Limitierter Bayern-Kickers-Fan-Schal

Ihr findet es seltsam, im Sommer einen Schal zu tragen? Die Kickers kennen mindestens ein ganz gewichtiges Gegenargument: der neue Bayern-Kickers-Fan-Schal. Verspricht zwar bei 30 Grad in der Sonne nicht den höchsten Wohlfühlkomfort. Aber dazu sagen wir nur: Wer schön sein will, muss leiden. Den limitierten Bayern-Kickers-Fan-Schal gibt es ab sofort im Kickers-Fanshop und am Dienstag im Stadion-Fanshop neben der Haupttribüne für 12,- Euro. Also schnell zugreifen!

Offizielle Homepage

10:1-Sieg gegen Fußball-Kreisligisten SC Urbach

Stuttgarter Kickers schießen sich für den FC Bayern München warm
Die Stuttgarter Kickers haben sich für das Testspiel am kommenden Dienstag (GAZi-Stadion, 18.30 Uhr / live im DSF) gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München warm geschossen: Der Fußball-Regionalligist siegte am Samstag gegen den A-Kreisligisten SC Urbach mit 10:1 (5:0). Dirk Prediger erzielte vor 300 Zuschauern im Urbacher Wittumstadion drei Treffer, die weiteren Tore gingen auf das Konto von Marcel Ivanusa (2), Slaven Jokic, Dominik Salz, Michele Rizzi, Philip Türpitz und Fabian Gerster.

Der Ehrentreffer für die Hausherren gelang Dirk Seifert in der 66. Minute, Kickers-Kapitän Marcel Rapp scheiterte in der 84. Minute mit einem Foulelfmeter am Urbacher Torhüter Heiko Arndt. Kickers-Cheftrainer Dirk Schuster war mit dem Auftritt seiner Formation zufrieden: „Wir haben sehr gut angefangen und nach 20 Minuten Vollgas-Fußball 5:0 geführt. Danach hat mein Team leider einen Gang zurückgeschaltet. Insgesamt war es heute eine gute Mannschaftsleistung, alle meine Vorgaben wurden umgesetzt“, sagte er.

Stuttgarter Kickers: Becker (46. Wagner) – Marchese (46. Rizzi), Köpf, Rapp, Steinle – Abruscia, Jung, Grujicic, Salz – Jokic, Prediger (46. Türpitz). Trainer: Schuster.

Tore: 0:1 Prediger (3.), 0:2 Jokic (9.), 0:3 Prediger (10.), 0:4 Salz (16.), 0:5 Prediger (20.), 0:6 Rizzi (47.), 0:7 Türpitz (58.), 0:8 Gerster (62.), 0:9 Ivanusa (65.), 1:9 Seifert (66.), 1:10 Ivanusa (82.)

Besonderes: Arndt (Urbach) hält Foulelfmeter von Rapp (84.)

Offizielle Homepage

Uli Hoeneß: „Wir brauchen Clubs wie die Kickers“

Bayern-Manager Uli Hoeneß vor dem Freundschaftsspiel bei den Blauen über Ribéry, Traditionsvereine und seine Erinnerungen an ADM

Der große FC Bayern hilft den kleinen Stuttgarter Kickers. Am kommenden Dienstag (18.30 Uhr/Gazistadion/live im DSF) beschert der deutsche Rekordmeister den Blauen eine Nettoeinnahme von rund 100 000 Euro. „Die Kickers können sich bei Jürgen Klinsmann dafür bedanken“, sagt Bayern-Manager Uli Hoeneß.

Von Jürgen Frey

Herr Hoeneß, dürfen wir zum Einstieg gleich mal Ihr Langzeitgedächtnis prüfen?

Nur zu.

Was war am 5. Oktober 1991?

Da haben wir gegen die Stuttgarter Kickers zu Hause verloren.

Respekt – und zwar mit 1:4. So eine Klatsche vergisst man nicht so einfach?

Unerwartete Ereignisse gibt es im Fußball immer wieder. Wir sind auch mal gegen den VfL Osnabrück im DFB-Pokal daheim ausgeschieden. Aber allzu oft verliert der FC Bayern vor eigenem Publikum nicht. Deshalb sind einem solche Spiele präsent.

Nun kommen Sie zum Freundschaftsspiel. Zu welchen Bedingungen eigentlich?

Wir können nicht überall umsonst spielen. Wir teilen uns die Zuschauereinnahmen, sämtliche Werbeeinnahmen fließen in die Kickers-Kasse.

Ohne die Einnahmen aus diesem Spiel hätten die Kickers wohl keine Lizenz bekommen. Mussten Sie lange überlegen, um zu helfen?

Es war schwierig, weil unser enger Terminkalender schon ein Problem ist. Ursprünglich wollten wir während unseres Trainingslagers in Donaueschingen kein Spiel machen . . .

. . . aber . . .

Unser Ex-Trainer Jürgen Klinsmann hat sich bei der Saisonplanung für das Spiel bei seinem ehemaligen Verein eingesetzt. Bei ihm können sich die Kickers bedanken.

Auch Sie waren dem Kickers-Ehrenpräsidenten Axel Dünnwald-Metzler, zu dessen Gedenken das Spiel stattfindet, eng verbunden.

Das war natürlich auch eine gewisse Verpflichtung für uns. Uns verband eine gute Freundschaft, wir haben in den Gremien des DFB immer gut zusammengearbeitet.

Wie haben Sie ADM in Erinnerung?

Als streitbaren Menschen, der aber immer den Kompromiss gesucht hat. Und er war ein gemütlicher, geselliger Typ, mit dem man viel Spaß haben konnte.

Inzwischen sind seine Kickers tief gesunken und in die Regionalliga abgestürzt.

Leider. Das Schlimme ist doch, dass viele Traditionsvereine große Schwierigkeiten haben. Und das ist schlecht für den Fußball, ja sogar dramatisch. Wir brauchen solche Clubs wie die Kickers.

Was machen diese Vereine falsch?

Ich bin nicht vor Ort und will nicht den Schlaumeier spielen. Aber grundsätzlich ist fehlende Kontinuität in der Führungsspitze immer ein gravierender Nachteil. Wir haben in München ja ein Beispiel vor der Haustür.

1860 tut sich schwer hinter den Bayern. Können zwei Clubs in einer Stadt bestehen?

In einer Großstadt wie München oder Stuttgart auf jeden Fall. Da ist mindestens ein Bundes- und ein Zweitligist möglich. Wenn man es geschickt anstellt, lässt sich mit einem schlüssigen Konzept im Windschatten des Großen viel bewegen.

Stichwort Großer: Was sagen Sie zur Stürmersuche des VfB?

Der VfB ist plötzlich in einer Situation, in der wir praktisch permanent sind. Nach den eingenommenen Gomez-Millionen heißt es überall: Der Krösus aus Stuttgart kommt. Das macht jeden Stürmer gleich drei, vier Millionen Euro teurer.

Bei Ihrem Superstar Franck Ribéry geht es um ganz andere Summen.

Um unvorstellbare Summen, deshalb kann ich ihn ja auch total verstehen, wenn er über Real Madrid nachdenkt.

Dennoch nervt das Theater. Wird er bleiben?

Ich bin sehr zuversichtlich. Derzeit sehe ich keine Gefahr am Horizont, dass er geht.

Das Gazistadion ist mit 11 000 Zuschauern ausverkauft. Könnten sich die Fans auf Ribéry und andere Stars wie Mario Gomez freuen?

Davon gehe ich fest aus. Wir kommen mit dem kompletten Kader, und unser Trainer wird auch alle Spieler einzusetzen, sofern keine Verletzungen dazwischenkommen.

Wie ernst nimmt Louis van Gaal solche Tests?

Total ernst. Er lässt vor allem gnadenlos nach vorne spielen.

Das kann ja heiter werden für die Blauen. Was tippen Sie?

Ich hoffe auf ein schönes Spiel und dass wir fünf, sechs Tore schießen. Die Leute sollen Spaß haben.

Und Sie werden, wie angekündigt, nicht mehr auf der Bank sitzen, sondern es sich auf der Tribüne gemütlich machen?

Ja, das habe ich schon in zwei vorherigen Testspielen geübt.

Und?

Bisher war kein Druck da. Fragen Sie mich nach ein paar Bundesligaspielen wieder, wie es mir bekommt.

Stuttgarter Nachrichten

Stuttgarter Kickers vs. FC Bayern München fast ausverkauft – Live-Übertragung im DSF

„in memoriam ADM“: Neue Anstoßzeit im GAZi-Stadion um 18.30 Uhr

Der Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers vermeldet ein volles Haus: Das Gedenkspiel „in memoriam ADM“ gegen den FC Bayern München am kommenden Dienstag ist so gut wie ausverkauft. Die verbliebenen 100 Restkarten für die Partie im GAZi-Stadion auf der Waldau werden aller Voraussicht bereits am morgigen Freitag verkauft sein. Für alle Fans der Blauen und die des deutschen Fußball-Rekordmeisters, die keine Karten mehr erhalten haben, gibt es inzwischen jedoch eine gute Nachricht: Die Stuttgarter Kickers haben sich mit den Verantwortlichen des Deutschen Sportfernsehens (DSF) auf eine Live-Übertragung geeinigt. Neue Anstoßzeit für die reizvolle Begegnung unterm Fernsehturm ist um 18.30 Uhr. Von 18.15 Uhr an berichtet das DSF live aus dem GAZi-Stadion.

Offizielle Homepage

Der neue Präsident im Interview

„Es wird kein Zuckerschlecken“
Interview Der neue Präsident Edgar Kurz spricht über seine Ziele mit dem Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers. Von Joachim Klumpp

Herr Kurz, die Kandidaten als Nachfolger für Dirk Eichelbaum standen nicht gerade Schlange. Waren Sie derjenige, der nicht rechtzeitig auf den Baum gesprungen ist?

So möchte ich das nicht formulieren. Es war so, dass wir im Aufsichtsrat und Präsidium sorgfältig nach einer Lösung gesucht haben. Nachdem die Entwicklung in meine Richtung ging, musste ich mich als Präsidiumsmitglied der Verantwortung stellen.

Aber Sie hätten auch Nein sagen können?

Man kann nicht immer betonen, wie wichtig die Kickers für Stuttgart sind und was für eine soziale Bedeutung sie in der Stadt mit all den Nachwuchsmannschaften haben, und dann, wenn man gefordert ist, sagen: So hat man es nicht gemeint. Ich komme ja aus dem Fußball und bin ein Teamplayer, auch wenn es kein Zuckerschlecken wird.

Bei der Hauptversammlung im November stehen Neuwahlen an. Werden Sie sich dann noch mal zur Verfügung stellen?

Zunächst einmal sehe ich nur die nächsten Wochen. Der November ist noch relativ weit weg. Wer weiß, was sich bis dahin entwickelt. Ich bin keiner, der an irgendetwas klebt, aber es gäbe auch nichts Nachteiligeres, als wenn ich sagen würde: Ich mache das jetzt mal vorübergehend. Ich gebe mein Bestes, dann wird man sehen, was dabei herauskommt. Und am Ende werden die Mitglieder entscheiden.

Worauf werden Sie zunächst das Hauptaugenmerk legen?

Für mich ist der Schwerpunkt die Außendarstellung der Kickers mit dem Ziel, wieder mehr Zuschauer zu gewinnen und über den sportlichen Erfolg neue Sponsoren zu bekommen. Es ist kein Geheimnis, dass man nur mit einem gewissen finanziellen Einsatz höhere Ziele erreichen kann.

Und wie sehen diese Ziele aus?

Es ist klar, dass wir mit unserem Budget (1,6 Millionen Euro für den Gesamtverein; Anm. d. Red.) keine Bäume ausreißen können. Der Trainer passt. Wir setzen auf hungrige, veranlagte Spieler und brauchen auch etwas Glück, dass sich diese gut entwickeln. Dann kommen wir hoffentlich in das Fahrwasser, in dem wir auf lange Sicht vielleicht wieder die dritte Liga und als Endziel die zweite Liga erreichen können. Dass dies im Moment Utopie ist, weiß ich schon.

Sie sagen, der Trainer passt. Sie waren bei der Auswahl von Dirk Schuster beteiligt. Was erwarten Sie von ihm?

Dass er auf die Mannschaft setzt. Man merkt ja schon, welche Spieler er mehr fördert, als das in der Vergangenheit der Fall war. Da nehme ich mal Marcel Rapp heraus, der kein Führungsspieler mehr war. Schuster sieht in ihm, was ich von ihm schon in seiner Pfullendorfer Zeit gesehen habe, dass er sein letztes Hemd gibt, Vorbild auf dem Platz und außerhalb ist, ohne den Anspruch zu erheben, ein Filigrantechniker zu sein. Ich denke, dass man mit solchen Leuten Ziele erreichen und auch Gegner schlagen kann, die besser besetzt sind. Dazu muss die Mannschaft auf dem Platz harmonieren.

Das war zuletzt nicht immer der Fall, wie das Beispiel Josip Landeka zeigt, der aus disziplinarischen Gründen in die zweite Mannschaft versetzt wurde und dann zum Drittligisten SV Wehen Wiesbaden gewechselt ist. Was können die Kickers künftig tun, um solche Talente zu halten?

Bei Landeka wäre es ein Leichtes gewesen, ihn rechtzeitig zu binden. Man braucht in einer Mannschaft immer ein, zwei Spieler, die keinen einfachen Charakter haben. Wir müssen Spieler, die Potenzial besitzen, im Verein halten. Das ist unser Kapital. So ist Landeka für null weg. Schade.

Heißt das denn auch, dass der Verein neben Jens Zimmermann als neuem Geschäftsführer noch ein Pendant im Bereich Sportmanagement sucht?

Das müssen wir dringend abdecken. Wir brauchen im Präsidium jemanden, der hauptverantwortlich für den Sport ist. Ich persönlich hätte das früher gerne gemacht, aber dazu fehlte mir die Zeit.

Wie bringen Sie dann künftig überhaupt Beruf und Kickers unter einen Hut?

Das ist ganz schwer, aber ich habe die Zusicherung von den Gremien – also meinen Präsidiumskollegen Frieder Kummer und Dieter Wahl sowie dem Aufsichtsrat -, dass ich weitgehend entlastet werde, insbesondere von unserem Geschäftsführer Jens Zimmermann. Das alles war mit ausschlaggebend dafür, das Amt zu übernehmen. Inwieweit das dann in der Praxis funktioniert, wird sich zeigen.

In der Vergangenheit war es ja so, dass der Kickers-Präsident am besten nicht nur Zeit, sondern auch Geld mitbringt. Wie stellt sich diese Situation bei Ihnen dar?

Bei uns geht es finanziell eng zu, das weiß man. Wir haben alle schon unseren Beitrag geleistet – mehr geht nicht. Das ist also keine Präsidentschaft à la Axel Dünnwald-Metzler, der jahrelang auch Geldgeber war.

Werden Sie dann noch das Gespräch mit dem Hauptsponsor Eduardo Garcia suchen, der ja eine nicht ganz unwichtige Rolle spielt?

Das steht außer Frage. Herr Garcia ist unser wichtigster Sponsor und dadurch auch unser wichtigster Ansprechpartner. Er kennt mich, ich sitze auf der Tribüne genau hinter ihm. Allerdings haben wir uns persönlich noch nicht ausgetauscht.

Was hat Ihr Sohn Marco, der Zweitliga-Trainer ist, zu dem Engagement gesagt?

Vater, du musst wissen, was du tust.

Stuttgarter Zeitung

Kickers-Präsident Kurz
„Die Jugend ist unsere einzige Chance“

Stuttgart – Sein Sohn Marco trainiert den Traditionsclub 1. FC Kaiserslautern. Nun hat Edgar Kurz in schwierigen Zeiten Verantwortung als Präsident des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers übernommen. „Die Blauen haben es nicht verdient, führungslos dahinzudümpeln“, sagt er.

Herr Kurz, was hat Ihr Sohn zu Ihrem neuen Amt gesagt?

Vater, Du musst wissen, was du machst.

Nach dem Motto: Warum tust Du Dir das an?

Ja, so ungefähr. Seine Einschätzung war die mit Abstand kritischste, die ich erhalten habe. Ansonsten war ich von der breiten Zustimmung positiv überrascht, die ich für meinen Schritt erhalten habe.

Sehen Sie sich nicht als Notlösung, nachdem der erklärte Wunschkandidat Rainer Lorz einen Rückzieher gemacht hat?

Ich hätte es begrüßt, wenn es unser Aufsichtsratschef gemacht hätte. Für eine Notlösung hält mich deshalb aber keiner. Ich habe mich entschieden, Flagge zu zeigen, denn die Blauen haben es nicht verdient, führungslos dahinzudümpeln.

Was packen Sie als Erstes an?

Ich möchte Ruhe und Kontinuität in den Verein bringen. Ich bin guter Dinge, dass unsere junge, hungrige Elf mit leidenschaftlichen Fußball Ihren Teil dazu beiträgt.

Geht es vom ersten Tag an gegen den Abstieg?

Das glaube ich nicht. Ich rechne mit Platz acht bis zwölf und hoffe, dass unsere Zuschauer mitziehen.

Wie wollen Sie in Anbetracht der prekären finanziellen Lage, die Jugendarbeit forcieren?

Dass es andere Clubs einfacher haben, ist völlig klar. Doch für mich steht fest: Die Jugend ist unsere einzige Chance. Wir müssen Talente finden und sie weiter ausbilden. Das ist die Zukunft der Kickers. Und deshalb müssen wir jemanden finden, der im Präsidium für die Jugend zuständig ist.

Stuttgarter Nachrichten

StZ: „Der Anfang vom Abstieg“ Nachgefragt

Ralf Vollmer erinnert sich an den 4:1-Sieg der Kickers 1991 bei Bayern München. Von Joachim Klumpp

Herr Vollmer, Sie waren Mitglied der Mannschaft, die am 5. Oktober 1991 mit dem 4:1 bei Bayern München wohl einen der überraschendsten Siege in der Vereinsgeschichte geschafft hat. Haben Sie denn schon eine Einladung für das Freundschaftsspiel nächsten Dienstag bekommen?

Ich habe meine Karten selbst gekauft, vier Stück für die ganze Familie. Das ist schließlich ein Benefizspiel – und die Kickers brauchen jeden Cent.

Welche Erinnerungen haben Sie denn noch an die Partie 1991?

Sehr gemischte. Für mich war das im Nachhinein der Anfang vom Abstieg. Wir sind hinterher noch auf die Wiesn eingeladen worden, ich glaube sogar ins Löwen-Zelt des Herrn Wildmoser, wo wir dementsprechend gefeiert wurden. Aber drei Tage später haben wir dann gegen Düsseldorf verloren und danach gegen Duisburg, jeweils 0:1 gegen Mannschaften auf Augenhöhe. Es wäre besser gewesen, wir hätten wenigstens eines der beiden Heimspiele gewonnen statt bei den Bayern.

Haben Sie denn noch Kontakt zu Spielern aus der damaligen Mannschaft?

Ja, erst vor kurzem hat mal wieder die Kickers-Traditionsmannschaft gespielt, die ich organisiere. Da waren dann Claus Reitmaier oder Bernd Schindler dabei. Aber mehr als einmal im Jahr schaffen wir das auch aus logistischen Gründen leider nicht.

1991 der Erfolg in München, jetzt Regionalliga. Woran liegt Ihrer Meinung nach der Niedergang der Kickers begründet?

Ich glaube, das hat sehr, sehr viele Gründe. Der Hauptgrund ist, dass die allgemeine Entwicklung des Fußballs die Kickers einfach überholt hat. Ich denke da an das Bosman-Urteil mit dem Wegfall der Ablösesummen, aber auch an das Potenzial bei den Fans oder Sponsoren, wenn man zum Beispiel nur nach Hoffenheim schaut. Wenn heute jemand 10 000 Euro für Werbung zur Verfügung hat und sich überlegt, ob er dafür vier Business-Seats beim VfB kauft oder zu den Kickers geht – dann beantwortet sich die Frage fast von selbst. Und dazu muss man sagen: selbst zu Bundesligazeiten sind die Kickers mehr oder weniger künstlich am Leben gehalten worden.

Nicht zuletzt dank des Präsidenten Axel Dünnwald-Metzler, im Rahmen von dessen Gedenkjahr die Partie am 21. Juli stattfindet. Bei der Hauptversammlung suchen die Kickers möglicherweise wieder einen Präsidenten – wäre das nicht ein Job für Sie?

Es gibt wenig Dinge, die ich so ausschließen kann wie das. Das hat nichts mit dem Verein zu tun, mein Herz hängt an den Stuttgarter Kickers. Aber in diesem Punkt kann ich wirklich nicht helfen.

Für das Benefizspiel der Kickers gegen Bayern München nächsten Dienstag sind bisher etwa 7500 Karten verkauft. Stehplätze gibt es noch bei Easyticket und auf der Geschäftsstelle.

Stuttgarter Zeitung

StZ: Torwart Becker verpflichtet

Der Fußball-Regionalligist hat das Benefizspiel zugunsten der Knochenmarkspenderdatei bei einer Esslinger Stadtauswahl mit 5:1 (1:0) gewonnen. Die Tore vor 600 Zuschauern erzielten Ivanusa (2), Gerster, Abrucia und Salz. Zudem hat der Verein den Torhüter Frank Becker von den Bundesliga-Junioren des 1. FC Köln verpflichtet. Der 19-Jährige erhält einen Vertrag bis Juni 2010. Im WFV-Pokal treffen die Kickers am ersten Wochenende im August auf den Bezirksligisten SV Baiersbronn.

Stuttgarter Zeitung

Tagebuch vom letzten Tag im Trainingslager

Auch am dritten und letzten Tag unseres Trainingslagers hier am Schliffkopf empfing uns das Trainerteam um 7:15 Uhr in der Eingangshalle des Hotels. Heute gingen die Spieler, die gestern das Stabilisationsprogramm durchführten auf die Laufstrecke und die anderen in den Fitnessraum des Hotels. Nach dem Frühstück ging es wieder in Richtung Klosterreichenbach, um unsere letzte Trainingseinheit zu absolvieren. Nach kurzem Einlaufen der gesamten Truppe unter Anleitung von Kapitän Marcel Rapp wurde beim 6 gegen 2 („Eckchen“) wieder ein bisschen Geld für die Mannschaftskasse eingespielt. Anschließend trainierten wir noch Laufwege für die Stürmer und Abschlüsse vor dem Tor. Zum Schluss gab es vom Trainerteam noch ein großes Lob an die Truppe, weil wir bei allen Einheiten super mitgezogen und demzufolge ihre Erwartungen voll erfüllt haben.

Zurück im Hotel mussten vor dem Mittagessen noch die Zimmer geräumt und die Trainingsutensilien unter Aufsicht von Zeugwart Dieter Kerschbaum im Bus verstaut werden, wobei der ein oder andere Spieler nochmal ins Schwitzen kam. Nachdem alles gepackt war konnten wir noch einmal unsere letzte Mahlzeit im Schliffkopf Hotel genießen und an dieser Stelle nochmals Lob vom gesamten Kickers-Team an unsere Gastgeber für die drei tollen Tage und die super Verpflegung.

Nun war es also an der Zeit dem vernebelten Schliffkopf unseren Rücken zuzukehren, aber noch war das Trainingslager nicht ganz beendet, stand doch als krönender Abschluss ein teambildende Maßnahme bevor, die es in sich haben sollte…

Mit dem Mannschaftsbus fuhren wir in den kleinen Kurort Sasbachwalden, wo wir im dortigen Hochseilpark Aufgaben von zwei Leitern bekamen und diese sowohl im gesamten Team als auch in kleineren Gruppen meistern musste. In den schwierigen Situationen teilweise 14 Meter über dem Boden nur mit Seilen und Karabinern gesichert, war nun Teamarbeit und viel Kommunikation gefordert, um wieder Heil herunterzukommen. Diese nicht ganz alltägliche Erfahrung, die uns vor allem zeigte wie wichtig eine verlässliche Gemeinschaft ist, wird uns bestimmt für die bevorstehenden Aufgaben, die wir als Team zu bestehen haben, sehr weiterhelfen.

Um 17 Uhr war das Trainingslager für uns beendet und es begann die Rückreise in die 130 Kilometer entfernte Landeshauptstadt.
Als Fazit bleibt nur noch festzuhalten, dass das Trainingslager ein voller Erfolg war, da wir neben der Verbesserung unserer körperlichen Verfassung eben auch als Team zusammen gewachsen sind. Wir freuen uns auf die kommenden Aufgaben und sind uns sicher, dass wir mit den gesammelten Erfahrungen auch schwierige Situationen meistern werden.

Ganz zum Schluss noch ein paar Danksagungen im Namen der ganzen Mannschaft an unseren Busfahrer Willi Mast, Zeugwart „Kersche“ und Physio Marc für ihre tolle Arbeit.

Offizielle Homepage