Vorberichte: Stuttgarter Kickers – 1. FC Saarbrücken

„Uns fehlt ein Kaliber wie Okpala“

Michael Henke, Trainer des 1. FC Saarbrücken, vor dem Spiel bei den Blauen

Stuttgart – An diesem Samstag (14.30 Uhr/Gazistadion) empfangen die Stuttgarter Kickers in der Fußball-Regionalliga den 1. FC Saarbrücken. „Uns fehlt ein Kaliber wie Christian Okpala“, sagt Michael Henke, der Trainer des Zweitliga-Absteigers.

Herr Henke, Bundesligist Mainz 05 aus dem Pokal geworfen, FK Pirmasens am Mittwoch 4:1 besiegt. Ihr Team ist rechtzeitig für den Schlager bei den Kickers in Form.

Wenn ich den Abstand zu den Kickers sehe, muss ich fast schon sagen: zu spät. Nein, im Ernst: Es ist richtig, dass wir Zeit gebraucht haben, um uns zu finden. Das ist bei Absteigern, die einen großen Umbruch hinter sich haben, normal.

Bei einer Niederlage würden Ihnen die Kickers um elf Punkte davoneilen . . .

Ich schaue gar nicht wirklich auf die Tabelle. Wir müssen als Mannschaft funktionieren, dann kommen die Ergebnisse automatisch. Ich habe hier einen Zweijahresvertrag und den Auftrag, Stabilität in den Verein zu bringen.

Das hört sich so an, als wollten Sie nicht aufsteigen.

Natürlich wollen wir so schnell wie möglich hoch. Warum soll es uns nicht gehen wie Energie Cottbus: Die haben in der vergangenen Zweitligasaison unspektakulär, aber konstant gepunktet – und sind aufgestiegen.

Die Kickers punkteten durchaus spektakulär, haben Sie die Blauen so stark erwartet?

Dass sie so wegmarschieren, hätte ich nicht gedacht. Aber die Kickers haben starke Spieler. An Christian Okpala war ich auch interessiert, aber wir kamen zehn Stunden zu spät. Ein Mann von seinem Kaliber fehlt uns.

Sie waren 15 Jahre lang Co-Trainer von Ottmar Hitzfeld. Wann hatten Sie letztmals Kontakt?

Wir haben praktisch nach jedem Spiel Kontakt, telefonisch oder per SMS.

Vermissen Sie nicht die große Fußballwelt?

(lacht) Ab und zu werde ich von den Bayern ja zu Champions-League-Spielen eingeladen. Ansonsten konzentriere ich mich auf meine Aufgabe in Saarbrücken. Auch die hat ihre Reize.

Eine Antwort sind Sie uns noch schuldig: Wäre eine Elf-Punkte-Rückstand auf die Kickers noch aufzuholen?

Auch elf Punkte sind aufzuholen. Aber viel schlimmer als dieser große Abstand wären zwei andere Faktoren: Für uns wäre eine Niederlage ein Rückschlag, und den Kickers würde ein Sieg gegen einen Konkurrenten einen unglaublichen Schub geben.

Fragen von Jürgen Frey

Stuttgarter Nachrichten

Die Stuttgarter Kickers kommen nicht zum Atem holen: Ein Höhepunkt folgt dem anderen und nun steht am morgigen Samstag das nächste Schlagerspiel gegen den Zweitliga-Absteiger 1. FC Saarbrücken um 14.30 Uhr im GAZI-Stadion auf der Waldau bevor. Die Saarländer empfahlen sich zuletzt ebenfalls im Pokal durch einen 1:0-Erfolg über den Bundesligisten FSV Mainz O5 und besiegten am Mittwoch den FK Pirmasens souverän mit 4:1. Die Blauen sind also gewarnt und müssen aufpassen, dass sie den Nimbus der Unbesiegbarkeit auch in diesem Spiel bewahren. Zudem hofft Trainer Robin Dutt,daß der Kräfteverlust in den letzten Tagen nicht zu groß war. Unsicher ist auch noch, ob Christian Okpala und Bashiru Gambo ihre Verletzungen schon überstanden haben oder ob sie noch geschont werden müssen.

In Pfullendorf sprangen ja andere Spieler ein und bewiesen die gute Moral im Team der Kickers. So könnten auch wieder Bastian Bischoff und Oliver Stierle zum Einsatz kommen, lauern zudem Niko Kanitz und Timo Schlabach auf ihre Chance.
„Es wird auf alle Fälle eine schwere Begegnung, denn die Saarländer verfügen über excellente Einzelspieler und sind auch als Team immer mehr zusammengewachsen“, urteilt Trainer Robin Dutt. Am Abend gilt es dann ebenfalls die Daumen zu drücken, wenn im Aktuellen Sportstudio die Auslosung zur nächsten Pokalrunde ansteht. Präsident Hans Kullen, Manager Joachim Cast und Marketingleiter Martin Kurzka werden in Mainz persönlich anwesend sein und hoffen auf ein möglichst attraktives Los.

Offizielle Homepage

Vorberichte: Stuttgarter Kickers – 1. FC Saarbrücken in der Statistik

Es geht Schlag auf Schlag – und hoffentlich auch Sieg auf Sieg. Bereits morgen treffen unsere Blauen Götter auf 2. Bundesliga-Absteiger und Aufstiegsfavorit 1. FC Saarbrücken. Die Saarländer sind nicht optimal in die Saison gestartet, Trainer Michael Henke steht bereits nach einem Drittel der Saison stark unter Kritik. Doch Vorsicht ist trotzdem geboten, die Saarbrücker verfügen über einige sehr starke Einzelspieler. Zu nennen sind hier beispielsweise die beiden Torjäger Jonathan Jäger, der bereits über Erstligaerfahrung in Frankreich verfügt, und Mahir Saglik, der bei Borussia Dortmund fast den Sprung in die Bundesliga geschafft hätte.

In der Regionalliga trafen die Blauen in heimischen Gefilden bisher zweimal auf die Saarländer. Und blieben sieglos: 1:1 und 1:2 lauteten die Resultate. Der letzte Sieg gegen den 1. FC Saarbrücken liegt außerdem noch 15 Jahre zurück: Am 27.04.1991 gab es im Aufstiegskampf zur Bundesliga ein 2:0 Erfolg, Torschützen: Ralf Vollmer und Marcus Marin.

Insgesamt gab es in 15 Spielen 9 Kickers-Siege und vier Unentschieden. Also eine relativ gute Bilanz im heimischen Stadion. Morgen wird die Mannschaft hoffentlich dafür sorgen, dass die Bilanz so gut bleibt.

Mehr dazu auch im Kickersarchiv.

ADM-Jugendtage als Saisonhöhepunkt

Sportliches Großereignis der Kickers-Jugend

DEGELROCH – Bei den Stuttgarter Kickers steht am Wochenende nicht nur die erste Mannschaft im Blickpunkt.Am 16. und 17. September steht der Saisonhöhepunkt für die Nachwuchsmannschaften mit den ADM-Jugendtagen bevor. Mannschaften aus ganz Baden-Württemberg beteiligen sich an diesem Großereignis, bei dem am Samstag wie am Sonntag zahlreiche Spiele im ADM-Sportpark stattfinden. Dank der Unterstützung von Hauptsponsor Gazi nimmt dieses Event einen besonderen Stellenwert im jährlichen Terminkalender der Jugendlichen ein. Nahezu 800 Jugendliche werden sich auf verschiedenen Spielfeldern in der Kunst des Fußballspiels messen und um den Sieg und die begehrten Pokale kämpfen. Für die C-Jugend steht dabei am Samstag ab 11 Uhr ein Beach-Soccer-Turnier auf dem Programm. Zur gleichen Zeit beginnen die Bambini-Mannschaften auf dem Kunstrasen ihr Turnier.

Ab 12 Uhr treffen auf dem Rasenplatz die D-Jugendmannschaften aufeinander. Am Sonntag folgt dann von 9.30 Uhr ein weiterer Höhepunkt mit den Spielen der E- und F-Jugend. Allein bei der E-Jugend sind 15 Mannschaften gemeldet.

Zahlreiche Aktivitäten bereichern die beliebten ADM-Jugendtage und neben Hüpfburgen und dem populären Torwandschießen gibt es eine Spiel- und Bastelstraße. Natürlich ist auch für die entsprechende Bewirtung gesorgt, es gibt Verlosungen und eine Tombola.

Stuttgarter Wochenblatt

Vorberichte: Stuttgarter Kickers – 1. FC Saarbrücken

„Wir sind mental sehr stark“
 
Erfolgsgeheimnis der Kickers
 
STUTTGART. Vor dem Heimspiel morgen (14.30 Uhr) gegen Saarbrücken steht fest: Die Stuttgarter Kickers bleiben in der Fußball-Regionalliga auf einem Aufstiegsplatz. „Fünf Punkte Vorsprung auf den Dritten, das ist unglaublich“, sagt der Trainer Robin Dutt.

Von Joachim Klumpp

Wenn man die Freudensprünge gesehen hat, die Bashiru Gambo nach dem 2:1-Sieg am Mittwochabend in Pfullendorf vollführt hat, dann steht einem Einsatz des an der Leiste verletzten Mittelfeldspielers der Stuttgarter Kickers morgen gegen den 1. FC Saarbrücken nichts mehr im Wege. Eigentlich. Doch aus medizinischer Sicht spricht momentan nicht viel dafür, eher schon kann der Regionalliga-Tabellenführer auf die Rückkehr von Christian Okpala im Sturm hoffen. Doch gerade der bestens kompensierte Ausfall dieser beiden Leistungsträger (zusammen zehn Tore) hat bewiesen, dass die Kickers momentan auch Rückschläge verkraften können.

Und davon gab es in Pfullendorf genug: zwei wichtige Spieler verletzt, einen Elfmeter verschossen, einen Lattentreffer, die Auswechslung von Verteidiger Moritz Steinle (Rückenbeschwerden), der Rückstand nach 65 Minuten – und am Ende ein 2:1-Sieg. Was sagt uns das? „Dass die Mannschaft mental unheimlich stark ist“, erklärt Robin Dutt. Neben vielen Einzelgesprächen macht der Trainer dafür auch die Zusammenstellung des Kaders verantwortlich. Die Mischung stimmt. „Wir haben einen tollen Teamgeist“, sagt Dutt und fügt hinzu: „Den braucht man, um solche Ausfälle wettzumachen.“

Die Neuzugänge Okpala, Kanyuk sowie Benda haben zudem innerhalb des Kaders in kürzester Zeit einen hohen Stellenwert bekommen. Nicht zu vergessen sind in so einem Gefüge altbewährte Kräfte, allen voran: Mirnes Mesic. Was der Exkapitän in Pfullendorf abgeliefert hat, übertraf seine bisher gute Saisonleistung noch um Längen. Nicht nur, weil er einen Treffer vorbereitet und einen selbst erzielt hat, er war 90 Minuten auf Achse, immer anspielbar und trieb damit die jungen Nebenspieler wie Bastian Bischoff oder Sven Sökler förmlich mit, auch wenn denen nicht auf Anhieb alles gelang. Doch mit dem Erfolg wächst nun das Selbstvertrauen. „Es ist ja klar, dass die Mannschaft so lange wie möglich oben bleiben will“, sagt Dutt vor dem schweren Heimspiel gegen Saarbrücken. Trotz eines eher holprigen Starts rechnet der Coach den Zweitligaabsteiger nach wie vor zum engsten Kreis der Aufstiegsanwärter. „Es ist fast unglaublich. Wir haben jetzt erst einmal fünf Punkte Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz.“

Zum Beispiel auf den SSV Reutlingen, der beim 0:3 in Siegen die erste Saisonniederlage hinnehmen musste – die erste Pleite seit 20 Spielen überhaupt. „Wir waren keinen Deut schlechter“, sagte der Trainer Peter Starzmann: „Für uns heißt es nun regenerieren.“ Damit dafür genug Zeit bleibt, wurde das Punktspiel gegen den FC Bayern München extra um 24 Stunden auf Sonntag (15 Uhr) verlegt. Bereits heute Abend (19 Uhr) empfängt der Topfavorit Hoffenheim den Tabellenzweiten VfB Stuttgart II, bei dem der Einsatz von Stürmer Danny Galm fraglich ist.

Am Wochenende spielt nicht nur die erste Mannschaft der Stuttgarter Kickers gegen Saarbrücken, auf dem Vereinsgelände werden am Samstag und Sonntag auch die ADM-Jugendtage ausgetragen. Daran beteiligen sich Nachwuchsmannschaften aus ganz Baden-Württemberg mit knapp 800 Jugendlichen. Beginn ist am Samstag um 11 Uhr, und am Sonntag um 9.30 Uhr.

Stuttgarter Zeitung

Busse ersetzen Straßenbahnlinie 15
 
Stuttgart (ana). Am kommenden Samstag und Sonntag fahren statt der Straßenbahnlinie 15 zwischen Schlossplatz und Ruhbank Ersatzbusse. Diese Busse sind mit E sowie mit den Zielorten Schlossplatz oder Ruhbank gekennzeichnet. Sie fahren immer sechs Minuten später ab als die Straßenbahnlinie 15. Am Schlossplatz halten die Ersatzbusse an der Haltestelle der Nachtbuslinie N 8. Die Station Stelle können die Busse nicht bedienen. Fahrgäste, die an der Station Stelle in die Linie 64 umsteigen, fahren bis zur Ruhbank. Die Buslinie 64 wird bis dorthin verlängert. Der Ersatzverkehr ist nötig, weil am Wochenende an der Abzweigung der Heilbronner Straße zur Friedhofstraße Weichen umgebaut werden. Die Bauarbeiten betreffen auch Besucher des Gazi-Stadions am Samstagnachmittag. Zuschauer des Spiels Stuttgarter Kickers gegen den 1. FC Saarbrücken sollten die Stadtbahnlinie 7 zur Station Waldau nehmen. Aus Richtung Möhringen können die Fahrgäste am Bopser in die Linie 7 umsteigen. Fußballfans aus nördlichen Stadtteilen fahren am besten mit der S-Bahn bis Hauptbahnhof und steigen dort in die Linie 7 um.

Stuttgarter Zeitung

Nächster Schlager bei den Kickers
 
1. FC Saarbrücken kommt – die Blauen können Abstand auf elf Punkte erhöhen
 
Stuttgart – Eine hervorragende Moral, enorme mentale Stärke – das zeichnete die Stuttgarter Kickers auch beim 2:1 in Pfullendorf aus. Jetzt fiebern die Blauen dem Regionalliga-Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken (Samstag, 14.30 Uhr) entgegen.

VON JÜRGEN FREY

Bashiru Gambo und Christian Okpala hatten zehn von 17 Toren der Kickers in dieser Regionalligasaison erzielt. Am Mittwoch beim SC Pfullendorf fiel das Duo verletzt aus. Diese Schwächung steckten die Blauen genauso weg wie die Elfmeterniete von Sascha Benda und den 0:1-Rückstand. „Wir haben uns nach dem Höhepunkt gegen den HSV wieder hervorragend auf den Alltag eingestellt“, sagte Kickers-Trainer Robin Dutt. Wer oder was die Kickers überhaupt noch stoppen soll? Der Coach sagt kurz und knapp: „Ein überragender Gegner oder wir selbst.“ Was nicht heißt, dass sich die Blauen schon mit einem Bein in der zweiten Liga sehen. Dutt erinnert an das Beispiel Darmstadt 98: Die Lilien standen vor drei Jahren sogar noch am elften Spieltag an der Tabellenspitze – und stiegen am Ende ab.

Auf ein solches Horrorszenario deutet unterm Fernsehturm nichts, aber auch gar nichts hin. Im Gegenteil: Mit dem siebten Saisonsieg im achten Spiel könnten die Blauen Aufstiegs-Mitfavorit 1. FC Saarbrücken auf satte elf Punkte distanzieren. Die personelle Situation gegen den Zweitliga-Absteiger dürfte sich wenig ändern. Gambo trainierte gestern nur sporadisch mit. Okpala musste das Lauftraining abbrechen.

Nach dem Schlager gegen das Team von Trainer Michael Henke blicken die Blauen am Samstagabend gespannt der Auslosung für die zweite DFB-Pokalrunde im „Aktuellen Sportstudio“ entgegen. Ein Heimspiel gegen einen Erst- oder Zweitligisten ist den Kickers sicher. Erst von der dritten Runde an kommen alle Clubs in einen Lostopf. Präsident Hans Kullen, Manager Joachim Cast und Marketingleiter Martin Kurzka werden live im Studio des ZDF sein. Trainer Dutt nicht: „Mir wird es ein bisschen zu viel. Ich laufe nicht von Sendung zu Sendung.“

Stuttgarter Nachrichten

Diesmal soll die Jugend bejubelt werden
 
FUSSBALL Die Kickers veranstalten ihre ADM-Sporttage mit Turnieren und Programm für die Jugend
 
Degerloch. Recep Yildiz, Moritz Steinle und Oliver Stierle – Namen, um die man zur Zeit nicht herumkommt, sind doch die Kickers auf Erfolgskurs und die neuen Stars Eigengewächse des Vereins. Bei den ADM-Jugendtagen zeigen die Nachwuchsmannschaften, ob sie ebenso gut gedeihen wie die Vorbilder.

Von Andrea Jenewein

An Ansporn fehlt es den Jungs in Blau mit den Stollen unter den Sohlen sicherlich nicht. Und so geben sie sich selbst die Sporen. Die Kickers motiviert die nunmehr schon greifbare Möglichkeit aufzusteigen. Und die wiederum verursacht einen lange unbekannten Zulauf: Am vergangenen Wochenende war das erste Mal seit dem Jahr 1990 das Gazi-Stadion komplett ausverkauft.

Die Kickers-Euphorie soll sich an diesem Wochenende bei den Jüngsten fortsetzen: „Der ADM-Sportpark wird wieder beben, und alle direkt und indirekt Beteiligten freuen sich auf die Turniere“, ist sich der Jugendkoordinator Oliver Munz sicher. Achthundert Jugendliche werden zum Saisonhöhepunkt für die Nachwuchsmannschaften erwartet – bei den ADM-Jugendtagen, während denen am 16. und 17. September Fußballspiele um die begehrten Pokale ausgetragen werden. Mannschaften aus ganz Baden-Württemberg beteiligen sich an dem Großereignis, das einen besonderen Stellenwert im jährlichen Terminkalender der Jugendlichen einnimmt, haben einst bei den ADM-Jugendtagen doch auch schon Recep Yildiz, Moritz Steinle und Oliver Stierle ihre ersten sportlichen Kämpfe ausgefochten.

Im ADM-Sportpark, der nach dem verstorbenen Kickers-Präsidenten Axel Dünnwald-Metzler benannt ist, werden am Samstag und Sonntag ein paar Dutzend Mannschaften auf verschiedenen Spielfeldern aufeinander treffen. Für die C-Jugend steht dabei am Samstag von 11 Uhr an ein Beach-Soccer-Turnier auf dem Programm. Zur gleichen Zeit beginnen die Bambini-Mannschaften auf dem Kunstrasen ihre Spiele. Von 12 Uhr an sind auf dem Rasenplatz die D-Jugendmannschaften am Ball, am Sonntag folgt dann von 9.30 Uhr an ein weiterer Höhepunkt mit den Spielen der E- und F-Jugend – allein bei der E-Jugend sind 15 Mannschaften gemeldet.

Etliche zusätzliche Programmpunkte für die Aktiven und die Besucher sollen die Jugendtage interessanter machen. Neben Hüpfburgen und Torwandschießen gibt es auch eine Spiel- und Bastelstraße sowie Verlosungen und eine Tombola. Doch im Mittelpunkt des Geschehens steht natürlich die Spiele – und Eigengewächse, die irgendwann auch Zweitligisten sein wollen. Oder besser noch Bundesligisten.

Stuttgarter Nachrichten

ADM-Jugendtage als Saisonhöhepunkt der Kickers-Jugend

Bei den Stuttgarter Kickers steht am Wochenende nicht nur die erste Mannschaft im Blickpunkt. Am 16./17. September steht auch der Saisonhöhepunkt für die Nachwuchsmannschaften mit den ADM-Jugendtagen bevor. Mannschaften aus ganz Baden-Württemberg beteiligen sich an diesem Großereignis, bei dem am Samstag wie am Sonntag zahlreiche Spiele im ADM-Sportpark stattfinden. Der gute Ruf der Kickers-Jugend dürfte sich auch bei diesem Ereignis widerspiegeln und Talente wie die Eigengewächse Recep Yildiz, Moritz Steinle und Oliver Stierle nahmen einst selbst an diesen ADM-Jugendtagen teil. Auch dank der Unterstützung von Hauptsponsor GAZi nimmt dieses Event einen besonderen Stellenwert im jährlichen Terminkalender bei den Jugendlichen ein.
  
Nahezu 800 Jugendliche werden sich auf verschiedenen Spielfeldern in der Kunst des Fußballspiels messen und um den Sieg und die begehrten Pokale kämpfen. Für die C-Jugend steht dabei am Samstag von 11 Uhr an ein Beach-Soccer-Turnier auf dem Programm. Zur gleichen Zeit beginnen die Bambini-Mannschaften auf dem Kunstrasen ihr Turnier. Und von 12 Uhr treffen dann auf dem Rasenplatz die D-Jugendmannschaften aufeinander. Am Sonntag folgt dann von 9.30 Uhr ein weiterer Höhepunkt mit den Spielen der E-und F-Jugend. Allein bei der E-Jugend sind 15 Mannschaften gemeldet.
Zahlreiche Aktivitäten bereichern die beliebten ADM-Jugendtage und neben Hüpfburgen und dem populären Torwandschießen gibt es auch eine Spiel- und Bastelstraße. Natürlich ist auch für die entsprechende Bewirtung gesorgt, gibt es Verlosungen und eine Tombola. „Der ADM-Sportpark wird wieder beben und alle direkt und indirekt Beteiligten freuen sich auf die Turniere“, ist sich Jugendkoordinator Oliver Munz sicher. 

Offzielle Homepage

ADM-Jugendtage bei den Stuttgarter Kickers
 
Stuttgart (StN) – Einmal in die Fußstapfen von Recep Yildiz, Oliver Stierle und Moritz Steinle aus der Fußball-Regionalliga-Mannschaft der Stuttgarter Kickers treten: Am kommenden Samstag und Sonntag finden die ADM-Jugendtage statt. Nahezu 800 Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg spielen mit ihren Mannschaften auf verschiedenen Plätzen im ADM-Sportpark um die begehrten Pokale. Der Startschuss fällt am Samstag um 11 Uhr mit einem Beach-Soccer-Turnier der C-Jugend und dem Bambini-Turnier auf dem Kunstrasen. Mittags treten noch die D-Junioren gegen den Ball, die E- und F-Jugend ziehen am Sonntag ab 9.30 Uhr ihre Kickstiefel an.

Auch außerhalb des Rasens wird einiges geboten: Auf Hüpfburgen und beim Torwandschießen können sich die Fußball-Stars von morgen richtig austoben. „Der ADM-Sportpark wird wieder beben“, verspricht Jugendkoordinator Oliver Munz.

Stuttgarter Nachrichten

Presse zu SC Pfullendorf – Stuttgarter Kickers (1:2)

Kickers ungeschlagen
 
Der Fußball-Regionalligist gewinnt beim SC Pfullendorf 2:1
 
PFULLENDORF. Die Stuttgarter Kickers bleiben in der Fußball-Regionalliga ungeschlagen Tabellenführer. Gestern gewann das Team 2:1 (0:0) in Pfullendorf. „Die Leistung verdient größten Respekt“, sagte der Trainer Robin Dutt.

Von Joachim Klumpp

Vor dem Regionalligaspiel gestern Abend in Pfullendorf musste man wirklich schwarz sehen für die Stuttgarter Kickers. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn erstmals in dieser Saison traten die Blauen in ihren schmucken dunklen Auswärtstrikots mit goldenen Rückennummern an. Im sportlichen Bereich verleiteten dafür die Ausfälle der Leistungsträger Gambo und Okpala zu Skepsis. Dafür rückten Laszlo Kanyuk ins Team und der junge Bastian Bischoff. Der Manager Joachim Cast sagte: „So ein Spieler kann sich heute in den Vordergrund spielen.“

Das gelang Bischoff insofern, als der Stürmer an den meisten gefährlichen Aktionen beteiligt war. Doch im ersten Versuch scheiterte er an Torwart Hermanutz, im zweiten traf er den Ball nicht – im dritten holte er dann einen umstrittenen Elfmeter heraus. Zu allem Übel konnte Sascha Benda die Chance aber nicht nutzen: Er setzte den Strafstoß nebens Tor. „Da hätten wir den Sack schon zumachen müssen“, sagte Cast. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Leandro bei einem Mesic-Kopfball noch auf der Linie klärte (36.). Und auch nach dem Wechsel gaben die Kickers vor den 1590 Zuschauern den Ton an gegen einen SC Pfullendorf, der lange Zeit nicht den Nachweis erbringen konnte, warum er am Sonntag den Bundesligisten Bielefeld aus dem Pokal geworfen hatte. Die Kickers jedenfalls hatten Chancen ohne Ende. Normalerweise rächt sich so eine Großzügigkeit. So auch gestern, als die Gastgeber nach 64 Minuten völlig überraschend in Führung gingen: Ivica Lucic schaltete nach einem abgefälschten Ball im Strafraum am schnellsten und traf. Doch schon im Gegenzug köpfte Mesic zum Ausgleich ein. Damit nicht genug: der unermüdliche Mesic spielte in der 79. Minute Recep Yildiz herrlich frei – 2:1.

„Dass die Mannschaft nach dem verschossenen Elfmeter, einem Lattentreffer und dem Rückstand nochmals so ins Spiel zurückkommt, verdient höchsten Respekt“, sagte der Trainer Robin Dutt. Fazit: sportlich muss man für die Kickers nicht schwarz sehen.

Kickers: Yelldell – Benda, Yildiz, Härter, Steinle (61. Stierle) – Akcay, Hartmann, Kanyuk (58. Parmak), Sökler – Bischoff (69. Tucci), Mesic.

Tore: 1:0 Lucic (65.), 1:1 Mesic (67.), 1:2 Yildiz (79.).

Besonderes Vorkommnis: Benda verschießt Foulelfmeter (30.).

Stuttgarter Zeitung

2:1 – Kickers sind nicht zu stoppen
 
Mesic und Yildiz treffen nach 0:1-Rückstand beim SC Pfullendorf – Benda verschießt Elfmeter
 
Pfullendorf – Die Stuttgarter Kickers haben die Tabellenführung in der Fußball-Regionalliga Süd zurückerobert: Beim SC Pfullendorf gewann die Mannschaft von Trainer Robin Dutt verdientermaßen mit 2:1 (0:0).

VON JÜRGEN RÖSSLER

UND JÜRGEN FREY

Vielleicht lag es an der Freundschaft zum Trainerkollegen Michael Feichtenbeiner. Vielleicht wollte Robin Dutt auch nur ein höflicher Gast sein. „Pfullendorf hätte einen Punkt verdient gehabt“, sagte der Kickers-Trainer nach der Partie.

Diese Einschätzung teilte mit ihm so gut wie niemand von den 1590 Zuschauern in der Alno-Arena. Sie waren sich einig: Die Blauen präsentierten sich auch ohne die verletzten Torjäger Christian Okpala und Bashiru Gambo als die bessere Mannschaft. Sie spielten reifer, sie kombinierten besser – und nach dem 0:1 nutzten sie endlich auch ihre Chancen.

„Der Rückstand hat uns aufgeweckt“, sagte Dutt, „vielleicht wäre die Partie sonst 0:0 ausgegangen.“ Erst nach der Pfullendorfer Führung durch Ivica Lucic (65.) trafen die Blauen: Mirnes Mesic (67.) mit einem Kopfball und Recep Yildiz (79.) nach schönem Kurzpassspiel erzielten die Tore. „Ohne den blitzschnellen Ausgleich wäre es schwer geworden für die Kickers“, sagte SCP-Trainer Feichtenbeiner, räumte aber ein: „Insgesamt waren die Blauen die überlegene Mannschaft.“

Vor der Pause scheiterte das Dutt-Team an seinen eigenen Nerven. Vor allem Bastian Bischoff vergab zwei Riesenchancen. Teilweise war es Unvermögen. Teilweise scheiterte er am starken SCP-Torwart Ralf Hermanutz. Nach einer halben Stunde holte Bischoff jedoch einen Elfmeter heraus: Als er bereits auf dem Weg aus dem Strafraum war, foulte ihn Matthias Kiefer von hinten. Pech für die Kickers: Den Strafstoß schoss Sascha Benda neben das Tor. Letztendlich blieb die Elfmeterniete ohne Folgen.

„Es zeichnet uns in dieser Saison aus, dass wir solche Rückschläge wegstecken und konzentriert weiterspielen“, sagte ein hoch zufriedener Kickers-Manager Achim Cast, „so wird man zu einer echten Spitzenmannschaft.“ Am kommenden Samstag (14.30 Uhr) folgt die nächste Bewährungsprobe: Dann gastiert Zweitliga-Absteiger 1. FC Saarbrücken im Gazistadion.

Stuttgarter Nachrichten

Yildiz lässt die Kickers jubeln

Der Stuttgarter Regionalligist gewinnt beim SC Pfullendorf mit 2:1
 
Pfullendorf (red) – Die Stuttgarter Kickers haben die Tabellenführung zurückerobert. Der Fußball-Regionalligist gewann gestern Abend beim SC Pfullendorf verdient mit 2:1 (0:0). Dabei holten die „Blauen“ einen Rückstand auf. Die Tore erzielten Mirnes Mesic und Recep Yildiz.
 
„Angesichts unserer Personalprobleme und des Spielverlaufs muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat Moral bewiesen“, sagte Trainer Robin Dutt. Die Kickers mussten in Pfullendorf auf ihre besten Torschützen Christian Okpala und Bashiru Gambo verzichten. Laszlo Kanyuk, der vor der Partie über Gleichgewichtsstörungen geklagt hatte, lief aber erstmals von Beginn an für die Stuttgarter auf. Als Okpala-Ersatz entschied sich Dutt für Bastian Bischoff. Der Angreifer setzte sich im ersten Abschnitt auch einige Male gut in Szene. Pfullendorfs Torhüter Ralf Hermanuz parierte aber zwei Mal (24./25.). Die größte Kickers-Chance vergab Sascha Benda, als er einen Elfmeter nach einer Attacke gegen Bischoff neben das Tor schoss (33.). Die Stuttgarter ließen sich jedoch nicht beirren.

Nach dem Wechsel hatten die Gäste zunächst wieder die besseren Möglichkeiten, gerieten jedoch durch einen Treffer von Ivica Lucic in Rückstand (65.). Nur zwei Minuten später war aber Mesic mit dem Kopf zur Stelle und erzielte das 1:1. Yildiz, der schon beim Pokalsieg gegen den Hamburger SV zweimal getroffen hatte, brachte die „Blauen“ in Führung (79.). Diesen Vorsprung verteidigten die Kickers, die am Samstag den 1. FC Saarbrücken erwarten, gegen die anstürmenden Gastgeber. Kurz vor dem Abpfiff parierte Schlussmann David Yelldell gegen Eric Agyemang.

Yelldell – Benda, Yildiz, Härter, Steinle – Söckler, Hartmann, Kanyuk (58. Parmak), Akcay – Mesic, Bischoff (68. Tucci).

Eßlinger Zeitung
 
Kickers holen SC Pfullendorf auf den rauen Boden der Tatsachen zurück
Kickers holen SC Pfullendorf auf den rauen Boden der Tatsachen zurück
PFULLENDORF (ok) Nach der Pokalsensation am Sonntag gegen Arminia Bielefeld haben die Stuttgarter Kickers den Fußball-Regionalligisten SC Pfullendorf gestern Abend wieder auf den rauen Boden der Tatsachen zurückgeholt. Mesic und Yildiz sicherten den Schwaben einen verdienten 2:1-Sieg.

Nur 1590 Zuschauer wollten das Regionalliga-Duell der DFB-Pokalhelden vom vergangenen Wochenende sehen. Auf den Rängen auch Ex-SCP-Coach Marco Kurz, der mit seinen Münchener Löwen am 22. September in der Alno-Arena gastiert und seine ehemalige Elf „ausspionierte“.

Außer altbekannten Tugenden wie hohe Einsatz- und Laufbereitschaft dürfte Kurz vom SCP nicht viel gesehen haben. Das reichte den Pfullendorfern gegen die Stuttgarter Kickers, die mit diesem Auswärtssieg die Tabellenspitze zurückeroberten, gestern Abend nicht.

Der Sieg der Gäste, obwohl rein ergebnismäßig betrachtet ein knapper, war auf Grund der wesentlich höheren Zahl an guten Torchancen verdient. Nur eine Menge Glück und ein blendend aufgelegter Ralf Hermanutz im Pfullendorfer Tor verhinderten, dass die Kickers nicht schon in der ersten Halbzeit für die Vorentscheidung sorgten.

Pfullendorf dagegen kam in der ersten Hälfte trotz insgesamt gefälligen Spiels nur einmal zwingend vor den Kickers-Kasten: Eine herrliche Kombination zwischen Agyemang und Leandro schloss Lucic aus 12 Metern ab, doch er verpasste das Tor ganz knapp. Bei Stuttgart vergab Okpala-Ersatz Bischoff zwei Hochkaräter (22./26.); Leandro holte zudem einen Mesic-Kopfball von der Linie (35.) und Hermanutz fischte einen Benda-Freistoß aus dem Winkel (36.). Benda hatte zuvor (31.) sogar einen (allerdings unberechtigten) Foulelfmeter am Tor vorbei geschossen.

SCP-Führung hält nicht lange

Lucic bestrafte die Stuttgarter Angriffs-Schlampereien nach der Pause auf Busch-Flanke aus kurzer Distanz – 1:0 (65.). Der Ausgleich fiel jedoch postwendend durch Mesic per Kopf (67.). Die Schlussphase war ausgeglichen. Der für den grippegeschwächten Hagg eingewechselte Heidinger scheiterte volley an Yelldell (75.). Kurz darauf fuhr Kickers-Youngster Yildiz nach Querpass des starken Mesic mit einem unhaltbaren Flachschuss aus 12 Metern die Ernte für die Schwaben ein.

SC Pfullendorf: Hermanutz; Zimmermann, Kolvidsson, Kiefer, Deufel; Konrad, Grech, Hagg (69. Heidinger), Busch; Agyemang, Lucic. – Tore: 1:0 Lucic (65.), 1:1 Mesic (66.), 2:1 Yildiz (79.) – Schiedsrichter: Dingert. – Zuschauer: 1590 – Beste Spieler: Hermanutz – Mesic.

Schwäbische Zeitung

Stimmen zum Spiel
SCP-Coach Michael Feichtenbeiner: „Die Kickers haben reifer gespielt. In der Vorwärtsbewegung haben wir viele Fehler gemacht. Die Mannschaft hat aber alles gegeben. Wenn das 1:1 nicht so früh gekommen wäre, hätte es vielleicht anders ausgesehen.“

Kickers-Coach Robin Dutt: „Pfullendorf ist besser ins Spiel gekommen als wir, und hatte in der ersten Halbzeit eher mehr Spielanteile. Der Führungstreffer hat uns erst so richtig aufgeweckt. Der Sieg ist glücklich. Pfullendorf hätte einen Punkt verdient.“

SCP-Kapitän Marco Konrad: „Es war ein offener Schlagabtausch und wir waren ein gleichwertiger Gegner. Am Ende haben wir ein bisschen Pech gehabt.“

SCP-Torschütze Ivica Lucic: Wir haben gut mitgehalten. Nach der Führung hätte das 1:1 nicht passieren dürfen.

Schwäbische Zeitung

Triumph folgt Ernüchterung
VON JüRGEN RöSSLER
Die Stuttgarter Kickers waren die bessere, reifere Mannschaft“, zollte SCP-Coach Michael Feichtenbeiner dem Tabellenführer Respekt nach einem umkämpften Spiel, das der Tabellenführer aus der Landeshauptstadt nach zwischenzeitlichem Rückstand vor insgesamt 1590 Zuschauer verdient mit 2:1 für sich entschied.

FußballRegionalligaSC PfullendorfStuttgarter Kickers1:2 (0:0)Zwar torlos, aber keineswegs langweilig verlief die erste Hälfte beim Aufeinandertreffen der beiden DFB-Pokal-Überraschungsteams Pfullendorf und Stuttgarter Kickers. Bei den Gästen fehlten die bisher erfolgreichsten Torjäger Gambo und Okpala verletzungsbedingt. Beide Teams begannen offensiv, so dass es auf beiden Seiten zu Torchancen kam.

Mit zunehmender Spieldauer jedoch setzte sich die spielerische Qualität der Stuttgarter durch und nach einer halben Stunde merkte man ihnen deutlich an, dass sie mit einer Führung in die Pause wollten. Die dickste Chance zum 1:0 hatte Bischoff, der nach einer mustergültigen Flanke von Steinle völlig frei wenige Meter vor dem SCP-Gehäuse zum Schuss kam, doch das Ziel verfehlt.

Wenig später ging Kiefer gegen Bischoff ungestüm im Strafraum zur Sache und der insgesamt nicht überzeugende Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Benda, zuletzt als Regionalliga-Beckham tituliert, schob den Ball am Tor vorbei. Wenig später wollte Benda seinen Fehler bei einem Freistoß aus 20 Metern ausmerzen, doch sein harter und platzierter Schuss wurde eine Beute des besten Pfullendorfers, Torhüter Hermanutz. Mit viel Glück und einem starken Hermanutz retteten die Pfullendorfer den torlosen Spielstand in die Pause.

Die zweite Hälfte begann wie die erste endete, denn Hermanutz stand bei anhaltendem Kickersdruck immer wieder im Mittelpunkt. Dann fast wie aus heiterem Himmel die Pfullendorfer Führung: Eine leicht abgefälschte Flanke von Busch erreichte Lucic, der seine Jokerrolle immer mehr abglegt und wieder einmal in der Anfangsformation stand. Der Österreicher im SCP-Dress ließ dem Kickers-Keeper Yelldell aus kurzer Distanz keine Abwehrchance.

„Das 1:0 hat uns erst richtig aufgeweckt“, sah Kickers-Coach Robin Dutt hier eine Schlüsselstelle des Spiele. Denn nahezu postwendend, der Jubel in der Alno-Arena war noch nicht verklungen, war Kickers-Torjäger Mesic nach einer Flanke von Akcay per Kopf zur Stelle und es hieß 1:1.

Das Spiel nahm nun wieder auf beiden Seiten ein hohes Tempo auf, weiterhin mit prickelnden Szenen hüben wie drüben. Der eingewechselte Heidinger und wenig später Agyemang, der aber nur den Kickers Torhüter traf, hatten den erneuten Führungstreffer auf dem Fuß, der dann aber nach einer überlegten Kombination dem Kickers-Innenverteidiger Yildiz gelang.

Überaus höflich verabschiedte sich Kickers-Coach Robin Dutt aus Pfullendorf: „Pfullendorf hätte einen Punkt verdient gehabt.“ Besser traf es in der Analyse wohl SCP-Trainer Michael Feichtenbeiner, der seiner Elf nach dem Pokalfight eine fehlende Frische attestierte.

Tore: 1:0 (66.) Lucic, 1:1 (68.) Mesic, 1:2 (79.) Yildiz. SR: Dingert (Thallichtenberg). – Z: 1590. – Bes. Vork.: Benda (Stuttgart/31.) verschießt Strafstoß. – SCP: Hermanutz – Deufel, Kolvidsson, Kiefer, Zimmermann – Konrad – Busch, Leandro, Hagg (69. Heidinger) – Lucic, Agyemang. – Trainer: Feichtenbeiner.

Südkurier

Die Siegesserie geht weiter – 2:1-Erfolg beim SC Pfullendorf

Auch ohne die verletzten Bashiru Gambo und Christian Okpala bleiben die Kickers auf der Erfolgsspur in der Regionalliga Süd. Mit 1:2 (0:0) Toren gewannen die Blauen am Abend die Regionalligapartie beim SC Pfullendorf.
Vor 1590 Zuschauern in der ALNO-Arena vergaben die Kickers bereits in der ersten Halbzeit ein paar dicke Chancen, Sascha Benda verschoss gar einen Foulelfmeter (33.). So gingen die Gastgeber durch Ivica Lucic (66.) zunächst in Führung, doch Mirnes Mesic wusste mit seinem Kopfballtreffer nur zwei Minuten später die passende Antwort (68.). Den Siegtreffer erzielte Recep Yildiz in der 79. Minute mit einem Spannschuss aus zehn Metern.

Zur Aufstellung:
Das Pokalspiel gegen den Hamburger SV hat leider seine Spuren hinterlassen: Die beiden Top-Torjäger der Kickers Bashiru Gambo (Leiste) und Christian Okpala (Knie) konnte heute in der ALNO-Arena nicht auflaufen. Dafür stand Laszlo Kanyuk trotz seiner Verletzung am Ohr erstmals in der Anfangsformation.
Ansonsten spielte aber die Stammmannschaft der letzten Partien: Im Tor David Yelldell, die Abwehrkette mit Sascha Benda, Recep Yildiz, Jens Härter und Moritz Steinle, vor der Abwehr Manuel Hartmann, im offensiven Mittelfeld Sven Sökler, Mustafa Akcay und Laszlo Kanyuk, im Sturm Bastian Bischoff neben Mirnes Mesic.

Zum Spielverlauf:

Die erste Aktion hatten die Kickers bereits in der ersten Spielminute: Nach Zuspiel von Mirnes Mesic köpfte Mustafa Akcay aber knapp übers Tor. Auf der Gegenseite prüfte Ivica Lucic Kickers-Keeper David Yelldell aus kurzer Distanz, der aber zur Ecke abwehren konnte. Danach passierte zunächst nicht mehr viel vor den Toren, viele Zweikämpfe im Mittelfeld bestimmten das Spielgeschehen.
In der 20. Minute dann aber ein gelungener Angriff der Gastgeber über deren linke Seite: Eric Agyemang flankte in den Rücken der Kickers-Abwehr, wo Leandro den Ball per Brust auf Ivica Lucic ablegt, doch dessen Schuss verfehlte das Tor von Dadid Yelldell um ein paar Meter.
Kickers-Stürmer Bastian Bischoff hatte danach zwei dicke Chancen, die Degerlocher in Führung zu bringen: Zunächst wehrte Pfullendorfs Keeper Ralf Hermanutz sein Flachschuss aus 12 Metern mit dem Fuß ab (25.), anschließend trat der Kickers-Stürmer wohl etwas überrascht über den Ball, als der Pass von Moritz Steinle zu ihm durchkam (30.). Wieder nur drei Minuten später stand Bastian Bischoff wieder im Mittelpunkt. Nach einem Foul kam er im gegnerischen Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Christian Dingert auf Foulelfmeter. Doch Sascha Benda versagten lieder die Nerven, sein Schuss ging am linken Pfosten vorbei (33.). Aber die Kickers blieben am Drücker: Den Freistoß von Sascha Benda fischte Keeper Ralf Hermanutz aus dem Winkel (38.). Nach drei Ecken in Folge köpfte schließlich Mirnes Mesic Richtung Gästetor, Leandro klärte noch auf der Linie (40.).
So wurden die Seiten mit einem torlosen Unentschieden gewechselt.

Auch im zweiten Spielabschnitt hatten die Kickers die ersten Möglichkeiten, aber Bastian Bischoff (50.) und Sascha Benda (58.) fanden in Pfullendorfs Keeper Ralf Hermanutz ihren Meister, der beide Chancen klasse vereitelte.
Nach eine Stunde wird das Spiel aber zusehends besser und ausgeglichener, denn beide Mannschaften spielen auf Sieg. Und tatsächlich sollte das erste Tor endlich fallen, doch leider auf der falschen Seite: nach einer abgefälschten Flanke stand Pfullendorfs Ivica Lucic goldrichtig und schob zur 1:0 Führung ein (66.). Doch das Gegentor versetzte die Blauen in keinen Schock, im Gegenteil, denn sie wußten die passende Antwort. Nach einen Flanke von Mustafa Akcay köpfte Mirnes Mesic gegen die Laufrichtung des Torwarts ins rechte Eck zum 1:1-Ausgleich ein (68.). Aber damit nicht genug, denn wie schon gegen den HSV war Recep Yildiz zur Stelle: nach Vorarbeit von Mirnes Mesic traf er mit seinem Vollspannschuss flach aus zehn Metern zum 1:2 für die Kickers (79.). Kurz vor Abpfiff hatten die Gastgeber durch Eric Agyemang noch die Chance auf den Ausgleich, doch David Yelldell stand auf dem Posten und hielt die drei Punkte für die Blauen fest (89.).

Stimmen zum Spiel:

Robin Dutt: „Ich glaube das 1:0 für Pfullendorf hat uns erst so richtig aufgeweckt, aber dann sind wir zu einem vielleicht glücklichen aber um so wichtigeren Sieg gekommen. Ohne Gambo und Okpala drei Punkte zu holen, das zeigt die Moral meiner Mannschaft.“

Michael Feichtenbeiner: „Insgesamt waren die Kickers sicherlich die reifere Mannschaft. Der frühe Ausgleich zum 1:1 war für uns der Knackpunkt im Spiel. Wir hätten die Führung länger verwalten müssen, dann hätten die Kickers vielleicht gewackelt. Aber am Ende erzielten sie das 2:1 im Stil einer Spitzenmannschaft.“

Joachim Cast: „Es war von unserer Mannschaft eine klasse Leistung, im physischen und psychischen Bereich. Nach der Pokaleuphorie gegen den HSV sich nochmals so auf die Partie in Pfullendorf zu konzentrieren, das zeigt den besonderen Wert dieser Mannschaft.“

Die Spielstatistik:

Pfullendorf: Hermanutz – Deufel, Kiefer, Kolvidsson, Konrad, Zimmermann, Busch, Grech, Hagg (69. Heidinger) – Agyemang, Lucic – Trainer: Feichtenbeiner
Kickers: David Yelldell – Sascha Benda, Recep Yildiz, Jens Härter, Moritz Steinle (61. Oliver Stierle) – Manuel Hartmann, Sven Sökler, Mustafa Akcay, Laszlo Kanyuk (58. Mustafa Parmak) – Mirnes Mesic, Bastian Bischoff (69. Marco Tucci) – Trainer: Robin Dutt

Schiedsrichter:
Christian Dingert (Thallichtenberg)
Verwarnungen:
Gelb: Kolvidsson, Leandro, Lucic – Akcay, Mesic, Stierle

Torfolge:
1:0 Ivica Lucic (66.)
1:1 Mirnes Mesic (68.)
1:2 Recep Yildiz (79.)

Zuschauer:
1590 Fans sind in der ALNO-Arena.

Quelle: Offizielle Homepage