BILD: Cast knallhart: Wir werden Parmak nicht verscherbeln

Von HELMUT HEIMANN

Urlaub ist für Joachim Cast (40) nicht drin. Denn bei den Stuttgarter Kickers laufen die Planungen für die 3. Bundesliga auf Hochtouren. Der Manager im Interview…

BILD: Zwei Neue sind da, wie viele werden noch kommen?

Cast: „Fünf. Wir brauchen noch zwei Spieler für die Außenbahnen, einen Innenverteidiger, einen Stürmer sowie einen zweiten Torwart. Der Kader wird zwanzig Spieler umfassen.“

BILD: Wer muss gehen?

Cast: „Benda, Akcay, Yildiz. Stierle hat bei der Bayern-Reserve unterschrieben. Sökler, Genisyürek, Ortlieb haben wir trotz laufender Verträge nahegelegt, sich einen neuen Verein zu suchen. Steinle beginnt mit dem Studium, wird in der zweiten Mannschaft kicken.“

BILD: Droht der Parmak-Transfer nach Koblenz zu platzen?

Cast: „Die Koblenzer spielen auf Zeit. Wir werden ihn aber nicht verscherbeln, weil er eine hohe Qualität hat.“

BILD: Koblenz bietet einen Spielertausch an…

Cast: „Damit sind wir nicht einverstanden, vielleicht mit einem Spielertausch plus einer gewissen Summe.“

BILD: Stimmt es, dass Sie neue Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle bekommen?

Cast: „Ich brauche dringend einen Assistenten für den administrativen Bereich. Sonst schaffe ich das gewaltige Pensum nicht mehr.“

BILD

StZ: Schürg wechselt zu den Kickers

Rosen verlängert seinen Vertrag
STUTTGART (ump). Kein Tag ohne Neuzugang und Vertragsverlängerung bei den Stuttgarter Kickers: Nachdem am Montag in Thorsten Reiß die erste Verstärkung für die neue Saison vermeldet worden war, unterschrieb gestern auch der Stürmer Michael Schürg einen Zweijahresvertrag beim Drittligisten. An dem 23-Jährigen waren die Kickers schon in der Winterpause interessiert. Der Wechsel scheiterte damals an den Ablöseforderungen des Oberligisten SGV Freiberg, der den Torjäger dann zum SSV Ulm abgegeben hatte, wo er in 16 Spielen elf Treffer erzielte.

Fast noch wichtiger aber ist, dass Alexander Rosen in Degerloch bleibt – und das gleich für drei Jahre. „Er ist in der Rückrunde innerhalb kurzer Zeit zum Führungsspieler geworden“, sagt der Trainer Stefan Minkwitz zu den Vorzügen des 29-Jährigen, was darauf hindeuten könnte, dass Rosen neuer Kapitän wird. „Bei den Kickers stimmt das Gesamtpaket“, sagt Rosen. Soll heißen: die sportliche, finanzielle und auch die private Seite, nachdem seine Freundin in München wohnt und arbeitet. Ein Katzensprung – Rosen hat zuvor in Norwegen bei Follo FK gespielt.

Nachdem die Kickers nun einige wichtige Positionen besetzt haben, gilt das Augenmerk vor allem der linken Seite, die nach den Abgängen von Oliver Stierle und auch Ferhat Cerci derzeit fast verwaist ist. „Wir werden in den nächsten Tagen sicher noch den einen oder anderen Spieler verpflichten“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast, „ich gehe aber nicht davon aus, dass der Kader bis zum Trainingsbeginn am 21. Juni komplett ist.“

Stuttgarter Zeitung

Dreijahresvertrag für Rosen – Torjäger Schürg als Neuzugang

Mittelfeldspieler Alexander Rosen bleibt den Stuttgarter Kickers treu und hat einen Dreijahresvertrag bis zum Jahr 2011 unterschrieben. Der 29jährige Augsburger kam in der vergangenen Saison in der Winterpause zu den Blauen und erwies sich von Anfang an als eine enorme Verstärkung. Er bestritt insgesamt 14 Spiele und hatte maßgeblichen Anteil an der Qualifikation zur 3. Liga.
„Rosen ist ein absoluter Führungsspieler und wir wollen die neue Mannschaft um ihn herum aufbauen“, freute sich Kickers-Manager Joachim Cast über die Weiterverpflichtung des vor einem Jahr noch in der 2. norwegischen Liga spielenden Mittelfeldakteurs.

Einen neuen Vertrag über zwei Jahre erhält bei den Blauen Oberliga-Torschützenkönig Michael Schürg, der in der letzten Saison zuerst bei der SGV Freiberg und nach der Winterpause beim SSV Ulm 1846 spielte. Der 23jährige Angreifer erwies sich als ein echter Torjäger und erzielte insgesamt 22 Treffer. In der Saison zuvor hatte er für Freiberg 18 Tore erzielt. „Michael Schürg ist ein Toptorjäger, an dem wir schon seit Jahren Interesse hatten. Erst jetzt aber haben die Rahmenbedingungen für eine Verpflichtung gepaßt“, kommentierte Manager Joachim Cast.

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Kickers-Nostalgie: Erinnerungen an Holzbänke für die Fans

Die Fans und Freunde der Stuttgarter Kickers haben die einmalige Gelegenheit, Erinnerungen an die alten Holzbänke auf der Tribüne des GAZi-Stadions zu erwerben. Im Zuge der Umbaumaßnahmen für die 3. Liga werden derzeit die alten Holzbänke entfernt, um neuen Schalensitzen in blauer Farbe Platz zu machen. Infolge der Konstruktion der Tribüne können die Holzbänke aber nicht – wie ursprünglich geplant – komplett herausgeschraubt werden, sondern müssen in Holzstücke aufgeteilt werden.

Großteils sind die Nummern der Sitzplätze aber auf den Holzstücken zu erkennen, so dass sie wirklich an die guten alten Zeiten und große Spiele der Blauen erinnern. Solche Holzstücke bis zu einer Länge von fünf Metern können die Fans nun am morgigen Mittwochnachmittag ab 16 Uhr zum Liebhaberpreis von 20,- Euro als Spende für die Aktion Believe in Blue erwerben. Diese Holzstücke können direkt im GAZi-Stadion von 16 bis 18 Uhr abgeholt werden. Der Zugang zum Stadion ist über Tor 6 möglich. Für den Transport ist jeder Interessent selbst zuständig.

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StZ: „Brauchen Qualität im Nachwuchs“

Nachgefragt bei Zoltan Sebescen

Nachdem die erste Mannschaft der Stuttgarter Kickers die Qualifikation für die dritte Fußballliga geschafft hat, gab es jetzt doch noch ein dickes Ende. Sowohl A- als auch B-Junioren sind aus der Bundesliga abgestiegen. „Wir müssen in der Jugend die Basis für ein professionelleres Arbeiten schaffen“, sagt der Jugendkoordinator Zoltan Sebescen im Gespräch mit Joachim Klumpp.

Herr Sebescen, am Wochenende sind sowohl die A- als auch die B-Junioren der Kickers aus der Bundesliga abgestiegen. So haben Sie sich Ihr erstes Jahr als Jugendkoordinator sicher nicht vorgestellt?

Natürlich nicht, wobei schon nach der Vorrunde klar war, dass uns eigentlich nur noch ein Wunder retten kann. Aber irgendwann bekommt man eben auch mal die Quittung für die Fehler der Vergangenheit. Es ist ja kein Zufall gewesen, dass erste Mannschaft, Oberligateam, A- und B-Junioren diese Saison alle gegen den Abstieg gekämpft haben.

Welcher Abstieg wiegt denn schwerer?

Das ist beides gleich schlimm.

Und was muss dann in Zukunft besser werden?

Man muss gewisse Qualitätsstandards erreichen. Auch im Scouting oder in der medizinischen Abteilung. Das Problem dabei ist immer: so etwas gibt es nicht umsonst, sondern das kostet Geld. Aber letztlich kommt es – zumindest mittelfristig – dem Verein wieder zugute. Die vergangene Saison war ein spezielles Jahr, weil sich alles auf die Regionalliga konzentriert hat. Aber wir müssen jetzt in der Jugend die Basis für ein professionelleres Arbeiten schaffen.

Mit dem Ziel, dass A- und B-Junioren wieder in die höchste Klasse aufsteigen?

Das ist sicher das Ziel, aber ich bin auch Realist und weiß, dass das kein Selbstläufer wird. Dazu müssen wir eine gute Mannschaft stellen, gute Trainer haben und denen die entsprechenden Strukturen liefern, das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall, auch wenn da nicht alles schlecht war.

Stichwort Trainer, Ralf Strogies darf bei der A-Jugend bleiben, wie sieht es bei der B-Jugend aus?

Zunächst einmal bin ich froh, dass Ralf Strogies bleibt. Hätten wir seine Rückrundenbilanz in der Vorrunde gehabt, dann wären wohl gar nicht in das Dilemma gekommen. Der B-Jugend-Coach Christian Isert wird uns verlassen, da suchen wir nach Ersatz.

Aber Sie selbst machen bei den Kickers als Jugendkoordinator weiter?

So generell kann man das nicht sagen. Ich bin gerne bereit, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Darüber muss man mit dem Präsidium sprechen, damit diese – zumindest teilweise – umgesetzt werden. Denn immer nur auf Besserung zu hoffen, das ist nicht die Arbeit, wie ich sie mir vorstelle.

Stuttgarter Zeitung

Manuel Salz bleibt – Thorsten Reiß kommt zu den Kickers

Als erste Neuverpflichtung für die neue 3. Liga geben die Stuttgarter Kickers den Zugang von Mittelfeldspieler Thorsten Reiß vom SV Ludwigshafen-Oggersheim bekannt. Der 23jährige, gebürtige Mannheimer unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Thorsten Reiß stieg mit Ludwigshafen-Oggersheim in der Saison 2006/2007 in die Regionalliga auf und erzielte in der vergangenen Saison sechs Tore in 32 Spielen. Zuvor spielte Reiß auch beim Oberligisten SG Sonnenhof Großaspach.

Um ein Jahr verlängerte Torhüter Manuel Salz seinen Vertrag bei den Blauen. Der 23jährige Schlußmann war bisher zweiter Mann hinter Stammtorhüter David Yelldell und kam im Jahr 2003 zu den Kickers. Salz zeichnete sich vor allem bei seinen zahlreichen Einsätzen im Oberliga-Team der Kickers aus.

„Wir freuen uns über die Weiterverpflichtung von Manuel Salz. Er ist ein Kickers-Urgestein und er hat uns vollstes Vertrauen als neue Nr. 1“, äußerte sich Manager Joachim Cast.

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StN: Kickers: Abstieg im Doppelpack

Jugendleiter fordert Umdenken
 
Stuttgart – Enttäuschung bei den Stuttgarter Kickers: Sowohl die A- als auch die B-Junioren der Blauen sind aus der Bundesliga abgestiegen. „Wir müssen im Nachwuchsbereich einiges verändern“, sagte Gesamtjugendleiter Zoltan Sebescen.

VON JÜRGEN FREY

Unvorbereitet traf die Blauen der Absturz nicht. „Beide Teams konnte ja nur noch ein kleines Wunder retten“, erklärte Sebescen, „wir haben den Klassenverbleib nicht erst am letzten Spieltag verspielt.“ Die A-Junioren kamen am gestrigen Sonntag bei Wacker Burghausen nur zu einem 1:1, die B-Junioren blamierten sich mit 0:7 gegen den 1. FC Nürnberg. Sebescen: „Natürlich sind die Abstiege ein Beinbruch, aber jetzt muss schnellstens ein Gips rum, und dann müssen wir wieder aufstehen.“ Dem Präsidenten Dirk Eichelbaum hat der Ex-Profi bereits seine Vorstellungen mitgeteilt. Einer der Knackpunkte: Die taktische Ausbildung der Spieler soll künftig nicht erst in der B-Jugend beginnen. Für den Qualitätsschub entscheidend sind die Trainer. Wobei die Nachfolge von B-Junioren-Coach Christian Isert offen ist. Eine Etage höher bleibt Ralf Strogies trotz des Abstiegs im Amt.

Stuttgarter Nachrichten

Presse zur Vertragsverlängerung von Stefan Minkwitz

Minkwitz gibt mündliche Zusage

Erst Urlaub, dann neuer Vertrag
STUTTGART (ump). Der Fußballtrainer der Stuttgarter Kickers, Stefan Minkwitz, ist gestern erst einmal in den Urlaub geflogen. Nach Mallorca, abschalten vom Stress um die erst am letzten Spieltag erreichte Drittligaqualifikation. Den fertigen Vertrag für die nächste Saison hat er aber noch nicht im Gepäck, „das werden wir erledigen, wenn ich zurück bin“, sagt der 40-Jährige, der in zehn Tagen wieder in Stuttgart sein wird. Klar ist nach der mündlichen Vereinbarung schon jetzt, dass es sich um einen Zweijahreskontrakt zu verbesserten Bezügen handeln wird, nachdem Minkwitz mit den Kickers die viertbeste Bilanz im Jahre 2008 aufgewiesen hat.

Auch die beiden Spieler Jens Härter und Alexander Rosen stehen kurz vor der Vertragsverlängerung, während Ferhat Cerci allenfalls in der Warteschleife steht. „Außerdem stehen wir in aussichtsreichen Verhandlungen mit einigen Neuzugängen“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast, der noch hinzufügt: „Die Liste wird immer länger.“ Priorität genießen dabei die Außenbahnen, wo möglichst flexible Spieler (wie Marc Schnatterer/Karlsruher SC II?) verpflichtet werden sollen.

Nichts Neues gibt es bei dem etwas in Ungnade gefallenen Mustafa Parmak, an dem der Zweitligist TuS Koblenz zwar Interesse bekundet, die festgeschriebene Ablöse von 175 000 Euro aber nicht bezahlen kann und deshalb ein Tauschgeschäft mit diversen Spielern vorgeschlagen hat, worauf sich die Kickers aber nicht so einfach einlassen wollen. „Der neue Spieler muss ja auch zu uns passen“, sagt Cast, der nicht davon ausgeht, dass beim Trainingsauftakt am 21. Juni (10 Uhr) bereits der komplette Kader in Degerloch ist. „In dieser Saison tut sich auf dem Transfermarkt unheimlich viel.“

Das erste Freundschaftsspiel in der neuen Saison wird am 29. Juni beim Kreisligisten TSV Heumaden absolviert, weitere Testgegner könnten der Schweizer Club Aarau oder der Oberliga-Aufsteiger TSG Balingen sein.

Stuttgarter Zeitung

Alles klar! Neuer Vertrag für Minkwitz

Die Stuttgarter Kickers und ihr Erfolgstrainer Stefan Minkwitz (40): Jetzt wollen sie auch in der 3. Bundesliga für Furore sorgen…

Der verdiente Lohn für eine Meisterleistung: Wenn Minkwitz in zehn Tagen aus seinem Urlaub auf Mallorca zurückkommt, liegt ein unterschriftsreifer Zweijahresvertrag auf der Kickers-Geschäftsstelle für ihn bereit.

Minkwitz zu BILD: „Ja, wir sind uns einig. Darüber freue ich mich sehr.“

Die Inhalte seines neuen Vertrags: mehr Geld, mehr Kompetenzen.

Minkwitz wertet die schnelle Einigung aber auch als Vertrauensbeweis für seine Arbeit.

„Der Trainer war mit ein Garant für die Qualifikation zur 3. Liga“, erklärt Kicker-Präsident Dirk Eichelbaum. „Es gibt keinen Grund an dieser guten Zusammenarbeit was zu ändern.“

Was für eine Blitzkarriere: Als Notnagel folgte Minkwitz Anfang November dem erfolglosen Chef-Trainer Peter Zeidler, dem er vorher assistiert hatte. Doch Minki gelang es, das Ruder herum zu reißen. Unter ihm wurden die Blauen zur viertbesten Mannschaft in der Rückrunde – und am letzten Spieltag (2:0 beim SV Elversberg) schaffte er sogar noch die nicht mehr für möglich gehaltene Qualifikation für die neu geschaffene 3. Liga.

Nichts Neues dagegen bei Mustafa Parmak: Sein Wechsel zum TuS Koblenz scheint ins Stocken geraten zu sein.

Der finanzschwache Zweitligist drängte offenbar auf ein Tauschgeschäft.

Doch Eichelbaum stellt klar: „Wir handeln nicht mit Zitronen.“

Er will Geld für Parmak sehen. Die Rede ist von 200 000 Euro…

BILD