Presse zu SC Pfullendorf – Stuttgarter Kickers (1:2)

14. September 2006 in Kickers I, News

Kickers ungeschlagen
 
Der Fußball-Regionalligist gewinnt beim SC Pfullendorf 2:1
 
PFULLENDORF. Die Stuttgarter Kickers bleiben in der Fußball-Regionalliga ungeschlagen Tabellenführer. Gestern gewann das Team 2:1 (0:0) in Pfullendorf. „Die Leistung verdient größten Respekt“, sagte der Trainer Robin Dutt.

Von Joachim Klumpp

Vor dem Regionalligaspiel gestern Abend in Pfullendorf musste man wirklich schwarz sehen für die Stuttgarter Kickers. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn erstmals in dieser Saison traten die Blauen in ihren schmucken dunklen Auswärtstrikots mit goldenen Rückennummern an. Im sportlichen Bereich verleiteten dafür die Ausfälle der Leistungsträger Gambo und Okpala zu Skepsis. Dafür rückten Laszlo Kanyuk ins Team und der junge Bastian Bischoff. Der Manager Joachim Cast sagte: „So ein Spieler kann sich heute in den Vordergrund spielen.“

Das gelang Bischoff insofern, als der Stürmer an den meisten gefährlichen Aktionen beteiligt war. Doch im ersten Versuch scheiterte er an Torwart Hermanutz, im zweiten traf er den Ball nicht – im dritten holte er dann einen umstrittenen Elfmeter heraus. Zu allem Übel konnte Sascha Benda die Chance aber nicht nutzen: Er setzte den Strafstoß nebens Tor. „Da hätten wir den Sack schon zumachen müssen“, sagte Cast. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Leandro bei einem Mesic-Kopfball noch auf der Linie klärte (36.). Und auch nach dem Wechsel gaben die Kickers vor den 1590 Zuschauern den Ton an gegen einen SC Pfullendorf, der lange Zeit nicht den Nachweis erbringen konnte, warum er am Sonntag den Bundesligisten Bielefeld aus dem Pokal geworfen hatte. Die Kickers jedenfalls hatten Chancen ohne Ende. Normalerweise rächt sich so eine Großzügigkeit. So auch gestern, als die Gastgeber nach 64 Minuten völlig überraschend in Führung gingen: Ivica Lucic schaltete nach einem abgefälschten Ball im Strafraum am schnellsten und traf. Doch schon im Gegenzug köpfte Mesic zum Ausgleich ein. Damit nicht genug: der unermüdliche Mesic spielte in der 79. Minute Recep Yildiz herrlich frei – 2:1.

„Dass die Mannschaft nach dem verschossenen Elfmeter, einem Lattentreffer und dem Rückstand nochmals so ins Spiel zurückkommt, verdient höchsten Respekt“, sagte der Trainer Robin Dutt. Fazit: sportlich muss man für die Kickers nicht schwarz sehen.

Kickers: Yelldell – Benda, Yildiz, Härter, Steinle (61. Stierle) – Akcay, Hartmann, Kanyuk (58. Parmak), Sökler – Bischoff (69. Tucci), Mesic.

Tore: 1:0 Lucic (65.), 1:1 Mesic (67.), 1:2 Yildiz (79.).

Besonderes Vorkommnis: Benda verschießt Foulelfmeter (30.).

Stuttgarter Zeitung

2:1 – Kickers sind nicht zu stoppen
 
Mesic und Yildiz treffen nach 0:1-Rückstand beim SC Pfullendorf – Benda verschießt Elfmeter
 
Pfullendorf – Die Stuttgarter Kickers haben die Tabellenführung in der Fußball-Regionalliga Süd zurückerobert: Beim SC Pfullendorf gewann die Mannschaft von Trainer Robin Dutt verdientermaßen mit 2:1 (0:0).

VON JÜRGEN RÖSSLER

UND JÜRGEN FREY

Vielleicht lag es an der Freundschaft zum Trainerkollegen Michael Feichtenbeiner. Vielleicht wollte Robin Dutt auch nur ein höflicher Gast sein. „Pfullendorf hätte einen Punkt verdient gehabt“, sagte der Kickers-Trainer nach der Partie.

Diese Einschätzung teilte mit ihm so gut wie niemand von den 1590 Zuschauern in der Alno-Arena. Sie waren sich einig: Die Blauen präsentierten sich auch ohne die verletzten Torjäger Christian Okpala und Bashiru Gambo als die bessere Mannschaft. Sie spielten reifer, sie kombinierten besser – und nach dem 0:1 nutzten sie endlich auch ihre Chancen.

„Der Rückstand hat uns aufgeweckt“, sagte Dutt, „vielleicht wäre die Partie sonst 0:0 ausgegangen.“ Erst nach der Pfullendorfer Führung durch Ivica Lucic (65.) trafen die Blauen: Mirnes Mesic (67.) mit einem Kopfball und Recep Yildiz (79.) nach schönem Kurzpassspiel erzielten die Tore. „Ohne den blitzschnellen Ausgleich wäre es schwer geworden für die Kickers“, sagte SCP-Trainer Feichtenbeiner, räumte aber ein: „Insgesamt waren die Blauen die überlegene Mannschaft.“

Vor der Pause scheiterte das Dutt-Team an seinen eigenen Nerven. Vor allem Bastian Bischoff vergab zwei Riesenchancen. Teilweise war es Unvermögen. Teilweise scheiterte er am starken SCP-Torwart Ralf Hermanutz. Nach einer halben Stunde holte Bischoff jedoch einen Elfmeter heraus: Als er bereits auf dem Weg aus dem Strafraum war, foulte ihn Matthias Kiefer von hinten. Pech für die Kickers: Den Strafstoß schoss Sascha Benda neben das Tor. Letztendlich blieb die Elfmeterniete ohne Folgen.

„Es zeichnet uns in dieser Saison aus, dass wir solche Rückschläge wegstecken und konzentriert weiterspielen“, sagte ein hoch zufriedener Kickers-Manager Achim Cast, „so wird man zu einer echten Spitzenmannschaft.“ Am kommenden Samstag (14.30 Uhr) folgt die nächste Bewährungsprobe: Dann gastiert Zweitliga-Absteiger 1. FC Saarbrücken im Gazistadion.

Stuttgarter Nachrichten

Yildiz lässt die Kickers jubeln

Der Stuttgarter Regionalligist gewinnt beim SC Pfullendorf mit 2:1
 
Pfullendorf (red) – Die Stuttgarter Kickers haben die Tabellenführung zurückerobert. Der Fußball-Regionalligist gewann gestern Abend beim SC Pfullendorf verdient mit 2:1 (0:0). Dabei holten die „Blauen“ einen Rückstand auf. Die Tore erzielten Mirnes Mesic und Recep Yildiz.
 
„Angesichts unserer Personalprobleme und des Spielverlaufs muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat Moral bewiesen“, sagte Trainer Robin Dutt. Die Kickers mussten in Pfullendorf auf ihre besten Torschützen Christian Okpala und Bashiru Gambo verzichten. Laszlo Kanyuk, der vor der Partie über Gleichgewichtsstörungen geklagt hatte, lief aber erstmals von Beginn an für die Stuttgarter auf. Als Okpala-Ersatz entschied sich Dutt für Bastian Bischoff. Der Angreifer setzte sich im ersten Abschnitt auch einige Male gut in Szene. Pfullendorfs Torhüter Ralf Hermanuz parierte aber zwei Mal (24./25.). Die größte Kickers-Chance vergab Sascha Benda, als er einen Elfmeter nach einer Attacke gegen Bischoff neben das Tor schoss (33.). Die Stuttgarter ließen sich jedoch nicht beirren.

Nach dem Wechsel hatten die Gäste zunächst wieder die besseren Möglichkeiten, gerieten jedoch durch einen Treffer von Ivica Lucic in Rückstand (65.). Nur zwei Minuten später war aber Mesic mit dem Kopf zur Stelle und erzielte das 1:1. Yildiz, der schon beim Pokalsieg gegen den Hamburger SV zweimal getroffen hatte, brachte die „Blauen“ in Führung (79.). Diesen Vorsprung verteidigten die Kickers, die am Samstag den 1. FC Saarbrücken erwarten, gegen die anstürmenden Gastgeber. Kurz vor dem Abpfiff parierte Schlussmann David Yelldell gegen Eric Agyemang.

Yelldell – Benda, Yildiz, Härter, Steinle – Söckler, Hartmann, Kanyuk (58. Parmak), Akcay – Mesic, Bischoff (68. Tucci).

Eßlinger Zeitung
 
Kickers holen SC Pfullendorf auf den rauen Boden der Tatsachen zurück
Kickers holen SC Pfullendorf auf den rauen Boden der Tatsachen zurück
PFULLENDORF (ok) Nach der Pokalsensation am Sonntag gegen Arminia Bielefeld haben die Stuttgarter Kickers den Fußball-Regionalligisten SC Pfullendorf gestern Abend wieder auf den rauen Boden der Tatsachen zurückgeholt. Mesic und Yildiz sicherten den Schwaben einen verdienten 2:1-Sieg.

Nur 1590 Zuschauer wollten das Regionalliga-Duell der DFB-Pokalhelden vom vergangenen Wochenende sehen. Auf den Rängen auch Ex-SCP-Coach Marco Kurz, der mit seinen Münchener Löwen am 22. September in der Alno-Arena gastiert und seine ehemalige Elf „ausspionierte“.

Außer altbekannten Tugenden wie hohe Einsatz- und Laufbereitschaft dürfte Kurz vom SCP nicht viel gesehen haben. Das reichte den Pfullendorfern gegen die Stuttgarter Kickers, die mit diesem Auswärtssieg die Tabellenspitze zurückeroberten, gestern Abend nicht.

Der Sieg der Gäste, obwohl rein ergebnismäßig betrachtet ein knapper, war auf Grund der wesentlich höheren Zahl an guten Torchancen verdient. Nur eine Menge Glück und ein blendend aufgelegter Ralf Hermanutz im Pfullendorfer Tor verhinderten, dass die Kickers nicht schon in der ersten Halbzeit für die Vorentscheidung sorgten.

Pfullendorf dagegen kam in der ersten Hälfte trotz insgesamt gefälligen Spiels nur einmal zwingend vor den Kickers-Kasten: Eine herrliche Kombination zwischen Agyemang und Leandro schloss Lucic aus 12 Metern ab, doch er verpasste das Tor ganz knapp. Bei Stuttgart vergab Okpala-Ersatz Bischoff zwei Hochkaräter (22./26.); Leandro holte zudem einen Mesic-Kopfball von der Linie (35.) und Hermanutz fischte einen Benda-Freistoß aus dem Winkel (36.). Benda hatte zuvor (31.) sogar einen (allerdings unberechtigten) Foulelfmeter am Tor vorbei geschossen.

SCP-Führung hält nicht lange

Lucic bestrafte die Stuttgarter Angriffs-Schlampereien nach der Pause auf Busch-Flanke aus kurzer Distanz – 1:0 (65.). Der Ausgleich fiel jedoch postwendend durch Mesic per Kopf (67.). Die Schlussphase war ausgeglichen. Der für den grippegeschwächten Hagg eingewechselte Heidinger scheiterte volley an Yelldell (75.). Kurz darauf fuhr Kickers-Youngster Yildiz nach Querpass des starken Mesic mit einem unhaltbaren Flachschuss aus 12 Metern die Ernte für die Schwaben ein.

SC Pfullendorf: Hermanutz; Zimmermann, Kolvidsson, Kiefer, Deufel; Konrad, Grech, Hagg (69. Heidinger), Busch; Agyemang, Lucic. – Tore: 1:0 Lucic (65.), 1:1 Mesic (66.), 2:1 Yildiz (79.) – Schiedsrichter: Dingert. – Zuschauer: 1590 – Beste Spieler: Hermanutz – Mesic.

Schwäbische Zeitung

Stimmen zum Spiel
SCP-Coach Michael Feichtenbeiner: „Die Kickers haben reifer gespielt. In der Vorwärtsbewegung haben wir viele Fehler gemacht. Die Mannschaft hat aber alles gegeben. Wenn das 1:1 nicht so früh gekommen wäre, hätte es vielleicht anders ausgesehen.“

Kickers-Coach Robin Dutt: „Pfullendorf ist besser ins Spiel gekommen als wir, und hatte in der ersten Halbzeit eher mehr Spielanteile. Der Führungstreffer hat uns erst so richtig aufgeweckt. Der Sieg ist glücklich. Pfullendorf hätte einen Punkt verdient.“

SCP-Kapitän Marco Konrad: „Es war ein offener Schlagabtausch und wir waren ein gleichwertiger Gegner. Am Ende haben wir ein bisschen Pech gehabt.“

SCP-Torschütze Ivica Lucic: Wir haben gut mitgehalten. Nach der Führung hätte das 1:1 nicht passieren dürfen.

Schwäbische Zeitung

Triumph folgt Ernüchterung
VON JüRGEN RöSSLER
Die Stuttgarter Kickers waren die bessere, reifere Mannschaft“, zollte SCP-Coach Michael Feichtenbeiner dem Tabellenführer Respekt nach einem umkämpften Spiel, das der Tabellenführer aus der Landeshauptstadt nach zwischenzeitlichem Rückstand vor insgesamt 1590 Zuschauer verdient mit 2:1 für sich entschied.

FußballRegionalligaSC PfullendorfStuttgarter Kickers1:2 (0:0)Zwar torlos, aber keineswegs langweilig verlief die erste Hälfte beim Aufeinandertreffen der beiden DFB-Pokal-Überraschungsteams Pfullendorf und Stuttgarter Kickers. Bei den Gästen fehlten die bisher erfolgreichsten Torjäger Gambo und Okpala verletzungsbedingt. Beide Teams begannen offensiv, so dass es auf beiden Seiten zu Torchancen kam.

Mit zunehmender Spieldauer jedoch setzte sich die spielerische Qualität der Stuttgarter durch und nach einer halben Stunde merkte man ihnen deutlich an, dass sie mit einer Führung in die Pause wollten. Die dickste Chance zum 1:0 hatte Bischoff, der nach einer mustergültigen Flanke von Steinle völlig frei wenige Meter vor dem SCP-Gehäuse zum Schuss kam, doch das Ziel verfehlt.

Wenig später ging Kiefer gegen Bischoff ungestüm im Strafraum zur Sache und der insgesamt nicht überzeugende Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Benda, zuletzt als Regionalliga-Beckham tituliert, schob den Ball am Tor vorbei. Wenig später wollte Benda seinen Fehler bei einem Freistoß aus 20 Metern ausmerzen, doch sein harter und platzierter Schuss wurde eine Beute des besten Pfullendorfers, Torhüter Hermanutz. Mit viel Glück und einem starken Hermanutz retteten die Pfullendorfer den torlosen Spielstand in die Pause.

Die zweite Hälfte begann wie die erste endete, denn Hermanutz stand bei anhaltendem Kickersdruck immer wieder im Mittelpunkt. Dann fast wie aus heiterem Himmel die Pfullendorfer Führung: Eine leicht abgefälschte Flanke von Busch erreichte Lucic, der seine Jokerrolle immer mehr abglegt und wieder einmal in der Anfangsformation stand. Der Österreicher im SCP-Dress ließ dem Kickers-Keeper Yelldell aus kurzer Distanz keine Abwehrchance.

„Das 1:0 hat uns erst richtig aufgeweckt“, sah Kickers-Coach Robin Dutt hier eine Schlüsselstelle des Spiele. Denn nahezu postwendend, der Jubel in der Alno-Arena war noch nicht verklungen, war Kickers-Torjäger Mesic nach einer Flanke von Akcay per Kopf zur Stelle und es hieß 1:1.

Das Spiel nahm nun wieder auf beiden Seiten ein hohes Tempo auf, weiterhin mit prickelnden Szenen hüben wie drüben. Der eingewechselte Heidinger und wenig später Agyemang, der aber nur den Kickers Torhüter traf, hatten den erneuten Führungstreffer auf dem Fuß, der dann aber nach einer überlegten Kombination dem Kickers-Innenverteidiger Yildiz gelang.

Überaus höflich verabschiedte sich Kickers-Coach Robin Dutt aus Pfullendorf: „Pfullendorf hätte einen Punkt verdient gehabt.“ Besser traf es in der Analyse wohl SCP-Trainer Michael Feichtenbeiner, der seiner Elf nach dem Pokalfight eine fehlende Frische attestierte.

Tore: 1:0 (66.) Lucic, 1:1 (68.) Mesic, 1:2 (79.) Yildiz. SR: Dingert (Thallichtenberg). – Z: 1590. – Bes. Vork.: Benda (Stuttgart/31.) verschießt Strafstoß. – SCP: Hermanutz – Deufel, Kolvidsson, Kiefer, Zimmermann – Konrad – Busch, Leandro, Hagg (69. Heidinger) – Lucic, Agyemang. – Trainer: Feichtenbeiner.

Südkurier

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.