„Der Druck ist weg“

Die Stuttgarter Kickers atmen nach ersehntem Sieg gegen München auf und konzentrieren sich wieder auf ihr Saisonziel

Von Beate Wockenfuß

Stuttgart – Als am Freitagabend im Gazi-Stadion noch zwei Minuten Nachspielzeit angezeigt wurden, tobte die Bank bei Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers. Schließlich sehnte man dort den Schlusspfiff schon seit der 76. Minute herbei, als Mittelfeldspieler Mustafa Parmak mit einem direkt verwandelten Freistoß zum 1:0 die Torflaute seines Teams beendet hatte. Nach weiteren 120 bangen Sekunden war die keineswegs berauschende Partie gegen den TSV 1860 München II endlich vorbei, der erste Heimsieg seit dem 10. Dezember 2006 perfekt und die Erleichterung deutlich spürbar.

Trainer Robin Dutt reckte die Fäuste, Mannschaft und Fans verfielen bei der Ehrenrunde in einen kollektiven Freudentaumel und der Torschütze wurde ringsum geherzt. „Jetzt haben wir uns in der Tabelle wieder ein bisschen Luft verschafft und können die restlichen Spiele beruhigter angehen“, freute sich Parmak über den Befreiungsschlag, der die Kickers letztlich auf den fünften Platz brachte. Während Manager Joachim Cast die „absolut konzentrierte und engagierte Leistung“ der Spieler lobte, blieb Präsident Dirk Eichelbaum nüchterner. „Es war sicher kein gutes Spiel, aber es war enorm wichtig, dass wir es gewonnen haben“, meinte er mit Blick auf die kontinuierliche Tabellen-Talfahrt in den vergangenen Wochen: „Der Druck, dass wir nach unten durchgereicht werden, ist weg.“ Wurde das Abstiegsgespenst nun endgültig verjagt? „45 Punkte reichen“, glaubt Eichelbaum, betont aber: „Den Abstieg zu vermeiden, war nicht unser primäres Ziel.“

Der Blick der Stuttgarter geht jetzt also wieder ausschließlich nach oben. „Wir hatten ein klares Saisonziel formuliert“, erinnert Robin Dutt. Irgendwo zwischen Rang eins und sechs wollte sich die Mannschaft am Ende einreihen. Nachdem der erhoffte Aufstieg relativ schnell nach der Winterpause abgehakt werden musste, gilt es nun, den wiedergewonnenen Platz im hart umkämpften oberen Drittel zu verteidigen. „Und dieses Ziel werden wir mit aller Konsequenz verfolgen“, macht der Coach deutlich. Er will an seiner Formation festhalten, also auch an jenen Spielern, denen schon seit Wochen die Durchschlagskraft fehlt. Personelle Experimente kommen in den verbleibenden drei Saisonspielen für den 42-Jährigen nicht in Frage.

Im Hintergrund basteln Cast und der neue Trainer Peter Zeidler, der den Sieg gegen die „Löwen“ auf der Tribüne verfolgte, derweil an jener Mannschaft, die in der kommenden Saison die Qualifikation für die neue dritte Liga schaffen soll. Viele Verträge sind bereits verlängert, einige Gespräche stehen noch an, unter anderem mit Marco Wildersinn und Thomas Weller. Auch mit Neuzugängen sei man bereits auf Annäherungskurs, berichtet Cast, ohne jedoch Namen zu nennen. Zeidler wird da schon etwas konkreter und nennt zumindest eine Zahl: „Vier Neue holen wir sicher.“

Bestmöglich verabschieden

Bedarf herrscht besonders in der Verteidigung, nachdem Manuel Hartmanns Abgang sicher ist. „Ihn hätte ich gerne behalten“, sagt Zeidler. Hartmann hat sich indes noch immer nicht geäußert, für welchen Verein er ab Sommer seine Fußballschuhe schnüren wird. Die letzten Spieltage in der zweiten Liga sollen über die Zukunft des 23-jährigen Sirnauers entscheiden. Denn im Gespräch ist er sowohl mit Zweitligisten, die noch Aufstiegsambitionen haben als auch mit solchen, die noch absteigen können. Das Fußball-Oberhaus käme für ihn noch zu früh, sagt Hartmann. „Die zweite Liga wäre jetzt genau der richtige Schritt“, meint er und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Darauf kann ich ja dann aufbauen.“ Drei Saisonspiele haben er und die Kickers noch gemeinsam zu absolvieren. Auch für Dutt sind es nach vier Jahren als Cheftrainer die letzten Partien mit den „Blauen“. Und er kündigt an: „Ich will mich mit der bestmöglichen Platzierung verabschieden.“

Eßlinger Zeitung

Bange Blicke Richtung neue Saison

Beim Kickers-Anhang wächst die Unruhe – Zeidler und Cast gelassen

Stuttgart – Das Aufatmen bei den Stuttgarter Kickers nach dem 1:0 gegen 1860 München II war riesig. Bei den Fans wächst allerdings die Unruhe im Hinblick auf die neue Saison in der Fußball-Regionalliga. Noch immer wurde kein Neuzugang verkündet.

VON JÜRGEN FREY

„Ja, der Peter hat“s halt schön“, sagte Robin Dutt mit einem Schmunzeln. Der aktuelle Kickers-Trainer beobachtete, wie sich sein Nachfolger Peter Zeidler im Vip-Raum mit unterschiedlichen Leuten unterhielt. Für Dutt wäre das bei seinem künftigen Club SC Freiburg ein Ding der Unmöglichkeit. Zeidler kann ungestört vor Ort die Stimmung ausloten. Er wird gespürt haben: Die Skepsis beim Anhang der Blauen überwiegt. Die Entwicklung der vergangenen Monate gibt wenig Anlass zur Hoffnung im Kampf um die Qualifikation zur dritten Profiliga. Und die finanziellen Möglichkeiten, sich mit den nötigen Führungsspielern zu verstärken, halten sich in Grenzen. Nach außen hin geben sich die Entscheidungsträger gelassen. Manager Joachim Cast fordert einfach nur Geduld. Zeidler setzt auf einen „intakten Kern, der zusammenbleibt, und vier Neuzugänge“: Mit denen werde die Mannschaft stärker sein. „Und wir werden unser Ziel Platz zehn erreichen können“, so Zeidler.

Wer die Neuen sind, steht noch nicht fest. Nico Beigang (SV Darmstadt 98) ist der Wunschkandidat für den Sturm. Sascha Maier (SV Elversberg) bleibt in der Warteschleife. Für die Innenverteidigung ist der 1,92-m-Mann Patrick Hildebrandt (FK Pirmasens) im Gespräch. Mündlich zugesagt hat Stürmer Saban Genisyürek vom Verbandsligisten FV Illertissen. Für die zweite Mannschaft kommt Srdan Stevanovic von der SG Sonnenhof Großaspach. Das alles zeigt: Es gibt noch viel zu tun.

Stuttgarter Nachrichten

StZ: Kickers: Platz sechs bleibt das Ziel

Hildebrandt für die Abwehr?

STUTTGART (ump). Wie wichtig der 1:0-Sieg am Freitag gegen 1860 München II für die Stuttgarter Kickers gewesen ist, zeigte sich erst 24 Stunden später beim Blick auf die Ergebnisse der Regionalliga. Im schlimmsten Fall hätte der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz zwei Punkte betragen – jetzt sind es sieben. „Das war“s“, sagte der Präsident Dirk Eichelbaum; danach bekam die Mannschaft zwei freie Tage. „Doch von Montag an arbeiten wir konzentriert auf die letzten drei Spiele hin“, sagte der scheidende Trainer Robin Dutt. Die neue, alte Zielsetzung lautet: mindestens Platz sechs.

Daneben soll der künftige Kader komplettiert werden: „Wir wollen uns in jedem Mannschaftsteil verstärken“, sagte der neue Trainer Peter Zeidler, der auch unter den Zuschauern war. Eine Option für die Innenverteidigung ist Patrick Hildebrandt (23), der mit dem Absteiger FK Pirmasens beim Gastspiel vor drei Wochen positiv aufgefallen war und weiter in der Regionalliga spielen möchte ( Interessenten sind auch Elversberg und der designierte Aufsteiger Oggersheim); dazu könnte Zeidler noch einen Mittelfeldspieler aus Nürnberg mitbringen – und im Sturm hat der Kandidat Nico Beigang (Darmstadt) am Wochenende mit drei Toren überzeugt. „Zu alledem kommt am Ende vielleicht noch ein Neuer als Joker“, sagt Zeidler.

Stuttgarter Zeitung

Presse zu Stuttgarter Kickers – TSV 1860 München II (1:0)

Kollektives Aufatmen bei den Kickers

Der Fußball-Regionalligist ist nach dem 1:0-Arbeitssieg gegen 1860 München II seine Abstiegssorgen wohl endgültig los

STUTTGART. Den Stuttgarter Kickers ist gestern Abend der erste Heimsieg im Jahr 2007 gelungen. Nach dem 1:0 (0:0) gegen den 1860 München II ist die Abstiegsangst auf der Waldau verflogen. „Wir haben Platz sechs als Ziel vor Augen“, sagt der Trainer Robin Dutt.

Von Joachim Klumpp

Der Tenor ist ganz klar gewesen: Hauptsache drei Punkte, hieß es bei den Stuttgarter Kickers gestern Abend nach dem hart umkämpften 1:0-Sieg gegen 1860 München II in der Fußball-Regionalliga. Womit die Mannschaft der Forderung des Präsidiumsmitglieds Walter Kelsch nachgekommen ist, der vor dem Spiel sagte: „Wir brauchen so schnell wie möglich 45 Punkte.“ Die haben die Kickers jetzt auf dem Konto – und damit nach menschlichem Ermessen nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Wobei es fast schon grotesk anmutet, dass der aktuelle Tabellenvierte vor dem Spiel daran überhaupt noch Gedanken verschwenden musste. „Aber die Liga ist eben so ausgeglichen“, sagte der Kickers-Trainer Robin Dutt.

So konnten sich seine Mannschaft in der ersten Hälfte auch keine klaren Vorteile erspielen, geschweige denn Torchancen herausspielen. Ein Distanzschuss von Manuel Hartmann (wegen ihm saß Unterhachings Trainer Werner Lorant unter den 2280 Zuschauern) war die einzige Gelegenheit, während auf der Gegenseite David Yelldell einen Schuss von Holebas an die Latte lenken musste (16.).

Robin Dutt wollte auch gar nicht verheimlichen, „dass wir Probleme im Offensivbereich haben“. Auch wenn er zunächst gar mit drei Spitzen – Vaccaro und Gambo außen sowie Yildiz in der Mitte – antrat. Doch speziell beim Mittelstürmer ging nicht viel zusammen, wobei ihn Dutt ausdrücklich in Schutz nahm: „Er hat diese Position schon lange nicht mehr gespielt, da muss man auch mal einen Fehler verzeihen.“ Immerhin forcierten die Kickers nach der Pause mit einem verstärkten Mittelfeld den Druck, vor allem über die Flügel (Stierle und Parmak), lediglich der letzte tödliche Pass kam nicht an, sodass Dutt auf der Bank mutmaßte: „Heute hilft wohl nur eine Standardsituation.“

So war es denn auch. In der 75. Minute zirkelte Mustafa Parmak einen Freistoß aus knapp 30 Metern fast von der Seitenauslinie vor das Tor, der Ball ging an Freund und Feind vorbei – ins Netz. 1:0, der Siegtreffer. „Wir haben heute auch für den Trainer gspielt“, sagte der Torschütze später. Schließlich will man Robin Dutt einen angemessenen Abschied in Richtung Freiburg verschaffen. Und je besser der Tabellenplatz am Ende, desto größer auch die Akzeptanz an dessen neuem Arbeitsplatz. „Wir haben ein klares Saisonziel ausgegeben, das wollen wir auch erreichen“, betont Dutt. Platz sechs nämlich.

Der ist jetzt wieder realistisch, vor allem auch weil die Defensivabteilung der Kickers eine Stabilität gefunden hat. Dutt: „Das ist wichtig, wenn gewisse andere Dinge nicht stimmen.“ Vor allem Marco Wildersinn hat zum wiederholten Male eine gute Leistung abgerufen, schließlich traten die Gäste unter anderem mit dem bundesligaerprobten Juniorennationalspieler Nicky Adler an. Und der Manager Joachim Cast sagte denn auch: „Er hat ein Angebot, wir wollen ihn halten.“

Damit wären die Baustellen im aktuellen Kader weitgehend geschlossen. Jeder Spieler weiß, wo er dran ist. „Das ist in den letzten drei Spielen sicher nicht das schlechteste“, sagt Dutt. Vor allem wenn man wieder nach oben blickt.

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – Hartmann, Parmak, Akcay – Vaccaro (76. Kacani), Yildiz (60. Bischoff), Gambo (85. Steinle).

1860 München II: Rössl – Burkhard (78. Fink), Polak, Szukala, Schwarz – Baumgartlinger (85. Stahl), Duhnke, Eberlein – Adler, Schmitt, Holebas.

Schiedsrichter: Kristek (Büdingen).

Tor: 1:0 Parmak (75.).

Stuttgarter Zeitung

1:0 – Kickers beenden schwarze Heimserie

Stuttgart – Es war kein schönes Spiel, doch immerhin haben die Stuttgarter Kickers am Freitagabend wieder einmal ein Heimspiel gewonnen. Gegen den TSV 1860 München II hieß es am Ende 1:0 (0:0). Mit dem Kampf gegen den Abstieg dürften die Blauen damit nichts mehr zu tun bekommen.

VON JÜRGEN FREY

Es war wie so oft in den vergangenen Wochen, wenn die Kickers im Gazistadion antraten. Die an diesem Freitagabend 2280 Fans bekamen nicht unbedingt das zu sehen, was man einen Fußball-Leckerbissen nennen würde. Die Blauen taten sich schwer, es gab keinen, der das Spiel an sich riss, und Torchancen hatten Seltenheitswert. „Die Anspannung“, sagte Spielführer Jens Härter hinterher, „war groß.“

Nicht ohne Grund: Nach sieben Spielen mit nur einem Sieg mussten die Kickers den Blick plötzlich wieder nach unten richten – der Kampf gegen den Abstieg drohte zum Saisonfinale ein Thema zu werden. „Es war eine Situation auf Messers Schneide“, gab Manager Joachim Cast später zu.

Entsprechend groß war die Erleichterung, als im Gazistadion der Schlusspfiff ertönte. Kickers-Trainer Robin Dutt ballte die Fäuste, umarmte den Manager und schnaufte erst mal richtig durch. „Das war ein ganz wichtiges Spiel“, sagte der Coach. Ähnlich sahen es die Spieler. „Die Erleichterung ist groß“, sagte Mustafa Parmak, „jetzt können wir feiern.“

Das wäre dann zwar ein wenig übertrieben, aber vor allem Parmak hatte richtig Grund zur Freude. Der Mittelfeldspieler war der beste Mann bei den Kickers – und unterstrich dies durch seinen Treffer in der 75. Minute. Eigentlich war sein Freistoß als Flanke gedacht, doch der Ball segelte an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Der Treffer sicherte den ersten Heimsieg der Kickers seit dem 10. Dezember 2006. Fünf Minuten später hätte Mustafa Akcay alles klar machen können, scheiterte aber frei stehend. Es waren so ziemlich die einzigen Torchanchen der Kickers, weshalb Dutt treffend analysierte: „Nach vorne hat die Durchschlagskraft gefehlt.“ In der Defensive sei seine Mannschaft aber gut gestanden.

Davon konnte sich auch Werner Lorant überzeugen. Der Trainer des Zweitligisten SpVgg Unterhaching wollte wohl ein Auge auf Manuel Hartmann werfen. Dass der Mittelfeldspieler der Kickers zum Abstiegskandidaten wechselt, ist mittlerweile aber eher unwahrscheinlich. Angeblich ist sich der 23-Jährige, dessen Abschied von den Kickers feststeht, mit dem Zweitligisten TuS Koblenz so gut wie einig.

Stuttgarter Nachrichten

Parmak: Endlich können wir mal wieder feiern

Die Stuttgarter Kickers fahren den ersten Heimsieg seit fünf Monaten ein – 1:0 gegen den TSV 1860 München II

Stuttgart – Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat seine Tor-flaute beendet und nach fünf Monaten den ersten Heimsieg gefeiert. In einem schwachen Spiel gegen den TSV 1860 München II erlöste Mustafa Parmak seine Mannschaft mit einem direkt verwandelten Freistoß zum entscheidenden 1:0 (0:0). Zumindest bis heute sind die Stuttgarter wieder Vierter.

Von Beate Wockenfuß

Nachdem Parmak, der auffälligste Kickers-Spieler, in der 76. Minute Anlauf genommen und aus 30 Metern getroffen hatte, sprangen Trainer und Ersatzspieler von der Stuttgarter Bank auf und lagen sich in den Armen. Bis dahin hatten sie und die 2280 Zuschauer nicht viel gesehen, was sie zu Begeisterungsstürmen hinreißen konnte. „Es hat lange gedauert, aber jetzt können wir endlich mal wieder feiern“, freute sich der Torschütze. Auch Manager Joachim Cast war erleichtert: „Es wurde ja schon nach unten eng, wir wollten diese drei Punkte unbedingt.“Die Stuttgarter wollten nach drei Spielen ohne eigenen Treffer endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern, die Münchner brauchten noch Punkte für den Klassenverbleib. Doch was beide Mannschaften auf den Rasen legten, sah so gar nicht danach aus, als ob sie noch Ambitionen hätten. Wenig Tempo, kaum gescheite Spielzüge, dafür jede Menge Fehlpässe und viel Leerlauf. An Torchancen gab es im ersten Durchgang gerade einmal zwei zu verzeichnen. Zunächst lenkte Kickers-Keeper David Yelldell einen Schuss von José Holebas mit Mühe an den Pfosten (18.), kurz darauf schoss Stuttgarts Manuel Hartmann aus 20 Metern knapp am Gehäuse der Münchner vorbei.Nach dem Wechsel änderte sich nicht viel, die besseren Möglichkeiten hatten noch die Gäste. Einmal zielte Zweitliga-Profi Nicky Adler nicht genau genug (71.), dann war Yelldell bei einem Freistoß von Alexander Eberlein zur Stelle (74.). Parmak machte es schließlich besser und krönte damit seine gute Leistung. Bezeichnend war jedoch, dass ein Mittelfeldakteur für das entscheidende Tor sorgte, die Angreifer um den erneut enttäuschenden Angelo Vaccaro setzten kaum Akzente. Die große Chance zum 2:0 vergab (Mittelfeldspieler) Mustafa Akcay neun Minuten vor Schluss.

Statistik
Stuttgarter Kickers: Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – Hartmann, Akcay – Parmak – Gambo (85. Steinle), Yildic (60. Bischoff), Vaccaro (77. Kacani).

TSV 1860 München II: Rössl – Burkhard (78. Fink), Polak, Szukala, Schwarz – Baumgartlinger (85. Stahl), Duhnke, Eberlein – Adler, Schmitt, Holebas.

Schiedsrichter: Kristek (Büdingen).

Zuschauer: 2280.

Tore: 1:0 Parmak (76.).

Gelbe Karten: Kacani / Burkhard.

Beste Spieler: Parmak / Adler.

Eßlinger Zeitung

Spielberichte: Stuttgarter Kickers – TSV 1860 München II (1:0)

31. Spieltag Regionalliga Süd am 11. Mai 2007

Kickers – TSV 1860 München II Ergebnis: 1:0 (0:0)

Der Mannschaft von Trainer Robin Dutt gelang heute endlich der erste Heimsieg im Jahr 2007. Die Blauen besiegten vor 2280 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau die Amateurmannschaft des TSV 1860 München mit 1:0 (0:0) Toren. Mustafa Parmak gelang mit seinem direkt verwandelten Freistoß der Treffer der Tages in der 75. Minute.

Zur Aufstellung:

Trainer Robin Dutt ließ heute im 4-3-3-System spielen. Vor David Yelldell stand die Abwehr der letzten Wochen mit Sascha Benda, Marco Wildersinn, Jens Härter und Oliver Stierle. Vor der Abwehr spielte wie gewohnt Manuel Hartmann zusammen mit Mustafa Akcay und Bashiru Gambo. Vordester Stürmer war heute Recep Yildiz, auf den Aussen spielten Mustafa Parmak und Angelo Vaccaro.

Der Spielverlauf:

Die erste Halbzeit ist schnell erzählt: Die Gäste aus München wirkten in der Anfangsphase spritziger und überlegen, ohne jedoch wirklich gefährlich vor das Kickers-Tor zu kommen. Die Blauen wirkten doch sehr verkrampft, stand heute auch eine Menge auf dem Spiel. David Yelldell vereilelte mit einer tollen Parade den Führungstreffer, als er in der 18. Minute den Schuss von José Holebas gerade noch um den Pfosten lenken konnte. Die einzige nennenswerte Möglichkeit für dieKickers hatte Manuel Hartmann in der 21. Minute, als er aus dem Rückraum nach einer zu kurz abgewehrten Ecke frei zum Schuss kam, doch sein Versuch aus 20 Metern ging knapp am linken Pfosten vorbei. Das war es auch schon in der enttäuschenden ersten Halbzeit, in der sich beide Teams nahezu neutralisierten und sich viel zu viele Fehlpässe einschlichen.

Im zweiten Durchgang waren die Kickers nun näher am Gegner, die Bälle wurden früher erobert und die eine oder andere Möglichkeit ergab sich so. Oliver Stierle brach in der 55. Minute auf seinem linken Flügel durch und sprintete bis zur Grundlinie, doch seine Hereingabe konnte die Löwen-Abwehr in höchster Not klären. Leider fand Oliver Stierle mit seinem Pass nicht den freistehenden Recep Yildiz.
Auf der anderen Seite stand nach einer zu kurzen Abwehr Münchens Nicky Adler frei vor David Yelldell, doch der Stürmer zögerte zu lange mit dem Abschluss. Jens Härter und David Yelldell konnten gemeinsam die Gefahr bannen (65.). Einen satten Schuss von Eberlein aus gut 30 Metern fieg David Yelldell sicher (68.). In der 75. Minute fiel dann das erlösende 1:0 für die Kickers: Mustafa Parmak trat einen Freistoß vom linken Flügel, die Kugel flog hoch an Freund und Feind vorbei und senkte sich dann per Aufsetzer ins rechte Torecke. Bastian Bischoff, der mit entscheidend in Fünfmeterraum störte, war wohl nicht mehr am Ball.
Auf den anderen Seite hatte „Junglöwe“ Lukasz Szukala per Kopf die Möglichkeit, aber einmal mehr war heute David Yelldell ein sicherer Rückhalt im Kickers-Tor. Immer wieder fing er sicher die Flanken oder Freistöße der Löwen ab und strahlte viel Ruhe und Sicherheit aus. in der 83. Minute musste Mustafa Akcay eigentlich das entscheidende 2:0 machen. Bastian Bischoff setzte im Sturmzentrum nach einen langen Ball vehement nach und das Leder prallte dann direkt vor die Füße des Mittelfeldspielers, der völlig frei gut zehn Meter zentral vor dem Tor stand. Aber dass er einfach keine Goalgetter ist, bewies er leider wieder in dieser Situation. Löwen-Keeper Andreas Rössl verhinderte mit einer Glanzparade den zweiten Gegentreffer, er lenkte den Schuss von Mustafa Akcay um den Pfosten.
Deshalb wurde es auch in der 87. Minute nochmals brenzlig, als die Münchner im Kickers-Strafraum die Chance zum Ausgleich hatten. Doch Jens Hörter blockte den Schuss von Manuel Duhnke aus kurzer Distanz noch ab und konnte so klären.

In den Schlussminuten sehnten alle Zuschauer und auch die Mannschaftsverantwortlichen dem Schlusspfiff entgegen, bis es endlich geschafft war und die drei enorm wichtigen Punkte eingefahren waren. Als der Schlusspfiff von Schiedsrichter Matthias Kristek ertönte, merkte man den Spieler und Trainer Robin Dutt die Erleichterung an, konnte man den Abwärtstrend doch endlich stoppen und den ersten Heimsieg im Jahr 2007 feiern.

Die Trainerstimmen:

Klaus Koschlick: „Für uns war es heute eine ganz bittere Niederlage, die uns wieder weit zurück wirft. Wir haben gut begonnen, doch nach 20/25 Minuten hatten wir einen Bruch in unserem Spiel. Wir sind zwar gut gestanden,aber die Entschlossen hat gefehlt. Es sah dann nach einem typischen 0:0-Spiel aus, an dem es am Ende einen glücklichen Sieger gab.“

Robin Dutt: “ Für uns war es heute ein ganz wichtiges Spiel. Mit dem Sieg sind wir wieder in die Ränge gekommen, die wir als Saisonziel ausgegeben hatten. 1860 kam besser ins Spiel, ab der 20. Minute haben wir das Spiel dann aber besser in den Griff bekommen. Vorne hatten wir aber erneut nicht die Durchschlagskraft die wir uns gewünscht hatte. Der jungen Spieler sollten wir trotzdem in Schutz nehmen. Die läuferischen Leistung stimmte, wir sind sehr gut in der Defensive gestanden und haben kaum einen Chance zugelassen. In den letzten Spielen mussten wir sehr unglücklich viele Punkte abgeben, heute haben wir uns mit dem Einsatz den Sieg verdient.“

Die Spielstatistik:

Kickers: David Yelldell – Sascha Benda, Marco Wildersinn, Jens Härter, Oliver Stierle – Manuel Hartmann, Bashiru Gambo (85. Moritz Steinle), Mustafa Akcay – Mustafa Parmak, Recep Yildiz (60. Bastian Bischoff), Angelo Vaccaro (76. Sokol Kacani) – Trainer: Robin Dutt

TSV 1860 München II: Rössl – Burkhard (78. A. Fink), Polak, Szukala, B. Schwarz – Baumgartlinger (85. Stahl), Eberlein, Duhnke, Holebas, N. Adler – R. Schmitt – Trainer: Koschlick

Zuschauer:
2.280 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau

Torfolge:
1:0 Mustafa Parmak (75.)

Schiedsrichter:
Matthias Kristek (Büdingen)
Verwarnungen:
GelbeKarten: Parmak, Kacani – Burkhard, R. Schmitt

Offizielle Homepage
11.05.07 – 20:45 Uhr
1860 II: Unnötige 0:1-Niederlage bei den Stuttgarter Kickers
In einem typischen „0:0-Spiel“ brachte ein als Flanke gedachter Freistoss eine Viertelstunde vor dem Ende die Entscheidung zugunsten der Stuttgarter Kickers. Der Schuss von Mustafa Parmak aus dem linken Halbfeld fand durch Freund und Feind hindurch den Weg ins Löwen-Tor (75.). Die U23 von Klaus Koschlick enttäuschte vor allem spielerisch bei der 0:1-Niederlage und kann bei Siegen der direkten Konkurrenten Saarbrücken und Pfullendorf an diesem Spieltag noch auf einen Abstiegsplatz abrutschen.

Personal: Löwen-Coach Klaus Koschlick standen bei den Stuttgarter Kickers die Langzeitverletzten Christian Träsch (gebrochene Mittelfußwurzel) und Julian Ratei (Riss des Innenmeniskus und des vorderen Kreuzbandes) nicht zur Verfügung. Da Torhüter Philipp Tschauner am Sonntag bei den Profis den verletzten Michael Hofmann vertreten muss, stand zum dritten Mal in dieser Saison A-Junioren-Keeper Andreas Rössl zwischen den Pfosten. Aus der ersten Mannschaft verstärkten Lukasz Szukala, Christoph Burkhard, Alexander Eberlein und Nicky Adler die Löwen-U23.

Spielverlauf: Genau zwei Chancen sahen die Zuschauer im GAZI-Stadion in Stuttgart Degerloch vor der Pause. Je eine für beide Teams. In der 18. Minute hatte Alexander Eberlein den pfeilschnellen José Holebas mit einem mustergültigen Pass in die Tiefe bedient. Der 22-Jährige zog auf und davon. Sein Schuss aus 18 Metern konnte Kickers-Keeper David Yelldell gerade noch um den Pfosten lenken. Vier Minuten später gerieten die Löwen in Bedrängnis. Nach einem Eckball brachte die Hintermannschaft das Leder nicht aus der Gefahrenzone. Manuel Hartmann kam in zentraler Position frei an den Ball, doch sein Schuss aus 23 Metern strich knapp am linken Pfosten vorbei (22.). „Die 1. Halbzeit war sehr zerfahren“, analysierte Ernst Tanner. Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Löwen und verantwortlich für die U23. „Es gab kaum Höhepunkte. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend im Mittelfeld.“

Auch nach der Pause änderte sich nicht viel im Spiel beider Teams. In der 54. Minute grätschte Kapitän Dennis Polak im letzten Moment eine Hereingabe von Oliver Stierle aus der Gefahrenzone. 20 Minuten später versuchte „Ali“ Eberlein per Freistoß aus 28 Metern Kickers-Torhüter Yelldell zu überwinden. Aber das Leder kam zu zentral aufs Tor, sodass der Keeper abwehren konnte. Im Gegenzug fiel die Entscheidung nach einem Freistoss aus halblinker Position. Mustafa Parmak drehte den Ball mit dem rechten Fuß als Flanke vors Tor. Durch Freund und Feind hindurch fand das Leder direkt den Weg ins Löwen-Tor (75.). Danach machten die Sechziger auf, Trainer Klaus Koschlick nahm einige Umstellungen vor – mit Anton Fink und Dominik Stahl kamen zwei Offensivkräfte für zwei Defensivspieler –, doch lediglich die Kickers hatten noch eine Chance zu einem weiteren Treffer. In der 81. Minute verhinderte Löwen-Keeper Andreas Rössl mit einer Glanzparade nach einem Zwölf-Meter-Schuss von Mustafa Akcay das 2:0. So lieb es bei der unnötigen 0:1-Niederlage.

„Es war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel“, konstatierte Tanner. Ein richtiges Aufbäumen nach dem Rückstand sei trotz taktischer Umstellungen nicht zu erkennen gewesen. Der Grund: „Wir waren heute zu harmlos und spielerisch im Vergleich zu den vergangenen Wochen um eine Klasse schlechter“, so der 40-Jährige.

Nun gilt es am Freitag, 18. Mai 2007, 19 Uhr im Grünwalder Stadion gegen den bereits als Aufsteiger feststehenden SV Wehen zu punkten. Im Vorverkauf wurden für diese Partie bereits 4.000 Karten abgesetzt. Wer die U23-Löwen bei diesem wichtigen Spiel unterstützen möchte, kann hier Tickets bestellen.

Weitere Infos zur Aktion X-Tausend.

Kickers: Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – Hartmann, Gambo, Akcay – Parmak, Yildiz, Vaccaro.
Ersatz: Salz (Tor) – Steinle, Weller, Kanitz, Kanyuk, Bischoff, Kacani.

1860: Rössl – Burkhard, Polak, Szukala, B. Schwarz – Baumgartlinger, Eberlein – Adler, Duhnke, Holebas – Schmitt.
Ersatz: Pentke (Tor) – Tausendpfund, Fink, Ramaj, Purdy, Stahl, Welm.

Wechsel: Bischoff für Yildiz (59.), Kacani für Vaccaro (75.), Steinle für Gambo (85.) – Fink für Burkhard (78.), Stahl für Baumgartlinger (85.).

Tore: 1:0 Parmak (75.).
Gelbe Karten: Kacani, Parmak – Burkhard, Schmitt.
Zuschauer: 2.250 GAZI-Stadion auf der Waldau.
Schiedsrichter: Matthias Kristek (Büdingen); Assistenten: Thomas Münch (Gottmadingen), Robert Kempter (Sauldorf).

TSV 1860.de

Der Präsident spielt den Stimmungstöter

Dirk Eichelbaum bemängelt die gute Laune bei den Kickers trotz schlechter Ergebnisse – Yelldell verlängert, Weller muss gehen

STUTTGART. Vom Aufstiegsanwärter zum Abstiegskandidaten? „Mich ärgert, wie wenig sich die Mannschaft in den vergangenen Spielen aufgebäumt hat“, sagt der Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum vor dem Regionalliga-Heimspiel (heute, 19 Uhr) gegen 1860 München II.

Von Joachim Klumpp

Am vergangenen Samstag hat sich Dirk Eichelbaum auf die Fahrt nach Wehen gemacht. Jenem kleinen Flecken mit 6700 Einwohnern im Taunus, der künftig im Profifußball mitmischen will. Und weil dieser Fakt schon seit einer Woche feststand, konnte der Kickers-Präsident hautnah erleben, wie die Mannschaft des Gastgebers vor dem Anpfiff Indianertänze aufgeführt hat. Doch anstatt die Gunst der Stunde zu nutzen und auf dem Kriegspfad drei Punkte zu ergattern, rauchten die Stuttgarter Spieler lieber die Friedenspfeife. „Erst nach der Pause wurde es besser“, sagt Eichelbaum, der diese Partie beim designierten Meister sinnbildlich für das gesamte Jahr 2007 nimmt. „Es ärgert mich schon, wie wenig sich die Mannschaft in den vergangenen Spielen aufgebäumt hat.“

Mit der Konsequenz, dass sie vom Aufstieganwärter zum Abstiegskandidaten mutierte. Nur fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Viertletzten Pfullendorf. Die Tendenz ist fallend. „Neun Punkte aus zehn Spielen in diesem Jahr – das ist die Bilanz eines Absteigers“, macht sich Eichelbaum keine Illusionen (wobei die Talfahrt schon mit der ersten Niederlage am neunten Spieltag in Siegen begann). Dennoch wehrt sich der Manager Joachim Cast: „Mangelnden Einsatz kann man dem Team nicht vorwerfen.“

Das wäre auch nochmal schöner. Aber der letzte Wille und die Konzentration fehlen offensichtlich. Ursache laut Eichelbaum: „Bei uns herrscht zu gute Stimmung.“ Selbst nach Niederlagen. Ein Fall für den Trainer? Dessen Situation trug insgesamt auch nicht gerade zur Entspannung bei: Erst lockte Hannover, dann wurde eine Vertragsverlängerung in der Winterpause so lange hinausgezögert, bis auch dem Letzten klar war, dass Robin Dutts Zukunft nicht in Stuttgart liegt, sondern in Freiburg. „Das ganze Theater dort hat bis zu uns gewirkt“, sagt Eichelbaum. Soll heißen: die Unruhe in und um den Sportclub ging auch an Dutt nicht spurlos vorüber, wenngleich der 42-Jährige alles tut, um sich das nicht anmerken zu lassen. Zwar hat er – in Absprache mit dem Manager Cast – einige Termine wahrgenommen, betont aber: „Absolute Priorität haben die Kickers, dafür habe ich dem Verein zu viel zu verdanken.“

Ob das alle Spieler auch so sehen, steht auf einem anderen Blatt. Einige wie Manuel Hartmann hängen in der Luft, andere wie Laszlo Kanyuk können sich einen Verein suchen, 15 weitere haben einen Vertrag. „Bisher hat der Trainer immer die richtigen Worte gefunden“, sagt Eichelbaum. Und jetzt? „Die Mannschaft macht das durch, was sonst in der Vorrunde passierte“, so Dutt. Weil im Winter der Sturm ausgewechselt worden ist. Und die jungen Nachrücker – Bischoff, Tucci und Kacani (bleibt bis 2009) – einige Monate brauchen, bis sie integriert sind. Zudem haben die Zugänge nicht wie erhofft eingeschlagen, sodass man sich von der Leihgabe Sean Dundee ebenso trennen wird wie von Thomas Weller – und Angelo Vaccaro verstärkt in die Pflicht nimmt. „Wir brauchen ihn nächste Saison“, betont das Präsidiummitglied Walter Kelsch.

Aber nicht nur ihn. „Wir wissen, wo wir ansetzen müssen“, sagt der Präsident. Die vier bis fünf Neuzugänge in allen Mannschaftsteilen sollen deshalb auf dem Platz auch mal eine Reaktion zeigen, in der Kabine ungemütlich werden, kurzum: Leistungsträger und Führungsspieler in Personalunion sein, wie einst Mirnes Mesic, der durch seinen Weggang immerhin 200 000 Euro einbrachte. Gegen eine festgeschriebene Ablöse könnte auch der Torwart David Yelldell gehen, der gestern seinen Vertrag vorzeitig bis 2009 verlängert hat. „Wir sind mit einigen Spielern in Kontakt“, sagt Cast, „können aber keinen Vollzug melden, weil die zum Teil noch bei anderen Vereinen unter Vertrag stehen.“ Die Stürmer Sascha Maier oder Nico Beigang etwa, der Darmstadt 98 aber nur im Falle des Abstiegs verlassen kann. Ein Szenario, das auch den Kickers drohen könnte.

„Wir haben das Thema so kurz wie nötig angesprochen“, sagt Dutt, der vor dem Schlüsselspiel gegen 1860 München II den Teufel nicht an die Wand malen möchte. Dennoch bittet er heute Vormittag zum Torschusstraining, danach zum Mittagessen. „Das haben wir bei Freitagspielen hin und wieder gemacht“, spielt er die Maßnahme herunter. Auch Walter Kelsch hat sich diese Woche kurz gefasst. Zehn Minuten Ansprache mussten reichen. „Da habe ich deutlich gemacht, dass ich von allen Spielern 120 Prozent verlange.“ Ohne Wenn und Aber. Schließlich hat der Verein das Minimalziel Platz sechs nicht ganz aus den Augen verloren.

Und dem sind die Kickers immer noch näher als einem Abstiegsplatz. So soll es bleiben. Eichelbaum: „Wenn wir heute gegen 1860 nicht gewinnen, wann dann?“

Stuttgarter Zeitung

Vorberichte: Stuttgarter Kickers – TSV 1860 München II *Update*

Nach zuletzt eher durchschnittlichen Leistungen und teilweise unglücklichen Niederlagen brauchen die Stuttgarter Kickers am Freitagabend um 19.00 Uhr im GAZi-Stadion gegen die U23-Mannschaft des TSV 1860 München endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Drei Punkte sind das Ziel von Trainer Robin Dutt und seiner Mannschaft und die müssen mit Leidenschaft, guter Taktik und Disziplin erkämpft werden. Vor allem aber ist die Offensive gefragt, denn in den letzten fünf Spielen gelang nur ein Treffer und zuletzt blieb man Zuhause gegen SF Siegen und FK Pirmasens ohne Torerfolg.
Alles andere als ein Sieg wäre also eine Enttäuschung und das weiß auch die Mannschaft. „Wir dürfen uns jetzt keinen Ausrutscher mehr erlauben und gehen hochmotiviert in diese Begegnung“, streicht Kickers-Urgewächs Oliver Stierle die Bedeutung dieses Spieles heraus. Bis auf den immer noch verletzten Sean Dundee sind alle Aktiven fit und man darf gespannt sein, wie Robin Dutt insbesondere das Mittelfeld und den Angriff besetzen wird. Zumindest kann er wieder auf Regisseur Mustafa Parmak zurückgreifen, der in den letzten Tagen wieder voll mittrainieren konnte.
Der immer noch intensiv um den Klassenerhalt kämpfende TSV 1860 München II hinterließ zuletzt unter dem Nachfolger von Marco Kurz und neuen Trainer Klaus Koschlik einen gefestigten Eindruck, so dass die Kickers also 90 Minuten lang voll konzentriert sein müssen.

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Vorschau
Spielinfos:

Anstoß: 11.05.2007 19:00
Stadion: GAZI-Stadion auf der Waldau

Schiedsrichter: Kristek (Büdingen)
Assistenten: Münch (Gottmadingen), Kempter (Sauldorf)

Stuttgarter Kickers: Ob Dundee (Muskelfaserriss) rechtzeitig fit wird, ist fraglich. Im Angriff ist auch ein Einsatz von Vaccaro denkbar.

1860 München II: Da die Profis erst am Sonntag spielen, sind weitere personelle Verstärkungen im Kampf gegen den Abstieg durchaus möglich.
Aufstellung
Stuttgarter Kickers
Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – M. Hartmann, Gambo, Akcay – Parmak, Yildiz, Weller; Trainer: Dutt

1860 München II
Tschauner – C. Burkhard, Polak, Szukala, B. Schwarz – Ziegenbein, Eberlein, Duhnke – N. Adler, R. Schmitt, Holebas; Trainer: Koschlick

Kicker

Trotz drei Spielen hintereinander ohne Torerfolg und einer mäßigen Heimbilanz nach der Winterpause bleiben die Kickers optimistisch. „Wir sind den Umgang mit schwierigen Situationen gewöhnt, das wirft uns nicht gleich aus der Bahn“, erklärt Trainer Robin Dutt, der sich sicher ist, dass seine Mannschaft auch diese Situation meistern wird. Allerdings werden heute sehr bissige „Löwen“ erwartet. Während die Gastgeber als Tabellensiebte fünf Punkte von den Abstiegsplätzen entfernt sind, ist die Lage bei den Münchnern prekärer. Sie haben als 13. nur einen Zähler Luft, aber nach dem 3:0 zuletzt gegen Pirmasens wieder neue Hoffnungen geschöpft. Auch in Stuttgart wird Trainer Klaus Koschlick sein Team wieder mit Profis aus der ersten Mannschaft verstärken. Bei den Kickers stehen bis auf Sean Dundee (Muskelfaserriss) alle Spieler zur Verfügung. Indes hat David Yelldell seinen Vertrag vorzeitig bis 2009 verlängert. Auch der bisherige Oberliga­spieler Sokol Kacani bleibt bis 2009, Mustafa Akcay unterschrieb bis 2008.

So wollen sie spielen: Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – Hartmann, Gambo, Akcay – Parmak, Yildiz, Weller.

Eßlinger Zeitung

Ernste Lage: Kickers trainieren am Spieltag

Stuttgart (jüf) – Die Lage beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers ist ernst. Bei einer Niederlage am heutigen Freitag (19 Uhr/Gazistadion) gegen den TSV 1860 München II könnte für die Blauen plötzlich der Kampf gegen den Abstieg beginnen. „Die Spieler sind sich der Bedeutung der Partie bewusst“, sagt Manager Joachim Cast. Dementsprechend wählte Trainer Robin Dutt eine außergewöhnliche Vorbereitung. Er lässt seine Spieler heute um 11 Uhr vor allem noch einmal am Torabschluss arbeiten, anschließend wird im Clubhaus gemeinsam mittaggegessen. Danach dürfen die Spieler bis zum Treffpunkt im Stadion zum Ausruhen noch einmal nach Hause. Unterdessen verdichten sich die Anzeichen, dass sich Mittelfeldspieler Manuel Hartmann am Saisonende der SpVgg Unterhaching anschließen wird – Voraussetzung ist allerdings der Klassenverbleib der Bayern. Bereits festgelegt hat sich David Yelldell: Der Kickers-Torwart verlängerte seinen bis 2008 laufenden Vertrag bei den Blauen vorzeitig bis 2009.

Stuttgarter Nachrichten