Drittliga-Fahrplan der Stuttgarter Kickers bis zum Saisonende terminiert

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am heutigen Freitag alle noch ausstehenden Drittliga-Spieltage bis zum Ende der Saison 2008/2009 exakt terminiert. Die Stuttgarter Kickers sind nach ihrem Heimauftritt an diesem Sonntag gegen den FC Bayern München II in ihrem weiteren Restprogramm fast ausschließlich samstags am Ball. Außnahmen bilden das bereits terminierte Nachholspiel im GAZi-Stadion gegen den SSV Jahn Regensburg (Mittwoch, 15. April / 19 Uhr) sowie das Gastspiel in Jena (Dienstag, 5. Mai / 18.30 Uhr) und der Derby-Heimauftritt gegen den VfR Aalen (Dienstag, 12. Mai / 19 Uhr). Der Kickers-Spielplan im Überblick

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Vorberichte Stuttgarter Kickers – FC Bayern München II

Es müllert wieder

Kickers empfangen München

STUTTGART. Während die Fußball-Bundesliga eine Länderspielpause macht, ist die dritte Liga voll im Einsatz. Die Mannschaft des VfB II tritt heute (19 Uhr) beim SC Paderborn an, die Kickers am Sonntag gegen die kleinen Bayern – und deren Talent Thomas Müller.

Von Joachim Klumpp

Während sich der Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers am Mittwochabend beim Benefizspiel gegen den VfB Stuttgart trotz der 3:5-Niederlage ordentlich aus der Affäre zog, unterlag der Ligakonkurrent VfR Aalen in einem Nachholspiel beim kleinen FC Bayern mit 0:4. „Dann wissen wir ja, was uns erwartet“, sagte der Kickers-Manager Joachim Cast im Hinblick auf den Punktspielgegner aus München am Sonntag im Gazi-Stadion. Eine Mannschaft, die mit der Empfehlung von zwei Siegen (zuvor immerhin gegen den Tabellenzweiten SC Paderborn) kommt.

Und nicht nur das. Es müllert auch wieder beim FC Bayern. Während der ehemalige Bomber der Nation, Gerd Müller, bei der zweiten Mannschaft als Assistenzcoach auf der Trainerbank sitzt, hat in dieser Saison ein gewisser Thomas Müller Aufsehen erregt. Vor allem seit seinem 18-minütigen Kurzeinsatz in der Champions League – beim 7:1-Rekordsieg gegen Sporting Lissabon. „Er ist ein außergewöhnliches Talent“, sagt auch der sonst eher kritische Hermann Gerland als Chefcoach der zweiten Mannschaft, „er darf jetzt aber nicht abheben.“

Doch die Sorge scheint eher unbegründet. Am Mittwoch jedenfalls steuerte der 19-jährige Mittelfeldspieler die ersten beiden Tore zum Kantersieg gegen Aalen bei und schraubte sein Konto damit auf zwölf Saisontreffer. Der Spieler selbst hatte nach seinem Auftritt im Europapokal gesagt: „Ich bin froh, dass ich wieder im Alltag zurück bin, aber wenn ich schon mal die Chance oben habe, muss ich auch etwas zeigen.“

Das kann künftig durchaus öfter der Fall sein. Denn quasi als Belohnung hat Müller im vergangenen Monat bei den Bayern einen Profivertrag bis 2011 erhalten – und soll in der nächsten Saison fest zum Kader von Jürgen Klinsmann zählen. Der sagt: „Wir kennen sein Talent, jetzt sind wir dabei, ihn langsam aufzubauen.“ Und das geschieht auch über die zweite Mannschaft.

Das gleiche Konzept gilt auch für den VfB Stuttgart II, dessen Spieler zum Teil sogar im Benefizspiel bei den Kickers zum Einsatz kamen, wie Sebastian Enderle, Tobias Feisthammel, Robin Schuster, Sven Schipplock und Shaban Ismaili. Gestern ging es für sie dann schon wieder zur Partie in Paderborn (heute, 19 Uhr). Der Trainer Rainer Adrion sagt zu dem Spiel beim Zweitligaabsteiger: „Der SC ist ein Aufstiegsfavorit. Wir haben nichts zu verlieren, aber warum sollte am Ende nichts herausspringen?“ Vielleicht weil der VfB auswärts seit nunmehr fünf Monaten auf einen Sieg wartet. Zudem fehlen die Stammkräfte Sebastian Rudy und Patrick Funk wegen eines U-21-Lehrgangs, der bis Dienstag geht. Ob die beiden rechtzeitig für das Derby am 1. April gegen die Kickers zur Verfügung stehen, bleibt abzuwarten.

Stuttgarter Zeitung

Schmitt setzt wieder auf das Erfolgssystem

Stuttgart (dip) – In Emden haben die Stuttgarter Kickers gewonnen, und auch im Freundschaftsspiel gegen den VfB Stuttgart hat der Drittligist keine schlechte Figur abgegeben. Nicht nur deshalb sieht Trainer Edgar Schmitt dem Heimspiel am Sonntag (14 Uhr, Gazistadion) gegen den FC Bayern München II optimistisch entgegen. „Wir haben doch gar keine andere Wahl“, sagt er. Nach wie vor gilt: Die Kickers brauchen Siege, um das rettende Ufer noch zu erreichen. Wer Spielmacher Ralf Kettemann (Mittelfußbruch) ersetzen wird, ist noch offen. Bashiru Gambo wäre eine Möglichkeit, jedoch „hat er seine Sache im Sturm sehr gut gemacht“. Auch Marco Tucci und Josip Landeka seien Kandidaten, sagt der Coach, für den feststeht: „Wir werden in der gleichen Grundordnung wie in Emden spielen.“ Dort führte ein 4-3-1-2-System zum Erfolg.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers: Ohne Angst gegen den FC Bayern II

Stuttgart (StN) – Nach dem Freundschaftsspiel gegen den VfB Stuttgart steht für Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers am Sonntag (14 Uhr) im Gazistadion wieder der Liga-Alltag auf dem Programm. Gegner ist der FC Bayern II – für Kickers-Trainer Edgar Schmitt ein harter Brocken. „Die sind gerade unheimlich gut drauf“, sagt er, „Aalen 4:0 geschlagen, Paderborn 2:1 besiegt – wir müssen auf der Hut sein.“ Immerhin stehen ihm wieder Mustafa Parmak, Bashiru Gambo und Thorsten Traub, die gegen den VfB geschont worden waren, zur Verfügung. Alexander Rosen und Orlando Smeekes hatten gegen die Roten vom Wasen wegen einer leichten Grippe ebenfalls eine Pause eingelegt, ihr Einsatz gegen die Roten aus München ist aber nicht gefährdet. Nach dem überraschenden Erfolg in Emden (0:1) gehen die Kickers zuversichtlich in die Partie. „Wir müssen vor keinem Gegner mehr Angst haben“, sagt Schmitt.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers-Heimpartie an diesem Sonntag gegen FC Bayern München II – Spielbeginn im GAZi-Stadion um 14 Uhr

Die Blauen wollen die rote Laterne abgeben
„3. Liga – nicht ohne uns.“ Mit dem wichtigen 1:0-Sieg in Emden hat das Saison-Motto des Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers neue Nahrung erhalten – jetzt will die Mannschaft von Cheftrainer Edgar Schmitt an diesem Sonntag im Heimspiel gegen den FC Bayern München II nachlegen. Spielbeginn gegen den Tabellenachten im GAZi-Stadion auf der Waldau ist um 14 Uhr. „Wir dürfen nicht nachlassen, sondern müssen beharrlich weiterarbeiten“, sagt Schmitt.

Drei Auftritte nacheinander stehen für die Stuttgarter Kickers an den kommenden Spieltagen der dritten Fußball-Liga im GAZi-Stadion auf dem Programm, dies binnen von insgesamt zehn Tagen. Ein Heimspiel-Marathon?

Von wegen. Denn nach der Partie gegen die zweite Formation des deutschen Fußball-Rekordmeisters an diesem Sonntag steht am kommenden Mittwoch (Spielbeginn 18 Uhr) das Drittliga-Derby mit dem VfB Stuttgart II an. Erstmals in der laufenden Spielzeit werden die Kickers dabei als Gäste unterm Fernsehturm auftreten: Gastgeber ist nämlich der VfB II. Abgeschlossen wird der Termin-Dreiklang für die Blauen am Dienstag, 7. April. Dabei übernehmen die Degerlocher Fußballer dann allerdings wieder die Rolle der Heim-Elf – Anstoß gegen die Kickers aus Offenbach ist um 19 Uhr.

Freilich: Die Konzentration von Kickers-Cheftrainer Edgar Schmitt und seinem Team galt zuletzt ausschließlich der Begegnung an diesem Sonntag gegen den FC Bayern München II. Die Gäste von der Isar haben in dieser Woche mit zwei Heimerfolgen nacheinander insgesamt sechs Zähler auf ihrem Punktekonto verbucht. Am vergangenen Wochenende gelang dem Perspektivteam des Bundesliga-Tabellenzweiten ein 2:1 gegen den Tabellenzweiten SC Paderborn, am Mittwoch landete das Aufgebot von Trainer Hermann „Tiger“ Gerland im Nachholspiel ein beeindruckendes 4:0 gegen den VfR Aalen.

Der Angreifer Thomas Müller brachte die Seinen mit seinem Tore-Doppelpack nach dem Seitenwechsel auf die Siegerstraße, gleichzeitig erhöhte der Shootingstar des FCB II sein Konto dadurch auf jetzt schon zwölf Saisontreffer. Der Trainer Edgar Schmitt weiß angesichts dessen natürlich um die Schwere der anstehenden Aufgabe für seine Mannschaft. „Die Bayern sind derzeit richtig gut drauf“, sagt er. Allerdings gelte eines: „Wir haben ein Heimspiel – und wir wollen die drei Punkte.“ Ende der Durchsage.

Personell kann Schmitt an diesem Sonntag fast aus dem Vollen schöpfen. Fehlen wird allerdings Ralf Kettemann. Der Pechvogel, der zuletzt beim 1:0-Erfolg in Emden im Mittelfeld eine ganz starke Vorstellung zeigte, zog sich just an diesem Dienstag im Training ohne Fremdeinwirkung einen Mittelfußbruch zu. Ihm droht eine längere Pause. Ansonsten stehen auch alle im ADM-Gedenkspiel gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart am Mittwoch geschonten Stammkräfte aus dem Kickers-Mannschaftskader zur Verfügung.

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Björn Hinck verlängert

Die Stuttgarter Kickers haben den Vertrag mit dem Trainer der zweiten Mannschaft, Björn Hinck, um ein Jahr verlängert. „Er ist der jüngste und zugleich dienstälteste Oberligatrainer“, sagt der Abteilungsleiter Martin Kurzka. Hinck (32) betreut die Mannschaft bereits seit 2003. ump

Stuttgarter Zeitung

Illertissen nächster U23-Gegner

Die Stuttgarter Kickers wollen in der Oberliga Baden-Württemberg weiter Boden gut machen und treffen am kommenden Samstag auf den FV Illertissen. Mit zwei Siegen im Rücken hat die U23 den Anschluss ans Mittelfeld hergestellt und sich durch die beiden klaren Siege in Walldorf und gegen den SC Bahlingen viel Selbstvetrauen geholt.

Beim Spiel des FVI am vergangenen Wochenende beim Lokalrivalen SpVgg Au traf der ehemalige Kickers-Spieler Saban Genisyürek und sicherte seinem Team somit einen Punkt. Im heimischen Vöhlin-Stadion sind die Illertissener ohnehin eine Macht. Erst zwei Oberligaspiele hat die Mannschaft von Trainer Bachthaler bisher verloren (Nöttingen 1:3 und Kehl 0:2) und das bedeutet sogar Rang vier in der Heimtabelle. In den fünf Spielen der Rückrunde gab es bisher aber noch keinen Sieg. Mit drei Unentschieden und zwei Niederlagen holte der FV nur drei magere Pünktchen.

Anders bei den „kleinen“ Blauen, die mit zwei Siegen in Folge und mit acht Toren in diesen beiden Begegnungen in der Tabelle eher wieder nach oben blicken können. Mit einem Sieg am Samstag gegen den FV Illertissen kann das Hinck-Team bis auf zwei Zähler an den FV herankommen und das bei zwei Spielen weniger.

„Wir möchten den Schwung aus den beiden letzten Partien mit nach Illertissen nehmen“, meint Kickers-Trainer Björn Hinck, dessen Vertrag während der Woche vorzeitig verlängert wurde.

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Presse zum ADM-Gedenkspiel Stuttgarter Kickers – VfB Stuttgart

„Wir sind nur der kleine Bruder“

Vor dem Derby zwischen den Kickers und dem VfB ist von Rivalität nichts mehr zu spüren

STUTTGART. Um 18.30 Uhr wird heute im Gazi-Stadion das 163. Stuttgarter Stadtderby Kickers gegen VfB angepfiffen. Die Einnahmen der Partie kommen den Kickers zugute, die an den vor fünf Jahren verstorbenen Ehrenpräsidenten Axel Dünnwald-Metzler erinnern.

Von Heiko Hinrichsen

Sein Leben waren die Stuttgarter Kickers, für die er selbst von 1958 an als Verteidiger in der Oberliga Süd, der damals höchsten Klasse, spielte. Am 9. Dezember dieses Jahres wäre Axel Dünnwald-Metzler, Brillenfabrikant, Ehrenpräsident und Mäzen der Kickers, 70 Jahre alt geworden. Am 6. April jährt sich sein Todestag zum fünften Mal, ADM starb bereits mit 64 Jahren an Lungenkrebs.

Heute werden sich der amtierende Präsident Dirk Eichelbaum, die Kickers-Gemeinde sowie geladene Gäste, darunter der ehemalige Landesvater Lothar Späth und sein Nachnachfolger Günther Oettinger, an „den großen Mann des Stuttgarter Sports“ (VfB-Präsident Erwin Staudt) erinnern, in dessen Ära die Kickers zweimal (1988 und 1991) den Aufstieg in die erste Fußball-Bundesliga schafften sowie 1987 das Pokalfinale gegen den Hamburger SV in Berlin (1:3) erreichten.

Um 16.30 Uhr wird heute im ADM-Sportpark, der längst den Namen des ehemaligen Präsidenten trägt, ein Gedenkstein enthüllt sowie ihm zu Ehren eine Eiche gepflanzt. Da es um die Kickers finanziell nicht mehr so gut bestellt ist wie zu Bundesligazeiten, dient das leidenschaftliche Hobby Dünnwald-Metzlers, der Fußball, heute einem besonderen Zweck: Um 18.30 Uhr wird im Gazi-Stadion das 163. Stadtderby zwischen dem VfB und den Kickers angepfiffen. Der Reinerlös des Freundschaftsspiels kommt dem Tabellenletzten der dritten Liga zugute.

„Wir werden sportlich alles aufbieten, was wir zur Verfügung haben, um beste Qualität abzuliefern“, sagt der VfB-Cotrainer Rainer Widmayer, der aufgrund der Abstellung der Nationalspieler derzeit aber nur zehn Feldspieler und zwei Torhüter aus dem Profikader zur Verfügung hat. Artig fügt Widmayer hinzu: „Es ist für uns eine Ehre, bei diesem Spiel mit dabei zu sein.“

Lange hat es gedauert, ehe der VfB mal wieder zum Derby auf Degerlochs Höhen über den Neckar reist. Beim letzten Duell gewann der Bundesligist im April 2003 mit 3:2. Gerne würden die Kickers alljährlich in der Sommerpause gegen den Verein für Bewegungsspiele aus Bad Cannstatt antreten. Doch das geht aus Sicht des VfB nicht. „Wir müssen bei unseren Planungen leider viele Faktoren wie die Trainingslager berücksichtigen. Der Terminkalender ist dicht gedrängt. Aber jetzt hat es durch die Länderspielpause ja geklappt“, sagt der Präsident Erwin Staudt.

Der Kickers-Trainer Edgar Schmitt freut sich auf die Partie gegen den Tabellensechsten der Fußball-Bundesliga, zu der der Verein mit 6000 Zuschauern rechnet. „Wir sind nur der kleine Bruder des VfB, wenn überhaupt“, sagt Schmitt, der heute ein friedliches Spiel auf der Waldau erwartet. „Um Rivalitäten zu entwickeln, muss man sich auf Augenhöhe begegnen“, sagt Schmitt, „das ist derzeit nicht gegeben. Der VfB besitzt sportlich einen internationalen Anspruch – und wir spielen in der dritten Liga. Deshalb freue ich mich ganz einfach auf ein unterhaltsames Spiel mit gutem Fußball für die Fans.“

Stuttgarter Zeitung

„Das Derby ist immer reizvoll“

Kickers empfangen die VfB-Profis

Blaublut gegen Vollblut – so lautet das Motto des 163. Stuttgarter Fußball-Stadtderbys morgen um 18.30 Uhr im Gazi-Stadion. Zuletzt trafen die Kickers und der VfB im April 2003 in einem Freundschaftsspiel aufeinander – damals siegten die Roten mit 3:2. „Die Kickers sind ein Stück Stuttgarter Stadtgeschichte. Es wäre jammerschade, wenn sie in die Regionalliga absteigen müssten“, sagt der VfB-Präsident Erwin Staudt im Gespräch mit Joachim Klumpp.

Herr Staudt, das Freundschaftsspiel morgen gegen die Kickers ist dem ehemaligen Präsidenten Axel Dünnwald-Metzler gewidmet, dessen Todestag sich am 6. April zum fünften Mal jährt.

Ich kann mich noch gut erinnern: die Beerdigung von ADM war leider eine meiner ersten Amtshandlungen als Präsident des VfB. Er war einer der ganz großen Männer des Stuttgarter Sports – und wurde aus der Blüte seines Lebens gerissen.

Als die Kickers nun wegen eines Benefizspiels auf Sie zukamen, haben Sie da spontan zugesagt, oder gab es Bedenken wegen einer Überlastung Ihrer Spieler?

Natürlich waren wir gerne bereit, zu diesem Spiel anzutreten. Durch die anstehenden Länderspiele und die damit verbundene Bundesligapause war ein entsprechendes Zeitfenster vorhanden, so dass wir das Stadtderby in unsere Planungen integrieren konnten.

Angeblich hatte die Polizei die größten Vorbehalte wegen des Spiels, aus Sicherheitsgründen. Ist es nicht bedenklich, wenn inzwischen nicht einmal mehr solche Freundschaftsspiele reibungslos über die Bühne gebracht werden können?

Leider gibt es immer einige Unverbesserliche, die den Fußball als Plattform für Auseinandersetzungen nutzen. Diesen Chaoten dürfen wir uns aber unter keinen Umständen beugen. Die überwältigende Mehrheit der Fans ist friedfertig und kommt Woche für Woche ohne böse Absichten in die Stadien.

Die Kickers würden es gerne sehen, wenn ein solches Lokalderby eine regelmäßige Einrichtung – zum Beispiel vor Saisonbeginn – würde. Ist das realistisch?

Ein Stadtderby ist ohne Zweifel immer eine reizvolle Veranstaltung. Und ich hoffe, dass wir dieses Spiel auch in der nächsten Saison in der dritten Liga sehen werden. Eine regelmäßige Austragung gegen unsere erste Mannschaft ist aber nicht ohne weiteres möglich, weil unser Terminkalender auch während der Sommervorbereitung sehr dicht gedrängt ist und wir mit unserer Lizenzspielermannschaft in dieser Zeit zwischen den obligatorischen Trainingslageraufenthalten zahlreiche Termine wahrnehmen müssen.

Im Moment treffen die beiden Clubs normalerweise im Duell mit zweiter und erster Mannschaft aufeinander. Wie groß ist Ihre Hoffnung, dass es mal wieder in der Bundesliga zu einem Vergleich kommt?

Die Stadtderbys zwischen dem VfB und den Kickers in der Bundesliga sind für alle Beteiligten unvergessliche Ereignisse und sind weit über die Stadtgrenzen hinaus ein Gesprächsthema. Natürlich würden wir uns freuen, wenn die Kickers wieder in der Bundesliga vertreten wären. Wir drücken zunächst die Daumen, dass in der laufenden Saison der angestrebte Klassenerhalt gelingt und die Kickers mittelfristig wieder höhere Ziele anstreben können.

Auch wenn Sie weiter weg vom Geschehen sind: Was ist aus Ihrer Sicht der Grund dafür, dass die Kickers in der dritten Liga am Tabellenende dümpeln?

Es steht mir nicht zu, darüber zu urteilen. Fakt ist, dass die Stuttgarter Kickers ein Stück Stuttgarter Fußballgeschichte sind und es jammerschade wäre, wenn der Verein in die Regionalliga absteigen müsste.

Der Amoklauf von Winnenden hat die Menschen in ganz Deutschland geschockt. Denken Sie auch darüber nach, in dieser traurigen Angelegenheit ein Wohltätigkeitsspiel mit dem VfB zu veranstalten?

Die schrecklichen Ereignisse von Winnenden und Wendlingen haben uns alle tief bewegt. Selbstverständlich wird der VfB Stuttgart seiner sozialen Verantwortung für die Menschen in unserer Region auch in dieser schwierigen Situation gerecht. Details können wir aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekanntgeben.

Stuttgarter Nachrichten

AUFTAKT ZUM ADM-GEDENKJAHR Klare Sache für den VfB: 5:3 im 163. Stadt-Derby
Von HELMUT HEIMANN

Stadt-Derby der Stuttgarter Kickers gegen den VfB Stuttgart. Vor 3160 Zuschauern im Gazi-Stadion gewannen die Roten im 163. Spiel 5:3 (1:2) gegen die Blauen.

Den Anstoß zum Auftakt des Gedenkjahres zum 5. Todestag des langjährigen Kickers-Präsidenten Axel Dünnwald-Metzler (1979–2003) machte Ministerpräsident Günther Oettinger (kam zehn Minuten zu spät).

Die Führung für die Hausherren durch Marco Tucci (9.), der auch das zweite Tor erzielte (38.). Für den VfB verwandelte Cacau (16.).

Dann drehten die Roten auf (ohne Nationalspieler, dafür wieder mit Martin Lanig und Yildiray Bastürk nach Verletzungspausen). Jan Simak (54./67.), Julian Schieber (68.) sowie Sven Schipplock (90.) trafen, Mijo Tunjic nochmal für die Blauen (87.).

VfB-Coach Markus Babbel: „Das war sehr unterhaltsam für die Zuschauer.“ Kickers-Trainer Edgar Schmitt grinste: „Der VfB hat uns mitspielen lassen…“

Vorm Spiel wurde im ADM-Sportpark ein Gedenkstein enthüllt. Dann pflanzten die Präsidenten Erwin Staudt und Dirk Eichelbaum symbolisch eine Eiche.

BILD

Kickers unterliegen trotz guter Leistung dem Bundesligisten VfB mit 3:5 (2:1)

in memoriam ADM: Acht Tore im 163. Stuttgarter Fußballderby
„in memoriam ADM“ – unter diesem Motto gedachten die Stuttgarter Kickers am Mittwoch ihrem Ehrenpräsidenten Axel-Dünnwald-Metzler, dessen Todestag sich am 6. April zum fünften Mal jährt. Im Anschluss an die Feierlichkeiten, bei denen zahlreiche Vertreter aus Politik, Sport und Wirtschaft zugegen war, wurde am Abend im GAZi-Stadion das 163. Stuttgarter Fußball-Stadtderby zwischen den Kickers und dem VfB ausgetragen. Im sportlich-reizvollen Vergleich zwischen Drittligist und Erstligist unterlagen die Gastgeber trotz guter Leistung und zweimaliger Führung im ersten Abschnitt vor 3160 Zuschauern mit 3:5 (2:1).

Beim Duell Blau gegen Rot in Gedenken an ADM musste der VfB-Teamchef Markus Babbel auf insgesamt elf Nationalspieler, die momentan bei ihren Auswahlteams weilen, sowie zwei verletzte Akteure verzichten. Auf der Gegenseite fehlte Ralf Kettemann (Mittelfußbruch) verletzt. Außerdem verordnete der Kickers-Cheftrainer Edgar Schmitt seinen Stammkräften Bashiru Gambo, Orlando Smeekes, Mustafa Parmak, Marcus Mann, Torsten Traub und Alexander Rosen angesichts der zahlreichen englischen Wochen eine schöpferische Pause – bereits an diesem Sonntag (14 Uhr) geht es für die Blauen im Drittliga-Heimspiel gegen den FC Bayern München II an gleicher Stätte um wichtige Punkte. Dort wird das am Mittwoch pausierende Kickers-Sextett fraglos wieder dringend gebraucht.

Insgesamt 3160 Zuschauern, darunter auch Ursi Dünnwald-Metzler, wurde bei widrigen äußeren Bedingungen mit wechselweisen Schneefällen und Regengüssen auf dem Rasen des GAZi-Stadions dennoch eine recht flotte Partie geboten. Nachdem der Stuttgart-Möhringer Fallschirmweltmeister Klaus Renz das Spielgerät punktgenau aus der Luft gebracht hatte, führte der baden-württembergische Ministerpräsident Günther H. Oettinger mit dem von ADP Deutschland gesponserten Spielball symbolisch den Anstoß der Partie aus.

Ein großes Programm abseits des sportlichen Wettstreits sorgte schon vor dem Anpfiff vom Stuttgarter Erstliga-Schiedsrichter Markus Schmidt und ebenso in der Halbzeitpause für viel Stimmung. Verantwortlich dafür zeichneten der lokale Radiosender „Die Neue 107,7“ sowie die Kickers-Partner Bauhaus und Auto Palazzo mit zahlreichen Aktionen im GAZi-Stadion. Für die musikalische Untermalung sorgten außerdem zwei Kapellen: zunächst spielte der Musikverein Gechingen auf, im Anschluss daran folgte die hoffnungsvolle Heavy-Metal-Formation „kissin dynamite“.

Doch, wie gesagt, aus rein sportlicher Sicht gesehen boten auch die beiden Mannschaften den 3160 Fans auf den Rängen des GAZi-Stadions unterhaltsame 90 Spielminuten. Nach neun Zeigerumdrehungen überlistete die Mannschaft von Kickers-Cheftrainer Edgar Schmitt die Abseitsfalle des VfB – Marco Tucci steuerte in der Folge alleine auf den Gäste-Keeper Alexander Stolz zu und erzielte mit einem Flachschuss ins linke Eck das 1:0. In der 17. Minute hieß es dann 1:1, nachdem Gäste-Angreifer Cacau im Anschluss an einen Eckstoß von Elson zum Ausgleich traf. Die Kickers erzielten sieben Minuten vor dem Halbzeitpfiff nach toller Vorarbeit von Michael Schürg die neuerliche Führung zum 2:1-Halbzeitstand – als Torschütze glänzte abermals Marco Tucci.

Nach der Pause war für die Blauen Josip Landeka mit einem 25-Meter-Freistoß nahe am dritten Treffer der Gastgeber dran. Stattdessen fiel das nächste Tor auf der anderen Seite. Einen Gegenstoß schloss Jan Simak mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 2:2 (55.) ab. Zwölf Minuten später war es erneut der Tscheche, der die erste Führung des Bundesligisten an diesem Abend markierte. Sein Mannschaftskollege Julian Schieber legte nur kurze Zeit später das vierte VfB-Tor mit einem Schuss aus halblinker Position ins rechte Eck zum 2:4 nach.

Kurz vor dem Ende blieb es dem eingewechselten U-23-Oberliga-Akteur Mijo Tunjic vorbehalten, mit seinem Treffer zum 3:4 die Sache noch einmal spannend zu gestalten. Mit der letzten Aktion des unterhaltsamen 163. Stuttgarter Lokalduells stellte Sven Schipplock mit seinem Tor schließlich den 3:5-Endstand her.

„Der VfB hat uns mitspielen lassen“, sagte Kickers-Trainer Edgar Schmitt über das „schöne und super faire Spiel“. Auch VfB-Teamchef Markus Babbel war zufrieden: „Es war ein unterhaltsames Spiel, die Zuschauer sind auf ihre Kosten gekommen.“

Stuttgarter Kickers: Salz (46. Huber) – Köpf (60. Steinle), Mann (46. Gentner), Dittrich, Härter – Reiß (60. Traut), Deigendesch (60. Ortlieb), Tucci (75. Tunjic), Landeka (60. Petruso) – Galm, Schürg (60. Kacani). Trainer: Schmitt.

VfB Stuttgart: Stolz – Träsch (63. Ismaili), Mandjeck, Delpierre (63. R. Schuster), Enderle (46. Feisthammel) – Hilbert (46. Bastürk), Elson, Lanig, Simak – Schieber, Cacau (63. Schipplock). Trainer: Babbel.

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)

Tore: 1:0 Tucci (9.), 1:1 Cacau (16.), 2:1 Tucci (38.), 2:2 Simak (55.), 2:3 Simak (67.), 2 :4 Schieber (69.), 3 :4 Tunjic (86.), 3:5 Schipplock (90.)

Zuschauer: 3160 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau

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Presse zu Kickers Emden – Stuttgarter Kickers (0:1)

Erst die Partie, dann die Party

Die Mannschaft der Stuttgarter Kickers feiert den Auswärtssieg in Emden auf einem Fanfest

STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers haben nach der Niederlage unter der Woche die entsprechende Reaktion gezeigt und beim Tabellenvierten Emden mit 1:0 gesiegt. „Wir haben taktisch sehr gut gespielt und verdient gewonnen“, sagte der Trainer Edgar Schmitt.

Von Joachim Klumpp

So etwas nennt man wohl Timing, also das richtige Zeitgefühl – und das auf der ganzen Linie. Zunächst bewies der Kickers-Trainer Edgar Schmitt am Samstag ein glückliches Händchen, als er Michael Schürg erstmals in diesem Jahr einwechselte und dem fünf Minuten später prompt das Siegtor zum 1:0 in Emden gelang, nach mustergültigem Pass von Moritz Steinle übrigens. Und dann machte die Mannschaft auf dem Heimweg einen Stopp bei der Fanparty in Oldenburg, die schon lange organisiert war. „Ich war eine Stunde dort und habe dann die Mannschaft feiern lassen“, sagte Schmitt. Und auch der Präsident Dirk Eichelbaum zog sich frühzeitig zurück – mit der erfreulichen Erkenntnis: „Wenn wir die Vorgaben des Trainers weiter so umsetzen, steigen wird nicht ab.“

Die Vorgaben des Trainers sahen nach der enttäuschenden Niederlage unter der Woche in Sandhausen einige Änderungen vor. „Wir haben reagieren müssen“, sagt Schmitt. Mit gleich drei defensiven Mittelfeldspielern (Rosen, Ortlieb und Deigendesch) vor der Viererkette, Ralf Kettemann auf der Spielmacherposition sowie Bashiru Gambo als hängender zweiter Spitze neben Orlando Smeekes. „Ich habe lange überlegt, ob damit nicht das Tempo nach vorne fehlt“, sagte Schmitt, der während des Spiels dann aber die Ruhe selbst war. „Ich bin 90 Minuten auf meinem Stuhl sitzen geblieben.“ Das will was heißen bei dem temperamentvollen Schmitt, der sonst schon mal auf die Tribüne verbannt worden ist. Doch selbst Emdens Trainer Emmerling musste zugeben: „Stuttgart hat nicht unverdient gewonnen.“

Und die Mannschaft hat es sich verdient, in dieser Formation nochmals zusammenspielen, so dass für das nächste Spiel keine Änderungen geplant sind. Selbst der Torschütze Schürg muss sich erst einmal in die Reihe der 27 gesunden Spieler anstellen, wenn auch nicht ganz hinten. Trotz des Siegtreffers hielt sich Schmitt mit Lobeshymnen für den Stürmer zurück. Schließlich hatte der Trainer den Eindruck, dass der in der Winterpause etwas geschlampt hat. Defizite in der Vorbereitung sowie Verletzungen waren die Folge. „Er hatte ja sechs Wochen Urlaub, da kann er sich jetzt ruhig mal wieder etwas reinhängen“, sagte Schmitt und macht damit deutlich, dass der Ex-Ulmer noch Luft nach oben hat. „Er kann ein richtig guter Fußballer werden, wenn er körperlich weiter hart an sich arbeitet.“

Das hat die Mannschaft getan, und vielleicht zahlt es sich in den verbleibenden zwölf Spielen für den Tabellenletzten aus, auch wenn die Spieler immer noch nicht ganz so weit sind, „wie ich sie gerne hätte“, so Schmitt. In dieser Hinsicht zählt er sich zur alten Trainerschule: Typ Magath, Gerland. Und ausgerechnet mit dem Letztgenannten gibt es am nächsten Sonntag ein Wiedersehen, im Spiel gegen Bayern München II.

Doch zuvor steht noch das Benefizspiel gegen den VfB Stuttgart am Mittwoch (18.30 Uhr) im Gazi-Stadion auf dem Programm. Eine willkommene Abwechslung gewissermaßen, erst recht mit dem Erfolg von Emden im Rücken. Der Präsident Eichelbaum sagt zu der Werbung in eigener Sache: „Unser Wunsch war ja, dass wir gewinnen und der VfB gegen Hertha.“ Der hat sich erfüllt, da lässt es sich auch verschmerzen, dass die Hoffnung des Trainers platzte, der gestern die Partie von Wuppertal beobachtete und auf einen Sieg der Braunschweiger Gäste gesetzt hatte. Doch wie sagte Eichelbaum selbstbewusst: „Wir schauen nicht mehr auf die Konkurrenz. Wir müssen drei Mannschaften hinter uns lassen, egal wen.“

Emden: Masuch – Sievers (83. Nägelein), Rauw, Spahic, El-Hammouchi – Nehrbauer (83. Cannata), Zedi – Pfingsten, Mayer (65. Ramaj) – Neitzel, Aidoo.

Stuttgarter Kickers: Salz – Steinle, Traub, Mann, Gentner – Rosen, Ortlieb, Deigendesch – Kettemann (83. Landeka) – Gambo (90. Galm), Smeekes (75. Schürg).

Schiedsrichter: Florian Steuer (Menden).

Tor: 0:1 Schürg (80.).

Stuttgarter Zeitung

Ein Tor macht noch keinen Knipser

Nach 1:0 in Emden fehlen Kickers noch vier Punkte ans rettende Ufer – Schmitt lobt und tadelt Schürg

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers bleiben im Kampf um den Klassenverbleib in der Dritten Fußball-Liga dran: Bei den aufstiegswilligen Kickers aus Emden siegten die Blauen mit 1:0 (0:0) und haben noch vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

VON JÜRGEN KEMMNER

Die Kickers-Profis leisteten in Emden Überstunden. Die etwa 80 mitgereisten Fans aus Stuttgart forderten die siegreichen Kämpfer noch eine halbe Stunde nach dem Schlusspfiff im Embdena-Stadion, und schließlich tauchten die Spieler noch einmal vor dem Fanblock auf. Jubel, Trubel, Heiterkeit. Kickers-Trainer Edgar Schmitt analysierte dagegen ganz sachlich: „Wir haben taktisch sehr gut gespielt und verdient gewonnen.“

Zwei Ursachen brachten den zweiten Auswärtssieg der Saison: ein konzentriertes Defensivverhalten und die Präsenz eines Knipsers. Schmitt hatte seine Kickers in einem 4-3-1-2-System aufs Feld geschickt – vor der Viererkette bildete eine Dreierkette mit Alexander Rosen, Markus Ortlieb, Benedikt Deigendesch einen Riegel. Die Kickers aus Stuttgart ließen gegen die – zugegebenermaßen nicht besonders einfallsreichen – Emdener nur zwei Chancen zu, die nicht gerade als Hochkaräter durchgehen. Im Lauf der vergangenen Woche hatte sich diese Formation gebildet. „Es hat sich mehr und mehr gezeigt, dass wir so defensiv am besten stehen“, sagt Schmitt, der auch betonte, dass sich das Abwehrverhalten deutlich verbessert hat. 2009 gab es im Schnitt ein Gegentor pro Spiel, in der Vorrunde waren es 2,2. Und da war noch Joker Michael Schürg. Erst in der 75. Minute eingewechselt, folgte in der 80. das goldene Tor in bester Torjägermanier – der 24-Jährige nahm einen weiten Ball vorbildlich an, lief ein paar Schritte und vollendete eiskalt an Emdens Keeper Daniel Masuch vorbei. „Ein sensationelles Tor, er ist da schon ein Luchs“, lobte Schmitt den letztjährigen Oberliga-Torschützenkönig. Doch Schürg nun zum verzweifelt gesuchten Knipser der Blauen zu befördern, das wäre dann doch verfrüht. In den vergangenen sechs Wochen fiel der gebürtige Stuttgarter wegen Achillessehnenproblemen aus, er muss sich zunächst wieder auf den körperlichen Fitnessstand seiner Kollegen bringen. Außerdem erwartet Schmitt eine noch bessere Berufsauffassung. „Er ist ein Toptalent, aber er muss noch härter an sich arbeiten“, sagt der 45-Jährige, „sonst vergeudet er seine Fähigkeiten. Ich erwarte mehr von ihm, als er bisher gezeigt hat.“ Schon am Mittwoch kann Schürg nachlegen – um 18.30 Uhr beginnt das Freundschaftsspiel gegen die Profis des VfB Stuttgart im Gazistadion.

Karten für 8 oder 20 Euro bei Easy Ticket unter Telefon 07 11 / 2 55 55 55, Kassenöffnung am Mittwoch ist um 17 Uhr.

Stuttgarter Nachrichten

Aufholjagd fortgesetzt
Die Stuttgarter Kickers feiern bei Kickers Emden einen 1:0-Auswärtssieg

Emden (bw) – Die emotionale Achterbahnfahrt der Stuttgarter Kickers geht weiter. Dem Zwischenhoch mit zwei Siegen und dem Zwischentief mit zwei Niederlagen folgte jetzt ein 1:0 (0:0)-Erfolg bei Kickers Emden, durch den sich das Drittliga-Schlusslicht der Nichtabstiegszone wieder ein Stück näherte.

Zwar bleiben die „Blauen“ weiter am Tabellenende, da aber zumindest ein Teil der Konkurrenz Federn ließ, schmolz der Abstand auf den rettenden 17. Platz auf vier Punkte. „Ich bin froh, dass wir die Partie gewonnen haben. Wir geben uns nicht auf und werden weiter Gas geben“, kündigte Kickers-Trainer Edgar Schmitt für die verbleibenden zwölf Spiele eine Fortsetzung der Aufholjagd an. Der nächste Schritt soll nun am Sonntag (14 Uhr) zu Hause gegen den FC Bayern München II gemacht werden.In der Partie beim aufstiegsambitionierten Tabellenvierten Emden bewies der Coach mit der Einwechslung von Michael Schürg ein goldenes Händchen. Der Stürmer war sechs Wochen lang verletzt (Entzündung der Achillessehne). Fünf Minuten nachdem er für den glücklosen Orlando Smeekes ins Spiel gekommen war, sorgte Schürg für den Treffer des Tages (80.) und damit gleichzeitig für den fünften Saisonsieg der „Blauen“.Nach der herben 0:2-Pleite beim SV Sandhausen hatte Schmitt sein Team nicht nur auf mehreren Positionen verändert, sondern auch das System umgestellt. Statt wie bislang mit einer Doppelsechs und einem Stürmer agierte der Trainer diesmal mit einer zentralen Offensivkraft (Ralf Kettemann) hinter zwei Spitzen (Bashiru Gambo und Orlando Smeekes). Die Gäste waren das aktivere Team und standen zudem in der Abwehr sicher. Echte Chancen waren aber auf beiden Seiten Mangelware – bis Schürg kam und nach einem steilen Pass von Moritz Steinle den Ball mit einem satten Schuss aus 13 Metern im Tor versenkte. Stuttgarter Kickers: Salz – Steinle, Mann, Traub, Gentner – Ortlieb – Rosen, Kettemann (83. Landeka), Deigendesch – Gambo (90. Galm), Smeekes (75. Schürg).

Eßlinger Zeitung

Emden ganz schwach – Kickers wieder im Rennen
Schlusslicht meldet sich zurück

Das Duell hätte nicht unterschiedlicher sein können. Aufstiegskampf gegen Abstiegskampf. Doch der Außenseiter aus Stuttgart setzte sich nach guter kämpferischer Leistung gegen enttäuschende Emder verdient durch. Schürg erzielte in der Schlussphase den Treffer des Tages.

Emdens Trainer Stefan Emmerling musste nach dem 0:2 in Paderborn auf den verletzten Moosmayer verzichten. Er ersetzte ihn durch Mayer. Anders auf Seiten der Kickers. Coach Edgar Schmitt nahm nach dem 0:2 in Sandhausen gleich drei Veränderungen vor. Köpf und Landeka mussten auf der Bank Platz nehmen. Traut fehlte aufgrund einer Gelb-Roten-Karte. Gentner, Rosen und Kettemann spielten von Anfang an.

Emden fand den besseren Einstieg in die Partie, konnten die Ostfriesen sich doch vergangene Woche, ohne ein Nachholspiel bestreiten zu müssen, ausruhen. Folglich wollten die Hausherren von Beginn weg die Stuttgarter in die Defensive drängen. Mit mäßigem Erfolg. Die Elf von Edgar Schmitt wehrte sich und so entwickelte sich eine Begegnung, die durch viel Mittelfeldgeplänkel geprägt war.

Die Stuttgarter Kickers wagten sich mit zunehmender Spieldauer immer weiter aus der eigenen Spielfeldhälfte und kamen selbst auch zu Torchancen. Besonders nach Freistößen von Kettemann oder nach Flanken von Steinle wurde es gefährlich, jedoch konnte die Emder Defensive mit viel Mühe immer wieder klären. Von den Gastgebern hingegen war nicht mehr viel zu sehen. Lediglich Neitzel hatte nach schönem Zuspiel die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an Schlussmann Salz (31.).

Die Emder kamen mit viel Schwung aus den Katakomben und hatten gleich die erste Torgelegenheit, welche Nehrbauer nach schöner Kombination vergab (47.). Doch die Bemühungen entpuppten sich als laues Lüftchen, denn die Stuttgarter Kickers befreiten sich schnell aus der Belagerung. Und die Schwaben hatten die Führung auf dem Fuß, jedoch vergab Kettemann völlig frei im Strafraum knapp (50.). Auch in der Folge blieben die Gäste das engagiertere Team auf dem Platz, jedoch fehlte meistens die letzte Konsequenz im Torabschluss.

Erst in der letzten Viertelstunde zeigten die Hausherren ansatzweise, warum sie um den Aufstieg spielen. Doch erneut fehlte die Durchschlagskraft. Und das nutzten die Gäste. Nach einem steilen Pass steuerte der eingewechselte Schürg auf Masuch zu und vollendete souverän zum Siegtreffer (81.). In den letzten Minuten hätte die Niederlage für Emden noch höher ausfallen können, jedoch vergab Stuttgart gute Chancen.

Emden muss am kommenden Samstag zum Verfolgerduell nach Düsseldorf reisen. Die Stuttgarter Kickers treffen am kommenden Sonntag zuhause auf den FC Bayern II.

Kicker

Vier Kickers-Tore, drei Elfmeter und zwei Platzverweise – U23 gewinnt 4:2

Die U23 der Kickers gewann am Sonntag Nachmittag mit 4:2 (2:2) gegen den SC Bahlingen und verbuchte damit den zweiten Sieg in Folge. Mit 28 Zählern haben die „Blauen“ damit den Anschluss an das Mittelfeld wieder hergestellt.

Wie schon vor einer Woche beim Sieg in Walldorf erzielten die „kleinen“ Blauen wieder vier Tore und kommen nun auf insgesamt 42 Saisontreffer – nur Sonnenhof und Hoffenheim trafen bisher öfter.

Die ersten zehn Minuten des Spiels gehörten aber den Südbadenern, die die Kickers gleich mächtig unter Druck setzen konnte. Und nach vier Minuten gelang dem SC Bahlingen auch der Führungstreffer durch Torben Stuckart. Die Stuttgarter Kickers aber davon unbeeindruckt und schon in der 14. Minute traf Sokol Kacani durch einen Foulelfmeter zum Ausgleich. Er selbst war vorher im Strafraum gefoult worden und verwandelte den anschließenden Strafstoss sicher zum 1:1.

Zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff war es wieder Kacani, der die Degerlocher in Führung brachte. Mit einem trockenen Schuss aus 10 Metern ließ er Bahlingens Torhüter Mario Neumann keine Chance. Kurz vor dem Pausenpiff dann wieder die Gäste, die durch Johannes Fiand zum 2:2-Halbzeitstand traf.

Die Kickers in der zweiten Spielhälfte nur durch Fouls im Strafraum zu stoppen. Zunächst in der 71. Spielminute, als Kacani im Strafraum umgerissen wurde und in der 85. Minute als Marcel Ivanusa gefoult wurde. Beide Elfer verwandelte Marcel Ivanusa sicher und erzielte somit Saisontor Nummer zehn und elf.

Hektik in den letzten Minuten des Spiels als Bahlingens Fabrice Behringer wegen Meckerns mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde (85. Minute) und kurz danach auch Bernhard Wiesler die gelb-rote Karte wegen wiederholtem Foulspiel sah (90.).

„Wir haben uns durch das schnelle Führungstor der Bahlinger nicht beirren lassen“, kommentierte Kickers-Trainer Björn Hinck die Begegnung und fügte hinzu: „In den entscheidenden Phasen des Spiels waren wir die cleverere Mannschaft.“

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BSV Kickers Emden – Stuttgarter Kickers 0:1 (0:0)

Die Stuttgarter Kickers gewinnen das Duell gegen den Namensvetter aus Emden mit 1:0. Mann des Tages war Michael Schürg, der drei Minuten nach seiner Einwechslung das Tor des Tages erzielte. Am Ende war es ein verdienter Sieg der Blauen, die die aktivere Mannschaft im Emdener Embdena-Stadion waren. Die Mannschaft von Edgar Schmitt zeigte vor den 2.430 Zuschauern die erhoffte Reaktion auf die schwache Partie im Nachholspiel beim SV Sandhausen.

Zum Spiel:

Herrliches Fussballwetter erwartete die Stuttgarter Kickers am Samstag Nachmittag bei Auswärtsspiel im Emden. Kickers-Trainer Edgar Schmitt mit einigen Veränderungen im Vergleich zum Sandhausen Spiel: In der Viererkette rückte Thomas Gentner wieder für Simon Köpf in die Anfangself. Dazu ein neu formiertes Mittelfeld mit Markus Ortlieb im defensiven Bereich, Ralf Kettemann offensiv und über die Außenseiten Alexander Rosen und Benedikt Deigendesch. Bashiru Gambo bildete mit Orlando das Sturmduo.

Der SVK mit viel Engagement in der Anfangsphase, aber ohne nennenswerte Torchancen, so wie auch die Gastgeber aus der Seehafenstadt. Besonders nach Freistößen von Ralf Kettemann oder nach Flanken von Moritz Steinle wurde es gefährlich, jedoch konnte die Emder Defensive mit viel Mühe immer wieder klären. Nach 32 Minuten die bis dato beste Torchance des Spiels, als Enrico Neitzel aus spitzem Winkel an Kickers-Schlussmann Manuel Salz scheitert. Es sollte die einzige richtig torgefährliche Szene für den Aufstiegsanwärter in der ersten Halbzeit bleiben.

Direkt nach dem Anpfiff zur zweiten Spielhälfte dann die bis dahin größte Einschussmöglichkeit für die Degerlocher. Orlando Smeekes legt den Ball im Strafraum auf Ralf Kettemann ab, aber dessen Schlenzer geht knapp vorbei (50.). Auch in der Folge blieb der SVK das engagiertere Team auf dem Platz, jedoch fehlte meistens die letzte Konsequenz im Torabschluss. Nach 75. Spielminute wechselte Kickers-Trainer Edgar Schmitt den glücklosen Orlando aus. Für ihn kam Michael Schürg ins Team, und der schlug ein: nach nur drei Minuten auf dem Feld erzielte der 24jährige mit einem trockenen Schuss aus 13 Meter die Fürhrung für die Degerlocher (81.). Danach gleich noch eine Chance für den Kickers-Stürmer, aber Emdens Torhüter Mausch klärt (86.).
Am Ende bringen die Stuttgarter Kickers die Führung sicher über die Zeit und gewinnen mit 1:0.

Edgar Schmitt: „Ich bin froh, dass wir die Partie gewonnen haben. Wir haben taktisch sehr gut gespielt und das Spiel verdient gewonnen.“

Die Spielstatistik:

Kickers Emden: Masuch – Rauw, Spahic, El Hammouchi – Nehrbauer (83. Sievers), R. Zedi – Pfingsten – Reddig, A. Mayer (65. Ramaj) – Neitzel, Aidoo – Trainer: Emmerling
Stuttgarter Kickers: Salz – Steinle, Mann, Traub, Gentner – Rosen, Ortlieb, Deigendesch, Kettemann (84. Landeka) – Gambo (90. Galm), Orlando (76. Schürg) – Trainer: Schmitt

Torfolge:
0:1 Schürg (79.)

Schiedsrichter:
Steuer (Menden)

Verwarnungen:
gelbe Karten: Gentner (37.)

Zuschauer:
2.430 Fans im Embdena-Stadion

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