Präsidium der Stuttgarter Kickers jetzt komplett

Der frühere Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Jürgen Wetzel (64) wurde in der gestrigen Sitzung des Aufsichtsrats der Stuttgarter Kickers zum neuen Präsidiumsmitglied für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit bestellt. Das Präsidium ist damit vollständig. Die Präsidiumsmitglieder hatten sich einstimmig für den ehemaligen Vorstand der Stuttgarter Versicherung AG ausgesprochen, da er als langjähriges Gremienmitglied der Kickers umfassende Kenntnisse des Vereins besitzt und darüber hinaus als jüngerer Pensionär auch die zeitlichen Vorgaben dieses Amtes vollständig begleiten kann.

Der Präsident Dirk Eichelbaum kommentierte die Wahl in das Präsidium entsprechend erwartungsvoll: „Mit Hans-Jürgen Wetzel konnte ein langjähriger Begleiter des Vereins für dieses Amt gewonnen werden, der über jahrzehntelange Erfahrung im Bereich von Marketing und Vertrieb verfügt. Dieses Potential wollen wir nutzen und freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

Herr Wetzel wollte nach seinem Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender bei den Stuttgarter Kickers im Jahre 2005 ursprünglich nicht mehr für ein Amt zur Verfügung stehen, entschied sich aber nach entsprechender Anfrage des Präsidiums und mit Unterstützung von Frau Ursula Dünnwald-Metzler letztlich nochmals sein ganzes Know-How einzubringen.

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Becherwurf-Prozess wird zu Hängepartie

Becherwurf-Prozess wird zu Hängepartie

DNA-Gutachten fehlt – Wurfversuche der Polizei im Kickers-Stadion

Während sich die Anhänger des VfB Stuttgart bereits auf das DFB-Pokalfinale am 26. Mai in Berlin freuen, beschäftigt der Becherwurf beim Pokalspiel der Stuttgarter Kickers gegen Hertha BSC am 25. Oktober 2006 immer noch die Justiz. „Becherwurf-Prozess wird zu Hängepartie“ weiterlesen

Sebescen wird Teamchef für den Nachwuchs

Nun ist es endgültig. Der frühere Kickers-Spieler Zoltan Sebescen übernimmt vom 1. Juli 2007 an den Posten als Teamchef für den Nachwuchs bei den Stuttgarter Kickers. Der 31jährige, ehemalige Nationalspieler ist zuständig für alle Bereiche im Nachwuchsbereich, angefangen von den Bambinis bis zum U 23-Team. „Von der Verpflichtung von Sebescen versprechen wir uns einen Schub in der Nachwuchsarbeit, die für einen Verein wie die Kickers immer wichtiger wird“, kommentierte Präsident Dirk Eichelbaum die Verpflichtung des ehemaligen Fußball-Profis.

Zoltan Sebescen spielte nach seinem Wechsel von den Kickers bei Wolfsburg und Leverkusen und wurde kurzfristig auch in die Nationalmannschaft berufen. Nach einem Zeckenbiß und mehreren Verletzungen mußte er vorzeitig seine Laufbahn als Profi beenden und nimmt nun einen neuen Anlauf als Teamchef für den Nachwuchs. „Wichtig ist für mich eine enge Verzahnung der U17-, U19- und U23-Mannschaft, um in Abstimmung mit dem neuen Trainer Peter Zeidler und mit Manager Joachim Cast möglichst viele Talente der ersten Mannschaft zuzuführen“, sieht Sebescen seine Hauptaufgabe an.

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StZ: Die Kickers basteln an der Struktur

Marketing-GmbH geplant
 
STUTTGART (ump). Die Stuttgarter Kickers spielen am Sonntag bei Bayern München II. Neben der sportlichen Planung für diese Partie und die nächste Saison stehen beim Regionalligisten auch strukturelle Veränderungen an: im Marketing und beim Nachwuchs.

Trotz des verpassten Aufstiegs soll die Saison bei den Stuttgarter Kickers nicht einfach so auslaufen. Beim Regionalliga-Gastspiel am Sonntag (15 Uhr) bei Bayern München II will die Mannschaft des Trainers Robin Dutt zumindest ihre Auswärtsstärke beweisen. „Das ist das vorrangige Ziel“, sagt der Trainer, der alle Mann an Bord und damit die Qual der Wahl hat. Auch ein Spieler wie Angelo Vaccaro, der zuletzt 180 Minuten nicht zum Einsatz kam und entsprechend gefrustet ist, sei nicht abgeschrieben. Das Präsidiumsmitglied Walter Kelsch betont: „Wir brauchen einen Spieler wie ihn.“

Etwas anders sieht es offensichtlich bei Laszlo Kanyuk aus, der vor der Saison als großer Hoffnungsträger von Kickers Offenbach kam, aber (nicht zuletzt auf Grund von Verletzungen) bei den Kickers nie richtig in Tritt kam. „Jetzt überlege ich mir schon, ob ich nicht wechsle“, sagt der 28-Jährige trotz eines noch laufenden Vertrags. Und auch beim Verein scheint man ihm keine Steine in den Weg legen zu wollen, nachdem das Verhältnis Kanyuks bei dessen Exklub VfR Aalen zum künftigen Trainer Peter Zeidler nicht das allerbeste gewesen sein soll.

Auch strukturell sind Änderungen geplant. So ist dem Jugendkoordinator Oliver Munz zum Saisonende gekündigt worden. Zumindest über die Art und Weise zeigte sich der 32-Jährige enttäuscht. Der Präsident Dirk Eichelbaum indes war von der Nachwuchsarbeit nicht angetan: „Viel schlechter geht es nicht.“ Als Nachfolger ist der Exprofi Zoltan Sebescen vorgesehen, „unser absoluter Wunschkandidat“ (Eichelbaum), in dessen Aufgabenfeld auch die eine oder andere Trainerfrage fallen würde. Zum Beispiel bei der A-Jugend. Nachdem zunächst angedacht war, sich von Wolfgang Schneck zum Saisonende zu trennen, hat das Präsidium entschieden, sofort einen Schlussstrich zu ziehen, „nachdem Herr Schneck keine Chance mehr auf den Klassenverbleib sah“, sagt Eichelbaum. Nun soll der Amateurcoach Björn Hinck in Personalunion versuchen, noch den Abstieg zu verhindern. „Ich denke jedenfalls, dass sich die Unruhe in der Jugendabteilung schnell legen wird“, sagt Eichelbaum. Abwarten: als künftiger Trainer ist Clemente Peccerella (zuletzt Calcio Echterdingen) im Gespräch, auch Heinz Rebentisch könnte eine Aufgabe im Nachwuchs übernehmen.

Auch in einem weiteren Punkt hat das Präsidium konkrete Vorstellungen. So soll künftig eine eigene Marketing GmbH die wirtschaftliche Basis des Vereins absichern. „Darüber besteht weit gehend Einigkeit“, sagt Eichelbaum, allerdings noch nicht über die Art und Weise. So ist noch offen, ob dazu eine externe Agentur eingeschaltet wird (was die Kosten in die Höhe treiben würde) oder ob sie mehr von Vereinsseite aus gesteuert wird, wie es übrigens auch schon mal der Expräsident Hans Kullen geplant hatte.

Bereits heute Abend trifft der VfB Stuttgart II in einem vorgezogenen Spiel auf den 1. FC Kaiserslautern. Anpfiff gegen den Tabellenletzten ist um 19 Uhr im Schlienzstadion.

Stuttgarter Zeitung

GEA: Hans Kullen – ein Mann der Taten

Fußball – Der ehemalige SSV-Präsident genießt seine Freizeit. Bei den Kickers 601 000 Euro Plus erwirtschaftet  
 
VON MANFRED KRETSCHMER 
 
REUTLINGEN. Hans Kullen ist mit sich im Reinen. »Am Freitag komme ich ins Kreuzeiche-Stadion und schaue mir das Regionalliga-Spiel zwischen Reutlingen und den Stuttgarter Kickers an«, sagt der 65-Jährige. Er lächelt. Und fügt hinzu: »Ich war zuletzt bei fast jedem SSV-Heimspiel dabei.« 

Hans Kullen hat mit den beiden schwäbischen Traditions-Klubs eine ganz besondere Beziehung. Beim SSV übernahm er während der Turbulenzen nach dem Zweitliga-Abstieg das Ruder und verewigte sich wenig später als »66-Tage-Präsident« in den Annalen. Kurze Zeit danach stieg der Versicherungskaufmann bei den Stuttgarter Kickers als Vereinschef ein. Dieses Amt legte er kürzlich nach dreieinhalb Jahren nieder.

»Verstehe nicht, dass man von mir erwartet, Geld zu verschenken«

Hans Kullen und die Stuttgarter Kickers – dieses Kapitel ist längst nicht geschlossen. Vor wenigen Tagen machte die Kunde die Runde, dass der in Reicheneck wohnende Hülbener von den Kickers Geld will. Er fordert die Rückzahlung seines Darlehens in Höhe von 437 000 Euro. Damit bringt er das neue Führungsgremium auf der Waldau mächtig ins Schwitzen. Denn dieses möchte den für die nächste Fußball-Regionalliga-Saison vorgesehenen Etat in Höhe von 2,4 Millionen Euro kräftig erhöhen. Der Aufsichtsrat um Ex-Nationalspieler Walter Kelsch plant eine Haushalts-Aufstockung um ein bis zwei Millionen Euro. Die Macher auf der Waldau sind deshalb alles andere als erfreut, demnächst ein Darlehen zurückzahlen zu müssen.

»Für mich ist es neu, dass es ein Verbrechen ist, wenn einer sein Geld zurück will. Ich verstehe nicht, weshalb man von mir erwartet, Geld zu verschenken«, formuliert Kullen. Wegen einer »Rang-rücktrittsvereinbarung« bis 30. Juni 2008 dürfte er die gesamte Summe erst in gut einem Jahr erhalten. Aber: Eine Zinsverzichtserklärung hat Kullen, im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, diesmal nicht unterschrieben. »Ich will meine Zinsen zum 30. Juni 2007 und das Darlehen spätestens in einem Jahr«, erklärt er unmissverständlich.

Weshalb hat Kullen die Brocken nach dreieinhalb Jahren als erster Mann der »Blauen« hingeworfen? Kurz vor seinem Rücktritt, so war zu hören, habe der Aufsichtsrat Kullen das Misstrauen ausgesprochen – er sei teamunfähig und habe wichtige Entscheidungen mit dem Kontrollgremium nicht abgestimmt.

Kullen wiederum erklärt, er habe schon vor geraumer Zeit seinen Ausstieg zum 30. Juni diesen Jahres angekündigt. »Auf finanziellem Gebiet hatte ich keine Unterstützung. Ich wollte nicht weiterhin den Alleinunterhalter spielen.«

Vor allem die Mitglieder des Aufsichtsrates hätten sich nicht genügend engagiert. Kullen machte übrigens nicht als einziger den Abflug – auch seine Präsidiumskollegen Dieter Wahl, Jürgen Köhn und Edgar Kurz zogen sich zurück. Mit seiner hemdsärmeligen Art eckte Kullen in der Kickers-Familie immer wieder an. Er ist nun mal ein Mann der offenen Worte, ein Mann der Taten. »Mein Motto heißt: Nicht nur reden, sondern tun«, so Kullen.

Und getan hat er sehr viel beim Ex-Bundesligisten. Seine Bilanz ist imposant. »Als ich kam, stand der Verein vor der Insolvenz; als ich ging, war ein Plus von 601 000 Euro da.«

»Ich wollte nicht weiterhin den Alleinunterhalter spielen«

Kullen erinnert sich, dass er vor seiner Wahl zum Kickers-Präsidenten geleimt worden war. »Man hat mir 21 000 Euro Miese versprochen.« In Wirklichkeit sei der Verein »total überschuldet« gewesen und zudem sportlich vor einem Scherbenhaufen gestanden. Kullen: »Die Stuttgarter Kickers wären 2003 in die Oberliga abgestiegen, sind aber letztlich drin geblieben, weil der SSV Reutlingen und Waldhof Mannheim keine Regionalliga-Lizenz erhielten.« Normalerweise hätte er sich damals gleich wieder verabschieden können von seinem neuen Amt. Doch Kullen nahm nach eigenen Angaben »mein Herz in beide Hände« und leitete die Konsolidierung ein. Sportlich ging’s aufwärts und auf wirtschaftlichem Sektor gelang ihm das Kunststück, in neun Monaten 1,2 Millionen Euro einzusparen.

Hans Kullen ist mit sich im Reinen. »Ich habe erhobenen Hauptes als Präsident der Kickers aufgehört«, verkündet er voller Stolz. In ein neues Amt drängt es ihn in diesen Tagen nicht. »Ich könnte schon längst wieder eines haben, wenn ich gewollt hätte. Ich genieße jetzt aber meine Freizeit.« Beispielsweise geht er als normaler Zuschauer ins Kreuzeiche-Stadion. Morgen Abend. Zum Derby zwischen dem SSV Reutlingen und den Stuttgarter Kickers. (GEA)

Reutlinger General-Anzeiger

Presse zur Rückforderungen von Hans Kullen

Hans Kullen will sein Geld zurück

Die Kickers haben ein Problem

STUTTGART. Als Präsident der Stuttgarter Kickers hat Hans Kullen dem Verein einst ein Darlehen in Höhe von 437 000 Euro gewährt. Diese Summe fordert er nun bei seinem Nachfolger Dirk Eichelbaum ein. Doch der neue Chef des Drittligisten will davon nichts wissen.

Von Peter Stolterfoht

Zum Glück ist es schon lange aus der Mode gekommen, dass die Überbringer schlechter Nachrichten für getane Arbeit mit dem Leben bezahlen müssen. Sonst würde sich ja auch garantiert kein Postbote finden, der den Stuttgarter Kickers die Briefe zustellt. Dieser Tage ist auf der Degerlocher Geschäftsstelle wieder einmal so eine Hiobsbotschaft eingegangenen. Der Absender: Hans Kullen.

Der Anfang des Monats nach Querelen mit Teilen des Aufsichtsrats zurückgetretene Präsident des Regionalligisten teilte der neuen Vereinsführung mit Dirk Eichelbaum an der Spitze mit, dass er mit sofortiger Wirkung die 437 000 Euro zurückhaben wolle, die er dem Klub in Form eines Rangrücktrittsdarlehens zur Verfügung gestellt hat. Mit einem Rangrücktrittsdarlehen steht Kullen in der Reihe derer, die Forderungen gegenüber den Kickers haben, ganz hinten. „Dem Rangrücktritt ist aber mittlerweile die Voraussetzung entzogen worden“, sagt Kullen, „ich habe den Vertrag in meiner Funktion als Präsident unterschrieben und fühle mich nun nicht mehr an Abmachungen gebunden.“ Für ihn sei es auch eine Stilfrage, dass er sein Geld schnell zurückbekomme. „Die neue Vereinsführung steht in der Pflicht. Sie kann mein Darlehen übernehmen“, so Hans Kullen, der einen Rechtsanwalt beauftragt hat, seine Interessen zu vertreten.

Dirk Eichelbaum ist selbst Jurist, aber nicht nur deshalb glaubt er, auf rechtlichen Beistand verzichten zu können. „Kullens Forderung fehlt jegliche Grundlage. Er kann frühestens im Juli 2008 kündigen“, so der neue Kickers-Präsident, der aber auch weiß: „Die Sache bringt Unruhe in den Verein.“ Denn nun ist endgültig klar, dass die Kickers nicht mehr dauerhaft mit dem Geld von Hans Kullen rechnen können. „Ich gehe davon aus, dass die neue Vereinsführung auf diese Situation vorbereitet ist“, sagt Kullen. Doch offensichtlich gibt es den Kickers-Notplan nicht.

Keine rosigen Aussichten für den chronisch an Geldmangel leidenden Drittligisten. Denn das nächste Lizenzierungsverfahren kommt bestimmt. Und wenn bis dahin auch die Witwe des ehemaligen Kickers-Präsidenten Axel-Dünnwald-Metzler zu erkennen gibt, ihren Rangrücktritt von einem Darlehen über 550 000 Euro zu kündigen, droht dem Klub die Insolvenz. Was die Suche nach einem neuen Trainer nicht unbedingt erleichtert. Neben Jürgen Seeberger gilt der ehemalige Bundesligaprofi Bernd Hollerbach, der zuletzt den VfB Lübeck trainierte, als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge des nach Freiburg wechselnden Robin Dutt.

Dass der finanzielle Kollaps ein Thema ist, gibt Eichelbaum auch zu, indem er sagt: „Kullen will Milch von der Kuh. Die bekommt er aber nur, wenn er sie nicht erschießt.“

Stuttgarter Zeitung

Ex-Kickers-Chef schlägt zurück

Kullen fordert 450 000 Euro

Stuttgart (jüf) – Am 6. März war Hans Kullen als Präsident der Stuttgarter Kickers ohne größere Nebengeräusche von Bord gegangen. Jetzt geht der Ex-Chef des Regionalligisten in die Offensive und fordert die Rückzahlung seines Darlehens von 450 000 Euro. Für dieses hatte er Ende Februar den Rangrücktritt bis zum 30. Juni 2008 verlängert. Diese Vereinbarung hat Kullen nun angefochten – was der Versicherungskaufmann aus Hülben bestätigte: „Ich fordere nur das, was mir zusteht“, sagte er gegenüber unserer Zeitung. Zu Details wollte sich der 65-Jährige nicht äußern: „Ich werde keine Schlammschlacht beginnen.“Die Gründe für die Anfechtung dürften klar sein. Kullen schlägt zurück, da er erst kurz nach der Verlängerung des Rangrücktritts mit unangenehmen Fragen des Aufsichtsrats konfrontiert wurde, die zu seinem Rücktritt führten. Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum hält die Auseinandersetzung für „unangenehm, aber derzeit nicht bedrohlich“. Denn die von Kullen angeführten Gründe stützten in keinem Fall die Anfechtung der Rangrücktrittsvereinbarung.

Unterdessen geht die Trainersuche in die entscheidende Phase. Der Kandidatenkreis wurde auf vier Personen eingegrenzt. Mit im Rennen sind Peter Zeidler (1. FC Nürnberg II) und Günter Rommel (VfL Sindelfingen, Frauen). Jürgen Seeberger (ohne Club) steht vor einem Wechsel zum FC Vaduz.

Stuttgarter Nachrichten

Kullen will von den Kickers 450.000 Euro zurück

Kullen will von den Kickers 450.000 Euro zurück

Der frühere Präsident der Stuttgarter Kickers, Hans Kullen, hat von dem Fußball-Regionalligisten Kredite in Höhe von 450.000 Euro zurückgefordert. Sollte Kullen Recht bekommen, droht dem Klub die Insolvenz.
Hans Kullen (Quelle: Stuttgarter Kickers)

In einem Schreiben habe Kullen die bis 30. Juni 2008 laufende „Rangrücktrittsvereinbarung“ in Höhe von 450.000 Euro angefochten, teilte der neue Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum mit. Dieser so genannte Rangrücktritt sei wie in den Jahren zuvor Bestandteil des Lizenzantrags beim Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Die Vereinbarung mit Kullen sehe vor, dass die gewährten Mittel nur nachrangig zu anderen Gläubigern und nur unter gewissen Voraussetzungen an ihn zurückgezahlt werden müssten, sagte Eichelbaum. Die nun vom Ex-Präsidenten angeführten Gründe würden „in keinem Fall die erklärte Anfechtung der Rangrücktrittsvereinbarung stützen“, sagte sein Nachfolger.

Sollte Kullen mit seinem Vorgehen dennoch erfolgreich sein, müsste der Regionalligist nach früheren Aussagen des Präsidiums unverzüglich Insolvenz anmelden. Kullen war vor drei Wochen nach Auseinandersetzungen mit Teilen des Aufsichtsrats von seinem Amt als Kickers-Präsident zurückgetreten. Hintergrund waren Streitigkeiten um die Vereinsfinanzen und den Führungsstil des 65-Jährigen.

SWR