Kleinere Brötchen

…Stuttgarter Kickers

APROPOS…Von Joachim Klumpp

Die Stuttgarter Kickers haben nach dem nicht gerade erfolgreichen Einstand des neuen Trainers erst einmal zwei Tage freibekommen. Kraft tanken unter Rainer Kraft für die restlichen Saisonaufgaben. Und die beginnen heute schon um acht Uhr in der Früh. Treffpunkt Backstube. Dort nämlich soll eine Wette eingelöst werden, die das Präsidiumsmitglied Dieter Wahl mit einem Kickers-Sponsor im Falle einer Niederlage gegen Offenbach (0:1) ausgemacht hatte: Brezeln backen.

Ursprünglich waren nur drei Spieler zum Rapport vorgesehen, doch selbst dafür zeigte der Excoach Edgar Schmitt wenig Verständnis, weshalb er die Aktion kurzerhand unterbunden hatte. Andere Trainer, andere Einstellung. Rainer Kraft jedenfalls hatte keine Bedenken. Im Gegenteil. Plötzlich darf sogar die gesamte Mannschaft ran – was natürlich Fragen aufwirft.

Zum Beispiel die, ob nun endlich einmal alle Spieler etwas Vernünftiges zwischen die Zähne bekommen sollen? Einige der sogenannten Profis sind zuletzt angeblich ohne Frühstück zum Training erschienen, was sich selbstredend nicht gerade positiv auf die Fitness niedergeschlagen haben dürfte. Oder sollen sich die Kicker nur schon mal daran gewöhnen, wie es sich anfühlt, wenn es mit dem schönen Leben vorbei ist und man in der vierten Liga (oder noch tieferklassig) vielleicht nebenher einem geregelten Job nachgehen muss? Oder sollen die Vereinsverantwortlichen ganz einfach mal darauf eingestimmt werden, wie die Kickers künftig kleinere Brötchen backen?

Wir halten es mit dem Slogan des Sponsors: Zum Bäcker Lang lohnt jeder Gang – es muss allerdings nicht gleich der in die Regionalliga sein.

Stuttgarter Zeitung

Offenburger FV kommt zum Nachholspiel

Englische Woche für die „kleinen“ Blauen. Am Mittwoch Abend kommt der Offenburger FV zum Nachholspiel in der Oberliga Baden-Württemberg auf die Waldau. Die Begegnung vom 19. Spieltag war ursprünglich am 13. Dezember vorgesehen, musste im Februar abermals verschoben werden und findet nun endgültig am kommenden Mittwoch (Anstoß 18.30 Uhr) auf der Bezirkssportanlage statt.

Der Tabellenletzte aus Baden lieferte am vergangenen Wochenende eine überzugende Partie bei der TSG Hoffenheim ab. Zwar unterlag das Team von Trainer Arnold Brunner mit 0:2, sie machten es aber dem Favoriten und Zweiten der aktuellen Tabelle sehr schwer. Erst in der Schlussminute konnten die Hoffenheimer das entscheidende 2:0 erzielen, davor hatte der OFV sogar Chancen zum Ausgleich.

Anders die Kickers. Einer überlegenen ersten Halbzeit beim Kehler FV folgten wacklige 45 Minuten. Zur Pause lag das Team von Trainer Björn Hinck schon mit 4:0 in Front. Zweimal Mijo Tunjic und zweimal Sokol Kacani sorgten für die klare Führung der Degerlocher. Am Ende reichte es zwar noch immer zu einem klaren 5:3, das fünfte Tor der „Blauen“ erzielte ebenfalls Sokol Kacani, Trainer Björn Hinck war aber ganz und gar nicht mit der Leistung nach der Pause zufrieden. „Es gab einiges aus der zweiten Hälfte aufzuarbeiten“, so Hinck nach dem Spiel.

Personell kann der Kickers-Coach aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Marcel Ivanusa, der im Kader der ersten Mannschaft steht, sind alle Spieler verfügbar. Auch der zuletzt angeschlagene Keeper Luis Rodrigues ist seit dem Wochenende wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

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Presse zu Stuttgarter Kickers – Wuppertaler SV (0:1)

Die Durchhalteparolen werden leiser
Nach dem 0:1 der Kickers gegen Wuppertal besteht kaum noch Hoffnung auf den Klassenverbleib

STUTTGART. Das war es dann wohl. Die Stuttgarter Kickers kann jetzt nur noch ein Wunder vor dem Abstieg aus der dritten Fußballliga retten. Und bei den Planungen für die nächste Saison gibt es viele große Fragezeichen.

Von Joachim Klumpp

Die Mienen der Kickers-Verantwortlichen nach dem Schlusspfiff waren so trübe wie das Wetter auf Degerlochs Höhen. Tristesse pur herrschte nach dem 0:1 gegen den Wuppertaler SV, als sich nur noch Orlando Smeekes in Richtung Fanblock traute, der das Unheil erstaunlich gelassen hingenommen hatte. Sieht man einmal von einigen Sprechchören ab, die schon nach einer Stunde „aufhören, aufhören“ forderten.

Bereits zu diesem Zeitpunkt war offensichtlich, dass der Mannschaft nach der Pause das Aufbäumen fehlte, wohl auch der „Glaube an den Sieg“, wie es der Manager Joachim Cast ausdrückte. Damit ist schon nach zwei Spielen unter Rainer Kraft klar, dass auch der dritte Trainer der Saison wohl kaum mehr das Wunder vollbringen kann, selbst wenn der 46-Jährige tapfer betonte: „Solange wir rechnerisch noch eine Chance haben, werden wir nicht aufgeben.“

Doch die theoretische Möglichkeit auf den Klassenverbleib ist auch der einzige Hoffnungsschimmer. Denn wer, wie der Präsident Dirk Eichelbaum, gedacht hatte, das vermeintlich leichte Restprogramm erweise sich im Schlussspurt als Vorteil, muss sich eines Besseren belehren lassen. „Wenn man unter Druck steht, ist es nicht leicht, auch noch kreativ zu sein“, sagte der Abwehrspieler Markus Ortlieb. Zumal der Trainer viel riskiert, aber nichts gewonnen hat. Kraft stellte auf eine Dreierkette um. Der Schuss ging schon in der sechsten Minute nach hinten los, weil die indisponierte Abwehr Wuppertal zum 1:0 förmlich einlud.

Cast sagt: „Man muss jetzt der Realität ins Auge blicken.“ Dennoch appelliert der Präsident an die Ehre der Spieler. „Das war heute der gefühlte Abstieg“, sagte Dirk Eichelbaum, „aber wir müssen möglichst viele Punkte holen – und dann sehen, was passiert.“ Auch wenn es der Kickers-Chef nicht explizit aussprechen wollte, so hat er wohl die Hoffnung im Hinterkopf, dass ein Verein keine Lizenz erhalten könnte (siehe auch „Die Spielordnung“). „Wir spekulieren nicht darauf, aber es wäre ärgerlich, wenn wir in so einem Fall Letzter wären.“ Denn drei Konkurrenten wird es kaum erwischen.

Ganz abgesehen davon, dass auch die Kickers ihre Hausaufgaben erledigen müssen. Denn finanziell, da muss man kein Prophet sein, werden die Blauen die Saison mit roten Zahlen abschließen. Zumal der kalkulierte Zuschauerschnitt von 4000 nach den – trotz der Kampagne „Blaublut braucht dein Herzblut“ – nur 2600 Besuchern am Samstag zusehends außer Reichweite gerät.

Zwar haben die Kickers beim DFB die Lizenzunterlagen für die Regionalliga eingereicht, die auf einem Etat von etwa 1,5 Millionen Euro basieren, doch auch der muss erst einmal mit Leben gefüllt werden. Denn die höheren TV-Einnahmen für die dritte Liga (künftig 800 000 Euro), erweisen sich für die Kickers nun höchstwahrscheinlich als Bumerang, weil die zulasten der vierten Liga gehen, in der künftig nur noch etwa 120 000 Euro pro Saison ausgeschüttet werden.

Bleibt die Frage, wie es weitergeht. Mit dem Manager Joachim Cast? Der sagt nur: „Es ist nicht der richtige Zeitpunkt, darüber zu diskutieren.“ Mit welchen Spielern? Mann und Traub könnten dazugehören, Tucci und Schürg, die jungen wie Gentner und Ivanusa ebenfalls – sofern die keine besseren Alternativen haben. Und natürlich mit welchen Trainer? „Es gibt naheliegende Kandidaten und weniger naheliegende“, sagt Cast. Dazu zählen die internen Lösungen mit dem Oberligatrainer Björn Hinck, vielleicht sogar Alexander Malchow, aber auch externe wie Peter Starzmann sind nicht auszuschließen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Lorz betont zunächst einmal: „Wir werden alles daransetzen, dass es weitergeht.“ Wobei das in erster Linie von den Sponsoren abhängen wird, die rund eine Dreiviertelmillion Euro beisteuern müssten. Dabei sollen einige angedeutet haben, dass sie in der vierten Liga ihr Engagement beenden, andere werden wohl nur mit reduzierten Bezügen am Ball bleiben. Und der Trikotpartner Gazi? Der hat lediglich einen Kontrakt für die dritte Liga, doch Eichelbaum setzt auf die Treue des Firmenchefs: „Eduardo Garcia kommt am Mittwoch aus dem Urlaub zurück, dann werden wir das Gespräch suchen.“ Dabei reichte die Tristesse bis zu dessen Domizil nach Spanien – auch dort hat es am Samstag geregnet.

Stuttgarter Zeitung

Kickers ergeben sich ihrem Schicksal
Abstieg steht praktisch fest – Landeka suspendiert

Stuttgart – Auflösungserscheinungen bei Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers: Der Absturz in die Regionalliga ist nur noch theoretisch zu verhindern. Es knirscht an allen Ecken und Enden.

VON JÜRGEN FREY

Draußen machten die Fans nach dem 0:1 gegen den Wuppertaler SV ihrem Ärger Luft. „Vorstand raus“ und „Ihr macht unseren Club kaputt“ hallte es aus dem B-Block. Drinnen sprach Präsident Dirk Eichelbaum vom „gefühlten Abstieg“. Auch Präsidiumsmitglied Dieter Wahl mottete den Rechenschieber ein. „Den Rest können wir im Kopf ausrechnen“, ergänzte er. Ansonsten soll sich das Duo nicht mehr viel zu sagen haben. In der Führungsetage gärt es wieder einmal gewaltig. Das eine oder andere Aufsichtsratsmitglied trägt sich mit Rücktrittsgedanken. Der Präsident bleibt standhaft. Noch zumindest. „Jetzt hinzuwerfen, ist nicht meine Sache. Ich gehe davon aus, dass ich bis zu den Neuwahlen im November weitermache“, sagte Eichelbaum. Manager Joachim Cast hielt sich über seine Zukunft bedeckt: „Heute ist nicht der Tag, um über eine solche Entscheidung zu sprechen.“ Als möglicher Nachfolger wird unterdessen Martin Braun (zuletzt VfR Aalen) gehandelt.

Genau wie die Führungsriege verhielt sich auch das Team auf dem Feld: ohne Plan und Konzept. Nach der Pause ergab sich das Team hilf- und willenlos seinem Schicksal. Der neue Trainer Rainer Kraft drückte sich so aus: „Der hundertprozentige Glaube an den Ligaverbleib war im Spiel nicht zu erkennen.“ Die Umstellung auf Dreierkette blieb ohne Erfolg. Nach der Auswechslung von Mustafa Parmak schwand die letzte Hoffnung auf so etwas wie Spielkultur. Zumal Bashiru Gambo auf der Position vor der Abwehr fürs Grobe zuständig war.

Dass es in der Mannschaft haufenweise Probleme gibt, es immer wieder zu Undiszipliniertheiten kommt, ist seit Wochen bekannt. Es passt ins erschütternde Bild, das die Kickers abgeben, dass auch in dieser Hinsicht viel zu spät reagiert wurde. Vor dem Spiel gegen Wuppertal wurde Mittelfeldspieler Josip Landeka für den Rest der Saison suspendiert – er hatte mit Musik im Ohr Freistöße geübt.

Stuttgarter Nachrichten

Schnitt machen
VON JÜRGEN FREY

Wenn dem Trauerspiel gegen Wuppertal etwas Positives abgewonnen werden kann, dann das: Die Kickers haben früher als in den vergangenen Jahren Planungssicherheit. Dieser zeitliche Vorsprung sollte genutzt werden, um einen Neuanfang vorzunehmen. Wenn schon die Alternativen für einen Austausch der Führungsetage am Saisonende fehlen sollten, muss Präsident Dirk Eichelbaum zumindest den Mut haben, alte Lasten über Bord zu kippen. Die sportliche Leitung hat versagt: Sosehr Joachim Cast seine Qualitäten im wirtschaftlichen und administrativen Bereich haben mag, nach den vielen personellen Fehlgriffen ist ein Manager-Wechsel unabdingbar.

Damit einhergehen muss endlich ein tragfähiges Konzept für die Zukunft. Der Club steht vor dem Tiefpunkt seiner Vereinsgeschichte. Weitere kurzfristige und unrealistische Zielsetzungen würden auch noch die letzten Getreuen unter den Fans und Sponsoren vergraulen. Neue, kreative Ansätze sind gefragt. Und da bleibt den Blauen nur eine Chance: die verbliebenen Mittel umzuschichten, auf den Unterbau zu setzen, um später davon zu profitieren. Flankierende Maßnahmen müssten eine Qualifizierungsoffensive für Trainer sein oder die Idee vom familienfreundlichsten Verein im Land. Alles andere hätte mit nüchternem Kalkül leider wenig zu tun.

Stuttgarter Nachrichten

„Der gefühlte Abstieg“
Die Stuttgarter Kickers stürzen nach dem 0:1 gegen den Wuppertaler SV der Regionalliga entgegen

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers können jetzt wohl für die Regionalliga planen. Das Schlusslicht der dritten Fußball-Liga unterlag im Abstiegsduell zu Hause dem Wuppertaler SV mit 0:1 (0:1) und hat nach dem sechsten sieglosen Spiel in Folge nur noch theoretische Chancen auf den Klassenverbleib.

Von Beate Wockenfuß

Der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze ist auf acht Punkte angewachsen. Kaum vorstellbar, dass dies in den verbleibenden sechs Spielen noch aufzuholen ist. Denn nicht mal der 17. Platz würde zur Rettung reichen, da die Kickers das mit Abstand schlechteste Torverhältnis (- 28) der Liga haben. „Klar wird die Wahrscheinlichkeit geringer, aber es sind noch 18 Punkte zu vergeben“, betonte Rainer Kraft nach seinem zweiten Spiel als Cheftrainer. Und fügte zweckoptimistisch an: „So lange rechnerisch noch die Chance besteht, werden wir nicht aufgeben.“ Verteidiger Marcus Mann räumte zumindest ein: „Man muss realistisch sein, dass es jetzt sehr, sehr schwer wird.“ Die Vereinsführung ihrerseits hat den Rechenschieber bereits weggelegt. „Das war der gefühlte Abstieg“, erklärte Präsident Dirk Eichelbaum konsterniert. Und auch Manager Joachim Cast macht sich keine Illusionen: „Wir brauchen keine Durchhalteparolen mehr. Die Chancen sind auf das absolute Minimum gesunken.“ Die Verantwortlichen hoffen nun wenigstens noch auf einen Abschied mit Anstand. „Wir wollen nicht sang- und klanglos gehen, sondern die Saison ordentlich zu Ende bringen und nicht auf dem letzten Platz abschließen“, betonte Eichelbaum und gewann der schier aussichtslosen Situation noch etwas Positives ab: „Weil der Druck jetzt weg ist, ist vielleicht noch das Maximale möglich.“Die Partie gegen die harmlosen Wuppertaler war ein Spiegelbild der gesamten Saison: Sowohl die spielerischen Mittel als auch die nötige Effizienz fehlten. „Die Qualität ist da. Sie konnte nur nicht ausgespielt werden. Und deswegen stehen wir zu Recht da unten“, lautete das bittere Resümee von Cast. Damit haben die Kickers jetzt zumindest relative Planungssicherheit. Die Gespräche mit den Spielern laufen schon. Bis auf Bashiru Gambo hat keiner einen Vertrag, der auch für die Regionalliga gilt. Die nächsten Spiele werden zeigen, wen die Kickers überhaupt halten wollen.Bei den Fans war die Grenze der Leidensfähigkeit erreicht. Mit „Vorstand raus“-Rufen und „Ihr macht unseren Club kaputt“ ließen sie ihrem monatelang aufgestauten Frust noch während des Spiels freien Lauf. Auch die x-te taktische Umstellung hatte nicht zum Erfolg geführt. Die Kickers kamen in dem neuen 3-5-2-System nach dem frühen Gegentor von Tobias Damm (6.) überhaupt nicht zurecht. Der Glaube daran, noch gewinnen zu können, wich der Angst und der Verunsicherung. Während sich die „Blauen“ in der ersten Hälfte noch Chancen erarbeiteten, war nach der Pause die Luft endgültig raus. Das Team zeigte sich mutlos, kraftlos und hilflos. „Die Mannschaft kam mir merkwürdig gehemmt vor“, sagte Eichelbaum. Die Spieler waren physisch und psychisch am Ende. „Da spielen auch die Nerven eine Rolle. Wir haben verkrampft. Wenn der Druck zunimmt, ist es schwer, den Kopf frei zu haben und den Gegner auszuspielen“, gewährte Verteidiger Markus Ortlieb einen Einblick ins Innenleben.Gestern und heute hatten die Spieler frei und Gelegenheit, sich mit der neuen Situation auseinanderzusetzen. „Da kann sich jeder selbst überprüfen. Wer noch nicht bei 100 Prozent war, hat die Chance zuzulegen“, sagte Kraft. Und: „Wir haben gegenüber dem Verein die Verpflichtung, die Saison ruhig zu Ende zu spielen – egal, was passiert.“ Die erste Station der Abschiedstour ist am Samstag (14 Uhr) Dresden.

Statistik
Stuttgarter Kickers: Salz – Mann (72. Gentner), Ortlieb, Traub – Deigendesch, Gambo – Traut, Parmak (46. Tucci), Ivanusa – Galm (55. Schürg), Smeekes.

Wuppertaler SV: Maly – Neppe, Fischer, Schäfer, Lejan – Stuckmann – Müller (85. Weikl), Hammes, Lintjens – Damm (88. Mahrt), Reichwein (81. Heinzmann).

Schiedsrichter: Benedum (Mehlingen).

Zuschauer: 2600.

Tor: 0:1 Damm (6.).

Gelbe Karten: Traub, Mann / Maly, Stuckmann, Reichwein, Lintjens.

Beste Spieler: Gambo, Salz / Maly, Hammes.

Eßlinger Zeitung

StN: Ehemalige Kickers-Spieler fordern Neuanfang

„Leute mit Ahnung müssen jetzt ans Ruder kommen“
Stuttgart – Der so gut wie sichere Abstieg des Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers lässt auch die ehemaligen Blauen nicht kalt. Guido Buchwald und Wolfgang Wolf bieten sogar ihre Hilfe an.

Guido Buchwald (48): „Leider sind die Blauen jetzt kaum mehr zu retten, da leide ich natürlich mit. Die Kickers dürfen nicht untergehen. Sie sind ein Traditionsverein und gehören eigentlich in die zweite Liga. Die Gründe für den Absturz liegen ganz klar in den vielen Fehlern, die im sportlichen Bereich gemacht wurden. Teilweise sind Spieler verpflichtet worden, die beim Absteiger SSV Reutlingen nicht zur ersten Garde zählten. So etwas kann ich nicht nachvollziehen. Deshalb ist es höchste Zeit für einen Neuanfang. Eine Insolvenz halte ich für den allerletzten Ausweg. Ich plädiere für eine Konsolidierung in der Regionalliga mit jungen Spielern. Die Kickers liegen mir am Herzen. Wenn man mich fragt, wäre ich zumindest für ein Gespräch bereit, in dem ich meine Gedanken offenlegen würde.“

Fredi Bobic (37): „Die Entwicklung bei den Blauen stimmt mich sehr traurig. Keiner weiß doch jetzt richtig, wie es mit dem Verein weitergeht. Viel zu spät haben die Verantwortlichen die Realitäten der dritten Liga erkannt. Jetzt müssen Leute mit Ahnung ans Ruder kommen, die ein Konzept haben und die ihre eigenen Interessen hintenanstellen.“

Wolfgang Wolf (51): „Der Abstieg ist zu 95 Prozent sicher, das ist jammerschade. Jetzt müssen sich schnell Leute an einen Tisch setzen, die ein Herz für die Kickers haben. Ansonsten befürchte ich, dass der Verein komplett von der Bildfläche verschwindet. Meiner Meinung nach muss sich der Club neu aufstellen. So hart es sich anhört: Aber Personen, mit denen du absteigst, sind gescheitert. Nach der Drittliga-Qualifikation wurden die falschen Schlüsse gezogen, die falschen Leute geholt. Ich verspreche den Kickers, dass ich ihnen zum Ende meiner Laufbahn noch mal helfen werde. Für die wunderschönen Jahre, die ich in Degerloch erlebt habe, möchte ich etwas zurückgeben. Doch zunächst muss ich nach mir schauen und trete am 1. Juli mein Traineramt beim griechischen Erstligisten Skoda Xanthi an.“

Markus „Toni“ Sailer (40): „Ich würde den Blauen jederzeit helfen – wenn es sein müsste auch als Fanbeauftragter.“

Jürgen Frey

Stuttgarter Nachrichten

Vorberichte II: Stuttgarter Kickers – Wuppertaler SV

Heimspiel gegen Wuppertal

Kickers hoffen auf „Herzblut“
STUTTGART (hh). Die Aktion kommt spät, bei sieben noch ausstehenden Spielen und sieben Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz kommt sie für viele Beobachter gar zu spät. Dennoch will der Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers nichts unversucht lassen, um den Fall in die Bedeutungslosigkeit zu verhindern. Also haben die Kickers vor dem Heimspiel heute (14 Uhr) gegen den Wuppertaler SV die Werbekampagne „Blaublut braucht dein Herzblut“ aus der Taufe gehoben, um mit der Unterstützung der Zuschauer den Klassenverbleib zu realisieren.

Mit ihrer Plakat- und Flyeraktion wollen die Kickers ihren Anhang zum Saisonfinale zu einem Besuch im Gazi-Stadion in Degerloch auffordern. „Wenn wir eine Siegesserie starten, kann diese Kampagne Kult werden“, sagt der Präsident Dirk Eichelbaum, der weiß, dass es für die Stuttgarter bereits fünf vor zwölf Uhr ist. Gegen den Tabellen-15. aus Wuppertal muss zwingend ein Sieg her, um die Chancen auf den Klassenverbleib zu wahren. Der neue Trainer Rainer Kraft, der beim 1:1 gegen Jahn Regensburg mit Mustafa Parmak, Simon Köpf, Danny Galm und Marcel Ivanusa vier neue Akteure einsetzte, will seine Elf nur geringfügig ändern.

Stuttgarter Zeitung

Kickers: 13 Punkte aus sieben Spielen

Stuttgart (jük) – Die Lage der Stuttgarter Kickers wird immer prekärer: Vor dem Spiel an diesem Samstag (14 Uhr/Gazistadion) gegen den Wuppertaler SV fehlen dem Fußball-Drittligisten sieben Punkte auf einen Nichtabstiegsrang – eigentlich hilft den Blauen nur ein Dreier im Kampf um den Klassenverbleib. Doch Trainer Rainer Kraft will nicht von einem Endspiel sprechen, um den psychischen Druck auf die Mannschaft nicht noch zusätzlich zu erhöhen. „Wir haben noch sieben Spiele“, rechnet der 46-jährige Kickers-Trainer vor, „wenn wir dabei 13 Punkte holen, dürften wir gerettet sein. Ich glaube, 38 Zähler reichen zum Ligaverbleib.“

In der Vorbereitung auf die Partie gegen Wuppertal hat Kraft die Devise ausgegeben, sich so zu verhalten, als wäre das Spiel das erste dieser Saison – die Profis sollen ganz unverkrampft, ohne gedanklichen Ballast zur Sache gehen. „Wir wollen Spaß am Fußball vermitteln, und wir wollen die maximale Konzentration auf diese Partie.“ Allerdings wird Kapitän Alexander Rosen nur von der Tribüne aus zuschauen – der 30-Jährige fällt mit einer entzündeten Achillessehne aus. Als Unterstützung für die Blauen hat sich Ministerpräsident Günther H. Oettinger (CDU) im Gazistadion angekündigt.

Stuttgarter Nachrichten

„Blaublut braucht dein Herzblut!“

An ein erneutes Fußball-Wunder auf der Waldau mögen momentan nur noch Optimisten glauben – aber nur noch das vereinte Herzblut aller Fans der Stuttgarter Kickers und möglichst viele Siege der Mannschaft in den verbleibenden sieben Partien können die Blauen jetzt noch vor dem Abstieg aus der 3. Fußball-Liga retten. Das Kickers-Motto der neuen Kreativ-Kampagne von der Werbeagentur Wire Süden: „Blaublut braucht dein Herzblut!“ – Kämpf mit uns ums Überleben. Komm ins Stadion!

Blautblut braucht dein Herzblut

Die aufmerksamkeitsstarken Plakate, Flyer und Postkarten im Großraum Stuttgart sollen die Fans mobilisieren und schon an diesem Samstag (14 Uhr) zahlreich zum Heimspiel gegen den Wuppertaler SV Borussia ins GAZi-Stadion bringen. Mit der Werbeaktion „Herz-Blut-Spende“ beweist das Kickers-Präsidium außerdem, wie sehr ihm die Angelegenheit am Herzen liegt: Weil für die kommenden Herzschlagfinale wirklich jeder Tropfen Herzblut zählt, ließ das Präsidium am heutigen Donnerstag sogar echtes Herzblut fließen.

Das „Blaublut“-Gesicht „Strachi“ Johannes Strachwitz, Manager der Stuttgarter Hip-Hop-Band „Massive Töne“: „In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Blau für die Kickers und Rot für den VfB. Warum? Weil ich in aller erster Linie Stadtpatriot bin. Ich liebe diese Stadt. Nicht umsonst heißt meine Firma 0711 – wie die Stuttgarter Vorwahl. Stärker kann man sich kaum für eine Stadt bekennen. Und genau solch ein Herzensbekenntnis brauchen die Kickers nun aktuell von ALLEN Stuttgartern. Deswegen bin ich froh und stolz auch meinen kleinen Teil dafür beitragen zu dürfen. Darüber hinaus sind in meiner mit Freunden gegründeten Spielerberateragentur Apertura Sports sogar zwei Kickers Spieler mit am Start: Michael Schürg und Dominique Fennell.

Die Kickers sind und bleiben einfach ein Traditionsverein, der zur Stuttgarter Geschichte dazu gehört – wie der Fernsehturm, unter dem sie spielen. Hier haben die ganz Großen wie Fredi Bobic und Jürgen Klinsmann das Fußballspielen gelernt. Deswegen hoffe ich, dass möglichst viele Stuttgarter wieder motiviert nach Degerloch pilgern werden, um die Kickers und damit Stuttgart anzufeuern und nach vorne zu bringen.“

http://herzblutspender.blog.de/
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Vorberichte Stuttgarter Kickers – Wuppertaler SV

„Nach vorne schauen“
Nachgefragt bei Rainer Kraft

Nach dem 1:1 gegen Regensburg stehen die Stuttgarter Kickers im Heimspiel gegen den SV Wuppertal morgen (14 Uhr/Gazi-Stadion) noch stärker unter Druck. Ein Sieg ist dringend nötig, um die Chance auf den Klassenverbleib in der dritten Fußballliga zu wahren. „Wir werden dieses Spiel so angehen, als wäre es das erste der Saison“, sagt der neue Kickers-Trainer Rainer Kraft im Gespräch mit Johannes Scharnbeck.

Herr Kraft, am Mittwoch war der Kickers-Torhüter Manuel Salz der große Pechvogel, als ihm der Ball gegen das Kinn geschossen wurde und Regensburg den Abpraller zum 1:1 nutzte. Salz musste nach dem Spiel ins Krankenhaus. Wie geht es ihm?

Manuel geht es wieder gut. Er hat eine Prellung im Gesicht erlitten, war gestern aber wieder im Training.

Und wie geht es Ihnen?

Ich war gleich nach dem Spiel gegen Regensburg erstaunlich ruhig. Ich habe es abgehakt, schaue nur nach vorne und konzentriere mich allein auf Wuppertal. Auch die Stimmung in der Mannschaft ist der Situation entsprechend. Die Spieler sind enttäuscht, weil wir nur einen Punkt geholt haben. Aber wer weiß, wie wichtig er noch werden wird.

Edgar Schmitt ist zurückgetreten, weil er von der mangelnden Einstellung der Mannschaft enttäuscht war. Gegen Regensburg hatte Orlando Smeekes zunächst ein falsches Trikot angezogen. Diese Unkonzentriertheiten müssen Sie doch auf die Palme bringen?

Die Aktion von Orlando ist eigentlich eine Lappalie. Wenn sich jedoch viele Kleinigkeiten addieren und sich einige aus dem Kader benehmen, als wären sie Champions-League-Spieler, dann wird man verrückt. Gegen Regensburg hat ansonsten aber jeder darauf geachtet, dass die Regeln eingehalten werden, und wir wollen von den Disziplinlosigkeiten jetzt nicht mehr reden.

Sie sind mit Schmitt gut befreundet. Wie schwer ist es, seine Nachfolge anzutreten?

Während der ersten Tage war es schwer, weil es für mich so unerwartet kam. Am Dienstag haben Eddy und ich aber ein langes Gespräch geführt. Wir haben einen Strich gezogen – natürlich nicht unter unsere Freundschaft. Und mittlerweile kann ich meine Gefühle auch ausblenden.

Welche Impulse können Sie noch setzen?

Wir werden uns ganz gezielt auf das nächste Spiel gegen Wuppertal vorbereiten und uns nur auf diese Partie konzentrieren. Wir werden nicht an das Auswärtsspiel gegen Dynamo Dresden oder irgendetwas anderes denken. Nur Wuppertal zählt. Ansonsten haben Alexander Malchow und ich nur Kleinigkeiten verändert.

Ist das Heimspiel gegen Wuppertal schon die letzte Chance für die Kickers?

Nein. Wir werden dieses Spiel so angehen, als wäre es das erste der Saison. Ohne Wenn und Aber. Bis dahin klammern wir alles aus – und danach haben wir noch sechs Spiele.

Stuttgarter Zeitung

SOS auf der Waldau: Kickers bitten um Hilfe
Blaublut braucht Herzblut: Werbekampagne soll noch mehr Fans im Kampf gegen Abstieg mobilisieren

Stuttgart – Die Kampagne kommt spät, vielleicht zu spät. Aber im Kampf gegen den Abstieg hilft den Stuttgarter Kickers jedes Prozent mehr an Aufmerksamkeit. Jetzt mobilisieren sie die Fans aus Stuttgart und der Region.

VON GUNTER BARNER

Weiß der Geier, warum die Chefstrategen des Fußball-Drittligisten so spät mit einer Kampagne in die Offensive gehen, die schon nach der Winterpause ihr Fälligkeitsdatum erreicht hatte. Denn rein nach Gefühl ist der Traditionsclub aus Degerloch sieben Spieltage vor Saisonschluss schon rettungslos verloren. Sieben Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz sind mehr, als die Hoffnung vertragen kann. Und das unglückliche 1:1 gegen Jahn Regensburg am Mittwochabend stärkte auch nicht gerade die Ambitionen, sämtliche Wetten auf den Klassenverbleib zu erhöhen. Zwar führten die Blauen durch einen Treffer von Danny Galm (68.), aber nur neun Minuten später glich Stoilov für die Gäste aus Bayern aus. Sagen wir es so: Es wirkte wieder mal nicht so, als könne der blaue Vulkan im nächsten Moment Feuer und Lava spucken.

Und Rainer Kraft, der neue Trainer, ist nun mal kein Magier. Seine Möglichkeit, kurzfristig auf die Mannschaft einzuwirken, ist so limitiert wie die Ballbehandlung der meisten Kickers-Profis. In solch aussichtslosen Fällen wird gern das Publikum in die Pflicht genommen – als zwölfter Mann, obwohl die Kickers locker zwanzig vertragen könnten.

Zwar haben die Kapitäne auf der Waldau-Titanic extrem lange gebraucht, bis diese Erkenntnis auch auf ihrer blauen Brücke reifte, aber erstens – so erzählt Marketingvorstand Dieter Wahl mit todernster Miene – wollte man die Imagekampagne mit Bäcker Lang nicht stören, und zweitens sei solch eine Aktion mit Plakaten, Flyern und Pick-up-Cards nicht von heute auf morgen aus dem Boden zu stampfen.

Gerti Eisele, Chefin der Stuttgarter Werbeagentur Wire, wirkt zwar nicht so, als brauche sie ein Menschenleben, um solch eine Kampagne zu entwickeln, aber sie und ihr Team meinen es zweifelsohne gut mit den Kickers. „Es ist nie zu spät“, sagt Gerti Eisele und lächelt alle Zweifel weg.

Es war eben wie so oft bei der Überlebenskämpfer-Gemeinschaft unterm Fernsehturm: Erst waren sie sich nicht einig, dann hatten sie keine Idee – und das alles durfte auch nichts kosten. „Die Kampagne ist unser Sponsoring“, sagt Gert Eisele.

Jetzt baut der Tabellenletzte der dritten Liga also auf die Initialzündung durch eine Plakataktion: „Blaublut braucht dein Herzblut. Kämpf mit uns ums Überleben. Komm ins Stadion!“ Die nächste Möglichkeit für den zuletzt durchaus überschaubaren Kreis von Kickers-Sympathisanten bietet sich diesbezüglich am kommenden Samstag, wenn die Kickers den Wuppertaler SV empfangen (14 Uhr, Gazistadion), der sich auch noch nicht aller Abstiegssorgen entledigen konnte.

„Die Werbekampagne kann Kult werden, wenn wir jetzt eine Siegesserie starten“, sagt Präsident Dirk Eichelbaum und macht ein Gesicht, als habe er das in der Bibel gelesen. Der Glaube an den Klassenverbleib ist jedenfalls unverändert den Schweiß der Edlen wert. „Solange wir rechnerisch noch eine Chance haben, werden nicht aufgeben“, sagt Dieter Wahl. Jetzt will er Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Sport ins Stadion locken. „Ministerpräsident Günther Oettinger hat neulich im Derby gegen den VfB Stuttgart den Anstoß gemacht“, sagt Wahl. Schön, aber zehn Minuten später war er wieder weg.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers ohne Rosen gegen Wuppertal

Stuttgart (bw) – In der dritten Fußball-Liga beginnt der Endspurt. Am 32. Spieltag empfangen die Stuttgarter Kickers morgen (14 Uhr) den Wuppertaler SV. Der VfB Stutt­gart II tritt bereits heute (19 Uhr) beim SV Sandhausen an.

Stuttgarter Kickers
Die Kickers hatten nur wenig Zeit zum Durchatmen. Drei Tage nach dem Nachholspiel (1:1) gegen Regensburg kämpft morgen im Tabellen-15. Wuppertal erneut ein direkter Konkurrent im Gazi-Stadion um Punkte im Abstiegskampf. Das unglückliche Remis ist abgehakt, die volle Konzentration gilt jetzt der nächsten Gelegenheit, die Aufholjagd zu starten. Nur noch sieben Spiele bleiben dem Tabellenschlusslicht, um in die Nichtabstiegszone zu klettern, die momentan sieben Punkte entfernt ist. „Wenn wir gegen Wuppertal gewinnen, dann kann noch alles passieren“, hofft der neue Coach Rainer Kraft auch auf einen Schub fürs Selbstvertrauen. Verzichten muss er morgen auf Kapitän Alexander Rosen. Der Mittelfeldspieler, der gegen Regensburg in der 60. Minute angeschlagen ausgewechselt wurde, laboriert an einer Reizung der Achillessehne und muss einige Tage pausieren. Entwarnung gab es dagegen bei Manuel Salz. Der Torhüter war am Mittwoch vor dem Ausgleich vom Ball im Gesicht getroffen worden. Im Krankenhaus wurde nur eine Prellung diagnostiziert, sodass Salz bereits gestern wieder am Training teilnehmen konnte und gegen Wuppertal zwischen den Pfosten steht. Und auch Moritz Steinle kehrt nach auskurierter Gehirnerschütterung in die Startformation zurück.

So wollen sie spielen: Salz – Steinle, Mann, Traub, Gentner – Traut, Gambo, Parmak, Ivanusa – Schürg, Galm.

Eßlinger Zeitung