„Believe in Blue“ findet Nachahmer

Internet-Aktion bei Frisch Auf

Diese Internetaktion ist ein Volltreffer. Über 60 000 Euro hat Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers durch den Verkauf von Pixel-Bausteinen bisher eingenommen. Jetzt findet das Projekt mit dem Slogan „Die Zukunft ist blau – Wir glauben dran“ Nachahmer.

VON JÜRGEN FREY

Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen kann für die Modernisierung seiner Hohenstaufenhalle jeden Cent gebrauchen. Kein Wunder, dass die Strategen aus dem Filstal auf das Believe-in-Blue-Modell der Kickers aufmerksam geworden sind. Demnächst starten die Göppinger die Aktion „Wir bauen mit“. Auch andere Fußballclubs kopieren die Idee. Auf der Homepage des KFC Uerdingen kann man bereits sogenannte Rettersteine erwerben. Weitere Regionalligisten und Vereine aus der zweiten Liga stehen unmittelbar vor der Umsetzung ähnlicher Pläne.

Bleibt die Frage, wie die notorische klammen Blauen vom Verkauf der Bausteine anderer Clubs profitieren können. Ein exklusives Patent auf die Aktion haben sie nicht, schließlich ist sie nach dem Vorbild der US-amerikanischen Million-Dollar-Homepage entstanden. „Dadurch, dass wir unser Wissen einbringen, besteht aber die Möglichkeit zu partizipieren“, räumt Kickers-Manager Joachim Cast ein – fügt aber hinzu: „Reichtümer lassen sich damit nicht verdienen.“ Wie es heißt, sollen die Blauen aus dem Erlös der nachahmenden Vereine immerhin 20 Prozent erhalten, wobei zwei Drittel davon der die Aktion betreuenden Firma und ihrem Programmierer zustehen. Was nichts daran ändert: Die Kickers könnten im Kampf ums Überleben noch viel mehr solch guter Ideen gebrauchen.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers-Planungen liegen auf Eis

Ungewisse Zukunft blockiert Vertragsgespräche

Stuttgart – Selten war die Zukunft der Stuttgarter Kickers so ungewiss wie in diesen Tagen. Darunter leiden beim Fußball-Regionalligisten die Planungen für die neue Saison. Mit noch keinem Spieler wurde bisher gesprochen.

VON JÜRGEN FREY

Trainer Stefan Minkwitz, Kapitän Oliver Stierle und einige andere Kickers-Spieler haben eines gemeinsam: Sie marschierten vor dem 1. April zum Arbeitsamt und meldeten sich für die Zeit vom 1. Juli an arbeitssuchend. Eine reine Sicherheitsmaßnahme, um im Fall der Fälle vom ersten Tag an Arbeitslosengeld zu bekommen. Ein Schreiben mit der entsprechenden Empfehlung der Vereinigung der Vertragsfußballer (VDV) hängt bei den Blauen in der Kabine. Das ist kein Zufall, denn wohl noch nie drohte so vielen Kickers-Kickern das Schicksal, im Sommer ohne Club dazustehen.

Stierle weint deshalb nachts nicht heimlich ins Kissen. Der Linksfuß ist einer von 14 Spielern, deren Vertrag am 30. Juni ausläuft – er geht die Sache kämpferisch an. „Ich gebe auf dem Feld Vollgas, um mich für die Kickers zu empfehlen – oder eben, um andere Vereine aufmerksam zu machen.“ Existenzängste hat der 24-Jährige keine – genauso wenig wie Minkwitz. Dem Trainer liegt die mündliche Zusage aus der Führungsetage vor, beim Sprung in die dritte Liga weitermachen zu können. Und wenn“s nicht klappt? Der 39-Jährige bleibt gelassen. „Ich habe keinen schlechten Namen in der Region. Irgendwie geht“s immer weiter.“

Auf die Kickers bezogen, fragt sich nur wie. Die Lage ist verzwickt. „Es macht derzeit weder Sinn, mit unseren Spielern zu sprechen, noch mit möglichen Neuzugängen“, erklärt Manager Joachim Cast – und hebt entschuldigend die Arme: „Das wäre doch nicht erfolgversprechend.“

Auf Degerlochs Höhen liegt derzeit vieles in der Schwebe. Gelingt die Qualifikation für die dritte Liga, könnte der Club nach derzeitigem Stand auf elf Spieler mit gültigen Verträgen bauen. Aber eben nur theoretisch. Denn die Kontrakte der Führungsspieler David Yelldell, Mustafa Parmak und Angelo Vaccaro enthalten Ausstiegsklauseln, die zu einer festgeschriebenen Ablösesumme den Weggang schon in diesem Sommer ermöglichen.

Eine Übersicht über die Vertragslaufzeiten der Kickers-Spieler:

Verträge, die unabhängig von der Qualifikation für die dritte Liga gelten:

Bashiru Gambo (bis 2010), Gino Russo (2009).

Verträge, die nur für die dritte Liga gelten:

David Yelldell, Marcel Rapp, Marcus Mann, Benedikt Deigendesch, Angelo Vaccaro, Sokol Kacani, Saban Genisyürek, Markus Ortlieb (alle bis 2009), Mustafa Parmak (2010).

Verträge, die am Saisonende auslaufen:

Manuel Salz, Oliver Stierle, Jens Härter, Marco Wildersinn, Recep Yildiz, Julian Leist, Mike Baradel, Mustafa Akcay, Sascha Benda, Moritz Steinle, Alexander Rosen, Ferhat Cerci, Marco Tucci, Sven Sökler.

Stuttgarter Nachrichten

Presse zu Stuttgarter Kickers – Karlsruher SC II (2:0)

Kickers sammeln Pluspunkte
Der Hauptsponsor Gazi zieht seine Option für die dritte Liga, aber manche Konfusion bleibt

STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers haben in der Fußball-Regionalliga weiter Platz zehn im Visier. Vor allem dank Mustafa Parmak, der beim 2:0 gegen den Karlsruher SC II erneut der Matchwinner war. „Ich habe schließlich noch große Ziele“, sagt der 25-Jährige.

Von Joachim Klumpp

Die schwersten Minuten warteten auf Mustafa Parmak erst nach dem Schlusspfiff. Der Kickers-Spieler wurde zur Dopingprobe ausgelost. Und so etwas kann dauern. In diesem Fall rund eine Stunde lang. Dann schließlich hatte sie der 25-Jährige erfolgreich hinter sich gebracht. Genau wie das Spiel, in dem er – wie schon zuvor beim Heimsieg gegen Pfullendorf – zum Matchwinner avancierte. Zweimal zwei (Tore) macht in diesem Fall sechs (Punkte), welche die Kickers weiter in Blickrichtung zehnter Tabellenplatz schielen lassen. „Den Unterschied hat diesmal Mustafa Parmak ausgemacht“, sagte nicht nur der Kickers-Trainer Stefan Minkwitz, denn auch der Kollege Rainer Krieg meint: „So einen Knipser haben wir eben nicht.“

Dabei ist Parmak kein Stürmer, sondern offensiver und torgefährlicher Mittelfeldmann. Aber sein Potenzial hat er in dieser Saison lange nicht so abgerufen, wie es sich die Kickers gewünscht haben. Das hatte viele Gründe: physische, aber auch psychische. Ein schmaler Grat in diesem Fall. Natürlich gab es Verletzungen oder Zahnschmerzen, aber eben auch mentale Probleme. Als Talent galt Parmak bei den Kickers schon in der A-Jugend, doch Talent allein reicht nicht zum großen Durchbruch. Aber so langsam scheint es bei Parmak klick gemacht zu haben. In der Winterpause gab es viele Gespräche: mit dem Trainer, dem Manager, dem Berater, aber auch der Familie. „Meine Eltern haben großen Anteil am Aufschwung“, sagt Parmak, der inzwischen wieder zu Hause in Cannstatt wohnt. „Wenn er so weitermacht, wird er uns noch viel Freude bereiten“, sagt der Manager Joachim Cast – und fügt hinzu: „Die Frage ist dann, wie lange noch?“

Parmak hat das Potenzial für mehr, und er sagt: „Ich will sportlich noch was erreichen.“ Die zweite Liga, mindestens. Gegen eine festgeschriebene Ablöse (im unteren sechsstelligen Bereich) kann er vorzeitig aus seinem bis 2010 laufenden Vertrag. Als Vorbild dient dabei in gewisser Weise Manuel Hartmann. Der ist inzwischen beim Zweitligisten TuS Koblenz Stammspieler. „Wir telefonieren oft miteinander, und er gibt mir auch Tipps.“ Diese Unterstützung braucht Parmak, der nicht immer die richtigen Freunde hatte. Jetzt scheint er den Sprung geschafft zu haben, trainiert vor den Spielen sogar noch individuell auf dem ADM-Gelände. „Das zeigt doch seine professionelle Einstellung“, sagt der Trainer Stefan Minkwitz.

Die hat auch Bashiru Gambo an den Tag gelegt, der im defensiven Mittelfeld kämpferisch überzeugte, auch wenn die spielerische Komponente etwas zu kurz kam. Über die vollen 90 Minuten – im gesamten Team. Das ist auch dem kritischen Blick des Präsidiumsmitglieds Walter Kelsch nicht verborgen geblieben. „Natürlich freue ich mich über die drei Punkte“, sagte der Exnationalspieler, „aber wir müssen endlich mal lernen, ein Spiel gestalten zu können.“ Das klang alles andere als begeistert – und zeigt: intern liegt weiter einiges im Argen bei den Kickers.

Sportlich ist die neue dritte Liga bei drei Punkten Rückstand wieder in Reichweite. Aber sonst? Zwar hat der Hauptsponsor Garmo (Gazi) seine Option für die dritte Liga gezogen, allerdings nur zu leicht verbesserten Konditionen, die den Etat nicht entscheidend erhöhen. Und die bisher für nächste Saison veranschlagten gut drei Millionen Euro werden hinten und vorne nicht reichen, um konkurrenzfähig zu sein.

Also muss weiter gewirbelt werden. Schon zum Heimspiel gegen Oggersheim sollen die durchaus treuen Fans (3030 am Samstag) verstärkt mobilisiert werden. Wie? Die Antwort blieb das Präsidium schuldig. Dabei ist längst durchgesickert, dass die Zuschauer, die einen der Vornamen der Kickers-Spieler besitzen, freien Eintritt haben werden. Was die weiblichen Anhänger benachteiligt. Aber vielleicht kann man ja ein paar Ableitungen (Angela statt Angelo oder Alexandra statt Alexander) gelten lassen.

Kickers: Yelldell – Deigendesch, Wildersinn, Rapp, Steinle – Parmak, Rosen, Gambo (86. Yildiz), Stierle (78. Cerci) – Kacani (81. Tucci), Vaccaro.

Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach).

Tore: 1:0 Parmak (19.), 2:0 Parmak (90.).

Rote Karte: Brosinski (87./KSC).

Stuttgarter Zeitung

Parmak macht den Unterschied
Torgefährlicher Mittelfeldspieler steht für den Kickers-Aufschwung – Hauptsponsor verlängert

Stuttgart – Da waren es nur noch drei Punkte. Die Stuttgarter Kickers sind nach dem 2:0 gegen den Karlsruher SC II wieder auf Tuchfühlung zu Platz zehn. Der Aufschwung hat einen Namen: Mustafa Parmak. Von den letzten fünf Toren der Blauen erzielte der Mittelfeldspieler vier.

VON JÜRGEN FREY

Der Mann des Tages ließ sehr lange auf sich warten. Erst knapp zwei Stunden nach Spielende kam Mustafa Parmak aus den Katakomben hoch in den Vip-Raum. „Ich habe zwei Bierchen gebraucht, um pinkeln zu können“, sagte er mit einem Lächeln. Beim 25-Jährigen läuft es – nur nicht bei der Dopingkontrolle. Wie schon beim 2:0 gegen den SC Pfullendorf erzielte der Mittelfeldspieler beide Tore für die Blauen. Trainer Stefan Minkwitz sprach hinterher aus, was jeder im Gazistadion dachte: „Parmak hat heute wieder den Unterschied ausgemacht.“

Der torgefährliche Dribbler kompensierte gegen den KSC die spielerischen Schwächen der Mannschaft und die Ladehemmung der Stürmer im Alleingang. Sein Aufwärtstrend kommt nicht von ungefähr. Parmak ist nach zahlreichen Wehwehchen endlich wieder körperlich auf der Höhe. Entscheidend hinzu kommt: Minkwitz weiß wie kein anderer, wie er den Bruder Leichtfuß anzupacken hat. „Er kennt alle meine Macken“, räumt Parmak grinsend ein.

Der Mann mit den türkischen Wurzeln braucht viel Zuwendung und Pflege, die er seit einiger Zeit auch von seinem neuen Berater Michael Hofstetter bekommt, dem ehemaligen Kickers-Präsidiumsmitglied. „Ich will weiter oben spielen“, stellt Parmak klar – und gibt seinen Wandel in Sachen Einstellung offen zu: „Man wird älter und schaltet öfter den Kopf ein.“ Bis 2010 läuft sein Vertrag bei den Blauen. Wie bei allen Spielern – bis auf Bashiru Gambo und Gino Russo – gilt der Kontrakt nur für die dritte Liga. Angebote anderer Clubs habe er keine. Noch keine. Denn nicht nur Manager Joachim Cast ahnt: „Wenn er so weitermacht, werden wir viel Freude an ihm haben, fragt sich nur, wie lange noch.“ Es passt zum Aufschwung bei Parmak und den Kickers, dass Hauptsponsor Eduardo Garcia seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hat – allerdings nur für die dritte Liga. „Mit etwas anderem befasse ich mich nicht“, sagt Garcia, der mit reichlich Unverständnis darauf reagierte, dass der Club die Botschaft der Vertragsverlängerung vor dem Spiel unter Verschluss hielt und erst am gestrigen Sonntag verkündete: „Am Freitag war schon alles klar, ich wollte die Mannschaft anspornen.“

Es ging auch ohne die Motivationsspritze gut. Dank eines Mannes: Mustafa Parmak.

Stuttgarter Nachrichten

Land in Sicht
 
Parmak schießt die Stuttgarter Kickers beim 2:0 gegen den KSC II zum zweiten Heimsieg – Platz zehn rückt näher
 
Stuttgart – Die Aufholjagd der Stuttgarter Kickers geht weiter. Dank eines Doppelpacks von Mustafa Parmak besiegte der Fußball-Regionalligist den Karlsruher SC II mit 2:0 (1:0). Damit gewannen die „Blauen“ ihr zweites Heimspiel in Folge und verkürzten den Abstand zum zehnten Platz auf drei Punkte.
 
Von Beate Wockenfuß

In den Katakomben des Gazi-Stadions gab es beim Blick auf die Tabelle glänzende Augen. Die Kickers haben mit ihrer Mini-Serie von sieben Punkten in drei Spielen Boden gut gemacht. Zwar blieben sie auf dem 15. Platz, doch der Abstand zu den Qualifikationsrängen ist erheblich geschrumpft. Die dritte Liga ist also wieder in Sichtweite gerückt. „Wer hätte das gedacht? Wir waren schon totgesagt, aber die Mannschaft zeigt, dass sie lebt“, frohlockte Manager Joachim Cast. Und auch Trainer Stefan Minkwitz lobte seine Schützlinge, zu denen der zuletzt verbannte Bashiru Gambo wieder gehörte: „Sie haben von der ersten Minute bis zum Schluss gefightet. Genauso sollte es sein.“Die Karlsruher waren vor allem in der ersten Hälfte spielerisch überlegen, hatten auch einige gute Chancen, doch die Kickers hielten mit kämpferischem Einsatz dagegen. Den entscheidenden Unterschied aber machte Mustafa Parmak. Wie schon beim ersten Heimsieg in dieser Saison vor Ostern gegen Pfullen­dorf (2:0) erzielte der Mittelfeldspieler beide Treffer für die Gastgeber und entschied damit das zweite Heimspiel in Folge im Alleingang. In der 19. Minute zog er zunächst halblinks aus gut 20 Metern eiskalt ab und traf in den Winkel zur 1:0-Führung. In der Nachspielzeit vollendete er ein sehenswertes Solo von der rechten Seite in den Strafraum mit einem Schuss ins lange Eck und sorgte damit für den Endstand. Die Erleichterung, dass der 25-Jährige zu alter Stärke zurückgefunden hat, war nicht nur beim erneuten Doppeltorschützen spürbar. „Ich bin froh, dass bei ihm der Knoten endlich geplatzt ist“, freute sich Cast. Der Wille sich durchzubeißen, sei zurück. „Wenn Mustafa Parmak so weiter macht, haben wir noch viel Freude mit ihm“, prophezeite der Manager. Und der neue Liebling der Fans, der nach dem Schlusspfiff lange vermisste Streicheleinheiten bekam, verriet glücklich strahlend sein Erfolgsgeheimnis: „Ich habe eine Stunde vor dem Spiel ein paar Minuten ganz alleine trainiert. Das werde ich ab jetzt immer tun.“ Und dann spurtete er mit neuem Selbstbewusstsein in die zweite Nachspielzeit zur Doping-Kontrolle. Im Sommer hatte der flinke Supertechniker seinen Vertrag bis 2010 verlängert. Schaffen die Kickers die Qualifikation, bleibt ihnen aber nicht nur Parmak erhalten. Wie der Verein gestern bekannt gab, hat Hauptsponsor Gazi den Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Wirksam wird er aber nur, wenn die „Blauen“ die dritte Liga erreichen.

Statistik
Stuttgarter Kickers: Yelldell – Deigendesch, Wildersinn, Rapp, Steinle – Parmak, Rosen, Gambo (86. Yildiz), Stierle (78. Cerci) – Kacani (81. Tucci), Vaccaro.

Karlsruher SC II: Unger – Abele (83. Akgün), Krebs, Langkamp, Reinhard – Brosinski, Barg, Heckenberger (55. Bergheim), Fischer – Stindl, Bieber (55. Fetsch).

Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach). Zuschauer: 3030.

Tore: 1:0 Parmak (19.), 2:0 Parmak (90.+2).

Gelbe Karten: Deigendesch, Vaccaro / Stindl, Langkamp.

Rote Karte: – / Brosinski (87. / grobes Foulspiel).

Beste Spieler: Parmak, Yelldell / Langkamp, Barg.
 
Eßlinger Zeitung

Presse zu Sonnenhof Großaspach – Stuttgarter Kickers II (1:1)

Immerhin einen Punkt haben die Stuttgarter Kickers II durch das 1:1 bei Großaspach geholt. Ob das nun aber ein gewonnener Punkt war oder doch vielleicht zwei verlorene Punkte waren, wusste der Kickers-Trainer Björn Hinck nicht so recht. „Aufgrund der zweiten Hälfte kann man schon von zwei verlorenen Punkten reden. Aber über die gesamte Spielzeit geht die Punkteteilung in Ordnung“, sagte Hinck. Nach der Führung durch Saer Sene, dessen Kopfball nach 19 Minuten dank eines Platzfehlers doch noch den Weg in das Kickers-Tor fand, taten sich die Gäste bis zur Pause schwer. Großaspach stand mit der Führung im Rücken tief, und Hincks Mannschaft fehlte das passende Rezept. Im zweiten Durchgang erhöhten dann die Stuttgarter das Tempo. Der Lohn kam spät, aber er kam. Sven Sökler konnte nach 81 Minuten den starken Aspacher Schlussmann Milan Jurkovic mit dem Treffer zum 1:1-Endstand überwinden.

Stuttgarter Zeitung

Zu einem 1:1 bei der SG Sonnenhof Großaspach kamen die Stuttgarter Kickers II. Sven Sökler gelang der Ausgleich (81.). Sehr gut stand bei den Blauen die Innenverteidigung mit Markus Ortlieb und Marcel Ivanusa. Bester Mann bei der SG: Torwart Milan Jurkovic, der früher beim VfB II auch im Sturm spielte.

Stuttgarter Nachrichten

Eine Fehlerkette kostet Großaspach den Sieg

Über ein 1:1 kam Fußball-Oberligist SG Sonnenhof Großaspach im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers II nicht hinaus. Das Ergebnis war zwar gerecht, doch der Gastgeber ärgerte sich trotzdem über zwei verschenkte Punkte. Der Grund: Vor dem Ausgleich der Gäste in der 81. Minute produzierten die Fautenhaukicker eine regelrechte Fehlerkette.

VON STEFFEN GRÜN

Mit Blick auf die vergangenen Partien hatte SG-Trainer Thomas Letsch moniert, dass sich sein Team stets durch einen individuellen Fehler um den Lohn für die harte Arbeit brachte. Gegen die kleinen Blauen sah es lange Zeit so aus, als könnten die Kicker ihrem Coach die Freude machen und endlich einmal eine Begegnung ohne groben Patzer beenden. Dann kam die 81. Minute und alles war wieder so wie zuletzt: Ein böser Aussetzer und der fast sichere Dreier glitt Großaspach aus den Händen. Martin Cimander verschätzte sich erst bei einer Flanke und musste sich beim folgenden Rettungsversuch von Sven Sökler düpieren lassen. Der machte einen Haken um Cimander und zog ab. Der Schuss bahnte sich den Weg durch die Beine von Adam Adamos und in den Kasten – 1:1. Letsch wollte aber nicht nur Cimander oder Adamos für das Gegentor verantwortlich machen. „Wir müssen schon die Flanke verhindern“, schimpfte der 39-Jährige. In den letzten neun Minuten war die SG so durcheinander, dass selbst das Siegtor für die Gäste nicht aus heiterem Himmel gefallen wäre. Ein 2:1 für die Kickers wäre zu viel des Guten gewesen. Zumindest einen Zähler hatte sich Großaspach in den ersten 80 Minuten verdient.

Die erste dicke Chance war aber auf das Konto der Regionalliga-Reserve aus Stuttgart gegangen. Einen Klasse-Freistoß von Muhamed Bajrami boxte der starke SG-Torwart Milan Jurkovic aus dem linken Torwinkel. Das erste Tor markierte dafür Großaspach. In der 19. Minute köpfte Saer Sene den Ball nach einer Maßflanke von Giuseppe Greco gegen die Laufrichtung von Kickers-Keeper Manuel Salz ins lange Eck. Das 1:0 – für das zuletzt immer sehr agile und präsente, aber oft zu wenig kaltschnäuzige Talent so etwas wie eine Befreiung. Das zeigte sich im weiteren Spielverlauf: Sene war der beste Spieler auf dem Rasen.

Fünf Minuten vor der Pause hatte Dennis Grab das 2:0 für die SG auf dem Fuß. Doch der Kickers-Torwart entschärfte den scharfen Schuss, den der Innenverteidiger nach einem zu kurz abgewehrten Eckball aus 16 Metern abgefeuert hatte. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie durchwachsen. Gähnende Langeweile herrschte im Fautenhau nicht. Helle Aufregung aber auch nur einmal. Und zwar in der 58. Minute. Da kam Sene – im Kampf um den Ball mit Markus Ortlieb – zu Fall. Der Referee pfiff und zeigte auf den Elfmeterpunkt – so deuteten zumindest viele Spieler und Zuschauer seine Gestik. Ein Irrtum. Er entschied auf Abstoß. Eine knifflige Entscheidung. In der 73. Minute hatte mal wieder Stuttgart – zur zweiten Halbzeit mit Ex-SG-Stürmer Srdan Stevanovic auf den Platz zurückgekehrt – eine ganz dicke Chance. Ali Parhizi tauchte plötzlich frei vor dem Aspacher Schlussmann auf. Jurkovic entschied auch dieses Duell für sich. Mit der Hilfe von Grab, der den Ball nach der Rettungstat seines Kollegen von der Linie kratzte.

Mit Blick auf die Chancen ist das Ergebnis mit Sicherheit gerecht. Trotzdem: Ohne die erneuten individuellen Patzer in nur einer Situation hätte die SG gewonnen.
SG Sonnenhof Großaspach: Jurkovic – Wengert, Grab, Adamos, Cimander – Montero – Blaskic (56. Bonsignore), Di Biccari, Greco (80. Nierichlo), Krasniqi (76. Euler) – Sene. – Stuttgarter Kickers II: Salz – Leist, Ortlieb, Ivanusa, Baradel – Gentner (63. Parhizi), Kovac (69. Petruso), Rizzi, Sökler – Bajrami, Genisyurek (46. Stevanovic). – Tore: 1:0 (19.) Sene, 1:1 (81.) Sökler. – Schiedsrichter: Traeder (Offenburg). – Zuschauer: 320.
 
Backnanger Kreiszeitung

Letsch ist die Enttäuschung anzusehen
 
(stg) – Die Enttäuschung über den späten Gegentreffer und den dadurch verpassten Sieg stand Thomas Letsch ins Gesicht geschrieben. „Ich bin nicht zufrieden. Wir wollten den Dreier“, sagte der SG-Trainer. Ohne die Fehlerkette vor dem 1:1 in der 81. Minute wäre dieses Ziel erreicht worden. „Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Spiele“, ärgerte sich Letsch. Wieder – wie zuletzt so oft – brachte sich Großaspach durch eigene Unzulänglichkeiten um den Erfolg. Wohlgemerkt: Unzulänglichkeiten in einer einzigen Situation. Sonst stellte der Trainer völlig zu recht fest: „Es war von uns nach vorne zwar nicht viel, aber wir haben auch für die Kickers nicht viel zugelassen.“ Insgesamt sah Letsch den Unterhaltungswert der Partie am unteren Rand angesiedelt: „Es war ein typisches Spiel, wenn zum ersten Mal höhere Temperaturen herrschen – wenig Tempo auf beiden Seiten.“

Sein Trainerkollege Björn Hinck sprach von einem „aufgrund der zweiten Halbzeit mehr als verdienten Punkt“ für die Kickers: „Wir können damit leben. Wir haben den Ausgleich erzwungen.“ Unter gütiger Mithilfe der SG, wie Adam Adamos zugab. „Wir haben ein bisschen um das 1:1 gebettelt“, räumte der Innenverteidiger der SG Sonnenhof Großaspach offen ein. Ein Manko: „Wir haben die Konter nicht sauber zu Ende gespielt.“
 
Backnanger Kreiszeitung

Presse zu 1860 München – Stuttgarter Kickers U19 (0:2)

Kickers verlassen den letzten Platz
STUTTGART (StZ). Die Bundesliga-A-Junioren der Stuttgarter Kickers haben gestern mit dem 2:0-Sieg bei 1860 München den letzten Platz in der Tabelle verlassen und sich vor Wacker Burghausen gesetzt. „Dieser Sieg gibt uns im Kampf um den Ligaverbleib sehr viel Selbstvertrauen“, sagte der Kickers-Trainer Ralf Strogies hinterher. Mit dem Erfolg in München beträgt der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, der zurzeit Regensburg einnimmt, nur noch einen Punkt. Den dritten Saisonsieg der Kickers sicherten die beiden Stürmer Daniel Zivaljevic (22.) und der für ihn eingewechselte Caglar Celiktas in der Nachspielzeit.

Stuttgarter Zeitung

2:0 – Kickers-Junioren machen Boden gut
Stuttgart (StN) – Die Stuttgarter Kickers haben in der A-Junioren-Bundesliga beim TSV 1860 München mit 2:0 (1:0) gewonnen und damit den Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz auf einen Punkt verkürzt. Die Tore für die Blauen erzielten vor 150 Zuschauern Daniel Zivaljevic (22.) und Caglar Celiktas (90.). „Das war eine taktisch und läuferisch sehr gute Leistung“, lobte Kickers-Trainer Ralf Strogies, dessen Team den Ausfall von Gökhan Gümüssü gut kompensierte. Der Torjäger fällt sieben Spieltage vor Saisonende nach einer Operation am Oberschenkel mindestens vier Wochen aus.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers II mit Auswärtspunkt

Bei der SG Sonnenhof Großaspach holte das Oberliga-Team der Stuttgarter Kickers heute ein 1:1 Unentschieden. Der Tabellenzehnte ging dabei durch Saer Sene nach 19. Minuten in Führung, Sven Sökler konnte neun Minute vor Ende der Begegnung zum 1:1 ausgleichen.

Die Kickers haben damit drei Punkte Vorsprung vor einem Abstiegsplatz. Bereits am kommenden Mittwoch holen die Kickers ihr Spiel bei der FC 08 Villingen nach. Am Sonntag geht es dann in einem „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen den TSV Schwieberdingen.
Für die Kickers spielten:
Salz; Baradel, Leist, Ortlieb, Kovac (69. Petruso); Ivanusa, Bajrami, Sökler, Gentner (64. Parhizi); Genisyürek (46. Stefanovic)

garmo AG („GAZi“) bleibt Hauptsponsor der Kickers

Die garmo AG mit Ihrer Premiummarke „GAZi“ und ihrem Chef Dr. Eduardo Garcia bleibt weiter Hauptsponsor der Stuttgarter Kickers, wenn der Verein die Qualifikation zur angestrebten 3.Liga erreichen sollte. Zu leicht angehobenen Beträgen zog damit der Hauptsponsor seine Option und verlängerte den Vertrag um ein weiteres Jahr.
„In der finanziell schwierigen Lage des Vereins ist das für uns ein wichtiges Signal, dass der Hauptsponsor weiter an den Verein glaubt“, freut sich Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum über diese Entscheidung von garmo-Chef Dr. Eduardo Garcia.
Die Partnerschaft zwischen der garmo AG und dem Verein besteht nun seit dem Sommer 2002.

Offizielle Homepage

U19 mit wichtigem Sieg

Die A-Junioren der Stuttgarter Kickers erreichten heute beim Nachwuchs des TSV 1860 München einen ganz wichtigen dreifachen Punkterfolg. Daniel Zivaljevic brachte die Kickers in der 22. Minute in Front, Calgar Celiktas schaffte in der 90. gar das 2:0.

Damit belegen die Kickers Tabellenplatz 13 und haben nur noch einen Punkt Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze. Nächste Woche erwarten die Kickers die SpVgg Greuther Fürth, momentan auf dem zehnten Tabellenplatz und fünf Punkte entfernt.

Die Kickers spielten mit:
Rodriguez; Abruscia, Reichard, Hirning; Auracher, Caliskan, Boric (71. Thies), Pala (84. Yel); Fennell, Brandstetter (67. Gürol), Zivaljevic (76. Celiktas)