes seit der Winterpause zu einem echten Führungsspieler entwickelt. „Über die Saison hinaus mache ich mir jetzt noch keine Gedanken, die ganze Konzentration gilt erst einmal den drei Spielen. Aber es hat sich ja gezeigt, dass die Beziehung mit den Kickers gut funktioniert.“ Diese Einschätzung beruht auf Gegenseitigkeit. „Wir sind natürlich an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert“, sagt der Manager Cast. Doch das gilt natürlich nur in der dritte Liga, wobei Cast betont: „Wir haben aber auch einen Plan für den ,worst case“ in der Tasche.“ Doch noch herrscht Optimismus.

Stuttgarter Zeitung

Erfolgsformel: Drei Spiele, drei Siege – dritte Liga
Regionalligist Stuttgarter Kickers macht vor dem Spiel gegen Unterhaching auf Optimismus

Stuttgart – Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers steht gewaltig unter Druck. Drei Siege aus den letzten drei Spielen sind Pflicht, soll es für die neue dritte Liga reichen. Es ist eine Erfolgsformel mit einigen Unbekannten: Selbst neun Punkte genügen nur dann, wenn die Konkurrenz patzt.

VON JOCHEN KLINGOVSKY

Als Stefan Minkwitz den Raum betritt, ist ihm der Ernst der Lage nicht anzusehen. Der Kickers-Trainer ist vor dem Heimspiel am Freitag (19 Uhr) gegen die SpVgg Unterhaching ein Ausbund an Optimismus. Er verbreitet gute Laune, als ginge es für die Blauen um die Meisterschaft. Stattdessen droht der Absturz in die Bedeutungslosigkeit. „Ich lebe die positive Einstellung vor“, sagt der Coach, der auch Joachim Cast ansteckt. Drei Siege gegen Unterhaching, den VfB II und in Elversberg? „Warum sollte uns das nicht gelingen“, meint der Manager.

Doch genau diese Frage stellt sich. Nur Schlusslicht FSV Oggersheim hat eine schlechtere Heimbilanz als die Kickers, für alle drei Gegner ist die Saison ebenfalls noch längst nicht gelaufen. Trotzdem sagt Minkwitz, der Motivator: „Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen. Und die Spieler glauben das auch.“ Das bestätigt Alexander Rosen. „Der unbedingte Wille in der Mannschaft ist da“, erklärt der Mittelfeldspieler, „wir haben zuletzt konzentriert, zielstrebig und mit Spannung trainiert.“

Allerdings können auch der Kickers-Trainer und seine Mannen die Tabelle lesen: Das Gerangel um Platz zehn ist groß. Wenn die Konkurrenten ebenfalls fleißig punkten, was so überraschend nicht wäre, würde den Blauen auch eine Serie nichts nützen. Ihnen bleibt nur eine Taktik: siegen – und hoffen.

Dies gilt allerdings nur für den sportlichen Bereich. Darüber, ob alle für die dritte Liga qualifizierten Vereine finanziell gesund genug sind, mag Cast nicht spekulieren – aus gutem Grund. „Wir sollten erst mal selbst unsere Hausaufgaben machen“, sagt der Kickers-Manager, „wir müssen uns sportlich qualifizieren und die Lizenz bekommen. Da haben wir genug zu tun.“

Im selben Atemzug stellt Cast klar: Die Blauen planen für die dritte Liga. Und falls es nicht reicht? Liegt ein Notfallplan für Liga vier in der Schublade des Managers. „Das sind wir dem Verein schuldig“, erklärt Cast, der dann nicht weniger Arbeit hätte: Nur Bashiru Gambo und Gino Russo haben Verträge, die auch in der vierten Klasse gelten. Und Hauptsponsor Gazi macht offenbar nur weiter, wenn der Sprung in die dritte Liga gelingt. Am fehlenden Optimismus des Trainers wird“s nicht scheitern.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers versprechen: Geben Vollgas gegen Haching
Von HELMUT HEIMANN
Jetzt gilt’s! Im ersten von drei „Endspielen“ müssen die Stuttgarter Kickers morgen (19 Uhr, Gazi-Stadion) gegen Unterhaching unbedingt gewinnen, um überhaupt noch eine Chance zu haben, die neue 3. Bundesliga zu erreichen.

Die Spieler sind fit. Wir werden alles tun, um unser Ziel zu erreichen“, verspricht Trainer Stefan Minkwitz. Gleiche Töne von Mittelfeldchef Alexander Rosen: „Unsere Devise heißt Vollgas.“

Das ist nach drei Spielen ohne Sieg auch dringend notwendig. Zumal Haching noch Aufstiegschancen hat und in diesem Jahr auswärts ungeschlagen ist.

„Wir haben keine Angst, haben bewiesen, dass wir gegen Spitzenmannschaften mithalten können“, so Minkwitz. Auflaufen wird die Elf, die zuletzt beim Tabellenzweiten FSV Frankfurt einen Punkt holte.

Defensivmann Recep Yildiz hat seine Knöchelverletzung auskuriert. Erwartet werden 3500 Zuschauer.

BILD

Presse zu FSV Frankfurt – Stuttgarter Kickers (0:0) und dem Rücktritt von Wetzel

Die Kickers treten auf der Stelle

Der Konkurrenzkampf spitzt sich zu: Gleich sechs Clubs kämpfen in der Fußball-Regionalliga um den letzten freien Platz

FRANKFURT. Die Stuttgarter Kickers leben noch. Das 0:0 beim Aufstiegsanwärter FSV Frankfurt war ein Achtungserfolg, auch wenn er sich in der Tabelle nicht unmittelbar bemerkbar machte. „Aber der Punkt wird noch Gold wert sein“, sagt der Manager Joachim Cast.

Von Joachim Klumpp

Wenn es schon keine Tore zu feiern gab, dann wenigstens ein Endergebnis. Als am Bornheimer Hang zum Schluss das Resultat der Partie Aalen gegen Regensburg (2:5) durchgesagt wurde, brach der größte Jubel unter den 3400 Zuschauern aus. Schließlich spielte das dem Tabellenzweiten FSV Frankfurt in die Karten – ganz im Gegensatz zu den Stuttgartern, deren Präsident Dirk Eichelbaum nach dem Achtungserfolg zugeben musste: „Das einzig Schlechte waren die Ergebnisse der Konkurrenz.“ Denn die punktete (wie eben Regensburg) fast durchweg, so dass die Kickers in der Tabelle stagnieren.

Ganz im Gegensatz zum Auftritt auf dem Rasen. Denn da gab es gegenüber der ärgerlichen Niederlage gegen 1860 München eine offensichtliche Leistungssteigerung, wobei auch die zuletzt stark kritisierten Spieler ihre Chance genutzt haben. Mit einem Kapitän Oliver Stierle „auf dem Weg der Besserung“, so der Trainer Stefan Minkwitz, einem Ferhat Cerci zumindest mit Formanstieg, und einem sehr engagierten Stürmer Angelo Vaccaro, der an nahezu sämtlichen Kickers-Chancen beteiligt war – und die größte kurz vor der Pause frei stehend vergab. „Die Abschlussschwäche ist das Einzige, was es zu bemängeln gibt“, sagte Minkwitz, der auf Wiedergutmachung gesetzt hatte. Seine Begründung: „Konsequenzen sind manchmal auch ernste Gespräche – und die können fruchten.“

Das gilt auch für die Umstellungen, die Minkwitz dennoch vorgenommen hat. Der Oberligaspieler Franco Petruso ersetzte Mustafa Akcay im rechten Mittelfeld, und machte das vor allem vor der Pause mehr als ordentlich; und hinten bildete die Innenverteidigung wieder Marcus Mann mit seinem eingespielten Pendant Marcel Rapp (so dass Jens Härter eine Pause erhielt), was eher überraschend war – aber erfolgreich. So etwas wie der Schlüssel des Erfolgs. Sowohl defensiv gegen eines der besten Stürmerduos der Liga (Cenci und Ulm) als auch in der Spieleröffnung war das ein deutlicher Fortschritt. In diese Richtung zielten auch die Aussagen des FSV-Trainers Tomas Oral, der sagte: „Die Kickers haben auf dem aktuellen Tabellenplatz normalerweise nichts zu suchen.“

Lob, für das sich der Club nichts kaufen kann, doch der Manager Joachim Cast sagt: „Wenn wir in den restlichen drei Spielen so weitermachen, werden wir es schaffen.“ Die dritte Liga. Dabei hatte sich das Präsidium am Freitag erstmals intensiv Gedanken um eine Zukunft in der vierten Liga gemacht, was einem Abstieg gleichkommt. Klar ist in diesem Fall, „dass der Hauptsponsor Gazi nicht weitermachen wird“, erklärte Dirk Eichelbaum. Ob es dann überhaupt weitergeht? „Wenn wir einen Ersatz als Trikotpartner finden, dann mit einem stark reduzierten Etat.“ Von allenfalls 1,5 Millionen Euro sowie einem Gerippe mit Spielern der jetzigen zweiten Mannschaft ist die Rede.

Doch noch gibt es neun Punkte zu vergeben. Eichelbaum sagt: „Drei Siege und die Sache ist gelaufen.“ Abwarten, denn der Konkurrenzkampf spitzt sich von Woche zu Woche zu. Und nach diesem 31. Spieltag sieht es für die Kickers verdammt danach aus, als ob die ersten neun Plätze – bei sechs Punkten Rückstand – zumindest sportlich vergeben sind. Bleibt Platz zehn. Und um den buhlen noch ein halbes Dutzend Mannschaften, Spannung pur also. Hopp oder topp? Wobei der Manager Joachim Cast überzeugt ist: „Der Punkt wird noch Gold wert sein.“ Und in diesem Fall auch Geld. Denn alleine die Differenz aus den Fernsehgeldern zwischen der dritten und vierten Liga beträgt aktuell rund eine halbe Million Euro.

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Deigendesch, Mann, Rapp, Stierle – Petruso, Rosen, Gambo (68. Akcay), Cerci – Tucci (78. Kacani), Vaccaro (89. Prediger).

Schiedsrichter: Fischer (Hemer).

Stuttgarter Zeitung

Hans-Jürgen Wetzel tritt zurück

Die Turbulenzen gehen weiter
STUTTGART (ump). Wer nach dem 0:0 in Frankfurt auf ein ruhiges Pfingstwochenende bei den Stuttgarter Kickers gehofft hatte, wurde wieder einmal enttäuscht. Denn während die Mannschaft zu überzeugen wusste, kann man das vom Umfeld des Teams nicht gerade behaupten. Gestern gab Hans-Jürgen Wetzel (65) nach nur knapp einem Jahr im Präsidium seinen Rücktritt bekannt, der eigentlich erst zum Saisonende erwartet wurde. Der für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zuständige Funktionär nannte „unterschiedliche Auffassungen über die Zusammenarbeit im Verein und die Ausrichtung der Marketingaktivitäten“ als Grund für die Entscheidung.

Wobei der Verein ein Problem hat, dass das Präsidium laut Satzung aus mindestens vier Personen bestehen muss. Ein Umstand, der für die rasche Einberufung einer Mitgliederversammlung spricht, die von Teilen des Aufsichtsrats befürwortet wird und auch für das ehemalige Präsidiumsmitglied Dieter Wahl Voraussetzung für eine Rückkehr in ein Amt wäre. „Ich bin auf jeden Fall gesprächsbereit“, sagt der CDU-Politiker, der immer noch auf die Entlastung des alten Präsidiums wartet – und deshalb auf ein Gespräch mit dem Aufsichtsratschef Rainer Lorz dringt.

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Wetzel tritt zurück

Druck wächst: Nach 0:0 in Frankfurt leben die Blauen vom Prinzip Hoffnung

Stuttgart – Der Rückstand der Stuttgarter Kickers auf Platz zehn ist auf drei Punkte angewachsen. Zur prekären sportlichen Lage kommen Probleme in der Führungsetage: Was sich schon lange andeutete, trat nun ein – Präsidiumsmitglied Hans-Jürgen Wetzel wirft das Handtuch.

VON JÜRGEN FREY

„Das trägt nicht gerade zur Ruhe bei“, sagte Kickers-Trainer Stefan Minkwitz, als er am Pfingstmontag von der Personalie Wetzel erfuhr. „Unterschiedliche Auffassungen über die Zusammenarbeit im Verein und die Ausrichtung der Marketingaktivitäten gaben den Ausschlag für diese Entscheidung“, teilte der Fußball-Regionalligist mit. Die Aufgaben im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit werden vorübergehend von den anderen Präsidiumsmitgliedern wahrgenommen, hieß es weiter. Warum der intern seit Monaten scharf kritisierte Wetzel nicht bis zum Saisonende mit seinem Rücktritt wartete, dazu wollte er sich nicht äußern. Er sagte nur so viel: „Ich glaube nicht, dass das Ganze Unruhe bringen wird, so wichtig bin ich nicht.“ Gut möglich ist unterdessen, dass sich demnächst eine externe Vermarktungsagentur um zusätzliche Einnahmequellen für die Kickers kümmern wird.

Für die Drittliga-Qualifikation könnte es dann schon zu spät sein. „Wir haben es nicht mehr selbst in der Hand“, weiß Präsident Dirk Eichelbaum, „wir brauchen drei Siege und wissen selbst dann nicht, ob es reicht.“ Durch das eigene 0:0 beim FSV Frankfurt und dem Reutlinger 2:0 gegen Ingolstadt ist der Rückstand auf Platz zehn auf drei Punkte angewachsen. „Wir haben Druck, aber die anderen auch“, sagt Minkwitz. Was ihn optimistisch stimmt, war die Leistung in Frankfurt. Diszipliniert, kampfstark, taktisch und spielerisch ohne Fehl und Tadel präsentierten sich die Blauen beim Zweiten. Nur vor dem Tor hatten die Kickers ihre Nerven nicht im Griff – allein Angelo Vaccaro scheiterte dreimal. Weshalb die Kickers mehr denn je von einem leben: vom Prinzip Hoffnung.

Stuttgarter Nachrichten

Für die Kickers wird es eng

Trotz Remis in Frankfurt wächst der Abstand zu Platz zehn

Frankfurt/Stuttgart (bw) – Die Luft für die Stuttgarter Kickers wird dünner. Zwar holte der Fußball-Regionalligist beim Aufstiegsaspiranten FSV Frankfurt ein achtbares 0:0, doch der Abstand zu den Qualifikationsrängen für die dritte Liga ist drei Spieltage vor Saisonschluss auf drei Punkte angewachsen.

„Jetzt müssen drei Siege her, sonst schaffen wir die Qualifikation nicht mehr“, lautet die unmissverständliche Vorgabe von Kickers-Trainer Stefan Minkwitz vor den abschließenden Spielen gegen die SpVgg Unterhaching (16. Mai), den VfB Stuttgart II (24. Mai) und bei der SV Elversberg (31. Mai). Auch in Frankfurt war ein Dreier durchaus möglich. Zumindest waren die Stuttgarter diesem gleich mehrfach näher als der ambitionierte Aufsteiger. „Ich bin zufrieden mit der Leistung, aber nicht mit der Chancenverwertung“, sagte Minkwitz. Allein Angelo Vaccaro hatte ein halbes Dutzend Möglichkeiten, den Siegtreffer zu erzielen. Daher wird jetzt im Training intensiv an diesem Manko gearbeitet.Die Stuttgarter hatten sich nach der Heimpleite zuletzt gegen 1860 München II erheblich gesteigert. Verteidiger Marcus Mann kehrte nach seiner Sperre zurück und hielt mit Marcel Rapp den gegnerischen Sturm in Schach. Vor allem Vaccaro zeigte sich wesentlich engagierter als gegen 1860 II. „Die Teamleistung stimmt zuversichtlich für die restlichen Partien“, so Minkwitz. Für Unruhe sorgt allerdings das Umfeld. Wie der Verein gestern mitteilte, ist das für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zuständige Präsidiumsmitglied Hans-Jürgen Wetzel mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Als Grund wurden unüberbrückbare Differenzen genannt. Stuttgarter Kickers: Yelldell – Deigendesch, Mann, Rapp, Stierle – Petruso, Rosen, Gambo (69. Akcay), Cerci – Tucci (78. Kacani), Vaccaro (89. Prediger).

Eßlinger Zeitung

FSV Frankfurt – Stuttgarter Kickers (0:0)

Zähne fletschen für die zweite Liga

VON ANNETTE SEITZ

Drei Spieltage sind in der Fußball-Regionalliga Süd noch zu absolvieren. Und es sieht ganz danach aus, als wenn dem FSV Frankfurt tatsächlich der Durchmarsch in die zweite Liga gelingen würde. Denn in der Endphase der Saison, in der auch die Nerven eine Rolle spielen, legen die Bornheimer eine mentale Stärke an den Tag, die am Ende den Ausschlag für den Aufstieg geben könnte. Während die beiden direkten Konkurrenten im Kampf um die Zweitklassigkeit – der VfR Aalen (2:5 gegen Regensburg) und der FC Ingolstadt (0:2 gegen Reutlingen) – verloren, erreichte der FSV gegen die Stuttgarter Kickers wenigstens ein torloses Remis.

„Dieser Punkt ist viel wert“, fand dann auch der Bornheimer Trainer Tomas Oral, der eine Partie gesehen hatte, die auf mäßigen spielerischem Niveau stand, aber Kampf und Spannung bot.

Dem FSV war anzumerken, dass ihm die englische Woche mit den beiden schweren Spielen gegen den VfB Stuttgart II und in Unterhaching noch in den Knochen steckte. Frische und Spritzigkeit fehlten, viele Stockfehler und Ungenauigkeiten schlichen sich ins Spiel ein. Matias Cencis Lattentreffer (28.) blieb die größte Chance des FSV, der es seinem starken Torwart Patric Klandt zu verdanken hatte, dass die Kickers vor der Pause nicht in Führung gingen.

Allerdings demonstrierten die Bornheimer nach dem Seitenwechsel, warum sie eventuell demnächst zweitklassig sind. Denn als es spielerisch nicht lief, erkämpfte sich die Mannschaft mit großer Willenskraft einen Punkt. „Man kann nicht immer so ein Spiel abliefern wie in Unterhaching“, sagte Mittelfeldspieler Christian Mikolajczak. „Es läuft manchmal alles. Und heute passt es halt mal nicht. Aber, wir haben gearbeitet und gekämpft, wir können uns keinen Vorwurf machen.“

Zumal sich der FSV als der Gewinner des Spieltages fühlen kann. Der Abstand auf Aalen ist auf zwei Zähler angewachsen, der Rückstand auf Tabellenführer Ingolstadt beträgt nur noch drei Punkte. „Wenn wir gewonnen hätten, wäre es fast eine Vorentscheidung gewesen“, sagte FSV-Manager Bernd Reisig. Der Ärger, gegen die Kickers die Chance verpasst zu haben, einen großen Schritt in Richtung Aufstieg zu machen, wich dann auch schnell der Erkenntnis, dass man mit dem Remis eigentlich ganz gut leben kann. „Wir sind weiter sehr gut im Rennen“, sagte Verteidiger Lars Weißenfeldt. Und nicht nur Tomas Oral äußerte seine Zuversicht, dass sich seine Mannschaft schon im nächsten Spiel bei der SV Elversberg wieder anders präsentieren wird. „Wenn die Mannschaft wieder Kraft geschöpft hat.“

Am Sonntag feierten Mannschaft und Anhänger auf einem eigens gecharterten Ausflugsschiff auf dem Main schon mal die Qualifikation für die dritte Liga. Unter Umständen kommt demnächst eine weitere Aufstiegsfeier dazu.

Frankfurter Rundschau

FSV – Stuttgarter Kickers: Stimmen zum Spiel

„Heute wollte er einfach nicht rein.“
David Ulm

„Wenn wir gewonnen hätten, wäre es fast eine Vorentscheidung gewesen. Aber unsere Situation hat sich jetzt verbessert, so komisch es auch klingt.“
Bernd Reisig

„Das war eine ziemlich lasche Vorstellung, okay. Vielleicht lag es ja an der englischen Woche, aber ich will keine Ausreden suchen. Aber wir sind noch sehr gut im Rennen.“
Lars Weißenfeldt

„Das Unentschieden geht in Ordnung. Der Punkt ist viel wert.“
Tomas Oral

„Mit dem Punkt kann ich leben. Meine Mannschaft hat sehr diszipliniert gespielt und teilweise gute Konter gesetzt. Das Einzige, was ich bemängeln muss, ist der Abschluss.“
Stefan Minkwitz, Trainer Stuttgarter Kickers

„Es ist so, wie wir gesagt haben: Die letzten Spiele werden brutal, weil hier jeder ums Überleben kämpft.“
Bernd Reisig

„Wir hätten heute vielleicht zehn, 15 Prozent mehr drauf packen müssen. Aber wir waren auch müde. Das Spiel am Dienstag hat Kraft gekostet.“
Sead Mehic

Bornheimer Hang