Die Blauen gewinnen Amateur-Cup

Freiberg (StN) – Starke Leistung des Fußball-Oberligisten Stuttgarter Kickers II: Die Blauen gewannen den 8. BZ-Amateur-Cup in Freiberg und sicherten sich 1200 Euro Prämie. Das Finale war nichts für schwache Nerven. Ligarivale und Gastgeber SGV führte nach Toren von Predrag Sarajlic (2) und Marcel Schreiber bereits mit 3:0, dann wachten die Kickers auf: Antonio Tunjic, Michele Rizzi und Dominique Fenell sorgten mit ihren Toren für das Elfmeterschießen. Nachdem Freibergs Betim Rugovay verschossen hatte, verwandelte Antonio Tunjic, der Kickers-Zugang vom VfL Kirchheim, den entscheidenden Elfmeter für das Team von Trainer Björn Hinck. Das Rennen um die Torjägerkrone gewannen Marco Grüttner (SGV Freiberg) und Gilberto Bayrak (TSF Ditzingen) mit je vier Treffern. Als Belohnung gab es je 100 Euro. Im Spiel um Platz drei setzte sich Verbandsligist FSV 08 Bissingen gegen Landesligist VfB Neckarrems mit 5:4 nach Elfmeterschießen durch. Insgesamt kamen 1000 Zuschauer. SGV-Abteilungsleiter Uwe Hoffmann zeigte sich mit dem Verlauf zufrieden: „Alles lief reibungslos. Es war ein gelungener Formtest.“ Die Oberliga startet am 6. August.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten

Presse zum Tausch Parmak/Traut, den verletzten Julian Hauser und Benjamin Huber sowie Metin Telle

Kickers: Parmak-Wechsel perfekt

Traut kommt im Tausch
STUTTGART (ump). Was lange währt, wird endlich gut. Mustafa Parmaks Wechsel von dem Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers zu TuS Koblenz ist seit gestern perfekt. Der 26-jährige Offensivspieler unterschrieb nach wochenlangem Hin und Her zunächst bei den Kickers einen Auflösungsvertrag – und dann einen Zweijahresvertrag bei dem Zweitligisten. Quasi im Tausch kommt dafür der Spieler Sascha Traut (für zwei Jahre) nach Degerloch, dazu gibt es im nächsten Sommer ein Ablösespiel in Koblenz (mit einer Fixsumme) sowie obendrauf eine Ablöse, die im oberen fünfstelligen Bereich liegen dürfte. „Wir sind uns sicher, dass wir die für alle Seiten vernünftigste Lösung gefunden haben“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast, nachdem diese Hängepartie endlich beendet ist, und fügt noch hinzu: „Sascha Traut wird uns auf jeden Fall verstärken und weiterhelfen. Wir sind überzeugt von ihm.“

Auch von Denis Lapaczinski? Der Verteidiger, der gegen Winterthur noch Trainingsrückstand aufwies, kommt erst heute wieder ins Probetraining und wird möglicherweise am Freitag gegen Ulm noch einmal getestet. Noch nicht gänzlich Klarheit herrscht über die Schwere der Verletzung des Torhüters Benjamin Huber, und nachdem sich Julian Hauser von der zweiten Mannschaft das Wadenbein gebrochen hat, ist für ihn der Ersatztorwart des Regionalligisten SC Pfullendorf im Gespräch.

Unterdessen ist Joachim Cast als einer von drei Vertretern – neben Paul Jäger (Fortuna Düsseldorf) und Bernd Maas (Dynamo Dresden) – in den Spielausschuss für die dritte Liga berufen worden ist. Für die neue Spielklasse müssen sich die Vereine in dieser Saison bekanntlich mit rund 590 000 Euro an Fernsehgeldern begnügen, bereits für die nächste Saison sind 825 000 Euro in Aussicht gestellt, dafür sind die Drittligisten aber nicht automatisch für den Pokal qualifiziert.

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Parmak geht – Traut kommt
Tauschgeschäft mit Zweitligist TuS Koblenz – Metin Telle trainiert mit

Stuttgart – Ende eines wochenlangen Wechselpokers: Mustafa Parmak hat beim Zweitligisten TuS Koblenz einen Zweijahresvertrag unterschrieben, im Gegenzug kommt Sascha Traut für zwei Spielzeiten zum Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers.

VON JÜRGEN FREY

Die endgültige Einigung der beiden Vereine erfolgte am Montagmorgen. Dann ging alles ganz schnell. Parmak löste in Degerloch seinen ursprünglich bis 2010 laufenden Vertrag bei den Blauen auf. Dann setzte er sich zu seinem Berater Michael Hofstetter ins Auto – und ab ging“s zur Vertragsunterzeichnung nach Koblenz. „Ich bin heilfroh, dass jetzt alles erledigt ist, ich freue mich riesig auf die zweite Liga“, sagte der 26-Jährige. Trotz des nervenden Transfer-Hickhacks wollte keiner der Beteiligten offen nachkarten. „Ich werde die Kickers in guter Erinnerung behalten“, behauptete Parmak. Und Kickers-Manager Joachim Cast sagte nach der Trennung: „Wir haben für alle Beteiligten die beste Lösung gefunden.“

Über die exakten Modalitäten haben die Vereine Stillschweigen vereinbart. Sicher ist allerdings: Sascha Traut wird bei den Blauen einen Zweijahresvertrag unterschreiben und am heutigen Dienstag erstmals mittrainieren. Der gebürtige Karlsruher absolvierte in der vergangenen Saison zwölf Zweitligaspiele für Koblenz, spielte zuvor beim KSC und hat wie Parmak seine Stärken im rechten offensiven Mittelfeld. Manager Cast über den 23-Jährigen: „Sascha ist ein sehr schneller Spieler, der uns auf jeden Fall verstärken wird.“

Zu dem Tauschgeschäft gehört die Vereinbarung, dass die Elf von Trainer Uwe Rapolder im Juli 2009 zu einem Freundschaftsspiel nach Stuttgart kommt. Des Weiteren dürfte ein fünfstelliger Betrag im mittleren Bereich an die Kickers fließen. Ob damit Neuzugänge verpflichtet werden, ist offen. Fest steht: Neben Denis Lapaczinksi und Suad Rachmanovic trainieren in dieser Woche weitere Spieler auf Probe mit: Torwart Manuel Wolff (SC Pfullendorf) und Stürmer Metin Telle (zuletzt Alanyaspor, früher SV Waldhof und Alemannia Aachen).

Stuttgarter Nachrichten

Parmaks Wechsel ist perfekt

Stuttgart (dpa/red) – Lange wurde verhandelt, jetzt ist es perfekt: Der offensive Mittelfeldspieler Mustafa Parmak verlässt den Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers nach vier Jahren und wechselt zur TuS Koblenz. Damit folgt der zuletzt länger verletzte Regisseur der „Blauen“ seinen früheren Mannschaftskollegen David Yelldell und Manuel Hartmann. Der 26-Jährige unterschrieb gestern beim Zweitligisten einen Vertrag bis 30. Juni 2010 und trainierte am Nachmittag bereits mit der Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder. Koblenz zahlt allerdings nicht die 175 000 Euro Ablöse, die nach Parmaks ursprünglich bis 2010 laufendem Vertrag bei den Kickers für einen vorzeitigen Wechsel vorgesehen waren.

Stattdessen erhalten die Stuttgarter im Tausch den Koblenzer Mittelfeldspieler Sascha Traut, der auf der Waldau ebenfalls einen Zweijahres-Kontrakt bis 2010 unterschrieben hat. Zudem bekommen die „Blauen“ einen finanziellen Ausgleich. Über Art und Höhe sei Stillschweigen vereinbart worden, erklärte Kickers-Manager Joachim Cast. „Wir sind uns sicher, dass wir die für alle Seiten vernünftigste Lösung gefunden haben“, sagte er. Der 23-jährige Traut stammt aus der Jugend des Bundesligisten Karlsruher SC und spielt wie Parmak auf der rechten Außenbahn. „Er wird unseren Kader auf jeden Fall verstärken und weiterhelfen. Wir sind überzeugt von ihm“, betonte Cast.
 
Eßlinger Zeitung

Vorbereitungstermine des U23-Teams

Stand: 2. Juli 2008

Sonntag, 6. Juli 2008
Freundschaftsspiel
SG Empfingen – Kickers U23
Anstoß um 16.00 Uhr in Empfingen

Mittwoch, 9. Juli 2008
Freundschaftsspiel
SV Bonlanden – Kickers U23
Anstoß um 18.30 Uhr in Bonlanden

Samstag, 12. Juli 2008
Freundschaftsspiel
TSG Tübingen – Kickers U23
Anstoß um 14.00 Uhr in Tübingen

Mittwoch, 16. Juli 2008
Freundschaftsspiel
SV Tumlingen – Kickers U23
Anstoß um 19.00 Uhr in Tumlingen

Samstag, 19. Juli 2008
Freundschaftsspiel
TSV Plattenhardt – Kickers U23
Anstoß um 16.00 Uhr in Plattenhardt

Mittwoch, 23. Juli 2008
Freundschaftsspiel
SV Remshalden – Kickers U23
Anstoß um 18.30 Uhr in Remshalden

Samstag/ Sonntag 26./27. Juli 2008
Vorbereitungsturnier bei SGV Freiberg

Mittwoch, 30. Juli 2008
Freundschaftsspiel
SKV Rutesheim – Kickers U23
Anstoß um 19.00 Uhr in Rutesheim

Samstag, 2. August 2008
wfv-Pokal 1. Runde
FC Gärtringen – Kickers U23
Anstoß um 17 Uhr in Gärtringen

Offizielle Homepage

Steinle künftig in U23 – Interesse an Volkan Aslan

Moritz Steinle wird sich ab Herbst seinem Studium widmen und daher im Team der Oberligamannschaft spielen.

Angeblich haben die Kickers Interesse am Schwieberdinger Mittelfeldspieler Volkan Aslan. Der 20jährige Offensivspieler erzielte in 14 Spielen vier Tore für den Oberliga-Absteiger.

Presse zu FC Nöttingen – Stuttgarter Kickers II (5:2)

Fünf Tore zum Abschluss

NÖTTINGEN. Das war ein super Saisonabschluss für den FC Nöttingen. Gestern Abend besiegte der Fußball-Oberligist die Stuttgarter Kickers II mit 5:2 (2:2). Nach einer erheblichen Steigerung in der zweiten Halbzeit war der Sieg für die Nöttingen hoch verdient. Im Tor stand zunächst der langjährige Nöttinger Reservekeeper Timo Klittich, der sein Abschiedsspiel im Panoramastadion bestritt. In der 67. Minute räumte der 39-Jährige unter freundlichem Beifall der Zuschauer das Feld für Stammtorwart Matthias Dörrich.

Von Martin Mildenberger

Hoher Einsatz
Obwohl es für beide Mannschaften um nichts mehr ging, stimmten Einsatz und Laufbereitschaft. Die Kickers-Fohlen wirkten in der ersten Hälfte spielerisch etwas gefälliger, waren aber in der Deckung alles andere als sattelfest. Nach einer Linksflanke von Patrick Buschmann erzielte Michael Reith in der 15. Minute das 1:0. Doch Kovac (27.) und Jung (34.) drehten den Spieß um, ehe Giuseppe Ricciardi auf Zuspiel von Gilles Ekoto Ekoto in der 39. Minute der Ausgleich für Nöttingen glückte.

Nach dem Seitenwechsel bauten die Gäste stark ab und erspielten sich keine einzige Torchance mehr. Anders die Nöttinger, die sich mit einer spielerisch und kämpferisch vorbildlichen Leistung den Sieg redlich verdienten. Nach einer Ecke köpfte Nana Bediako in der 65. Minute zur 3:2-Führung ein. Der für Jens Helfrich eingewechselte A-Juniorenspieler Raphael Föhl durfte sich in seinem ersten Oberligaspiel auch gleich in die Torschützenliste eintragen. Nach einem Foul des Stuttgarter Torhüters Julian Hauser an Gilles Ekoto Ekoto zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Der etatmäßige Nöttinger Schütze Teo Rus verzichtete zugunsten von Föhl und der verwandelte den Strafstoß zum vorentscheidenden 4:2. Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit Giuseppe Ricciardi mit dem Treffer zum 5.2. Ekoto Ekoto hatte den Ball aus halbrechter Position vor das Tor geflankt.

Pforzheimer Zeitung

Presse zu FC Nöttingen – Stuttgarter Kickers II (5:2)

Fünf Tore zum Abschluss

NÖTTINGEN. Das war ein super Saisonabschluss für den FC Nöttingen. Gestern Abend besiegte der Fußball-Oberligist die Stuttgarter Kickers II mit 5:2 (2:2). Nach einer erheblichen Steigerung in der zweiten Halbzeit war der Sieg für die Nöttingen hoch verdient. Im Tor stand zunächst der langjährige Nöttinger Reservekeeper Timo Klittich, der sein Abschiedsspiel im Panoramastadion bestritt. In der 67. Minute räumte der 39-Jährige unter freundlichem Beifall der Zuschauer das Feld für Stammtorwart Matthias Dörrich.

Von Martin Mildenberger

Hoher Einsatz
Obwohl es für beide Mannschaften um nichts mehr ging, stimmten Einsatz und Laufbereitschaft. Die Kickers-Fohlen wirkten in der ersten Hälfte spielerisch etwas gefälliger, waren aber in der Deckung alles andere als sattelfest. Nach einer Linksflanke von Patrick Buschmann erzielte Michael Reith in der 15. Minute das 1:0. Doch Kovac (27.) und Jung (34.) drehten den Spieß um, ehe Giuseppe Ricciardi auf Zuspiel von Gilles Ekoto Ekoto in der 39. Minute der Ausgleich für Nöttingen glückte.

Nach dem Seitenwechsel bauten die Gäste stark ab und erspielten sich keine einzige Torchance mehr. Anders die Nöttinger, die sich mit einer spielerisch und kämpferisch vorbildlichen Leistung den Sieg redlich verdienten. Nach einer Ecke köpfte Nana Bediako in der 65. Minute zur 3:2-Führung ein. Der für Jens Helfrich eingewechselte A-Juniorenspieler Raphael Föhl durfte sich in seinem ersten Oberligaspiel auch gleich in die Torschützenliste eintragen. Nach einem Foul des Stuttgarter Torhüters Julian Hauser an Gilles Ekoto Ekoto zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Der etatmäßige Nöttinger Schütze Teo Rus verzichtete zugunsten von Föhl und der verwandelte den Strafstoß zum vorentscheidenden 4:2. Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit Giuseppe Ricciardi mit dem Treffer zum 5.2. Ekoto Ekoto hatte den Ball aus halbrechter Position vor das Tor geflankt.

Pforzheimer Zeitung

Presse zu Stuttgarter Kickers II – VfL Kirchheim (1:2)

Die ganz große Freude kam aber auch bei den Kirchheimern noch nicht auf. „Vollkommen erleichtert wären wir gewesen, wenn Nöttingen in Schwieberdingen gewonnen hätte und wir den Klassenverbleib vorzeitig gesichert hätten“, sagte der VfL-Trainer Michael Rentschler. Bei den Stuttgarter Kickers tat sich seine Mannschaft in der ersten halben Stunde sehr schwer. Die Führung der zunächst überlegenen Blauen durch Muhamed Bajrami (11.) jedenfalls war verdient. Erst nach dem glücklichen Ausgleich durch Mario Grimm nach 35 Minuten kamen die Schützlinge des Trainerduos Michael Rentschler/Chris Hofberger besser ins Spiel. So war der Sieg, den Maximilian Laible mit seinem Treffer (73.) sicherstellte, durchaus dem Spielverlauf entsprechend. Durch den Sieg hat der Aufsteiger vom Fuße der Alb seine Zukunft nun selbst in der Hand. „Wir sind davon überzeugt, dass wir die Klasse halten und auch gegen Bahlingen zu Hause gewinnen werden“, sagte der Kirchheimer Coach Rentschler.

Stuttgarter Zeitung

Dem VfL Kirchheim gelang mit dem 2:1 bei den Stuttgarter Kickers II ein großer Schritt Richtung Klassenverbleib. „Mir ist eine Zentnerlast vom Herzen gefallen“, sagte der sportliche Leiter Norbert Krumm. Mit einem Heimsieg gegen den Bahlinger SC kann der VfL nun alles klarmachen.

Stuttgarter Nachrichten

Durchatmen in Degerloch

VfL nach „dreckigem“ 2:1-Sieg bei den Stuttgarter Kickers fast gerettet

König Maximilian I. regierte im Mittelalter das Heilige Römische Reich und wurde später zum Kaiser gekrönt. Der König von Kirchheim hieß am Samstag Maximilian Laible. Sein Tor zum gefeierten 2:1-Erfolg bei den Stuttgarter Kickers II könnte für den abstiegsbedrohten VfL in der Oberliga schon die Rettung gewesen sein.

KLAUS SCHLÜTTER

Stuttgart. „Dieser Sieg bei einem spielstarken Gegner muss uns den entscheidenden Schub für das letzte Spiel gegen Bahlingen geben. Wir haben die Tür aufgestoßen, jetzt müssen wir nur noch durchgehen“, resümierte ein erleichterter VfL-Trainer Christian Hofberger nach dem Nervenspiel auf dem gepflegten Rasen der Bezirkssportanlage unterm Stuttgarter Fernsehturm.

Kirchheim gegen die „Blauen“ in ungewohnten gelben Hemden und weißen Hosen – aber mit gewohnter Anfangsschwäche. Der Zeiger der Uhr hatte noch keine Umdrehung gemacht, da verfehlte ein Heber von Kickers-Stürmer Mijko Tunjic das VfL-Tor nur um Zentimeter. Doch nur sechs Minuten später schlug es ein im Kirchheimer Gehäuse. Mohamed Baj­rami schnippelte den Ball aus spitzem Winkel gekonnt ins lange Eck, unhaltbar für den guten Patrick Gühring im VfL-Gehäuse. Das 0:1 – ein Nackenschlag für Kirchheim, wieder einmal kassiert durch eine Unachtsamkeit in Überzahl. Erst nach etwa 20 Minuten legte sich die anfänglich große Nervosität bei den Gästen. Die erste Torchance gab es in der 28. Minute: Stürmer Antonio Tunjic zu Maximilian Laible, dessen Schuss aus spitzem Winkel saust knapp am Pfosten vorbei.

In der 30. Minute die Szene, die bei den Platzherren heftige Proteste auslöste, Kirchheim aber wieder hoffen ließ. Freistoß von Nicola Spina. Im Fünf-Meter-Raum, dem Reich des Torwarts, wird Kickers-Schlussmann Julian Hauser heftig attackiert. Schiedsrichter Johannes Raab lässt weiterspielen und der aufgerückte Innenverteidiger Mario Grimm nutzt die Gunst der Stunde zum 1:1. Die Wut der Kickers steigerte sich, als der bereits verwarnte Thomas Gentner am Mittelkreis Laibles Hose zum Textiltest zweckentfremdete und dafür mit Gelb-Rot vom Platz flog: Kirchheim für den Rest des Spiels in Überzahl – ein Vorteil?

In der Kabine schwörten die beiden VfL-Trainer Rentschler und Hofberger ihre Mannen auf die zweite Halbzeit ein. Auch Torwart Gühring ergriff das Wort. Mit Abklatschen und einem kollektiv gedröhnten „Auf geht‘s“ begann Teil zwei des Achterbahnspiels in Degerloch.

Wer nun aber geglaubt hatte, dass die zahlenmäßige Überlegenheit auch zu einer Dominanz auf dem Spielfeld führen würde, sah sich getäuscht. Nicht der VfL, sondern die kombinationsstarken Kickers machten das Spiel, drängten die Gäste in die Defensive. Norbert Krumm verzweifelte. „Wir gewinnen keinen Zweikampf, laufen nur nebenher“, schimpfte der sportliche Leiter der Kirchheimer. Er konnte das Elend nicht mehr mit ansehen, verließ vorübergehend sogar den Platz.

Doch Krumm kam rechtzeitig zur wundersamen Wende zurück. Bei einem der seltenen VfL-Konter brachte Uwe Beran Stürmer Maximilian Laible in Ballbesitz. Eine geschickte Körpertäuschung, ein Schuss aus sieben Metern und der Ball zappelte zum 1:2 im Netz – alle Mitspieler stürzten sich auf Laible, bildeten eine eine Pyramide aus jubelnden Menschenleibern.

In der Endphase wurde beiderseits hektisch gewechselt. Der VfL-Sieg geriet noch einmal in Gefahr, als Kickers-Joker Srdan den Winkel des Torgehäuses nur knapp verfehlte. Der Rest war Kirchheimer Durchatmen, Erleichterung und Jubel über drei unerwartete Punkte. Hofberger: „Was mich besonders freut ist, dass wir nach dem frühen Nackenschlag so zurückgekommen sind.“ Krumms treffendes Fazit: „Wir haben einmal einen dreckigen Sieg gebracht. So einen wie diesen.“

Stuttgarter Kickers: Hauser – Schneider, Leist, Tsapakidis, Pachezi – Weber (76. Kovac), Sökler, Tunjic (76. Ivanusa), Gentner – Ortlieb (76. Srdan), Bajrami

VfL Kirchheim: Gühring – Eisenhardt, Siopidis (55. Dihl), Grimm, Koch – Beran, Spina (87. Gonsior), Er, Söylemezgiller – Laible (78. Altinsoy), Tunjic

Tore: 1:0 Bajrami (7.), 1:1 Grimm (30.), 1:2 Laible (72.)

Gelbe Karten: Ortlieb – Siopidis, Grimm, Beran

Gelb-Rot: Gentner (40.)

Zuschauer: 400

Schiedsrichter: Raab (Öschingen)
 
Teckbote

Presse zu Normannia Gmünd – Stuttgarter Kickers II (3:3)

Groß war auch die Erleichterung bei den Stuttgarter Kickers II. Durch das 3:3 bei Normannia Gmünd sicherte sich das Team von Trainer Björn Hinck vorzeitig den Klassenverbleib. Doch auch bei der zweiten Mannschaft ist die Freude nicht ungetrübt. Denn sollte sich die erste Mannschaft nicht für die eingleisige dritte Liga qualifizieren, so ist ein mögliches Szenario, dass die Erste aufgrund des Schuldenstands nicht in der vierten Liga antreten würde, sondern direkt in die Oberliga ginge. Dadurch würde die Mannschaft von Hinck doch noch in die Verbandsliga absteigen. Nur eines ist derzeit sicher: „Auch in der nächsten Saison wird es die Mannschaft geben“, sagt Hinck. In welcher Liga wird woanders entschieden.

Stuttgarter Zeitung

Endgültig gerettet sind die Stuttgarter Kickers II nach dem 3:3 gegen Normannia Gmünd. Trainer Björn Hinck war voll des Lobes über seine Jugendtruppe, deren Durchschnittsalter knapp unter 20 Jahren liegt. „Wir haben uns stark weiterentwickelt als Mannschaft – das war der Schlüssel zum Klassenverbleib“, sagte der Kickers-Coach.

Stuttgarter Nachrichten

Vorne schön, hinten schlampig
Fußball-Oberligist FC Normannia Gmünd spielt gegen die Stuttgarter Kickers II 3:3
Mit 3:3 trennten sich der FC Normannia Gmünd und die Stuttgarter Kickers II. Den Spielanteilen und Chancen nach wäre ein Sieg für die Normannen durchaus verdient gewesen, aber der FCN konnte eine 2:0-Führung nicht ins Ziel retten. Schlampereien in der Defensive brachten die Zorniger-Truppe um den Sieg.

„Dafür habe ich wenig bis gar kein Verständnis“, giftete Alexander Zorniger nach dem Spiel. Was den Normannia-Trainer sauer machte war die Art und Weise, wie sein Team den möglichen Sieg verschenkt hatte.
Zunächst hatte sich alles ganz gut angelassen. Der FC Normannia war zunächst die dominierende Mannschaft in eher beschaulichen ersten 30 Minuten. Dominik Schütz, der zum ersten Mal bei einem Heimspiel das Normannia-Tor hütete, erlebte ruhige Zeiten. Und Manuel Salz, sein Kollege vom Tor gegenüber, wurde zumindest vor keine großen Herausforderungen gestellt, auch wenn sich die Normannia einige Chancen vor allem durch Molinari erspielte. Alex Zorniger sah sich nach einer knappen halben Stunde zum Zwischenruf genötigt: „Mehr Tempo rein.“ Und nach dieser Devise fiel das 1:0 für die Gmünder. Steffen Kaiser spielte den öffnenden Pass durch die gegnerische Viererkette auf Catizone, der stand frei vor dem Kickers-Keeper und spielte den Querpass zu Molinari, der den Ball nur noch einschieben musste (30.). Die Kickers wurden jetzt wach, spielten mehr nach vorne, doch Schütz faustet einen scharf geschossenen Freistoß aus der Gefahrenzone (44.).

Zwei Minuten Perfektion
Nach der Pause setzten die Normannen nach, und das mit Erfolg. In der 52. Minute setzte sich Krätschmer, der ein gutes Spiel machte, nahe der Eckfahne durch, bediente präzise Molinari, der Manuel Salz keine Chance ließ. Kurz nach Wiederanpfiff nachgelegt – perfekt eigentlich.
Doch die Perfektion hielt nicht lange an, denn schon zwei Minuten später durfte Marcel Ivanusa im FCN-Strafraum ungestört per Kopf den Anschlusstreffer machen. 2:1 stand’s nun, und zu allem Überfluss leistete sich zehn Minuten später Domnik Schütz, der ansonsten recht solide, dabei aber auch auffällig posierend spielte, einen Fehler beim Abwurf. Der nicht allzulange Ball landete direkt auf dem Kopf eines Kickersspielers, der den Ball schnell weiterleitete, und für Marko Kovac war’s kein Problem, den Ball im linken Toreck unterzubringen. Die Gäste hatten die Normannia in der Vorwärtsbewegung eiskalt erwischt.
Und doch schien sich acht Minuten später wieder alles zum Guten zu wenden, als Steffen Kaiser eine Flanke in den Strafraum schlug, die Thorsten Schöllkopf ohne hochzuspringen per Kopf platziert links oben ins Kickers-Tor setzen konnte. Doch wieder währte die Freude nicht lange. Fünf Minuten durften sich die Normannia-Anhänger an der Führung erfreuen, dann kassierte Gmünd wieder den Ausgleich, als Kovac im Strafraum frei zum Schuss kam, Schütz wehrte den Ball noch ab, doch Sökler traf im Nachschuss.
48 Punkte hat der FC Normannia nun zwei Spieltage vor dem Saisonende, und es sollen noch 50 werden. Im nächsten Spiel will der Coach wieder mehr von seinen Jungs sehen als in der Begegnung gegen die Kickers („Einige haben auf 90 oder 80 Prozent zurückgeschaltet“ – Zorniger) – und weniger „Konzentrationsmängel und Mängel im Zweikampfverhalten“ – damit das Fazit dann nicht so janusköpfig ausfällt wie am Samstag: Schöne Tore hat der FCN geschossen, wie man sie selten in dieser Menge und Qualität bei einem FCN-Spiel sieht. Und dann unnötigerweise drei Gegentreffer kassiert – ebenfalls selten in dieser Menge bei Normannia-Spielen.

FC Normannia Gmünd – Stuttgarter Kickers II 3:3 (1:0)
FC Normannia: Schütz – Schöllkopf, Zimmermann, Jurczyk, C. Kuhn, Mangold, Catizone, S. Kaiser, D. Kaiser (73. Cetin), Krätschmer (83. Didi), Molinari.
Kickers II: Salz – Baradel, Schneider, Härter, Ivanusa, Bajrami, Sökler, Kovac, Gentner (75. Weber), Ortlieb, Prediger (89. Tunjic).
Tore: 1:0 Molinari (29.), 2:0 Molinari (52.), 2:1 Ivanusa (54.), 2:2 Kovac (65.), 3:2 Schöllkopf (73.), 3:3 Sökler (78.)
Zuschauer: 250

Gmünder Tagespost