StZ: Die Kickers basteln an der Struktur

27. April 2007 in Nachwuchs, News, Verein

Marketing-GmbH geplant
 
STUTTGART (ump). Die Stuttgarter Kickers spielen am Sonntag bei Bayern München II. Neben der sportlichen Planung für diese Partie und die nächste Saison stehen beim Regionalligisten auch strukturelle Veränderungen an: im Marketing und beim Nachwuchs.

Trotz des verpassten Aufstiegs soll die Saison bei den Stuttgarter Kickers nicht einfach so auslaufen. Beim Regionalliga-Gastspiel am Sonntag (15 Uhr) bei Bayern München II will die Mannschaft des Trainers Robin Dutt zumindest ihre Auswärtsstärke beweisen. „Das ist das vorrangige Ziel“, sagt der Trainer, der alle Mann an Bord und damit die Qual der Wahl hat. Auch ein Spieler wie Angelo Vaccaro, der zuletzt 180 Minuten nicht zum Einsatz kam und entsprechend gefrustet ist, sei nicht abgeschrieben. Das Präsidiumsmitglied Walter Kelsch betont: „Wir brauchen einen Spieler wie ihn.“

Etwas anders sieht es offensichtlich bei Laszlo Kanyuk aus, der vor der Saison als großer Hoffnungsträger von Kickers Offenbach kam, aber (nicht zuletzt auf Grund von Verletzungen) bei den Kickers nie richtig in Tritt kam. „Jetzt überlege ich mir schon, ob ich nicht wechsle“, sagt der 28-Jährige trotz eines noch laufenden Vertrags. Und auch beim Verein scheint man ihm keine Steine in den Weg legen zu wollen, nachdem das Verhältnis Kanyuks bei dessen Exklub VfR Aalen zum künftigen Trainer Peter Zeidler nicht das allerbeste gewesen sein soll.

Auch strukturell sind Änderungen geplant. So ist dem Jugendkoordinator Oliver Munz zum Saisonende gekündigt worden. Zumindest über die Art und Weise zeigte sich der 32-Jährige enttäuscht. Der Präsident Dirk Eichelbaum indes war von der Nachwuchsarbeit nicht angetan: „Viel schlechter geht es nicht.“ Als Nachfolger ist der Exprofi Zoltan Sebescen vorgesehen, „unser absoluter Wunschkandidat“ (Eichelbaum), in dessen Aufgabenfeld auch die eine oder andere Trainerfrage fallen würde. Zum Beispiel bei der A-Jugend. Nachdem zunächst angedacht war, sich von Wolfgang Schneck zum Saisonende zu trennen, hat das Präsidium entschieden, sofort einen Schlussstrich zu ziehen, „nachdem Herr Schneck keine Chance mehr auf den Klassenverbleib sah“, sagt Eichelbaum. Nun soll der Amateurcoach Björn Hinck in Personalunion versuchen, noch den Abstieg zu verhindern. „Ich denke jedenfalls, dass sich die Unruhe in der Jugendabteilung schnell legen wird“, sagt Eichelbaum. Abwarten: als künftiger Trainer ist Clemente Peccerella (zuletzt Calcio Echterdingen) im Gespräch, auch Heinz Rebentisch könnte eine Aufgabe im Nachwuchs übernehmen.

Auch in einem weiteren Punkt hat das Präsidium konkrete Vorstellungen. So soll künftig eine eigene Marketing GmbH die wirtschaftliche Basis des Vereins absichern. „Darüber besteht weit gehend Einigkeit“, sagt Eichelbaum, allerdings noch nicht über die Art und Weise. So ist noch offen, ob dazu eine externe Agentur eingeschaltet wird (was die Kosten in die Höhe treiben würde) oder ob sie mehr von Vereinsseite aus gesteuert wird, wie es übrigens auch schon mal der Expräsident Hans Kullen geplant hatte.

Bereits heute Abend trifft der VfB Stuttgart II in einem vorgezogenen Spiel auf den 1. FC Kaiserslautern. Anpfiff gegen den Tabellenletzten ist um 19 Uhr im Schlienzstadion.

Stuttgarter Zeitung

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