Presse zum Sieg bei der Sindelfinger Hallengala

Kickers erfolgreich

Die Organisatoren der Sindelfinger Hallenfußballgala haben auch nach der 27. Auflage eine positive Bilanz gezogen. „Wir sind sehr zufrieden. Trotz der widrigen Wetterumstände sind 7500 Zuschauer in den Glaspalast gekommen“, sagte Ewald Höhn, der Abteilungsleiter Fußball des VfL Sindelfingen. An dem größten Hallen-Amateurturnier Deutschlands, das der Landesligist gemeinsam mit dem GSV Maichingen veranstaltet, nahmen 199 Mannschaften von der Kreisklasse bis zur Regionalliga teil.

Deshalb begann die Vorrunde schon am 21. Dezember 2009 – und das Turnier endete erst gestern Abend mit einem Sieg der Stuttgarter Kickers: Der Regionalligist bezwang vor 800 Zuschauern im Finale den Titelverteidiger SGV Freiberg glatt mit 4:0. Platz drei ging an die Oberligamannschaft der Kickers (1:0 gegen SV Böblingen).

„Während für die anderen Vereine Winterpause war, hatten wir Stress, aber es hat sich wieder gelohnt“, sagte Höhn. scha

Stuttgarter Zeitung

Kickers gewinnen Hallengala ohne Niederlage
4:0 im Finale gegen Freiberg – Zweite Mannschaft belegt Platz drei

SINDELFINGEN (may/kli). Die Stuttgarter Kickers waren der dominierende Verein bei der Hallenfußballgala im Sindelfinger Glaspalast. Das Regionalliga-Team zog ohne Niederlage ins Endspiel ein – und ließ Titelverteidiger SGV Freiberg keine Chance. Beim 4:0 gegen den Oberligisten trafen Marcel Ivanusa, Mahir Savranlioglu, Dirk Prediger und Mijo Tunjic. Dafür gab es ein Preisgeld von 2500 Euro. Das Oberliga-Team der Kickers durfte sich über 500 Euro freuen: Die U 23 gewann das Spiel um Platz drei gegen die SV Böblingen dank eines Eigentors des Landesligisten 1:0. Im Halbfinale hatten die kleinen Blauen 1:2 gegen Freiberg verloren.

Die Gala ist das größte Hallenfußballturnier für Amateure in Europa. 198 Mannschaften spielten seit 19. Dezember im Glaspalast, 45 Teams standen im Hauptfeld am Wochenende. Insgesamt kamen 7500 Zuschauer zu dem Turnier, das die Kickers nach 2004 zum zweiten Mal gewannen.

Richtig ernst wird es für die Blauen allerdings erst am 24. Februar. Dann empfangen sie zum ersten Regionalliga-Pflichtspiel im Jahr 2010 den SC Freiburg II. Zuvor stehen zwei Trainingslager an – vom 19. bis zum 21. Januar im Kleinwalsertal und vom 5. bis zum 12. Februar im türkischen Antalya.

Bis Ende dieser Woche wollen die Kickers-Verantwortlichen endgültig klären, ob Ex-Torhüter Tino Köstel (31) ins Präsidium aufrückt und sich dort um den sportlichen Bereich kümmert. Mit dem Wunschkandidaten ist sich Präsident Edgar Kurz im Grunde einig – „es müssen aber noch ein paar formelle Dinge geregelt werden“.

Stuttgarter Nachrichten

FREIBERG, 12. JANUAR 2010
Titelverteidiger SGV Freiberg verliert Finale gegen die Kickers
Regionalligist aus Stuttgart gewinnt Finale bei Hallenfußball-Gala in Sindelfingen mit 4:0 gegen den Oberligisten
Der SGV Freiberg belegte bei der Sindelfinger Hallenfußball-Gala den zweiten Platz. Im Finale verlor der Oberligist gegen die Stuttgarter Kickers 0:4. Erneut spielte sich der SGV Freiberg bis ins Finale des Sindelfinger Hallenturniers, an dem insgesamt 194 Mannschaften teilgenommen haben. In der Zwischenrunde griffen die höherklassigen Mannschaften ins Turniergeschehen. Zu den 20 gesetzten Teams kamen 25 Qualifikanten.

Den im vergangenen Jahr errungenen Turniersieg konnten die Freiberger nicht wiederholen. Im Finale unterlagen sie dem Regionalligisten Stuttgarter Kickers mit 0:4. Platz drei belegte die Oberligamannschaft der Stuttgarter Kickers II, die im kleinen Finale den SV Böblingen mit 1:0 besiegten. Bis ins Viertelfinale geschafft hatte es die Spvgg 07 Ludwigsburg, die nach einem 0:2 gegen den späteren Turniersieger ausscheiden musste. Eine Runde zuvor war das Aus für den TSV Münchingen gekommen nch dem 0:1 im Achtelfinale gegen den FC Gärtringen. Der SGV Freiberg besiegte auf dem Weg ins Finale in den Gruppenspielen den FC Marbach 1:0 und den TSV Flacht 2:1, trennte sich vom TV Darmsheim 1:1. In der Endrunde reichten dem Oberligisten ein 3:0 gegen Normannia Gmünd und ein 0:0 gegen den TSV Eltingen für den Achtelfinaleinzug. Dort besiegten die Freiberger den TV Deggingen 4:0, setzten sich im Viertelfinale mit 4:2 nach Neunmeterschießen gegen den FC Gärtringen durch und gewannen das Halbfinalspiel gegen die Stuttgarter Kickers II mit 2:1. bz

Bönnigheimer Zeitung

Vom Turniersieger sauber rasiert
Von Jürgen Wegner und Edip Zvizdiç

Ein kurzes, aber interessantes Gespräch entwickelte sich zu Beginn des Finaltags der 27. Hallenfußball-Gala zwischen Ewald Höhn und Wolfgang Altheide, deutscher Teammanager des liechtensteinischen Clubs USV Eschen-Mauren. Die Frage des Sindelfinger Abteilungsleiters „Werden heute die Gegner rasiert?“ konterte Wolfgang Altheide süffisant mit den Worten „Wir haben den Schaum dabei!“. Und in der Tat kam der Schaum zum Einsatz, allerdings nicht so wie es sich Altheide und Höhn vorgestellt hatten. Im Achtelfinale wurden die Gäste aus dem Fürstentum Liechtenstein nämlich vom späteren Turniersieger Stuttgarter Kickers I mit 5:1 rasiert.

r r r

An den Vorjahreserfolg nicht mehr anknüpfen konnte die Spvgg Weil der Stadt. Vor Jahresfrist erst im Achtelfinale der Hallenfußball-Gala gescheitert, ereilte den Tabellenführer der Kreisliga B IV Enz/Murr dieses Mal das Aus bereits in der Vorrunde. Der Ärger von Weil der Stadts Spielertrainer Valentino Grimaudo hielt sich aber in Grenzen. „Bei uns überwiegt immer noch die Freude, dass wir mit einer Wildcard beim Hauptturnier starten konnten. In dieser schweren Gruppe konnten wir aber nichts ausrichten. Dennoch war es für uns eine tolle Sache hier gegen die Stuttgarter Kickers zu spielen.“

r r r

Nur schwer zu beruhigen war nach dem Aus in der Zwischenrunde Alexander Zamzow. Der Mittelfeldspieler des GSV Maichingen ärgerte sich wie so viele Zuschauer über einen äußert zweifelhaften Neunmeterpfiff für den TSV Münchingen und ließ das den Schiedsrichter nach dem Spielende auch deutlich wissen. Mit einem 0:0 hätte ein Neunmeterschießen über das Weiterkommen entschieden.

r r r

Einen wie so oft in den vergangenen Jahren sehr guten Eindruck hinterließ im Glaspalast der TV Darmsheim. Im Achtelfinale traf das Team um Spielertrainer Tobias Lindner, der in unnachahmlicher Manier von hinten heraus das Spiel aufzog, auf die Stuttgarter Kickers II und machte dem Favoriten von Beginn an das Leben schwer. Zwar gingen die „kleinen“ Kickers zwei Mal in Führung, doch wussten Björn Holz und Vincent Werner zwei Mal zu egalisieren. Nur Zentimeter fehlten dem TVD zum Vordringen in die Runde der letzten Acht, als Björn Holz den Pfosten traf. Im Gegenzug machten die Stuttgarter durch Royal-Dominique Fennell alles klar. Tobias Lindner war trotz des Ausscheidens stolz auf seine Mannen. „Wir haben dem höherklassigen Gegner alles abverlangt. Schade finde ich nur, dass wir das mögliche Viertelfinale gegen den VfL Sindelfingen verpasst haben. Das wäre der absolute Höhepunkt gewesen.“

r r r

Nicht wenige im Organisationsteam bedauerten das Ausscheiden der Darmsheimer und ihres wieder einmal zahlreich erschienenen Anhangs, sind die doch dafür bekannt, ihre Erfolge ausgiebig zu feiern. So herrschte nach dem Turnierende gähnende Leere im Spiegelsaal des Glaspalasts. Der Großteil der Spieler der beiden Veranstalter hielt es nicht einmal für angebracht, sich das Turnier bis zum Ende anzuschauen.

r r r

Mario Estasi trainiert auch in der kommenden Saison den Fußball-Landesligisten SV Böblingen. Dies wurde am Rande der 27.?Sindelfinger Hallenfußball-Gala bekannt. Das gute Auftreten seiner Mannschaft, das mit Platz vier belohnt wurde, dürfte ihn in seiner Entscheidung bestärkt haben.

Sindelfinger/Böblinger Zeitung

Heimspiel gegen den SC Freiburg II ist abgesagt

Der Wintereinbruch in Stuttgart-Degerloch läßt eine Austragung der Heimpartie der Stuttgarter Kickers gegen den SC Freiburg II am Sonntag, 20. Dezember 2009, um 14.00 Uhr im GAZi-Stadion auf der Waldau nicht zu. Ein tief gefrorener und unebener Rasen mit Eisplatten machen das Spielfeld unbespielbar. Dies entschied am heutigen Freitagmorgen eine vom Süddeutschen Fußballverband (SFV) angeforderte Platzkommission – bestehend aus Vertretern des Vereins, des Württembergischen Fußballverbands und der Stadt Stuttgart – nach ihrer gemeinsamen Begehung im GAZi-Stadion.
Ein Nachholtermin steht noch nicht fest, das Spiel wird aber erst im neuen Jahr 2010 angesetzt.
Alle bereits erworbenen Tickets behalten selbstverständlich für das Nachholspiel im neuen Jahr ihre Gültigkeit.

Offizielle Homepage

Presse zu SV Wehen-Wiesbaden II – Stuttgarter Kickers (1:1)

Punktverluste mit Ansage

Regionalliga Die Kickers kassieren in Wehen kurz vor Schluss denAusgleich, Reutlingen verliert das Derby in Ulm. Von Joachim Klumpp

Den Auftrag an die Mannschaft der Stuttgarter Kickers hat der Trainer Dirk Schuster klar formuliert. „Wir wollen in den beiden letzten Spielen des Jahres mindestens so viele Punkte wie gegen diese Gegner in der Hinrunde.“ Da waren es deren vier gegen den SC Freiburg II und den SV Wehen Wiesbaden II, wo die Mannschaft gestern mit dem 1:1 (1:0) allenfalls das Minimalziel erreicht hat. „So kurz vor Schluss das Tor zu bekommen ist ärgerlich“, sagte Schuster über den späten Ausgleich in der 88. Minute. Dabei hatte er noch eindringlich gewarnt gehabt: „Nach der Niederlage in Nürnberg gibt es keinen Grund, den Gegner zu unterschätzen.“

Auch wenn es diesmal zum Tabellenletzten und nicht -ersten ging. Dementsprechend groß war die Enttäuschung, zumal die Mannschaft den Blick nun erst einmal eher nach unten als nach oben richten muss. Dabei lief zunächst alles nach Plan. Die Mannschaft, wieder mit Enzo Marchese im Mittelfeld, ging engagiert ans Werk. Aggressives Pressing war angesagt. Kurz vor der Pause folgte dann die Führung durch ein Abstaubertor von Fabian Gerster. Verdientermaßen nach dem bereits sechsten Eckball. „Da waren wir klar die bessere Mannschaft“, sagte Schuster.

Nach der Pause hatten die Kickers sogar die Chance zur Vorentscheidung, als Michele Rizzi mit einem Distanzschuss scheiterte. Nach einer Stunde kam Wehen zum ersten Eckball – und anschließend zu einer Reihe von guten Chancen. An der Seitenlinie wurden Schuster und sein Assistent Alexander Malchow jedenfalls zunehmend unruhiger, weil nicht nur einmal der Ausgleich in der Luft lag – und schließlich auch fiel. „Wir dachten eigentlich, die Drangperiode sei vorbei“, sagte Schuster, der mit seinem Team gegen Freiburg gewinnen muss, um die Vorgabe einzuhalten. Zuvor steht heute (18 Uhr) eine andere Aufgabe auf dem Programm: bei Weihnachtsmann und Co. KG auf dem Schlossplatz; mit dem kompletten Team, also auch Marcel Rapp und Dirk Prediger, die gestern ihre fünfte Gelbe Karte sahen und für ein Spiel gesperrt sind. (…)

Stuttgarter Zeitung

1:1 – Kickers verschenken zwei Punkte
Beim bisherigen Schlusslicht kassieren die Blauen drei Minuten vor Schluss den Ausgleich – Vertrag mit Großsponsor vor dem Abschluss

Das war richtig ärgerlich: Im ersten Rückrundenspiel kam Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers beim SV Wehen Wiesbaden II nach klar überlegener erster Halbzeit nur zu einem 1:1 (1:0). „Wie so oft in dieser Saison haben wir uns selbst um den Erfolg gebracht“, schimpfte Kickers-Trainer Dirk Schuster.

Von Benjamin Gerig

und Jürgen Frey

WIESBADEN. Als die Blauen nach der Wehener Drangphase glaubten, das Gröbste überstanden zu haben, schlug das Reserveteam des Drittligisten doch noch zu. Kickers-Keeper Daniel Wagner konnte nach einem Eckball den Ball nur zur Seite abwehren – Nazir Saridogan war zur Stelle und jagte die Kugel aus spitzem Winkel zum 1:1 (87.) ins Tor. Kurz zuvor hätte Alessandro Abruscia das Spiel für die Kickers entscheiden können. Doch nach einem Solo über das halbe Spielfeld scheiterte der Offensivverteidiger frei vor Wehens Torwart Marc Birkenbach (85.). Damit kein falscher Verdacht aufkommt: Auch die Hessen hatten in der zweiten Halbzeit gute Torchancen und gaben nie auf: „Wir haben uns nach der Pause deutlich gesteigert und uns diesen Punkt verdient“, sagte Wehens Trainer Thomas Zampach.

Das ändert nichts daran, dass die Kickers zwei Zähler verloren haben. Die Blauen waren in den ersten 45 Minuten das deutlich stärkere Team. Heraus kam aber nur eine magere 1:0-Führung durch das erste Saisontor von Fabian Gerster (43.). Der Verteidiger hatte nach einem Eckball am schnellsten geschaltet und den Ball über die Linie gedrückt. Nach der Pause riss bei den Blauen der Faden. „Der Ausgleich kurz vor Schluss ist sehr ärgerlich“, fand Trainer Schuster.

Wie schon in einigen Spielen in der Vorrunde fehlte der jungen Kickers-Mannschaft auch zum Rückrundenstart die nötige Kaltschnäuzigkeit. „Vor allem bei Standardsituationen des Gegners sind wir oft zu sorglos“, moniert Schuster, „nicht jeder ist in diesen Situationen bereit, genügend Verantwortung zu übernehmen.“

Erfolge feiern die Blauen dagegen am Verhandlungstisch. Der Vertrag mit einem Sponsor, der den Kautionsfonds über 200 000 Euro beim DFB abdeckt, steht laut Präsident Edgar Kurz „kurz vor dem Abschluss“. Der Kickers-Chef bestätigte auch, dass mit einer Investorengruppe verhandelt wird, die Interesse zeigt einzusteigen, um den Verein wirtschaftlich voranzubringen. „Mit diesem Geld hätten wir Spielräume, um in unsere entwicklungsfähige Mannschaft weiter investieren zu können“, sagt Kurz. Parallel dazu laufen vor dem letzten Spiel des Jahres am kommenden Sonntag (14 Uhr/Gazistadion) gegen den SC Freiburg II weitere Gespräche mit Spielern aus dem aktuellen Kader. Wobei eine Vertragsverlängerung mit Torjäger Mijo Tunjic noch in diesem Jahr unwahrscheinlich ist. „Wir wollen uns noch ein bisschen Zeit lassen“, sagt sein Berater Hans-Adolf Pieper, der aber einräumt: „Sehr vieles spricht für ein Bleiben bei den Kickers.“

Stuttgarter Nachrichten

Kickers nur 1:1 beim Schlusslicht

Wiesbaden (red) – Die Regionalliga-Fußballer der Stuttgarter Kickers kamen beim bisherigen Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden II nicht über ein 1:1 (1:0)-Unentschieden hinaus. Die gerade einmal 200 Zuschauer in der Britta-Arena sahen dabei zwei unterschiedliche Spielhälften.

Im ersten Durchgang dominierten die Kickers, bei denen Enzo Marchese wieder in der Startelf stand. Nach einem Eckball von Marchese scheiterte Kapitän Marcel Rapp per Kopf, doch Fabian Gerster staubte zur verdienten Führung für die „Blauen“ ab. (43.). Nach dem Wechsel wurden die Wehener immer stärker und erarbeiteten sich einige Chancen zum Ausgleich. Kurz vor Schluss gelang er dann: Nazir Saridogan traf zum 1:1, er war ebenfalls nach einem Eckstoß (88.) erfolgreich.

Immerhin kletterten die Stuttgarter mit jetzt 24 Punkten um einen Rang auf Platz zehn, die Wehener sind nur noch Vorletzter.

Eßlinger Zeitung

Den Schalter umgelegt

SVWW II Saridogans später Treffer zum 1:1 gegen Kickers Stuttgart ein Lebenszeichen

(nn). Nur ein Punkt, aber ein Lebenszeichen. Ab der 60. Minute schaltete Fußball-Regionalligist SV Wehen Wiesbaden II im Duell mit Kickers Stuttgart Eigenschaften frei, die verschollen schienen. Bedingungsloser Einsatz war angesagt. Er wurde nach 0:1-Rückstand durch den Treffer von Nazir Saridogan – sein erstes Saisontor – mit dem 1:1-Endstand belohnt. Hinterher hätte man als Erkenntnis des Spiels in Stein meißeln können: „Nur so kann man im Abstiegskampf bestehen.“

Wobei Trainer Thomas Zampach die Vorstellung von Halbzeit eins so bitter aufstieß, dass er sich zunächst gar nicht recht über den Kraftakt freuen mochte: „Jedes Mal verschlafen wir den Start. Immer brauchen wir erst eine Backpfeife, um wach zu werden. Später war das Engagement dann absolut top.“ Hatte der SVWW-Unterbau zuerst auf das intensive Forechecking der Schwaben nur reagieren können, so ergriff er nach dem Schuss von Hajrudin Catic und der anschließenden Energieleistung des unermüdlichen Sebastian Szimayer (60.) die Initiative. Schlagartig schien allen zu dämmern: Hoppla, wir können uns tatsächlich noch Chancen erarbeiten. Saridogan, bis dahin mit kaum einer gelungenen Aktion, sorgte per Kopfball für Gefahr, jagte den nächsten Ball aus 14 Metern über den Kasten, scheiterte zudem von Halbrechts. Für ihn geriet die Partie zum persönlichen Kampf gegen das Pech, gegen den drohenden Stempel „Auslaufmodell“. Keeper Marc Birkenbach musste nochmals retten, dann war der Weg zum Schlussakkord geeebnet. Jusuf Celiksoy zog von der Strafraumgrenze ab, der Ball prallte nach rechts wo ihn Saridogan kurz vor der Torlinie erwischte und mit Vehmenz hoch in die Maschen donnerte. „Jedem war klar, dass wir nichts mehr zu verlieren hatten. Daraufhin wurden Schalter umgelegt und wir haben selbst ein Pressing aufgezogen“, rückte der Schütze seinen Treffer in den Hintergrund, sprach von einem Gemeinschafts-Produkt.

Ex-Nationalspieler und Gäste-Trainer Dirk Schuster, der bei leichtem Schneefall kurzärmelig coachte, war dagegen bedient. Sein Team hatte sich den Dreier noch wegschnappen lassen. Überrascht darüber, dass der SVWW plötzlich Willens-Gene aktivierte.

SV Wehen Wiesbaden II: Birkenbach – T. Acar, Rasch (80. Celiksoy), Schramm, Gajda – C. Hübner (70. Schmick), Streker (68. Ekiz), F. Hübner, Catic – Saridogan, Szimayer.

Kickers Stuttgart: Wagner – Abruscia, Köpf, Rapp, Gerster – Jung, Rizzi, Ivanusa (57. Prediger), Petruso – Tunjic (72. Gümüssu), Marchese.

Tore: 0:1 Gerster (43.), 1:1 Saridogan (87.).- SR: Alt (Illingen).- Zu.: 200.

Wiesbadener Kurier

Unterschiedliche Halbzeiten mit späten Toren führt zur Punkteteilung gegen den SV Wehen Wiesbaden II

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten mit jeweils einem späten Tor sahen die 200 Zuschauer in der BRITA-Arena in Wiesbaden. Die Kickers dominierten den ersten Spielabschnitt und trafen nach dem sechsten Eckball zur verdienten Führung, als Fabian Gerster einen Abpraller zum 0:1 verwertete (43.). Im zweiten Durchgang war der Tabellenletzte aus Wiesbaden die bessere Mannschaft mit einigen guten Chancen. Kurz vor Schluss traf Nazir Saridogan zum 1:1-Ausgleich (88.).

Die Aufstellung:

Enzo Marchese rückte heute erstmals wieder in die Startelf, dafür musste Dirk Prediger zunächst auf der Auswechselbank Platz nehmen. Ansonsten ließ Trainer Dirk Schuster erneut dieselbe Elf der letzte Wochen auflaufen: Im Tor Daniel Wagner, die Abwehrreihe mit Alessandro Abruscia, Simon Köpf, Marcel Rapp und Fabian Gerster. Vor der Abwehr spielte Michele Rizzi neben Marcel Ivanusa, rechts Demis Jung, links Franco Petruso und vorne stürmten Enzo Marchese neben Mijo Tunjic.

Der Spielverlauf:

Die Kickers starteten mit viel Tempo in die Partei, frühes Pressing und schnelle Balleroberungen waren die Folge. Die Mannschaft von Dirk Schuster spielte von Beginn an überlegen und die ersten nennenswerten Chancen stellten sich ein: Demis Jung mit einem Schuss ans Außennetz (3.), der Schuss von Mijo Tunjic über die Latte (5.) und der Schuss aus der zweiten Reihe von Franco Petruso (8.) brachten aber kein frühes Tor beim Tabellenschlusslicht. Zur ersten Chance kamen die Gastgeber nach einem Konter, doch Daniel Wagner entschärfte den Schuss von Nazir Saridogan gekonnt (14.).
Die beste Chance dann für die Blauen in der 22. Minute: Alessandro Abruscia setzte sich über rechts durch, Pass ins Sturmzentrum auf Enzo Marchese, der wunderbar auf Marcel Ivanusa ablegte, doch der Mittelfeldspieler schoss aus 16 Metern drüber.
In der Folge blieben die Kickers das bessere Team, Wehen fand kaum in der Offensive statt, die Angriffsversuche unterbanden die Blauen meist schon in der gegnerischen Hälfte.
Kurz vor dem Pausenpfiff schaffen die Kickers dann die verdiente Führung: Nach dem sechsten Eckball stieg Marcel Rapp am höchsten und köpfte ins linke Ecke. Keeper Marc Birkenbach fischte den Kopfball noch stark von der Linie, doch Fabian Gerster stand goldrichtig und drosch das Leder zur 0:1-Pausenführung in die Maschen (43.). Die verdiente Führung für die Mannschaft von Dirk Schuster, denn „wir dominierten die erste Halbzeit und waren die klar bessere Mannschaft.“

Zum zweiten Spielabschnitt gab es zunächst keine Wechsel. Wehens Sebastian Szimayer hatte mit seiner Kopfballchance die erste von einigen guten Möglichkeiten für die Gastgeber im zweiten Spielabschnitt.
Für die Blauen ließ Michele Rizzi einen 30-Meter-Hammer los, den der Torwart nur noch nach vorne abklatschen konnte. Wehen schaffte es nicht entscheidend zu klären, so dass Enzo Marchese zwölf Meter vor dem Tor zu seinem Schlenzer ansetzte, doch leider rechts drüber schoss (53.). Fünf Minuten später stand der Kickers-Akteur wieder im Mittelpunkt, als er an der Strafraumgrenze die Flanke von Michele Rizzi mit der Brust annahm, doch leider traf er mit deinem Drehschussversuch die Kugel nicht richtig (58.).
„Im zweiten Abschnitt folgte eine deutliche Steigerung von Wehen,“ stellte Dirk Schuster nach der Partie fest, und es war leider nur noch Wehen zu sehen. Der Tabellenletzte kam nun mehr und mehr auf und die Partie verlagerte sich immer mehr in die Hälfte der Kickers. Hinzu kamen die ersten Unsicherheiten in der Kickers-Defensive, die zunächst aber noch in letzter Sekunde gegen Szimayer (61. und 63.) abgeblockt wurden. Beide Trainer wechselten nun, Dirk Prediger (58.) und Gökhan Gümmüsu (72.) kamen in die Partie auf Seiten der Kickers.
Dirk Schuster und Alexander Malchow versuchten immer wieder ihr Team zur Ordnung aufzurufen, doch Wehen drängte weiter auf den Ausgleich: Nach einem Freistoß bekamen die Kickers den Ball nicht aus dem Strafraum, Saridogan traf den Ball aber nicht richtig und verzog die gute Schusschance zentral vor dem Kickers-Tor (75.).
Richtig Glück für die Kickers nur drei Minuten später: toller Querpass auf Saridogan, der zog aus 15 Metern flach ab. Sein Schuss sprang direkt vor Daniel Wagner auf und wurde durch einen Platzfehler richtig gefährlich, als die Kugel von seiner Schulter übers Tor sprang (78.). Kickers-Mannschaft nur mit Glück überstanden.
Vier Minuten vor Schluss kamen die Kickers zu einem ihrer ganz seltenen Entlastungsangriffe, als der Konter über Enzo Marchese und Alessandro Abruscia lief. Der Kickers-Außenverteidiger stand schließlich frei vor Keeper Marc Birkenbach, doch er konnte ich nicht bezwingen. Der Wehener Schlussmann wehrte den Schuss ab und verhinderte die Vorentscheidung (86.).
Für diese ungenützte Chance wurden die Kickers schließlich doch noch bestraft: Nach einem Eckball für Wehen bekam Daniel Wagner den Ball nicht zum Fassen und der agile Wehener Stürmer Nazir Saridogan haute die Kugel aus spitzem Winkel ins linke Eck zum 1:1 rein (88.).
„Wir dachten die Drangperiode sei überstanden, dann kam doch noch der Ausgleich“, so der Kickers-Chefcoach, „es war ein ärgerlicher Ausgleich so kurz vor Schluss.“
In der Schlussphase wurde Dirk Prediger im Wehener Strafraum zum Fall gebracht, doch der Schiedsrichter zeigte ihm wegen einer angeblichen Schwalbe die gelbe Karte anstatt auf Strafstoß zu entscheiden (90.).
Das war schließlich der letzte Aufreger, denn danach pfiff Schiedsrichter Patrick Alt die Partie ab, die Dirk Schuster mit folgenden Fazit zusammenfasste: „Heute haben wir die zwei Punkte verloren, die wir in der Schlussphase gegen Bamberg und Reutlingen noch gewonnen haben.“

Die Aufstellungen:

SV Wehen Wiesbaden II: Marc Birkenbach – Tunay Acar, Daniel Rasch (82. Jusuf Celiksoy), Roman Schramm, Sebastian Gajda – Florian Hübner, Denis Streker (68. Ertan Ekiz), Hajrudin Catic, Christopher Hübner (70. Roman Schmick) – Sebastian Szimayer, Nazir Saridogan – Trainer: Thomas Zambach

Stuttgarter Kickers: Daniel Wagner – Alessandro Abruscia, Simon Köpf, Marcel Rapp, Fabian Gerster – Michele Rizzi, Marcel Ivanusa (58. Dirk Prediger), Demis Jung, Franco Petruso – Enzo Marchese, Mijo Tunjic (72. Gökhan Gümüssu)
– Trainer: Dirk Schuster

Torfolge:
0:1 Fabian Gerster (43.)
1:1 Nazir Saridogan (88.)

Schiedsrichter:
Patrick Alt (Illingen)

Verwarnungen:
Gelbe Karte: Hajrudin Catic – Marcel Rapp, Dirk Prediger

Zuschauer:
200 Fans in der BRITA-Arena

Offizielle Homepage

Vorberichte SV Wehen-Wiesbaden II – Stuttgarter Kickers

Schuster fordert „23 Punkte plus x“

STUTTGART (bäu). Die Hinrunde ist für die Stuttgarter Kickers in der Fußball-Regionalliga Vergangenheit. 23 Punkte aus 17 Spielen, so die Bilanz – für Dirk Schuster sind das fünf bis sechs Punkte zu wenig. Der Trainer fordert für die Rückrunde: „23 Punkte plus x“. Die ersten drei Zähler sollen gleich am Sonntag (14 Uhr) beim Tabellenletzten SV Wehen Wiesbaden II eingefahren werden. Die Hessen stehen unter Druck, sie dürfen sich gegen die Kickers keine Niederlage leisten. Personell werden sie voraussichtlich von der ersten Mannschaft verstärkt, die tags zuvor in der Dritten Liga gegen Jena spielt. Bange ist Schuster davor aber überhaupt nicht: „Wir müssen uns vor keinem verstecken.“ Jedoch stehen ihm Andre Olveira (verhindert) sowie die verletzten Dominik Salz, Marcel Charrier und Luis Rodrigues nicht zu Verfügung.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers beim Tabellenletzten

Wehen (red) – Die Stuttgarter Kickers spielen morgen (14 Uhr) zum Rückrundenstart der Fußball-Regionalliga beim SV Wehen Wiesbaden II. Nach zwei Partien gegen den jeweiligen Tabellenersten (ein Unentschieden, eine Niederlage) geht es nun für die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster gegen das Schlusslicht. Er gibt klar vor: „Wir fahren dorthin, um zu gewinnen.“ Bis zur Winterpause fordert Schuster von den Kickers in den verbleibenden zwei Partien mindestens vier Punkte. Wehen-Wiesbaden II habe mit der Elf, gegen die Stuttgart zu Saisonbeginn 2:0 gewonnen hat, wenig zu tun, warnt Schuster. Sowohl Spieler aus der ersten Mannschaft als auch einige A-Jugendliche seien ins Team gerückt.

Schuster zog zum Ende der Hinrunde eine Zwischenbilanz und sagte mit Blick auf Platz elf und die erreichten 23 Zähler: „In der zweiten Saisonhälfte will ich mehr Punkte holen.“ Außerdem peilt er einen einstelligen Tabellenplatz an. Den Kickers stehen morgen alle Stammkräfte zur Verfügung.

Eßlinger Zeitung

VWW II Gegen Kickers Stuttgart Taten gefordert

(nn). Vor den Spielen gegen Kickers Stuttgart (So., 14 Uhr) und bei Spitzenreiter 1.FC Nürnberg II rauchten beim Fußball-Regionalligisten SV Wehen Wiesbaden II die Köpfe. Trainer Thomas Zampach hatte anlässlich der Saison-Halbzeit zu Aussprache und Analyse gebeten. Tenor der Spieler: So schwierig hatten wir uns das auf keinen Fall vorgestellt. Erwiderung Zampach: „Seid ihr denn ganz sicher, alles dafür getan zu haben, um erfolgreicher zu sein?“ Als Antworten darauf gab es durchaus selbstkritische Stimmen. Für den Coach der richtige Ansatzpunkt. Vorausgesetzt, „dass auf Lipppenbekenntnisse auch Taten folgen“.

Taten dahingehend, dass körperlich jeder bereit ist, auch den Reservetank bis zum letzten Tropfen leer zu fahren. Eine Bereitschaft, die bei einem an der Klippe zur Hessenliga stehenden Letzten selbstverständlich sein sollte. Zampach selbst scheut keine Mühen. Stundenlang schrubbt er an den Wochenenden Autobahnkilometer, um Gegner zu beobachten, Spieler unter die Lupe zu nehmen. Sein Credo: „Ich lebe für meinen Job und will mir nicht nachsagen lassen, irgendetwas versäumt zu haben.“ Vielleicht der Leitsatz schlechthin für seine Spieler.

Tunay Acar ist spielberechtigt, Bastian Pilger für drei Spiele gesperrt. Aus der A-Jugend sind Denis Streker und Michael Seidelmann dabei.

Wiesbadener Kurier

Presse zu 1. FC Nürnberg II – Stuttgarter Kickers (3:1)

Wie befürchtet: Nürnberg ist zu stark

Regionalliga Die Kickers verlieren beim Tabellenführer 1:3 – Sonnenhof und Reutlingen spielen unentschieden. Von Joachim Klumpp

Die Warnung war begründet. Wie hatte Dirk Schuster, der Trainer des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers, vor dem Gastspiel beim Spitzenreiter 1. FC Nürnberg II gesagt: „Das ist die beste Elf, die ich in dieser Liga gesehen habe.“ Was die Franken gestern dann vor der dank einer Kartenaktion zustande gekommenen Rekordkulisse von 3854 Besuchern im Easy-Credit-Stadion unterstrichen – und 3:1 gewannen, nachdem es zur Pause nach ausgeglichenem Spiel noch 1:1 gestanden hatte. „Wir haben gesehen, was uns noch fehlt“, sagte Schuster. Vor allem im Deckungsverhalten.

Dabei ließ sich seine Mannschaft selbst durch einen frühen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Nachdem die Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus bereits in der achten Minute nach Foul des Torhüters Daniel Wagner gegen Ahmet Kulabas auf Elfmeter entschieden hatte, verwandelte Enrico Valentini zum 1:0. Doch Schuster blieb ruhig, weil er wusste: „Alle Spieler haben unter der Woche gezeigt, dass sie in die Mannschaft wollen.“ So leistete der nach seiner Sperre wieder eingesetzte Michele Rizzi die Vorarbeit zum Ausgleich, den die zunächst einzige Spitze Mijo Tunjic mit seinem zehnten Saisontreffer besorgte (22.). Enzo Marchese, der am Samstag noch beim erfolgreichen Oberligateam mitwirkte, saß dagegen bis zur 70. Minute auf der Bank.

Nach dem Wechsel sorgten die stärker werdenden Franken dann mit einem ein Doppelschlag für die Entscheidung, „weil wir uns bei allen Gegentreffern nicht sehr professionell angestellt haben“, wie Schuster sagte: erst köpfte Michael Kammermeyer zum 2:1 ein (63.), und dann konnte sich der ehemalige Kickers-Stürmer Ahmet Kulabas frei stehend zum 3:1-Endstand einschießen (66.). „Kulabas steht jeder Mannschaft gut zu Gesicht“, sagt Schuster. Und dürfte in dieser Verfassung wohl bald mal an die Tür zur Bundesligamanschaft anklopfen, während die Kickers vor ihrer internen Weihnachtsfeier am Donnerstag auf Platz elf abgerutscht sind. (…)

Stuttgarter Zeitung

1:3 – Die Kickers rutschen ab
Fußball-Regionalligist beendet nach der Niederlage beim 1. FC Nürnberg II die Hinrunde auf Platz elf

Von Wolfgang Laaß

NÜRNBERG. Nichts zu holen für die Stuttgarter Kickers im letzten Hinrundenspiel der Fußball-Regionalliga: Das Team von Trainer Dirk Schuster verlor beim neuen Spitzenreiter 1. FC Nürnberg II mit 1:3 (1:1) und rutschte damit auf den elften Platz ab. „Wir waren mit dem Club auf Augenhöhe, deshalb ist diese Niederlage besonders ärgerlich“, sagte Schuster.

Ungewohntes Bild vor dem Anpfiff. Normalerweise kommen zu den Spielen der Nürnberger Reserve 200 bis 300 Besucher. Diesmal verfolgten 3854 Zuschauer die Partie im Easy-Credit-Stadion. Grund war eine Freikartenaktion des Clubs.

Die Nürnberger erwischten einen Start nach Maß. Enrico Valentini verwandelte in der achten Minute einen Strafstoß zum 1:0. Kickers-Keeper Daniel Wagner hatte Ahmet Kulabas, den früheren Jugendspieler der Blauen, gefoult. Die Kickers ließen sich vom Rückstand nicht beirren. Forsch, mit viel Einsatz, Laufbereitschaft und durchaus auch spielerischen Akzenten hielten sie dagegen. Der Lohn: Mijo Tunjic glich nach Vorarbeit von Mittelfeldspieler Michele Rizzi zum 1:1 (23.) aus. Es war bereits der zehnte Saisontreffer für den Kickers-Stürmer.

In der zweiten Halbzeit kam ein Bruch ins Kickers-Spiel. Fünf richtig schwache Minuten brachten das Schuster-Team um mögliche Punkte. Erst traf Michael Kammermeyer nach einem Eckball per Kopf aus fünf Metern zum 2:1 (63.), dann erhöhte der starke Kulabas mit seinem neunten Saisontor auf 3:1 (68.) für den Club. Bei diesem Treffer waren die Kickers nach einem Ballverlust in der Abwehr völlig offen. „Bei den Gegentoren haben wir uns nicht professionell verhalten“, schimpfte Schuster.

Besser machen können es die Blauen in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause beim SV Wehen Wiesbaden II (13. Dezember) und daheim gegen den SC Freiburg II (20. Dezember).

Stuttgarter Nachrichten

Kickers verlieren beim Spitzenreiter

Nürnberg (red) – Die Stuttgarter Kickers haben ihr Auswärtsspiel in der Fußball-Regionalliga bei Spitzenreiter 1. FC Nürnberg II mit 1:3 verloren (1:1) und sind in der Tabelle auf den elften Platz abgerutscht. Enrico Valentini hatte die Franken vor 3854 Zuschauern bereits in der siebten Minute per Foulelfmeter in Führung gebracht. Kickers-Torjäger Mijo Tunjic sorgte nach einem schönen Pass von Michele Rizzi für den 1:1-Ausgleich (23.) und erhöhte damit sein Trefferkonto auf zehn Tore. In der zweiten Hälfte gelang Michael Kammermeyer per Kopf nach einem Eckball das 2:1 (63.) für die Gastgeber. Ahmet Kulabas stellte schließlich den 3:1-Endstand (66.) her. „Es war eine unnötige Niederlage, bei der wir wieder gesehen haben, was uns noch fehlt“, sagte Kickers-Trainer Dirk Schuster und fügte kritisch hinzu: „Mein Team hat sich bei allen drei Gegentoren nicht sehr professionell verhalten.“

Eßlinger Zeitung

3854 Zuschauer trieben „U 23“ zu 3:1-Sieg gegen Kickers Stuttgart
Ungewohnt große Kulisse beflügelte die Club-Amateure

NÜRNBERG – Das Spiel mit der Nummer 145 am 17. Spieltag der Fußball-Regionalliga Süd – so die Regularien – versetzte die Spieler des 1. FC Nürnberg II in hellste Freude: Nach dem 3:1-Heimsieg über die traditionsreichen Stuttgarter Kickers präsentierten sie sich als stolzer Herbstmeister.

Der Rahmen war würdig, denn 3854 Zuschauer sorgten für einen Saisonrekord im easyCredit-Stadion. Dass ihn eine Freikarten-Aktion möglich gemacht hatte, störte dabei niemanden. Auf die Stimmung kam es an, denn in den bisherigen Begegnungen war es zumeist ruhig wie auf dem Zentralfriedhof von Chicago.

Beflügelte die ungewohnte Kulisse die Schützlinge von Trainer René Müller aber auch? Zunächst wohl mehr die Gäste aus dem Schwabenlande, auch wenn der «kleine Club» schon in der siebten Minute durch einen von Enrico Valentini souverän verwandelten Elfmeter mit 1:0 in Führung ging. Es war ein Geschenk von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus, denn das Foul von Torhüter Daniel Wagner – er war aus dem Nachwuchsbereich am Valznerweiher hervorgegangen – an Torjäger Ahmet Kulabas passierte eindeutig außerhalb des Strafraumes.

Die im Mittelfeld der Tabelle angesiedelten Gäste, die einst auch in der Bundesliga gespielt hatten, ließen sich dadurch aber keineswegs beirren. Sie erzwangen ein ausgeglichenes Spiel und ließen zudem auch kaum nennenswerte Chancen zu. Bemühungen, die auch belohnt wurden: In der 22. Minute erzielte Mijo Tunjic aus spitzem Winkel den verdienten 1:1-Ausgleich.

Die Nürnberger, bei denen Profi Matthew Spiranovic als Innenverteidiger agierte, konnten trotz großen Eifers zunächst keine großen Akzente setzen. Erwähnenswert war lediglich ein 20-Meter-Freistoß von Matthias Heckenberger, den Keeper Wagner jedoch bravourös abwehrte. Und so sahen die auf der Tribüne zahlreich versammelten Beobachter wie Unterhachings Trainer Ralph Hasenhüttl, Rachid Azzouzi, der Manager der SpVgg Greuther Fürth, und der einstige «Kleeblatt»-Vizepräsident Wolfgang Gräf (heute Geschäftsführer beim Drittligisten SV Wehen), Erwin Hadewicz (VfB Stuttgart), aber auch FCN-Co-Trainer Armin Reutershahn von den Gastgebern bis zur Pause herzlich wenig an gelungenen Aktionen.

Die zweite Spielhälfte aber bescherte eine Steigerung. Vor allem von Seiten des 1. FCN, dem ein Doppelschlag glückte. «Bis dahin waren wir auf Augenhöhe mit dem Gegner», urteilte Kickers-Trainer Dirk Schuster. Der dreifache deutsche Nationalspieler erregte allgemeines Aufsehen, denn trotz der niedrigen Temperaturen stand er von der ersten bis zur letzten Minute mit einem kurzärmeligen T-Shirt am Spielfeldrand. Er fror aber wahrscheinlich nur zu dem Zeitpunkt, als die Müller-Truppe zweimal zuschlug.

Beide Aktionen verdienten das Prädikat Spitzenklasse: Nachdem Kapitän Michael Kammermeyer in der 63. Minute nach einer Ecke den Ball mit dem Kopf wuchtig ins Kickers-Gehäuse befördert hatte, demonstrierte 180 Sekunden später Kulabas seine Qualitäten: Eine Maßflanke von Güngor Kaya jagt er mit einem Drehschuss wuchtig ins Netz. Schade, dass der eingewechselte «Joker» Markus Fuchs in der 73. Minute nach einem Kulabas-Querpass freistehend an dem glänzend reagierenden Torhüter Wagner scheiterte.

Die Niederlage empfand Gästetrainer Schuster als ärgerlich und durchaus vermeidbar. Sein Nürnberger Kollege Müller wertete das Resultat hingegen – und dies durchaus zu Recht – ganz anders. «Unser Sieg geht in Ordnung», sagte er und fügte in Richtung von Schuster hinzu: «Tore entscheiden eben die Spiele.»

Damit war dem Kontrahenten natürlich der Wind aus den Segeln genommen. Der Club-Trainer, der niemals zu Euphorie neigt, zeigte aber seine helle Freude an dem bislang Erreichten. Man könne junge Leute zu Leistungswillen erziehen, meinte er und lobte neben seinen Schützlingen auch seine Mitarbeiter mit Co-Trainer Dieter Nüssing und Betreuer Albert Üblacker an der Spitze.

Doch letztendlich handelte es sich bei dem ersten Tabellenplatz für den ehemaligen Spitzentorhüter nur um eine Momentaufnahme. Er hat schon das schwere Auswärtsspiel in Weiden im Visier, «denn dort werden schon jetzt die Messer gewetzt».

Müllers Vorteil: Im Gegensatz zur Anfangsphase in der Regionalliga ist der Kader nicht mehr so dünn bestückt, bieten sich durchaus Alternativen. Und so sieht die Zukunft der «Zweiten» wesentlich rosiger als die der Bundesliga-Truppe aus. Dass diese absolute Priorität genießt, muss am Valznerweiher dem erfolgreichen Trainer Müller niemand verklickern.

Dieter Bracke

Nürnberger Zeitung

Doppelpack besiegelt die 1:3-Auswärtsniederlage beim 1.FC Nürnberg II

Die 1:3 (1:1) Niederlage beim Tabellenführer und nunmehr Herbstmeister 1.FC Nürnberg II hat sich die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster selbst zuzuschreiben. Der Kickers-Coach ärgerte sich über eine unnötige Niederlage, denn die Blauen spielten lange auf Augenhöhe mit.
Bereits in der 7. Minute verwandelte Enrico Valentini einen Foulelfmeter, Kickers-Torjäger Mijo Tunjic traf nach einer starken Phase der Degerlocher zum verdienten 1:1-Ausgleich (22.).
Der Doppelpack der Nürnberger durch Michael Kammermeyer per Kopf (63.) und einem tollen Volleyschuss von Ahmet Kulabas (66.) besiegelte dann aber leider die Niederlage der Kickers. Dirk Schuster: „Es war eine unnötige Niederlage, in der wir wieder gesehen haben, was uns noch fehlt.“

Die Aufstellungen:

Michele Rizzi rückte nach seiner abgesessenen Sperre wieder in die Startelf, die in der Übersicht wie folgt aussah: Im Tor Daniel Wagner, die Abwehrreihe mit Alessandro Abruscia, Simon Köpf, Marcel Rapp und Fabian Gerster. Vor der Abwehr spielte Michele Rizzi neben Marcel Ivanusa, rechts Demis Jung, links Franco Petruso und als hängende Spitze Dirk Prediger. Vorne stürmte Mijo Tunjic, der aber immer wieder von Dirk Prediger unterstützt wurde.

Der Spielverlauf:

Nach der Abtastphase beider Teams gerieten die Kickers gleich durch die erste Möglichkeit in Rückstand, dank gütiger Mithilfe der Kickers: Einen langen Ball versuchte Simon Köpf auf Daniel Wagner zurück zu köpfen, doch sein Rückgabe geriet zu kurz. Wagner versuchte noch zu klären, doch Ahmet Kulabas war einen Tick früher am Ball. Der Kickers-Schlussmann brachte den FCN-Stürmer an der Strafraumgrenze zu Fall, so dass Schiedsrichterin Bibiane Steinhaus auf Strafstoß entschied. Enrico Valentini verwandelte sicher rechts oben – das 1:0 für die Gastgeber bereits in der 7. Spielminute.

Doch die Kickers waren wenig geschockt, vom Anstoß weg setzte sich Dirk Prediger links durch, passte in den Rücken der Abwehr auf Demis Jung, doch sein Schuss mit dem Aussenrist war kein Problem für FCN-Schlussmann Batz (8.). Zwei gefährliche Fernschüsse von Michele Rizzi und Franco Petruso strichen knapp am Pfosten vorbei (10.). Die Kickers spielten fortan überlegen, kombinierten immer wieder gefällig durchs Mittelfeld.
Der verdiente Lohn für diese starke Reaktion auf den Rückstand erntete die Mannschaft von Dirk Schuster in der 22. Minute. Aus der eigene Hälfte heraus lief der Ball nahezu direkt über mehrere Station in Richtung des Nürnberger Strafraums. Dann schickte Michele Rizzi Kickers-Torjäger Mijo Tunjic mit einem tollen Pass durch die Viererkette steil, der Stürmer zog direkt ab und traf zum verdienten 1:1-Ausgleich durch die Beine des FCN-Schlussmanns. Bereits sein zehnter Treffer in dieser Saison.
Die Kickers hatten nun Oberwasser: Nach einer zu kurz geklärten Ecke der Nürnberger nahm Franco Petruso Maß, zog aus 18 Meter direkt ab, doch sein Schuss strich um Zentimeter über die Latte (26.)
In der 36. Minute bekamen die Gastgeber einen Freistoß aus aussichtsreicher Position zugesprochen: Der tolle Schuss von Matthias Heckenberger aus 20 Metern parierte Daniel Wagner klasse aus dem Winkel.
Kurz vor der Halbzeit prüfte Fabian Gerster mit seinem 25-Meter Knaller FCN-Keeper Daniel Batz, der mit den Fäusten parieren konnte (44.).

Ohne Spielerwechsel ging es in den zweiten Durchgang, in der die Gastgeber die erste gefährliche Möglichkeit hatten, als Güngör Kaya einen langen Befreiungsschlag erlief, sich gegen Simon Köpf durchsetzen konnte und mit links aus spitzem Winkel abzog, doch Kickers-Schlussmann Daniel Wagner wehrte sicher zur Ecke ab.
Im die 60. Minute wechselten beide Trainer je einmal aus, Moritz Steinle kam für Demis Jung bei den Kickers in die Partie.
Leider gerieten die Blauen wieder nach einer Standardsituation in Rückstand. Ein gut getretener Eckball flog in den Kickers-Fünfmeterraum, wo Nürnbergs Kapitän Kammermeyer sich gegen mehrere Kickers-Spieler und Daniel Wagner durchsetzen konnte, aber auch die Zuordnung nicht stimmte. So zappelte sein Kopfball im Netz (63.), und die Kickers-Mannschaft kassierte wie wie schon öfters einen Gegentreffer nach einer Standardsituation.

Und nur 120 Sekunden später ließen sich die Kickers erneut zu leicht überrumpeln: leichtfertiger Ballverlust im Aufbau, langer Ball der Nürnberger in Richtung Eckfahne, den sich Güngör Kaya schnappte und auf den freistehenden Ahmet Kulabas flankte. Der ehemalige Kickers-Jugendspieler nahm das Leder volley und traf mit dem tollen Rechtsschuss aus elf Metern zum 3:1 für den Tabellenführer in den Winkel (66.).

Dirk Schuster brachte nun Gökhan Gümüssu und Enzo Marchese in die Partie, doch auch danach blieben die Gastgeber zunächt gefährlicher: Ahmet Kulabas wurde steil geschickt und passte quer auf den eingewechselten Markus Fuchs, der mit seinen Gedanken wohl schon beim Torjubel war. Daniel Wagner konnte den Schuss mit einer tollen Parade abwehren, als er mit einem sehenswerten Hechtsprung den Ball von der Linie kratzte (72.).

Danach passierte nicht mehr viel, die Kickers waren zwar bemüht, den Anschlusstreffer zu erzielen, doch wirklich viel Gefahr ging dabei nicht mehr aus. So endete die Partie beim Herbstmeister der Regionalliga Süd mit einer unnötigen und auch gerechten 1:3-Niederlage, denn „mein Team verhielt sich bei allen drei Gegentoren nicht sehr professionell“, so Dirk Schuster.

Die Trainerstimme:

Dirk Schuster: „Ich glaube dass wir ein sehr ordentliches Regionalligaspiel gesehen haben, in der meine Mannschaft mit der Nürnberger auf Augenhöhe war. Was mich ärgert ist, dass es eine relativ unnötige Niederlage war, denn wir haben den Nürnbergern einen ordentlichen Fight geliefert und lange Paroli geboten. Doch leider haben wir uns bei den Gegentoren nicht sehr professionell verhalten und wo man auch wieder gesehen hat, was unserer Mannschaft noch fehlt. Nach einer sehr ordentlichen ersten Halbzeit unsererseits fehlte uns die letzte Überzeugung, der letzte Wille und das letzte Quäntchen um das Spiel hier zu gewinnen.“

Die Aufstellungen:

1.FC Nürnberg II: Daniel Batz – Marco Jordan, Matthew Spiranovic, Philipp Wollscheid, Hans-Alex Thies (58. Markus Fuchs) – Michael Kammermeyer, Matthias Heckenberger, Manuel Stiefler (73. Jonathan Kotzke), Enrico Valentini – Ahmet Kulabas (83. Markus Untch), Güngör Kaya – Trainer: René Müller
Stuttgarter Kickers: Daniel Wagner – Alessandro Abruscia (67. Gökhan Gümüssu), Simon Köpf, Marcel Rapp, Fabian Gerster – Michele Rizzi, Marcel Ivanusa, Denis Jung (61. Moritz Steinle), Franco Petruso – Dirk Prediger (70. Enzo Marchese), Mijo Tunjic – Trainer: Dirk Schuster

Torfolge:
1:0 Enrico Valentini (7.)
1:1 Mijo Tunjic (22.)
2:1 Michael Kammermeyer (63.)
3:1 Ahmet Kulabas (66.)

Schiedsrichterin:
Bibiania Steinhaus (Hannover)

Verwarnungen:
Gelbe Karte: Manuel Stiefler – Marcel Rapp

Zuschauer:
3.854 Fans im EasyCredit-Stadion

Offizielle Homepage

Vorberichte 1. FC Nürnberg II – Stuttgarter Kickers

Kickers mit neuem Geldgeber einig

STUTTGART (jüf). Die Stuttgarter Kickers haben einen Geldgeber gefunden, der dem Regionalligisten mit rund 200 000 Euro weiterhelfen will. „Die Absichtserklärung ist da, es fehlt noch die Unterschrift“, bestätigte Präsident Edgar Kurz. Bis zur Weihnachtsfeier am 10. Dezember soll endgültig Klarheit herrschen. „Es wäre ein großer Schritt auf einem langen Weg“, sagte Kurz, der den Namen des Gönners, der das Geld langfristig zurückmöchte, auf dessen Wunsch noch nicht nannte.

Trainer Dirk Schuster hat für die Partie an diesem Sonntag (14 Uhr) bei Tabellenführer 1. FC Nürnberg II alle Mann an Bord. Mit im Kader sind André Olveira, Enzo Marchese und Mahir Savranlioglu, die an diesem Samstag (14 Uhr/ADM-Sportpark) auch in der Oberligaelf gegen den SV Bonlanden zum Einsatz kommen.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers reisen zum Spitzenreiter

Stuttgart (bw) – Und schon wieder wartet ein Spitzenreiter auf die Stuttgarter Kickers: Der Achte der Fußball-Regionalliga tritt morgen (14 Uhr) beim 1. FC Nürnberg II an, der am vergangenen Wochenende die Tabellenführung vom VfR Aalen übernommen hatte – auch weil die Kickers dem VfR ein 0:0 abgerungen hatten. Mit diesem Punktgewinn im Rücken fährt die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster selbstbewusst nach Franken. „Wer gegen Aalen mithalten kann, kann das auch gegen Nürnberg“, sagt Schuster, der auf den wiedergenesenen Enzo Marchese zurückgreifen kann. Auch Michele Rizzi steht nach seiner Gelb-Sperre wieder zur Verfügung. Unterdessen hat in Demis Jung bereits der sechste Kickers-Spieler seinen Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2012 verlängert.

Eßlinger Zeitung