SVF: 1:2-Niederlage gegen Kickers-Talente

Fellbach (gp). Vor elf Jahren haben die Fußballer Stefan Minkwitz und Markus Weiß einmal zusammen in einem Rehazentrum in Feuerbach Knieverletzungen auskuriert. Heute treten die beiden 39-Jährigen nicht mehr selbst gegen den Ball, sondern lassen gegen den Ball treten. Der bundesligaerfahrene Ex-Profi Stefan Minkwitz trainiert die A-Junioren der Stuttgarter Kickers, die in der Bundesliga spielen, und assistiert Peter Zeidler bei den Regionalliga-Männern. Markus Weiß führt mit Frank Weinle die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach an. Am Dienstagabend haben sich die beiden Ex-Rekonvaleszenten wiedergetroffen. Vor 90 Zuschauern im Max-Graser-Stadion haben die Kickers-Talente dank der Tore von Maikel Boric und Ivan Müller-Vargas beim SVF mit 2:1 (0:0) gewonnen. Für die Gastgeber traf Welid Hossen. „Wir waren sicher fitter und spritziger, was aber nicht am Alter, sondern am Trainingszustand liegt“, sagt Stefan Minkwitz. Während die U19 der Kickers am Samstag beim 1. FC Kaiserslautern in die neue Bundesliga-Saison starten, geht es für die Fellbacher Fußballer erst eine Woche später beim Aufsteiger VfL Sindelfingen los. Vorab bestreitet der SVF jetzt am Sonntag, 15 Uhr, beim Landesligisten TSV Köngen noch ein finales Testspiel. „Wir müssen noch am Zug zum Tor arbeiten, wir sind nicht torgefährlich genug“, sagt Markus Weiß.

Stuttgarter Nachrichten

Vorberichte: Stuttgarter Kickers – SF Siegen

Fußball-Regionalliga, 4. Spieltag
Vaccaro stürmt – und wer noch?

STUTTGART (ump). Gerade einmal drei Spieltage sind in der Fußball-Regionalliga Süd absolviert, zu früh für eine Zwischenbilanz. „Das ist dann vielleicht nach dem zehnten Spieltag möglich“, sagt der Kickers-Trainer Peter Zeidler vor dem Heimspiel heute Abend gegen die Sportfreunde Siegen (19 Uhr, Gazistadion) mit dem Ex-Stürmer Christian Okpala. Zeidlers vorläufige Erkenntnis: „Die Liga ist absolut ausgeglichen.“ Das hat seine Mannschaft in den bisherigen 270 Minuten hinreichend feststellen können. Gute Ansätze wechselten mit schlechteren Phasen – unter dem Strich fehlt noch die Konstanz. Für den Trainer ist das nicht verwunderlich: „Wir haben doch einige neue Spieler, da dauert die Abstimmung eine gewisse Zeit.“

Während sich in der Abwehr, trotz einiger Unsicherheiten, nichts ändern wird, hat der Trainer in der Offensive die Qual der Wahl. Nach seinen zwei Treffern in der Vorwoche hat Sokol Kacani zwar Pluspunkte gesammelt, aber noch keinen Stammplatz. Zeidler sagt: „In Pfullendorf haben wir das Spiel auch von der Bank aus gewonnen.“ Ob auf die auch Bashiru Gambo muss? Nicht mal im Kader stehen die Rekonvaleszenten Akcay und Yildiz sowie Mustafa Parmak, der noch Trainingsrückstand hat. „Das ist eine neue Situation – aber auch daran müssen sich die Spieler gewöhnen“, sagt Zeidler, der dafür den jungen Genisyürek in den Kader nimmt.

(…)

Stuttgarter Zeitung

Die Kraft des Team-Frühstücks

Kickers: Zeidlers neue Akzente

Stuttgart – Am heutigen Freitag (19 Uhr/Gazistadion) empfangen die Stuttgarter Kickers in der Fußball-Regionalliga die SF Siegen. Für Peter Zeidler ist es der zweite Heimauftritt als neuer Coach der Blauen. Zeit für ein kleines Zwischenfazit, was sich unter seiner Regie verändert hat.

VON JÜRGEN FREY

Das Training

Peter Zeidler bereitet sich genauso akribisch wie sein Vorgänger Robin Dutt vor. Qualität und Quantität ähneln sich. Der größte Unterschied: Zeidler unterbricht die Übungseinheiten öfter, „friert die Situation ein“, wie es im Fachjargon heißt, und erklärt sofort, wie er sich es besser vorstellt. Weitere Besonderheit: Unter Zeidler enden Trainingsspiele nie remis. Zur Not wird die Entscheidung im Elfmeterschießen herbeigeführt.

Die Taktik

Mit nahezu unveränderter Philosophie und taktischer Grundaufstellung sind die Blauen in dieser Saison am Ball. Auch Zeidler legt viel Wert auf Pressing und Kurzpassspiel. Er schwört auf ein 4-4-2-System. Zeidlers Vorteil: Aufgrund der Vorkenntnisse der meisten Spieler, braucht er für taktische Dinge nicht allzu viel Zeit zu investieren.

Der Führungsstil

„Manche Spieler hatten vor Robin Dutt richtig Schiss“, heißt es aus der Mannschaft. In einer Ausnahmesituation strafte der Ex-Trainer seine Mannschaft einmal eine Woche lang mit eisigem Schweigen. Unter Zeidler wäre dies undenkbar. Der Pädagoge genießt in der Mannschaft zwar auch den nötigen Respekt, gilt dennoch als lockerer und kommunikativer. Er hat eine engere Bindung zum Team. Selbstverantwortung spielt bei Zeidler eine große Rolle. Die Zuordnung bei Standardsituationen überlässt er größtenteils den Spielern selbst.

Die Motivation

Zeidler setzt auf die Kraft des gemeinsamen Frühstücks. Immer zu Wochenbeginn sind drei Spieler für die Zubereitung zuständig. Zeidler zündet zwar keine Knaller in der Kabine – doch er puscht seine Spieler in Einzelgesprächen vor dem Anpfiff. Für Freistoßtricks, die im Spiel funktionieren, spendiert Zeidler schon mal etwas in die Mannschaftskasse. „Die Höhe ist dem Gehalt angemessen“, verrät er mit einem Schmunzeln.

Stuttgarter Nachrichten

Zeidler hat heute die Qual der Wahl

Stuttgart (bw) – Am 4. Spieltag der Fußball-Regionalliga wollen die Stuttgarter Kickers heute (19 Uhr) gegen die Sportfreunde Siegen endlich auch mal im Gazi-Stadion punkten und den verpatzten Heimspiel-Auftakt damit vergessen machen. (…)

Das Lazarett lichtet sich so langsam. Daher kann Trainer Peter Zeidler auf fast alle Profis zurückgreifen. „Es war eine gute und intensive Trainingswoche“, sagte er zufrieden. Stürmer Angelo Vaccaro hat seine Muskelverhärtung auskuriert und ist genauso wieder einsatzbereit wie Mustafa Parmak nach seinem Infekt. Ob der Mittelfeldspieler aber bereits von Beginn an aufläuft, ist fraglich. Gute Nachrichten gibt es auch von Recep Yildiz, der fünf Wochen nach seiner Innenbandverletzung im Knie gestern das erste Mal wieder am Mannschaftstraining teilnahm. Zeidler rechnet aber frühestens im nächsten Spiel beim FC Bayern München II mit dem ersten Saisoneinsatz des 21-Jährigen. Ausfallen werden heute außerdem Mustafa Akcay (Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur) und Moritz Steinle, der sich in der Partie beim SC Pfullendorf einen Innenbandanriss im linken Sprunggelenk zuzog und vier Wochen pausieren muss. Im nun wieder vollzähligen Angriff hat der Coach die Qual der Wahl. Als Sturmpartner für Vaccaro hat sich Sokol Kacani, der Matchwinner beim 2:1-Sieg in Pfullendorf, wärmstens empfohlen. Aber auch die Abwehr muss stehen. Schließlich haben die Gäste in Christian Okpala und Alexander Blessin zwei ehemaligen Kickers-Stürmer in ihren Reihen, die bei den zwei Siegen und einem Remis in dieser Saison bereits drei Mal trafen. Die Westfalen kommen mit einem 3:1-Erfolg gegen Zweitliga-Absteiger Unterhaching im Rücken auf die Waldau.

So wollen sie spielen: Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – Sökler (Parmak), Ortlieb, Mann, Rodrigues – Kacani, Vaccaro.

Eßlinger Zeitung

Mit Christian Okpala die Spur halten

Motiviert bis in die Haarspitzen, das müssten alle Spieler im Team von Ralf Loose Loose nach der überragenden Partie gegen die Spielvereinigung Unterhaching sein. Doch einem dürfte es beim Namen Stuttgarter Kickers besonders in den Beinen kribbeln: Stürmer Christian Okpala.

Siegen.Der in der vergangenen Saison bei den Stuttgartern suspendierte Nigerianer mit Schweizer Pass hat sicher gegen seinen Ex-Verein noch eine kleine Rechnung offen. Denn als die Sportfreunde den Schwaben im April mit einem 3:0-Sieg das Osterfest vermasselten, da war Okpala nicht bei den Torschützen (zwei Mal Krebs, ein Mal Blessin). Weit entfernt von einer Top-Form wartete damals der kräftige Stoßstürmer auf seinen Durchbruch bei den Siegenern.

„Kickers“-Manager Cast: „Ein Spieler wie jeder andere“

Doch das ist „Schnee von gestern“. Längst hat Okpala in Siegen seine Form gefunden und zu welchen Leistungen er fähig ist, zeigte er in seinem bislang besten Spiel für die Sportfreunde beim 3:1-Heimsieg gegen die Lorant-Elf vor einer Woche. Ein Tor, dazu vier Großchancen – mit soviel Turbo im Tank ist der Nigerianer für jede Abwehrreihe eine harte Nuss.

Dass die Begegnung der „Kickers“ mit den Sportfreunden und „Chris“ Okpala keine Regionalliga-Partie mit besonderem Stellenwert sei, das sagte der Manager Joachim Cast völlig emotionslos: „Für uns und die Mannschaft ist er ein Spieler wie jeder andere.“ Sei`s drum, die Antwort wird heute auf dem Platz im Stuttgarter GAZI-Stadion (Anstoß 19 Uhr) gegeben. Noch ist Okpala mit zwei Saisontreffern der erfolgreichste Stürmer bei den Sportfreunden.

Was haben die beiden heutigen Kontrahenten gemeinsam? Sowohl die Siegener als auch die Stuttgarter legten einen guten Start hin hier sieben – dort sechs Punkte zum Auftakt. Einzig und allein mit der Leistung vor eigenem Publikum konnte der Nachfolger von Robin Dutt, Trainer Peter Zeidler, nicht zufrieden sein. Vor dem Hintergrund des 0:3 gegen Siegen im April und nach dem 1:3 gegen Jahn Regensburg konstatierte Zeidler einen „Mega-Heimkomplex“ seiner Mannschaft (s. Interview). Diese Feststellung und das Zeidler die Sportfreunde zu den besten fünf Teams der Liga zählt, rief bei Ralf Loose schon fast Verärgerung hervor: „Das ist doch Unsinn, das interessiert mich gar nicht, wie uns andere sehen. Den Gegner stark zu machen dient doch nur dazu, den Druck von der eigenen Mannschaft zu nehmen.“

Loose reagierte auf die Aussage Zeidlers wohl auch deshalb gereizt, weil er den Vergleich mit dem gut bestückten Kader der „Kickers“ (Zeidler: „Ich habe jetzt wieder genügend Alternativen und muss mir genau überlegen, wie ich vor allem das Mittelfeld und den Angriff optimal aufstelle.“) nicht aufnehmen kann. Loose: „Fest steht: Andere Vereine haben 23, 24 Spieler im Kader. Davon sind wir weit entfernt. Es sind noch rund 13 Tage Zeit und ich kann im Sinne des Vereins immer nur warnend den Finger heben, dass wir uns verstärken müssen. Ich kenne das Geschäft…“

Gleiche Startelf wie gegen Unterhaching

In Ermangelung von Alternativen, aber vor allem aufgrund der starken Leistung gegen U`haching geht Loose heute nach dem alten Fußballer-Dogma: „Never change a winning team (ändere niemals eine erfolgreiche Mannschaft). Zwar waren in dieser Woche Daniel Bogusz, Mansour Assoumani (Oberschenkel) und Veselin Popovic (Grippe) angeschlagen, doch der Cheftrainer geht davon aus, dass er alle drei zur Verfügung hat und die gleiche Formation wie gegen Unterhaching aufs Feld schicken wird.

Loose erwartet trotz der zuletzt starken Vorstellung seiner Mannschaft eine schwere Aufgabe: „Die Kickers sind stark, auch wenn sie noch keinen Heimpunkt geholt haben. Es wird für uns so schwer wie gegen den FSV Frankfurt. Entscheidend wird sein, wie wir in die Zweikämpfe gehen. Ansonsten ist die Partie völlig offen.“

„Kickers“ im Soll – aber mit Heimpleite

ZUM GEGNER Direkter Vergleich: Zum elften Mal treten die beiden Clubs in der Regionalliga Süd gegeneinander an. In guter Erinnerung ist die vergangene Regionalliga-Saison: Im Hinspiel schlugen die Siegener den als Spitzenreiter anreisenden Gast mit 4:1, das Rückspiel im Stuttgarter GAZI-Stadion entschieden die Loose-Schützlinge mit 3:0 für sich. Es war übrigens der einzige Sieg der Siegener in Stuttgart seit der Saison 2001/02. Gesamtbilanz der beiden Teams: Jeweils drei Siege und Niederlagen und vier Unentschieden gab es bisher. Nur die Tordifferenz spricht eindeutig zugunsten der Sportfreunde.

Bilanz der „Kickers“: Sechs Punkte in drei Spielen, sechs Tore geschossen, sechs Tore kassiert – so sieht bislang die Bilanz der Stuttgarter Kickers aus. Dabei holte das Team von Peter Zeidler bislang alle Punkte auswärts: Mit einem 3:2-Sieg gegen den FC Ingolstadt und mit einem 2:1-Erfolg, dank zweier später Tore durch Sokol Kacani (80./85.) vor einer Woche beim SC Pfullendorf.

Aufstellung der „Kickers“: Yeldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – Parmak. M. Ortlieb, Mann, Rodriguez – Kacani, Vaccaro.

Westfälische Rundschau

Trotz breiter Brust Bodenhaftung bei den Kickers nicht verlieren

Siegen. Im Speisesaal des Stuttgarter Mannschafts-Quartiers konnte gestern Abend ausschließlich in zuversichtliche Sportfreunde-Gesichter geblickt werden. Kein Wunder: Vor dem heutigen Regionalliga-Match im Degerloch bei den Stuttgarter Kickers ist die Stimmung bei den Siegener bestens.

„Ist doch klar“, meint Trainer Ralf Loose, „wenn du gut spielst und Punkte holst, bist du gut drauf.“

Sieben Zähler haben die Sportfreunde in drei Spielen gesammelt. Dementsprechend breit ist die Brust der Akteure, wenn Schiedsrichter Roland Greth heute Abend um kurz vor sieben auf den Rasen des Gazi-Stadions bittet.

Dass zur breiten Brust nicht auch eine Art von Hochnäsigkeit kommt, dafür will der Trainer sorgen. Ralf Loose: „Jedem Spieler muss bewusst sein, dass er seine Bodenhaftung nicht verlieren darf.“ Denn der Coach weiß: Hochmut kommt vor dem Fall. Und den wollen die Siegener tunlichst vermeiden.

Mithelfen beim Vorhaben, bei den Schwaben Zählbares zu erringen, soll der von “ Video-Mann“ Rothenpieler erstellte Film der Kickers-Partie beim SC Pfullendorf, den sich die Sportfreunde-Kicker gestern auf der Busfahrt zu Gemüte führten.

Das Spiel haben die Stuttgarter 2:1 gewonnen. Im übrigen schon der zweite Auswärtssieg, der Mannen um Trainer Peter Zeidler. Alle sechs Punkte sammelte sein Team in der Fremde, im eigenen Stadion setzte es dagegen eine 1: 3-Niederlage gegen Neuling Regensburg. Den Kickers aus diesem Grund eine Heimkrise zu attestieren, wäre wohl etwas verfrüht.

Früh genug vom Platz gegangen ist am vergangenen Sonntag Mansour Assoumani. Das leichte Muskelziehen war eine Warnung und wurde gehört. Nachdem er Anfang der Woche im Training etwas kürzer trat, ist der neue Innenverteidiger rechtzeitig wieder fit, um bei den Kickers aufzulaufen.

Cem Islamoglu, der leicht angesäuert auf der Bank sitzt und seinen Stammplatz los ist, wurde zum Reservisten degradiert. Er durfte gegen die Münchener Löwen mit ran, die letzten 25 Minuten gegen Unterhaching. Dass es mit seiner Stimmung derzeit nicht zum besten steht, dürfte klar sein.

Doch am 24-jährigen Assoumani führt derzeit einfach kein Weg vorbei. Der dunkelhäutige Franzose ist schon jetzt eine echte Bank in der Defensiv-Zentrale.

Auf dem Weg dorthin – allerdings in der Offensive – ist seit dem Haching-Auftritt auch Gerrit Müller. Der kleine Angreifer hat die Gunst der Stunde genutzt und den angeschlagenen Veselin Popovic bestens vertreten.

Auch heute ist der Ex-Karlsruher wieder erste Wahl. Und das sicher nicht nur, weil Popovic nach seiner überstandenen Grippe noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Denn Müller überzeugte mit Einsatz und Tordrang, aber auch dem guten Auge für den Nebenmann. Bestes Beispiel ist das 1:0 gegen die Hachinger nach dem Doppelpass mit Alexander Blessin.

Die Mannschaft stellt sich demnach von selbst auf. Ralf Loose kann der ersten Elf vertrauen. Mit Islamoglu, Popovic und Björn Weikl folgen noch drei Kicker, die sicherlich problemlos in die Bresche springen könnten. Was von den restlichen Kickern, die derzeit zur Verfügung stehen, wohl noch nicht mit Fug und Recht behauptet werden kann. Elvir Melunovic und Christian Pospischil sind derzeit noch nicht so weit, wirkliche Alternativen zu sein.

Das wird sich gewiss ändern, wie es auch in Sachen Kader-Aufstockung bis Ende August noch Neuigkeiten geben wird. Bis gestern allerdings wussten die Sportfreude dahin gehend nichts zu vermelden.

Als Mannschaftsarzt wird heute der Siegener Mediziner Dr. Ulrich Wahl die Reise nach Stuttgart antreten, womit offiziell noch keine Einigung über eine dauerhafte Anstellung des früheren Ferndorfer Handballers gefallen ist. „Es wir in der nächsten Woche noch Gespräche geben“, meinte Vorstands-Chef Christoph Hansen zu dem Thema.

Westfalenpost

Vorschau
Spielinfos:

Anstoß: 17.08.2007 19:00
Stadion: GAZI-Stadion auf der Waldau

Schiedsrichter: Greth (Menning)
Assistenten: Schlott (Marktl), Dreyer (Oberschneiding)

Stuttgarter Kickers: Vaccaro hat seine Muskelverletzung, Parmak einen Infekt auskuriert. In der Offensive sind auch Gambo, Beigang, Tucci oder Sökler Alternativen.

Sportfr. Siegen: Trainer Loose lässt das Team, das gegen die SpVgg Unterhaching überzeugte, unverändert. Neuerwerbung Melunovic bleibt auf der Bank.
Aufstellung
Stuttgarter Kickers
Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – Parmak, M. Ortlieb, Mann, Rodrigues – Kacani, Vaccaro; Trainer: Zeidler

Sportfr. Siegen
Wulnikowski – Gallego, Assoumani, Bogusz, Escudero – Gaede, Nemeth, Pfingsten, Blessin – G. Müller, Okpala; Trainer: Loose

Kicker

Heimspiel gegen Sportfreunde Siegen am Freitagabend

Die Stuttgarter Kickers haben ihre Vorbereitungen für das Punktspiel am morgigen Freitagabend um 19.00 Uhr gegen die Sportfreunde Siegen abgeschlossen. „Es war eine gute und intensive Trainingswoche“, berichtete Peter Zeidler, der fast alle Mann zur Verfügung hatte. Es fehlte lediglich Moritz Steinle, dessen Verletzung sich als Bänderanriss im linken Sprunggelenk herausstellte. Er dürfte damit fast vier Wochen ausfallen. Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur halten derzeit auch Mustafa Akcay von einem geregelten Training ab. Dafür aber kämpft sich Recep Yildiz wieder an die Mannschaft heran, bestanden Mustafa Parmak und Angelo Vaccaro den Abschlusstest ohne größeren Probleme.

„Ich habe jetzt wieder genügend Alternativen und muß mir genau überlegen, wie ich vor allem das Mittelfeld und den Angriff optimal aufstelle“, sinniert Zeidler vor dem Spiel. Natürlich gilt es auch die beste Abwehrformation zu finden, da Siegen gerade in diesem Bereich nicht nur mit Okpala und Blessin über exzellente Stürmer verfügt. Die Begegnung mit dem ehemaligen Kickersspieler Okpala sieht Manager Joachim Cast völlig emotionslos. „Für uns und die Mannschaft ist er ein Spieler wie jeder andere“, stellt der Manager heraus.“
„Natürlich bauen wir auch wieder auf die Fans, die uns erneut im Auswärtsspiel in Pfullendorf tatkräftig unterstützt haben“, ergänzt der Kickers-Trainer.

Guido Dobbratz

Offizielle Homepage

Sportfreunde wollen in der Erfolgsspur bleiben
Können die Loose-Schützlinge auch bei den Stuttgarter Kickers punkten? – Mit unverändertem Kader zu Gast unter dem Fernsehturm

Zu einem Duell zweier Teams, die durchaus ordentlich in die neue Regionalliga-Saison gestartet sind, kommt es am Freitagabend im Stuttgarter GAZI-Stadion. Die Sportfreunde Siegen sind zu Gast bei den Stuttgarter Kickers.

Um 19.00 Uhr wird die Partie des aktuellen Tabellenachten gegen den Dritten der Regionalliga Süd im Stadion unter dem Fernsehturm angepfiffen. Zum elften Mal treten die beiden Clubs in der Regionalliga Süd gegeneinander an. Vor allem die Spiele der Vorsaison dürfte den Sportfreunde-Fans noch bestens in Erinnerung sein. Im Hinspiel schlug man den als Spitzenreiter anreisenden Gast mit 4:1, das Rückspiel entscheiden die Loose-Schützlinge ebenso deutlich mit 3:0 für sich. Insgesamt ist die Bilanz der beiden Teams gegeneinander jedoch ausgeglichen, jeweils drei Siege und Niederlagen und vier Unentschieden gab es bisher. Lediglich die Tordifferenz spricht eindeutig zugunsten der Sportfreunde.

Auf der Waldau wollen die Sportfreunde natürlich an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen. Loose wird gegen die Stuttgarter aller Voraussicht nach zum dritten Mal in Folge die gleiche Startelf ins Rennen schicken können. Denn die Auswechselung von Mansour Assoumani am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching war eine reine Vorsichtsmaßnahme. Deutlich genug war der Vorsprung gegen den Zweitliga-Absteiger, sodass Siegens sportliche Leitung schnell genug auf da Zeichen des Verteidigers reagierte, der ein Ziehen im Oberschenkel verspürte. In dieser Woche konnte der Franzose schon wieder weitgehend an den Trainingseinheiten teilnehmen.

Was nicht unbedingt für Veselin Popovic gilt, der das Training am Dienstag abbrach. Bereits in der vergangenen Woche hatte eine Grippe den Stürmer an einem Einsatz im Spiel gegen Unterhaching gehindert. Die Reise nach Stuttgart wird er aber mitmachen können, nach intensiver medizinischer Behandlung nahm Popovic am Mittwochstraining wieder teil. Definitiv fehlen werden die Langzeitverletzten Andreas Nauroth und Richard Dostalek. Torwart Marc Birkenbach kann derzeit nur ein Lauftraining absolvieren, für ihn wird Nathanael Weiss wieder auf der Bank Platz nehmen. Trotz des Personalmangels, in das Spiel gegen die Stuttgarter Kickers gehen die Siegener mit breiter Brust. Loose wird sicher dafür sorgen, dass seine Spieler, trotz der herausragenden Leistung am vergangenen Sonntag, die Bodenhaftung nicht verlieren. Zu jung ist die Saison, um sich bereits jetzt entspannt zurücklehnen zu können, für die angestrebte Qualifikation zur neuen 3. Liga fehlen noch etliche Punkte.

Sechs Punkte – und damit einen Zähler weniger als die Sportfreunde – haben die „Blauen“ aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt in den ersten drei Meisterschaftsspielen gesammelt. Und die ausschließlich auswärts. Die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler gewann, nach eigener Aussage etwas glücklich, zum Start beim FC Ingolstadt mit 3:2, dazu auch beim SC Pfullendorf mit 2:1. Den Heimauftakt gegen den Aufsteiger SSV Jahn Regensburg verpatzte man jedoch, die Schwaben unterlagen vor mehr als 3.700 Zuschauern mit 1:3.

Zeidler, der von Dezember 2002 bis August 2004 in der Regionalliga Süd Trainer des VfR Aalen war, ist bislang dennoch zufrieden mit der Punkteausbeute. Mit Angelo Vaccaro, Mustafa Parmak, Mustafa Akcay und Recep Yildiz fehlten zuletzt vier wichtige Akteure, doch, so ließ der Nachfolger von Robin Dutt verlauten, zum Spiel am Freitag hoffe er auf die Rückkehr mindestens drei dieser Akteure. Ausfallen wird auf jeden Fall Moritz Steinle, der im Spiel in Pfullendorf einen Außenbandriss im linken Knöchel erlitt.

Sportfreunde Siegen

Positive Nachrichten vor dem Siegen-Spiel: Vaccaro wieder fit, Yildiz und Akcay wieder im Training

Kickers-Lazarett lichtet sich
Vaccaro sprüht vor Tatendrang
 
STUTTGART (ump). So ein Auswärtssieg wirkt offenbar Wunder. Jedenfalls verspürte der Trainer des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers, Peter Zeidler, nach dem 2:1 in Pfullendorf eine „angenehmere Trainingswoche“ als zuvor nach der Niederlage gegen Regensburg. Die Stimmung wurde durch die kürzer werdende Verletztenliste zusätzlich aufgebaut. Zwar fällt Moritz Steinle nach seinem in Pfullendorf erlittenen Bänderanriss für vier Wochen aus, dafür haben sich alle anderen Rekonvaleszenten zurückgemeldet, wobei es weder für Recep Yildiz noch für Mustafa Akcay im Heimspiel morgen (19 Uhr) gegen die Sportfreunde Siegen zum Sprung in den Kader reicht.

Dagegen ist Angelo Vaccaro wieder fit und „sprüht vor Tatendrang“ (Zeidler), doch nicht nur das dürfte ihm seinen Stammplatz garantieren. „Die Gegner haben Respekt vor ihm“, sagt der Trainer, der sich noch nicht auf den zweiten Angreifer festgelegt hat, nachdem er da die Qual der Wahl hat. Sokol Kacani hat sich durch seine beiden Treffer am vergangenen Samstag jedenfalls in den Vordergrund gespielt. Was gegen einen Einsatz spricht? „Nichts“, sagt Zeidler. „Das gilt aber auch für die anderen Stürmer.“

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Vaccaro wieder am Ball
 
Stuttgart (jüf) – Selten war bei den Stuttgarter Kickers die Besetzung der Offensive so offen wie vor dem Regionalliga-Heimspiel am morgigen Freitag (19 Uhr/Gazistadion) gegen die SF Siegen. Angelo Vaccaro meldete sich nach überstandenen Oberschenkelproblemen wieder fit und „strotzt vor Tatendrang“ (Trainer Peter Zeidler). Heiß auf einen Einsatz von Beginn an ist auch Sokol Kacani, der zuletzt als Joker zwei Tore in Pfullendorf erzielte. Dort begannen Nico Beigang und Bashiru Gambo im Sturm. Zeidler hat die Qual der Wahl: „Ich habe noch nicht entschieden, wer in der Anfangsformation steht“, versichert er glaubhaft. Fest steht, dass die Rekonvaleszenten Recep Yildiz und Mustafa Akcay noch nicht im Kader stehen werden. Mustafa Parmak hat dagegen das komplette Training problemlos absolvieren können. Terminiert ist das WFV-Pokal-Drittrundenspiel der Blauen: Am kommenden Dienstag (18.30 Uhr) geht es zum Landesligisten SSV Ulm 1846 II.
Stuttgarter Nachrichten

Dritte Runde terminiert

Das Drittrundenspiel der „kleinen Blauen“ gegen den VfL Nagold wurde nun auf den kommenden Mittwoch, 22. August 2007 festgelegt. Anstoß ist um 17.45 Uhr in Nagold.
Die Begegnung war ursprünglich für den 15. August angesetzt worden, wurde aber aufgrund der Berufung von Thomas Gentner, Tobias Weber, Eugen Schneider und Julian Leist in die wfv-Auswahl verschoben. 

Offizielle Homepage

Zeidler hat Siegen auf der Rechnung

Stuttgart. Auf der Homepage der Stuttgarter Kickers, die am Freitag (19 Uhr) die Sportfreunde Siegen empfangen, wird mit der Underdog-Rolle im Schwabenland kokettiert. Neben der normalen Web-Adresse gelangt man auch über www.auch-stuttgart.de auf die Seite der Kickers. Dort ist seit Saisonbeginn Peter Zeidler Trainer. Der 45-Jährige löste Robin Dutt ab, der zum SC Freiburg gewechselt ist, und scheint dessen erfolgreiche Arbeit nahtlos fortzusetzen. Aus den ersten drei Partien gab es zwei Siege und eine Niederlage. Dabei fällt auf, dass die beiden Auswärtsspiele gewonnen wurden und die Heimpremiere gegen den SSV Jahn Regensburg misslang. Wir sprachen mit Peter Zeidler.

Westfalenpost: Hallo, Herr Zeidler. Nach den ersten drei Saisonspielen kann man schon einmal die erste Bilanz ziehen. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Peter Zeidler: Ich bin mit der Punktausbeute zufrieden: Immerhin haben wir sechs Punkte aus drei Spielen geholt. Wenn man das hochrechnet, reicht es am Ende für Platz zehn.

Frage: Platz zehn? Die Kickers wurden von einigen Ihrer Konkurrenten zum erweiterten Favoriten-Kreis gezählt!

Zeidler: Das ist schön zu hören, aber wohl nicht realistisch. Das ist jetzt auch kein Zweckpessimismus von mir, um später gelobt zu werden. Ich glaube, dass wir mit dieser Mannschaft über genug Qualität verfügen, um die Qualifikation für die eingleisige dritte Liga zu schaffen. Für alles andere gibt es auch andere Favoriten.

Frage: Sie meinen die üblichen Verdächtigen? Immerhin haben die Kickers beim FC Ingolstadt gewonnen!

Zeidler: Mit viel Glück, ja. Wenn das Spiel noch zehn Minuten länger gedauert hätte, wäre es für uns eng geworden. Ingolstadt, Burghausen, Unterhaching, Aalen und auch Siegen werden das unter sich ausmachen.

Frage: Die beiden Siege gelangen Ihrer Mannschaft ausgerechnet auf fremden Plätzen. Lässt sich da schon eine Tendenz erahnen?

Zeidler: Wir haben einen Mega-Heimkomplex (lacht). Ich denke, dass die Tendenz im Fußball ohnehin in die Richtung geht, dass es mehr Auswärtssiege gibt. Als Auswärtsmannschaft hat man mehr Platz zum Kontern, man steht nicht so unter Druck. Da geht vieles einfacher.

Frage: Am Freitag kommen nun die Sportfreunde Siegen zu den Kickers. Gelingt nun der erste Heimsieg?

Zeidler: Ich hoffe es. Obwohl die Siegener auch eine perfekten Saisonstart hingelegt und damit ihre Favoritenrolle untermauert haben, glaube ich, dass wir eine gute Chance haben. Wir wollen es den Sportfreunden auf jeden Fall nicht so einfach machen wie in der Vorsaison. Da gab es bei uns einen lockeren 3:0-Sieg.

Frage: Wie sieht es personell aus?

Zeidler: Mit Angelo Vaccaro, Mustafa Parmak, Mustafa Akcay und Recep Yildiz fielen zuletzt vier Leistungsträger aus. Ich hoffe, dass zumindest drei der Jungs wieder dabei sein werden. Aber ich will nicht klagen. Wir haben auch ausreichend Leute in der zweiten Reihe, die im Zweifelsfall einspringen können. Sokol Kacani zum Beispiel, der zuletzt in der Schlussphase in Pfullendorf beide Tore zum 2:1-Sieg erzielte.
 
Westfalenpost

Fußballprofi oder Ingenieur

Der Kickers-Spieler Frieder Scholz gehört zu denen, für die der Berufstraum Fußballer erreichbar scheint
 
Degerloch. Jürgen Klinsmann, Guido Buchwald, Fredi Bobic – sie alle haben bei den Stuttgarter Kickers gespielt. Auch Frieder Scholz trainiert bei dem Degerlocher Traditionsverein. Der 14-Jährige und sieben seiner Mannschaftskameraden sind im Talentförderprogramm des DFB und träumen vom Profifußball. „Fußballprofi oder Ingenieur“ weiterlesen

Start der A-Junioren-Bundesliga

Kickers wollen nicht mehr zittern
 
STUTTGART (ben). Während sich die A-Junioren des VfB Stuttgart noch einen ganzen Monat gedulden müssen, beginnt für die Stuttgarter Kickers am Samstag die neue Saison der Fußball-Bundesliga Süd/Südwest mit der Auswärtspartie beim 1. FC Kaiserslautern. „Wir haben drei oder vier Riesentalente im Team, die in jedem Fall einmal in der ersten Mannschaft spielen können“, sagt der neue Trainer Stefan Minkwitz vor dem Start.

1. FC Kaiserslautern, SC Freiburg, VfB Stuttgart: um sein Auftaktprogramm ist Stefan Minkwitz wahrlich nicht zu beneiden. In den ersten drei Begegnungen der Spielzeit warten drei Gegner aus den Top Fünf der vergangenen Saison auf die Degerlocher. Doch damit möchte sich der 39-Jährige nicht aufhalten. „Meine Jungs brennen. Und ich bin genauso euphorisch“, sagt Minkwitz, der als Chefcoach der A-Junioren Neuland betritt. Bisher war Minkwitz als Co-Trainer der Aktiven in der Regional- und Oberliga tätig, die Arbeit mit der zweiten Mannschaft hat er zugunsten der neuen Aufgabe aufgegeben. „Es macht großen Spaß. Ich habe das Gefühl, den Jungs noch etwas beibringen zu können“, sagt er. In der Regionalliga steht er Peter Zeidler nach wie vor zur Seite. Und in dessen Mannschaft will Minkwitz nach und nach möglichst viele Talente führen. Einigen der aktuellen A-Junioren traut er sogar den direkten Sprung nach oben zu. Namen nennen möchte er allerdings nicht: „Das soll den Jungs nicht zu Kopf steigen.“ Neu im Verein sind der Innenverteidiger Ivan Cosic, der vom VfB zu den Kickers wechselte, und der Allrounder Dominique Fennell aus Ulm. Ziel der Mannschaft ist es, den Klassenverbleib frühzeitig zu sichern. In der vergangenen Spielzeit war das erst am vorletzten Spieltag gelungen. Eine erneute Zittersaison wollen die Kickers nur zu gerne vermeiden.

Für den Vorjahresvierten VfB Stuttgart beginnt die Saison derweil erst am 16. September mit dem Derby bei den Kickers. Die Mannschaft des Trainers Hansi Kleitsch hat wie der FC Bayern München und 1899 Hoffenheim ihre ersten Spiele verlegen lassen. Grund: die am Samstag beginnende U-17-Weltmeisterschaft in Südkorea, an der in Patrick Funk und Sebastian Rudy zwei VfB-Spieler teilnehmen.

Stuttgarter Zeitung