Dutt warnt: Pirmasens nicht unterschätzen

Stuttgart (StN) – In der Fußball-Regionalliga treffen die Stuttgarter Kickers an diesem Sonntag (15 Uhr) im Gazistadion auf den FK Pirmasens. Beim Blick auf die Tabelle sieht es nach einem Sieg für die Blauen aus – es trifft der Vierte auf den Vorletzten. Robin Dutt wäre kein guter Trainer, würde er darauf setzen. „Pirmasens hat 2007 erst ein Spiel verloren“, sagt er, „das Team hat eine Tendenz nach oben – wir dürfen es nicht unterschätzen.“ Wer gegen die Pfälzer im Sturm aufläuft, daraus macht Dutt ein Geheimnis. Angelo Vaccaro schmorte zuletzt in Reutlingen 90 Minuten auf der Bank. „Es wird von der taktischen Ausrichtung des Gegners abhängen“, sagt Dutt.

Stuttgarter Nachrichten

Vorberichte: Stuttgarter Kickers – FK Pirmasens

Vorschau
Spielinfos:
Anstoß: 22.04.2007 15:00
Stadion: GAZI-Stadion auf der Waldau

Schiedsrichter: Christian Leicher

Stuttgarter Kickers: Ein Einsatz von Gambo ist wegen des Verdachts auf einen Muskelfaserriss unwahrscheinlich. Für den gelbgesperrten Stierle kommt wohl Kanitz.

FK Pirmasens: FKP-Trainer Kamphues hat personell die Qual der Wahl, spricht von „Härtefällen“ wie Falkenmayer, Baum, Carvalho und Dengel.
Aufstellung
Stuttgarter Kickers
Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Kanitz – Parmak, M. Hartmann, Kanyuk, Weller – Dundee, Tucci; Trainer: Dutt

FK Pirmasens
Steigelmann – Lechner, T. Kriegshäuser, Hildebrandt, Schaufler – Bzducha, Zellner – Burch, Weißmann, S. Reich – A. Haas; Trainer: Kamphues

Kicker

Die Tabelle lügt nicht. „Also können wir nicht alles falsch gemacht haben, wenn wir nach 27 Spieltagen Vierter sind“, sagt Kickers-Trainer Robin Dutt, der dennoch weniger auf die Tabelle als vielmehr auf die Leistung seiner Mannschaft schaut. Und die hat zuletzt in Reutlingen gestimmt. Daran soll am Sonntag (15 Uhr) im Regionalliga-Heimspiel gegen den FK Pirmasens angeknüpft werden. Wobei in diesem Fall der Blick auf die Tabelle trügerisch sein könnte. Denn dort wird der Aufsteiger auf dem vorletzten Rang geführt. Doch Dutt warnt: „Das ist eine der besten Rückrundenmannschaften.“ Was vor allem daran liegt, dass sich der Verein mit Andreas Haas von der TSG Hoffenheim im Sturm entscheidend verstärkt hat. Was wiederum die Frage aufwirft, ob das nicht auch ein Mann für die Kickers gewesen wäre. „Sicher, aber Hoffenheim hätte ihn eben nicht an einen direkten Konkurrenten abgegeben, sondern dann lieber auf die Tribüne gesetzt“, sagt Dutt zu den Gesetzmäßigkeiten der Liga.

Keine Gesetzmäßigkeit , aber zumindest eine Tendenz ist, dass sich die Kickers auswärts momemtan etwas leichter tun als zu Hause. „Das könnte mit Dingen zu tun haben, die ich nicht näher kommentieren möchte“, sagt Dutt und mein damit wohl, dass einige Spieler im Gazistadion besonders kritisch beäugt werden. Dazu zählt nicht unbedingt Bashiru Gambo, dafür droht der Ghanaer mit einer Oberschenkelverletzung auszufallen. „Er ist sicher verletzungsanfällig“, sagt Dutt. „Das Problem ist uns bekannt und die Physiotherapeuten arbeiten daran.“ Mit Erfolg?

Stuttgarter Zeitung

Sean Dundee als Stargast beim Start des Schulturniers der Filder-Zeitung in Vaihingen

Das „Krokodil“ schreibt Autogramme

Vaihingen. Das Warten neigt sich dem Ende. Am Freitag beginnt sie endlich, die diesjährige Auflage von „Pokal total“, des Schul-Fußballturniers der Filder-Zeitung. Bei der Vorrunde Nord in Vaihingen sind 18 Mannschaften dabei – und Sean Dundee, das „Krokodil“, als Stargast. „Sean Dundee als Stargast beim Start des Schulturniers der Filder-Zeitung in Vaihingen“ weiterlesen

StN: Mehr Sitzplätze für das Gazistadion

Stuttgart (jük) – Dem Gazistadion steht eine Erweiterung bevor: Für die dritte Fußball-Liga, die in der Saison 2008/2009 startet, fordert der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ein Stadion mit mindestens 2000 überdachten Sitzplätzen. Sollte sich Regionalligist Stuttgarter Kickers für diese Liga qualifizieren, würde das Gazistadion die Bedingung nicht erfüllen. Nur etwa 1350 Sitzplätze befinden sich auf der Haupttribüne. Joachim Cast wachsen deswegen keine grauen Haare. „Wir tragen sicher auch in der dritten Liga die Heimspiele im Gazistadion aus“, sagt der Kickers-Manager, „wir haben ein gutes Verhältnis zur Stadt und werden die Aufgabe gemeinsam klären.“ Demnächst findet ein Ortstermin statt, danach sollen Architekten Lösungsvorschläge erarbeiten – alles ist denkbar: Verlängerung der Tribüne, Erhöhung oder sogar der Bau einer zweiten, kleineren Tribüne. Sicher ist nur: Die Fans müssen nicht enger zusammenrücken.

Beim VfB Stuttgart II werden die Auflagen des DFB anders sein – wie bei den zweiten Teams der Bundesligisten üblich. „Wie wir uns orientieren, hängt davon ab, wie die Anforderungen konkret aussehen werden“, sagte VfB-Sprecher Oliver Schraft.

Stuttgarter Nachrichten

StN: Künftiger Kickers-Coach Zeidler

„Ich bin erleichtert über diesen Sieg“
  
Stuttgart – Peter Zeidler hat sich ein erstes Bild von seinem künftigen Arbeitgeber gemacht. „Es gibt die Faszination Stuttgarter Kickers“, sagt der Trainer des Fußball-Regionalligisten in der neuen Saison.

Herr Zeidler, Sie haben die Blauen im Spiel beim SSV Reutlingen beobachtet, am Samstag dann das Oberligateam gegen den SC Freiburg II. Was sind Ihre Erkenntnisse?

Über das 1:0 in Reutlingen bin ich natürlich sehr erleichtert. Bei einer Niederlage wäre man bei 38 Punkten stehen geblieben, und das Rechnen hätte begonnen . . .

. . . und Sie hätten womöglich früher als geplant einsteigen müssen?

Nein, das hätte ich nicht gemacht. Überhaupt zeigte das Spiel doch eindrucksvoll, dass es zwischen Trainer und Mannschaft stimmt. In Reutlingen habe ich eine Kickers-Mannschaft gesehen, wie ich sie kenne: Sie glänzte mit einer funktionierenden Taktik und echtem Teamgeist.

Und der Unterbau?

Ist hervorragend – und zeigt: Es gibt die Faszination Kickers. Die Spieler der zweiten Mannschaft kann man alle gebrauchen. Sie sind sehr gut ausgebildet. Ich hoffe, die A-Junioren schaffen den Ligaverbleib, allerdings wäre ein Abstieg kein Weltuntergang.

Nur mit Eigengewächsen wird die Qualifikation zur dritten Profiliga in der neuen Saison nicht möglich sein. Mit wie vielen externen Neuzugängen planen Sie?

Zunächst hoffe ich sehr, dass Manuel Hartmann und Mustafa Akcay ihre Verträge verlängern. Klappt dies, möchte ich noch ein bis zwei Spieler für jeden Mannschaftsteil verpflichten, wobei ich nicht nach Führungsspielern schreie. Ich werde keinen Spieler holen, nur weil er erfahren ist oder weil er die Klappe aufmacht. Das entspricht nicht meiner Philosophie.

Könnten Sie sich vorstellen, wie Robin Dutt eine Woche nicht mit den Spielern zu reden?

Eher nicht. Was nicht heißt, dass ich nicht sehr autoritär sein kann – wenn ich von einer Sache völlig überzeugt bin.

Sie unterrichten zehn Stunden pro Woche Französisch am Rosenstein-Gymnasium in Heubach. Werden Sie das beibehalten?

Das werden wir sehen. Andere wetten, golfen, schauen Videos oder spekulieren an der Börse. Ich unterrichte mit Freude, und darunter hat noch nie ein Club gelitten.

Fragen von Jürgen Frey

STZ: 620000 Euro für die Drittligisten

VfB II künftig im Daimlerstadion?
 
STUTTGART (ump). Die nächste Saison der Fußball-Regionalliga wirft unweigerlich ihre Schatten voraus. Schließlich geht es dann um die Qualifikation zur eingleisigen dritten Liga. Die Kriterien dafür wurden auf einer DFB-Präsidiumssitzung am vergangenen Freitag festgezurrt. Klar ist, dass sich 2007/08 die Klubs qualifizieren, die am Ende der Saison in ihrer Staffel auf den Plätzen drei bis zehn liegen (darunter maximal vier zweite Mannschaften von Profiklubs). Nachdem diese zweiten Mannschaften künftig kein TV-Honorar mehr bekommen werden, erhalten die Drittligisten mindestens 620 000 Euro aus dem Fernsehtopf (bisher 365 000).

Auch die Auflagen für die Stadien wurden konkretisiert: Es müssen mindestens 10 000 Plätze vorhanden sein, davon zweitausend Sitzplätze, wovon wiederum tausend überdacht sein sollen. Hier bekommen zum Beispiel die Stuttgarter Kickers im Gazistadion ein Problem, da derzeit nur etwa 1300 Sitzplätze zur Verfügung stehen. „Doch da laufen Gespräche mit der Stadt“, sagt der Manager Joachim Cast. Der VfB wiederum müsste mit seiner zweiten Mannschaft wohl ins Daimlerstadion ausweichen. Dort gibt es ein ganz anderes Problem: mehr als 50 000 Plätze für manchmal nur 500 Zuschauer. Tristesse pur.

Stuttgarter Zeitung

StN: Interview mit Manuel Hartmann

„Es war extrem schwer“
 
Kickers-Spieler Hartmann über Dutts Maßnahmen
 
Stuttgart – Sicher ist: Mit seinem Treffer zum 1:0 gegen Reutlingen hat Manuel Hartmann die Krise der Stuttgarter Kickers vorerst beendet. Ob er dem Fußball-Regionalligisten treu bleibt, ist dagegen noch offen.

Herr Hartmann, vergangene Woche strafte Trainer Robin Dutt das Team mit Schweigen. Redet er nun wieder?

Ja, aber das hat er schon vor der Partie in Reutlingen getan. Trotzdem war die vergangene Woche extrem schwer für uns.

Waren Dutts Maßnahmen wirklich nötig?

Der Trainer hat lange versucht, mit Gesprächen die Köpfe der Spieler freizubekommen. Das hat nicht geklappt. Also hat er nun geschwiegen – wie es aussieht, hat er alles richtig gemacht.

Was hat er bewirkt?

Es stand endlich wieder eine echte Mannschaft auf dem Platz, die voll engagiert war.

Lagen die zuletzt schwachen Leistungen auch daran, dass das Ziel Aufstieg nicht mehr zu erreichen ist?

Das als Alibi zu nehmen, wäre zu einfach. Wir sind es den Fans, dem Verein und dem Umfeld doch schuldig, gut zu spielen. Für einige Spieler geht es ja auch noch um einen Vertrag, andere können sich dem neuen Trainer positiv präsentieren.

Wollen Sie das auch? Oder ist Ihr Abschied in Richtung zweite Liga schon beschlossene Sache?

Ich hatte letzte Woche ein Gespräch mit dem neuen Trainer Peter Zeidler und muss sagen: Das war wirklich positiv. Die zweite Liga bleibt mein Ziel, aber ich kann mir auch vorstellen, noch bei den Kickers zu bleiben. Ich will aber erst wissen, wie der Kader für kommende Saison in etwa aussehen wird. Es ist noch nichts entschieden.

Fragen von Dirk Preiß

Stuttgarter Nachrichten