StZ: Fußball-Bundesliga der A-Junioren – Stuttgarter Derby

STUTTGART (StZ). In der Junioren-Bundesliga kommt es am Sonntag zum Derby zwischen dem VfB Stuttgart und den Stuttgarter Kickers. Um 11 Uhr treten die Nachwuchsmannschaften der zwei großen Stuttgarter Fußballklubs im Schlienzstadion gegeneinander an, und für den Kickers-Trainer Wolfgang Schneck ist klar: „Wir haben etwas gutzumachen.“ Das Hinspiel verloren die kleinen Blauen auf eigenem Rasen mit 0:4. „Wir wollen das Rückspiel eng gestalten“, sagt Schneck – und die Chancen darauf stehen gut, denn der Kader der VfB-Junioren hat sich seit dem Hinspiel erheblich verändert.

„Auf mindestens sechs Positionen haben wir umstellen müssen“, sagt der VfB-Trainer Hansi Kleitsch, „im Mittelfeld läuft kein Spieler mehr von damals auf.“ Sein Team ist nach dem guten Saisonstart mit zehn Punkten aus vier Spielen mittlerweile auf Platz sechs der Liga abgerutscht. „Wir haben eben eine sehr junge Mannschaft“, sagt Kleitsch. Auch am Sonntag wird mit Sebastian Rudy erneut ein U-17-Spieler im Kader des VfB stehen.

Stuttgarter Zeitung

BKZ: Malchow bekundet sein Interesse

Seit Trainer Robin Dutt seinen Weggang zum Ende der laufenden Spielzeit angekündigt hat, brodelt im Umfeld von Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers die Gerüchteküche. Ein Name, der als möglicher Nachfolger genannt wird: Alexander Malchow. „Das wäre natürlich interessant für mich“, räumt der Coach von Oberligist SG Sonnenhof Großaspach ehrlich ein.

VON STEFFEN GRÜN

Gespräche darüber, ob der 37-Jährige seinen Vertrag im Fautenhau über die aktuelle Saison hinaus verlängert, gabs bislang nicht. Auch deshalb, weil der Trainer diese Angelegenheit nach dem 0:4-Debakel beim FC 08 Villingen vor zweieinhalb Wochen bewusst auf Eis gelegt hatte (wir berichteten). Jetzt kommt eine Unbekannte hinzu: Buhlt der Traditionsverein aus Degerloch wirklich ernsthaft um Malchow? Das ist noch offen. Offenkundig fühlt sich der Ex-Profi jedoch geschmeichelt davon, zum Kreis der möglichen Kandidaten zu zählen. „Das ehrt mich“, sagt der SG-Trainer, um jedoch sofort einzuschränken: „Ich habe aber keine Gespräche geführt.“

Kann ja noch kommen. Denn Malchow macht überhaupt keinen Hehl daraus, einem Engagement bei den Blauen im Falle eines ernsthaften Angebotes aufgeschlossen gegenüberzustehen: „Das wäre natürlich interessant für mich.“ Einerseits, weil ein Trainerjob in der Regionalliga immer reizvoll ist. Andererseits, weil „das mein Verein ist, seit ich in Baden-Württemberg lebe“. Einst bestritt Malchow für die Kickers zahlreiche Zweit- und Drittligaspiele. Im Sommer 2005 verließ er die Kickers, um die Trainerlaufbahn einzuschlagen. Mit der Rückkehr nach Degerloch könnte sich der Kreis in wenigen Monaten schließen.

Backnanger Kreiszeitung

StZ: Kickers weiter auf Trainersuche

Kickers weiter auf Trainersuche
Robin Dutt geht zum SC Freiburg
 
STUTTGART (ump). Auch wenn die offizielle Bestätigung des SC Freiburg noch aussteht, ist inzwischen alles klar: der Kickers-Trainer Robin Dutt wird vom Sommer an das Traineramt als Nachfolger von Volker Finke übernehmen – fragt sich nur noch, ob in der ersten oder zweiten Fußball-Bundesliga. Morgen will der Sportclub die Entscheidung bekannt geben, ausgerechnet vor dem richtungsweisenden Spitzenspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern, was den Fans einigen Unmut bereiten könnte. Sie haben jedenfalls schon eine Pro-Finke-Kampagne angekündigt.

Wann die Stuttgarter Kickers ihren neuen Trainer bekannt geben, ist noch offen. „Wir setzen uns da nicht unter Zeitdruck“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast, der federführend die Kandidatenliste abklopfen wird. „Es hat ja auch schon Vorgespräche gegeben, und dabei haben sämtliche Kandidaten ihr generelles Interesse bekundet“, sagt Cast, „was ja durchaus für die Kickers spricht.“ Der ehemalige A-Junioren-Trainer Günter Rommel, der nun die Sindelfinger Fußballfrauen betreut, wollte Gespräche aber nicht bestätigen, und auch der frühere Chefcoach Michael Feichtenbeiner vom SC Pfullendorf sagte gestern: „Es gibt keinen konkreten Kontakt.“

Der könnte ja am Samstag folgen, im Rahmen des Punktspiels gegen Pfullendorf im Gazistadion. Schließlich läuft Feichtenbeiners Vertrag aus, er wohnt in Stuttgart und signalisiert auch Gesprächsbereitschaft. Klar ist auf jeden Fall, dass Stefan Minkwitz den Kickers treu bleiben wird. „In welcher Funktion ist noch offen“, sagt Cast zu dem bisherigen Co-Trainer, der momentan seine Trainer-A-Lizenz macht. Außerdem führt der Manager Gespräche mit den Stürmern Bastian Bischoff und Marco Tucci, deren Verträge auslaufen und die zuletzt in Darmstadt mit ihren Toren Aufsehen erregt haben. „Es versteht sich von selbst, dass wir diese Spieler gerne halten wollen“, sagt Cast, „deshalb soll der neue Trainer auch die Arbeit mit jungen Leuten fortsetzen.“

Stuttgarter Zeitung

Presse zur Entscheidung von Robin Dutt

Robin Dutt geht in die zweite Liga
Der Aufsteiger
 
Von Joachim Klumpp
 
Kontinuität – so hieß das oberste Gebot, als der Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum vergangene Woche sein Amt angetreten hat. Doch dieser gute Vorsatz ist schnell Makulatur geworden. Denn seit gestern ist klar, dass in der Trainerfrage Handlungsbedarf besteht. Das ist für die Kickers zunächst einmal ein Rückschlag, weil Robin Dutt in seiner dreieinhalbjährigen Amtszeit den Regionalligisten vom Abstiegs- zum Aufstiegskandidaten gemacht hat, ganz nebenbei zweimal den WFV-Pokal holte, nicht zu vergessen den denkwürdigen Sieg gegen den Hamburger SV im DFB-Pokal. Solche Erfolge wecken Begehrlichkeiten – auch bei der Konkurrenz.

Diesem Werben konnte Dutt nicht widerstehen, was verständlich ist angesichts der Perspektiven bei den Kickers. Der Wechsel in die zweite Liga ist letztendlich eine Anerkennung seiner Aufbauarbeit in Degerloch, wo er sich vor allem bei der Talentsichtung einen Namen gemacht hat. Dass daneben die Integration von so genannten gestandenen Spielern (zuletzt Okpala oder Kanyuk) nicht wie erhofft funktionierte, ist der einzige Punkt, den man Robin Dutt ankreiden kann.

So oder so – sein Nachfolger tritt ein schweres Erbe an, denn er wird an der duttschen Vorgabe gemessen: maximaler Erfolg mit minimalem Einsatz. Egal, auf wen die Wahl fällt: die Kickers sollten die Kontinuität im Auge behalten – und nicht gleich beim ersten Misserfolg die Nerven verlieren.

Stuttgarter Zeitung

Die Kickers auf Trainersuche
 
Robin Dutt verlässt den Regionalligisten und sagt: Ich werde mich bis zum Schluss voll reinhängen
 
STUTTGART. Seit gestern ist klar: die Stuttgarter Kickers müssen sich für die nächste Saison einen neuen Trainer suchen. Robin Dutt gab bekannt, dass er den Verein zum Saisonende verlassen wird – voraussichtlich zum SC Freiburg.

Von Joachim Klumpp

Vergangenen Samstag hatte sich der Kickers-Trainer Robin Dutt noch sorgenvoll über die Zukunft des von seiner Mannschaft gerade mit 3:1 besiegten Traditionsklubs Darmstadt geäußert. Mit den Worten: „Es wäre schade, wenn so ein Verein absteigen würde.“ Dutt selbst muss sich darum keine Sorgen machen: Er steigt nächste Saison definitiv auf. Wenn nicht noch mit den Kickers, dann auf jeden Fall mit seinem künftigen Arbeitgeber. Denn seit gestern ist klar, dass der 42-Jährige die Kickers am Saisonende verlassen wird, das hat er im Anschluss ans Vormittagstraining der Mannschaft mitgeteilt, nachdem er am Abend zuvor bereits den neuen Präsidenten Dirk Eichelbaum informiert hatte: „Wir müssen das so akzeptieren, wenn er einen arrivierten Verein in der zweiten Liga gefunden hat“, sagt Eichelbaum.

Nachdem Fürths Präsident Helmut Hack gegenüber der StZ eine Verpflichtung dementierte, dürfte es sich um den SC Freiburg handeln, der zum Saisonende einen Nachfolger für Volker Finke braucht. Angeblich soll sich der badische Zweitligist seit Längerem mit dem Ex-Ditzinger Dutt einig sein. Und der hatte immer betont: „Man muss nicht so lange bei einem Verein bleiben, bis man rausgeworfen wird.“

Diese Gefahr bestand in der jetzt dreieinhalbjährigen Amtszeit akut zwar nie, obwohl die Mannschaft auch Durststrecken zu überstehen hatte. Am Ende aber führte der Trainer die Mannschaft kontinuierlich nach oben, sodass in der Vorrunde sogar eine Einladung von Hannover 96 ins Haus flatterte. Letztendlich fiel die Wahl dort dann zwar auf Dieter Hecking, dennoch war Dutt in aller Munde, auch wenn er, wie im kleinen Kreis geäußert, das Bundesligaangebot aus familiären Gründen gar nicht angenommen hätte. Insofern passt in Freiburg alles: die räumliche Nähe zur Familie und seiner Heimat Eltingen, wo Dutt ein Haus gebaut hat, das Umfeld mit dem Präsidenten Achim Stocker, der nicht ständig ins Tagesgeschäft reinredet, sowie eine entwicklungsfähige Mannschaft mit dem nötigen Unterbau zweite Mannschaft (in der Oberliga), A-Jugend (Bundesliga) und einem hochmodernen Nachwuchszentrum.

Die Stuttgarter wiederum müssen sich jetzt möglichst rasch nach einem Nachfolger umschauen. „Ich denke, dass wir nächste Woche die ersten Gespräche führen werden“, sagt der Präsident Eichelbaum, der von einer Hand voll Kandidaten spricht. Nicht mehr dazu gehört Marco Kurz, der bekanntlich Chefcoach bei 1860 München wird und dessen Vater bis vor Kurzem im Kickers-Präsidium saß. Eichelbaum gibt zu: „Er hätte in unser Anforderungsprofil gepasst.“ Genau wie Ralf Becker, zu dem noch der Expräsident Hans Kullen Kontakt aufgenommen hatte, der seinerseits aber inzwischen beim Bundesligaanwärter Karlsruher SC als Co-Trainer verlängert hat. Eher eine Außenseiterrolle dürfte der früheren Aalener Coach Peter Zeidler haben, dessen Vertrag bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Nürnberg bisher nicht verlängert wurde. Weitere Anwärter sind Alexander Malchow (Großaspach), Michael Feichtenbeiner (Pfullendorf) oder auch der beim Schweizer Erstligisten FC Schaffhausen tätige deutsche Trainer Jürgen Seeberger.

Dagegen soll der bisherige Assistent Stefan Minkwitz in dieser Rolle bei den Kickers bleiben, auch wenn Eichelbaum die Verdienste des Exprofis zu schätzen weiß. „Aber in der nächsten Saison mit der Qualifikation zur dritten Liga herrscht ein enormer Druck, dem ein Trainer standhalten muss.“ Und offensichtlich wollen die Verantwortlichen das einem etwas erfahreneren Trainer anvertrauen, „der im Wesentlichen die Arbeit von Dutt fortsetzen soll“, so Eichelbaum. Dutt wiederum versichert, dass seine Arbeit bei den Kickers noch nicht beendet ist: „Ich werde mich bis zum letzten Spieltag voll reinhängen. Das bin ich dem Verein und der Mannschaft schuldig.“

Womöglich steigt der Trainer am Ende ja zweimal auf: mit den Kickers – und Freiburg.

Stuttgarter Zeitung

Dutt vor Wechsel zum SC Freiburg
 
Kickers-Trainer gibt Abschied zum Saisonende offiziell bekannt
 
Stuttgart – Jeder im Verein war darauf vorbereitet, jetzt ist es offiziell: Trainer Robin Dutt wird den Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers am Saisonende verlassen. Nach Informationen unserer Zeitung wechselt der 42-Jährige zum SC Freiburg.

VON JÜRGEN FREY

Am gestrigen Dienstag ließ Dutt bei der Mannschaft die Katze endgültig aus dem Sack. Vor dem Vormittagstraining teilte er den Spielern mit, dass er am 30. Juni die Blauen verlassen werde. Am Abend vorher hatte Dutt dem Präsidenten Dirk Eichelbaum Bescheid gegeben. Dutt, der am 28. Oktober 2003 das Amt des Cheftrainers bei den Blauen übernommen hatte, bestätigte, bereits bei einem Zweitligisten einen Vertrag unterschrieben zu haben. Erst am Freitag will sein künftiger Club die Personalie offiziell verkünden. Doch schon am Dienstag verdichteten sich die Anzeichen immer mehr, dass es sich dabei um den SC Freiburg handelt. Aus dem Breisgau sickerte durch, dass der neue Trainer bereits unterschrieben habe. Bei der SpVgg Greuther Fürth, wo Dutt ebenfalls hoch gehandelt wurde, erklärte Präsident Helmut Hack: „Robin Dutt wird definitiv nicht unser Trainer.“

Die Kickers können nun zwei Wochen früher als geplant hochoffiziell mit der Suche nach einem Nachfolger beginnen. „Dieses zusätzliche Zeitfenster tut uns gut“, sagte Präsident Eichelbaum, der das Anforderungsprofil für den künftigen Trainer wie folgt skizzierte:

Der neue Mann muss viel Wert auf die Jugend und die zweite Mannschaft legen.

Er muss die Spielphilosophie von Robin Dutt weiterführen. Kontinuität ist gefragt.

Er muss in den finanziellen Rahmen passen.

Er sollte auch großem Druck gewachsen sein und nicht leicht die Nerven verlieren.

Er sollte einen Bezug zur Region haben.

Über ein mögliches Modell wurde im Präsidium bereits gesprochen: Oberligatrainer Björn Hinck wird zum Regionalligacoach befördert und bildet zusammen mit dem bisherigen Assistenten Stefan Minkwitz ein Trainerduo. Michael Rentschler (VfL Kirchheim) könnte die zweite Mannschaft übernehmen. „Hinck/Minkwitz sind eine Option“, bestätigte Eichelbaum, „es gibt aber noch viele andere.“ Die erweiterte Kandidatenliste umfasse bis zu zehn Namen. Mit im Rennen: Alexander Malchow (SG Sonnenhof Großaspach), Michael Feichtenbeiner (SC Pfullendorf), Roland Seitz (zuletzt SC Paderborn), Peter Zeidler (1. FC Nürnberg II) und Andreas Bergmann, der zuletzt den FC St. Pauli trainierte und von 1997 bis 2001 Jugendkoordinator beim KSC war.

Stuttgarter Nachrichten

Stuttgart: Kickers-Trainer beim SC Freiburg im Gespräch

Dutt bereitet Abschied vor
Die Stuttgartes Kickers müssen sich für die nächste Spielrunde einen neuen Cheftrainer suchen: Coach Robin Dutt teilte nach dem Vormittagstraining am Dienstag mit, dass er seinen bis zum Sommer befristeten Vertrag nicht verlängern und den Tabellenvierten der Regionalliga zum Ende der Saison Richtung Zweite Liga verlassen wird. Der 42-Jährige gilt als heißer Kandidat für die Nachfolge von Trainer Volker Finke beim Zweitligisten SC Freiburg.

Die Entscheidung kam für die Verantwortlichen der Stuttgarter Kickers nicht überraschend: Coach Robin Dutt wird die Schwaben zum Saisonende verlassen und sich einer neuen Herausforderung stellen. Der gebürtige Kölner, der das Regionalligateam seit dreieinhalb Jahren trainiert, gab seine Entscheidung nach dem Vormittagstraining am Dienstag bekannt. „Wir sind auf die Situation vorbereitet und haben schon Vorgespräche geführt“, so Kickers-Manager Joachim Cast, der sich wochenlang um den Verbleib Dutts bemüht hatte.

Dass der neue Arbeitgeber des 42-Jährigen bereits feststeht, wollten weder Dutt noch die Verantwortlichen der Kickers bestätigen. Eines pfeifen allerdings die Spatzen von den Dächern: Der Coach gilt als heißer Kandidat für die Nachfolge von Trainer Volker Finke beim SC Freiburg. Dieser wird die Breisgauer nach mehr als 15 Jahren am Saisonende definitiv verlassen.

Dutt war 2002 zunächst als Coach der zweiten Mannschaft zu dem Traditionsverein gekommen und hatte Ende Oktober 2003 die Regionalliga-Elf übernommen.In den Spielzeiten 04/05 und 05/06 gewann der Fußball-Lehrer mit den Stuttgarter Kickers den Württembergischen Fußball-Verbandspokal (WFV) und qualifizierte sich jeweils für die Teilnahme am DFB-Pokal – dort bezwang der Traditionsverein in der 1. Hauptrunde am 9.September 2006 überraschend den Bundesligisten Hamburger SV mit 4:3 nach Verlängerung.

Dutts vorherige Stationen als Trainer waren TSF Ditzingen und TSG Leonberg, bei denen der 42-Jährige jedoch als Spielertrainer fungierte.

Kicker

Robin Dutt: Trennung zum Saisonende

Nach dem heutigen Vormittagstraining hat Trainer Robin Dutt dem Verein mitgeteilt, dass er den Verein zum Ende der Saison Richtung 2.Bundesliga verlassen wird. Obwohl die Stuttgarter Kickers selbst an einer Weiterverpflichtung ihres Trainers stark interessiert waren, wünschen sie nun Robin Dutt für seine weitere Laufbahn alles Gute.
Präsident und Aufsichtsrat sind überzeugt, dass Robin Dutt bis zum Ende der Saison alles geben wird, um den Verein in der Regionalliga optimal zu platzieren. Der Verein dankt gleichzeitig dem Trainer, dass er in den letzten Jahren eine kontinuierliche Aufbauarbeit geleistet und den Namen der Stuttgarter Kickers auch bundesweit gut repräsentiert hat.
Die Stuttgarter Kickers selbst waren auf diese Situation vorbereitet und werden nun den Trainermarkt genau sondieren. Entsprechende Gespräche werden in den nächsten Tagen und Wochen geführt, um hinsichtlich der weiteren, sportlichen Kontinuität eine optimale Lösung zu finden. 

Offizielle Homepage

Presse zu Stuttgarter Kickers II – Sonnenhof Großaspach (0:1)

Goldenes Tor fällt schon nach fünf Minuten
Mit einem überraschenden 1:0-Sieg bei den Stuttgarter Kickers II vergrößerte Fußball-Oberligist SG Großaspach sein Polster auf die Abstiegszone. Im Duell mit den kleinen Blauen sorgte Zlatko Blaskic frühzeitig für die Entscheidung. Vier Zähler trennen den Sonnenhof jetzt vom 1. FC Pforzheim, der als 16. derzeit in den sauren Apfel beißen müsste.

VON STEFFEN GRÜN

Zwei Szenen hatten Symbolcharakter. Nummer eins spielte sich in der 22. Minute ab. SG-Abwehrspieler Arthur Beck hatte den Ball vertändelt, weshalb Dominique Rodrigues alleine auf Torwart Tobias Röschl zumarschieren konnte. Im letzten Moment kam Dennis Grab angeflogen und grätschte dem verdutzten Gegenspieler den Ball vom Schlappen. Wie der Innenverteidiger in dieser Situation verhielten sich in fast allen Momenten auch seine Mitspieler. Sie halfen sich gegenseitig, gingen verbissen in die Zweikämpfe. Was passierte, falls die Aspacher mal nicht aufgepasst hatten, verdeutlichte die zweite Szene. In der Nachspielzeit hatte die SG einen Mann komplett aus den Augen verloren. Mustafa Akcay, der im Strafraum völlig unbedrängt schießen durfte. Er visierte das Leder an, um es einen Sekundenbruchteil später nicht richtig zu treffen. Der Ball ging weit vorbei.

Es war der Moment, in dem den Gästen der verdiente Sieg noch aus den Händen hätte gleiten können. In die Erfolgsspur abgebogen war Aspach schon nach fünf Minuten. Nach einem Freistoßpfiff, über den sich Kickers-Coach Björn Hinck nach dem Abpfiff mächtig aufregte, legte sich Blaskic den Ball zurecht. Er tat aus 18 Metern das, was als seine Stärke gilt: Er zirkelte das Leder über die Mauer in den linken Winkel. Keeper Manuel Salz sah zu, wie sich die Kugel den Weg bahnte

Backnanger Kreiszeitung

Presse zu SV Darmstadt 98 – Stuttgarter Kickers 1:3 (0:0)

Die richtige Antwort
 
Nach den Turbulenzen in der Führungsetage kehren die Kickers in die Erfolgsspur zurück
 
DARMSTADT. Das neue Präsidium der Stuttgarter Kickers hat Glück gebracht. Das wiederum hat die Mannschaft beim 3:1-Sieg in Darmstadt gebraucht.

Von Joachim Klumpp

Als die Stimmung auf der Bank der Stuttgarter Kickers vier Minuten vor Schluss der Partie in Darmstadt zu ausgelassen wurde, weil die Ersatzspieler sich ein paar Späßchen erlaubten, wiesen Manager Cast und Trainer Dutt sie umgehend zurecht. Dabei hatte die Mannschaft allen Grund, fröhlich zu sein. Schließlich hatte sie einen 0:1-Rückstand innerhalb von nur zehn Minuten in einen etwas glücklichen 3:1-Sieg verwandelt.

„Die Mannschaft hat die richtige Antwort gegeben“, sagte der Manager Joachim Cast – und sprach die Turbulenzen der vergangenen Woche an, auch wenn er hinzufügte: „Solche Dinge berühren die Spieler gar nicht so.“ Gemeint war der Führungswechsel im Präsidium, das am Samstag in der Besetzung Eichelbaum, Kelsch und Kummer komplett vor Ort gewesen ist. Die Fahrt wurde von den drei Funktionären im Übrigen dazu genutzt, vor Anpfiff in einer zweistündigen Klausur die drängendsten Fragen, zum Beispiel nach einem Marketingmann, zu diskutieren.

Gelohnt hat sich der Ausflug allemal. Der neue Präsident Dirk Eichelbaum sagte: „Der Sieg war ganz wichtig, um überhaupt keine Diskussionen über eine mögliche Verunsicherung der Mannschaft aufkommen zu lassen.“ Wobei die in weiten Phasen vor allem in der Abwehr eklatante Schwächen verriet. Dutt gab zu: „Wir hatten Glück, mit einem 0:0 in die Pause zu gehen.“ Und einem vorzüglichen Torwart David Yelldell dazu.

Dass die Elf dann nochmals ins Spiel zurückfand, war auf zwei Dinge zurückzuführen: die Einstellung – und die Aufstellung. Letztendlich hat alles gestimmt. Marco Tucci kam, sah und traf: „Ich fackle eben nicht lange“, sagte der 21-Jährige, der in seinem vierten (Kurz-)Einsatz in dieser Regionalligasaison bereits zum zweiten Mal seinen Torriecher demonstrierte. Der hat dem Sturmpartner Bastian Bischoff bisher gefehlt, doch beim Führungstreffer bewies er Übersicht, als er sah, dass Darmstadts Torwart ausgerutscht war. Der 22-Jährige sagte: „Natürlich verstehe ich mich mit Marco Tucci gut, wir kennen uns schließlich aus der Oberliga. Aber das nächste Mal treffen die anderen.“

Angelo Vaccaro etwa, der ausgewechselt wurde – oder Sean Dundee, der nicht mal eingewechselt wurde? Zunächst aus taktischen Gründen, weil Dutt gegen die etwas hüftsteife Innenverteidigung der Hessen einen laufstarken Spieler wie Bischoff vorzog; und nach dem Rückstand einen beweglichen wie Tucci. Das Schöne daran – Dundee nimmt seine Rolle klaglos hin: „Ich habe kein Problem damit, der Trainer hat mir das bereits am Donnerstag erklärt“, so der gebürtige Südafrikaner. Und der Trainer sagte: „Sean ist für diese Mannschaft Gold wert.“ Als Motivator, als Vorbild. „Ohne ihn würden die anderen nicht diese Leistung abrufen, weil sie gewissermaßen einen Stammplatz geschenkt bekämen.“ Davon kann jetzt nicht mehr die Rede sein, schließlich lauert in Sokol Kacani (23) noch ein dritter Oberligastürmer auf seine Chance. Manager Cast: „Wir haben ja immer gesagt, dass das Spieler sind, die sich jetzt bewähren können.“

Das tat auch ein alter Bekannter: Mustafa Parmak: „Ich war schockiert, als ich vor dem Spiel die Aufstellung gelesen habe.“ Sechs Wochen war er verletzt, hatte erst seit Mittwoch mit der Mannschaft trainiert und sollte dann spielen, so lange die Kraft reicht: erst zentral, später rechts, am Ende die kompletten 90 Minuten, in denen er ein Tor vorbereitete, das letzte selbst markierte und zudem mit einem Freistoß noch die Latte traf.

„Die Mannschaft ist jetzt dafür belohnt worden, wie sie die letzten acht Wochen geackert hat“, sagte Dutt. Dass nebenbei Hoffenheim beim KSC verlor, interessierte ihn zumindest offiziell nicht. „Wenn man gewinnt, schaut man nicht auf die Tabelle.“ Höchstens in den Fernseher. Vor der Heimfahrt war der Busfahrer extra angewiesen worden, Hessen 3 zu empfangen, um dort die Aufzeichnung vom Spiel zu verfolgen. So einen Sieg kann man nicht oft genug sehen.

Kickers: Yelldell – Sökler, Yildiz, Härter, Stierle – Benda (46. Steinle), Hartmann, Parmak, Weller (80. Kanitz) – Vaccaro (69. Tucci), Bischoff.

Tore: 1:0 Leitl (49.), 1:1 Tucci (75.), 1:2 Bischoff (79.), 1:3 Parmak (85.).

Stuttgarter Zeitung

Junge Kickers-Elf mit längerem Atem
 
Dundee 90 Minuten Ersatz
 
Stuttgart – Einträchtig saßen sie nebeneinander. Dirk Eichelbaum, der neue Chef der Stuttgarter Kickers, sowie seine Präsidiumskollegen Walter Kelsch und Friedrich Kummer durchlebten auf der Tribüne des Böllenfalltors ein Wechselbad der Gefühle: „Die ersten 55 Minuten waren ganz furchtbar anzuschauen, dann wachte die Mannschaft auf und hat großen Sport gezeigt“, sagte Eichelbaum nach dem 3:1(0:0)-Sieg der Blauen beim SV Darmstadt 98.

VON JÜRGEN FREY

Es war ein Erfolg der Jugend über ein Team, in dem sechs Feldspieler über 30 Jahre alt waren. „In der Schlussviertelstunde konnten die Darmstadter unsere konditionsstarken Jungs nicht mehr halten“, stellte Eichelbaum erfreut fest. Das drückte sich in Toren aus: Joker Marco Tucci (21 Jahre) gelang der Ausgleich, Bastian Bischoff (22) traf zum 2:1, für die Entscheidung sorgte Mustafa Parmak (24). Am Ende hatte Trainer Robin Dutt alles richtig gemacht. Vor allem bei der Aufstellung. Die auffälligste Änderung: Erstmals drückte Sean Dundee nur die Bank. Als Fehleinkauf sieht Dutt den 34-Jährigen allerdings nicht: „Wenn er körperlich besser drauf ist, wird seine Zeit kommen“, glaubt Dutt. Außerdem bringe Dundee andere Qualitäten ein: „Er ist wie ein zusätzlicher Co-Trainer. Er spricht mit den Jungen und stachelt durch seine Präsenz den Konkurrenzkampf an.“ Der Trainer zieht einen Vergleich mit der ebenfalls umstrittenen Verpflichtung von Carsten Lakies im Februar 2004. Der Stürmer hatte in neun Spielen keinen einzigen Treffer für die Blauen erzielt. „Doch ohne seine Anwesenheit hätte Suad Rahmanovic damals nie eine solch hervorragende Rückrunde gespielt“, versichert Dutt. Was natürlich nicht vergessen werden darf: Dundee ist ein ziemlich teurer Motivationsgeber. „Ich muss jetzt ein Durchatmen verhindern“, sagte Dutt nach dem Sieg in Darmstadt. Dundee darf sich nicht angesprochen fühlen.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers feiern Auswärtssieg  

Darmstadt (bw) – Anscheinend unbeeindruckt von den Turbulenzen an der Vereinsspitze haben die Fußballer von Regionalligist Stuttgarter Kickers ihren ersten Sieg in diesem Jahr gefeiert. Beim SV Darmstadt 98 gewann die Mannschaft von Trainer Robin Dutt mit 3:1 (0:0) – und verkürzte durch die Niederlage der TSG Hoffenheim den Abstand zu den Aufstiegsplätzen auf sechs Punkte. „Natürlich bin ich froh über den Sieg, aber das ist kein Grund, jetzt durchzuatmen“, meint Dutt und blickt bereits auf das Heimspiel am Samstag gegen Pfullendorf: „Nun gilt es, diese Leistung zu Hause zu bestätigen.“ Erst mit einem starken Endspurt schafften es die Kickers, bei den abstiegsgefährdeten Hessen drei Punkte zu entführen. Dutt hatte das Team auf einigen Positionen umgestellt. Auf der rechten Abwehrseite spielte Sven Sökler für Moritz Steinle, für den kranken Bashiru Gambo lief Mustafa Parmak hinter den Spitzen auf. Im Sturm kam Bastian Bischoff für Sean Dundee zum Einsatz. In der ersten Hälfte hatten die Gäste nach einer guten Anfangsphase schnell den Faden verloren. Nach einer Viertelstunde nahmen die Gastgeber das Heft in die Hand und gingen durch Stefan Leitl in der 50. Minute verdient in Führung. Doch dann legten die Stuttgarter einen Gang zu und schafften es, binnen zehn Minuten das Spiel zu drehen. Zunächst verwertete der erst wenige Minuten zuvor eingewechselte Marco Tucci aus kurzer Distanz einen Querpass zum Ausgleich (75.). Bischoff erhöhte aus 20 Metern auf 2:1 (79.) und Parmak setzte mit dem Treffer zum 3:1 (85.) den Schlusspunkt.

Yelldell – Sökler, Yildiz, Härter, Stierle – Hartmann – Benda (46. Steinle), Parmak, Weller (81. Kanitz) – Vaccaro (69. Tucci), Bischoff.

Eßlinger Zeitung

Tuccis 1:1 stellt alles auf den Kopf
Es war ein seltsames Spiel. Mit einem – selbst für den Sieger – unfassbaren Ende. Darmstadt, beseelt durch die Rückkehr von Leitl und Mendez, dominierte die erste Hälfte.

Doch genau die beiden vergaben auch beste Chancen. Als Leitl nach Pass von Mendez dann doch die Führung erzielte, schien der Weg frei. Erst danach begannen sich die Kickers zu wehren. Tuccis 1:1 nach einem Stellungsfehler auf der rechten Darmstädter Abwehrseite fiel dennoch unvermittelt. Danach brach der SV 98 völlig zusammen.

Uli Mosberger

Kicker

Niederlage gegen Großaspach

Die Oberliga-Mannschaft der Kickers unterlag heute gegen Sonnenhof Großaspach mit 0:1. Vor 100 Zuschauern erzielte Zlatko Blaskic bereits nach fünf Minuten den Siegtreffer für die abstiegsbedrohte Team von Ex-Kickersspieler Alexander Malchow.

In der Tabelle stehen die Blauen weiter auf dem achten Tabellenplatz und haben mit 30 Punkten elf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Die Kickers spielten mit:
Salz; Accardi, Baradel, Lukic, Kovac; Kärcher (82. Ivanusa), Akcay, Simsek, Rodrigues (79. Fleuchaus); Tucci, Kacani